Du darfst Dich umentscheiden – Inspiration des Monats

Mit unserer  Rubrik Inspiration des Monats nehmen wir uns jeweils ein Schwerpunktthema vor, für das wir Euch kurz und knapp Denkanstöße und Anregungen geben möchten. Lange Texte gibt es bei uns genug, aber gerade bei Basis-Themen denken wir, ist es wichtig, sie immer wieder mit in den praktischen Pferde-Alltag zu nehmen, um für eine längere Zeit im Herzen bewegt zu werden. Und meist sind es Schlüsselsätze oder -erkenntnisse, die man wirklich bei sich behält. 

Unser Tipp: Zieht Euch jeweils unsere Inspiration des Monats auf Euer Handy, damit Ihr die Fragen und Denkanstöße  für eine Weile immer dabei habt – Ihr werdet vielleicht überrascht sein, wie unterschiedlich Eure Antworten und Gedanken dazu in verschiedenen Situationen ausfallen können. 

Thema des Monats:
Du darfst Dich umentscheiden

Ganz grundsätzlich neigen wir Menschen dazu, einen einmal eingeschlagenen Weg auch dann durchzuziehen, wenn wir ahnen oder erkennen, dass er gar nicht wirklich gut ist. Dieses Phänomen lässt sich auch in der Pferdewelt sehr oft beobachten:

  • Wir bleiben bei einer Reitlehrerin oder einem Trainer, obwohl uns der Unterricht keinen Spaß macht und unser Pferd einfach nicht besser läuft, und sagen: „Ich bin doch jetzt schon so lange bei ihr/ihm …“
  • Wir folgen weiter einer Methode, obwohl sie sich nicht gut anfühlt oder uns nicht dahin bringt, wo wir eigentlich hinwollen, und begründen das dann mit einem: „Ich habe dazu schon einige Seminare gebucht und mir gerade auch noch das Online-Programm gekauft …“
  • Wir gehen mit unserem Pferd auf eine Weise um, wie es uns andere im Stall empfehlen, obwohl wir genau spüren, dass sich das Verhältnis zu unserem Pferd immer mehr verschlechtert und sagen „Das machen hier doch alle so …“
  • Wir bleiben bei unserem Schmied oder der Hufpflegerin, obwohl die Hufe immer schlechter werden und sagen: „Der/die wurde mir so sehr empfohlen …“
  • Wir reiten weiter mit einem Sattel, von dem wir selbst sehen, dass er die Muskulatur wegdrückt oder gegen den sich unser Pferd sichtbar wehrt mit Sätzen wie: „Der ist doch extra angepasst worden …“ oder „Der war richtig teuer …“

Dass wir so reagieren, liegt zum einen daran, dass unser Gehirn uns dafür belohnt, wenn wir an Gewohntem festhalten, und zum anderen fällt es vielen von uns grundsätzlich sehr schwer, Fehler einzugestehen, vor allem dann, wenn wir vielleicht schon viel Zeit, Kraft und/oder Geld investiert haben. Hinzu kommt dann oft noch ein erheblicher Gruppendruck, der uns verunsichert, schließlich wollen wir doch eben nichts falsch machen!

Es ist sehr wichtig, sich klarzumachen,  dass aber oft gerade unsere Angst davor, etwas falsch zu machen zu viel Leid führen kann, einmal auf Seite des Pferdes aber eben auch bei uns selbst.

Fühle Dich durch die folgenden Sätze ermutigt, Entscheidungen auch immer mal wieder zu überdenken:

  • Einen einmal eingeschlagenen Weg müssen wir nicht zwingend weitergehen, sondern wir können und dürfen jederzeit dazulernen und uns weiterentwickeln.
  • Jeder kann sich irren, jeder kann Fehler machen und falsche Entscheidungen treffen – wichtig ist, sie zu erkennen und zu ändern!
  • Investiertes Geld oder Energie zahlt sich nicht aus, nur weil wir an dem festhalten, wofür wir es investiert haben, im Gegenteil: Die Kosten werden immer größer, wenn es keine gute Entscheidung war
  • Neue Wege können Wundervolles ermöglichen.

Bitte frage Dich also immer wieder ganz liebevoll und achtsam, ob die bisherigen Entscheidungen für Methoden, für Fachleute, für Zubehör und dergleichen mehr wirklich gut sind für Dich UND Dein Pferd. Wenn nicht, sei bereit und mutig, neue Entscheidungen zu treffen!

Umentscheiden

13. Juli 2021 von Tania Konnerth • Kategorie: Erkenntnisse, Inspiration des Monats, Reiten, Umgang 2 Kommentare »

Lerne, über Dich selbst zu lachen – Inspiration des Monats

Mit unserer  Rubrik Inspiration des Monats nehmen wir uns jeweils ein Schwerpunktthema vor, für das wir Euch kurz und knapp Denkanstöße und Anregungen geben möchten. Lange Texte gibt es bei uns genug, aber gerade bei Basis-Themen denken wir, ist es wichtig, sie immer wieder mit in den praktischen Pferde-Alltag zu nehmen, um für eine längere Zeit im Herzen bewegt zu werden. Und meist sind es Schlüsselsätze oder -erkenntnisse, die man wirklich bei sich behält. 

Unser Tipp: Zieht Euch jeweils unsere Inspiration des Monats auf Euer Handy, damit Ihr die Fragen und Denkanstöße  für eine Weile immer dabei habt – Ihr werdet vielleicht überrascht sein, wie unterschiedlich Eure Antworten und Gedanken dazu in verschiedenen Situationen ausfallen können. 

Thema des Monats:
Lerne, über Dich selbst zu lachen

Pferde sind unsere Liebe und Leidenschaft und das tollste Hobby auf der Welt – und doch sind viele von uns im Umgang, aber vor allem im Training schrecklich streng und ernst. Wir erlauben uns selbst oft nicht den kleinsten Fehler und geben genau das auch unbewusst und damit ungewollt an unsere Pferde weiter. Was uns hier oft am meisten fehlt, ist die Fähigkeit, auch mal über uns selbst zu lachen.

Auch mal über sich selbst lachen zu können, ist aus meiner Sicht mit die wichtigste Zutat für ein freudvolles und leichtes Miteinander mit Pferden (und eigentlich auch für alle anderen Beziehungen in unserem Leben). Und so sollten wir uns viel öfter auf eine liebevolle Art den Witz und die Komik vieler Situationen und Begebenheiten mit Pferden und unseres eigenen Verhaltens bewusst machen. Das ändert sehr viel zum Guten, vor allem bei den so genannten „schwierigeren“ Pferden, die sich häufig als gar nicht sooo schwierig erweisen, wenn wir etwas lockerer werden und uns selbst nicht so furchtbar ernst nehmen. Manchmal wollen sie uns nämlich genau das abgewöhnen. Pferde haben ganz oft einen tollen Sinn für Humor und weisen uns auf vielfältige Weise darauf hin, wenn „es“ mal wieder mit uns durchgeht (… leider wird das aber oft als „Unart“ oder auch „Widersetzlichkeit“ interpretiert und mit Rügen oder gar Strafen beantwortet…). 

Lerne also, innerlich immer mal wieder einen Schritt zur Seite zu machen und Dir mit etwas Abstand selbst zuzuschauen, vor allem dann, wenn Du merkst, dass Du wütend oder gereizt bist und immer verbissener und ernster wirst. Vieles ist wirklich ziemlich lustig, wenn wir uns etwas mehr Spaß und Leichtigkeit erlauben. Und gemeinsam lachen zu können, tut einfach allen gut! 

Lach mal über dich selbst

Lesetipp: Der Freudekurs

15. Juni 2021 von Tania Konnerth • Kategorie: Aus dem Reitunterricht und Coaching, Erkenntnisse, Inspiration des Monats, Reiten, Umgang 0 Kommentare »

Achte auf Deine Energie! – Inspiration des Monats

Mit unserer  Rubrik Inspiration des Monats nehmen wir uns jeweils ein Schwerpunktthema vor, für das wir Euch kurz und knapp Denkanstöße und Anregungen geben möchten. Lange Texte gibt es bei uns genug, aber gerade bei Basis-Themen denken wir, ist es wichtig, sie immer wieder mit in den praktischen Pferde-Alltag zu nehmen, um für eine längere Zeit im Herzen bewegt zu werden. Und meist sind es Schlüsselsätze oder -erkenntnisse, die man wirklich bei sich behält. 

Unser Tipp: Zieht Euch jeweils unsere Inspiration des Monats auf Euer Handy, damit Ihr die Fragen und Denkanstöße  für eine Weile immer dabei habt – Ihr werdet vielleicht überrascht sein, wie unterschiedlich Eure Antworten und Gedanken dazu in verschiedenen Situationen ausfallen können. 

Thema des Monats:
Achte auf Deine Energie!

Im Zusammenhang mit Pferden wird häufig von „Temperament“ gesprochen oder auch von „Energie“: Beim Anweiden oder im Spiel bewundern wir die sprühende Energie unserer Tiere, auf Ausritten würden wir die Energie manchmal gerne etwas reduzieren und bei der Bahnarbeit vermissen wir sie, wenn unser Pferd eher träge um die Kurven schlurft.

Aber, … bist Du Dir eigentlich darüber bewusst, dass auch Du ganz unterschiedliche Arten von Energie ausstrahlst und dass Dein Pferd Deine Energie sehr genau wahrnimmt, deutet und darauf reagiert, ob Du nun willst oder nicht? 

Vielen von uns fällt es ziemlich schwer, ein Bewusstsein für die eigene Energie zu bekommen, dabei brauchen wir oft nur unser Pferd anzuschauen. Pferde sind wahre Meister darin, unsere Stimmungen wahrzunehmen. Sie wissen genau, wann wir gereizt sind oder locker, wann wir etwas von ihnen wollen, wann wir abgelenkt oder traurig sind, wann wir gut gelaunt und wann wir gestresst sind, auch wenn wir noch so sehr versuchen, etwas anderes auszustrahlen. Und sie nehmen unsere Energie nicht nur wahr, sondern sie reagieren oft unmittelbar darauf.  So benehmen sich viele Pferde sich ganz anders, wenn ihr Mensch gestresst ist oder bedrückt, und es ist auch immer wieder sehr spannend zu sehen, wie sehr sich ein und dasselbe Pferd bei verschiedenen Menschen verändern kann.

Unsere eigene Energie spielt also eine große Rolle im Miteinander mit unserem Pferd – im Umgang, im Training am Boden und im Sattel. Und so gilt die Regel:

Je bewusster wir uns unserer eigenen Ausstrahlung werden,
desto besser können wir mit Pferden kommunizieren.

Unsere Energie äußert sich

  • in unserer Mimik, unseren Gesten und unserer Stimme, aber auch
  • in unserer Ausstrahlung,
  • in unserer Körperhaltung
  • und in unserer Körperspannung.

Versuche im Zusammensein Deinem Pferd ab sofort immer mal wieder ganz bewusst zu überlegen, was Du wohl gerade ausstrahlst und wie Du in dem jeweiligen Moment auf Dein Pferd wirkst. Es braucht ein bisschen Übung, aber allein das Innehalten und bewusste Nachspüren ermöglicht immer mehr Achtsamkeit. Und noch ein Tipp: Hier können Videoaufnahmen sehr hilfreich sein, die man sich später in Ruhe anschauen kann und somit sich selbst einmal etwas aus der Distanz heraus wahrnehmen kann. Das schult das Bewusstsein!

Achte auf Deine Energie

25. Mai 2021 von Tania Konnerth • Kategorie: Erkenntnisse, Inspiration des Monats, Reiten, Umgang, Verhalten 1 Kommentar »

Fühle! – Inspiration des Monats

Mit unserer  Rubrik Inspiration des Monats nehmen wir uns jeweils ein Schwerpunktthema vor, für das wir Euch kurz und knapp Denkanstöße und Anregungen geben möchten. Lange Texte gibt es bei uns genug, aber gerade bei Basis-Themen denken wir, ist es wichtig, sie immer wieder mit in den praktischen Pferde-Alltag zu nehmen, um für eine längere Zeit im Herzen bewegt zu werden. Und meist sind es Schlüsselsätze oder -erkenntnisse, die man wirklich bei sich behält. 

Unser Tipp: Zieht Euch jeweils unsere Inspiration des Monats auf Euer Handy, damit Ihr die Fragen und Denkanstöße  für eine Weile immer dabei habt – Ihr werdet vielleicht überrascht sein, wie unterschiedlich Eure Antworten und Gedanken dazu in verschiedenen Situationen ausfallen können. 

Thema des Monats:
Fühle!

Im Zusammensein mit Pferden sind die meisten von uns vor allem damit beschäftigt, Hinweise, Tipps und Anleitungen von Reitlehrern/innen oder solche, die wir aus Büchern oder dem Internet haben, umzusetzen. Natürlich wollen wir unser Pferd optimal trainieren und bemühen uns deshalb sehr, Techniken und Methoden gut umzusetzen. Dabei verdrängen wir aber oft die Sache mit den Gefühlen … 

Pferde lösen sehr viel in uns aus: Sie lassen uns lieben und glücklich sein, aber sie konfrontieren uns häufig auch mit Ohnmacht, Ehrgeiz und vielem anderen mehr. Um ihnen wirklich gerecht zu werden, müssen wir den Mut haben, uns immer wieder bewusst zu machen, was wir gerade fühlen, wenn wir mit unserem Pferd zusammen sind. Wenn wir zum Beispiel nur noch ein bestimmtes Trainingsziel im Kopf haben, das wir unbedingt erreichen wollen, verlieren wir vielleicht die Fähigkeit zu erspüren, dass unser Pferd überfordert ist. Wenn wir unsere Wut oder Hilflosigkeit in einer Situation, in der alles schief läuft, nicht als solche wahrnehmen, neigen wir möglicherweise dazu, unser Pferd ungerecht zu bestrafen, obwohl es uns einfach nur etwas mitzuteilen versucht. Wenn wir nicht wahrnehmen, dass uns unsere Verantwortung oder unsere Sorgen um unser Pferd über den Kopf wachsen, werden wir aus Not hart und verlieren die Freude.

Als Pferdemenschen sind wir ständig gefordert, unser Pferd nicht nur anzuschauen, sondern es auch zu fühlen – also wahrzunehmen mit dem, was gerade in ihm vorgeht, mit dem, was es braucht und mit dem was es geben kann und was eben nicht. Und um das zu können, brauchen wir auch den Mut und die Bereitschaft, unsere eigenen Gefühle wahrzunehmen und zu reflektieren. Pferde sind keine Sportgeräte, sondern Mitlebewesen, die auf unsere Empathie angewiesen sind und uns immer auch auf der Beziehungsebene fordern. Und ist das nicht gerade das Schönste am Zusammensein mit ihnen?

Fühle dein Pferd

2. März 2021 von Tania Konnerth • Kategorie: Aus dem Reitunterricht und Coaching, Erkenntnisse, Inspiration des Monats, Jungpferdausbildung, Reiten 1 Kommentar »

Trainiere mit Lob, nicht mit Strafe! – Inspiration des Monats

Mit unserer  Rubrik Inspiration des Monats nehmen wir uns jeweils ein Schwerpunktthema vor, für das wir Euch kurz und knapp Denkanstöße und Anregungen geben möchten. Lange Texte gibt es bei uns genug, aber gerade bei Basis-Themen denken wir, ist es wichtig, sie immer wieder mit in den praktischen Pferde-Alltag zu nehmen, um für eine längere Zeit im Herzen bewegt zu werden. Und meist sind es Schlüsselsätze oder -erkenntnisse, die man wirklich bei sich behält. 

Unser Tipp: Zieht Euch jeweils unsere Inspiration des Monats auf Euer Handy, damit Ihr die Fragen und Denkanstöße  für eine Weile immer dabei habt – Ihr werdet vielleicht überrascht sein, wie unterschiedlich Eure Antworten und Gedanken dazu in verschiedenen Situationen ausfallen können. 

Thema des Monats:
Trainiere mit Lob, nicht mit Strafe!

Viele von uns möchten gerne pferdefreundlich mit ihren Pferden umgehen und sie ebenso pferdefreundlich trainieren. Leider stammen aber viele Elemente der herkömmlichen Pferdeausbildung noch aus Zeiten, in denen man sich über Pferdebedürfnisse oder Lernpsychologie noch nicht so viele Gedanken gemacht hatte. Heute wissen wir sehr viel mehr darüber, wie Pferde am besten lernen und können unser Training entsprechend deutlich pferdegerechter gestalten.

Der pferdefreundlichste Weg, den wir kennen, ist die positive Verstärkung. Nach diesem Prinzip wird richtiges und erwünschtes Verhalten durch Futter- oder Stimmlob, durch Kraulen oder Ähnliches bestätigt und damit konsequent positiv aufgeladen. „Falsches“ oder unerwünschtes Verhalten wird, soweit möglich, ignoriert oder gegebenenfalls sanft korrigiert. Um zu verstehen, warum dieser Weg pferdefreundlich ist, müssen wir uns klarmachen, dass jedes Lebewesen, etwas aus zwei Gründen tut:

  • weil es entweder etwas Negatives vermeiden will oder
  • weil es etwas Positives erhalten oder erleben möchte.

Herkömmlicherweise wird in der Ausbildung von Pferden vor allem mit Korrekturen und Strafen gearbeitet. Dabei bleibt einem Pferd nur übrig, durch Versuch und Irrtum (ein mehr oder weniger unangenehmes Erlebnis) herauszufinden, was der Mensch will. Bei der positiven Verstärkung hingegen wird das Pferd durch die vielen positiven Erlebnisse dazu motiviert, aktiv mitzumachen. Lernen erfolgt hier, weil das Pferd sich etwas Gutes von der Mitarbeit mit dem Menschen verspricht – und das ändert alles.

Überlege doch einmal, wie Du selbst am liebsten lernst: in einem Umfeld, in dem Du Strafen fürchten musst, wenn Du einen Fehler machst, oder in einem, in dem Du für alles Richtige bestätigt und ermutigt wirst? Für uns liegt auf der Hand, dass Lernen durch positive Verstärkung eine tolle Sache ist!

Probier es doch einfach einmal selbst aus und frage Dich gleich heute, wenn Du bei Deinem Pferd bist, wie Du es schaffen kannst, ihm nur durch Lob und positive Bestätigung etwas Neues beizubringen. Das Spannende dabei ist nämlich, dass Du Dir dafür erst einmal überlegen musst, wie Du erreichen kannst, dass Dein Pferd seine Sache richtig machen kann. Kleiner Tipp: immer in gaaaaanz kleinen Schritten denken! 

Konkrete Anregungen und Anleitungen zum Training mit positiver Verstärkung findest Du zum Beispiel in unserem Reitkurs, in unserem Clickerkurs oder in unserem Praxiskurs Bodenarbeit.

Loben statt strafen

16. Februar 2021 von Tania Konnerth • Kategorie: Arbeit an der Hand, Clickertraining, Erkenntnisse, Freiarbeit, Inspiration des Monats, Jungpferdausbildung, Longieren, Reiten, Umgang 2 Kommentare »

Geh nicht von Dir aus, sondern von Deinem Pferd – Inspiration des Monats

Mit unserer  Rubrik Inspiration des Monats nehmen wir uns jeweils ein Schwerpunktthema vor, für das wir Euch kurz und knapp Denkanstöße und Anregungen geben möchten. Lange Texte gibt es bei uns genug, aber gerade bei Basis-Themen denken wir, ist es wichtig, sie immer wieder mit in den praktischen Pferde-Alltag zu nehmen um für eine längere Zeit im Herzen bewegt zu werden. Und meist sind es Schlüsselsätze oder -erkenntnisse, die man wirklich bei sich behält. 

Unser Tipp: Zieht Euch jeweils unsere Inspiration des Monats auf Euer Handy, damit Ihr die Fragen und Denkanstöße  für eine Weile immer dabei habt – Ihr werdet vielleicht überrascht sein, wie unterschiedlich Eure Antworten und Gedanken dazu in verschiedenen Situationen ausfallen können.

Thema des Monats:
Geh nicht von Dir aus, sondern von Deinem Pferd

Es heißt immer, dass man Pferde nicht vermenschlichen soll und doch tun wir – oft unbewusst – genau das! Scheut ein Pferd auf der bekannten Geländetour, reagieren viele mit einem „So ein Spinner!“. Will ein Pferd nicht durch eine Pfütze gehen, heißt es, dass das Pferd nur „testen“ will. Zappelt ein Pferd beim Satteln, schimpfen viele, dass es sich mal nicht so anstellen und gefälligst stillhalten soll. Und das sind nur einige Beispiele von leider vollkommen falschen Interpretationen von Pferdeverhalten.

Ein Pferd ist immer ein Pferd und wir können sein Verhalten nur dann richtig einordnen und auch beantworten, wenn wir uns seine Beweggründe und Motive klarmachen. Ein im Gelände scheuendes Pferd, „spinnt“ in diesem Moment nicht, sondern es reagiert instinktiv auf etwas, das es verunsichert oder erschreckt hat. Ein Pferd, dass nicht durch eine Pfütze gehen will, ist in diesem Moment unsicher, weil es die Bodenverhältnisse nicht einschätzen kann oder hat andere, aus seiner Sicht gute Gründe, das Durchqueren zu vermeiden. Ein Pferd, das beim Satteln zappelt, zeigt damit, dass es etwas unangenehm findet (entweder den vielleicht unpassenden Sattel, die Art des Sattelns oder was nach dem Satteln kommt). Reagieren wir in solchen oder ähnlichen Situationen vorschnell mit Unverständnis, weil es unserer Ansicht nach, keinen Grund für das Verhalten gibt, tun wir unseren Pferden Unrecht.

Wir müssen verstehen, dass Pferde vieles grundlegend anders als wir erleben und bewerten. Ihre Sinne nehmen die Umgebung anders wahr als unsere und manches erleben sie viel intensiver oder feiner als wir. Für sie sind andere Dinge wichtig oder auch gefährlich als für uns. Sie können nicht sagen, wenn ihnen etwas wehtut oder unangenehm ist, aber sie können es uns zeigen. Doch wir Menschen gehen viel zu oft vorschnell davon aus, im „Recht“ zu sein in unseren Erwartungen und Forderungen an Pferde, weil wir eine Situation nur aus unserer eigenen Sicht betrachten. Sich hier immer wieder ganz bewusst in das Pferd hineinzuversetzen und zu versuchen, die Sache mit seinen Augen zu sehen, kann das Verhältnis zu Pferden wesentlich zum Guten ändern. Mehr noch: Nur so können wir überhaupt pferdefreundlich handeln.

Frage Dich also viel öfter mal: „Wie sieht mein Pferd das Ganze gerade wohl?“ – vor allem dann, wenn Du Dich über Dein Pferd ärgerst oder Dich von ihm genervt fühlst.

19. Januar 2021 von Tania Konnerth • Kategorie: Erkenntnisse, Inspiration des Monats, Umgang, Verhalten 2 Kommentare »

Mach Dich verständlich! – Inspiration des Monats

Mit unserer  Rubrik Inspiration des Monats nehmen wir uns jeweils ein Schwerpunktthema vor, für das wir Euch kurz und knapp Denkanstöße und Anregungen geben möchten. Lange Texte gibt es bei uns genug, aber gerade bei Basis-Themen denken wir, ist es wichtig, sie immer wieder mit in den praktischen Pferde-Alltag zu nehmen, um für eine längere Zeit im Herzen bewegt zu werden. Und meist sind es Schlüsselsätze oder -erkenntnisse, die man wirklich bei sich behält. 

Unser Tipp: Zieht Euch jeweils unsere Inspiration des Monats auf Euer Handy, damit Ihr die Fragen und Denkanstöße  für eine Weile immer dabei habt – Ihr werdet vielleicht überrascht sein, wie unterschiedlich Eure Antworten und Gedanken dazu in verschiedenen Situationen ausfallen können. 

Thema des Monats:
Mach Dich verständlich

Die Kommunikation zwischen Mensch und Pferd ist nicht immer leicht. Pferde bemühen sich wirklich sehr, uns zu verstehen, aber oft geben wir dem Pferd sehr viel mehr und auch andere Botschaften, als wir uns bewusst sind! Während unser menschlicher Fokus beim Kommunizieren vor allem auf dem Geben von Zeichen liegt (Worte, Handsignale, Hilfen), spielen für Pferde Faktoren wie Körpersprache, Ausstrahlung und Energie eine oft größere Rolle. Genau über diese Ebene von Kommunikation sind sich aber viele von uns gar nicht bewusst und so geben wir oft andere Signale als geplant oder manchmal auch widersprüchliche und gegensätzliche. Statt aber in aller Ruhe einen Schritt zurückzumachen und das eigene Kommunikationsverhalten zu reflektieren, interpretieren leider viele von uns eine Nicht- oder Falsch-Reaktion des Pferdes häufig als „Ungehorsam“ oder „Bockigkeit“: „Der weiß genau, was ich von ihm will, der hat nur keine Lust.“ oder „Heute stellt sie sich mal wieder richtig dumm, aber darauf falle ich nicht rein.“

Die Folge ist dann, dass die eh schon schlecht verständlichen oder widersprüchlichen Signale verstärkt werden, weil man sich „durchsetzen“ will. Es dürfte auf der Hand liegen, dass die Sache auf diese Weise für Pferde nicht verständlicher wird, sondern im Gegenteil, wir erzeugen dadurch nur Stress, der es dem Pferd noch schwerer macht, uns zu verstehen … 

Wenn ein Pferd nicht tut, was wir möchten, müssen wir uns immer fragen, was die Ursache dafür ist. Beim Thema Kommunikation sind wir also gefordert, das Wie unserer Kommunikation selbstkritisch zu hinterfragen: 

  • Kann ich mir wirklich sicher sein, dass mein Pferd mich in der jeweiligen Situation versteht? Was macht mich da so überzeugt?
  • Was könnte ich vielleicht ausstrahlen oder senden, das meinem Pferd etwas anderes vermittelt, als ich beabsichtige? 
  • Wie kann ich es meinem Pferd ganz konkret leichter machen, mich wirklich zu verstehen? Woran kann ich da bei mir arbeiten?
  • Welche konkreten Übungen, Zwischenschritte oder Lernbausteine könnten meinem Pferd dabei helfen, besser zu verstehen (und auch auszuführen), was ich mir von ihm wünsche? 

Und dazu gleich ein ganz praktischer Tipp: Um sich des eigenen Kommunikationsverhaltens bewusster zu werden, helfen Videoaufnahmen enorm. Inzwischen ist das technisch herrlich simpel geworden: Einfach das Handy auf ein kleines Stativ stellen und ein paar Bodenlektionen oder Reiteinheiten mitfilmen – das gibt sehr viel Stoff für Selbstanalysen und Selbstreflexion. Wir staunen immer wieder, wie viel wir durch solche Videoaufnahmen sowohl über unser Pferd als auch über uns selbst lernen. 

Mach Dich verständlich

8. Dezember 2020 von Tania Konnerth • Kategorie: Aus dem Reitunterricht und Coaching, Erkenntnisse, Inspiration des Monats, Jungpferdausbildung, Reiten 1 Kommentar »

Finde das richtige Maß! – Inspiration des Monats

Mit unserer  Rubrik Inspiration des Monats nehmen wir uns jeweils ein Schwerpunktthema vor, für das wir Euch kurz und knapp Denkanstöße und Anregungen geben möchten. Lange Texte gibt es bei uns genug, aber gerade bei Basis-Themen denken wir, ist es wichtig, sie immer wieder mit in den praktischen Pferde-Alltag zu nehmen, um für eine längere Zeit im Herzen bewegt zu werden. Und meist sind es Schlüsselsätze oder -erkenntnisse, die man wirklich bei sich behält. 

Unser Tipp: Zieht Euch jeweils unsere Inspiration des Monats auf Euer Handy, damit Ihr die Fragen und Denkanstöße  für eine Weile immer dabei habt – Ihr werdet vielleicht überrascht sein, wie unterschiedlich Eure Antworten und Gedanken dazu in verschiedenen Situationen ausfallen können. 

Thema des Monats:
Finde das richtige Maß!

Wir leben in einer Zeit, in der alles immer schneller, höher und weiter werden muss. Immer mehr Gewinn wird angestrebt und immer mehr Besitz. Die Ziele werden immer größer, die Erlebnisse sollen immer intensiver werden – und doch werden die meisten immer weniger satt. Dieses Phänomen ist gerade auch in der Pferdewelt deutlich zu spüren, denn viele sind vor allem eines: unzufrieden. 

Trägt uns das Pferd im Schritt, wollen wir traben. Trabt es, wollen wir galoppieren. Galoppiert es für uns, soll es springen. Und dass dann alles möglichst auf Knopfdruck unter jeder Bedingung und mit spektakulären Bewegungen und einer umwerfenden Ausstrahlung. Klappt es auf dem Platz, wollen wir ins Gelände. Und dann wollen wir Zirkuslektionen oder auf Turnieren Schleifen gewinnen und so weiter und so fort. Und selbst bei denen von uns, die nicht ganz so hoch zielen, schleicht sich oft unbemerkt eine permanente Unzufriedenheit und damit auch eine bohrende Unsicherheit ein: Läuft mein Pferd gut genug? Könnte es nicht noch mehr von hinten kommen? Trägt es den Kopf nicht zu hoch oder zu niedrig? Sollte es inzwischen nicht schon halbe Tritte zeigen? Richtig gut motiviert wirkt es eigentlich nicht, oder? Vertraut es mir auch genug? Müsste es dann nicht viel weniger scheuen? Fragen über Fragen, Ansprüche und Erwartungen, ständige Zweifel an dem, was ist  – damit zermürben wir uns selbst und auch unsere Pferde. 

Es gilt für so vieles: Wir müssen lernen, wieder zu einem gesunden Maß zu finden. Nicht jedes Pferd ist zum Dressur-Crack geboren und nicht jedes Pferd kann die vielfältigen Erwartungen moderner Freizeitreiter/innen erfüllen. Genauso kann nicht jeder zum Super-Reiter werden oder ist in der Lage, alle Sparten des Pferdetrainings mit Bravour zu meistern. Wir müssen die Ansprüche an unsere Pferde und uns selbst, die durch all das, was wir in den sozialen Medien oder auf Shows gezeigt bekommen, ins Unermessliche steigen (und von denen wir ja meist gar nicht wissen, auf welchen Wegen das Gezeigte überhaupt erreicht wurden) wieder auf ein gesundes Maß zurückschrauben. Denn das Wichtigste für ein gelungenes Miteinander ist beidseitige Zufriedenheit. Beginnen wir doch damit, uns zu erlauben, weniger zu wollen und dafür richtig stolz auf unser Pferd zu sein.  

 

Inspiration des Monats – Wege zum Pferd

 

 

10. November 2020 von Tania Konnerth • Kategorie: Erkenntnisse, Inspiration des Monats, Longieren, Reiten, Umgang 2 Kommentare »

Sei respektvoll! – Inspiration des Monats

Mit unserer  Rubrik Inspiration des Monats nehmen wir uns jeweils ein Schwerpunktthema vor, für das wir Euch kurz und knapp Denkanstöße und Anregungen geben möchten. Lange Texte gibt es bei uns genug, aber gerade bei Basis-Themen denken wir, ist es wichtig, sie immer wieder mit in den praktischen Pferde-Alltag zu nehmen, um für eine längere Zeit im Herzen bewegt zu werden. Und meist sind es Schlüsselsätze oder -erkenntnisse, die man wirklich bei sich behält. 

Unser Tipp: Zieht Euch jeweils unsere Inspiration des Monats auf Euer Handy, damit Ihr die Fragen und Denkanstöße  für eine Weile immer dabei habt – Ihr werdet vielleicht überrascht sein, wie unterschiedlich Eure Antworten und Gedanken dazu in verschiedenen Situationen ausfallen können. 

Thema des Monats:
Sei respektvoll!

Es gibt ein Phänomen, dessen sich viele von uns oft gar nicht bewusst sind: Und zwar sind wir unserem eigenen Pferd gegenüber oft viel weniger respektvoll als anderen, fremden Pferden gegenüber. Natürlich lieben wir unser Pferd und wir schwärmen in Gesprächen auch gerne davon, wie süß oder toll es ist, aber im praktischen Umgang und im Training haben viele von uns dem eigenen Pferd gegenüber nicht nur einen viel strengeren Blick, sondern wir verhalten uns oft auch viel ungeduldiger und ruppiger, als wir es einem fremden Pferd gegenüber tun würden. 

Achtet einmal ganz bewusst darauf: Scheut das Pferd einer Freundin, zeigen sich viele von uns verständnisvoll, scheut das eigene, reagieren wir jedoch oft ungehalten und rügen es für das „Gehampel“. Schnabbelt einem ein fremdes Pferd spielerisch an der Jacke herum, lacht man, tut es das eigene, bekommt es dafür nicht selten eins auf die Nase. Macht ein fremdes Pferd etwas beim Reiten anders als wir es wollten, reagieren wir nachsichtig und versuchen es einfach nochmal, bei unserem eigenen Pferd hingegen sind wir schnell genervt und strafen es womöglich noch dafür, weil es das doch schließlich kann und sich nicht so dumm anstellen soll … 

Oft geht es sogar noch weiter: Da wird dem eigenen Pferd unterstellt, dass es „einen ausnutzt“, dass es einen „ärgern will“ oder dass unser Pferd „es einfach immer wieder drauf anlegt“, ganz so als würden unsere Pferde jedes Mal, bevor wir kommen, Pläne dafür schmieden, wie sie uns das Leben besonders schwer machen können. Das ist nicht nur vermenschlichter Unfug, es ist vor allem unfair und respektlos. Und das wirklich Schlimme ist, dass das, was wir unserem Pferd unterstellen, wiederum die Basis für unsere Reaktionen und unser Verhalten bildet … 

Auch das eigene Pferd verdient unser Verständnis, unsere Nachsicht und ganz besonders unseren Respekt. Wir sollten versuchen, ihm in gewisser Hinsicht immer wieder neu zu begegnen und immer erst einmal hineinspüren, wie es ihm an diesen Tag geht und welche Signale es uns sendet, genau so, wie wir es mit einem Pferd tun würden, das wir noch nicht kennen. Macht es einen fröhlichen oder eher bedrückten Eindruck? Wirkt es munter oder schläfrig? Freut es sich, uns zu sehen, oder ist es gerade mit anderen Dingen beschäftigt? Im Training selbst können wir dann immer wieder nachfühlen, ob da eine gute Verbindung zwischen uns ist, ob wir die einzelnen Sachen wirklich gemeinsam machen oder ob es ein einseitiges Wollen von unserer Seite ist, auf das das Pferd dann mehr oder weniger gut reagiert. Und statt von unserem Pferd immer nur Gehorsam zu fordern, können wir einmal darüber nachdenken, was es braucht, damit sich unser Pferd wohler fühlt und motivierter mitarbeitet, denn das können wir ganz wesentlich durch unser Verhalten beeinflussen.

Ein respektvolles Miteinander beginnt immer mit einer respektvollen Kontaktaufnahme und erfordert im Miteinander Achtsamkeit dem anderen Wesen gegenüber – das gilt für fremde, aber eben genauso auch für das eigene Pferd.

Wege zum Pferd

 

 

27. Oktober 2020 von Tania Konnerth • Kategorie: Erkenntnisse, Inspiration des Monats, Longieren, Reiten, Umgang 6 Kommentare »

Welche Art Reiter will ich sein? – Inspiration des Monats

Mit unserer  Rubrik Inspiration des Monats nehmen wir uns jeweils ein Schwerpunktthema vor, für das wir Euch kurz und knapp Denkanstöße und Anregungen geben möchten. Lange Texte gibt es bei uns genug, aber gerade bei Basis-Themen denken wir, ist es wichtig, sie immer wieder mit in den praktischen Pferde-Alltag zu nehmen, um für eine längere Zeit im Herzen bewegt zu werden. Und meist sind es Schlüsselsätze oder -erkenntnisse, die man wirklich bei sich behält. 

Unser Tipp: Zieht Euch jeweils unsere Inspiration des Monats auf Euer Handy, damit Ihr die Fragen und Denkanstöße  für eine Weile immer dabei habt – Ihr werdet vielleicht überrascht sein, wie unterschiedlich Eure Antworten und Gedanken dazu in verschiedenen Situationen ausfallen können. 

Thema des Monats:
Welche Art Reiter will ich sein?

Vieles beeinflusst die Art, wie wir reiten: Zunächst sind es natürlich vor allem die Trainerinnen und Trainer, bei denen wir Unterricht hatten und haben. Aber darüber hinaus schauen wir auch auf unsere Freundinnen und auf Stallkollegen, auf andere Reiterinnen und Reiter in Nachbarställen oder auf Turnierplätzen und natürlich auf all jene, die wir in den Social-Media-Kanälen und im Fernsehen sehen. Und da passiert etwas, das den allerwenigsten bewusst ist: Wir können fest davon überzeugt sein, dass es zum Beispiel nicht richtig ist, Pferde grob zu behandeln oder gar zu schlagen, wir können es ablehnen, wenn Pferde gegen ihren Willen zu etwas gebracht werden und es kann uns traurig machen, wenn Pferde mit einer viel zu tiefen Kopfhaltung direkt in die erlernte Hilflosigkeit geritten werden – … und dann machen wir Ähnliches selbst, obwohl wir genau wissen, dass es nicht richtig ist und uns sogar schlecht dabei fühlen. Schon verrückt, oder? 

Die Bilder, die wir täglich aufnehmen, haben eine enorme Wirkung auf unser Tun, denn wir orientieren uns stark an dem, was wir sehen. Durch die Bilderflut, der wir uns täglich aussetzen, speichern wir ganz vieles als „normal“ und „geht halt nicht anders“ ab und machen (oft unbewusst und sogar ungewollt) genau das dann selbst. Und weil sich das so schwer ändern lässt und uns oft auch die Alternativen (sprich andere Bilder) fehlen, haben wir das Gefühl, dass wir gar kein anderer Reiter sein können als der, der wir eben sind. Aber das stimmt nicht.

Jedes Mal, wenn wir uns auf ein Pferd setzen, können wir neu entscheiden, ob uns formulierte Ziele wichtiger sind als Freude, ob wir streng oder einfühlsam sein wollen, ob wir unser Pferd bezwingen oder es begeistern wollen und ob wir nach Macht streben oder nach Leichtigkeit.

Damit Veränderung möglich wird, müssen wir uns eines klarmachen: Nur weil wir etwas gestern auf eine bestimmte Art gemacht haben, heißt das nicht, dass wir es heute nicht anders machen können, und nur, weil wir noch nicht wissen, wie es anders geht, heißt das nicht, dass wir weitermachen müssen wie bisher. Der erste Schritt beginnt mit zwei Fragen: Welche Art Reiter will ich wirklich sein und was brauche ich dafür?

Reiten – Wege zum Pferd

15. September 2020 von Tania Konnerth • Kategorie: Aus dem Reitunterricht und Coaching, Engagement und Pferdeschutz, Erkenntnisse, Inspiration des Monats, Reiten 1 Kommentar »

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    NEU bei uns: Mit dem Herzen voran – der Reitkurs von "Wege zum Pferd":

    Und hier geht es zu unseren Büchern bei Kosmos:

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