Wie sinnvoll sind Methoden in der Pferdewelt?

Ausbildungs-, Reit- oder Erziehungsmethoden faszinieren und begeistern viele von uns, denn Methoden versprechen, dass wir nur Das-und-das machen müssen, damit wir Dieses-und-jenes erreichen. Methoden erscheinen oft sehr logisch und vermitteln uns das Gefühl, dass wir durch sie wissen, was das „Richtige“ ist.

Genau damit sind wir aber auch schon mitten im Problem, denn Methoden können leider nie allgemein, sondern immer nur punktuell „richtig“ sein, da sie zwangsläufig auf einer Vereinfachung von sehr komplexen Prozessen basieren. Und so ist es leider eine oft schmerzliche Illusion, dass uns eine Methode zuverlässig zu dem bringen kann, was wir uns wünschen – und das gilt für alle Bereiche unseres Lebens, aber eben vor allem auch in der Pferdewelt. Hier haben wir es ja nicht nur mit uns selbst zu tun, sondern mit einem anderen, komplexen Wesen und darüber hinaus mit einer noch komplexeren Wechselwirkung (auch Beziehung genannt).

Für mich gilt:

Methoden können uns wichtige Bausteine liefern,
aber nie den ganzen Weg bereiten.

Und das hat einen ganz simplen Grund: Jeder Weg ist anders und muss es auch sein, denn jedes Pferd ist anders, jeder Mensch und natürlich auch jede Kombination von Pferd und Mensch. Hinzu kommen dann noch jeweils verschiedene Lebensphasen, die Tagesform, Stimmungen, Einflüsse von außen und anderes mehr. Es liegt auf der Hand, dass jede Methode naturgemäß zu kurz greifen muss, denn kein noch so ausgefeiltes System kann all das berücksichtigen. Meiner Erfahrung nach entsteht aus der Vorstellung, dass wir nur dem folgen müssen, was uns ein „Experte“ rät, was wir in einem Buch gelesen oder auf einem Seminar gehört haben, und dass wir nur ganz bestimmte Dinge vielleicht noch in einer bestimmten Reihenfolge tun müssen, damit etwas mit dem Pferd funktioniert oder es ihm besser geht, viel Not, einfach deshalb, weil das, wenn überhaupt, nur teilweise klappen kann. Oft wird aber eine Methode um jeden Preis weitergeführt, sei es, weil man sich selbst nicht traut, sie abzuwandeln oder weil alle anderen es doch auch so machen oder weil man vielleicht schon einiges an Geld und Zeit investiert hat. 

Der Ausweg aus dem Dilemma ist, Methoden viel, viel mehr als Anregungen zu sehen und als Quellen von Ideen und Möglichkeiten, aber eben nicht als Weg an sich. Denn in dem Moment, in dem wir den Mut finden, uns von allgemeinen Vorgaben, Ratschlägen und Methoden zu lösen, wird überhaupt erst der eigene Weg möglich. Denn dann stellen wir uns Fragen, wie:

  • Was habe ich denn eigentlich wirklich für ein Pferd? – statt: Was würde ich gerne für eines haben?
  • Was kann ich wirklich geben und leisten? – statt: Wozu bringe ich mich, weil ich denke, ich muss?
  • Was braucht mein Pferd und was brauche ich?  – statt: Was sagen andere, dass mein Pferd und ich brauchen?
  • Worum geht es uns wirklich? – statt: Was geben mir andere vor, worum es gehen soll?

Und das sind Fragen, die wirklich weiterbringen. 

Tipp: In der neuen Pferde-Community Dein Weg zum Pferd geht es genau darum, den Mut und die Kraft für den eigenen Weg zu finden – schaut mal vorbei.

Methoden in der Pferdewelt

14. Dezember 2021 von Tania Konnerth • Kategorie: Erkenntnisse, Longieren, Reiten, Umgang, Verhalten 1 Kommentar »

Typische Probleme mit Pferden: Mein Pferd beißt in den Strick

In dieser Kategorie widme ich mich ganz typischen Problemen mit Pferden, zu denen mich immer mal wieder Mails erreichen oder die in Gesprächen über Pferde auftauchen. Besonders soll es hier um Probleme gehen, bei denen herkömmlicherweise oft Druck oder Strafen angewendet werden, damit das Pferd etwas tut oder lässt. Ich möchte zeigen, wie es anders gehen kann. Wenn Ihr auch so eine Frage habt, schreibt sie gerne an tania@wege-zum-pferd.de

„Mein Pferd beißt in den Strick oder Zügel“

Ein sehr häufig geäußertes Ärgernis für viele Pferdemenschen ist, wenn das Pferd beim Führen in den Strick oder Zügel beißt. Ich wähle diese Formulierung bewusst, denn wir haben es hier fast immer nicht nur mit einem (für den Menschen) problemhaften Verhalten zu tun, also das Beißen in den Strick, sondern Teil des Problems ist in den meisten Fällen unsere emotionale Reaktion auf das Verhalten. Ich kenne nur wenige Dinge, über die sich Pferdemenschen so ärgern, wie darüber, wenn das Pferd in den Strick oder Zügel beißt, und ich erlebe hier, dass selbst solche, die sonst Strafe und Gewalt ablehnen, dieses Verhalten rügen oder sogar mit einem Klaps auf die Nase abzustellen versuchen.

Verstehen, worum es geht

Schauen wir uns einmal genauer an, worum es hier genau geht – und zwar von beiden Seiten her: 

  • Die Seite des Menschen – Wer mit Pferden zu tun hat, erfährt über kurz oder lang, dass es ziemlich schmerzhaft sein kann, wenn das Pferd seine Zähne einsetzt. Selbst ein kurzes Kneifen tut ganz schön weh, von einem richtigen Biss mal ganz abgesehen. Die Angst vor Bissen ist also durchaus verständlich, führt aber leider zu Maßnahmen, die das Problem nicht lösen, sondern oft eher verstärken. Was nämlich die allermeisten von uns lernen, ist, schon das Schnappen eines Pferdes zu rügen und zu bestrafen und bei einem Beißen durchaus auch richtig zuzuhauen. „Das darf man denen nicht durchgehen lassen, dann werden die zu richtigen Beißern“, hört man dann als Argument. Ich habe in dem Artikel Das Schnappen und wie man damit umgehen kann das Problem schon einmal ausführlich behandelt, hier für diesen Beitrag ist es mir wichtig, dass wir uns bewusst darüber werden, dass die allermeisten von uns emotional auf das Schnappen und Beißen von Pferden reagieren. Wir interpretieren es als „Unart“ oder „Frechheit“ und nicht wenige nehmen es höchst persönlich, wenn ihr Pferd nach ihnen schnappt. In der Folge empfinden wir dann fast immer Frust, Ärger und/oder Wut. 
  • Die Seite des Pferdes – Pferde sind Tiere, die die Welt zu einem großen Teil mit ihrem Maul erkunden. Das Pferdemaul ist sehr sensibel und wenn Pferde Gegenstände mit den Lippen ertasten, gewinnen sie darüber viele Informationen. Gleichzeitig ist das Maul mit dem überlebensnotwendigen Fressen verbunden, mit der gegenseitigen Fellpflege innerhalb einer Herde und auch mit Klärungen von Beziehungen untereinander und mit dem Spielen. Das Maul ist also für ein Pferd ein sehr wichtiger Körperteil und es nutzt diesen Körperteil vielseitig und instinktiv – und das je nach Persönlichkeit, Lebensphase und Typ dann entsprechend mehr oder weniger intensiv auch im Zusammensein mit Menschen. Hier ist aus meiner Sicht ganz entscheidend zu verstehen, dass Pferde das nicht tun, um uns zu ärgern, sondern es ist schlicht und einfach Teil ihres ganz „normalen Pferdseins“. 

Zusammengefasst: Wenn ein Pferd in den Strick beißt, reagieren die meisten von uns auf ein für das Pferd ganz natürliches Verhalten emotional negativ gefärbt – und genau daraus entsteht das Problem! 

Die Lösung beginnt bei uns

Wenn mich jemand um Rat fragt, dessen Pferd ständig in den Strick beißt, dem rate ich als erstes, den Fokus weg vom Pferd hin zu den eigenen Gefühlen zu richten. Da so ziemlich jeder das In-den-Strick-beißen eines Pferdes „abstellen“ will, ist die Sache in den allermeisten Fällen bereits sehr negativ aufgeladen und es hat sich eine ungute Spirale entwickelt: Pferd angelt nach dem Strick –> Mensch nimmt es wahr, ärgert sich und droht vielleicht auch –> Pferd beißt in den Strick –> Mensch versucht das durch Schimpfen oder Strafe zu beenden –> Pferd erlebt Stress und beißt erst recht in den Strick –> Mensch schimpft und straft noch mehr –> und so weiter.

Dazu, wie Ihr mit dem Schnappen und Beißen am besten umgehen könnt, findet Ihr in dem oben schon genannten Artikel viele Anregungen und Tipps. Für das spezielle Problem, dass viele Pferde auf dem Strick herumkauen, ist mein Rat vor allem dieser:

Nehmt den Stress aus der Situation!

Ich selbst habe in der Vergangenheit sehr viel Energie darauf verwendet, meine sehr maulaktiven Pferde so zu erziehen, dass sie nicht in den Strick beißen. Das ist mir tatsächlich aktiv nicht gelungen, aber ich habe dabei viel gelernt über Pferde, aber vor allem auch über mich und mein Verhalten.

Manchmal muss etwas auch einfach sein dürfen

Mein Anthony beißt bis heute immer mal wieder in den Strick und ich weiß inzwischen, dass er damit Stress ausdrückt, Angst zeigt oder Unsicherheit. Das sind Gefühle, die ich ihm, wie ich heute auch weiß, einfach nicht grundsätzlich nehmen kann. Indem ich das versucht habe, habe ich ihm letztlich damit immer die Botschaft gegeben, dass er anders sein sollte und damit, dass er also „nicht richtig“ ist, wie er ist. Das zu begreifen, war ein Schlüsselmoment für mich und von da an löste sich viel Spannung zwischen uns. Hier seht Ihr zur Illustration einen schnappenden Anthony auf einem Spaziergang – ich hatte schauen wollen, ob ich mich vielleicht für ein Stück auf seinen Rücken setzen kann, und er reagierte sehr prompt mit In-den-Zügel-beißen und Schnappen nach mir: 

Pferd beißt in den Strick

Früher hat mich so etwas geärgert und ich habe geschimpft. Heute nehme ich das einfach als „Nein, jetzt nicht“ und ich versuche nicht weiter, aufzusteigen. Irgendwann später klappt es vielleicht … oder eben auch nicht. Beides ist okay. Und das folgende Foto zeigt, wie Anthony auf einem Spaziergang die Holzkugel meiner Gerte ins Maul genommen hatte. Ich hatte sie ihm angeboten, als er wieder einmal nach dem Strick zu schnappen begann, weil er unsicher wurde:

Pferd beißt in den Strick

Während er auf dieser Kugel herumlutschte und nuckelte, wie ein Fohlen, berührte mich das sehr. Es wurde mir klar, dass es eben nicht Aggressionen oder Frechheiten sind, die ihn nach dem Strick angeln lassen, sondern die Ursache ist Stress. Er will mich nicht ärgern, nicht provozieren und nicht angreifen, sondern es ist seine Art, mit Stress umzugehen. 

Immer der wichtigste Punkt: Das Pferd verstehen!

Hier sind wir wieder einmal am entscheidenden Punkt für einen pferdefreundlichen Umgang, und zwar bei der Bereitschaft, unser Pferd zu erkennen und anzunehmen. Stress, Unsicherheit und auch die Schwankungen von Gefühlen gehören zu meinem Anthony (wie es bei vielen Pferden der Fall ist), so wie eben auch das Beißen in den Strick. Seitdem ich dieses Verhalten einfach auch mal sein lassen kann, ist es kein „Problem“ mehr und er hört ganz von selbst wieder damit auf. Solange ich es aber gezielt „weg haben“ wollte, erhöhte ich den Stress und verstärkte damit das Problem. 

Meine Erfahrung ist, dass es sehr wichtig ist, Pferdeverhalten erst einmal innerlich anzunehmen, auch dann, wenn es uns nicht gefällt oder uns Angst macht. Wichtig: „Annehmen“ heißt nicht, dass wir es gut finden oder uns darüber freuen müssen, sondern mit „annehmen“ meine ich, dass wir es nicht sofort negativ bewerten und darauf reagieren, indem wir es ändern wollen. Es geht darum, es so gut wie möglich zu verstehen

Aber, was wenn … 

Nun höre ich im Geiste schon viele Abers, denn natürlich gibt es noch andere Gründe, wie zum Beispiel Provokation oder Aggression. Aber auch (oder gerade) dann ist es meiner Erfahrung nach wichtig, nicht emotional aus dem Ärger oder Genervtsein darüber heraus zu reagieren, sondern gut hinzuspüren,

  • ob dem Pferd vielleicht gerade langweilig ist,
  • ob es überfordert ist,
  • ob das vielleicht einfach nicht der richtige Moment für das ist, was ich vorhabe,
  • ob ich in der letzten Zeit nicht genug darauf geachtet habe, dass die Höflichkeitsregeln eingehalten werden,
  • ob ich vielleicht selbst respektlos war,
  • ob es vielleicht Hunger hat oder Zahn- oder Magenprobleme, 
  • welche schlechten Erfahrungen es zuvor gemacht hat und so weiter und so fort … 

Ich bleib dabei:

Für jedes Verhalten gibt es einen Grund
und ich kann nur dann pferdefreundliche Entscheidungen treffen,
wenn ich zumindest versuche,
die Seite meines Pferdes ein Stück weit zu verstehen,
anstatt einfach nur das Verhalten weghaben zu wollen

2. November 2021 von Tania Konnerth • Kategorie: Engagement und Pferdeschutz, Erkenntnisse, Jungpferdausbildung, Umgang, Verhalten 6 Kommentare »

Sieh Dein Pferd im Ganzen! – Inspiration des Monats

Mit unserer  Rubrik Inspiration des Monats nehmen wir uns jeweils ein Schwerpunktthema vor, für das wir Euch kurz und knapp Denkanstöße und Anregungen geben möchten. Gerade bei Basis-Themen denken wir, ist es wichtig, sie immer wieder mit in den praktischen Pferde-Alltag zu nehmen, um für eine längere Zeit im Herzen bewegt zu werden. Und meist sind es Schlüsselsätze oder -erkenntnisse, die man wirklich bei sich behält. 

Unser Tipp: Zieht Euch jeweils unsere Inspiration des Monats auf Euer Handy, damit Ihr die Fragen und Denkanstöße  für eine Weile immer dabei habt – Ihr werdet vielleicht überrascht sein, wie unterschiedlich Eure Antworten und Gedanken dazu in verschiedenen Situationen ausfallen können. 

Thema des Monats:
Sieh Dein Pferd im Ganzen!

Schon als Kinder haben die meisten von uns (hoffentlich!) gelernt, dass es nicht ausreicht, ein Pferd einfach nur „süß“ zu finden und seine Mähne zu striegeln, sondern dass viel mehr dazu gehört, wenn es ihm gut gehen und es gesund bleiben soll. Also lesen wir und lernen wir, besuchen Seminare und Vorträge und wollen alles möglichst gut und richtig machen. Wir entwickeln uns dann vielleicht zu einem Experten in Sachen Hufrehe, weil unser Pferd gefährdet ist, daran zu erkranken, oder wir verschlingen alles, was wir zum Thema Hufstellung finden können oder wir lernen alles über die Anatomie und Biomechanik des Pferdes oder kennen uns bestens in allen Varianten von Zäumungen aus.

Fundiertes Wissen ist eine tolle Sache, aber selbst dabei gibt es ein „Aber“… Je tiefer wir in ein Thema einsteigen, desto größer wird die Gefahr, dass wir etwas ganz Entscheidendes verlieren: nämlich einen ganzheitlichen Blick auf unser Pferd. Ein Pferd ist nie nur ein Rücken, der uns tragen soll, ist nicht nur ein Hals, der gut bemuskelt sein soll und ist nicht nur ein Set aus vier Beinen, die möglichst spektakulär tanzen sollen. Ein Pferd ist auch nicht nur ein Darm, der möglichst reibungslos arbeiten soll, oder eine Lunge, die gut atmen soll, oder ein Set aus vier Hufen, die möglichst korrekt stehen sollen. Und ein Pferd ist erst recht nicht nur dafür da, unsere Wünsche und Erwartungen brav zu erfüllen, was immer wir auch von ihm wollen…

Allem voran ist ein Pferd ein Lebewesen mit komplexen Grundbedürfnissen, die nicht immer ganz einfach zu erfüllen sind, und körperlichen Gegebenheiten, die unseren menschlichen Erwartungen durchaus auch entgegenstehen können. Ein Pferd ist ein Tier, das soziale Bedürfnisse hat, einmal in Bezug auf Artgenossen, aber auch uns gegenüber, mit denen es gesehen und verstanden werden möchte. Und jedes Pferd bringt eine eigene Persönlichkeit mit, die selten in allen Facetten unserer Traumvorstellung entspricht.

Die große Komplexität und Verantwortung, mit der wir es als Pferdebesitzer/innen zu tun haben, kann manchmal ganz schön überfordern. Ein typischer Weg damit umzugehen, ist der, sich ganz auf einige Details zu konzentrieren, die man als „besonders wichtig“ auswählt. Sie erscheinen uns dann so bedeutungsvoll, dass wir mehr und mehr unseren Fokus darauf legen und so immer mehr von den anderen Aspekten vernachlässigen. Dann haben wir zwar vielleicht ein super gut bemuskeltes Pferd, das aber nur Dienst nach Vorschrift macht, weil ihm die Freude am Training fehlt. Oder unser Pferd bekommt die bestmögliche Futterkombi, weiß aber nicht, wie es vernünftig auf einer Kreislinie laufen soll. Oder unser Pferd erhält die beste Hufbehandlung, leidet aber zunehmend an Übergewicht… 

Der entscheidende Punkt ist: Einseitigkeit ist nie gut, selbst wenn die Intention dahinter gut ist. Viel wichtiger als einzelne Details perfekt haben zu wollen, ist immer ein möglichst breiter und ganzheitlicher Blick auf Euren Liebling. 

5. Oktober 2021 von Tania Konnerth • Kategorie: Erkenntnisse, Inspiration des Monats, Reiten, Umgang, Verhalten 0 Kommentare »

Typische Probleme mit Pferden: Mein Pferd gibt seinen Huf nicht

In dieser Kategorie widme ich mich ganz typischen Problemen mit Pferden, zu denen mich immer mal wieder Mails erreichen oder die in Gesprächen über Pferde auftauchen. Besonders soll es hier um Probleme gehen, bei denen herkömmlicherweise oft Druck oder Strafen angewendet werden, damit das Pferd etwas tut oder lässt. Ich möchte zeigen, wie es anders gehen kann. Wenn Ihr auch so eine Frage habt, schreibt sie gerne an tania@wege-zum-pferd.de

„Mein Pferd gibt seinen Huf nicht“

Ein sehr häufiges Problem, das man so ziemlich allen Ställen beobachten kann: Der Mensch möchte seinem Pferd die Hufe auskratzen, aber es gibt seinen Huf nicht. Daraufhin wird der Mensch „deutlicher“ und das Pferd gibt seinen Huf immer weniger gern. Irgendwann reißt dem Menschen der Geduldsfaden und er wird sauer. „Der ist nur bockig“ heißt es dann oder: „Die will mich mal wieder in den Wahnsinn treiben“ und im schlimmsten Fall kommt dann die Gerte ins Spiel, bis das Pferd endlich seinen Huf gibt. Wie so oft, wird versucht, das gewünschte Verhalten notfalls zu erzwingen, anstatt sich die Sache gemeinsam mit dem Pferd zu erarbeiten.

Schauen wir uns dieses Problem einmal genauer an. 

Worum geht es hier eigentlich? 

Zunächst müssen wir uns Folgendes klarmachen: Für ein Lauf- und Fluchttier sind seine Füße noch wichtiger als für uns Menschen. Ein Bein, das nicht zu nutzen ist, weil es zum Beispiel festgehalten wird, ist, solange das Pferd nicht gelernt hat, dass ihm dabei nichts passiert, eine hochbedrohliche Angelegenheit. Aus der Balance zu kommen, ist ebenfalls kein angenehmer Zustand. So haben wir schon mal zwei nachvollziehbar gute Gründe für ein Pferd, uns seinen Huf nicht geben zu wollen. Und dann kann es auch sein, dass körperliche Beschwerden es dem Pferd unangenehm bis schmerzhaft machen können, seinen Huf länger zu heben (das bei einem Verdacht unbedingt mit einem guten Physiotherapeuten oder Arzt abklären lassen und entsprechend Rücksicht nehmen). 

Wenn ein Pferd seinen Huf nicht geben will, rucken und zerren viele Menschen an dem Bein herum oder lehnen sich auch mit ihrem Gewicht gegen das Pferd, in der Hoffnung, so den Huf zu bekommen. Genau das löst in den meisten Fällen aber nur aus, dass sich das Pferd seinerseits verstärkt gegen uns lehnt, denn es wird instinktiv gegen das Gefühl „umgekippt zu werden“ angehen. Oder es macht einen Schritt zur Seite, steht dann aber auch wieder auf allen vier Hufen, eher noch mehr davon überzeugt, dass es keine gute Idee ist, dem Menschen seinen Huf anzuvertrauen. 

Wenn wir nun aber zum Beispiel ein Pferdebein bandagieren oder einen Verband anlegen oder es auch einfach nur putzen wollen, reagieren wir hingegen schnell genervt, wenn das Pferd seinen Huf hebt (weil ihm das vielleicht ungewohnt, unangenehm oder unheimlich ist). In diesen Fällen bekommt das Pferd nicht selten Ärger fürs „Herumzappeln“, ohne dass wir uns klarmachen, dass es ja gar nicht wirklich wissen kann, wann es nun den Huf heben soll und wann nicht,  wenn wir immer dasselbe machen – also das Bein anfassen. Mal gibt es Ärger fürs Nichtheben des Beines, dann gibt es welchen für das Heben des Hufes. Das ist natürlich höchst verwirrend für ein Pferd und so kann das Hufegeben schnell stressbehaftet oder sogar vergiftet werden. 

Klare Signale für eine klare Kommunikation

Überlegen wir doch einmal: Jedes Pferd hebt problemlos sein Bein, wenn es eine Fliege verscheuchen will. Hier tut es das aus eigenem Antrieb heraus. Es steht dabei sicher und ausbalanciert und hat keinen Stress, höchstens vielleicht durch das Kitzeln der Fliege. 😉

Und genau das können wir prima nutzen! 

Ich bringe meinem Pferd bei, auf ein kleines Signal hin seinen Huf von sich aus zu heben – eine Anleitung dazu findet Ihr hier. Das ist viel leichter als oft vermutet, erfordert nur ein bisschen Konsequenz von uns. Ich beachte dabei die folgenden Punkte:

  1. Zunächst überlege ich mir ein eindeutiges Signal, welches das Pferd gut erkennen kann und das ihm nicht unangenehm ist, also zum Beispiel ein Stimmsignal oder ein Antippen oder auch nur ein Zeigen zum Bein. 
  2. Ich belohne jede noch so kleine richtige Reaktion prompt, also auch schon das erste Zucken des Beines. 
  3. Hebt das Pferd sein Bein nicht, wirke ich nicht stärker ein und ich schimpfe und strafe auch nicht, sondern ich warte auf den entscheidenden Moment, den ich belohnen kann. Für den Anfang kann ich mit einer Gerte ein bisschen „Fliege“ spielen (vorausgesetzt, das Pferd hat keine Angst vor Gerten!).
  4. Wenn das Pferd das Bein hebt, schnappe ich mir nicht sofort seinen Huf und halte ihn fest, sondern ich etabliere erst einmal das Heben des Beines als etwas vollkommen Selbstverständliches. Erst wenn das wirklich sitzt, berühre ich sanft das Bein und schau, ob es für das Pferd okay ist, wenn ich meine Hand darum lege. Das längere Halten des Hufes erarbeite ich mir dann einfühlsam und Schritt für Schritt – immer darauf achtend, dass mein Pferd freiwillig und entspannt mitmacht. Den Huf lasse ich dann auch nicht einfach fallen, sondern setze ihn sanft ab.
  5. Sollte mal durch ein doofes Erlebnis, wie z.B. ein Hufgeschwür oder ein Erschrecken beim Auskratzen die Sache wieder nicht mehr so gut laufen, erarbeite ich es mir neu (das geht in der Regel sehr schnell). 

Hier seht Ihr, wie Anthony seinen Huf nur auf ein Zeichen hin von sich aus anhebt – vorne und auch hinten:

Parallel dazu übe ich, dass er den Huf am Boden lässt, wenn ich sein Bein anfasse und entlangstreiche, da ich zum Beispiel beim Verarzten von Wunden oder beim Putzen gerne möchte, dass er den Fuß nicht hochhebt: 

Hier noch mal gut zu sehen: Anthony hebt den Huf selbst und erst dann erst nehme ich ihn, um ihn auszukratzen: 

Und dasselbe hinten: 

Wie auf den Bildern zu sehen ist, kann ich Anthony frei die Hufe auskratzen, denn für ihn ist dabei nichts Stressiges. Das ist immer ein guter Test für mich. Ich lobe und belohne das Hufegeben auch später immer wieder, damit es eine positiv besetzte Sache bleibt!

Extra-Tipp: Es sehr sinnvoll sein, das Heben der Hufe mit verschiedenen Personen zu erarbeiten und zu üben, denn nur weil ein Pferd lernt, einem Menschen zu vertrauen, wird es nicht automatisch jedem seinen Huf geben wollen. Da aber das Heben der Hufe auch bei anderen Menschen wichtig ist, also zum Beispiel bei der Hufpflege oder für nötige Kontrollen oder Behandlungen, sollte es auch daran gewöhnt werden und es entspannt auszuführen.

6. Juli 2021 von Tania Konnerth • Kategorie: Jungpferdausbildung, Sonstiges, Umgang, Verhalten 0 Kommentare »

Typische Probleme mit Pferden: Die Sache mit den Pfützen

In dieser neuen Kategorie widme ich mich ganz typischen Problemen mit Pferden, zu denen mich immer mal wieder Mails erreichen oder die beobachte. Besonders soll es hier um Probleme gehen, bei denen herkömmlicherweise oft Druck oder Strafen angewendet werden, damit das Pferd etwas tut oder lässt. Gemäß unseres Mottos möchte ich gemeinsam mit Euch überlegen, wie es anders gehen kann. Wenn Ihr auch so ein typisches Problem habt, schreibt mir gerne an tania@wege-zum-pferd.de

„Mein Pferd geht nicht durch Pfützen“

Im Gelände oder auch auf Außenreitplätzen kommt es beim Thema „Pfützen“ leider fast überall zu sehr ähnlichen Szenen: Das Pferd möchte nicht hindurchgehen und der Mensch versucht, es, – notfalls auch mit Nachdruck – genau dazu zu bringen. „Man darf einem Pferd nicht alles durchgehen lassen!“, heißt es dann, oder: „Wenn ich mich jetzt nicht durchsetze, geht mein Pferd ja nie mehr durch Pfützen!“ 

Lasst uns die Sache mal ein bisschen genauer anschauen.

Worum geht es hier eigentlich?

Grundsätzlich schätzen Pferde Gefahren anders ein als wir Menschen, weil sie anders als wir für Gefahren sensibilisiert sind und weil ihre Sinne anders funktionieren als unsere (sie sehen, hören, riechen und empfinden anders). Pferden sind als Fluchttiere ihre Beine sehr wichtig und sie achten mehr auf die Beschaffenheit des Bodens als wir. Ein Pferd, das im Gelände oder auf einem Reitplatz nicht durch eine Pfütze gehen will, ist deshalb für mich kein Pferd, das seinen Menschen ärgern oder „dominant“ sein will, sondern es ist einfach ein Pferd, das in diesem Moment aus seiner Sicht gute Gründe zum Zögern hat (… ob ich diese Gründe nun verstehe oder nicht). So gut wie immer besteht der Grund schlicht und einfach in Unsicherheit, manchmal steckt auch handfeste Angst dahinter – oder anders gesagt: Die Pfütze bereitet dem Pferd Stress.  

Wenn ein Pferd Stress hat, unsicher ist oder sogar Angst zeigt, dann hilft es ihm nicht, wenn ich behaupte, dass es dafür keinen Grund gibt, und es zwinge, die Sache trotzdem zu tun. Damit erhöhe ich den Stress und „beweise“ letztlich nur, dass ich die Gefahr nicht wahrnehme. Das verhindert Vertrauen. Viel schöner und sinnvoller ist es, für das Pferd vertrauenswürdig zu werden, so dass mein Pferd mir glaubt, wenn ich ihm vermittle, dass die Sache okay ist.

Oft hilft schon eines sehr gut: dem Pferd einfach etwas Zeit zu geben. Wir wollen meist zackige Reaktionen (das werten wir dann als guten Gehorsam), übergehen damit aber unser Pferd. Also einfach erstmal einen Moment abwarten (ohne zu treiben oder zu fordern) und schauen, was passiert. Hier kann man schon prima jedes Interesse an der Pfütze loben und so das Pferd darin bestätigen, sich aktiv mit der vermeintlichen Gefahr zu befassen. Achtung: Viele Pferde erforschen dann scharrend die Pfütze – bitte lasst sie genau das tun, denn so prüfen sie den Boden.

Eine weitere, sehr gute und einfache Möglichkeit ist, abzusteigen und selbst mitten durch die Pfütze zu laufen. Damit zeigen wir dem Pferd sehr verständlich, dass keine Gefahr droht. Allerdings sind die wenigsten dazu bereit, ganz im Gegenteil! Wie oft balancieren wir beim Führen selbst sorgsam um jede Pfütze herum, damit unsere Schuhe nicht nass werden? Oder wie oft reiten wir um Pfützen herum, weil das spritzt und wir nicht wollen, dass der Sattel(-gurt) nass wird? Damit trainieren wir unser Pferd regelrecht dazu, mit uns nicht durch Pfützen zu gehen … Aber überlegt mal: Auf dem Paddock in der Gruppe hat kaum ein Pferd je ein Problem damit, durch Pfützen zu gehen, sie trinken daraus und werfen sich manchmal auch gerne hinein! Macht also einfach eine Übung daraus. Zieht Euch Gummistiefel an und übt geduldig, mit viel Lob und vor allem mit einer spielerischen Begeisterung, durch Pfützen zu laufen. Macht es zu einem tollen Spiel, dass Ihr Euch gemeinsam jede noch so große Pfütze erobert. Auf diese Weise werden viele Pferde zu geradezu fröhlichen Pfützen-Durchquerern 😉 

ABER: Es kann selbst bei Pferden, die normalerweise gut durch Pfützen gehen, immer auch mal eine Pfütze geben, die an diesem Tag einfach zu gruselig ist – vielleicht weil sie anders aussieht, anders riecht oder sonst etwas anders ist, das wir selbst nicht wahrnehmen. Und das können wir nicht „wegmachen“, indem wir darauf bestehen, dass es keinen Grund gibt. Dann gilt es bereit zu sein, meinem Pferd Verständnis zu zeigen. Wenn Ihr hier in alte Muster fallt und grob werdet, könnt Ihr Euch das zuvor erarbeitete Vertrauen verspielen und Pfützen damit wieder zu einem großen Stressfaktor werden lassen. Wenn Ihr aber auf das vermeintliche „Recht“ verzichtet, Euch durchzusetzen, beweist Ihr Eurem Pferd, dass Ihr vertrauenswürdig seid. Und hier gleich noch ein Wort zu dem, was bei solchen Themen eigentlich immer kommt:  Wenn das Pferd eine Straße überqueren soll und nicht durch die Pfütze geht, aber gerade ein Auto kommt, dann würde ich persönlich das Pferd rückwärtsrichten und warten, bis das Auto vorbei ist. Dann kann ich in Ruhe entscheiden, ob ich wirklich an dieser Stelle über die Straße muss, und wenn ja, kann ich absteigen und das Problem gemeinsam mit meinem Pferd lösen.

Pfützen mit einer Lieblingsübung zu verbinden, kann übrigens auch eine tolle Idee sein.

Pferde und Pfützen

(Foto von Horst Streitferdt)

Extra-Tipps: Kennt Ihr die Videos von Anthony und dem Schaf? Da geht es zwar nicht um Pfützen, aber eben auch um etwas, das mein Pferd verunsichert und ich zeige dort ausführlich, wie wir das Ganze komplett ändern konnten – schaut doch mal rein. Und als Lesetipp empfehle ich hier unseren Anti-Angst-Kurs.

1. Juni 2021 von Tania Konnerth • Kategorie: Aus dem Reitunterricht und Coaching, Jungpferdausbildung, Spiele & Co, Umgang, Verhalten 0 Kommentare »

Achte auf Deine Energie! – Inspiration des Monats

Mit unserer  Rubrik Inspiration des Monats nehmen wir uns jeweils ein Schwerpunktthema vor, für das wir Euch kurz und knapp Denkanstöße und Anregungen geben möchten. Lange Texte gibt es bei uns genug, aber gerade bei Basis-Themen denken wir, ist es wichtig, sie immer wieder mit in den praktischen Pferde-Alltag zu nehmen, um für eine längere Zeit im Herzen bewegt zu werden. Und meist sind es Schlüsselsätze oder -erkenntnisse, die man wirklich bei sich behält. 

Unser Tipp: Zieht Euch jeweils unsere Inspiration des Monats auf Euer Handy, damit Ihr die Fragen und Denkanstöße  für eine Weile immer dabei habt – Ihr werdet vielleicht überrascht sein, wie unterschiedlich Eure Antworten und Gedanken dazu in verschiedenen Situationen ausfallen können. 

Thema des Monats:
Achte auf Deine Energie!

Im Zusammenhang mit Pferden wird häufig von „Temperament“ gesprochen oder auch von „Energie“: Beim Anweiden oder im Spiel bewundern wir die sprühende Energie unserer Tiere, auf Ausritten würden wir die Energie manchmal gerne etwas reduzieren und bei der Bahnarbeit vermissen wir sie, wenn unser Pferd eher träge um die Kurven schlurft.

Aber, … bist Du Dir eigentlich darüber bewusst, dass auch Du ganz unterschiedliche Arten von Energie ausstrahlst und dass Dein Pferd Deine Energie sehr genau wahrnimmt, deutet und darauf reagiert, ob Du nun willst oder nicht? 

Vielen von uns fällt es ziemlich schwer, ein Bewusstsein für die eigene Energie zu bekommen, dabei brauchen wir oft nur unser Pferd anzuschauen. Pferde sind wahre Meister darin, unsere Stimmungen wahrzunehmen. Sie wissen genau, wann wir gereizt sind oder locker, wann wir etwas von ihnen wollen, wann wir abgelenkt oder traurig sind, wann wir gut gelaunt und wann wir gestresst sind, auch wenn wir noch so sehr versuchen, etwas anderes auszustrahlen. Und sie nehmen unsere Energie nicht nur wahr, sondern sie reagieren oft unmittelbar darauf.  So benehmen sich viele Pferde sich ganz anders, wenn ihr Mensch gestresst ist oder bedrückt, und es ist auch immer wieder sehr spannend zu sehen, wie sehr sich ein und dasselbe Pferd bei verschiedenen Menschen verändern kann.

Unsere eigene Energie spielt also eine große Rolle im Miteinander mit unserem Pferd – im Umgang, im Training am Boden und im Sattel. Und so gilt die Regel:

Je bewusster wir uns unserer eigenen Ausstrahlung werden,
desto besser können wir mit Pferden kommunizieren.

Unsere Energie äußert sich

  • in unserer Mimik, unseren Gesten und unserer Stimme, aber auch
  • in unserer Ausstrahlung,
  • in unserer Körperhaltung
  • und in unserer Körperspannung.

Versuche im Zusammensein Deinem Pferd ab sofort immer mal wieder ganz bewusst zu überlegen, was Du wohl gerade ausstrahlst und wie Du in dem jeweiligen Moment auf Dein Pferd wirkst. Es braucht ein bisschen Übung, aber allein das Innehalten und bewusste Nachspüren ermöglicht immer mehr Achtsamkeit. Und noch ein Tipp: Hier können Videoaufnahmen sehr hilfreich sein, die man sich später in Ruhe anschauen kann und somit sich selbst einmal etwas aus der Distanz heraus wahrnehmen kann. Das schult das Bewusstsein!

Achte auf Deine Energie

25. Mai 2021 von Tania Konnerth • Kategorie: Erkenntnisse, Inspiration des Monats, Reiten, Umgang, Verhalten 1 Kommentar »

Das kann der doch, der veräppelt dich nur …

Wenn ein Pferd etwas gelernt hat, gehen viele von uns davon aus, dass dieses Verhalten oder die Lektion dann auch jederzeit abrufbar sein muss, schließlich „kann es das ja“. Funktioniert das nicht, reagieren dann wiederum viele leider unwirsch und deuten das als Unwillen oder gar Widersetzlichkeit. Und damit tun wir unseren Pferden Unrecht!

Pferde „veräppeln“ uns nicht und sie wollen uns nicht vorsätzlich ärgern. Wenn ein Pferd etwas nicht tut, was es eigentlich kann, dann hat es dafür immer einen Grund. Der Grund kann sicher auch mal „Keine Lust!“ sein, aber das ist aus meiner Sicht vollkommen verständlich und sollte von uns nicht bestraft werden. Auch in diesem Fall sollten wir überlegen, warum das Pferd denn keine Lust hat: Vielleicht sieht es zu wenig Sinn darin, die Sache für uns zu machen? Vielleicht haben wir gerade einen falschen Zeitpunkt für unser Anliegen gewählt oder wir haben die entsprechende Übung zu oft abgefragt? Vielleicht ist es zu anstrengend? Es gibt viele Möglichkeiten, warum die Motivation eines Pferdes nachlässt und es ist dann unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass unser Pferd die Sache wieder gerne macht. 

Häufig sind es aber andere Gründe, warum ein Pferd etwas, das es eigentlich kann, nicht tut, wie zum Beispiel diese: 

  • Das Pferd versteht gerade nicht, was es machen soll. Wir sind für Pferde oft viel weniger klar in unseren Signalen, als uns bewusst ist, denn Pferde lesen vor allem unsere Körpersprache und interpretieren unsere Ausstrahlung. Wir können also zwar fest davon überzeugt sein, immer dasselbe Zeichen oder dieselbe Hilfe zu geben, das kann aber beim Pferd vollkommen unterschiedlich ankommen. Pferde nehmen beispielsweise auch widersprüchliche Signale wahr, so dass wir vielleicht unsere Galopphilfe korrekt geben, aber es unsere unbewusste Angst vor dem Galopp spürt und darauf reagiert.
  • Das Pferd ist abgelenkt oder gestresst. Pferde nehmen sehr vieles in der Umwelt wahr – meist sogar deutlich mehr als wir Menschen. Sie sehen anders als wir, riechen und hören besser als wir und sie sind sehr feinfühlig. Dementsprechend kann alles Mögliche unser Pferd ablenken, so dass es unser Signal nicht richtig oder vielleicht auch gar nicht wahrnimmt oder dass es sich nicht konzentrieren kann oder ihm etwas anderes gerade wichtiger ist. Auch Stress kann dazu führen, dass ein Pferd nicht wie gewohnt reagiert. Sollte das Pferd Angst vor Strafen haben (müssen), kann auch diese Furcht dazu führen, dass es etwas, das es eigentlich kann, nicht ausführt. 
  • Das Pferd hat gerade mit sich selbst zu tun. Auch das kommt häufig vor! Wenn ein Pferd zum Beispiel hungrig ist oder müde, kann es sich schlechter konzentrieren. Vielleicht gab es Stress in der Herde oder es geht ihm an diesem Tag nicht so gut. Pferde sind keine Maschinen und sie sollten unser Verständnis haben, wenn sie entsprechend mal nicht „funktionieren“. 

Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, aber ein „Veräppeln“, um uns zu ärgern, gehört meiner Erfahrung nach nicht dazu. Wer ein partnerschaftliches Miteinander und einen pferdefreundlichen Umgang pflegen will, versucht immer zu verstehen, was gerade in dem Pferd vorgeht und unterstellt ihm nicht einfach irgendetwas.  Die Vorstellung, dass wir uns „durchsetzen“ müssen, wenn sich ein Pferd anders verhält als wir es möchten, stammt aus der längst widerlegten Dominanztheorie, nach der wir unbedingt „der Chef“ sein müssen (… aber überlegt mal, wie Ihr einen Chef sehen würdet, der Euch gegebenenfalls auch mit Gewalt zu dem zwingt, was er von Euch will).

Ein neuer Ansatz: „Oh, wie interessant!“

Wann immer ein Pferd, etwas nicht tut, was es eigentlich kann, denke ich inzwischen: „Oh, das ist ja interessant!“ und fühle mich in die jeweilige Situation ein. Ich frage mich, was vielleicht gerade anders ist als sonst, und zwar aus der Sicht meines Pferdes. Ich nehme ganz bewusst wahr, wie mein Pferd eigentlich gerade drauf ist und was es ausstrahlt und ich prüfe, wie ich selbst gerade wirke. Und dann entscheide ich, ob ich versuche, einen Weg zu finden, uns die Sache auf eine andere Art zu erarbeiten, oder ob ich es vielleicht für diese Einheit auch einfach gut sein lasse. Für mich ist ein „Nö“ oder „Nein“ eines Pferdes immer eine Chance zu einem besseren Miteinander.

Hier habe ich noch ein kleines Video für Euch, das zeigt, wie mein Anthony vor kurzem eine seiner absoluten Lieblingsübungen einfach nicht ausführte. Für mich war genau diese kleine Szene Anlass dafür, diesen Blogbeitrag zu schreiben, denn hätte ich sein Verhalten als „Veräppeln“ interpretiert und hätte ich ihn gar gerügt oder bestraft, hätte ich ihm wirklich großes Unrecht getan. Schaut einmal selbst:

(Link führt zu Youtube)

19. April 2021 von Tania Konnerth • Kategorie: Engagement und Pferdeschutz, Umgang, Verhalten 2 Kommentare »

Was tun, wenn das Pferd schnappt?

Schnappende Pferde sind nicht gerade ein Vergnügen. Herkömmlicherweise wird ein schnappendes Pferd bestraft, entweder mit einer scharfen stimmlichen Ermahnung oder auch handfest mit einem Klaps oder Schlag. Aus unserer Sicht ist dieses Vorgehen kontraproduktiv und nicht zu empfehlen. Es ist vielmehr wichtig, zu verstehen, dass ein Pferd mit seinem Schnappen und auch Beißen etwas auszudrücken versucht – das kann Frust sein oder Stress, es kann damit Schmerzen ausdrücken oder Überforderung, es kann Ärger damit zeigen oder Übermut und vieles mehr. Allein diese kleine Aufzählung zeigt, wie entscheidend es ist, das Verhalten eines Pferdes zu verstehen. Denn nur so können wir zu guten Lösungen kommen. 

Bei der Arbeit nach unserem Longenkurs arbeiten wir zum Teil ja sehr nah am Pferd und gerade bei Übungen wie dem „Führen in Stellung“ oder dem „Übertreten lassen“ kann uns ein Pferd, das schnappt oder gar beißt, ganz schön die Laune verderben. Wir möchten Euch deshalb hier einen Audio-Track aus unserem Audio-Programm Der Longenkurs im Ohr zur Verfügung stellen, in dem Babette sehr ausführlich auf das Problem des Schnappens eingeht. Ihre Tipps helfen Euch ganz sicher auch beim normalen Führen oder im Umgangen ganz allgemein. Wir hoffen, dass möglichst viele mit diesen Anregungen, das Schnappen ihres Pferdes in Zukunft anders sehen und so auch andere Wege finden, damit umzugehen – denn es lässt sich tatsächlich in den allermeisten Fällen gut in den Griff bekommen, wenn WIR uns ändern und lernen, besser auf unser Pferd einzugehen. 

Den Audio-Track könnt Ihr hier herunterladen – viel Freude damit!

Hörprobe Audiokurs zum Longenkurs

23. März 2021 von Tania Konnerth • Kategorie: Jungpferdausbildung, Longieren, Umgang, Verhalten 0 Kommentare »

Geh nicht von Dir aus, sondern von Deinem Pferd – Inspiration des Monats

Mit unserer  Rubrik Inspiration des Monats nehmen wir uns jeweils ein Schwerpunktthema vor, für das wir Euch kurz und knapp Denkanstöße und Anregungen geben möchten. Lange Texte gibt es bei uns genug, aber gerade bei Basis-Themen denken wir, ist es wichtig, sie immer wieder mit in den praktischen Pferde-Alltag zu nehmen um für eine längere Zeit im Herzen bewegt zu werden. Und meist sind es Schlüsselsätze oder -erkenntnisse, die man wirklich bei sich behält. 

Unser Tipp: Zieht Euch jeweils unsere Inspiration des Monats auf Euer Handy, damit Ihr die Fragen und Denkanstöße  für eine Weile immer dabei habt – Ihr werdet vielleicht überrascht sein, wie unterschiedlich Eure Antworten und Gedanken dazu in verschiedenen Situationen ausfallen können.

Thema des Monats:
Geh nicht von Dir aus, sondern von Deinem Pferd

Es heißt immer, dass man Pferde nicht vermenschlichen soll und doch tun wir – oft unbewusst – genau das! Scheut ein Pferd auf der bekannten Geländetour, reagieren viele mit einem „So ein Spinner!“. Will ein Pferd nicht durch eine Pfütze gehen, heißt es, dass das Pferd nur „testen“ will. Zappelt ein Pferd beim Satteln, schimpfen viele, dass es sich mal nicht so anstellen und gefälligst stillhalten soll. Und das sind nur einige Beispiele von leider vollkommen falschen Interpretationen von Pferdeverhalten.

Ein Pferd ist immer ein Pferd und wir können sein Verhalten nur dann richtig einordnen und auch beantworten, wenn wir uns seine Beweggründe und Motive klarmachen. Ein im Gelände scheuendes Pferd, „spinnt“ in diesem Moment nicht, sondern es reagiert instinktiv auf etwas, das es verunsichert oder erschreckt hat. Ein Pferd, dass nicht durch eine Pfütze gehen will, ist in diesem Moment unsicher, weil es die Bodenverhältnisse nicht einschätzen kann oder hat andere, aus seiner Sicht gute Gründe, das Durchqueren zu vermeiden. Ein Pferd, das beim Satteln zappelt, zeigt damit, dass es etwas unangenehm findet (entweder den vielleicht unpassenden Sattel, die Art des Sattelns oder was nach dem Satteln kommt). Reagieren wir in solchen oder ähnlichen Situationen vorschnell mit Unverständnis, weil es unserer Ansicht nach, keinen Grund für das Verhalten gibt, tun wir unseren Pferden Unrecht.

Wir müssen verstehen, dass Pferde vieles grundlegend anders als wir erleben und bewerten. Ihre Sinne nehmen die Umgebung anders wahr als unsere und manches erleben sie viel intensiver oder feiner als wir. Für sie sind andere Dinge wichtig oder auch gefährlich als für uns. Sie können nicht sagen, wenn ihnen etwas wehtut oder unangenehm ist, aber sie können es uns zeigen. Doch wir Menschen gehen viel zu oft vorschnell davon aus, im „Recht“ zu sein in unseren Erwartungen und Forderungen an Pferde, weil wir eine Situation nur aus unserer eigenen Sicht betrachten. Sich hier immer wieder ganz bewusst in das Pferd hineinzuversetzen und zu versuchen, die Sache mit seinen Augen zu sehen, kann das Verhältnis zu Pferden wesentlich zum Guten ändern. Mehr noch: Nur so können wir überhaupt pferdefreundlich handeln.

Frage Dich also viel öfter mal: „Wie sieht mein Pferd das Ganze gerade wohl?“ – vor allem dann, wenn Du Dich über Dein Pferd ärgerst oder Dich von ihm genervt fühlst.

19. Januar 2021 von Tania Konnerth • Kategorie: Erkenntnisse, Inspiration des Monats, Umgang, Verhalten 2 Kommentare »

Anthony und das Schaf: So kann Vertrauen wachsen

Mein Anthony gehört zu den eher unsicheren Pferden. Ich habe ihn von Beginn an immer dazu ermutigt, sich Gruseliges anzuschauen, was ihn neugierig und auch etwas selbstbewusster gemacht hat (siehe dazu auch diesen Text), aber er neigt nach wie vor zu Angst und Angespanntheit, wenn er etwas gruselig findet. Das gehört einfach zu ihm. Seinen inneren Stress zeigt er fast gar nicht (siehe auch diesen Blogbeitrag zu den unterschiedlichen Stresstypen), so dass er von außen betrachtet auf viele ruhig und gelassen wirkt. Tatsächlich aber gleicht er einem Dampfkessel, in dem sich immer mehr Druck aufbaut, der sich, wenn man die Situation nicht entschärft, irgendwann unkontrollierbar entlädt – sprich: er flieht dann kopflos. 

Leider ist es in der Pferdewelt immer noch weit verbreitet, ängstlichen Pferde durch die so genannte Desensibilisierung „beibringen zu wollen“, dass sie keine Angst zu haben brauchen (Babette hat dazu schon vor vielen Jahren diesen Text geschrieben und siehe dazu auch diesen Blogbeitrag). Für mich ist das ein unsensibler, ja oft sogar grausamer Irrweg, denn weder eine hohe Sensibilität noch Angst lassen sich mit Druck verringern, im Gegenteil: Ein solches Vorgehen kann zu unvorhersehbaren Gegenreaktionen führen, die Unsicherheit des Pferdes noch erhöhen oder zu einer inneren Aufgabe und dem führen, was man erlernte Hilflosigkeit nennt. Ich möchte Euch hier einmal zeigen, wie Anthony und ich uns gruselige Sachen erarbeiten (wer darüber mehr wissen will, schaut am besten einmal in unseren Anti-Angst-Kurs). 

Anthony und das Schaf

Eine Miteinstellerin hatte ein geschorenes Schaffell mit zum Stall gebracht und es am Reitplatz über den Zaun gelegt. Mir war klar gewesen, dass das Anthony beunruhigen würde, aber ich hatte doch mal wieder unterschätzt, wie stark seine Angst werden kann. Ich hatte ursprünglich vorgehabt, ihn, wie ich es immer mache, behutsam zu dem Schaf zu führen, ihn die Sache beschnuppern und erkunden zu lassen und mit viel Lob ein gutes Erlebnis daraus zu machen. Tatsächlich aber konnte ich bei dem ersten Versuch eigentlich nur zusehen, dass ich nicht von ihm über den Haufen gerannt werde, denn er war kaum noch in der Lage, mich wahrzunehmen, geschweige denn auf mich zu hören, so besorgt war er. Jedes Schimpfen oder Strafen wäre in diesem Moment vollkommen kontraproduktiv und unangemessen gewesen, denn er war nicht „unartig“, er hatte Angst. Also nahm ich das zum Anlass, daraus ein kleines Projekt zu machen und einmal mein Vorgehen bei der Vertrauensarbeit mit Videos zu dokumentieren. Das Ergebnis sind die folgenden vier Videos aus insgesamt drei Einheiten, die Ihr Euch mit einem Klick auf die Fotos bei Youtube anschauen könnt: 

Einheit 1: Wir nähern uns dem Schaf

In dieser Einheit ging es mir allein darum, dass es Anthony möglich wird, sich in der Nähe des Schafs wenigstens ein bisschen zu entspannen. Man muss schon ziemlich genau hinschauen, um zu erkennen, wie stark seine Anspannung ist, als passiver Stresstyp wirkt er viel ruhiger als er es tatsächlich war. Ich hätte ihm am Ende der Einheit gerne noch etwas lockerer gehabt und wahrscheinlich hätte ich das früher auch mehr forcieren wollen. Heute aber weiß ich, dass Druck gar nichts bringt, sondern den Stress noch verstärkt. Es war an diesem Tag einfach so und genau so war es auch okay. Wir waren eine gute Viertelstunde mit dem Schaf beschäftigt, eine Verlängerung hätte nur dazu geführt, dass er irgendwann komplett überfordert gewesen wäre. In Sachen Angst ist weniger ganz oft mehr!

VertrauenstrainingHier geht es zum Video (Link führt zu youtube).

Einheit 2: Anthony findet Mut und hat sogar Spaß

Zur zweiten Einheit habe ich zwei Videos erstellt. Zunächst setze ich genau da an, wo die erste Einheit aufhörte. Ich ließ Anthony wieder alle Zeit, die er brauchte und nach und nach konnte er sich etwas besser entspannen – auch wenn es vielleicht nicht spektakulär aussieht, so empfand ich es als einen großen Erfolg! 

Vertrauenstraining

Hier geht es zum Video (Link führt zu youtube)

Aus dem Bauch heraus beschloss ich dann noch, das Schaf auf den Boden zu legen und von Anthony wegzubewegen. Daraus entwickelte sich eine ganz wundervoll verspielte Sequenz, in der Anthony das Schaf gar nicht mehr gruselig fand und immer gelöster wurde. Es war mir dann sogar möglich, ihn damit zu berühren, wobei ich sehr gut aufpasste, ihn damit nicht zu überfallen und zu überfordern. Ich holte mir seine Einwilligung darüber, dass ich ihn erst ein stationäres Target berühren ließ und das als Signal nahm, weitermachen zu können (mehr dazu hier und hier). 

VertrauenstrainingHier geht es zum Video (Link führt zu youtube)

Einheit 3: Wir reiten zum Schaf

Ich hatte keine konkreten Pläne für die dritte Einheit, wäre Anthony wieder ängstlich gewesen, hätten wir genauso weitergemacht, wie Ihr es in den ersten Videos sehen konntet. Da er aber dieses Mal beim Heranführen ein ganzes Stück gelassener und mutiger wirkte, probierte ich aus, ob wir vielleicht auch zum Schaf hin und vielleicht sogar am Schaf vorbereiten können würden. Hier könnt Ihr sehen, wie ich da vorging und wie Anthony diese Herausforderung meisterte:

Vertrauenstraining

Hier geht es zum Video (Link führt zu youtube)

Das Ziel für mich ist mehr (Selbst-)Vertrauen!

Abschließen möchte ich mit einem Foto, das Anthony als stolzes Pferd zeigt, als ein Pferd, der die Zeit bekommen hat, Mut aus sich heraus zu entwickeln und der gewachsen ist durch die Einheiten. Vergleicht seine Ausstrahlung einmal mit den Pferden, die mittels „Desensibilisierung“ dazu gebracht werden, neben einem angstauslösenden Gegenstand zu stehen …

Vertrauensförderung

Nachtrag – ein Wiedersehen mit dem Schaf

Recht kurz nachdem die Videos aufgenommen worden waren, kam Anthony mit seinen Kumpels auf die Sommerweide. In der Zeit gab es keine neuen Einheiten mit „dem Schaf“. Als er dann wieder zurück zum Stall kam, war ich sehr gespannt, wie bei einem Wiedersehen mit dem Schaf reagieren würde. Ich hätte mir seine Reaktion im Traum nicht ausmalen können – schaut selbst in diesem Video, das für mich nicht schöner zeigen könnte, dass Geduld und Einfühlungsvermögen ängstlichen Pferden zu Selbstvertrauen und vor allem Freude verhelfen können. 

Vertrauenstraining – Wege zum Pferd

Hier geht es zum Video (Link führt zu youtube)

 

27. Juli 2020 von Tania Konnerth • Kategorie: Engagement und Pferdeschutz, Erkenntnisse, Jungpferdausbildung, Umgang, Verhalten, Vertrauenstraining 3 Kommentare »

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