Ich bin’s, Ihr Pferd – Kapitel 15: Reden hilft,  … oder auch nicht

Aus „Ich bin’s, Ihr Pferd“ von Tania Konnerth
– zum ersten Kapitel geht es hier.

Ich gewöhne mich langsam daran, dass mein Pferd spricht und versuche, damit praktisch zu leben. Denn vieles ist nun wirklich umständlicher für mich geworden und mir wird immer bewusster, wie oft ich früher doch einfach über die Interessen meines Pferdes hinweggegangen bin. Allerdings bin ich immer noch ziemlich ratlos, wie ich jetzt damit umgehen soll. Nehmen wir zum Beispiel die Sache mit dem Weidetor …

Eigentlich möchte ich als Erste durch das Tor gehen, dann soll Monty mir folgen, ohne mich umzurennen, sich umdrehen und kurz warten, so dass ich in Ruhe das Tor wieder schließen kann. Theoretisch macht das durchaus Sinn, das sieht auch Monty so, denn ich habe ihm natürlich erklärt, wie ich es gerne hätte und warum – praktisch aber läuft es ganz anders.

Wenn wir von der Weide gehen, lässt Monty sich nämlich gerne viel Zeit. Und das sieht dann so aus:

Ich stehe mit dem offenen Tor in der einen und dem Ende des Führstricks in der anderen Hand und warte, dass er kommt. Er aber schaut über die Felder. Früher habe ich da einfach geschnalzt und am Strick gezupft. Das kann ich aber jetzt irgendwie nicht mehr machen, oder?

Also sage ich: „Äh, Monty, kommst du?“

„Selbstverständlich.“, antwortet er, reagiert aber nicht.

Ich warte. Meine Hand zupft, ohne dass ich es will, ungeduldig am Strick und ich beeile mich zu sagen: „Entschuldige, Monty, ich wollte nicht zupfen. Kommst du oder brauchst du noch Zeit, denn dann schließe ich das Tor erstmal wieder.“ Ich sehe nämlich gerade, dass zwei von Montys Kumpels interessiert zu uns herüberschauen – nicht, dass die gleich losschießen und abhauen. Das würde mir noch fehlen!

„Ja, ich komme.“, sagt mein Pferd, bewegt sich aber keinen Zentimeter.

„Moooonty, komm doch bitte einfach durch’s Tor, und schau’ von hier an, was immer du da anschaust, okay?“

„Ja, mach ich…“, sagt er und starrt weiter, aber setzt sich endlich in Bewegung, nur dass er dabei nicht darauf achtet, wo ich stehe und mich fast umrennt.

„Hey, Monty, pass ein bisschen auf mich auf, ja? Ich steh doch hier!“, rufe ich.

„Oh, tut mir leid, ich habe Sie nicht gesehen.“, sagt Monty und ist mit seiner Aufmerksamkeit immer noch irgendwo dort ganz hinten auf dem Feld.

„Was ist denn da bloß, Monty? Ich sehe überhaupt nichts!“, frage ich und versuche zu erkennen, was mein Pferd sieht. „Ach, doch, Moment, da ganz hinten ist tatsächlich etwas. Ein Fuchs, oder? Ja, das ist doch nur ein Fuchs, Monty, nichts Schlimmes.“

Mein Pferd starrt noch einen Moment weiter, nimmt dann den Kopf herunter und ist wieder ganz der Alte, ruhig und gelassen, als wäre nichts gewesen.

„Sag mal, kannst du mir nicht einfach sagen, wenn du etwas Beunruhigendes siehst? Dann schauen wir gemeinsam und klären, ob es wirklich gefährlich ist oder nicht, ja?“

„Wie Sie wünschen.“, sagt mein Pferd, aber ich fürchte, ich weiß genau, wie die Sache das nächste Mal aussehen wird …

Tja, und wenn wir zurück auf die Weide kommen, ist es meist genau umgekehrt, denn da hat es Monty mehr als eilig:

Sowie ich zum Torschloss greife, um es zu öffnen, drängelt Monty, als stände es bereits offen.

„Monty, nicht drängeln, das hatten wir doch abgemacht.“

„Oh, selbstverständlich, tut mir leid!“

„Gehst du bitte einen Schritt zurück, damit du mich nicht ans Tor drückst?“

„Wie Sie wünschen.“

Zwei Sekunden später drängelt er schon wieder gegen mich.

„Monty, du machst das schon wieder! Das macht es wirklich nicht leichter.“

„Oh, tut mir leid.“

„Ehrlich, das geht so nicht. Wie soll ich denn das Tor öffnen, wenn ich fürchten muss, dass du mich zerquetschst?“

„Ich, … ach nein, das würde ich nie tun. Tut mir leid.“

„Aber warum machst du das denn, Monty?“, frage ich und versuche ruhig zu bleiben, während er schon wieder am Schubsen ist.

„Ich, … ach, ich weiß nicht, die anderen, … ich muss … Tut mir leid.“

„Also, ich verstehe ja, dass du zu deinen Kumpels willst, aber es dauert alles viel länger, wenn du nicht ein bisschen Abstand hältst und mich das Tor aufmachen lässt.“

Dann habe ich das Tor offen und spüre schon wieder seine Schulter an mir.

„Monty, es reicht!“, rufe ich laut, langsam bin ich wirklich genervt.

Wieder entschuldigt er sich. Irgendwie kommen wir dann durch das Tor, aber er starrt nur zu den anderen und ich komme kaum dazu, das Halfter zu öffnen, so hoch trägt er seinen Kopf.

„Monty, du musst schon ein bisschen mithelfen, ehrlich. Wie soll ich denn dein Halfter abmachen, wenn du den Kopf so hochnimmst? Komm bitte etwas runter, das kann doch nicht so schwer sein!“

„Entschuldigung!“, ruft mein Pferd, als ich das Halfter dann abgemacht habe, und rast zu den anderen.

So viel hilft also Reden …

 

–> Fortsetzung folgt

 

Monty - Wege zum Pferd

 

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Tania Konnerth

Wer erzählt Montys Geschichten?

Die Geschichten von Monty schreibt Tania Konnerth. Sie hat seit über 40 Jahren mit Pferden zu tun und hat – unter uns gesagt – inzwischen immer öfter das Gefühl, dass Pferde tatsächlich sprechen können.

Tania arbeitet als Schriftstellerin und Autorin in Lüneburg und gibt zusammen mit Babette Teschen den Online-Ratgeber „Wege zum Pferd“ heraus. Mehr von ihr gibt es unter www.tania-konnerth.de

7. Juli 2020 von Tania Konnerth • Kategorie: Geschichten von einem sprechenden Pferd, Sonstiges Kommentare deaktiviert für Ich bin’s, Ihr Pferd – Kapitel 15: Reden hilft,  … oder auch nicht

Ich bin’s, Ihr Pferd – Kapitel 14: Die Sache mit dem „Sie“, die zweite

Aus „Ich bin’s, Ihr Pferd“ von Tania Konnerth
– zum ersten Kapitel geht es hier.

Irgendwie wurmt es mich doch sehr, dass Monty mich nicht duzen will und dass er unser Miteinander als seinen Job ansieht, auch. Hey, ein bisschen Wendy ist doch in jeder von uns, nicht wahr? Ich will mich nicht als Arbeitgeberin meines Pferdes sehen (naja, wenn man es genau nimmt, bin ich ja eigentlich sogar noch eher so etwas wie eine Leibherrin über einen Leibeigenen, aber das hört sich ja noch viel schrecklicher an). Ich möchte doch, dass uns eine Partnerschaft verbindet, im Idealfall eine Freundschaft.

Ich beschließe, ihn noch einmal darauf anzusprechen.

„Du, Monty, ich muss noch mal über die Sache mit dem Beruf mit dir reden.“

Monty schaut mich an.

„Na ja, du sagtest, dass du Berufs- und Privatleben trennen möchtest. Aber, … Beruf, … ich meine, siehst du das hier wirklich als deine Arbeit?“

„Ja, natürlich, als was denn sonst?“

Ich schlucke. Ein dicker Kloß ist in meinem Hals. Komisch, wie emotional man doch immer gleich ist, wenn es um das eigene Pferd geht, oder? Ich meine, als er noch in der Reitschule war und ich ihn einmal in der Woche geritten bin, habe ich ihn gemietet wie ein Auto, nicht wahr? Natürlich sah er das als Job. Und dann habe ich ihn gekauft wie ein Auto …, denke ich. Irgendwie schon nachvollziehbar, dass er das nicht wirklich anders sehen kann.

„Ich dachte halt, es ist etwas anderes …“, erwidere ich hilflos.

„Ich fürchte, ich verstehe nicht.“ sagt Monty.

„Ach, ich weiß auch nicht, irgendwie tut es mir weh, dass du die Zeit mit mir als Berufsleben bezeichnest.“

„Entschuldigung.“, sagt Monty.

„Das gibt mir das Gefühl, dass ich dich benutze.“

„Sie sagen das, als ob das was Schlechtes ist.“

„Aber das ist es doch auch!“, rufe ich entsetzt.

„Aber Sie haben mich doch gekauft, um mich reiten zu können.“

Er sagt das ohne jeden Vorwurf, ohne jede Häme, ohne jede Gefühlsregung. Es ist für ihn einfach eine Tatsache. Aber es ist eine, die sich für mich schrecklich anfühlt! Ja, klar, ich habe mir ein Pferd zum Reiten gewünscht. Aber doch auch viel mehr. Ich sehne mich nach einer tiefen Beziehung zu meinem Pferd, nach einem echten Miteinander, nach inniger Verbundenheit – und ich dachte, dass wir so etwas über die Jahre vielleicht erreichen könnten.

„Warum soll das was Schlechtes sein?“, hakt Monty nach.

„Na, ich will dich doch nicht benutzen.“ Ich lasse den Kopf hängen und fühle mich richtig mies.

„Entschuldigung, aber das ist wieder einmal zu kompliziert für mich. Sie wollen mich reiten, aber sie wollen mich nicht benutzen. Das muss wohl menschliches Denken sein.“

„Ich möchte, dass du die Sachen freiwillig und gerne mit mir machst.“, sage ich leise.

„Ob gerne oder nicht, darüber habe ich noch nie nachgedacht.“

Ich sage nichts und kann ihn auch nicht anschauen. Ich stehe da und gucke auf meine Füße.

„Wissen Sie, ich sehe das so: Ich bin Ihr Pferd und damit habe ich den Job, Ihr Pferd zu sein. Und als Ihr Pferd mache ich das, was Sie möchten. Ganz einfach, ganz normal.“

Mir fällt immer noch nichts zu sagen ein. Am liebsten würde ich heulen.

„Glauben Sie mir, ich hätte es schlimmer treffen können. Ich habe es gut bei Ihnen.“ sagt er, wahrscheinlich um mich zu trösten.

„Danke.“, antworte ich kleinlaut.

Und damit scheint für ihn das Thema durch zu sein.

Ich wiederhole mein neues inneres Mantra: „Mach kein Problem daraus, mach kein Problem daraus…“ und nehme mir fest vor, Monty zu zeigen, dass er bei mir nicht nur Angestellter ist, sondern dass ich ihm ein echter Freund sein will und kann.

-> Fortsetzung: Kapitel 15

 

 

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Tania Konnerth

Wer erzählt Montys Geschichten?

Die Geschichten von Monty schreibt Tania Konnerth. Sie hat seit über 40 Jahren mit Pferden zu tun und hat – unter uns gesagt – inzwischen immer öfter das Gefühl, dass Pferde tatsächlich sprechen können.

Tania arbeitet als Schriftstellerin und Autorin in Lüneburg und gibt zusammen mit Babette Teschen den Online-Ratgeber „Wege zum Pferd“ heraus. Mehr von ihr gibt es unter www.tania-konnerth.de

16. Juni 2020 von Tania Konnerth • Kategorie: Geschichten von einem sprechenden Pferd, Sonstiges Kommentare deaktiviert für Ich bin’s, Ihr Pferd – Kapitel 14: Die Sache mit dem „Sie“, die zweite

Ich bin’s, Ihr Pferd – Kapitel 13: Dann mal ganz praktisch gefragt

Aus „Ich bin’s, Ihr Pferd“ von Tania Konnerth
– zum ersten Kapitel geht es hier.

Nachdem ich mit den großen Fragen bei Monty nicht wirklich weitergekommen bin, beschließe ich, dann wenigstens all die vielen kleinen zu stellen, die ich so habe. Endlich kann ich herausfinden, was mein Pferd mag und was nicht, was ich richtig mache und was falsch und was ich alles ändern kann, damit es ihm gut geht.

Theoretisch.

Denn praktisch sieht es so aus, dass ich eigentlich immer nur dieselbe, nicht wirklich hilfreiche Antwort bekomme:

„Sag mal, Monty, drückt eigentlich der Sattel irgendwo?“

„Der Sattel ist okay.“

„Ist er nur okay oder sitzt er wirklich gut? Du kannst mir das ruhig sagen. Wir können ihn umpolstern lassen. Oder wir suchen einen anderen, wenn der nicht gut ist.“

„Der Sattel ist okay.“

„Hm, ist dir denn die Satteldecke angenehm? Es gibt auch solche Polster, die man unterlegen kann, vielleicht wäre so etwas gut?

„Die Decke ist okay.“

„Hm, aber du sagst, wenn was drückt, ja? Und … , magst du dein Gebiss eigentlich oder willst du lieber ohne geritten werden? Oder mit einem anderen?“

„Es ist okay mit dem Gebiss.“

„Aber wäre es besser ohne?“

„Es ist in okay mit Gebiss.“

„Sitze ich denn eigentlich gut genug oder ist das für dich unangenehm, wenn ich dich reite?“

„Es ist okay, wie Sie sitzen.“

„Ich denke, ich bin etwas schief und komme auch hin und wieder ganz schön aus dem Gleichgewicht. Aber, ich arbeite dran, das verspreche ich.“

„Es ist okay so.“

„Monty, ist diese Bürste besser oder diese hier?“

„Die Bürsten sind okay.“

„Aber, wenn du dir eine aussuchen könntest?“

„Sie sind beide okay.“

„Monty, gehst du lieber Trab oder Galopp?“

„Ist beides okay.“

„Wir können gerne mehr von dem machen, was dir besser gefällt. Galopp ist sicher anstrengend, oder?“

„Ist beides okay.“

„Monty, …“

Da unterbricht mich mein Pferd: „Sagen Sie mal, hört das auch mal wieder auf?“

„Was denn, Monty?“

„Na, dass Sie so viele Fragen stellen.“

„Aber ich möchte doch, dass es dir gut geht!“

„Mir geht es gut.“

„Ich möchte, dass dir gefällt, was ich mache.“

„Ich bin zufrieden.“

„Ich möchte dich kennen lernen.“

„Sie kennen mich doch.“

„Ich möchte einfach mit dir reden.“

„Na, das tun wir doch mehr als genug.“

Da weiß ich mal wieder nichts mehr zu sagen und seufze. Ganz ehrlich: mit einem Pferd zu sprechen, ist viel schwieriger, als ich das je für möglich gehalten hätte.

–> Fortsetzung Kapitel 14

 

 

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Tania Konnerth

Wer erzählt Montys Geschichten?

Die Geschichten von Monty schreibt Tania Konnerth. Sie hat seit über 40 Jahren mit Pferden zu tun und hat – unter uns gesagt – inzwischen immer öfter das Gefühl, dass Pferde tatsächlich sprechen können.

Tania arbeitet als Schriftstellerin und Autorin in Lüneburg und gibt zusammen mit Babette Teschen den Online-Ratgeber „Wege zum Pferd“ heraus. Mehr von ihr gibt es unter www.tania-konnerth.de

2. Juni 2020 von Tania Konnerth • Kategorie: Geschichten von einem sprechenden Pferd, Sonstiges Kommentare deaktiviert für Ich bin’s, Ihr Pferd – Kapitel 13: Dann mal ganz praktisch gefragt

Ich bin’s, Ihr Pferd – Kapitel 12: Große Fragen, kleine Antworten

Aus „Ich bin’s, Ihr Pferd“ von Tania Konnerth
– zum ersten Kapitel geht es hier.

Je bewusster mir wird, dass ich tatsächlich ein sprechendes Pferd habe, desto mehr begreife ich, was das doch für eine unglaubliche Chance ist, ja, mehr noch: es ist geradezu ein Wunder! Endlich kann ich all die Fragen loswerden, mit denen ich mich schon so lange befasse – Fragen über das Pferd-Sein, darüber, wie Pferde die Welt sehen und welche Botschaften sie für uns haben – und ich bekomme Antworten von einem Pferd darauf, erfahre also, wie sie wirklich ticken und was sie denken. Wer weiß, vielleicht werde ich ein Buch darüber schreiben und zwischen Menschen und Pferden vermitteln können, wäre das nicht großartig?

Theoretisch wäre es das …,  aber in der Realität läuft das alles ein bisschen anders, als ich es mir vorgestellt habe. Jetzt, da Monty tatsächlich spricht, komme ich mir irgendwie immer blöder vor mit meiner Naivität. Denn Monty geht das alles ziemlich ab.

Neulich fragte ich ihn zum Beispiel: „Monty, was denkt Ihr eigentlich über uns Menschen?“

„Nicht viel.“, war seine Antwort.

„Das kann nicht sein. Ihr macht euch doch sicher Gedanken über uns? Wie wir mit euch umgehen, wie wir uns verhalten und so etwas.“

„Nein, eigentlich nicht.“

„Das glaube ich dir nicht! Du denkst doch sicher nach über unsere Reiteinheiten oder Spaziergänge oder was ich mit dir gemacht habe, oder?“

„Nein, ich wüsste nicht, wieso.“, sagt mein Pferd.

Ich schaue ihn mit offenem Mund an und lasse es gut sein.

 

Bei der nächsten Gelegenheit fragte ich ihn: „Sag mal, was würdest du dir eigentlich für die Pferdewelt wünschen, Monty?“

„Mehr Gras.“, antwortete er.

„Nein, ich meine das anders, mehr so in Richtung, wie ein Pferdeleben idealerweise aussehen würde?“

„Mit mehr Gras.“

„Ach Monty, denk doch mal über ein ideales Miteinander von Mensch und Pferd nach, wie würdet Ihr behandelt werden wollen in einer idealen Pferdewelt?“

„Wir bekämen mehr Gras.“

Ja, genauso laufen diese Gespräche …

 

Heute versuche ich es nochmal und frage Monty: „Gibt es etwas, das du als Pferd mir als Mensch sagen möchtest?“

„Ich verstehe die Frage nicht.“, sagt Monty

„Na, was ist deine Botschaft als Pferd an mich oder an uns Menschen im Allgemeinen?“

„Ist das eine Trick-Frage?“, fragt er.

„Nein, Monty, das ist keine Trick-Frage, sondern echtes Interesse. Ich habe ein sprechendes Pferd, da kann ich doch endlich die Fragen stellen, über die ich schon so lange nachdenke. Ich bin immer überzeugt davon gewesen, dass Ihr Pferde uns Menschen etwas vermitteln und beibringen wollt. Viele sagen das, weil Ihr so weise wirkt. ‚Die Botschaft der Pferde‘ und so weiter, ich glaube, da gibt es sogar ein Buch mit diesem Titel und viele schreiben darüber, was wir alles von euch lernen können. Und ich kann nun direkt nachfragen, was für eine Chance! Also, Monty: Hast du eine Botschaft für mich?“

„Nein.“, erwidert mein Pferd.

Tja, Gespräche mit Monty sind manchmal wirklich ziemlich ernüchternd, muss ich sagen.

Fortsetzung: Kapitel 13

 

Monty - Wege zum Pferd

 

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Tania Konnerth

Wer erzählt Montys Geschichten?

Die Geschichten von Monty schreibt Tania Konnerth. Sie hat seit über 40 Jahren mit Pferden zu tun und hat – unter uns gesagt – inzwischen immer öfter das Gefühl, dass Pferde tatsächlich sprechen können.

Tania arbeitet als Schriftstellerin und Autorin in Lüneburg und gibt zusammen mit Babette Teschen den Online-Ratgeber „Wege zum Pferd“ heraus. Mehr von ihr gibt es unter www.tania-konnerth.de

12. Mai 2020 von Tania Konnerth • Kategorie: Geschichten von einem sprechenden Pferd, Sonstiges Kommentare deaktiviert für Ich bin’s, Ihr Pferd – Kapitel 12: Große Fragen, kleine Antworten

Ich bin’s, Ihr Pferd – Kapitel 11: Es ist genau richtig, wie es ist

Aus „Ich bin’s, Ihr Pferd“ von Tania Konnerth
– zum ersten Kapitel geht es hier.

Monty und ich sind auf dem Reitplatz. Es ist einer dieser Tage, an denen die Sonne nicht so genau weiß, ob sie scheinen mag oder nicht und sich deshalb hinter einer leichten Decke aus Wolken versteckt. So ist es nicht wirklich warm und nicht wirklich kalt. Alles fühlt sich irgendwie so zwischendrin an… – und damit genauso wie ich mich gerade auf meinem Pferd fühle.

Ich reite Monty und obwohl es mein eigenes Pferd ist, auf dem ich sitze, fühlt sich nichts mehr vertraut oder bekannt an. Seit Monty spricht, ist es, als ob alles neu beginnt. Monty sagt zwar immer, dass alles einfach bleiben kann, wie es war, aber das geht einfach nicht, denn: Es IST anders, jetzt.

Ganz ehrlich, ich habe das Reiten bisher nie in Frage gestellt. Seit ich fünf bin, liebe ich Pferde. Pferde und Reiten, das gehörte für mich immer zusammen. Klar, später habe ich dann natürlich auch gelernt, dass Pferde eigentlich gar nicht dafür gemacht sind, uns auf ihrem Rücken zu tragen. Das hört man als Reiterin natürlich nicht gerne. Und die Gewalt, mit der so viele Pferde zu dem gezwungen werden, was Menschen von ihnen wollen, finde ich einfach schrecklich, aber irgendwie glaubt man ja doch immer, dass man es selbst besser macht. Und damit gibt man sich dann zufrieden.

Sind wir Menschen nicht echte Meister im Verdrängen (… und das nicht nur, wenn es um Pferde geht)? Aber in gewisser Hinsicht hat das auch seinen Sinn, stelle ich jetzt fest. Denn nicht ständig über alles nachzudenken und alles in Frage zu stellen, macht uns oft überhaupt erst handlungsfähig. Genau das ist mir durch die Tatsache, dass mein Pferd sprechen kann, ein ganzes Stück verloren gegangen und ich schätze, ich muss es mir erst wieder zurückerobern. Denn, wenn ich ehrlich bin, reite ich eigentlich gerade gar nicht, sondern ich sitze nur auf dem Rücken meines Pferdes. Ich traue mich kaum, zu atmen, geschweige denn einen Mucks zu machen. Bei jedem Handwechsel, den ich gerne reiten würde, bei jeder Hilfe, die ich geben will, bei jedem Wechsel der Gangart möchte ich vorher fragen, ob er das überhaupt möchte und ob es für ihn okay ist, das für mich zu machen. Dadurch verliert die Sache jeden Fluss und jede Natürlichkeit. Ich bin nur noch im Kopf und damit ein einziges Fragezeichen.

Und dann frage ich mich, ob es aber so nicht eigentlich sein sollte?

Natürlich nicht die quälende Unsicherheit, die mich fast handlungsunfähig macht, und nicht das schlechte Gewissen, das zu nichts führt, aber was ist mit der Behutsamkeit, mit der ich nun meine Hilfen gebe? Oder was ist mit dem Bewusstsein darüber, dass nichts selbstverständlich ist? Und was ist mit dem Respekt, der zusammen mit der Tatsache, dass mein Pferd sprechen kann, nun einen ganz neuen Stellenwert bekommen hat? Sollte genau das alles nicht die Basis jeden Miteinanders von Mensch und Pferd sein: Behutsamkeit, Bewusstsein und Respekt?

Ich war immer der Ansicht, dass ich eine von denen bin, die schon vieles ziemlich gut machen, aber jetzt wird mir klar, dass ich doch in vielem zu gedankenlos war. Man ist so schnell dabei, andere dafür zu verurteilen, was sie mit Tieren machen, nur bei sich selbst schaut man oft nicht so genau hin. Und wenn, dann hat man ein schlechtes Gewissen und schiebt das schnell wieder weg. Vielleicht gewöhnt man sich über die Zeit auch einfach an so vieles, was eigentlich nicht okay ist, einfach weil es alle machen und weil man es auch so vermittelt bekommen hat …

Aber letztlich haben wir doch in jedem Moment die Möglichkeit, uns neu zu entscheiden. Wir können grob werden oder wir können inne halten. Wir können automatisch reagieren oder nachdenken. Wir können uns durchsetzen oder auf Verständigung zielen. Sind das Gedanken, die mir auch gekommen wären, wenn mein Pferd nicht sprechen würde? Immerhin habe ich mich auch schon mal geweigert, Dinge zu machen, zu denen ich angeleitet wurde. Ich habe nein gesagt, als ich ein Pferd mit der Gerte schlagen sollte, das nicht vorwärts gehen wollte, und ich bin von einer Stute abgestiegen, die ich nicht anders im Schritt halten konnte, als den Zügel so kurz zu nehmen, dass mir die Arme weh taten. So wollte ich nie reiten: mit Kraft und Gewalt. Ich sehe aber genau das immer wieder im Stall. Es ist normal. Unnormal bin eher ich, die nun auch noch Gespräche mit ihrem Pferd führt.

Und das ist gut so, denke ich. Normal ist oft gar nicht gut, wir machen nur immer so weiter, weil Gewohnheiten einfacher sind als Neues anzugehen. Weil wir nicht auffallen wollen. Weil wir keine Ahnung haben, wie das Andere aussehen kann und uns das hilflos und ratlos macht. So wie ich mich gerade fühle, da ich nach wie vor nicht weiß, wie es nun mit mir und meinem sprechenden Pferd weitergehen wird. Alles ist offen, alles ist neu und unbekannt.

Aber ich will mich darauf einlassen. Ich möchte lernen. Ich möchte zu einem Menschen werden, den sein Pferd duzen mag. Ich möchte mir die Zuneigung meines Pferdes verdienen.

„Monty, halt mal an.“, sage ich und schlinge meine Arme um seinen Hals.

„Ach, sind Sie wieder anwesend?“, fragt er ein etwas spöttisch.

„Ja, das bin ich. Und es ist schön, dass du da bist.“, sage ich.

„Haben Sie mal wieder gegrübelt?“

„Ja, schon … Aber das ist genau richtig so.“ Ich richte mich wieder auf und fühle mich eigentlich ganz gut.

„Na, wenn Sie meinen.“

„Was hältst du von ein bisschen Bewegung?“

„Wie Sie wünschen.“, sagt mein Pferd und trabt so schwungvoll an, so dass ich zusehen muss, nicht nach hinten über zu kippen.

„Hey, das hast du doch voll absichtlich gemacht, Monty!“

„Selbstverständlich.“, sagt mein Pferd und ich lache.

–> Fortsetzung Kapitel 12

 

Monty Wege zum Pferd

 

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Tania Konnerth

Wer erzählt Montys Geschichten?

Die Geschichten von Monty schreibt Tania Konnerth. Sie hat seit über 40 Jahren mit Pferden zu tun und hat – unter uns gesagt – inzwischen immer öfter das Gefühl, dass Pferde tatsächlich sprechen können.

Tania arbeitet als Schriftstellerin und Autorin in Lüneburg und gibt zusammen mit Babette Teschen den Online-Ratgeber „Wege zum Pferd“ heraus. Mehr von ihr gibt es unter www.tania-konnerth.de

28. April 2020 von Tania Konnerth • Kategorie: Geschichten von einem sprechenden Pferd, Sonstiges Kommentare deaktiviert für Ich bin’s, Ihr Pferd – Kapitel 11: Es ist genau richtig, wie es ist

Ich bin’s, Ihr Pferd – Kapitel 10: Die Sache mit dem „Sie“

Aus „Ich bin’s, Ihr Pferd“ von Tania Konnerth
– zum ersten Kapitel geht es hier.

Ok, Monty hat natürlich recht, dass man sicher nicht aus allem ein Problem machen muss, aber es gibt Dinge, die wurmen einen doch so sehr, dass man sie nicht einfach ignorieren kann. Genau so ist es mit der Tatsache, dass Monty mich siezt. Ich finde das ziemlich schräg und irgendwie verunsichert es mich, nein, ehrlich gesagt kränkt es mich sogar.

Als Monty und ich nach der Reiteinheit am Tor zum Weidepaddock stehen, entscheide ich mich, das anzusprechen:

„Du Monty, … darf ich dich noch etwas fragen?“

„Selbstverständlich.“

„Warum siezt du mich eigentlich?“

Er schaut mich wieder nur an. Diesmal halte ich den Blick. Ich möchte eine Antwort, denn dieses Sie verunsichert mich doch sehr.

„Ach, wissen Sie“, sagt er dann „ich bevorzuge klare Verhältnisse auf der Arbeit.“

„Oh.“, sage ich, weil mir nichts anderes einfällt. Mit dieser Antwort habe ich nicht gerechnet.

„Ja, Sie wissen schon, es ist nicht ratsam, das Berufs- und das Privatleben allzu sehr zu vermischen, das schafft meist nur Probleme.“

„Ach so?“

„Duzen Sie denn Ihren Chef?“

„Äh, … nein.“

„Na, sehen Sie.“

„Aber, manche machen das durchaus, … dass sie ihren Chef duzen, meine ich, ist doch eigentlich auch ganz schön, … viel lockerer, vertrauter, aber … hm, … also gut“, stottere ich, nachdem ich seine unerschütterliche Miene sehe und frage beklommen: „Und …, also, dann sollte ich dich wohl auch besser siezen, oder?“

„Ach, nein, das ist nicht nötig. Wissen Sie, das war ja immer schon so, damit kann ich gut leben. Es kann einfach so bleiben, wie es ist.“

Monty wendet seinen Kopf in Richtung der anderen Pferde und tritt unruhig von einem Bein auf das andere.

„Ach, da bin ich aber sehr froh, weil das würde mir doch ziemlich schwer fallen, Monty.“, sage ich und schaue ihn liebevoll an. Doch mein Pferd starrt weiter zu den anderen Pferden und bekommt das gar nicht mit. Er macht einige Schritte nach rechts, dann nach links und wirkt immer angespannter.

„Du willst zu den anderen, richtig?“

„Ja, das wäre sehr freundlich.“, antwortet er.

„Na, dann.“ Ich öffne das Tor, er dreht den Kopf zu mir und ich nehme ihm das Halfter ab und sage: „Dann hab’ einen schönen Feierabend.“ Eigentlich meinte ich das als Scherz, aber Monty bedankt sich artig und trabt davon.

Mein Pferd sieht mich als Arbeitgeber und will mich nicht duzen …, das klingt irgendwie ziemlich verrückt, oder? Und, ehrlich gesagt, fühlt sich doof an. So bekommt die Tatsache, dass mein Pferd mit mir redet, ein bisschen so etwas wie einen schalen Nachgeschmack. Ich lasse es für diesen Moment gut sein, aber nehme mir vor, das bei Gelegenheit noch einmal anzusprechen. Da kann das letzte Wort noch nicht gesprochen sein.

Fortsetzung: Kapitel 11

 

 

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Tania Konnerth

Wer erzählt Montys Geschichten?

Die Geschichten von Monty schreibt Tania Konnerth. Sie hat seit über 40 Jahren mit Pferden zu tun und hat – unter uns gesagt – inzwischen immer öfter das Gefühl, dass Pferde tatsächlich sprechen können.

Tania arbeitet als Schriftstellerin und Autorin in Lüneburg und gibt zusammen mit Babette Teschen den Online-Ratgeber „Wege zum Pferd“ heraus. Mehr von ihr gibt es unter www.tania-konnerth.de

3. April 2020 von Tania Konnerth • Kategorie: Geschichten von einem sprechenden Pferd, Sonstiges Kommentare deaktiviert für Ich bin’s, Ihr Pferd – Kapitel 10: Die Sache mit dem „Sie“

Ich bin’s, Ihr Pferd – Kapitel 9: Und Reiten ist doch ein Problem

Aus „Ich bin’s, Ihr Pferd“ von Tania Konnerth
– zum ersten Kapitel geht es hier.

So schön mein Spaziergang gestern mit Monty war, so habe ich mich aber letztlich damit nur um das Thema Reiten herumgedrückt. Es ist immer noch ein Problem für mich, wie ich feststellte, als ich nach Hause fuhr.

Das Einfachste wäre wohl, nicht mehr zu reiten. Aber diesen Gedanken finde ich richtig furchtbar. Gar nicht mehr zu reiten? Reiten ist einfach so schön und es gehört zu mir und ich wollte immer ein eigenes Pferd! Ich, ich, ich… Ich höre mich an, wie ein Kleinkind und fühle mich auch ein bisschen so, aber ich will das Reiten nicht aufgeben.

Monty hat gesagt, dass es ok ist, wenn ich ihn reite. Kann man sich denn mehr wünschen, als eine ausdrückliche Zustimmung von seinem eigenen Pferd? Eigentlich nicht, oder? Und doch bin ich so verdammt unsicher. Ich frage mich warum. Ich meine, ich mache die Sache doch halbwegs anständig: Ich habe Monty nie verdroschen, ich mute ihm keine scharfen Gebisse zu, keine Hilfszügel und ich reite nicht mit Sporen. Aber, klar, ich habe ihn schon so manches Mal ordentlich getrieben, wenn er nicht vorwärts ging oder an einer Sache im Gelände nicht vorbei wollte, weil mich das irgendwie wütend gemacht hatte. Und meine Hände sind arg unruhig im Galopp und seinen Trab kann ich eigentlich gar nicht aussitzen. Und im Umgang war ich oft auch ganz schön ungeduldig…

Aber ich könnte doch jetzt versuchen, einfach alles besser zu machen. Eigentlich habe ich die größte Chance überhaupt, denn ich kann mein Pferd jederzeit fragen, was es gut findet und was nicht. Ich muss nicht mehr raten. Ich kann fragen und er antwortet. Ich muss ihm nur noch glauben.

Und so nehme ich mir heute fest vor, dass wir eine kleine Runde in der Halle reiten. Ich wäre lieber ins Gelände gegangen, aber es schüttet wie aus Eimern.

„Hey Monty, was hältst du von einer kleinen Reiteinheit in der Halle?“, frage ich mein Pferd, als ich ihn vom Auslauf hole. Seltsam, wie flatterig meine Stimme klingt.

„In Ordnung.“, antwortet er.

„Muss nicht sein, wenn du nicht magst.“, sage ich schnell, denn so richtig überzeugend klang das ja nicht.

„Ist in Ordnung.“, wiederholt er und ich zwinge mich dazu, mich damit zufrieden zu geben und es nicht weiter zu interpretieren.

Beim Putzen merke ich, dass meine Knie wieder weicher werden. Mist. Ich hatte mir doch so fest vorgenommen, kein Problem daraus zu machen.

„Du, Monty, du sagst mir aber einfach, wenn du zu irgendwas keine Lust hast, ja?“

„Ok.“

„Das meine ich ganz ernst. Jetzt, da du reden kannst, kannst du jederzeit sagen, was du nicht möchtest. Ich will nichts tun, was du nicht willst.“

„Ok.“

Boah, er könnte es mir ja ein bisschen leichter machen.

„Ist alles gut mit dir?“, frage ich.

„Ja, alles in Ordnung.“

Es fühlt sich nicht so an, aber ich halte den Mund.

Ich sattele Monty und zäume ihn und wir gehen in die Halle. Ungefähr hundertmal muss ich mich zwingen, nicht wieder nachzufragen, ob es ok ist, dass ich ihn heute reite. Dabei vergesse ich ständig das Atmen und bin schon fertig, bevor ich auf dem Pferd sitze. Dann führe ich ihn an die Aufstieghilfe.

„Also, pass auf, ich stelle jetzt meinen Fuß in den Steigbügel.“, sage ich.

„Ok.“, sagt Monty.“

„Und jetzt steige ich auf, ja?“

„Ja.“

„So, nun sitze ich auf dir, ist das ok, Monty, oder bin ich zu schwer, sitze ich doof, soll ich was anders machen?“

„Sagen Sie mal, soll das jetzt so weitergehen?“

„Was genau, Monty? Ich kann auch wieder absteigen, wenn es dir nicht recht ist!“ Ich bin bestürzt.

„Na, diese endlose Fragerei.“

„Ich meine es doch nur gut. Ich will nichts falsch machen. Ich will, dass du einverstanden bist.“

„Das habe ich doch schon gesagt.“

Ich sage nichts, sondern kämpfe mit den Tränen. Monty steht ruhig und wartet.

„Ich kann das nicht, Monty.“

„Was können Sie nicht?“, fragt mein Pferd.

„Dich reiten.“

„Bisher konnten Sie das ganz gut.“

„Ja, und ich habe ein schlechtes Gewissen, weil es irgendwie nicht richtig ist.“

„Mich zu reiten ist nicht richtig? Wen wollen Sie denn sonst reiten? Bisher war doch alles gut mit mir?“

Jetzt missversteht er mich auch noch! „Ach, Monty, mit dir ist alles bestens! Du bist ein supertolles Pferd und ich möchte kein anderes außer dir reiten. Aber, … ich kann dich doch jetzt nicht einfach herumkommandieren und dir sagen, was du machen sollst.“

„Naja, Sie müssen ja nicht kommandieren. Wissen Sie, eigentlich würde ich mich jetzt wirklich gerne bewegen. So herumzustehen ist etwas langweilig und mir schlafen die Hufe ein. Also, könnten wir vielleicht…?“

Ich muss lachen und bin meinem Pferd sehr dankbar für diesen Anstupser.

„Na klar, dir schlafen die Hufe ein, wo du ja sonst auch niiieee einfach so herumstehst, nicht wahr? Also gut.“, sage ich und ich gebe reflexartig die Hilfe zum Antreten.

„Na also, geht doch.“ sagt Monty fröhlich und tritt an. Die ersten Schritte sind gemacht: Ich reite mein nun sprechendes Pferd.

Fortsetzung: Kapitel 10

 

Monty - Wege zum Pferd

 

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Tania Konnerth

Wer erzählt Montys Geschichten?

Die Geschichten von Monty schreibt Tania Konnerth. Sie hat seit über 40 Jahren mit Pferden zu tun und hat – unter uns gesagt – inzwischen immer öfter das Gefühl, dass Pferde tatsächlich sprechen können.

Tania arbeitet als Schriftstellerin und Autorin in Lüneburg und gibt zusammen mit Babette Teschen den Online-Ratgeber „Wege zum Pferd“ heraus. Mehr von ihr gibt es unter www.tania-konnerth.de

24. März 2020 von Tania Konnerth • Kategorie: Geschichten von einem sprechenden Pferd, Sonstiges Kommentare deaktiviert für Ich bin’s, Ihr Pferd – Kapitel 9: Und Reiten ist doch ein Problem

Ich bin’s, Ihr Pferd – Kapitel 8: Und wie ist das mit dem Reiten?

Aus „Ich bin’s, Ihr Pferd“ von Tania Konnerth
– zum ersten Kapitel geht es hier.

Ich habe verstanden, dass mein Pferd der Ansicht ist, dass ich Probleme mache, wo gar keine sind. Aber schon im nächsten Moment merke ich, dass gleich das nächste Problem lauert. Eigentlich würde ich zu gerne mal wieder reiten, aber gerade in Bezug darauf kann ich doch unmöglich die Tatsache ignorieren, dass Monty spricht. Ich fühle mich geradezu verpflichtet, ihn zu fragen, ob es überhaupt okay ist, wenn ich ihn reite.

Also geht das Gespräch weiter.

„Monty, ich weiß, du hast gerade gesagt, dass ich nicht aus allem ein Problem machen soll. Aber wie ist es denn zum Beispiel mit dem Reiten … ich würde heute eigentlich am liebsten genau das tun, aber ist das denn okay für dich? Ich meine, ich habe nie zuvor mal nachgefragt, ob du mich denn wirklich tragen möchtest … “, sage ich leise und fürchte mich vor der Antwort.

„Selbstverständlich.“ sagt Monty.

„Einfach so?“ Ich schaue auf.

„Na, wie sonst?“

Tja, darauf habe ich keine Antwort, aber ich fühle mich komplett und vollständig gehemmt.

„Pass auf, wir gehen heute ein bisschen spazieren, was hältst du davon?“, schlage ich vor.

„Ich dachte, Sie wollten reiten?“

„Schon, aber es ist wirklich nicht so einfach.“

„Das verstehe ich nicht.“

„Na, ich bin mir halt nicht sicher, ob es wirklich ok für dich ist, geritten zu werden und das gibt mir ein blödes Gefühl.“

Er schaut mich verständnislos an. „Sie sind ganz schön kompliziert.“

„Da magst du wohl recht haben …“ Ich seufze.

„Sie reiten mich, solange wir uns kennen. Warum bereitet Ihnen das jetzt ein Problem?“

„Na, weil du sprechen kannst und ich das Gefühl habe, dich fragen zu müssen.“

„Sie haben mich gefragt und ich habe geantwortet.“

„Ja, ich weiß. Aber, ach …, gehen wir heute lieber spazieren. Zum Eingewöhnen, ok?“

„Wie Sie wünschen.“

Ich beiße mir auf die Zunge, um nicht zu fragen, ob er denn dazu überhaupt Lust hat. Mach kein Problem daraus, zische ich mir selbst zu, mach kein Problem daraus.

Unschlüssig halte ich das Halfter hoch.

„Ich, äh …, ich glaube, wir müssten, … schon wegen der Versicherung und so …“

„Selbstverständlich.“, sagt Monty und hält mir seinen Kopf hin. Ich streife das Halfter über seine Ohren, schließe den seitlichen Karabiner, nehme den Strick in die Hand und wir gehen zum Tor hinaus.

Wir laufen am Feld entlang Richtung Wald. Es ist wundervolles Wetter heute: blauer Himmel, die Sonne scheint, Vögel zwitschern und es sind keine Bremsen mehr unterwegs – ein perfekter Tag.

In diesem Moment scheint es tatsächlich gar kein Problem zu geben. Ich gehe mit meinem Pferd an einem traumhaft schönen Tag im Wald spazieren. Mein Pferd kann sprechen und eigentlich ist das doch einfach nur toll. Vielleicht hat Monty wirklich recht damit, dass ich ein Problem mache, wo gar keines ist.

Aber jetzt reite ich ja auch nicht, denke ich und zweifele schon wieder. Mal sehen wie ich mich fühle, wenn ich das nächste Mal tatsächlich aufsteigen werde … Und sofort schießt mir wieder dieses mulmige Gefühl in die Knie. Herrje, wird es je wieder „normal“ sein? Aber was ist denn eigentlich normal? Sich keine Gedanken darüber zu machen, was das eigene Pferd eigentlich möchte und was nicht? So traurig es ist, aber das war bisher tatsächlich in vielen Bereichen normal für mich.

Schluss jetzt, sage ich zu mir und beschließe, wenigstens für diesen Moment mit dem Grübeln aufzuhören und unseren Spaziergang zu genießen. Jetzt, in diesem Augenblick, ist alles gut. Monty schnaubt fröhlich neben mir ab.

„Möchtest du vielleicht einen Keks, Monty?“

„Einen von denen, die so schön knuspern?“

„Ja, hab ich dabei.“

„Sehr gern.“

Ich reiche ihm den Keks und wir beenden unsere Runde.

Fortsetzung: Kapitel 9

 

Ich bin's, Ihr Pferd – Wege zum Pferd

 

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Tania Konnerth

Wer erzählt Montys Geschichten?

Die Geschichten von Monty schreibt Tania Konnerth. Sie hat seit über 40 Jahren mit Pferden zu tun und hat – unter uns gesagt – inzwischen immer öfter das Gefühl, dass Pferde tatsächlich sprechen können.

Tania arbeitet als Schriftstellerin und Autorin in Lüneburg und gibt zusammen mit Babette Teschen den Online-Ratgeber „Wege zum Pferd“ heraus. Mehr von ihr gibt es unter www.tania-konnerth.de

10. März 2020 von Tania Konnerth • Kategorie: Geschichten von einem sprechenden Pferd, Sonstiges Kommentare deaktiviert für Ich bin’s, Ihr Pferd – Kapitel 8: Und wie ist das mit dem Reiten?

Ich bin’s, Ihr Pferd – Kapitel 7: Wo ist das Problem?

Aus „Ich bin’s, Ihr Pferd“ von Tania Konnerth
– zum ersten Kapitel geht es hier.

In den nächsten zwei Wochen fuhr ich nur wenige Male zu Monty und war dann auch immer nur kurz da. Ich brachte ihm etwas zu fressen, wechselte einige Worte mit ihm, erzählte etwas von wegen „Zu viel zu tun … “ und „Richtig viel Stress auf der Arbeit … “ und war dann schnell wieder weg.

Doch natürlich kann ich meinem Pferd nicht ewig ausweichen. Es wird Zeit, dass ich mich auf das Neue einlasse. Heute bin ich mit der festen Absicht zum Stall gefahren, Monty zumindest von der Weide zu holen und irgendetwas mit ihm zu machen. Aber nun, wo ich mit dem Halfter in der Hand vor dem Stallgebäude stehe und hoch zur Weide laufen will, werde ich wieder immer unsicherer und unsicherer. Ich habe keine Idee, wie ich mich nun verhalten soll, denn die Tatsache, dass mein Pferd jetzt spricht, hat tatsächlich alles verändert.

Klingt dramatisch und ist es auch. Wie herrlich naiv war ich doch, bevor Monty zu reden begann, wie köstlich unwissend. Denn jetzt ist einfach nichts mehr wie zuvor: Kann ich jemanden, der sprechen kann, einfach beim Fressen stören, zur Halle führen, einen Sattel auflegen, mich drauf setzen und ihn für mich im Kreis rennen lassen? Kann ich mehr Tempo verlangen oder anzuhalten? Kann ich jemanden, der sprechen kann, einfach irgendwo wegziehen oder hindrücken? Kann ich ihn einfach so putzen oder den Schweif waschen? Ich stelle plötzlich alles in Frage.

Nun geht nichts mehr so, wie ich es gewohnt war, und die Erkenntnis, dass alles, was mir vorher vollkommen normal erschien, durch ein kleines Detail überhaupt nicht mehr selbstverständlich ist, macht mich sehr nachdenklich. Eins weiß ich jetzt schon: Wenn das eigene Pferd zu sprechen beginnt, überdenkt man alles neu, den Umgang mit dem Pferd, das eigene Verhalten gegenüber dem Pferd, die Ansprüche an das Pferd, ja sogar, was man ganz heimlich für sich denkt – also einfach alles. Und, Himmel, das macht die Sache wirklich anstrengend. Ganz ehrlich, im Moment denke ich, dass ein Fahrrad durchaus seine Vorteile hat …

Ich entscheide, am besten das zu tun, was sich geradezu anbietet, wenn das eigene Pferd sprechen kann: Ich werde mit ihm darüber reden.

Als ich zur Weide komme, steht Monty etwas abseits der anderen und döst.

„Hallo Monty“, begrüße ich ihn.

„Ah, da sind Sie ja mal wieder.“

„Ja …“, druckse ich herum.

Er schaut mich an und wartet.

„Also, Monty, … ich weiß nicht so recht, wo ich beginnen soll. Mit der Tatsache, dass du reden kannst, ist plötzlich alles anders.“

„Oh. Was genau meinen Sie mit ‚alles anders‘?“

„Na, einfach alles! Vielleicht kannst du dir das nicht vorstellen, aber ich bin schrecklich verwirrt und verunsichert. Ich weiß nicht mehr, was ich jetzt noch tun kann mit dir und was nicht, eigentlich weiß ich gar nichts mehr!“ Ich bin viel lauter geworden, als ich es vorhatte.

Mein Pferd lehnt sich etwas zurück, die Augen geweitet.

„Sorry, ich wollte nicht laut werden, ich bin nur echt verzweifelt. Früher bin ich einfach hergekommen und hab’ dich von der Weide geholt, hab’ dich geputzt und gesattelt, bin dich geritten und hab’ dich wieder zurückgebracht.“

„Und warum machen Sie genau das jetzt nicht auch?“

„Wie denn, Monty? Wie soll ich dir jetzt einfach das Halfter überstreifen und dich irgendwo hinführen?“

„Na, einfach so wie immer.“

„Nein, das geht doch nicht! Nicht mal das geht. Eigentlich geht gar nichts mehr, denn ich kann nichts mehr entscheiden oder tun, ohne dass ich das Gefühl habe, dich fragen zu müssen.“

„Das verstehe ich nicht.“

„Na, … ich muss dich fragen, weil du jetzt sprichst, weil du antworten kannst.“

Er schaut mich an.

„Und damit ist alles anders.“, seufze ich und sacke in mich zusammen.

Er schaut mich weiter mit leerem Blick an.

„Es tut mir leid, aber ich verstehe wirklich nicht, worauf Sie hinauswollen. Ich bin nach wie vor ein Pferd und zwar Ihr Pferd. Damit stehe ich Ihnen zur Verfügung. Sie können alles genau so machen wie bisher. Ich wüsste nicht, warum wir irgendetwas ändern sollen.“

Ich atme schwer aus, lege den Kopf in den Nacken und starre in den Himmel. Wie kann ich mich nur verständlich machen? Wie kann ich den Zwiespalt beschreiben, in dem ich mich befinde? Von der Grundsache her finde ich es eben nicht richtig, ein anderes Wesen zu benutzen, aber genau das habe ich natürlich immer gemacht, weil, wenn es nicht spricht, es einfacher ist, weil man das als Mensch ignorieren kann, was natürlich irgendwie auch verlogen ist. Aber nur so funktioniert es doch, oder? Und ich habe immer versucht, im Sinne meines Pferdes zu handeln, wirklich! Aber ich habe mich auch mal durchgesetzt und bin sicher oft über seine Bedürfnisse hinweggegangen, wie wahrscheinlich doch jeder, oder? Aber jetzt weiß ich nicht, wie ich weitermachen soll.

Und wie kann ich ihm nun mein Problem erklären, wo er offenbar keines sieht?

„Entschuldigen Sie, hätten Sie vielleicht einen dieser leckeren Kekse für mich?“, fragt Monty.

Da muss ich lachen. Ich hole ein Leckerli aus der Tasche und gebe es ihm.

Tja, denke ich, vielleicht bin tatsächlich nur ich das Problem. Vielleicht sollte ich, so wie er es sagt, wirklich einfach das machen, was ich immer gemacht habe. Ob das geht?

Fortsetzung: Kapitel 8

 

Monty Wege zum Pferd

 

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Tania Konnerth

Wer erzählt Montys Geschichten?

Die Geschichten von Monty schreibt Tania Konnerth. Sie hat seit über 40 Jahren mit Pferden zu tun und hat – unter uns gesagt – inzwischen immer öfter das Gefühl, dass Pferde tatsächlich sprechen können.

Tania arbeitet als Schriftstellerin und Autorin in Lüneburg und gibt zusammen mit Babette Teschen den Online-Ratgeber „Wege zum Pferd“ heraus. Mehr von ihr gibt es unter www.tania-konnerth.de

25. Februar 2020 von Tania Konnerth • Kategorie: Geschichten von einem sprechenden Pferd, Sonstiges Kommentare deaktiviert für Ich bin’s, Ihr Pferd – Kapitel 7: Wo ist das Problem?

Ich bin’s, Ihr Pferd – Kapitel 6: Ich glaub, ich pack das nicht!

Aus „Ich bin’s, Ihr Pferd“ von Tania Konnerth
– zum ersten Kapitel geht es hier.

Am nächsten Morgen war ich schon früh auf dem Weg zum Stall. Ich hatte ziemlich schlecht geschlafen in dieser Nacht, und war viel früher als sonst aufgestanden, denn ich konnte es kaum erwarten, zu Monty zu fahren.

Entweder wäre heute wieder alles normal, dann musste ich damit leben, dass meine Phantasie doch manchmal ein bisschen zu lebhaft wurde (in diesem Fall würde der Punkt „Therapeuten suchen“ ganz nach oben auf meine Checkliste kommen) oder ich würde meinem sprechenden Pferd all die Fragen stellen können, die mir auf der Seele brannten (und das waren viele, ich würde in diesem Fall eine lange Liste erstellen). Wie auch immer, ich musste wissen, woran ich nun tatsächlich war.

Als ich zum Auslauf an der Weide kam, lagen fast alle Pferde und dösten in der Morgensonne, so auch Monty. Ich öffnete leise das Tor und ging langsam und vorsichtig zu der Herde.

Da keiner von ihnen durch mich beunruhigt erschien, näherte ich mich Monty, der in Brustlage mit geschlossenen Augen dalag.

„Hi, Monty.“, flüsterte ich. Er reagierte nicht, so, als hätte er mich gar nicht wahrgenommen. Puh, also doch kein sprechendes Pferd, dachte ich und wusste nicht, ob ich nun erleichtert oder traurig war. Ich setzte mich selbst in den Sand.

„Na, Sie sind aber früh dran heute.“, sagte mein Pferd nach einer Weile, ohne die Augen zu öffnen.

Er spricht also doch, dachte ich und wusste wieder nicht, was das in mir auslöste: Schreck oder Freude?

„Ach …, ja, ich konnte schlecht schlafen.“

„Das tut mir leid.“

„Ich bin halt so durcheinander, weil du jetzt sprichst und ich war mir nicht sicher, ob es wirklich so ist oder ich mir das nur eingebildet hatte, und nun wollte ich herkommen, um, … naja, herauszufinden, ob du wirklich sprichst.“

Dazu sagte Monty nichts. Er döste einfach weiter. In diesem Moment wirkte wieder alles genau wie immer, so dass ich mich fragte, ob das Ganze nicht doch einfach nur in meinem Kopf stattfand. Immerhin wäre das doch deutlich wahrscheinlicher, wenn auch nicht beruhigender.

Dann gähnte Monty herzhaft und stand mit einem „Na, dann wollen wir mal.“ auf.

„Oh, du hättest doch ruhig liegen bleiben können.“, rief ich und rappelte mich selbst hoch.

„Die Arbeit ruft.“, sagte er. „Stört es Sie, wenn ich noch kurz…“ Er schaute zur Tränke.

„Nein, nein, natürlich nicht, geh trinken, Monty!“, Es war mir höchst unangenehm, dass mich mein Pferd um Erlaubnis fragte, trinken zu gehen, und ich dachte daran, wie oft ich ihn einfach so von der Weide geführt hatte, ohne zu prüfen, ob er vielleicht Durst hatte. Ich schämte mich.

Und als ich ihn da so zur Tränke laufen sah und vielleicht zum ersten Mal wirklich begriff, dass mein Pferd nun sprach, klopfte mir das Herz bis zum Hals. Ich bekam regelrecht Panik, als er wieder auf mich zu trottete. Das alles wuchs mir über den Kopf.

„Weißt du, Monty“, sagte ich und lachte auf eine befremdlich künstliche Art viel zu laut „eigentlich hatte ich heute nur ganz kurz vorbeischauen wollen. Also, keine Arbeit, du hast frei. Kannst dich wieder hinlegen und weiterschlafen. Äh … – möchtest du ein Leckerli?“ Ich hielt es ihm unmittelbar unters Maul, worauf er es reflexartig nahm. „Gut,  … also dann, … hab einen schönen Tag.“, stammelte ich, drehte mich um und konnte mich gerade noch davon abhalten zu rennen. Aber ich verschwand sehr schnellen Schrittes.

Als ich wieder im Auto saß, versuchte ich, meine Atmung zu beruhigen. Mir standen Schweißperlen auf der Stirn und ich zitterte. Das Ganze machte mir große Angst.

Würde ich damit umgehen können, ein sprechendes Pferd zu haben? Ich wusste es wirklich nicht.

Fortsetzung: Kapitel 7

Ich bin's, Ihr Pferd – Wege zum Pferd

 

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19. Februar 2020 von Tania Konnerth • Kategorie: Geschichten von einem sprechenden Pferd, Sonstiges Kommentare deaktiviert für Ich bin’s, Ihr Pferd – Kapitel 6: Ich glaub, ich pack das nicht!

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