Eine fast magische Frage für das Training

Heute gibt es wieder mal ein kleines Geständnis von mir: Als wir uns an das Projekt Sehen lernen machten, hatte ich mich mit der ursprünglichen Idee zunächst etwas schwer getan, denn ich fürchtete, dass wir damit eigentlich das verstärken, was eh schon so verbreitet in der Pferdewelt ist: nämlich die Fehlerguckerei.

Skeptische oder auch besorgte Blicke, Dauerkritteleien oder Meckereien… – viele von uns gucken, bewusst oder unbewusst, leider oft vor allem negativ auf unser Pferd. Unsere Beweggründe dafür sind eigentlich fast immer gut, schließlich wollen wir das Beste für unser Pferd, doch die Wirkung ist oft gegenteilig, denn beim Pferd kommt in der Summe oft nur eines an: „Du bist falsch.“ 

Tja, und wie würde es wohl erst mit einem Kurs sein, der ausdrücklich als Lernziel hat, zu erkennen, ob eine Laufmanier gut oder eben nicht gut ist? 

Ein echter Perspektivwechsel

Nun wäre Babette nicht Babette, wenn ihre Art die Laufmanier eines Pferdes zu betrachten, nicht anders wäre! Von ihr habe ich gerade in diesem Projekt etwas gelernt, das ich mit Euch teilen möchte: Es geht darum, den Fokus nicht auf die „Fehler“ zu legen, sondern die Beurteilung der Laufmanier als Standortbestimmung in der Gesamtentwicklung zu sehen.

Und, wow, DAS ändert wirklich Grundlegendes! 

Spürt einmal nach, wie sich Euer Blick, Euer Denken und Eure Gefühle verändern, wenn Ihr Euer Pferd speziell beim Laufen (aber auch sonst) nicht mit der Frage „Was ist alles nicht gut?“ anschaut, sondern mit dieser fast schon ein bisschen magische Frage:

 „Sind wir auf einem guten Weg?

Die Frage nach der Entwicklung schafft ein Wir von Mensch und Pferd. Sie würdigt alles schon Erreichte und das, was schon gut ist. Sie verharrt nicht im Vorwurf und Hadern, sondern sie öffnet die Türen nach vorn. Damit schafft eine solche Frage eine positive, konstruktive Stimmung, die allen gut tut. 

Sind wir auf einem guten Weg?

6. Februar 2018 von Tania Konnerth • Kategorie: Aus dem Reitunterricht und Coaching, Erkenntnisse, Longieren, Reiten, Umgang 0 Kommentare »

Wie finde ich den richtigen Trainer – eine Checkliste

Die meisten kommen wohl über Empfehlungen zu ihren Reitlehrern oder Trainern. Man nimmt meist zunächst den, den auch die Freundin oder der Miteinsteller hat oder geht zu der, die eh im Stall unterrichtet. Für Kurse sucht man dann vielleicht auch mal gezielter nach einem Ausbilder, zum Beispiel zu einem bestimmten Thema oder einer besonderen Reitweise. Und spätestens, wenn der Unterricht nicht so gut läuft, fragt man sich: Wie finde ich jemanden, der besser zu uns passt? 

Das Problem ist, dass viele erstmal gar nicht so recht wissen, worauf sie achten sollen, wenn es um die Auswahl eines geeigneten Trainers geht. Und dafür haben wir Euch mal eine Checkliste erstellt. Hier findet Ihr Reflexionsfragen zu den Punkten, die wir bei der Entscheidung, ob ein Reitlehrer oder eine Trainerin für Euch passt, für wichtig halten.

Wir hoffen, sie ist hilfreich für Euch!

Checkliste Trainerauswahl

17. Oktober 2017 von Tania Konnerth • Kategorie: Aus dem Reitunterricht und Coaching, Engagement und Pferdeschutz, Jungpferdausbildung, Sonstiges 3 Kommentare »

Wo Pferde unter Regenbögen warten – oder: Ein Coaching auf La Palma

Ich war mal wieder in Sachen Coaching unterwegs und hier kommt ein kleiner Bericht über meine Tage bei Birgit und ihrem Giaco.

Birgits Coaching-Anfrage kam im grau-kaltem November und spontan entschied ich, drei Tage später zu ihr nach La Palma zu fliegen – der Sonne entgegen! Schon vor einigen Jahren war Babette bereits zu Birgit nach La Palma zum Longentraining gereist und so war Birgits Anliegen in ihrer Mail zunächst auch vor allem das Longentraining gewesen. Aber schon im ersten Gespräch auf der Autofahrt vom Flughafen zu meiner Unterkunft formulierte sie den eigentlichen Wunsch für das Coaching, nämlich mehr Leichtigkeit und Freude – also Lieblingsthemen von mir!

Das Pferd unter dem Regenbogen

Es begann wie im Märchen: als wir gleich am frühen Abend meiner Ankunft die Pferde besuchen gehen, begrüßte uns ihr Giaco unter’m Regenbogen:

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Birgit, gestandene Pferdefrau mit jahrzehntelanger Pferdeerfahrung, hat zur Zeit zwei Pferde: den zwölfjährigen PRE Giaco und den zweiunddreißigjährigen Traber-Mallorquin-Mix Tizon. Den Dritten im Bunde, Alazan, musste sie leider vor kurzem gehen lassen. 

Tizon und Giaco leben auf einem traumhaften Grundstück mit viel Platz, einem tollen Blick aufs Meer und einer Versorgung, die sich wohl kaum ein Pferd besser wünschen könnte. 

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Über die (nicht immer positive) Macht der Gewohnheit

Wann immer ich zu einem Pferd-Mensch-Paar komme, habe ich dem Eigentümer gegenüber einen ganz entscheidenden Vorteil: Es handelt sich nicht um MEIN Pferd, sprich: ich habe keine Beziehung zu dem Pferd. Folgerichtig bin ich unbelastet und offen und nehme nichts als selbstverständlich an. So ist es mir möglich, zunächst vollkommen ohne Erwartungen und ganz behutsam und respektvoll mit dem Pferd umzugehen und darauf reagieren die Pferde ausnahmslos positiv.

Ich bin mir sicher: Könnten wir uns immer wieder in den Zauber des Erstkontakts bringen, würden sich sicher die allermeisten Probleme, zu denen es im täglichen Umgang und Training kommt, gar nicht erst zeigen. Aber, wir alle sind nur Menschen und so geraten wir in dauerhaften Beziehungen fast alle in gewisse Muster, die sich leider negativ auf das Miteinander auswirken können. 

Meine Aufgabe im Coaching besteht also ganz oft darin, solche hinderlichen Muster anzusprechen und sichtbar zu machen. Es ist sehr schwer, immer selbst zu erkennen, warum sich manches im Zusammensein mit dem Pferd mit der Zeit immer unschöner anfühlt. Und genau da hilft ein einfühlsamer und achtsamer Blick von außen oft weiter.

Wenn sich immer mehr nicht mehr gut anfühlt

In vielen Mensch-Pferd-Beziehungen spielen sich mit den Jahren bestimmte Verhaltensmuster ein, ganz ähnlich wie auch in zwischenmenschlichen Beziehungen. In positiver Hinsicht sind das z.B. solche, die Vertrauen zeigen oder solche, durch die man sich ohne große Worte und Gesten versteht. In negativer Hinsicht lassen aber manchmal auch die Achtsamkeit füreinander, der Respekt und die Wertschätzung ein bisschen nach und damit kann der Umgang immer quengeliger oder ruppiger werden.

Birgits Wunsch nach mehr Leichtigkeit haben meiner Erfahrung nach ganz viele Pferdemenschen. Immer mehr hinterfragen das, was herkömmlicherweise „ganz normal“ ist genauso wie das eigene Tun, weil sie es leid sind, Druck zu machen und sich durchsetzen zu wollen. Oft beginnen auch die Pferde einen anderen Umgang einzufordern, wodurch der Mensch überhaupt erst an den Punkt kommt, das eigene Verhalten zu hinterfragen.

Leichtigkeit hat viel mit Loslassen zu tun

Ob nun an der Longe, im Sattel oder im freien Spiel, das Thema ist ganz oft loszulassen. Was wir loslassen sollen? Zum Beispiel unsere Ansprüche, unsere Erwartungen und unsere Vorstellungen, aber auch all die kleinen Vorannahmen, die wir über die Zeit angesammelt haben und die unser Verhalten dem Pferd gegenüber entscheidend prägen. 

Birgit nahm zum Beispiel an, dass Giaco oft eher triebig ist und gar nicht so recht von allein laufen möchte. Sie trieb deshalb meist schon von Beginn einer Arbeitseinheit unbewusst eher stark und Giaco blieb erst recht stehen. Ich hingegen hatte ihr Bild nicht im Kopf, sondern ging, wie immer, erstmal davon aus, dass Giaco Lust haben würde, etwas mit mir zu machen. So trieb ich kaum und er reagierte prompt: er lief freiwillig.

Und genau das erlebe ich ganz oft: Zwei Menschen mit verschiedenen Grundannahmen können gleichsam zu zwei verschiedenen Pferden führen. 

Immer bei uns selbst anfangen

Es ist wahrscheinlich einfach naheliegend und menschlich, dass wir, wenn Probleme mit dem Pferd auftauchen, so gut wie immer am Pferd ansetzen. Im besten Fall suchen wir nach Ursachen (körperliche, psychische, Haltung, Zubehör usw.), im schlechteren Fall interpretieren wir das Verhalten des Pferdes als widersetzlich, frech oder „dominant“ und reagieren mit Härte. 

Birgit war da schon einen deutlichen Schritt weiter und ahnte, dass das Zähe und etwas Freudlose in ihrem Miteinander mit Giaco etwas mit ihr selbst zu tun hatte. Wenn die Bereitschaft da ist, sich in dieser Weise zu hinterfragen, wird es spannend! Denn dann wird das Pferd tatsächlich als Partner wahrgenommen und hat ein Mitspracherecht. Und so wurde das Coaching, für das ich gerufen wurde, wirklich zu einem Beziehungscoaching. 

Es war für mich einfach großartig und sehr berührend zu erleben, wie sehr Birgit bereit war, Impulse und Anregungen anzunehmen und umzusetzen. Und das Schönste: Giaco reagierte unmittelbar und antwortete oft so punktgenau, dass man kaum daran zweifeln konnte, dass er alles, was wir besprachen, sehr genau mitbekam.

Dazu ein Beispiel: Gleich zu Beginn hatte ich meinen Eindruck geäußert, das Giaco Birgit sehr viel geben wollte, aber dass er das VON SICH aus tun wollte und nicht, weil man es von ihm forderte. Und es war fast magisch: Als Birgit damit begann, ihre Erwartungen und Vorstellungen loszulassen, bekam sie Geschenke. Ich bekomme immer noch eine Gänsehaut, wenn ich an einige Situationen denke, in denen Birgit nur noch inform innerer Bilder eine Einladung aussprach und Giaco genau dieser nachkam – einfach zauberhaft war das!

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Weniger zu wollen, heißt aber nicht, sich alles gefallen zu lassen

Wenn man zu Pferdemenschen sagt, dass sie ihre Erwartungen und Anforderungen an das Pferd loslassen sollen, reagieren viele empört, so nach dem Motto „Na, aber dann macht es doch, was es will.“ Ja, das mag tatsächlich der Fall sein, wenn man in das Loslassen der Anforderungen auch gleich alle Elemente der Erziehung miteinbezieht. Genau darum geht es aber gerade nicht! Und auch das war bei Giaco und Birgit sehr hübsch zu sehen. 

Giaco war lange Hengst und ist erst seit einem knappen Jahr Wallach. Er weiß sehr genau, wie er z.B. seine Schulter einsetzt, um jemanden über den Platz zu schieben, wie er Birgit beim Longieren oder Führen umpositionieren kann oder wie er, wenn die beiden nebeneinander stehen, Birgit immer wieder dazu bringt, vor ihm zu weichen. Ich legte viel Wert darauf, ihr all die kleinen Momente bewusst zu machen, in denen Giaco Birgit bewegte, ohne dass es ihr bewusst geworden war und ermunterte sie, die Sache umzudrehen. Dabei geht es nicht darum, das Pferd mit wildem Gefuchtel weichen zu lassen oder böse zu werden, wenn das Pferd einen mal wieder umpositionieren will. Ganz im Gegenteil: es geht darum, achtsam zu werden für die kleinen Scherze und die subtilen Umpositionierungsversuche und diese ganz nebenbei souverän einfach mit einem freundlichen „Hab ich gemerkt und möchte ich nicht.“ zu beantworten und darüber hinaus selbst immer mal wieder das Pferd ganz nebenbei und elegant umzupositionieren. Es war faszinierend zu sehen, wie sehr Giaco dadurch von Birgit beeindruckt war! 

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Ganz ins Jetzt kommen

Ein großer Schlüssel für ein achtsames Miteinander mit dem Pferd, das ist mir selbst in den Tagen bei Birgit und Giaco wieder einmal bewusst geworden, ist, wirklich voll und ganz beim Pferd anzukommen. Und damit meine ich nicht nur, den Alltagsstress und die damit verbundenen Aufgaben und Anforderungen hinter sich zu lassen, sondern möglichst auch keine Pläne im Kopf zu haben, keine festen Vorstellungen und auch keinen Druck alá „Ich müsste mehr trainieren, weil mein Pferd zu dick wird.“ oder ähnliches. Beim Pferd zu sein, heißt immer ganz im Hier und Jetzt zu sein, denn Pferde denken nicht in Zeit. Sie SIND. Und um wirklich mit ihnen sein zu können, müssen wir zunächst nur eines tun: ebenfalls SEIN. Daraus kann sich dann ganz viel entwickeln, aber nicht, indem wir immer mehr tun, sondern vielmehr uns immer mehr auf das Sein einlassen. 

An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön, Birgit, für Dein Vertrauen und Deine immense Offenheit und auch eines an Dich, Giaco, für Dein Sein und Dein wundervolles Co-Coaching. Es waren sehr schöne Tage bei Euch auf La Palma!

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Und hier kommt noch Birgits sehr berührender Bericht über meine Tage bei ihr: 

Schon bei der Heimfahrt vom Flughafen konnte ich Tanias Tiefe und die feine, differenzierte Art ihrer Wahrnehmung kennen lernen. Mein Wunsch war tatsächlich Longentraining oder auch feiner Reitunterricht gewesen, aber eben auch Spiegelung und Ursachenforschung über Giacos Zähigheit, seine „Jains“ und manchmal Neins.

Tania machte mir schnell bewusst, wie fordernd ich mit Giaco während der Arbeit umgehe. Und ja, es stimmt schon, ich ging immer davon aus, er will eh nicht so recht … Im Sattel wurde meine fordernde, nicht fragende Art nochmal deutlicher sichtbar, geprägt durch unendlich viele „englische“ Reitstunden in meiner Jugend. Mir war gar nicht bewusst, dass ich am Dauertreiben war und auch mein Sitz nicht losgelassen war, sondern anschiebend. Also genau so, wie es nicht sein soll, wenn ein Pferd sich losgelassen bewegen soll. Bingo!

Da wurde ich erstmal sehr nachdenklich und dann kam auch Ratlosigkeit: Wie denn dann, wenn nicht so? Giaco lief dann tatsächlich auch erstmal gar nicht mit mir auf dem Rücken. Bei der Freiarbeit legte er sich hin, sobald er sich von mir gegängelt fühlte (das tat er schon jahrelang). Als ich den Mut aufbrachte, mir das wirklich mit Tania zusammen anzusehen und zu erspüren, wurde ich erstmal sehr, sehr traurig. Das galt es dann auszuhalten, mitsamt allen Gefühlen, die dann kommen.

Ich hatte ja durchaus den Anspruch gehabt, meinem Pferd so viel Freiheit und Mitspracherecht wie möglich zu geben. Durch Babette war ich 7 Jahre zuvor aufs Clickern gekommen und hatte diese Form der Kommunikation bald in den Pferdealltag integriert. Dennoch meinte ich an bestimmten Punkten, z.B. beim Treiben am oder auf dem Pferd nicht ohne Druck auszukommen. Dazu kommt noch, dass ich eine“ hohe körperliche Grundspannung“ mitbringe, wie mir Tania sehr wahr spiegelte. All das war Giaco zu viel und es hinderte ihn daran, sich zu zeigen, loszulassen und ja, auch daran, mir etwas zu schenken.

Überwältigend schön waren dann die Momente, wo es mir gelang die alten Muster zu durchbrechen und ich mich anders verhielt und mit freundlicherer Energie mit ihm arbeitete: Giaco reagierte prompt und bewegte sich freier und losgelassener, einfach viel schöner und viel leichter! Ich erlebte Giaco endlich wieder als fein reagierendes Pferd, wenn es mir gelang, die Überflutung zu regulieren und auch fein zu senden.

Das durfte ich mir bei Tania in der Freiarbeit mit Giaco dann mehrmals abschauen, was mir unwahrscheinlich viel gebracht hat: leise, mit freundlicher Stimme, fragend nicht fordernd, statt direkt zu treiben, den Raum spielerisch einnehmen. Das war für mich total spannend, hatte ich doch immer direkt das Pferd getrieben und fokussiert – was Giaco eindeutig doof fand. Toll zu sehen, dass beide Pferde fein reagieren auf das Spiel mit Raum geben und nehmen.

Technik fürs Longieren und Handarbeit wie Seitengänge flossen immer wieder quer und gut verständlich ein. Ebenso das Spiel mit der Schulter, das Tania schon beschrieben hat. Als das geklärt war, ging das Longieren plötzlich ganz leicht und auch bei der Arbeit an der Hand hält Giaco jetzt zufrieden seinen Abstand ein. „Kleine“ Dinge mit großer Wirkung.

bundgNun, eine Woche nach dem Coaching mit Tania, hat sich manches gesetzt, vieles ist noch in Aufruhr und sorgt für Bewegung. Denn so ein tief gehendes Coaching bleibt nicht im Stall, sondern sickert ins Leben außerhalb der Pferdewelt: Fragen wie „Wie gehe ich mit meinem Pferd um?“ werden zu Fragen wie: „Wie gehe ich mit mir selbst um? Und wie lasse ich mit mir umgehen, wahre ich meine Grenzen? Wie viel Druck erlebe ich und gebe ich ihn weiter…?“

An dieser Stelle möchte ich jetzt enden, obwohl es da eigentlich erst beginnt. Und Tania danken, für ihren enormen Einsatz und dafür, dass sie immer, immer bei den Pferden ist, aber auch mich nie im Regen stehen ließ. Ich bin sehr gespannt, wohin uns dieser Weg führt.

Herzensgrüße
von Birgit

29. November 2016 von Tania Konnerth • Kategorie: Aus dem Reitunterricht und Coaching, Erkenntnisse 3 Kommentare »

Eine Idee: Supervision für Trainer und Reitlehrer

Bei vielem, über das wir in Sachen Pferdeschutz und Engagement schreiben, kommt man über kurz oder lang zu der wichtigen Rolle, die Reitlehrer und Trainer spielen. Sie sind es, die Anfänger und auch Fortgeschrittene oft entscheidend prägen und das zum Guten oder auch zum Schlechten. Es sollte eine ihrer Aufgaben sein, Reitschülern/innen zu vermitteln, dass man sich immer wieder selbst hinterfragen muss und nie etwas beim Pferd als selbstverständlich zu sehen. Leider aber erlebe ich immer wieder, dass Reitlehrer und Trainerinnen irgendwann genau damit aufhören: sich und ihr Tun zu hinterfragen und das hat oft sehr negative Folgen. Deshalb möchte ich die Idee einer Supervision für alle, die in Sachen Pferde Unterricht geben, in die Runde werfen. 

Was ist Supervision? 

Supervisionen gibt es vor allen in psychosozialen Berufen und ist z.B. bei Therapeuten ein wichtiger Bestandteil ihrer Ausbildung und Arbeit. Supervisionen haben das Ziel, blinde Flecke aufzudecken und stellen so etwas wie eine „Qualitätssicherung“ dar.

Bei der Supervision gibt es eine außenstehende und meist gezielt dafür ausgebildete Person (den Supervisor) und es geht darum, auf die so genannte Meta-Ebene zu gehen, also gleichsam das eigene Tun mit etwas Abstand und ein bisschen wie aus der Vogelperspektive zu betrachten. Dabei wird das Verhalten beobachtet, analysiert und reflektiert, mit dem Ziel einer positiven Weiterentwicklung.

Nun muss man das Ganze ja aber gar nicht gleich ganz so hoch aufhängen. Ich denke, es wäre schon viel geholfen, wenn jeder, der unterrichtet, sich hin und wieder dabei filmt und sich seine eigene Arbeit einmal aus etwas Abstand anschaut und hineinspürt. Wenn man dann noch jemanden, dem man vertraut und dessen Arbeit man selbst schätzt, hin und wieder um ein Feedback bittet, bekommt man sicher schon einige gute Impulse für die eigene Arbeit. 

Brauchen Reitlehrer so etwas überhaupt? 

Nun werden viele vielleicht denken, dass so etwas ja ein bisschen übertrieben ist, ist doch schließlich nur Reitunterricht oder nicht?

Fakt ist: Beim Reitunterricht geht es nicht nur um ein anderes Lebewesen (den Menschen), sondern auch noch um ein ganz anderes (das Pferd) – und der Spagat den Bedürfnissen beider gerecht zu werden, ist oft sehr, sehr schwer. Ein Reitlehrer ist ja eben nicht nur dafür da, dem Reitschüler bestimmte Techniken zu vermitteln, sondern eigentlich soll er zwei (oft sehr unterschiedlichen) Wesen ermöglichen, sich zu verständigen, um gemeinsam lernen zu können und wenn es sich um ein eigenes Pferd handelt, die beiden im besten Fall zu einem Team zu machen. 

Nun ist Reitlehrer kein geschützter Beruf. Quasi jeder kann Reitunterricht geben, unabhängig davon, wie viel Pferdeverstand, wie viel Erfahrung und Wissen die Person hat, von den pädagogischen Fähigkeiten, Einfühlungsvermögen und Kommunikations-Knowhow und dergleichen mehr mal ganz abgesehen. Selbst wenn Reitlehrer eine spezielle Ausbildung dafür gemacht haben (ob nun Trainerscheine der FN, Seminare, Ausbildungsgänge oder ähnliches), heißt das noch lange nicht, dass sie tatsächlich gut sind in dem, was sie tun. Und es überschätzen sich leider doch ganz schön viele Pferdemenschen, wenn es um ihre Fähigkeiten geht, andere zu unterrichten. 

Selbstreflexion ist die wichtigste Grundlage eines jeden, der unterrichtet!

Für mich macht gute Reitlehrer und Pferdetrainerinnen aus, wenn ich merke, dass sie nie vorgeben, alles zu wissen, sondern wenn sie selbst in einem ständigen Lern- und Dazulern-Prozess sind und das transparent machen. Keiner muss alles wissen, aber wir sollten uns immer darüber bewusst sein, dass wir alle Lernende sind, eben auch die, die unterrichten. 

Ich denke, der Schlüssel zu einem menschen- und pferdegerechten Unterricht ist immer Selbstreflexion. Und die ist verdammt schwer. Es kann deshalb sehr hilfreich sein, sich hier von anderen helfen zu lassen – sei es durch einen liebevoll-kritischen Blick, durch einige Anregungen oder auch durch gezielte Weiterbildung. Und ja, als erster Schritt könnten auch schon Videos von der eigenen Arbeit zur Selbstreflexion helfen.

Mir ist klar, dass die Idee einer Supervision für Reitlehrer und Trainer ganz schön unbequem ist und ja, das Ganze kann mit Kosten und Zeitaufwand verbunden sein. Ich weiß auch nur zu gut, dass man manches eigentlich auch gar nicht so genau wissen möchte, weil man ahnt, dass das größere Veränderungsprozesse anstoßen könnte. Entscheidend für mich ist an dieser Stelle, aber überhaupt einmal für die enorme Verantwortung zu sensibilisieren, die all jene haben, die andere unterrichten (und sei es nur „nebenbei“) –  und zwar in Bezug auf Mensch UND Pferd. Genau das möchte ich gerne zur Diskussion stellen und ich bin gespannt auf Eure Ansichten dazu!

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22. November 2016 von Tania Konnerth • Kategorie: Aus dem Reitunterricht und Coaching, Engagement und Pferdeschutz, Erkenntnisse 6 Kommentare »

Das Lot für die Aufrichtung am Boden und im Sattel

Von Carla Bauchmüller

Heute habe ich eine Übung für Sie, die Sie sowohl beim Führen und der Handarbeit als auch beim Reiten nutzen können: 

Hinweis: Beginnen Sie mit der Übung bitte immer zuerst am Boden und nicht gleich im Sattel, auch wenn Sie sie vor allem zum Reiten einsetzen möchten, es hilft sehr dabei, sich die inneren Bilder wirkungsvoll erarbeiten.

Stellen Sie sich also zunächst ohne Pferd aufrecht hin, Ihre Füße stehen stabil auf dem Boden, die Knie sind entspannt. Stellen Sie sich nun eine vertikale Linie vor, also ein Lot, das über Ihrem Kopf beginnt und bis zu dem Bereich zwischen Ihren Füßen fällt. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, dieses Lot zu erspüren.
 Haben Sie es? Dann stellen Sie sich bitte ein ebensolches Lot etwa einen Meter vor sich vor.

Wenn Sie nun losgehen, bringen Sie gedanklich das Lot in Ihnen und das Lot vor Ihnen in Deckung. Der Clou dabei: Das Lot vor Ihnen bewegt sich von Ihnen weg, wenn Sie auf es zugehen! Es bleibt also immer etwa einen Meter vor Ihnen. Sie bleiben mit Ihrer Aufmerksamkeit bei dem Lot in Ihnen und bringen dieses Lot immer wieder mit dem Lot vor Ihnen in Deckung. Gehen Sie auf diese Weise verschiedene Wendungen und gerade Linien immer mit der Vorstellung des Lotes. Atmen Sie gleichmäßig weiter.

Sie werden feststellen, dass Ihnen das Lot Stabilität vermittelt. Es erzeugt eine gute Spannkraft ohne Verspannung. Arme und Beine können frei schwingen. Wenn Sie das Bild vom Lot verinnerlicht haben, können Sie es auch zusammen mit dem Pferd nutzen, also z.B. bei der Hand- oder Longenarbeit und damit erreichen, dass Sie gut in Ihrer eigenen Spur laufen und nicht „in Ihr Pferd fallen“. 

Im Sattel geht diese Übung ganz ähnlich: Auf Pferd sitzend stellen Sie sich ebenso das Lot vor, das durch Sie durch und weiter durch Ihr Pferd bis zum Boden geht. Das andere Lot ist wieder ungefähr einen Meter vor Ihnen.

Wenn Sie jetzt losreiten, bringen Sie wieder gedanklich das Lot in Ihnen mit dem vor Ihnen in Deckung, während aber das Lot vor Ihnen immer im Abstand von einem Meter entfernt bleibt.

Diese Übung dient dazu, senkrecht zu bleiben und auch in Wendungen nicht in der Hüfte einzuknicken. Sie finden durch die kleine Visualisierung eine gute Stabilität, Ihre Schultern und Arme bleiben entspannt. Dadurch, dass Sie dem Lot folgen, schauen Sie automatisch geradeaus und folgen einer klaren Absicht, die das Pferd wahrnimmt und sehr zu schätzen weiß.

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28. Juni 2016 von Gastautor • Kategorie: Allgemein, Arbeit an der Hand, Aus dem Reitunterricht und Coaching, Reiten, Übungen 0 Kommentare »

Eine Coaching-Woche mit Steffi und Nele

Sehr spannende und schöne Tage liegt hinter mir, denn ich hatte Steffi mit ihrer Nele für eine Woche zum Coaching bei mir. Da ich denke, dass es für Euch ganz interessant sein kann, so eine Woche einmal aus beiden Perspektiven erzählt zu bekommen, habe ich hier zunächst Steffis Bericht für Euch und weiter unten gibt es dann noch eine kleine Reflexion von mir. 

Steffis Bericht

sun5Letztes Jahr habe ich mich entschieden, zu Tania zu fahren, um eine Woche intensiv für meine Nele und mich zu haben. Mein Ziel ist es, mit meiner Nele ein ganz besonderes Team zu werden und da fehlte mir noch das eine oder andere und ich wusste einfach nicht was ich ändern muss. Und jetzt war es endlich soweit, und ich hab mich auf den Weg zu Tania gemacht.

Am Sonntag, den 01.05.2016, bin ich von Tania ganz herzlich in Empfang genommen worden, als ich mit Nele auf Klinges Landwiesenhof ankam.

Ich war super aufgeregt, denn zum einen bin ich ganz alleine gefahren und zum anderen weiß man ja vorher nicht, wie man miteinander klarkommt. Passen Schüler und Trainer zusammen? Wie werden die Trainingseinheiten? Macht meine Nele überhaupt mit in der fremden Umgebung?

Am Montagmorgen haben wir uns dann zur ersten Trainingseinheit getroffen. Ich war sehr aufgeregt, dadurch Nele natürlich auch. Beim Trensen ist Nele losgelaufen, was ich so von ihr nicht kannte. Tania beobachtete mich ganz genau, was ich deutlich gemerkt habe, und dadurch noch aufgeregter wurde. Dann hat Tania sich erstmal angeschaut, wie ich im Sattel sitze. Anschließend sind wir in die Halle gegangen, wo ich Nele den Kappzaum angelegt habe und zeigte, wie ich sie longiere. Nach der ersten Trainingseinheit hat Tania gleich klare Worte gesprochen, was ich sehr gut fand, aber mich gleichzeitig auch zum Weinen brachte. Tania hat sofort erkannt, wo mein größtes Problem war, was mich sehr berührt hat, was aber auch gleichzeitig richtig war. Da ich vorher schon auf Tanias Internetseite war, war mir auch bewusst, dass das auf mich zukommen wird: „klare Worte“ – aber genau das wollte ich auch so. Ich habe mich Tania gegenüber komplett geöffnet, weil ich mich in ihrer Nähe sehr wohl fühlte, und somit war ich auch bereit, alles anzunehmen und es auch umzusetzen.

Ich habe in unserer Woche so viel gelernt, so viel aufgenommen und ganz viel mitgenommen. Wir konnten bei jeder Trainingseinheit sehen, dass sich jedes Mal wieder etwas positiv veränderte, weil ich auch bereit war und bin, einiges zu ändern. Es ist einfach ein tolles Gefühl, wenn man seinem Pferd wieder ein kleines Stück näher kommt.

Was super spannend war, dass Nele mir ganz klar gemacht hat, wenn ich ihr nicht den richtigen Weg zeigte: Dann stellte sie sich einfach dumm und ging z.B. einfach gradeaus, obwohl sie natürlich genau wusste, dass sie eigentlich abwenden sollte 🙂 Tania und ich konnten uns darüber wirklich amüsieren, denn eines ist Nele: sie ist sehr klar in dem, was sie fordert.

Es waren auch einige Trainingseinheiten sehr emotional. Durch die vielen kleinen, tollen Fortschritte habe ganz stark gemerkt, was meine Nele braucht: LOBEN, LOBEN, LOBEN. Ich werde Nele jetzt mit ganz viel positiver Verstärkung ermutigen, denn dadurch wird sie sehr motiviert – wir beide haben dann richtig viel Spaß dabei.

Ich muss aber auch sagen, dass Tania alles ganz toll vermitteln und erklären kann, und ich das immer gut umsetzen konnte. Was mich an meisten fasziniert hat, ist diese innere Ruhe, die Tania mitbringt, da fühlte man sich rund herum pudelwohl. 

sun2Für mich ist eins sehr wichtig geworden in dieser Woche: Ich muss mich mehr auf meine Nele einlassen und dazu bin ich auch bereit. Es geht darum, Nele das Gefühl zu geben, ja komm, es ist richtig, Pferd sein zu dürfen, zeig mir was du möchtest und daraus machen wir was. Für mich steht fest, dass ich in zwei Jahren dieses Erlebnis mit Nele wiederholen möchte, das ist was ganz Besonderes. Ich bin Tania so dankbar, dass sie mir/uns so wichtige Dinge mitgeben konnte, es war und ist wunderbar. 

Einige Dinge haben sich schon gut verankert wie z.B. „nicht die Hand über den Mähnenkamm“, „Hände wieder runternehmen“, “ Schulter locker lassen“, „Gewicht verlagern“ und nie vergessen: „Bestärke deine Nele, zeig ihr, dass sie es richtig gut macht!“ 

Liebe Tania, danke für die wunderschöne Zeit mit Dir,
Steffi & Nele

 

Und nun noch ein paar Worte von mir

Steffis Zeilen haben mich sehr berührt – danke, Steffi, für diesen wundervollen Bericht!

In diesen Tagen mit den beiden ist mir wieder einmal bewusst geworden, wie viel Vertrauen jemand mitbringt, der ein Coaching bei mir bucht. Die meisten kennen mich zwar über die Texte, die ich schreibe und über eMails, aber nicht allzu viele haben mich auch schon persönlich kennen gelernt. Wer nun sein Pferd einpackt, um sich eine Woche lang von mir begleiten zu lassen, geht stark in Vorleistung was das Vertrauen angeht – und das ist ein ganz, ganz kostbares Geschenk. 

Ich bin mir bei meiner Arbeit meiner Verantwortung und auch meiner Position sehr bewusst. Mensch und Pferd haben immer eine gemeinsame Geschichte. Sie haben viel erlebt und viel erreicht. Von außen erkennt man zwar vieles leichter und es ist auch nicht allzu schwer, dann eine Reihe kluger Ratschläge zu geben. Mein Job ist es aber nicht, Mensch und Pferd auf meinen eigenen Weg zu bringen, sondern ich sehe meine Aufgabe darin, sie dabei zu unterstützen, ihren gemeinsamen Weg zu finden. Mein Ziel bei jedem Coaching ist es, Türen und Türklinken zu finden und zu öffnen, um Pferd und Mensch neue Möglichkeiten aufzuzeigen. 

Im Coaching schaue ich mir als erstes das Miteinander an und lasse mich ganz ein auf das, was ich dabei fühle. Mir war gleich bei Steffis Ankunft klar, dass ich es hier nicht mit einer unsicheren Anfängerin zu tun habe, sondern mit einer tollen Pferdefrau und einem tollen Pferd. Hier stand kein konkretes Problem an, das es zu lösen gab, denn die beiden kamen bereits als eingespieltes Team bei mir an. Steffi führte ihre Nele vollkommen cool und souverän vom Hänger herunter und zum Auslauf – ich war wirklich beeindruckt, wie ruhig und gelassen beide wirkten und wie selbstverständlich alles ablief. 

Je mehr ich mich dann auf meine Coachees einlasse, desto klarer werden mir auch die Knackpunkte. Bei Steffi war das im Wesentlichen nur einer: sie war sehr gut darin, Nele klar und freundlich zu korrigieren und ihr selbstsicher einen Rahmen zu bieten, aber es fehlte die positive, freudige Rückmeldung, wenn Nele richtig reagierte oder einfach nur brav tat, was sich Steffi von ihr wünschte. Ein scheinbar kleines Element, aber ein ganz bedeutungsvolles, wenn es darum geht, wonach Steffi sich sehnte: nämlich nach einer noch intensiveren Beziehung zu ihrem Pferd. 

In meiner Arbeit habe ich den Blick nie nur auf dem Menschen oder nur auf dem Pferd, sondern es geht mir vor allem um die Beziehung. Ich spüre sozusagen immer in den Zwischenraum und was ihn füllt. Manchmal fühle ich da kaum etwas, weil noch gar keine Beziehung besteht, manchmal ist da Traurigkeit, manchmal Frust, manchmal auch Wut oder noch ganz etwas anderes. Schön ist es, wenn dort Freude ist, Leichtigkeit, Vertrauen und ähnliches. Was immer ich dort finde, das spreche ich aus. Und das kann manchmal auch sehr emotional werden, aber es stecken so viele Chancen und Möglichkeiten für alle darin, die bereit sind, sich wirklich auf die Beziehungsebene mit ihrem Pferd einzulassen.

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In der Woche mit Steffi und Nele ging es auch viel um Technik, also z.B. um die Hilfengebung beim Reiten und um das korrekte Stellen und Biegen an der Longe. Den größten Teil haben wir dabei an Feinheiten gearbeitet, denn auch hier brachte Steffi schon ganz viel Wissen und Können mit und Nele als sehr gut ausgebildetes Pferd auch.

Aber – und das ist wirklich das Entscheidende! – bei all dem bildet die Beziehungsebene immer die Basis. Ich möchte keinen Unterricht mehr geben, ohne das Wir zu reflektieren, denn ein Pferd ist kein Sportgerät und keine Maschine, sondern ein Wesen mit einer Persönlichkeit. Es will gesehen und gefühlt werden, es will sich mitteilen und ausdrücken können und es möchte verstanden werden und vor allem möchte es geben können, was es zu geben hat.

Es war schön zu erleben, wie beherzt Steffi die aufgezeigten Türklinken ergriff und die Türen und Tore weit aufstieß, um gemeinsam mit Nele ein paar neue Wege zu beschreiten. Und für die wünsche ich Euch beiden alles, alles Liebe und Gute, ich bin mir ganz sicher, Eure gemeinsame Zeit wird nun noch schöner werden!

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10. Mai 2016 von Tania Konnerth • Kategorie: Allgemein, Aus dem Reitunterricht und Coaching, Sonstiges 3 Kommentare »

Die Füße erden

Von Carla Bauchmüller

Ich kann immer genau sagen, wenn meine Reitschüler die Zehen verkrampfen: die Erdung – und damit die Balance – gehen verloren und die Verspannung zieht hinauf bis in die Hüfte. Und deshalb gibt es heute eine schöne, einfache Übung zum Erden der Füße.

Unter Erden versteht man das sichere, entspannte Gefühl im Steigbügel – der Fuß ruht also regelrecht im Steigbügel. Dazu ist der Fuß flach, das heißt der Absatz ist zwar der tiefste Punkt, aber der Absatz wird nicht aktiv heruntergedrückt:

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Um das Gefühl des Erdens zu erlangen, ziehen Sie zunächst die Zehen eines Fußes fest zusammen, machen Sie also den Fuß ganz klein, so als würden Sie mit dem Fuß eine Faust ballen wollen. Spreizen Sie dann entspannt Ihre Zehen im Schuh. 
Wechseln Sie rechten und linken Fuß ab.


Tipp: Sie können das An- und Entspannen auch beim Schrittreiten im Rhythmus der Pferdebewegung machen.


Spannen Sie zum Abschluss der Übung alle Zehen gleichzeitig an, halten Sie das einen Moment und entspannen Sie dann wieder.
 Es sollte sich so anfühlen, als stünde man mit entspannt gespreizten Zehen in weichem, warmen Sand (stellen Sie sich dieses Bild ruhig vor!). Bleiben Sie bei den nun hoffentlich entspannt gespreizten Zehen. Der Fuß sollte jetzt locker im Steigbügel ruhen – so fühlt sich ein geerdeter Fuß an.

27. Oktober 2015 von Gastautor • Kategorie: Aus dem Reitunterricht und Coaching, Reiten, Übungen 6 Kommentare »

Die drei Sitzformen im Trab

Von Carla Bauchmüller

In dieser Übung wird im Trab zwischen den Positionen Aussitzen, Leichttraben und „Federn“ im Entlastungssitz gewechselt. Das Wechseln zwischen diesen drei Sitzformen schult die Balance und Koordination, macht außerdem locker und Spaß.

Sie beginnen im Leichttraben, um erstmal in einen guten Takt zu finden. Dann gehen Sie in den Entlastungssitz, indem Sie über dem Pferderücken „schwebend“ „federn“. Sie gehen dabei nicht mehr mit der Pferdebewegung mit in das Auf und Ab des Leichttrabens, sondern behalten bei jeden Tritt des Pferdes den etwa gleichen (geringen) Abstand zum Pferderücken bei und federn die Bewegung gleichmäßig in Hüftgelenken, Knien und Fußgelenken ab. Die Steigbügel sollten ausreichend kurz sein, um Ihnen diese Haltung und die „tanzenden Knie“ zu ermöglichen.

Nehmen Sie sich Zeit, die richtige Position und Ihr Gleichgewicht in Ruhe zu finden.

Dann können Sie beginnen, zwischen Leichttraben und Federn zu wechseln: Sie federn, bis sich die Beine locker und schwingend anfühlen und die Fersen weich in Richtung Boden federn, dann traben Sie leicht und behalten dabei das „geerdete“ Gefühl in den Füßen bei.

Diese Übung ist besonders wirkungsvoll, wenn Sie dazu neigen, im Leichttraben mit den Knien zu klemmen. Das Federn lockert die Knie-, Fuß- und Hüftgelenke und dieses lockere Gefühl kann mit ins Leichttraben hinein genommen werden.

Tipp: Wenn Sie sich im Wechseln zwischen Leichttraben und Federn wohl fühlen, können Sie die dazu passenden Trabtritte zählen, z.B. dreimal Leichttraben, sechsmal Federn etc. So können Sie gleichzeitig Ihr Rhythmusgefühl schulen.

Wenn diese Übung soweit gut klappt, können Sie das Aussitzen mit dazu nehmen. Das geht folgendermaßen:

Sie beginnen wieder mit dem Federn. Fühlen Sie im Federn bewusst in das wechselseitige Heben und Senken des Pferderückens hinein. Sie werden spüren, wie Ihr rechtes und linkes Bein abwechselnd rechts und links durch Hüft-, Knie- und Fußgelenk nach unten federn. Wenn Sie sich nun langsam aufrichten und dabei Ihre Hüfte in Richtung tiefsten Punkt des Sattels schwingen lassen, dann tasten Sie sich langsam federnd ans Aussitzen ran. Wenn Sie sich damit weiterhin wohlfühlen, können Sie immer näher zum Sattel kommen, bis Sie zwei oder drei Schritte aussitzen. Bevor es unbequem wird, traben Sie wieder leicht.

Beginnen Sie den Zyklus von vorne: Leichttraben, Federn, ans Aussitzen herantasten, eventuell aussitzen, wieder leichttraben und so weiter. Nehmen Sie sich für jede Position so viel Zeit, wie Sie brauchen, um ins Gleichgewicht zu kommen.

Achtung: Wichtig ist zu beachten, dass die Hüfte in der Position des Federns etwas nach hinten geht und die Schultern etwas vorgenommen werden, um im Gleichgewicht zu sein. Wenn Sie sich nun in die Aussitzposition vorarbeiten, müssen Sie Ihre Hüfte wieder in Richtung zur Mitte des Sattels bringen, sonst sitzen Sie auf dem Hinterzwiesel. Die Zügel sind ggf. im Federn auch etwas kürzer, weil die Hände weiter vorne sind als im Aussitzen, hier also bei Bedarf mehr nachgeben.

Tipp: Auch im Wechsel der drei Sitzformen können Sie wieder mit dem Zählen beginnen, dreimal Leichttraben, sechsmal Federn etc.

Auf den Abbildungen sehen Sie die gedachten Linien, die man durch den Reiter ziehen kann: Ohrläppchen-Schulte-Hüfte- Absatz im Dressursitz:

dressursitz

Und die Schulter-Hüfte-Absatz im Entlastungssitz:

entlastungssitz

 

1. September 2015 von Gastautor • Kategorie: Aus dem Reitunterricht und Coaching, Reiten, Übungen 4 Kommentare »

Rückwärts-Fahrradfahren in Wendungen

Von Carla Bauchmüller

Dies ist eine kurze Auffrischung und eine spannende Erweiterung einer Übung, die wir bereits vorgestellt haben: das Rückwärts-Fahrradfahren.

Zur Erinnerung: Die Bewegung des Pferderückens im Schritt bewegt Ihre Gesäßknochen in einer dreidimensionalen, rollenden Bewegung, die sich anfühlt, als wenn Ihre Gesäßknochen rückwärts Fahrrad fahren würden. Spüren Sie sich zunächst noch Mal in Ruhe in diese Bewegung im Schritt auf gerader Linie ein, und spüren Sie dann, wie sich diese Bewegung im Reiten um die Ecken verändert:

Ihr innerer Gesäßknochen wird in der Wendung mehr in die Auf- und Abbewegung mitgenommen, der äußere stärker in die Vor- und Zurückbewegung, was ein flaches Oval entstehen lässt. Die Bewegung des inneren Gesäßknochens ist zunächst nicht so wichtig, konzentrieren Sie sich auf den äußeren. Durch diese Betonung der Vor- und Zurückbewegung des äußeren Gesäßknochens wird Ihr Oberkörper fast unmerklich im Rhythmus der Pferdebewegung mit in die Wendung gedreht.

Wenn Sie auf beiden Händen diese Bewegung erspüren können, dann wenden Sie an der nächsten langen Seite ab, indem Sie die Bewegung des äußeren Gesäßknochens bewusst mehr vor- und zurückbetonen. Sie werden vielleicht zunächst auch eine leichte Zügelhilfe dazu nehmen müssen, aber sehr bald schon wird Ihr Pferd wie von Zauberhand alleine mit der Veränderung Ihrer Gesäßknochen-Bewegung abwenden.

Achtung: Die Bewegung ist sehr klein. Lassen Sie sich nicht dazu verleiten, mehr als nötig zu machen.

Am Einfachsten ist es zunächst, wenn Sie nach dem Abwenden von der einen langen Seite gerade auf die andere lange Seite zureiten, um dann wieder auf derselben Hand weiter zu reiten. Danach wechseln Sie die Hand, und üben dort ebenso.

Später können Sie dann auch Volten und Zirkel dazu nehmen. Auf einer Volte oder einem Zirkel folgen Sie dieser Bewegung die ganze Zeit so, wie das Pferd Sie in diese Bewegung mitnimmt. Es erleichtert Ihnen und Ihrem Pferd, eine schöne Balance auf Volten und Zirkeln zu halten.

Das Prinzip bleibt immer gleich: Sie initiieren die Abwendbewegung mit Ihren Gesäßknochen und Ihr Pferd folgt Ihnen dann in diese Bewegung. Wenn es richtig gut klappt, ist es wie ein Tanz, bei dem der Reiter die Bewegung unsichtbar einleitet und das Pferd folgt.

4. August 2015 von Gastautor • Kategorie: Aus dem Reitunterricht und Coaching, Reiten, Übungen 2 Kommentare »

Coaching auf Gran Canaria – ein Erfahrungsbericht

Ende Mai erreichte uns ein Hilferuf per Mail. Rieke lebt auf Gran Canaria und ist seit Februar stolze Besitzerin eines fünfjährigen Spanier-Angloaraber-Mixes. Nachdem sie uns im Netz gefunden und sich den Longenkurs bestellt hatte, kam sie bei der praktischen Umsetzung ein bisschen an ihre Grenzen. Und da sie auf der Insel keine Unterstützung in ihrem Sinne finden konnte, fragte sie bei uns an. Bei mir gab es freie Kapazitäten und so antwortete ich Rieke. Die Aussicht, ein Pferdecoaching mit einem Urlaub auf der tollen Insel zu verbringen, war verlockend! Wir wurden uns schnell einig und so flog ich schon Ende Juni zu ihr nach Gran Canaria.

Auf nach Spanien!

Wir hatten zwar in den Mails schon einiges vorab besprochen, aber so ganz wusste ich nicht, was mich erwarten würde. Und so war ich doch ziemlich aufgeregt, als ich am Tag nach meiner Ankunft Rieke und Zeus kennen lernte.

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Rieke begrüßte mich herzlich und ich war sehr angetan von dem kleinen Offenstall, in dem Zeus zusammen mit einer Stute lebt. Zeus selbst rempelte mich zur Begrüßung kräftig an und die Stute drehte mir den Hintern zu… Nun gut, dachte ich, hier bin ich richtig. 🙂

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Rieke und Zeus leben in den Bergen, sehr idyllisch mitten in einer Palmen-Oase gelegen. Ich muss sagen: die Arbeit mit Pferden vor der eindrucksvollen Kulisse der kanarischen Bergwelt hat schon was! Praktischerweise lag die Ferienwohnung, die ich für die Zeit bezog, gleich da, wo auch Zeus lebt, so hatte ich keinen Anfahrtsweg. Wegen der Hitze fand die erste Einheit immer morgens statt und bei Bedarf legten wir noch eine Abendeinheit ein.

Kumpel zu sein, kann unangenehm werden

Gleich bei der ersten Einheit stellte sich heraus, dass Riekes Probleme mit Zeus weniger im Umsetzen von Longiertechniken lagen, sondern grundsätzlicher waren: Rieke ist eine gestandene Pferdefrau und kann auf über 20 Jahre Erfahrung mit Pferden zurückblicken. Sie weiß also durchaus, was sie tut, aber sie war, wie es ganz vielen passiert, in die „Mein-erstes-Pferd“-Falle getappt.

Vor Zeus hatte Rieke Reitbeteiligungen und mit ihm wollte sie nun unbedingt alles von Beginn an richtig machen. Er sollte auf keinen Fall schlechte Erfahrungen machen, ein verständlicher Wunsch, der aber auch sehr verunsichern kann. Ihr daraus resultierendes etwas zu zaghaftes Verhalten wurde von dem nicht wirklich ausgelasteten Youngster dann so ausgelegt, dass er in ihr einen prima Kumpel sah, den er mehr oder weniger nach Belieben bespielen konnte – etwas das bei dem unterschiedlichen Größen- und Kräfteverhältnis leider schnell unangenehm und eben auch gefährlich wird.

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Respekt, Abstand und Vorwärts

Ich sah meine Aufgabe also zunächst vor allem darin, Rieke einen Weg zu zeigen, wie sie ohne Gewalt für ein respektvolles Miteinander sorgen kann, damit ein Arbeiten überhaupt erst möglich wird. Intelligente Pferde wie Zeus entwickeln oft schnell Überzeugungen, was richtig ist und setzen das dann manchmal auch gegen den Menschen ein. Rieke hatte ein ganzes Repertoire an Übungen im Stand mit ihm erarbeitet. Da hatten die beiden wirklich viel erreicht, nur war Zeus nun der Überzeugung, dass gemeinsames Arbeit eben in genau diesen Übungen bestand und fertig. So war es Rieke kaum möglich, ihn auch nur einen Schritt vorwärts oder gar von sich wegzubekommen. Wir brauchten also a) Respekt und b) Abstand, um überhaupt ans Longieren denken zu können.

Das Mittel meiner Wahl war die Freiarbeit. Um eine Basis zu schaffen und Rieke diese Arbeit nahezubringen, arbeitete zuerst ich mit Zeus, aber schnell konnte ich an Rieke übergeben. Sie erfasste die Grundprinzipien sofort und es war einfach toll zu sehen, wie schnell Zeus auf Rieke zu achten begann. Endlich kam der Youngster in Schwung und genoss es, sich mal richtig austoben zu können. Da Rieke ausreichend Abstand hielt, musste sie sich selbst von seinen wildesten Sprüngen und fliegenden Hufen nicht bedroht fühlen, sondern konnte ihn locker weiter begleiten und immer wieder einladen, auf ihre Signale zu achten. Und das tat er dann auch. Damit hatten wir das geschafft, was ich gehofft hatte: Zeus zu verblüffen. Schnell fand er die „neue“ Arbeit spannend und ließ sich ein.

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Mit diesem neu erarbeiteten Ja von Zeus konnten wir uns auch an das Longieren machen, ohne das Rieke fürchten musste, überrannt zu werden. Schon am dritten Tag trabte Zeus vorbildlich an der Longe in kleineren und größeren Runden und Rieke strahlte.

Auch „lustigen“ Pferdeideen souverän begegnen

Es war von großem Vorteil, dass ich nicht nur einige Tage, sondern zwei Wochen lang mit den beiden arbeiten konnte, denn, und genau das hatte ich erwartet, nachdem Zeus schon am dritten Tag wundervoll an der Longe lief, dachte er sich nach rund einer Woche ein paar Sachen aus, um Rieke aus der Reserve zu locken. Durch die Freiarbeit konnte sie ihm ohne Druck und Gewalt deutlich machen, dass sie lieber wieder Kooperation hätte.

Mit jeder Einheit gewann Rieke an Selbstvertrauen. Ihre Körperausstrahlung wurde immer gelassener und sicherer, was sich unmittelbar auf Zeus auswirkte. In der zweiten Woche konnte ich mich mehr und mehr zurückziehen, während Rieke immer selbstständiger mit ihrem Pferd arbeitete.

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Eine ganz anders geartete Herausforderung

Parallel dazu machten wir auch noch einige Einheiten mit Princesa, der Stute, mit der Zeus zusammensteht. Princesa ist als Reitpony für die Tochter der Eigentümerin des Stalls und zur Gesellschaft von Zeus erst vor kurzem angeschafft worden. Beim ersten Versuch, sie zu longieren, zeigte sich eine komplett andere Problemlage als bei Zeus: Princesa stürmte in Panik los, fiel auf die innere Schulter und war nicht mehr ansprechbar.

Ganz offenbar hatte sie bereits Longiererfahrungen, aber keine, auf denen wir aufbauen konnten. Hier galt es, dem Pferd zunächst zu vermitteln, dass ihr nichts Schlimmes passieren würde und ihr zu zeigen, dass sie langsam und Schritt für Schritt laufen und zuhören soll.

Es war sehr rührend zu erleben, mit welchem Feingefühl Rieke am vorletzten Tag mit Princesa arbeitete. Man sah der Stute an, wie konzentriert sie mitarbeitete und sich auf Riekes Signale einließ und es war ganz deutlich zu erkennen, wie aktiv sich Princesa das Führen in Stellung erarbeitete und merkte, dass es ihr damit leichter fiel, im Kreis zu laufen.

Und so fuhr ich mit dem rundum guten Gefühl heim, nicht mehr gebraucht zu werden.

Danke!

Ein Dankeschön an Dich, Rieke, dass ich zu Euch kommen durfte. Es war eine tolle Zeit, die mir viel Freude gemacht hat! Ich danke Dir für Dein Vertrauen und für Deine Offenheit, ohne die wir lange nicht so weit gekommen wären. Ich wünsche Dir, Zeus und Princesa von Herzen alles Liebe und Gute.

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28. Juli 2015 von Tania Konnerth • Kategorie: Aus dem Reitunterricht und Coaching, Freiarbeit, Jungpferdausbildung, Umgang 9 Kommentare »

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