Ein ganz besonderes Buch

10 Wege zu meinem PferdIn diesen Tagen ist mein Buch „10 Wege zu meinem Pferd“ erschienen. Ich habe zwar schon einige Bücher geschrieben, aber dieses ist ein ganz besonderes und deshalb möchte ich hier noch ein bisschen etwas über die Entstehung mit Euch teilen.

„10 Wege zu meinem Pferd“ ist in einer für mich sehr schweren Zeit entstanden, in einer Zeit des Loslassens und des Umbruches. Vielleicht war es mir gerade deshalb möglich, es genau so zu verfassen, wie es geworden ist. 

Ich habe mich beim Schreiben eines immer wieder gefragt: „Wenn das mein letztes Pferdebuch wäre, was würde ich der Pferdewelt unbedingt sagen wollen?“ – und diese Frage hatte es in sich. Sie zwang mich, konsequent auf den Punkt zu kommen. Herausgekommen ist auf diese Weise ein, wie ich hoffe, ebenso persönliches wie engagiertes und trotzdem bodenständig-praktisches Buch für Menschen, die Pferde nicht nur als Sportgerät ansehen, das zu funktionieren hat, sondern als Mitgeschöpf mit einer eigenen Persönlichkeit. 

10 Wege zu meinem PferdIn diesem Buch steckt sehr viel von mir und noch mehr von meinen Pferden. Das Fundament bildet mein Aramis, der im letzten Jahr starb, noch bevor ich mit dem Buch begonnen hatte. Achtzehn gemeinsame Jahre durfte ich mit ihm erleben und vieles in meinem Denken, Fühlen und Tun im Zusammenhang mit Pferden ist geprägt durch das, was er mir schenkte und was ich mit ihm erleben durfte. Er lebt als Mentor und guter Geist ein Stück weit auch durch dieses Buch weiter.

Noch mehr aber hat mein Anthony dieses Buch geprägt und mitgestaltet. Ohne dieses Pferd hätte es dieses Buch nicht gegeben. Anthony hat wie kein anderes Pferd dafür gesorgt, dass ich mich in meinem Tun und Denken immer und immer wieder hinterfragt habe. Manchmal schon fast gnadenlos hat er mir meine hässlichen Flecken aufgezeigt und mich an und auch über meine Grenzen gebracht. Und obwohl ich leider vieles falsch gemacht habe und oft an meinen eigenen Ansprüchen gescheitert bin, hat er nie ganz dicht gemacht, sondern immer einen Spalt offen gelassen. Unser Weg war kurvenreich, hatte Höhen und viele Tiefen, er führte durch schwieriges Terrain und forderte uns beide immer wieder neu und in jeder Hinsicht. Heute bin von Herzen dankbar für dieses Pferd und ich bin dankbar für unseren gemeinsamen Weg, genauso wie er war und ist. 

10 Wege zu meinem Pferd

Ich habe mit „10 Wege zu meinem Pferd“ ein Buch geschrieben, in dem ich ganz vieles von dem sage, was mir wichtig ist, wenn es um das Zusammensein mit Pferden geht. Ich habe in diesem Buch die Essenz meiner Erfahrungen aus fast 40 sehr bewegten Jahren mit Pferden verdichtet. Ich wünsche diesem Buch vor allem deshalb viele Leser/innen, weil ich davon überzeugt bin, dass das, was ich vor allem durch Anthony gelernt habe, vielen Pferden helfen kann, besser verstanden zu werden und vielen Menschen zu einem schöneren Miteinander mit Pferden verhelfen kann. Ein kleines bisschen träume ich davon, was auch Babette in ihrem Nachwort in meinem Buch formulierte: dass es vielleicht die Pferdewelt ein Stückchen besser machen kann und wenn auch nur ein klitzekleines.

Mit jedem Kapitel in diesem Buch möchte ich Euch ermutigen, Euren ganz eigenen Weg mit Euren Pferden zu finden. Lasst Euch dafür immer auch wieder von ihnen ein Stück weit führen, hört ihnen zu und fühlt Euch in sie hinein. Wir können so viel von ihnen lernen, wenn wir uns öffnen und nicht nur unsere eigenen Vorstellungen und Erwartungen erfüllt sehen wollen. Ja, vielleicht ist das nicht nur die große Kunst, sondern auch der Punkt, an dem Magie entsteht: wenn wir begreifen, dass es viel weniger darum geht, Pferden etwas beizubringen, als viel mehr darum, von ihnen zu lernen.  

Und nun freue ich mich von Herzen, Euch dieses Buch vorstellen zu können – mit einem Klick hier findet Ihr eine ausführliche Beschreibung des Buches mit Beispielseiten. Ihr bekommt es in jeder Buchhandlung oder Ihr bestellt es hier direkt bei Kosmos oder  bei buecher.de

10 Wege zu meinem Pferd

Foto von Horst Streitferdt für Kosmos

12. Juni 2018 von Tania Konnerth • Kategorie: Buchtipps, Sonstiges 4 Kommentare »

Buchtipp: Was denkt mein Pferd? von Ilja van de Kasteele

„Was denkt mein Pferd? Pferdeverhalten auf einen Blick“ von Ilja van de Kasteele
Stuttgart: Kosmos, 2017. – 96 S.
ISBN: 9783440143858
ca. 10,– EUR (broschiert, durchgehend farbige Fotos)

Dieser toll aufgemachte und reich illustrierte Ratgeber ist eine echte Wundertüte, denn es steckt so viel mehr darin, als man auf den ersten Blick vermuten sollte! Das Cover hatte mich annehmen lassen, dass in dem Buch vor allem die Mimik von Pferden gedeutet wird, aber tatsächlich geht es um sehr, sehr viel mehr.

Pferdetrainer Ilja van de Kasteele behandelt in „Was denkt mein Pferd“ eine enorme Fülle an Themen und zeigt konsequent auf, wie wir die Sachen aus der Sicht des Pferdes betrachten können. 

Da geht es darum,

  • was Pferde brauchen,
  • wie wir uns Pferden annähern sollte,
  • wie gute Führung aussieht,
  • wie Mensch und Pferd ein Team werden können und
  • wie sich Missverständnisse vermeiden lassen.

Für jedes einzelne Thema, wie z.B. „Nehmen Sie sich Zeit“, „Privatsphäre respektieren“, „Führen ohne Druck“, „Kommunikation lernen“, „Gewohnheiten durchbrechen“ und viele andere mehr gibt es eine Doppelseite mit einer exzellenten Zusammenfassung der wichtigsten Punkte und anschaulichen Fotos. Durchgehend finden sich hilfreiche Informationen, wichtige Denkanstöße und praktische Hinweise für ein gelungenes Miteinander. Wer dieses recht schmale Band liest, erfährt sehr viel mehr über Pferde als aus manch dickem Wälzer.

Eine schöne, kleine Besonderes ist, dass die Pferde auf den Fotos mit Namen genannt werden. Das macht das Buch nicht nur sehr persönlich, sondern zeigt auch den tiefen Respekt den Pferden gegenüber, der „Was denkt mein Pferd“ zugrunde liegt.

Fazit: Im allerbesten Sinne eine Art Gebrauchsanweisung und Sprachführer zugleich– eine dicke Leseempfehlung von mir!

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Oder direkt beim Kosmos-Verlag. 

28. November 2017 von Tania Konnerth • Kategorie: Buchtipps, Umgang, Verhalten 0 Kommentare »

DVD-Tipp: Trageschwäche von Karin Kattwinkel

Bei der DVD „Trageschwäche – Eine neue Modekrankheit der Reitpferde?“ handelt es sich um einen Live-Mitschnitt eines Fachvortrages von Karin Kattwinkel. Karin Kattwinkel ist Fachbuchautorin, Pferdefachtherapeutin und Pferdegesundheitstrainerin, Hufpflegerin der Deutschen Gesellschaft zur Huf- und Klauenpflege (GdHK) und betreibt seit vielen Jahren ein Lehrinstitut für ganzheitliche Pferdegesundheit.

Damit wir ein Pferd reiten können ohne ihm Schmerzen zu bereiten und psychischen und/oder körperlichen Schaden zuzufügen, muss ein Pferd „tragefähig“ sein. Das bedeutet, dass das Pferd nicht nur von der  Psyche und Reife, sondern vor allem auch von seinem Gebäude und seiner Muskulatur her überhaupt dazu fähig sein muss, das zusätzliche Gewicht auf dem Rücken tragen zu können. Karin Kattwinkel zeigt in ihrem Vortrag, dass viele Pferde durch gewisse Zuchtziele, eine nicht artgerechte Haltung oder durch falsches Training körperlich oft nicht einmal in der Lage sind, auch nur ihr eigenes Körpergewicht zu tragen, ohne gesundheitlichen Schaden zu nehmen, geschweige denn ein zusätzliches Reitergewicht. Und tatsächlich sehe auch ich in meinen Praxiskursen zum Longenkurs leider viele Pferde, die deutliche körperliche Anzeichen der sogenannten Trageerschöpfung zeigen – Karin Kattwinkel nennt diesen Zustand „Trageschwäche“.

Karin Kattwinkel erklärt in ihrem Vortrag anschaulich mit vielen Bildern, woran man erkennt, dass sich ein Pferd „nicht tragen“ kann, zeigt mögliche Ursachen und erklärt auch für Laien verständlich Zusammenhänge, wie beispielsweise ein verspannter Rücken zu Erkrankungen der Fesselträger führen kann oder warum ein Pferd mit zu flachen Hufen und einer zu langen Zehe nicht korrekt laufen kann.

Auch wenn es von der Technik und Aufmachung her einige Abzüge gibt (Vortragende im Dunkeln, Leinwand leicht verzerrt, was die Beurteilung der Fotos erschwert, Laserpointer kaum zu sehen), halte ich den Inhalt für so wichtig, dass die DVD jedem Pferdeausbilder und auch Pferdekäufern zusammen mit dem neuem Pferd übergeben werden sollte – dann würden sicher sehr viele mehr auf eine bessere Ausbildung ihrer Pferde achten und sie weniger auf Kosten ihrer Gesundheit reiten… 

Die DVD kostet 12,50 EUR und ist hier zu beziehen. Ergänzend gibt es dort auch noch ein Skript „Trageschwäche“ zu erwerben.

25. Juli 2017 von Babette Teschen • Kategorie: Anatomie und Körper, Buchtipps, Gesundheit 0 Kommentare »

Buchtipp: Jeder Gedanke ist eine Kraft von Nicole Künzel

„Jeder Gedanke ist eine Kraft“ von Nicole Künzel
Stuttgart: Kosmos, 2015. – 208 S.
ISBN:9783440146101
ca. 25,– EUR (gebunden, durchgehend farbige Fotos)

Das Wichtigste gleich vorweg: dieses Buch erfordert die Bereitschaft zum Lesen. Natürlich kann man auch die schönen Bilder und Illustrationen anschauen, aber wirklich profitieren von dem Buch wird nur, wer es tatsächlich liest – und das ist ausgesprochen positiv gemeint!

Nicole Künzel hat nämlich ein anspruchsvolles und tiefgehendes Buch darüber verfasst, wie unsere Gedanken praktischen Einfluss auf alles haben, was wir mit Pferden tun (… und auch darüber hinaus). Es geht darum, sich darüber bewusst zu werden, mit welchen inneren Bildern, Einstellungen und Überzeugungen wir zu unserem Pferd gehen und mit ihm arbeiten und wie sich das auf das Miteinander auswirkt. Dieser Schritt ist wichtig, um dann zu erkennen, wie man die eigenen Gedanken positiv verändern kann, um damit auch die Beziehung und das Miteinander mit dem Pferd positiv zu verändern. 

Wem das ein bisschen zu abgehoben klingt, der sei beruhigt, denn die Autorin bleibt auf praktischen Boden. Ihre Erkenntnisse fußen in der Hinforschung und werden immer wieder durch Texte der Verhaltensbiologin Marlitt Wendt gestützt. Es geht darum, wie Mensch und Tier z.B. Stress erleben oder wie sie lernen, es geht darum, wie wir Beziehung leben können und auch ganz konkret um die Arbeit mit inneren Bildern beim Reiten. Vielfältige Gedanken verschiedener namhafter Pferdemenschen ergänzen und bereichern die Ausführungen. 

Fazit: Ein höchst interessantes Buch, das ich mit viel Gewinn gelesen habe und jedem empfehlen kann, der ahnt oder schon weiß, dass zwischen Mensch und Pferd viel mehr geschieht, als nur Hilfengebung. Dieses Buch könnte noch ein bisschen mehr als nur Ihr Verhältnis zu Ihrem Pferd verändern… 

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Oder direkt beim Kosmos-Verlag. 

24. Januar 2017 von Tania Konnerth • Kategorie: Buchtipps, Reiten, Umgang, Verhalten 3 Kommentare »

Buch-Tipp: „Gut gemacht!“ von Marlitt Wendt

„Gut gemacht!“ von Marlitt Wendt
Burgwedel: evipo, 2014. – 72 S.
ISBN:9783945417010
ca. 11,– EUR (broschiert, durchgehend farbige Fotos)

„Gut gemacht!“ ist in derselben Reihe erschienen wie auch das schon von uns besprochene Buch „Stress lass nach“ und bietet genau wie dieses geballtes Pferdewissen in einem handlichen Format.  

Wie eigentlich immer bei Marlitt Wendt geht es auch in diesem Buch um Motivation, hier allerdings wird sie zum Schwerpunktthema. Es geht um die Frage, wie man Pferde begeistern kann, denn das sollte doch das Ziel sein: dass wir Freude beim Pferd erreichen und zwar unabhängig davon, was wir konkret mit unseren Pferden vorhaben. Damit eignet sich das Buch für alle Reitsportarten, denn ob es nun um Dressurlektionen, ums Springen, um die Arbeit an der Hand, um Geländeritte oder was auch immer geht – freudige Mitarbeit ist für alle schöner!

Marlitt Wendt geht mit gewohnt konsequentem Praxisbezug auf verschiedene Motivationstypen und -faktoren ein und auch darauf, was Motivation erschwert oder gar unmöglich macht. Immer wieder wird die Rolle des Menschen beleuchtet, also unsere Einstellung und unsere Ausstrahlung und worauf wir alles bei uns selbst achten müssen, damit wir auf eine gute Weise mit unseren Pferden arbeiten können.

Wichtig zu wissen ist, dass genau wie Menschen auch bei Pferden das, was sie motiviert individuell sehr unterschiedlich sein kann. Es ist deshalb unsere Aufgabe herauszufinden, was unser Pferd begeistert und wie wir es am effektivsten Loben können und dafür gibt es viele Anregungen in dem Büchlein. 

Das Clickern, das ja eines von Marlitt Wendts Steckenpferden ist, spielt hier übrigens nur eine kleine Rolle, so dass das Buch auch für alle, die (noch) nicht clickern möchten, geeignet ist. 

Erwähnenswert ist auch die vorbildliche Fotoauswahl – hier sieht man keine zugeschnürten Mäuler, Hilfszügel oder abgestumpfte Blicke, sondern durchweg Menschen und Pferde in fröhlicher und konzentrierter Zusammenarbeit. 

Fazit: Ein wichtiges, leicht zu lesendes und sehr anregendes Buch für alle, die sich eine harmonische und freudvolle Beziehung zu ihrem Pferd wünschen. 

gutgemacht

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13. September 2016 von Tania Konnerth • Kategorie: Buchtipps, Clickertraining, Umgang, Verhalten 3 Kommentare »

Buch-Tipp: „Ehrlich motiviert“ von Sylvia Czarnecki

„Ehrlich motiviert“ von Sylvia Czarnecki
Schwarzenbek: Cadmos, 2016. – 144 S.
ISBN: 9783840410659
ca. 20,– EUR (broschiert, durchgehend farbige Fotos)

Gleich zu Beginn des Buches ist ein, wie ich finde, sehr berührender Satz zu lesen: „Würde man das Pferd fragen: „Warum reagierst du so?“, würde man bei konventionellen Ausbildungsmethoden über Druck wohl meist: „Weil mir nichts anderes übrig bleibt.“ als Antwort erhalten. Und damit wird deutlich, dass die Autorin Sylvia Czarnecki mit diesem Buch das Ziel verfolgt, Alternativen aufzuzeigen. 

In „Ehrlich motiviert“ geht es um das Clickertraining, aber genau dieser Begriff taucht erstmal gar nicht auf. Das hat den Vorteil, dass vielleicht manch einer, der sich von der „ganzen Clickerei“ eher abgeschreckt fühlt, unbefangen die wichtigen Ausführungen über das Lernverhalten von Pferden zu lesen beginnt. Die Autorin hat hier komplexe Themen sehr verständlich aufbereitet und das Wissen, das sie im ersten Teil ihres Buches bietet, sollte Pflichtlektüre für alle sein, die mit Pferden arbeiten wollen.

Der zweite und größere Teil des Buches zeigt dann das positive Pferdetraining in der Praxis mit konkreten Übungen. Das Buch ist durchgehend mit sehr ansprechenden Fotos illustriert, die zeigen, worum es geht: um Partnerschaft, Respekt und einem stressfreien Miteinander. 

Es gibt von mir eine volle Leseempfehlung für dieses wundervolle Buch. Besonders hat mir gefallen, dass es in „Ehrlich motiviert!“ durchgehend darum geht, was ein Pferd braucht, um lernen zu können. Immer wieder wollte ich beim Lesen Sätze anstreichen und mir herausschreiben, weil sie so treffend, so wichtig und wahr sind. Und deshalb lasse ich diese Rezension auch mit einem Zitat von Sylvia Czarnecki enden:

„… Horsemanship bedeutet nicht, eine bestimmte Technik oder Methode anzuwenden, sondern das Lernverhalten des Pferdes zu verstehen und anzuerkennen und das Training gemäß seiner natürlichen Bedürfnisse zu gestalten; frei nach meinem Motto: „Ehrlich motiviert!“

ehrlichmotiviert

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16. August 2016 von Tania Konnerth • Kategorie: Buchtipps, Clickertraining 0 Kommentare »

Buchtipp: „Selbstreflexion und Entspannung mit Pferden“ von Daniela Friedl

„Selbstreflexion & Entspannung mit Pferden“ von Daniela Friedl
Books on Demand; Auflage: 1 (6. Mai 2016) – 2oo S. 
ISBN:3844810374
ca. 24,99,– EUR (broschiert, durchgehend farbige und schwarz-weiße Fotos)

 

„Selbstreflexion und Entspannung mit Pferden“ ist ein sehr ansprechendes Buch für Menschen, die Pferde als Partner sehen. Die Autorin Daniela Friedl ist ausgebildete Wildnispädagogin, Entspannungstrainerin, Yogatrainerin und anderes mehr. Im ersten Teil des Buches beschreibt sie ihre Einstellung zum Umgang mit Pferden, zum Reiten, zum Thema Freiwilligkeit und ihren eigenen Weg mit ihren Pferden. Ich habe diesen Teil mit großer Freude gelesen und mich sehr in Daniela Friedls Zeilen wiedergefunden.

Der zweite Teil ist der praktische Teil. Hier findet der Leser eine Vielzahl an Übungen, Meditationen und Phantasiereisen, die zum Teil mit Pferd, aber viele auch ohne Pferd durchgeführt werden.

Abgerundet wird das Buch durch sehr schöne Bilder, Zitate und Praxisbeispiele.

Für mich ist „Selbstreflexion & Entspannung mit Pferden“ ein wunderschönes und tiefgründiges Buch für alle Pferdemenschen, die Sinn für Yoga und Spiritualität haben und die einen Weg zu sich und ihren Pferden suchen, weg von Dominanz und Alltagsstress. 

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1. August 2016 von Babette Teschen • Kategorie: Buchtipps, Erkenntnisse, Umgang 1 Kommentar »

Buch-Tipp: „Stress lass nach!“ von Marlitt Wendt

„Stress lass nach!“ von Marlitt Wendt
Burgwedel: evipo, 2015. – 64 S.
ISBN:9783945417065
ca. 11,– EUR (broschiert, durchgehend farbige Fotos)

 

Bei „Stress lass nach!“ handelt es sich zwar nur um ein kleinformatiges Büchlein mit knapp über 60 Seiten, diese aber haben es in sich. Verfasst hat es die bekannte Verhaltensbiologin Marlitt Wendt, von der wir bereits zwei Bücher rezensiert haben (hier und hier) und deren Blog wir sehr schätzen.

Die vielleicht wichtigste Botschaft dieses Buches lautet: Stress wird unterschätzt! Folgerichtig führt Marlitt Wendt zunächst die negativen Folgen von Stress auf, bevor sie dann aufzeigt, in welchen Bereichen des Pferdes Stress durch welche Faktoren ausgelöst werden kann. Dabei geht sie sowohl auf die Haltung als auch den Umgang und das Training ein.

Zu allen Kapiteln gibt es nicht nur aufklärende Infos, sondern durchgehend auch praktische Anregungen und Tipps, wodurch das Buch einen großen Praxisnutzen hat. Sehr schön dabei ist, dass die Autorin nichts Unmögliches von ihren Lesern verlangt, sondern betont, dass wir bereits mit vielen kleinen Verbesserungen und der Bereitschaft, immer wieder dazuzulernen, sehr viel dafür tun können, dass unser Pferd ein möglichst stressfreies Leben führen kann.  

Selbst bei dem geringen Umfang des Buches gelingt es der Autorin das Thema differenziert zu behandeln und deutlich zu machen, dass jedes Pferd anders auf bestimmte Situationen und Umstände reagieren kann und dass es unsere Aufgabe ist, Stress nicht nur zu erkennen, sondern ihm möglichst auch vorzubeugen. 

Aus unserer Sicht wäre es mehr als wünschenswert, dass jeder, der sich ein Pferd anschafft oder eine Reitbeteiligung übernimmt, dieses Büchlein automatisch mit dazu bekommt, denn das Wissen, das Marlitt Wendt hier so kompakt aufbereitet hat, verhilft zu sehr viel mehr Verständnis für das Mitgeschöpf Pferd, das leider noch immer viel zu oft vor allem als Sportgerät angesehen und als solches leider auch missbraucht wird. 

stresslassnach

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14. Juni 2016 von Tania Konnerth • Kategorie: Buchtipps, Umgang, Verhalten 2 Kommentare »

Buch-Tipp: „Erste Hilfe am Pferd“ von Anke Rüsbüldt

„Erste Hilfe am Pferd: Notfälle beherrschen und vermeiden“ von Anke Rüsbüldt
Wentorf: Crystal, 2015. – 95 S.
ISBN: 9783958470040
ca. 17,– EUR (broschiert, durchgehend farbige Fotos)

Leider sind lange nicht alle Menschen, die mit Pferden zu tun haben, in der Lage zu erkennen, wann ein Pferd krank ist und tierärztliche Hilfe braucht, geschweige denn wissen sie, was in Notfällen zu tun ist. Und so wurde schon oft ein Tierarzt leider viel zu spät gerufen oder ein Pferd falsch versorgt … Das vorliegende Buch kann daran einiges ändern! 

Die Tierärztin Anke Rüsbüldt hat hier einen praktischen Ratgeber verfasst, der verschiedene Funktionen erfüllt: 

  • Er vermittelt, wie Sie überprüfen können, ob Ihr Pferd gesund ist.
  • Er sagt deutlich, in welchen Fällen sofort ein Tierarzt zu rufen ist und wann und wie ein Pferdebesitzer selbst Hand anlegen kann.
  • Er zeigt auf, woran sich verschiedene Erkrankungen erkennen lassen, welche Ursachen sie haben können und auch, wie sie sich möglichst vermeiden lassen. 
  • Er weist auch darauf hin, zu welchen Verletzungen es bei Pferden typischerweise kommt und wie sich Verletzungsrisiken minimieren lassen. 

Das Buch ist reich mit Bildern illustriert. Auf einigen sind zwar blutige Verletzungen zu sehen, aber in der Summe ist das Buch auch für zartbesaitete Menschen gut anzuschauen – und ein Stück weit sollte jeder Pferdebesitzer auch auf Blut vorbereitet sein. 

Ein kleiner Kritikpunkt betrifft die Vorstellung der Zwangsmaßnahmen, wie z.B. den Einsatz der Nasenbremse. So etwas kann nötig sein, aber hier hätte auch das Medical Training vorgestellt werden können, mit dem sich durch Übungen von Ernstfällen und durch den Einsatz des Clickertrainings tierärztliche Behandlungen für alle Beteiligten angenehmer und konstruktiver gestalten lassen. Auf diese Weise trainierte Pferde brauchen viel seltener Zwangsmaßnahmen und die Arbeit wird auch für den Tierarzt sicherer. 

„Erste Hilfe am Pferd“ sollte am besten in jedem Stall ausliegen, damit alle, die mit Pferden zu tun haben, wenigstens ein kleines, medizinisches Grundwissen haben, um erkennen zu können, wann ein Pferd Hilfe braucht und was in diesem Fall konkret zu tun ist. 

erstehilfeampferd

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9. Februar 2016 von Tania Konnerth • Kategorie: Buchtipps, Gesundheit 2 Kommentare »

Buch-Tipp: „Der Dressursitz“ von Anja Beran

„Der Dressursitz: Richtig sitzen. Feiner reiten. Gesunder Pferderücken“ von Anja Beran
Wentorf: Crystal, 2015. – 174 S.
ISBN: 9783958470019
ca. 40,– EUR (fester Einband mit Lesebändchen, durchgehend farbig illustriert)

Der Titel dieses großformatigen, sehr schön aufgemachten und reich bebilderten Buches hält, was er verspricht: er widmet sich in Tiefe und Breite dem Thema korrekter Dressursitz. Schnelle Tipps und Abkürzungen zu einem besseren Sitz finden sich hier nicht, sondern eine Fülle von soliden und hilfreichen Ausführungen, die deutlich machen, welch große Rolle der Sitz beim Reiten spielt. 

Das Buch gliedert sich im Wesentlichen in zwei Teile: Zunächst erläutert Anja Beran sehr ausführlich, wie ein guter Sitz aussieht, was Sitzfehler bewirken, welche verschiedenen Arten zu sitzen bei welchen Lektionen eingesetzt werden, wie welches Zubehör ausgewählt und eingesetzt werden soll und anderes mehr. Sie geht auf den Sitz selbst ein, auf die Handhaltung, die Einwirkung der Schenkel, auf die Atmung und erläutert auch mentale Aspekte. Anschauliche Fotos von Anja Beran und ihren Schülerinnen bei der Arbeit mit dem Pferd illustrieren das Geschriebene. Zeichnungen geben weitere visuelle Anregungen, die im Gedächtnis bleiben.

Im zweiten Teil geht es dann zur praktischen Umsetzung des zuvor Aufgezeigten, denn hier gibt es Hintergrundwissen und Übungen von einer Physiotherapeutin. Und genau das macht aus diesem Buch etwas ganz Besonderes. Es wird nicht nur auf schon fast poetische Weise aufgezeigt, wo es idealerweise hingehen soll, sondern es wird auch konkret vermittelt, wie man dort hinkommen kann. In diesem Teil wird z.B. deutlich gemacht, welche körperlichen Voraussetzung gegeben sein müssen, damit wir überhaupt einen korrekten Dressursitz erreichen können und welche Übungen uns dabei helfen, diese zu erreichen. Wieder illustrieren Fotos und Zeichnungen sehr anschaulich, was in unserem Körper bei bestimmten Bewegungen passiert und wie wir uns durch gezieltes Training nach und nach zu einem korrekten Dressursitz hinarbeiten können. 

Bei all dem Lob gibt es allerdings auch Kleinigkeiten, die, gerade weil es ein so hervorragendes Buch ist, wenigstens erwähnt werden sollten. So ist es z.B. schade, dass das Aufsteigen in diesem Buch vom Boden aus gezeigt wird und nicht, wie es so viel angenehmer und schonender für das Pferd ist, von einer Aufstieghilfe aus. Diese wird zwar erwähnt, gezeigt wird aber etwas anderes und das wird leider weiterhin für einseitig belastete Pferdewirbelsäulen sorgen. Bei den Ausführungen über den Einsatz von Sporen wird zwar darauf hingewiesen, dass diese nur für Reiter/innen mit einem losgelassenen Sitz geeignet sind und es wird auch der falsche Einsatz kritisch beleuchtet. Dennoch entsteht der Eindruck, dass Sporen unerlässlich für feines Reiten sind – wer in Anja Beran ein Vorbild sieht, wird also unweigerlich auch mit Sporen reiten wollen. Hier hätten wir uns sehr gewünscht, dass das feine Reiten auch ohne Sporen gezeigt wird, denn es ist durchaus möglich! 

Für das Buch aber gibt es von uns eine volle Leseempfehlung. Es ist ein anspruchsvolles Buch, aber genau dafür steht ja auch die Autorin: für anspruchsvolle Reiterei. Anja Beran hat sich einmal mehr als Expertin für feine und wunderschöne Reiterei bewiesen. Hoffentlich kann dieses Buch ganz viele Reiter/innen erreichen.  

 

derdressursitz

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26. Januar 2016 von Tania Konnerth • Kategorie: Buchtipps, Reiten 2 Kommentare »

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