Lache viel öfter – Inspiration des Monats

Mit unserer  Rubrik Inspiration des Monats nehmen wir uns jeweils ein Schwerpunktthema vor, für das wir Euch kurz und knapp Denkanstöße und Anregungen geben möchten. Lange Texte gibt es bei uns genug, aber gerade bei Basis-Themen denken wir, ist es wichtig, sie immer wieder mit in den praktischen Pferde-Alltag zu nehmen um für eine längere Zeit im Herzen bewegt zu werden. Und meist sind es Schlüsselsätze oder -erkenntnisse, die man wirklich bei sich behält. 

Unser Tipp: Zieht Euch jeweils unsere Inspiration des Monats auf Euer Handy, damit Ihr die Fragen und Denkanstöße  für eine Weile immer dabei habt – Ihr werdet vielleicht überrascht sein, wie unterschiedlich Eure Antworten und Gedanken dazu in verschiedenen Situationen ausfallen können. 

Thema des Monats:
Lache viel öfter!

Mal Hand auf’s Herz: Wie viel lachst Du, wenn Du etwas mit Deinem Pferd machst? Beim Putzen? Beim Führen? Beim Reiten? Beim Longieren? Im Unterricht? 

Es wäre superschön, wenn Du jetzt antwortest: Sehr viel! Denn schau Dich einmal um: in vielen Pferdeställen wird leider nur wenig gelacht. Statt dessen nehmen wir so vieles ganz furchtbar ernst, hadern mit uns und unserem Pferd bei Fehlern, sind unzufrieden, unwirsch und werden oft sogar wütend. 

Dabei gibt es sehr viele Anlässe zum Lachen: Wir können zum Beispiel bestens über uns selbst lachen: zum Beispiel wenn wir mal wieder hoffnungsloses Longengetüddel veranstalten, zum zwanzigsten Mal in der Reiteinheit auf dem falschen Fuß leichttraben oder immer noch Renvers mit Travers verwechseln. Oder über unser Pferd: vielleicht über die empörten Blicke bei neuen Übungen, über das betonte „Boah, das ist aber viel zu anstrengend!“, über den amüsierten Blick, wenn wir gerade mal selbst wieder mit etwas durcheinander kommen und gar nicht mehr genau wissen, was wir eigentlich wollten oder das regelrechte Grinsen wenn sie selbst einen Scherz machen. Und erst recht über Pferde untereinander: über deren Mimik, deren Spiele und Faxen, deren witzige Einfälle und vieles, vieles mehr. 

Wenn wir mit etwas Abstand auf alles schauen, gibt es tatsächlich unendlich viele witzige Situationen und Momente zu entdecken, über die wir aber deshalb viel zu selten lachen, weil wir sie eben oft gar nicht wahrnehmen, weil wir viel zu sehr nur auf das schauen, was noch nicht klappt und uns darüber ärgern.

Deshalb lautet die Inspiration dieses Monats: Betrachtet Euch immer mal wieder mit ein bisschen Abstand von außen, lernt über Euch selbst zu lachen und entdeckt auch den feinen Humor, den ganz viele Pferde haben. Öfter mal zu lächeln und auch herzlich lachen zu können, verändert ganz viel zum Positiven.

Tipp: In unserem Freudekurs geht es unter anderem auch um dieses Thema!

Lache öfter

7. Januar 2020 von Tania Konnerth • Kategorie: Aus dem Reitunterricht und Coaching, Erkenntnisse, Inspiration des Monats, Reiten, Umgang 4 Kommentare »

Suche nach dem Verbindenden – Inspiration des Monats

Mit unserer  Rubrik Inspiration des Monats nehmen wir uns jeweils ein Schwerpunktthema vor, für das wir Euch kurz und knapp Denkanstöße und Anregungen geben möchten. Lange Texte gibt es bei uns genug, aber gerade bei Basis-Themen denken wir, ist es wichtig, sie immer wieder mit in den praktischen Pferde-Alltag zu nehmen um für eine längere Zeit im Herzen bewegt zu werden. Und meist sind es Schlüsselsätze oder -erkenntnisse, die man wirklich bei sich behält. 

Unser Tipp: Zieht Euch jeweils unsere Inspiration des Monats auf Euer Handy, damit Ihr die Fragen und Denkanstöße  für eine Weile immer dabei habt – Ihr werdet vielleicht überrascht sein, wie unterschiedlich Eure Antworten und Gedanken dazu in verschiedenen Situationen ausfallen können. 

Thema des Monats:
Suche nach dem Verbindendem

Es gibt in der Pferdewelt (nicht nur, aber eben auch da) etwas, das unnötig viel Leid schafft: und zwar das ständige Gegeneinander. Turnier- gegen Freizeitreiter, Western- gegen Klassikreiter, Boxpferdehalter gegen Offenstaller, Ponyreiter gegen Großpferdereiter, konventionell gegen Clickertraining – … die Liste ist endlos und beliebig kombinierbar.

Was uns bei all dem vielleicht nicht bewusst ist: Durch Grabenkriege, die wir im Kleinen wie im Großen miteinander führen, leiden nicht nur wir selbst, sondern auch unsere Pferde. Nicht nur, dass sie die Härte, die wir oft im Stall-Alltag entwickeln, um uns gegen vermeintliche „Feinde“ abzugrenzen oder vor Kritik und Angriffen zu schützen, genau spüren, sondern wir nehmen uns auch die Möglichkeit zum Dazulernen, zum Ausprobieren und zur Weiterentwicklung. In einem Umfeld aus Be- und Abwertungen gehen Freude, Leichtigkeit, Experimentierfreude, Motivation und Lerneifer leider sehr schnell verloren. 

Zunächst sind wir doch alle vor allem eines: Menschen, die Pferde lieben. Dieses Bewusstsein könnte eine sehr starke Basis für ein konstruktives Miteinander sein, wenn…,  ja, wenn wir statt Abgrenzung Offenheit leben würden.  Dann könnten wir neugierig und offen auf andere Denkansätze und Umgehensweisen reagieren und zusammen überlegen, wie sich das Beste aus allen Welten vereinen lässt. Pferde brauchen keine Sparten, Pferde brauchen offene Herzen. 

Frage Dich, wann immer Du andere Pferdemenschen erlebst:

  • Was verbindet mich alles mit diesem Menschen?
  • Was kann und möchte ich von diesem Menschen lernen? 
  • Was habe ich diesem Menschen vielleicht zu geben? 

Suche nach dem Verbindendem

10. Dezember 2019 von Tania Konnerth • Kategorie: Engagement und Pferdeschutz, Erkenntnisse, Inspiration des Monats, Reiten 1 Kommentar »

Erlaube Dir Entwicklung – Inspiration des Monats

Mit unserer  Rubrik Inspiration des Monats nehmen wir uns jeweils ein Schwerpunktthema vor, für das wir Euch kurz und knapp Denkanstöße und Anregungen geben möchten. Lange Texte gibt es bei uns genug, aber gerade bei Basis-Themen denken wir, ist es wichtig, sie immer wieder mit in den praktischen Pferde-Alltag zu nehmen um für eine längere Zeit im Herzen bewegt zu werden. Und meist sind es Schlüsselsätze oder -erkenntnisse, die man wirklich bei sich behält. 

Unser Tipp: Zieht Euch jeweils unsere Inspiration des Monats auf Euer Handy, damit Ihr die Fragen und Denkanstöße  für eine Weile immer dabei habt – Ihr werdet vielleicht überrascht sein, wie unterschiedlich Eure Antworten und Gedanken dazu in verschiedenen Situationen ausfallen können. 

Thema des Monats:
Erlaube Dir Entwicklung

Im Training mit unseren Pferden vergessen wir leider oft, dass das Lernen immer ein Entwicklungsprozess ist und das fortlaufend! Wenn die Dinge mal nicht so laufen, sind wir oft viel zu schnell frustriert, statt einfach Geduld zu haben und zuversichtlich dran zu bleiben.

Wenn wir mit etwas Neuem beginnen, zum Beispiel mit dem Longenkurs, so ist es ganz normal, zu Beginn überfordert zu sein mit der neuen Longen- und Peitschenhaltung, den neuen Hilfen und Übungen und schnell stellt sich das Gefühl ein, dass man das wahrscheinlich nie hinbekommt. Bleibt man dran und gibt sich selbst genug Zeit zum Lernen und Üben, wird es immer besser. In der nächsten Phase zeigt dann vielleicht das Pferd, dass es mit einer Lektion gar nicht klarkommt und man ist wieder frustriert und denkt, dass die Sache vielleicht doch nicht das Richtige ist, obwohl anderes schon ganz wunderbar klappt. Bekommt man das gelöst, geht es ein gutes Stück weiter, aber dann ist es vielleicht der Galopp, der einen verzweifeln lässt… und so weiter und so weiter.

Tatsache ist (und das gilt auch für viele andere Bereiche des Lebens): Es wird immer etwas geben, das wir noch nicht können und das noch nicht klappt. Das geht dem Anfänger genauso wie dem Fortgeschrittenen und das erleben auch echte Profis. Sowohl Pferde als auch wir Menschen sind nun einmal keine Maschinen und funktionieren nie gleich. Aber haben wir nicht genau deshalb Pferde, weil wir das Lebendige so lieben und zusammen mit einem anderen Lebewesen etwas machen wollen? Warum gerät uns genau das dann so oft aus dem Blickfeld und wir hadern mit dem Mangel an Fortschritten oder schieben Frust, weil einfach nichts klappen will?

Wir lieben in dieser Hinsicht das Sprichwort: „Der Weg ist das Ziel.“ Und Wege sind selten gradlinig. Je mehr Ihr den Prozess selbst, also das Lernen und das Üben und die Entwicklung lieben lernt, desto mehr werdet Ihr den Weg genießen können. Übt Euch in Nachsicht und Gelassenheit, sowohl Euch gegenüber als auch Eurem Pferd, Ihr werdet sehen, dann wird alles leichter.

Frust ist zwar menschlich, darf aber nicht zum Dauerzustand werden. Er macht uns ungehalten, ungnädig und verbissen und engt den Fokus extrem ein (nämlich auf das, was nicht klappt). Gelassenheit und Vertrauen in den Prozess hingegen öffnen den Blick für all das viele, was schon toll klappt und auch für neue Möglichkeiten, sich etwas, das noch nicht so gut geht, noch erarbeiten zu können. Es geht viel weniger ums „Ankommen“ (auf einem bestimmten Level oder in einer bestimmten Lektion), sondern auf das gemeinsame Erarbeiten – und die gemeinsame Entwicklung. 

Deshalb gilt für uns:

  • Mach Dir immer bewusst, wie viel Du und Dein Pferd schon gelernt haben. 
  • Vergiss nicht, dass Ihr gemeinsam auf einem Weg seid, es geht viel weniger um Ziele als um das Miteinander. 
  • Sei Dir darüber klar, dass Dein Ehrgeiz allein in Dir entsteht – und genau Du kannst ihn auch wieder loslassen – zugunsten von mehr Leichtigkeit, Freude und Lebendigkeit.  

Erlaube Dir Entwicklung

12. November 2019 von Tania Konnerth • Tags: , , , • Kategorie: Erkenntnisse, Inspiration des Monats, Jungpferdausbildung, Longieren, Reiten 0 Kommentare »

Sei mutig – Inspiration des Monats

Mit unserer Rubrik Inspiration des Monats nehmen wir uns jeweils ein Schwerpunktthema vor, für das wir Euch kurz und knapp Denkanstöße und Anregungen geben möchten. Lange Texte gibt es bei uns genug, aber gerade bei Basis-Themen denken wir, ist es wichtig, sie immer wieder mit in den praktischen Pferde-Alltag zu nehmen um für eine längere Zeit im Herzen bewegt zu werden. Und meist sind es Schlüsselsätze oder -erkenntnisse, die man wirklich bei sich behält. 

Unser Tipp: Zieht Euch jeweils unsere Inspiration des Monats auf Euer Handy, damit Ihr die Fragen und Denkanstöße  für eine Weile immer dabei habt – Ihr werdet vielleicht überrascht sein, wie unterschiedlich Eure Antworten und Gedanken dazu in verschiedenen Situationen ausfallen können. 

Thema des Monats:
Sei mutig!

Mut im Zusammenhang mit Pferden verbinden wir meist mit denen, die auch wilde Durchgänger reiten, keine Angst vor großen Hindernissen oder rasanten Rennen haben. Wir wollen an dieser Stelle nicht diskutieren, ob so etwas wirklich etwas mit Mut zu tun hat, denn viel wichtiger ist uns, andere Facetten dieses komplexen und vielschichtigen Begriffes zu beleuchten. Denn Mut ist für uns nämlich tatsächlich etwas ganz anderes … 

Schauen wir doch mal, in welchen Bereichen es alles eine gute Portion Mut erfordern kann:

  • Es erfordert zum Beispiel Mut, sich immer wieder auch mit unbequemen Fragen und Themen zu befassen.
  • Wir müssen mutig sein, wenn wir uns unseren Ängsten stellen wollen.
  • Mut ist nötig, wenn wir wirklich fühlen wollen – uns und unser Pferd.
  • Mut braucht es, um vor sich selbst und vor anderen zuzugeben, dass man manchmal hilflos ist und nicht weiter weiß.
  • Wir brauchen Mut, um uns selbst zu hinterfragen, um Fehler eingestehen zu können und auch, um uns zu entschuldigen.
  • Es kostet Mut, auch mal etwas loszulassen, wie zum Beispiel Erwartungen, Überzeugungen, Gewohnheiten, Liebgewonnenes usw.
  • Es ist Mut gefragt, wenn wir bereit sein wollen, etwas Neues dazuzulernen und uns mit anderen Perspektiven zu befassen.
  • Mutig müssen wir auch sein, wenn wir auf unser Pferd hören wollen und ruhig mal seinen Vorschlägen zu folgen, als immer nur den eigenen Willen durchzusetzen.
  • Mut brauchen wir auf jeden Fall, um nicht immer nur zu tun, was alle tun, sondern unseren eigenen Weg zu finden. 
  • Und sehr viel Mut ist auch gefragt, wenn wir gegen Pferdeunrecht und Misshandlungen vorgehen wollen oder Missstände benennen möchten. 

Diese Liste ist natürlich nicht vollständig, sondern sie ist als Einladung für Euch gedacht, immer wieder aufmerksam nachzuspüren, wofür Ihr als Pferdemensch alles Mut braucht.

Also: Wofür brauchst Du heute Mut?

Und als kleiner Lesetipp zum Thema: unser Anti-Angst-Kurs, für den es auch ein bisschen Mut braucht 😉

Inspiration des Monats von Wege zum Pferd

1. Oktober 2019 von Tania Konnerth • Tags: , , , • Kategorie: Erkenntnisse, Inspiration des Monats 2 Kommentare »

Sei klar – Inspiration des Monats

Mit unserer  Rubrik Inspiration des Monats nehmen wir uns jeweils ein Schwerpunktthema vor, für das wir Euch kurz und knapp Denkanstöße und Anregungen geben möchten. Lange Texte gibt es bei uns genug, aber gerade bei Basis-Themen denken wir, ist es wichtig, sie immer wieder mit in den praktischen Pferde-Alltag zu nehmen um für eine längere Zeit im Herzen bewegt zu werden. Und meist sind es Schlüsselsätze oder -erkenntnisse, die man wirklich bei sich behält. 

Unser Tipp: Zieht Euch jeweils unsere Inspiration des Monats auf Euer Handy, damit Ihr die Fragen und Denkanstöße  für eine Weile immer dabei habt – Ihr werdet vielleicht überrascht sein, wie unterschiedlich Eure Antworten und Gedanken dazu in verschiedenen Situationen ausfallen können. 

Thema des Monats:
Sei klar!

Klarheit ist ein unerlässlich Element in der Kommunikation mit einem Pferd, wird aber gerade im Umgang mit Pferden leider oft gründlich missverstanden. Häufig wird „Klarheit“ nämlich mit „sich durchsetzen“ gleichgesetzt, was zu einer ganzen Kette von unschönen Entwicklungen im Miteinander von Mensch und Pferd führt, weil der Mensch glaubt, grob werden zu dürfen oder gar zu müssen. Schauen wir an den Anfang der Kette, so finden wir ganz oft Unsicherheit und Unwissenheit auf Seiten des Menschen, auch, aber gar nicht mal nur dem Pferd gegenüber, sondern Unsicherheit und Unwissenheit vor allem über das Ziel, also z.B. die gewünschte Lektion oder Übung. Unsicherheit und Unwissenheit führen zu Hilflosigkeit und die mündet dann oft in Grobheiten oder Gewalt.

Klarheit bedeutet, eine klare Vorstellung von dem zu haben, was man erreichen möchte, aber genau da liegt oft das Problem. Wir Menschen müssen selbst wissen, was genau eine bestimmte Lektion oder Übung wirklich beinhaltet, wir müssen sie also erst einmal selbst verstanden haben und auch wissen, wie es im besten Fall aussehen soll oder sich anfühlt (z.B. beim Reiten). Mit einem solchen (hoffentlich richtigen) Zielbild in unserer Vorstellung sind wir ganz automatisch klarer in unserer Ausstrahlung und viel gelassener in unserem Verhalten.

Beispiel: Wer ein Schulterherein führen oder reiten möchte, muss also zunächst selbst wissen, wie ein Schulterherein aussieht, was der Sinn dieser Lektion ist und worauf es dabei ankommt (und nicht nur so eine ungefähre Idee davon haben). Wie sonst sollen wir dem Pferd vermitteln können, was zu tun ist? Von sich aus wird ein Pferd kein Schulterherein gehen und es weiß auch nicht, dass es das tun soll, nur weil eine Hilfe gegeben wird (selbst wenn sie korrekt ist). Es muss die Sache erst lernen. Dafür muss es erklärt bekommen, was zu tun ist und es muss angstfrei ausprobieren können, was richtig ist und was nicht. Dem Pferd das so zu vermitteln, dass es verstehen kann, darin besteht die  konstruktive und förderliche Klarheit, die für eine gute Kommunikation sorgt.

Prüfen wir uns also immer selbst: 

  • Weiß ich in diesem Moment wirklich, was genau ich von dem Pferd will? 
  • Sind mir Sinn und Ausführung einer Lektion oder Übung klar, weiß ich also, warum ich will, dass das Pferd das macht? 
  • Habe ich eine Vorstellung von der korrekten (idealen) Ausführung der Übung oder Lektion im Kopf (und nicht nur das, was ich z.B. bei meiner Freundin oder anderen im Stall gesehen habe)? 
  • Bin ich selbst fähig, dem Pferd das, was ich möchte, zu vermitteln, also z.B. reiterlich im Sattel oder am Boden durch eine sinnvolle Kommunikation und hilfreiche Zwischenschritte?
  • Und wenn nicht: Wo und wie kann ich das lernen?

Sei klar – Wege zum Pferd

3. September 2019 von Tania Konnerth • Kategorie: Aus dem Reitunterricht und Coaching, Erkenntnisse, Inspiration des Monats, Jungpferdausbildung, Reiten 0 Kommentare »

Freu Dich – Inspiration des Monats

Mit unserer  Rubrik Inspiration des Monats nehmen wir uns jeweils ein Schwerpunktthema vor, für das wir Euch kurz und knapp Denkanstöße und Anregungen geben möchten. Lange Texte gibt es bei uns genug, aber gerade bei Basis-Themen denken wir, ist es wichtig, sie immer wieder mit in den praktischen Pferde-Alltag zu nehmen um für eine längere Zeit im Herzen bewegt zu werden. Und meist sind es Schlüsselsätze oder -erkenntnisse, die man wirklich bei sich behält. 

Unser Tipp: Zieht Euch jeweils unsere Inspiration des Monats auf Euer Handy, damit Ihr die Fragen und Denkanstöße  für eine Weile immer dabei habt – Ihr werdet vielleicht überrascht sein, wie unterschiedlich Eure Antworten und Gedanken dazu in verschiedenen Situationen ausfallen können. 

Thema des Monats:
Nur nicht die Freude verlieren!

Die meisten von uns sind zu den Pferden gekommen, weil es uns Freude macht, mit ihnen Zeit zu verbringen. Wir lieben es, sie anzuschauen, ihre Nähe zu spüren und etwas mit ihnen zu machen. Doch die Freude bleibt leider oft auf der Strecke, wenn Ansprüche, Ziele, Vorgaben, Probleme u.ä. unser Miteinander mit dem Pferd bestimmen – und das auf beiden Seiten. 

Ohne Freude aber wird aus unserem Hobby leider schnell eine Belastung. Deshalb ist es so wichtig, immer wieder ganz bewusst zu schauen, wie wir das Zusammensein mit unseren Pferden freudvoll für Mensch und Tier gestalten können und zwar unabhängig von dem, was andere sagen oder tun oder für richtig halten und immer angepasst darauf, wo wir beide gerade stehen:

  • Was tut uns beiden jetzt gut – meinem Pferd und mir? 
  • Was machen wir richtig gern?
  • Wann geht mir das Herz auf, wenn ich mit meinem Pferd zusammen bin? 
  • Wobei beginnen die Augen meines Pferdes zu leuchten? 
  • Was motiviert uns jetzt gerade? 
  • Wobei fühlen wir uns beide richtig wohl? 

Extra-Tipp: Mehr Anregungen zum Thema „Freude“ gibt’s auch in unserem Freudekurs

Inspiration des Monats von Wege zum Pferd

6. August 2019 von Tania Konnerth • Kategorie: Erkenntnisse, Inspiration des Monats 0 Kommentare »

Sei wachsam – Inspiration des Monats

Mit unserer  Rubrik Inspiration des Monats nehmen wir uns jeweils ein Schwerpunktthema vor, für das wir Euch kurz und knapp Denkanstöße und Anregungen geben möchten. Lange Texte gibt es bei uns genug, aber gerade bei Basis-Themen denken wir, ist es wichtig, sie immer wieder mit in den praktischen Pferde-Alltag zu nehmen um für eine längere Zeit im Herzen bewegt zu werden. Und meist sind es Schlüsselsätze oder -erkenntnisse, die man wirklich bei sich behält. 

Unser Tipp: Zieht Euch jeweils unsere Inspiration des Monats auf Euer Handy, damit Ihr die Fragen und Denkanstöße  für eine Weile immer dabei habt – Ihr werdet vielleicht überrascht sein, wie unterschiedlich Eure Antworten und Gedanken dazu in verschiedenen Situationen ausfallen können. 

Thema des Monats:
Nichts einfach übernehmen, sondern wachsam bleiben

Immer wieder bereit zu sein, dazulernen und sich von anderen helfen zu lassen, sind wichtige Fähigkeiten nicht nur im Umgang mit Pferden. Doch ist die Fülle der Methoden und Angebote und derer, die verkünden, sie wüssten genau, was zu tun ist, schier unüberschaubar geworden. 

Aus unserer Sicht ist es wichtig, nicht einfach allem und jedem nachzulaufen und beliebig alles auszuprobieren, was auf den ersten Blick vielleicht gut klingt, denn das sorgt nur für Unsicherheit und Verwirrung. Es geht viel mehr darum, den eigenen, ganz persönlichen Weg zum und mit dem Pferd zu finden und Menschen und Anregungen, die Euch genau dabei unterstützen können.

Fragt Euch also:

  • Passt das wirklich zu uns? 
  • Holt es uns da ab, wo wir stehen? 
  • Entspricht das der Art, wie ich mit meinem Pferd umgehen möchte? 
  • Was sagt mein Pferd dazu?

Inspiration des Monats von Wege zum Pferd

9. Juli 2019 von Tania Konnerth • Kategorie: Erkenntnisse, Inspiration des Monats 1 Kommentar »

Was ist ein Problempferd?

So ziemlich jeder, der mit Pferden zu tun hat, kennt auch so genannte „Problempferde“. Problempferde sind zum Beispiel solche, die ihre Reiter abwerfen, die buckeln und steigen oder die davonstürmen und durchgehen. Problempferde sind aber auch die, die beißen oder treten. Und die, die faul sind und nicht vorwärtsgehen wollen. Und die, die Hilfen ignorieren und nicht tun, was sie sollen. Und die, die am Sprung verweigern oder einfach nicht angaloppieren, wenn der Mensch es will … 

Kurz und gut, Pferde gelten dann als Problempferde, wenn der Mensch sie nicht so nutzen kann, wie er es sich vorstellt – oder anders gesagt: Das Pferd macht dem Menschen Probleme und wird damit zum Problem.

Vielleicht aber ist es genau anders herum?

Nun möchte ich zu einem Gedankenexperiment einladen und die Sache einfach einmal umdrehen. Dazu können wir einmal die folgende Frage stellen:  

Ist ein Problempferd vielleicht ein Pferd,
das ein Problem mit uns Menschen hat? 

Wenn wir uns einmal klarmachen, dass Pferde natürlicherweise so gut wie nichts von dem tun, was wir Menschen von ihnen wollen, dann liegt der Gedanke nicht mehr so fern, dass genau unsere Forderungen und Erwartungen das Tier vor große Herausforderungen stellen. Wird es verständnisvoll behandelt, bekommt es Zeit zum Lernen und werden ihm seine Aufgaben auf eine pferdegerechte und angenehme Weise vermittelt, so wird es die vielen Herausforderungen meistern können, die wir ihm stellen und es wird Freude am Miteinander mit Menschen entwickeln können (viele Anregungen dazu gibt es auch hier). 

In sehr vielen Fällen aber gehen Menschen leider nicht mit den nötigen Kenntnissen über das Wesen von Pferden an die Ausbildung und das Training heran und oft bringen sie auch nur wenig Geduld, Einfühlungsvermögen oder Verständnis mit. Da sollen die Dinge möglichst schnell klappen und wenn ein Pferd nicht spurt, na, dann setzt man sich halt durch und bringt es zu dem, was man will. Die Folgen sind in weiten Bereichen überforderte und verängstigte oder auch frustrierte und abgestumpfte Pferde, die nicht lernen, aktiv und mit Spaß an Herausforderungen heranzugehen, sondern die vor allem Strafen vermeiden wollen und deshalb irgendwie funktionieren. 

Zu Problempferden werden dann solche Pferde, die nicht in diesem Sinne „funktionieren“:

  • Pferde, die vielleicht einfach nicht verstehen, was man von ihnen will.
  • Pferde, die überreizt sind angesichts all der Dinge, die Menschen von ihnen wollen.
  • Pferde, die Angst haben und nicht vertrauen.
  • Pferde mit einem starken Willen, die sich lieber auf sich selbst verlassen. 
  • Pferde, die Menschen respektlos finden und sich wehren, wenn sie unfair behandelt werden. 
  • Pferde, die aus gesundheitlichen oder psychischen Gründen nicht funktionieren können. 
  • Pferde, für die der Mensch kein Freudenanlass ist, sondern Störfaktor oder Schlimmeres.

Sind das wirklich Problempferde, nur weil sie nicht erfüllen können, was wir uns in den Kopf gesetzt haben? Wenn wir ehrlich bereit sind, über diese Frage nachzudenken, ist schon viel gewonnen für die Pferdewelt.

Problempferd

25. Juni 2019 von Tania Konnerth • Kategorie: Aus der Bereiterpraxis, Engagement und Pferdeschutz, Erkenntnisse, Jungpferdausbildung, Umgang, Verhalten 3 Kommentare »

Sei offen – Inspiration des Monats

Mit unserer neuen Rubrik Inspiration des Monats nehmen wir uns jeweils ein Schwerpunktthema vor, für das wir Euch kurz und knapp Denkanstöße und Anregungen geben möchten. Lange Texte gibt es bei uns genug, aber gerade bei Basis-Themen denken wir, ist es wichtig, sie immer wieder mit in den praktischen Pferde-Alltag zu nehmen um für eine längere Zeit im Herzen bewegt zu werden. Und meist sind es Schlüsselsätze oder -erkenntnisse, die man wirklich bei sich behält. Deshalb starten wir mit diesem neuen Format und hoffen, Ihr findet es hilfreich.

Unser Tipp: Zieht Euch jeweils unsere Inspiration des Monats auf Euer Handy, damit Ihr die Fragen und Denkanstöße  für eine Weile immer dabei habt – Ihr werdet vielleicht überrascht sein, wie unterschiedlich Eure Antworten und Gedanken dazu in verschiedenen Situationen ausfallen können. 

Thema des Monats:
Offenheit – für das, was unser Pferd braucht

Mit der Offenheit ist das so eine Sache – klingt eigentlich ganz einfach, ist aber tatsächlich ganz schön schwer. Denn oft sind es unterbewusste (und auch unbewusste) Überzeugungen, die uns viel weniger offen sein lassen, als wir denken oder möchten. Solche Überzeugungen können aus Gelerntem oder Übernommenen oder auch aus gemachten Erfahrungen entstehen. 

Sich selbst einmal immer wieder darauf zu prüfen, wie offen man eigentlich wirklich ist, kann einiges in uns in Gang setzen. Manches kann sich dann als Irrtum herausstellen oder als unguter Ansatz. Nur durch Offenheit können wir dazu lernen und uns weiterentwickeln. 

Inspiration des Monats von Wege zum Pferd

11. Juni 2019 von Tania Konnerth • Kategorie: Erkenntnisse, Inspiration des Monats 0 Kommentare »

Pferde sind vielschichtige Wesen

Ich stelle immer wieder fest, wie viele Menschen annehmen, dass Pferde eher einfach gestrickt sind, ja, gar nicht wenige halten Pferde sogar für dumme Tiere. Das macht mich traurig, denn ich habe ganz andere Erfahrungen mit diesen wundervollen Tieren gemacht. 

Labels greifen zu kurz

Man mag die Vielschichtigkeit der oft stark ausgeprägten Persönlichkeiten von Pferden nicht immer auf den ersten Blick erkennen. Wenn man ein Pferd zum Beispiel nur aus dem Stall holt, um eine Reitstunde zu absolvieren und es dann wieder zurückstellt, kann man durchaus einen eher eindimensionalen Eindruck von dem Pferd bekommen. Da ist dann vielleicht „der Brave“, der immer macht, was man von ihm will oder „die Zicke“, die schon beim Putzen ausschlägt und keine anderen Pferde mag oder „der Faule“, den man im Unterricht kaum vorwärts bekommt oder „die Dominante“, bei der man aufpassen muss, sich nichts gefallen zu lassen.

Keines solcher Etiketten wird einem Pferd gerecht – und doch sind die wenigsten davon frei, Pferden ein Label aufzudrücken.

Tipp: Überprüft Euch da doch gleich einmal selbst: Habt Ihr auch Schubladen, in denen Ihr Pferde steckt? 

Wir sehen Pferde oft durch die Augen anderer

Wenn wir mit Pferden zu tun haben, dann schauen wir sie oft beeinflusst durch verschiedene Faktoren an, derer wir uns nicht immer bewusst sind.

Zum Beispiel beeinflusst uns das,

  • was andere uns über Pferde allgemein oder auch über ein bestimmtes Pferd erzählt haben,
  • was wir über Pferde gelesen haben, 
  • was wir in Workshops vermittelt bekommen haben. 
  • unsere eigenen Erfahrungen, die wir mit Pferden in der Vergangenheit gemacht haben,
  • das, was wir in einem Pferd sehen wollen,
  • der aktuelle Fokus, den wir gerade haben,
  • unsere Wünsche und Erwartungen,
  • unsere blinden Flecken, die uns nicht alles wahrnehmen lassen, obwohl es da ist,
  • unsere Ängste
  • und vieles mehr.

Die Filter, mit denen wir auf ein Pferd schauen, sorgen dafür, dass wir Pferde oft ziemlich schablonenhaft sehen: der faule Haflinger, der durchgeknallte Araber, der ehrgeizige Hannoveraner und so weiter. So sind wir leider nicht immer offen dafür, die Eigenheiten und Besonderheiten an jedem einzelnen Pferd zu erkennen und zu würdigen. Wir sind es gewohnt, nur auf bestimmte Sachen zu achten oder interpretieren ein Verhalten immer auf eine bestimmte Art. Manchmal wollen wir etwas auch gar nicht wahrnehmen und denken uns die Welt, wie sie uns gefällt, weil wir nicht von unseren eigenen Vorstellungen und Wünschen ablassen wollen.

Vereinfachung hat negative Folgen

Die Tendenz, Pferde schablonenhaft zu sehen, hat negative Folgen. Ein sehr anschauliches Beispiel ist die inzwischen länge überholte, aber leider immer noch weiter propagierte Dominanztheorie. Danach werden verschiedenste, ganz unterschiedlich motivierte Verhaltensweisen als so genanntes „dominantes“ Verhalten gedeutet und so gut wie immer mit Härte beantwortet. Es wird nicht erkannt, dass ein Pferd vielleicht aus ganz anderen Gründen schlägt, zum Beispiel weil es kitzlig ist oder überfordert oder Schmerzen hat oder dass ein Pferd nicht aufdringlich ist, weil es ein Bully ist, sondern weil es unsicher ist.

Verallgemeinerungen und Pauschalannahmen geben uns das Gefühl, die Welt besser ordnen zu können. Indem wir Pferde in bestimmte Schubladen stecken, glauben wir zu wissen, wie wir mit ihnen umgehen müssen, was uns ein (in der Regel irrtümliches) Gefühl von Kontrolle gibt. Wir sind dann oft nicht nur in unserem Umgang mit dem Pferd auf dem Holzweg, wir versäumen auch, das Pferd mit seiner ganz eigenen Persönlichkeit kennen zu lernen. Und das ist schade! Pferde haben so viel zu schenken und wir können endlos viel von ihnen lernen, wenn wir bereit sind, sie in ihrem tatsächlichen Wesen zu erkennen. Für mich sind es zunehmend die Vielschichtigkeit und Tiefe von Pferdepersönlichkeiten, die mich begeistern und verzaubern. 

Und so möchte ich laut in die Pferdewelt rufen: Habt mehr Mut, ein Pferd wirklich kennen zu lernen! Gesteht ihnen eine eigene Persönlichkeit zu und lasst Euch davon überraschen, wie vielschichtig sie sind.

Pferde sind vielschichtig

14. Mai 2019 von Tania Konnerth • Kategorie: Engagement und Pferdeschutz, Erkenntnisse, Verhalten 3 Kommentare »

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