Ponys auf der Pferdwippe

Vor einiger Zeit veröffentlichte ich hier schon mal eine kleine Anleitung, wie man sich mit einem Pferd das Laufen über eine Wippe erarbeiten kann – hier nachzulesen. Nun hatte ich die Möglichkeit, mal eine Pferdewippe nach der Bauanleitung von Nina Steigerwald (die Anleitung findet Ihr hier) im Einsatz zu erleben und das ließ ich mir natürlich nicht entgehen! 

Hier erst einmal die Wippe: 

Wippe

Und nun zeigen uns Fraukes Ponys, wie man sie benutzt! 

Skrollan steigt nicht nur wie ein Profi auf die Wippe…

Wippe

Wippe

Wippe

… sondern sie wippt auch wie einer: 

Wippe

Wippe

Und schaut, wie stolz sie ist: 

Wippe

Joey hat viele gesundheitliche Probleme, aber auch er klettert beherzt auf die Wippe: 

Wippe

Wippe

Beim Wippen unterstützt ihn Frauke ein bisschen: 

Wippe

Wippe

Und er findet dann noch seinen ganz eigenen Nutzen an der Sache: 

Wippe

Die beiden Shettys passen übrigens auch nebeneinander auf die Wippe, es können also auch größere Pferde Freude damit haben. Eine tolle Sache!

Extra-Tipp

Um Freude und Spaß miteinander geht es auch in unserem Freudekurs

24. Oktober 2017 von Tania Konnerth • Kategorie: Ideen, Spiele & Co 3 Kommentare »

Mehr Mitsprache fürs Pferd – so geht’s!

Im herkömmlichen Umgang haben Pferde selten ein Mitspracherecht. Auf mehr oder weniger nette Art setzt der Mensch seinen Willen durch und wenn das Pferd aufmuckt, wird immer noch viel zu wenig gefragt, warum es das tut. Statt dessen werden nötigenfalls härtere Maßnahmen eingesetzt, um das Pferd eben doch zu dem zu bringen, was man von ihm will. Dabei gibt es viel schönere Wege, solche Herausforderungen gemeinsam MIT dem Pferd anzugehen und zu lösen. 

Wir möchten hier einen von diesen Wegen zeigen. Inspiriert wurde er von dem so genannten Initiatorsignal aus dem Clickertraining (wer mehr darüber wissen will, kann das in diesem Beitrag nachlesen) und abgewandelt für den Einsatz auch für Pferdeleute, die nicht klassisch clickern. 

Das ist Caruso: 

Initiatorsignal Fliegenspray(Fotos von Martin Paasch)

Caruso findet es ziemlich schrecklich, mit Anti-Fliegenspray eingesprüht zu werden (sein Blick hier zeigt sehr gut seine Skepsis). Da ihm aber Bremsen, Mücken und Fliegen das Leben im Sommer schwer machen, haben seine Menschen immer wieder versucht, ihn doch davon zu überzeugen, dass Fliegenspray gar nicht so schlimm ist. Caruso entzog sich aber immer und immer wieder deutlich dem Einsprühen, indem er auswich und den Kopf hochnahm. Selbst zu mehreren und mit viel liebevollem Zureden und Leckerlies war es oft so gut wie unmöglich, ihn einzusprühen.

Ich erzählte seiner Besitzerin Maja dann von dem Initiatorsignal und schickte ihr einen Videolink. Nun clickert Maja selbst nicht, übernahm aber die Grundidee, Caruso ein Mitspracherecht in der Sache zu geben. Und das hat sehr vieles geändert: Bis heute ist Caruso zwar noch immer kein großer Fan vom Fliegenspray – ABER: er lässt es sich inzwischen gefallen und zwar, weil er den Prozess aktiv mitgestalten kann.

Das Pferd entscheidet

Und so geht’s: Zunächst achtete Maja sehr genau darauf, was Caruso den größten Stress bei der Prozedur bereitet und fand auf diese Weise heraus, dass er einen mit dem Spray getränkten Schwamm etwas besser ertragen konnte als das Ansprühen. Und damit begann sie zu arbeiten. Allein das zeigt schon, was dieser Ansatz bewirkt: nämlich, dass wir achtsam für das Pferd und sein Problem werden und nicht einfach nur unsere Vorstellung durchziehen.

Carusos Reitbeteiligung Isabell zeigt hier, welchen Ablauf Carusos Menschen und er zusammen erarbeitet haben: Sie gibt das Spray auf einen Schwamm und hält Caruso diesen Schwamm hin, so dass er genau sehen und riechen kann, was das ist. Wenn Caruso den Schwamm berührt, darf der Mensch ihn ein Stück weit damit einreiben: 

Initiatorsignal Fliegenspray

Initiatorsignal Fliegenspray

Zeigt Caruso, dass es ihm zu viel wird, hört der Mensch sofort auf! 

Initiatorsignal Fliegenspray

Statt dessen wird wieder der Schwamm eingesprüht und Caruso hingehalten. Durch Berühren des Schwammes gibt er das Signal, wann weiter gemacht werden kann.

Initiatorsignal Fliegenspray

Auf diese Weise ist es inzwischen möglich, ihn relativ entspannt allein am ganzen Körper einzureiben, was noch zu Beginn des Sommers undenkbar war.

Initiatorsignal Fliegenspray

Gut investierte Zeit

Vielen, denen ich bei Problemen eine solche Vorgehensweise vorschlage, scheint der Zeitaufwand zu groß. Und ja, zu Beginn kann dieses Vorgehen, zugegebenermaßen, schon länger dauern. Aber der Einsatz lohnt sich, denn man bekommt auf diese Weise echte Freiwilligkeit. 

Dem Pferd ein Mitspracherecht zu geben, ist ein sehr respekt- und liebevoller Weg, die Meinung des Pferdes anzunehmen und MIT ihm zu arbeiten. Es geht nicht darum, dem Pferd komplett seinen Willen zu lassen, sondern Ziel ist, ein Problem GEMEINSAM mit dem Pferd zu lösen. 

Ganz wichtig: Schlägt man diesen Weg ein, darf man nicht zwischendurch, weil es mal schnell gehen soll, doch wieder in  einer Hauruck-Aktion das Pferd gegen seinen Willen einsprühen. Damit verspielt man sich das zuvor erarbeitete Vertrauen! Wenn mal keine Zeit ist, ist es besser, auf das Einsprühen zu verzichten und es sollten unbedingt auch alle Beteiligten an einem Strang ziehen.

10. Oktober 2017 von Tania Konnerth • Kategorie: Gesundheit, Ideen, Umgang, Verhalten 5 Kommentare »

Zweige – eine tolle Sache für Pferde!

Immer wieder ist zu lesen, dass es eine gute Sache ist, Pferden Zweige zum Knabbern anzubieten – als Nahrungsergänzung, zur Beschäftigung und um Abwechslung auf den Paddock zu bringen – und doch wird das leider nur selten gemacht. Warum eigentlich nicht? Klar, es ist ein bisschen Aufwand, aber der lohnt sich allemal!

Für unsere Pferde wurden frische Birkenzweige vom Baumschnitt vor den Osterfeuern besorgt und es war toll zu sehen, wie gerne diese angenommen wurden. 

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Die Zweige liegen einfach im Auslauf und die Pferde beschäftigen sich nach Lust und Laune damit wunderbar und hingebungsvoll selbst.

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Nicht nur leichtfuttrige Pferde können auf diese (kalorienarme) Art und Weise ihr Kau- und Knabberbedürfnis ausleben. 

Und wenn man ihnen die frischen Zweige etwas höher hinhält, dienen sie auch als tolles Spielzeug (und sorgen für prima Fotomotive) 🙂

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Zweige sind also nicht nur für einen Kaspar wie Anthony eine tolle Sache!

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Manch einer ist vielleicht unsicher darüber, welche Zweige gefüttert werden können. Zu den Baumarten, deren Zweige ohne Bedenken angeboten können, gehören

  • Birke,
  • Weide,
  • Haselnuss,
  • Schlehe,
  • Pappel,
  • Linde
  • und ungespritzte Obstbaum-Arten.

Bei Zweifeln empfehlen wir die Rücksprache mit einem Tierarzt und bei Unsicherheiten in Bezug auf die Baumarten, einen Pflanzenkundler zu Rate zu ziehen – dann steht dem Knabberspaß nichts mehr im Wege! 

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1. Mai 2017 von Tania Konnerth • Kategorie: Gesundheit, Haltung, Ideen 11 Kommentare »

Die Sache mit den Fliegenmasken…

Es gibt ja immer wieder neue Produkte auf dem Pferdemarkt und – zumindest ist das mein Eindruck – das meiste davon braucht man wirklich nicht. Ich bin also grundsätzlich etwas skeptisch, wenn es um den Kauf von Sachen geht, ohne die es bisher auch ging – wahrscheinlich weil ich schon eine Menge Geld umsonst investiert habe.

So ging es mir bisher auch mit Fliegenmasken. Fliegen gab es immer und ich dachte, da müssen die Pferde halt durch. Im Juli wurde es nun wieder gewohnt schlimm mit den Plagegeistern und als beide Pferde mir mit tränenden Augen entgegenkamen, entschied ich mich doch zur Anschaffung zweier Fliegenmasken.

Und es folgte eine positive Überraschung: Aramis und Anthony schienen diese Teile wirklich als Erleichterung zu empfinden! Sie ließen sich die Masken vollkommen problemlos anlegen und machten keinerlei Anstalten, sich die Dinger wieder abzuschubbeln (wovon ich eigentlich ausgegangen war).

Und so freute ich mich einige Tage an den Jungs mit den Masken.
(mehr …)

12. August 2010 von Tania Konnerth • Kategorie: Ideen 53 Kommentare »

Buchtipp: „Tellington Training für Pferde“ von Linda Tellington-Jones

Tellington Training für Pferde“ von Linda Tellington- Jones mit Bobbie Liebermann
Stuttgart: Kosmos, 2007.
ISBN: 3-440104-16-8. – 336 S.
ca. 40,- EUR (gebunden, farbig illustriert)

Für mich ist dieses Buch eine wahre Schatzkiste: Denkanstöße und ganz praktische Tipps und Übungen für alle möglichen Problem- und Themenfelder (und dabei geht es nicht nur um die berühmten „Tellington-Touches“!).

Besonders hilfreich ist der Teil, in dem Probleme und Lösungen von

  • A wie „Aggressiv anderen Pferden gegenüber“ oder „Anbinden und losreißen“
  • bis Z wie „Zackeln“ oder „Zunge strecken“
  • sowie diverse Gesundheitsthemen aufgeführt werden.

Ihn kann man wie ein Nachschlagewerk für die Herausforderungen des Pferdealltags nutzen.

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13. März 2010 von Tania Konnerth • Kategorie: Buchtipps, Gesundheit, Ideen, Übungen, Umgang, Verhalten 0 Kommentare »

„Bea Borelles Zirkusschule“ von Bea Borelle

„Bea Borelles Zirkusschule“ von Bea Borelle
Stuttgart: Kosmos, 2004. – 160 S.
ISBN 3-440-09569-X
ca- 25,- EUR (gebunden, farbig illustriert)

Ihnen fehlen die Ideen? Bahnfiguren und Geradeaus führen zu Einöde im Pferdealltag? Adieu Tristesse!

Bea Borelle bringt neuen Elan in Ihren Pferdeumgang.

Mit dabei natürlich Ben, Bea Borelles fröhlicher Ponywallach.

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30. Oktober 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Buchtipps, Ideen, Spiele & Co, Übungen 0 Kommentare »

Leckerlies – ganz natürlich

Der Herbst schenkt uns Pferdeleckerlies der besonderen Art: nämlich Hagebutten! Nicht nur, dass es sie kostenlos an den Sträuchern gibt, sondern sie sind auch noch sehr gesund. Hagebutten haben einen hohen Vitamin-C-Gehalt und die meisten Pferde fressen sie sehr gerne.

Hagebutten sind die Früchte verschiedener Rosenarten und man kann daraus Tees und Marmeladen machen oder sie eben auch als Leckerlies nutzen. Falls Sie sich nicht sicher sind, welches wirklich Hagebutten sind, lassen Sie sich diese von jemandem zeigen, der sich auskennt (nicht dass Sie nachher etwas Giftiges erwischen). Hier sehen Sie die Früchte der Wildrose (Rosa canina):

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Also: einfach mal eine Hand voll pflücken und sie dem Pferd anbieten, meine Großer liebt sie! Von der Menge her, wie bei allem, bitte nicht übertreiben – ich füttere ca. 10 Hagebutten pro Tag.

Und wer mag, kann auch noch eine Portion trocknen und als Wintervorrat nutzen. Nach dem ersten Frost werden sie allerdings matschig.

22. Oktober 2008 von Tania Konnerth • Kategorie: Ideen 6 Kommentare »

Füttern leicht gemacht

Ich habe eine ganze Weile nach einem geeigneten Futterbehälter gesucht, um den Jungs auf dem Paddock Möhren o.ä. zu füttern. Eimer waren entweder zu eng oder zu tief und Schalen wurden schnell umgeworfen.

Im Landhandel fand ich dann so genannte „Saatmollen“ aus Plastik. Eigentlich hängt man sich diese Mollen um den Hals, um daraus das Saatgut auf die Beete zu verteilen, aber sie eignen sich auch ganz hervorragend zum Pferdefüttern! Sie sind von der Form und der Tiefe her wie für Pferdenasen gemacht und können, da sie am Boden abgerundet sind, nicht so leicht umkippen. Leicht zu säubern sind sie auch – geradezu perfekt also.

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11. April 2008 von Tania Konnerth • Kategorie: Ideen 4 Kommentare »

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