Sei klar – Inspiration des Monats

Mit unserer  Rubrik Inspiration des Monats nehmen wir uns jeweils ein Schwerpunktthema vor, für das wir Euch kurz und knapp Denkanstöße und Anregungen geben möchten. Lange Texte gibt es bei uns genug, aber gerade bei Basis-Themen denken wir, ist es wichtig, sie immer wieder mit in den praktischen Pferde-Alltag zu nehmen um für eine längere Zeit im Herzen bewegt zu werden. Und meist sind es Schlüsselsätze oder -erkenntnisse, die man wirklich bei sich behält. 

Unser Tipp: Zieht Euch jeweils unsere Inspiration des Monats auf Euer Handy, damit Ihr die Fragen und Denkanstöße  für eine Weile immer dabei habt – Ihr werdet vielleicht überrascht sein, wie unterschiedlich Eure Antworten und Gedanken dazu in verschiedenen Situationen ausfallen können. 

Thema des Monats:
Sei klar!

Klarheit ist ein unerlässlich Element in der Kommunikation mit einem Pferd, wird aber gerade im Umgang mit Pferden leider oft gründlich missverstanden. Häufig wird „Klarheit“ nämlich mit „sich durchsetzen“ gleichgesetzt, was zu einer ganzen Kette von unschönen Entwicklungen im Miteinander von Mensch und Pferd führt, weil der Mensch glaubt, grob werden zu dürfen oder gar zu müssen. Schauen wir an den Anfang der Kette, so finden wir ganz oft Unsicherheit und Unwissenheit auf Seiten des Menschen, auch, aber gar nicht mal nur dem Pferd gegenüber, sondern Unsicherheit und Unwissenheit vor allem über das Ziel, also z.B. die gewünschte Lektion oder Übung. Unsicherheit und Unwissenheit führen zu Hilflosigkeit und die mündet dann oft in Grobheiten oder Gewalt.

Klarheit bedeutet, eine klare Vorstellung von dem zu haben, was man erreichen möchte, aber genau da liegt oft das Problem. Wir Menschen müssen selbst wissen, was genau eine bestimmte Lektion oder Übung wirklich beinhaltet, wir müssen sie also erst einmal selbst verstanden haben und auch wissen, wie es im besten Fall aussehen soll oder sich anfühlt (z.B. beim Reiten). Mit einem solchen (hoffentlich richtigen) Zielbild in unserer Vorstellung sind wir ganz automatisch klarer in unserer Ausstrahlung und viel gelassener in unserem Verhalten.

Beispiel: Wer ein Schulterherein führen oder reiten möchte, muss also zunächst selbst wissen, wie ein Schulterherein aussieht, was der Sinn dieser Lektion ist und worauf es dabei ankommt (und nicht nur so eine ungefähre Idee davon haben). Wie sonst sollen wir dem Pferd vermitteln können, was zu tun ist? Von sich aus wird ein Pferd kein Schulterherein gehen und es weiß auch nicht, dass es das tun soll, nur weil eine Hilfe gegeben wird (selbst wenn sie korrekt ist). Es muss die Sache erst lernen. Dafür muss es erklärt bekommen, was zu tun ist und es muss angstfrei ausprobieren können, was richtig ist und was nicht. Dem Pferd das so zu vermitteln, dass es verstehen kann, darin besteht die  konstruktive und förderliche Klarheit, die für eine gute Kommunikation sorgt.

Prüfen wir uns also immer selbst: 

  • Weiß ich in diesem Moment wirklich, was genau ich von dem Pferd will? 
  • Sind mir Sinn und Ausführung einer Lektion oder Übung klar, weiß ich also, warum ich will, dass das Pferd das macht? 
  • Habe ich eine Vorstellung von der korrekten (idealen) Ausführung der Übung oder Lektion im Kopf (und nicht nur das, was ich z.B. bei meiner Freundin oder anderen im Stall gesehen habe)? 
  • Bin ich selbst fähig, dem Pferd das, was ich möchte, zu vermitteln, also z.B. reiterlich im Sattel oder am Boden durch eine sinnvolle Kommunikation und hilfreiche Zwischenschritte?
  • Und wenn nicht: Wo und wie kann ich das lernen?

Sei klar – Wege zum Pferd

3. September 2019 von Tania Konnerth • Kategorie: Aus dem Reitunterricht und Coaching, Erkenntnisse, Inspiration des Monats, Jungpferdausbildung, Reiten 0 Kommentare »

Frag‘ Babette: Wie sieht eine optimale Longeneinheit aus?

„Frag‘ Babette“ ist eine neue Kategorie bei uns und der Titel ist Programm, denn hier nimmt sich Babette Fragen vor, die ihr häufig gestellt werden. Wer ebenfalls eine Frage an Babette hat, schreibt einfach eine Mail an team@wege-zum-pferd.de. Und für alle, die uns noch nicht so gut kennen: Babette arbeitet seit über 20 Jahren als Pferdetrainerin und hat sich als vor allem als Spezialistin für das gesundheitsfördernde Longieren und dem Longenkurs einen Namen gemacht. Zusammen mit Tania gibt sie seit 2008 den Online-Ratgeber „Wege zum Pferd“ und weitere Selbstlernkurse wie Der Aufbaukurs zum Longenkurs, Sehen lernen und andere mehr heraus. 

 

Wie sieht eine Longeneinheit optimalerweise aus?

Diese Frage bekommen wir sehr häufig gestellt. Das Bedürfnis nach einer Art Trainingsplan ist ja auch mehr als verständlich, schließlich sind viele vor allem als Einsteiger in ein neues System schnell verunsichert und fragen sich zum Beispiel:

  • Wie lange und wie oft sollte man am besten longieren?
  • Welche Übungen sollte man in welcher Reihenfolge durchführen?
  • Muss erst eine Übung sitzen, bevor man andere angehen kann?
  • Kann man schon im Trab arbeiten, wenn die Übungen im Schritt noch nicht funktionieren?
  • Welches Tempo ist „richtig“?

In dem folgenden Video geht Babette auf diese und weitere Themen ein und beschreibt ausführlich und praktisch wie sie vorgeht, um Longeneinheiten optimal zu gestalten:

Wie sieht eine optimale Longeneinheit aus – Wege zum Pferd

(Link führt zu youtube)

 

20. August 2019 von Babette Teschen • Kategorie: Arbeit an der Hand, Longieren 0 Kommentare »

Freu Dich – Inspiration des Monats

Mit unserer  Rubrik Inspiration des Monats nehmen wir uns jeweils ein Schwerpunktthema vor, für das wir Euch kurz und knapp Denkanstöße und Anregungen geben möchten. Lange Texte gibt es bei uns genug, aber gerade bei Basis-Themen denken wir, ist es wichtig, sie immer wieder mit in den praktischen Pferde-Alltag zu nehmen um für eine längere Zeit im Herzen bewegt zu werden. Und meist sind es Schlüsselsätze oder -erkenntnisse, die man wirklich bei sich behält. 

Unser Tipp: Zieht Euch jeweils unsere Inspiration des Monats auf Euer Handy, damit Ihr die Fragen und Denkanstöße  für eine Weile immer dabei habt – Ihr werdet vielleicht überrascht sein, wie unterschiedlich Eure Antworten und Gedanken dazu in verschiedenen Situationen ausfallen können. 

Thema des Monats:
Nur nicht die Freude verlieren!

Die meisten von uns sind zu den Pferden gekommen, weil es uns Freude macht, mit ihnen Zeit zu verbringen. Wir lieben es, sie anzuschauen, ihre Nähe zu spüren und etwas mit ihnen zu machen. Doch die Freude bleibt leider oft auf der Strecke, wenn Ansprüche, Ziele, Vorgaben, Probleme u.ä. unser Miteinander mit dem Pferd bestimmen – und das auf beiden Seiten. 

Ohne Freude aber wird aus unserem Hobby leider schnell eine Belastung. Deshalb ist es so wichtig, immer wieder ganz bewusst zu schauen, wie wir das Zusammensein mit unseren Pferden freudvoll für Mensch und Tier gestalten können und zwar unabhängig von dem, was andere sagen oder tun oder für richtig halten und immer angepasst darauf, wo wir beide gerade stehen:

  • Was tut uns beiden jetzt gut – meinem Pferd und mir? 
  • Was machen wir richtig gern?
  • Wann geht mir das Herz auf, wenn ich mit meinem Pferd zusammen bin? 
  • Wobei beginnen die Augen meines Pferdes zu leuchten? 
  • Was motiviert uns jetzt gerade? 
  • Wobei fühlen wir uns beide richtig wohl? 

Extra-Tipp: Mehr Anregungen zum Thema „Freude“ gibt’s auch in unserem Freudekurs

Inspiration des Monats von Wege zum Pferd

6. August 2019 von Tania Konnerth • Kategorie: Erkenntnisse, Inspiration des Monats 0 Kommentare »

Nutzerumfrage 2019 – Wo geht es hin?

Wir hatten im Juli für zehn Tage unsere Newsletter-Abonnenten und Leser/innen unserer Facebook-Seite gebeten, uns einige Fragen zu beantworten – und, wow, es haben sich wirklich sehr, sehr viele Leute an unserer kleinen Nutzerumfrage beteiligt. Dafür auch an dieser Stelle noch einmal ein dickes Dankeschön! Die Ergebnisse sind natürlich nicht wissenschaftlich repräsentativ, haben uns aber sehr viele gute Anregungen, Ideen und Hinweise auf die Frage gegeben, wohin es mit „Wege zum Pferd“ gehen kann und soll.

Zusammenfassung

Hier findet Ihr eine kleine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse: 

  • Wir werden von Leserinnen der ersten Stunde bis hin zu solchen genutzt, die uns erst seit kurzem kennen. 
  • Was die meisten mit uns verbinden: immer pro Pferd, pferdegerechte Ansätze und das Ziel eines gewaltfreien Umgangs mit Pferden. Darüber hinaus gehören Babettes Longenkurs sowie unsere anderen Selbstlernkurse für viele untrennbar zu „Wege zum Pferd“. 
  • Riesig gefreut haben wir uns über den überwältigenden Zuspruch und über die Dankbarkeit für unsere Arbeit. Viele berichteten von konkreten Einzelfällen, in denen wir inspirieren und helfen und manchmal auch zu einem kompletten Umdenken anregen konnten. Eben so viele schreiben uns eine Vorreiterrolle in verschiedenen Themen zum pferdegerechten Umgang zu. Immer wieder war zu lesen, dass wir nicht entbehrlich sind und das tut uns natürlich richtig gut!
  • Die Themenbreite, die uns zugeordnet wird, ist tatsächlich so groß, wie wir es auch selbst immer wollten. Trotz Babettes Spezialisierung auf den Longenkurs wird „Wege zum Pferd“ auch zu allen möglichen anderen Fragen rund um’s Pferd konsultiert.
  • Häufig war zu lesen, dass unsere umfangreiche Artikelsammlung gerne als Nachschlagewerk genutzt wird und dass viele von Euch immer wieder gerne einfach darin stöbern. Bei denjenigen, die uns noch nicht so lange kennen, wurde deutlich, dass vieles von dem, was es bei uns gibt, noch gar nicht entdeckt wurde. 
  • Kritische Anmerkungen kamen zu einigen Punkten, auf denen wir selbst immer wieder herumkauen, wie z.B.: Wie erreicht man Aufklärung ohne den Fokus zu sehr auf das Negative zu legen? Wie schafft man es, nicht nur die zu erreichen, die sich eh schon viele Gedanken machen, sondern eben auch solche, die leider kaum pferdegerecht handeln? Wie ist der schwierige Grad zwischen Freiwilligkeit und dem notwendigen Setzen von Grenzen zu meistern? Damit werden wir uns weiter befassen.
  • Auf der Wunschliste stehen vor allem mehr Videos und Foto-Anleitungen für ganz praktische Herausforderungen im Pferdealltag – von den Basics im Umgang und am Boden bis hin zum Reiten. Hier haben wir uns eine Reihe von Themen notiert und werden zusehen, was davon wir umsetzen können. Darüber hinaus wird immer wieder angeregt, dass wir Trainer ausbilden sollen und dass es unsere Selbstlernkurse auch in Buchform geben soll. Über eine Ausbildung haben wir schon öfter nachgedacht, scheitern aber an der Umsetzbarkeit, weil so etwas ein Riesenprojekt ist. Unsere Selbstlernkurse als Buch würden zu sehr hohen Produktionskosten führen, von denen wir annehmen, dass sie den Rahmen vieler von Euch sprengen würden. Hier möchten wir Euch den Tipp geben, die Kurse in einem Copyshop drucken und binden zu lassen. 
  • Dann noch zum Newsletter: Die überwältigende Mehrheit der Antwortenden haben sich für einen zweiwöchigen Rhythmus ausgesprochen. Den werden wir also beibehalten, mit der Option, hin und wieder eine Sonderausgabe zu verschicken, wenn uns das sinnvoll erscheint. 

Noch ein bisschen was Persönliches

„Wege zum Pferd“ wird noch immer von uns beiden gemacht: von Babette und Tania. Wir sind bei all der Größe und Bedeutung, die „Wege zum Pferd“ bekommen hat, zwei ganz normale Frauen geblieben, die, genau wie Ihr alle auch, ihren Weg durch das Leben gehen. Dementsprechend beeinflussen persönliche Ereignisse und private Entwicklungen und Entscheidungen unweigerlich unsere Arbeit für „Wege zum Pferd“ und das ist uns jetzt in der Rückschau sehr bewusst geworden. Hier einige Beispiele dafür: 

  • Nachdem Babette ihren Hof verkauft hatte, verlor „Wege zum Pferd“ ein Stück weit sein Zuhause. Ein eigener Hof mit vielen Pferden ermöglichte uns eine Form von Leben und Arbeiten mit Pferden, aus der wir perfekt für „Wege zum Pferd“ schöpfen konnten. Gleichzeitig nahm uns genau das auf eine Weise in Beschlag, die für viele Jahre gut und stimmig war, nun aber teilweise anderen Bedürfnissen und Prioritäten gewichen ist.
  • Auch wenn wenige Trainer dazu je etwas schreiben, so haben wir für uns festgestellt, dass es wichtig ist, sich gerade bei einer solchen starken beruflichen Ausrichtung das Zusammensein mit Pferden weiterhin als geliebtes Hobby zu bewahren und sich bewusst erlauben, auch zweckfrei mit Pferden zusammen zu sein und nicht alles, was man mit Pferden tut, für das Angebot „nutzen“ zu wollen. Sonst können Leichtigkeit und Spaß verloren gehen.
  • Genauso muss man auch als Trainer akzeptieren, dass sich durch Krankheit, Alter, Tod und andere Einflüsse die Einsatzmöglichkeiten der eigenen Pferde verändern können und es nicht immer möglich ist, für „Nachschub“ zu sorgen. Viele denken vielleicht, dass wir sehr viele Pferde haben, aber zur Zeit haben wir zusammen noch vier Pferde, die nur sehr bedingt oder gar nicht mehr einsetzbar sind. 
  • Dann kann es über einen so langen Zeitraum auch dazu kommen, dass sich die beruflichen Ziele verändern. So ist Tania, die nun seit über zwanzig Jahren Sachtexte und Sachbücher schreibt, gerade dabei, endlich das zu tun, was sie immer tun wollte: Schriftstellerin zu sein. Auch hier verschiebt sich also der Fokus und auch das beeinflusst „Wege zum Pferd“.

Aus diesen und weiteren Gründen sind wir in der letzten Zeit ein Stück weit weniger als Team wahrgenommen worden als wir es früher waren. Das Gute aber ist ja, dass so etwas auch wieder zu ändern ist! Allein diese Umfrage und das Nachdenken über unser Angebot hat uns beiden ganz viel Motivation geschenkt, wieder mehr gemeinsam für „Wege zum Pferd“ machen zu wollen, denn wir sind einmal mehr darin bestätigt worden, dass unsere Arbeit Sinn macht und „Wege zum Pferd“ für viele hilfreich ist. 

Nach wie vor werden wir dabei für das kritische Hinterfragen von Bestehendem stehen, auch wenn das unsere Beiträge manchmal etwas unbequem macht. Wir werden die Augen nicht verschließen und werden nichts gutheißen, nur um neue Nutzer zu gewinnen oder Likes zu sammeln, sondern wir werden weiter benennen, was aus unserer Sicht falsch läuft. Genauso war es uns immer wichtig, Euch auch an unseren ganz persönlichen Entwicklungen teilhaben zu lassen, die nicht immer glatt sind, was viele von Euch als sehr wertvoll empfinden, aber eben manchmal auch in schwierige Themen führt. Damit Freude und Leichtigkeit bei all dem nicht zu kurz kommen, erkennen wir aber auch, dass es wichtig ist, den Finger nicht nur noch auf Wunden zu legen oder immer nur tief in der „Psychobrühe“ zu fischen, sondern auch einfach mal Spaß an unserem geliebten Hobby zu haben und das zu vermitteln. Wir werden uns hier um etwas mehr Ausgleich bemühen und möchten auch wieder mehr Tipps und Anregungen für den alltäglichen Umgang und das ganz normale Training bieten. 

Ausblick

Vielleicht die wichtigste Schlüsselfrage, die sich für ganz viele Pferdebesitzer/innen stellt, ist aus unserer Sicht die, wie sich im praktischen Pferdealltag Probleme und Herausforderung möglichst pferdegerecht und gewaltfrei lösen lassen. Hier sind viele oft ratlos und verunsichert, weil es immer noch zu wenige gute Beispiele und Alternativen gibt. Der Herausforderung, hier noch mehr praktisch Umsetzbares zu bieten, wollen wir uns in Zukunft noch deutlich mehr stellen, getreu unserem Motto „Es geht auch anders“.

Aus verschiedenen Gründen war es für uns schwieriger geworden, gemeinsame Termine zu finden und Möglichkeiten, mit Pferden so zu arbeiten, dass wir das für Blogbeiträge nutzen können. Damit es nicht nur noch „philosophisch“ bei uns zugeht, sammeln wir bereits fleißig Ideen und Lösungen, um auch wieder für neue praktische Inputs bei uns sorgen zu können. 

Tania ist aufgrund ihrer beruflichen Ausrichtung schon ganz konkret dabei, auch noch etwas wirklich Neues und Anderes für „Wege zum Pferd“ zu basteln, das hoffentlich vielen von Euch Freude bereiten wird – seid gespannt! 

Fazit: Wir sind wieder auf dem Weg!

Ihr seht also: Wir sind dran. Wir haben uns beide klar dazu entschieden, dass wir „Wege zum Pferd“ aktiv und gemeinsam weiterführen wollen, denn es ist und bleibt ein Herzensprojekt und wir sehen nach wie vor die Notwendigkeit, noch viele, viele konstruktive, hilfreiche, praktische, inspirierende, nachdenklich machende und manchmal auch unbequeme Impulse in die Pferdewelt zu schicken, damit sie sich weiter zum Guten wandelt. Und das ist und bleibt unser Ziel! 

Ergebnisse der Nutzerumfrage von Wege zum Pferd

23. Juli 2019 von Tania Konnerth • Kategorie: Allgemein, Sonstiges 1 Kommentar »

Sei wachsam – Inspiration des Monats

Mit unserer  Rubrik Inspiration des Monats nehmen wir uns jeweils ein Schwerpunktthema vor, für das wir Euch kurz und knapp Denkanstöße und Anregungen geben möchten. Lange Texte gibt es bei uns genug, aber gerade bei Basis-Themen denken wir, ist es wichtig, sie immer wieder mit in den praktischen Pferde-Alltag zu nehmen um für eine längere Zeit im Herzen bewegt zu werden. Und meist sind es Schlüsselsätze oder -erkenntnisse, die man wirklich bei sich behält. 

Unser Tipp: Zieht Euch jeweils unsere Inspiration des Monats auf Euer Handy, damit Ihr die Fragen und Denkanstöße  für eine Weile immer dabei habt – Ihr werdet vielleicht überrascht sein, wie unterschiedlich Eure Antworten und Gedanken dazu in verschiedenen Situationen ausfallen können. 

Thema des Monats:
Nichts einfach übernehmen, sondern wachsam bleiben

Immer wieder bereit zu sein, dazulernen und sich von anderen helfen zu lassen, sind wichtige Fähigkeiten nicht nur im Umgang mit Pferden. Doch ist die Fülle der Methoden und Angebote und derer, die verkünden, sie wüssten genau, was zu tun ist, schier unüberschaubar geworden. 

Aus unserer Sicht ist es wichtig, nicht einfach allem und jedem nachzulaufen und beliebig alles auszuprobieren, was auf den ersten Blick vielleicht gut klingt, denn das sorgt nur für Unsicherheit und Verwirrung. Es geht viel mehr darum, den eigenen, ganz persönlichen Weg zum und mit dem Pferd zu finden und Menschen und Anregungen, die Euch genau dabei unterstützen können.

Fragt Euch also:

  • Passt das wirklich zu uns? 
  • Holt es uns da ab, wo wir stehen? 
  • Entspricht das der Art, wie ich mit meinem Pferd umgehen möchte? 
  • Was sagt mein Pferd dazu?

Inspiration des Monats von Wege zum Pferd

9. Juli 2019 von Tania Konnerth • Kategorie: Erkenntnisse, Inspiration des Monats 1 Kommentar »

Was ist ein Problempferd?

So ziemlich jeder, der mit Pferden zu tun hat, kennt auch so genannte „Problempferde“. Problempferde sind zum Beispiel solche, die ihre Reiter abwerfen, die buckeln und steigen oder die davonstürmen und durchgehen. Problempferde sind aber auch die, die beißen oder treten. Und die, die faul sind und nicht vorwärtsgehen wollen. Und die, die Hilfen ignorieren und nicht tun, was sie sollen. Und die, die am Sprung verweigern oder einfach nicht angaloppieren, wenn der Mensch es will … 

Kurz und gut, Pferde gelten dann als Problempferde, wenn der Mensch sie nicht so nutzen kann, wie er es sich vorstellt – oder anders gesagt: Das Pferd macht dem Menschen Probleme und wird damit zum Problem.

Vielleicht aber ist es genau anders herum?

Nun möchte ich zu einem Gedankenexperiment einladen und die Sache einfach einmal umdrehen. Dazu können wir einmal die folgende Frage stellen:  

Ist ein Problempferd vielleicht ein Pferd,
das ein Problem mit uns Menschen hat? 

Wenn wir uns einmal klarmachen, dass Pferde natürlicherweise so gut wie nichts von dem tun, was wir Menschen von ihnen wollen, dann liegt der Gedanke nicht mehr so fern, dass genau unsere Forderungen und Erwartungen das Tier vor große Herausforderungen stellen. Wird es verständnisvoll behandelt, bekommt es Zeit zum Lernen und werden ihm seine Aufgaben auf eine pferdegerechte und angenehme Weise vermittelt, so wird es die vielen Herausforderungen meistern können, die wir ihm stellen und es wird Freude am Miteinander mit Menschen entwickeln können (viele Anregungen dazu gibt es auch hier). 

In sehr vielen Fällen aber gehen Menschen leider nicht mit den nötigen Kenntnissen über das Wesen von Pferden an die Ausbildung und das Training heran und oft bringen sie auch nur wenig Geduld, Einfühlungsvermögen oder Verständnis mit. Da sollen die Dinge möglichst schnell klappen und wenn ein Pferd nicht spurt, na, dann setzt man sich halt durch und bringt es zu dem, was man will. Die Folgen sind in weiten Bereichen überforderte und verängstigte oder auch frustrierte und abgestumpfte Pferde, die nicht lernen, aktiv und mit Spaß an Herausforderungen heranzugehen, sondern die vor allem Strafen vermeiden wollen und deshalb irgendwie funktionieren. 

Zu Problempferden werden dann solche Pferde, die nicht in diesem Sinne „funktionieren“:

  • Pferde, die vielleicht einfach nicht verstehen, was man von ihnen will.
  • Pferde, die überreizt sind angesichts all der Dinge, die Menschen von ihnen wollen.
  • Pferde, die Angst haben und nicht vertrauen.
  • Pferde mit einem starken Willen, die sich lieber auf sich selbst verlassen. 
  • Pferde, die Menschen respektlos finden und sich wehren, wenn sie unfair behandelt werden. 
  • Pferde, die aus gesundheitlichen oder psychischen Gründen nicht funktionieren können. 
  • Pferde, für die der Mensch kein Freudenanlass ist, sondern Störfaktor oder Schlimmeres.

Sind das wirklich Problempferde, nur weil sie nicht erfüllen können, was wir uns in den Kopf gesetzt haben? Wenn wir ehrlich bereit sind, über diese Frage nachzudenken, ist schon viel gewonnen für die Pferdewelt.

Problempferd

25. Juni 2019 von Tania Konnerth • Kategorie: Aus der Bereiterpraxis, Engagement und Pferdeschutz, Erkenntnisse, Jungpferdausbildung, Umgang, Verhalten 3 Kommentare »

Sei offen – Inspiration des Monats

Mit unserer neuen Rubrik Inspiration des Monats nehmen wir uns jeweils ein Schwerpunktthema vor, für das wir Euch kurz und knapp Denkanstöße und Anregungen geben möchten. Lange Texte gibt es bei uns genug, aber gerade bei Basis-Themen denken wir, ist es wichtig, sie immer wieder mit in den praktischen Pferde-Alltag zu nehmen um für eine längere Zeit im Herzen bewegt zu werden. Und meist sind es Schlüsselsätze oder -erkenntnisse, die man wirklich bei sich behält. Deshalb starten wir mit diesem neuen Format und hoffen, Ihr findet es hilfreich.

Unser Tipp: Zieht Euch jeweils unsere Inspiration des Monats auf Euer Handy, damit Ihr die Fragen und Denkanstöße  für eine Weile immer dabei habt – Ihr werdet vielleicht überrascht sein, wie unterschiedlich Eure Antworten und Gedanken dazu in verschiedenen Situationen ausfallen können. 

Thema des Monats:
Offenheit – für das, was unser Pferd braucht

Mit der Offenheit ist das so eine Sache – klingt eigentlich ganz einfach, ist aber tatsächlich ganz schön schwer. Denn oft sind es unterbewusste (und auch unbewusste) Überzeugungen, die uns viel weniger offen sein lassen, als wir denken oder möchten. Solche Überzeugungen können aus Gelerntem oder Übernommenen oder auch aus gemachten Erfahrungen entstehen. 

Sich selbst einmal immer wieder darauf zu prüfen, wie offen man eigentlich wirklich ist, kann einiges in uns in Gang setzen. Manches kann sich dann als Irrtum herausstellen oder als unguter Ansatz. Nur durch Offenheit können wir dazu lernen und uns weiterentwickeln. 

Inspiration des Monats von Wege zum Pferd

11. Juni 2019 von Tania Konnerth • Kategorie: Erkenntnisse, Inspiration des Monats 0 Kommentare »

Longieren macht Spaß – ein Erfahrungsbericht zum Longenkurs

Von Lea Hogrewe zum 10jährigen Jubiläum des Longenkurses

So schnell sind zehn Jahre um! 2008 habe ich das erste mal vom Longenkurs gehört und gelesen. Schnell stand fest, das möchte ich mir mal in echt anschauen.

Zu diesem Zeitpunkt hatte meine Familie mehrere Pferde, unter anderem eine Haflingerstute, mit der ich auf Turnier ging und die sich nicht „normal“ longieren ließ. Versuchte man es, rannte sie in schräger Motorradhaltung und mit viel Stress in sehr hohen Tempo um einen herum. Losgelassenheit und Freude waren da nicht zu finden. So wollte ich nicht longieren und so ritt ich sie eher, als dass ich Bodenarbeit machte.

Dann gab es einen Kurs in meiner Nähe. Zwei Stunden Fahrtzeit ist immer noch nahe bei meinem Wohnort! Es war einfach nur faszinierend: Da stand Babette und strahlte eine Ruhe und Souveränität aus, die mich sehr beeindruckte. Diese Ideenvielfalt, die der Longenkurs bietet, und das individuelle anpassen an Pferd und Mensch waren einfach für mich zu dem Zeitpunkt unbeschreiblich. Für jedes Problem hatte Babette eine Lösung und es herrschte eine Empathie, die ich immer bei der „konventionellen“ Methode vermisst habe.

Ein Erlebnis ist mir in diesem Kurs sehr in Erinnerung geblieben. Es hatte ein Herr mit seinem Friesen teilgenommen. Der Friese war recht dominant und sehr unzufrieden. Der Mann berichtete, dass das Pferd zuhause ausgebunden aus dem Longierzirkel gesprungen ist und er gerne einen besseren Weg für das Pferd gehen möchte. Am Anfang des Kurses war es nur ein Kampf zwischen den beiden. Das Pferd biss, der Mann schimpfte und buffte. Babette hatte auch für die beiden gute Vorschläge und so wurde es im Laufe des Kurses immer besser. Der Mann hat zu Beginn nicht einmal sein Pferd gelobt, so sehr hatte er die Zähne aufeinander gebissen. Am Ende der zwei Tage war eine Harmonie zwischen Mensch und Pferd entstanden, dass ich beim Schreiben immer noch Gänsehaut bekomme! Der Satz der mich am meisten beeindruckt hat war von dem Mann: „Endlich hat mir mal jemand gezeigt, wie ich ihm zeigen kann, dass er etwas gut macht.“

Nach diesem Kurs war ich Feuer und Flamme, eine alte Matratze wurde zerschnitten für Gassen und ein Kappzaum gekauft. Meine Stute war erst skeptisch, was das denn nun wieder sollte. Doch sie verstand und es kam immer mehr Ruhe in die Longeneinheiten. Ich lernte meinen Blick zu schulen und ihn liebevoll aufs Pferd zu richten. Beim Reiten wurde mir plötzlich perfektes Zügel-aus-der-Hand-kauen geschenkt, was immer mal ein wenig Schwierigkeiten gemacht hatte.

Ich besuchte weiterhin jedes Jahr mindestens einmal einen Kurs als Zuschauerin bei Babette und habe jedes Mal viele tolle Eindrücke und Ideen mit nach Hause nehmen können.

Dann kam 2009 mein großes Pferd zu mir. Schwierig und manchmal gefährlich war sie am Boden und im Sattel. Auch hier hat mir der Longenkurs unglaublich viel Unterstützung geboten. Es gab tatsächlich für jedes Problem einen, meist sogar mehrere Lösungswege! Ich lernte kleinschrittig zu denken und meine Einheiten sinnvoll aufzubauen. Doch ganz wichtig: Es macht Spaß ohne Ende und ich erfreue mich immer an meinen Pferden!

Erfahrungen zum Longenkurs

Ein paar Jahre später war ich wieder auf einem Kurs und eine Dame zeigte mit ihrem Pferd eine eindrucksvolle Einheit. Es gab ein „Aus-der-Ecke-kehrt“ mit einfachem und später mit fliegendem Galoppwechsel. Dies beeindruckte mich zutiefst. Diese Leichtigkeit, mit der die Dame und ihr Pferd zusammen Dinge taten, war sehr schön anzusehen.

Dann bei einem Kurs bekam ich die Erarbeitung der gelockten Seitengänge zu sehen. Ich kannte es nur, dass von einem weg gearbeitet wurde. Damals dachte ich mir, wenn ich Bilder davon gesehen hatte, wenn Babette es zeigte: „Ok, Babette’s Pferde machen das, aber mit einem anderen klappt das bestimmt nicht“. Dann durfte ich es erleben und war begeistert. Als ich später aktiv an einem Kurs teilnahm und wir diese Seitengänge erarbeiteten und mein Pferd da einfach sagte: „Ok, kann ich, was soll ich jetzt machen?“ war ich stolz auf mein Pferd und froh, den Longenkurs und Babette auf meinem Weg kennengelernt zu haben.

Vielen Dank für den Longenkurs! Ohne ihn würden meine Pferde mir nicht so vertrauen und ich wäre mit meinem Wissen und meinem Werdegang nicht dort, wo ich jetzt bin. Danke!

Danke an Babette für ihre Kurse! Ohne diese eindrucksvollen Veranstaltungen würde der Pferdewelt ein großes Stück Fachwissen und Herz fehlen. Auch als Zuschauer ist man immer willkommen und bekommt einen großen Schatz an Wissen an die Hand. Danke!

Vielen Dank, ohne den Longenkurs würde ich nicht da stehen, wo ich jetzt bin. Danke, dass ich mich weiterentwickeln, sanfter, verständnisvoller und pferdegerechter werden durfte! Ich habe durch den Longenkurs viel über mich selbst, meine Pferde und die gemeinsame Freude gelernt und erlebt!

Erfahrungen zum Longenkurs

28. Mai 2019 von Gastautor • Kategorie: Jungpferdausbildung, Longieren 1 Kommentar »

Pferde sind vielschichtige Wesen

Ich stelle immer wieder fest, wie viele Menschen annehmen, dass Pferde eher einfach gestrickt sind, ja, gar nicht wenige halten Pferde sogar für dumme Tiere. Das macht mich traurig, denn ich habe ganz andere Erfahrungen mit diesen wundervollen Tieren gemacht. 

Labels greifen zu kurz

Man mag die Vielschichtigkeit der oft stark ausgeprägten Persönlichkeiten von Pferden nicht immer auf den ersten Blick erkennen. Wenn man ein Pferd zum Beispiel nur aus dem Stall holt, um eine Reitstunde zu absolvieren und es dann wieder zurückstellt, kann man durchaus einen eher eindimensionalen Eindruck von dem Pferd bekommen. Da ist dann vielleicht „der Brave“, der immer macht, was man von ihm will oder „die Zicke“, die schon beim Putzen ausschlägt und keine anderen Pferde mag oder „der Faule“, den man im Unterricht kaum vorwärts bekommt oder „die Dominante“, bei der man aufpassen muss, sich nichts gefallen zu lassen.

Keines solcher Etiketten wird einem Pferd gerecht – und doch sind die wenigsten davon frei, Pferden ein Label aufzudrücken.

Tipp: Überprüft Euch da doch gleich einmal selbst: Habt Ihr auch Schubladen, in denen Ihr Pferde steckt? 

Wir sehen Pferde oft durch die Augen anderer

Wenn wir mit Pferden zu tun haben, dann schauen wir sie oft beeinflusst durch verschiedene Faktoren an, derer wir uns nicht immer bewusst sind.

Zum Beispiel beeinflusst uns das,

  • was andere uns über Pferde allgemein oder auch über ein bestimmtes Pferd erzählt haben,
  • was wir über Pferde gelesen haben, 
  • was wir in Workshops vermittelt bekommen haben. 
  • unsere eigenen Erfahrungen, die wir mit Pferden in der Vergangenheit gemacht haben,
  • das, was wir in einem Pferd sehen wollen,
  • der aktuelle Fokus, den wir gerade haben,
  • unsere Wünsche und Erwartungen,
  • unsere blinden Flecken, die uns nicht alles wahrnehmen lassen, obwohl es da ist,
  • unsere Ängste
  • und vieles mehr.

Die Filter, mit denen wir auf ein Pferd schauen, sorgen dafür, dass wir Pferde oft ziemlich schablonenhaft sehen: der faule Haflinger, der durchgeknallte Araber, der ehrgeizige Hannoveraner und so weiter. So sind wir leider nicht immer offen dafür, die Eigenheiten und Besonderheiten an jedem einzelnen Pferd zu erkennen und zu würdigen. Wir sind es gewohnt, nur auf bestimmte Sachen zu achten oder interpretieren ein Verhalten immer auf eine bestimmte Art. Manchmal wollen wir etwas auch gar nicht wahrnehmen und denken uns die Welt, wie sie uns gefällt, weil wir nicht von unseren eigenen Vorstellungen und Wünschen ablassen wollen.

Vereinfachung hat negative Folgen

Die Tendenz, Pferde schablonenhaft zu sehen, hat negative Folgen. Ein sehr anschauliches Beispiel ist die inzwischen länge überholte, aber leider immer noch weiter propagierte Dominanztheorie. Danach werden verschiedenste, ganz unterschiedlich motivierte Verhaltensweisen als so genanntes „dominantes“ Verhalten gedeutet und so gut wie immer mit Härte beantwortet. Es wird nicht erkannt, dass ein Pferd vielleicht aus ganz anderen Gründen schlägt, zum Beispiel weil es kitzlig ist oder überfordert oder Schmerzen hat oder dass ein Pferd nicht aufdringlich ist, weil es ein Bully ist, sondern weil es unsicher ist.

Verallgemeinerungen und Pauschalannahmen geben uns das Gefühl, die Welt besser ordnen zu können. Indem wir Pferde in bestimmte Schubladen stecken, glauben wir zu wissen, wie wir mit ihnen umgehen müssen, was uns ein (in der Regel irrtümliches) Gefühl von Kontrolle gibt. Wir sind dann oft nicht nur in unserem Umgang mit dem Pferd auf dem Holzweg, wir versäumen auch, das Pferd mit seiner ganz eigenen Persönlichkeit kennen zu lernen. Und das ist schade! Pferde haben so viel zu schenken und wir können endlos viel von ihnen lernen, wenn wir bereit sind, sie in ihrem tatsächlichen Wesen zu erkennen. Für mich sind es zunehmend die Vielschichtigkeit und Tiefe von Pferdepersönlichkeiten, die mich begeistern und verzaubern. 

Und so möchte ich laut in die Pferdewelt rufen: Habt mehr Mut, ein Pferd wirklich kennen zu lernen! Gesteht ihnen eine eigene Persönlichkeit zu und lasst Euch davon überraschen, wie vielschichtig sie sind.

Pferde sind vielschichtig

14. Mai 2019 von Tania Konnerth • Kategorie: Engagement und Pferdeschutz, Erkenntnisse, Verhalten 3 Kommentare »

Die Gerte – wie sie zu einem Kommunikationsmittel werden kann

Immer mal wieder werde ich darauf angesprochen (und manchmal auch dafür kritisiert), dass man mich immer mit Gerte bei den Pferden sieht. Eine Gerte ist leider mit Recht ein Gegenstand, der mit Gewalt verbunden wird und ist deshalb bei vielen, die einen alternativen Umgang mit Pferden möchten, verpönt. Ich selbst bin ein großer Freund von Differenzierung und möchte gerne aufzeigen, dass eine Gerte zum einen tatsächlich hilfreiches und sinnvolles Werkzeug und zum anderen vor allem auch eine Chance sein kann. 

Den Missbrauch an der Wurzel packen

Ja, mit einer Gerte kann man schlagen und es wird oft genug gemacht. Trotzdem ist nicht die Gerte das Problem, sondern die Hand, die sie hält, bzw. der Mensch, zu dem die Hand gehört. Es wäre natürlich toll, wenn wir das Problem mit der Gewalt einfach lösen könnten, indem wir keine Gerte mehr mitnehmen, aber genau das ist leider nicht der Fall. Eine Hand, die mit einer Gerte schlägt, ist auch eine Hand, die selbst schlägt oder eine, die grob an Zügeln reißt – vielleicht weil sie es nicht besser weiß, weil sie es so gelernt hat und weil es immer noch salonfähig ist, Pferde zu schlagen. Gewalt hat immer Ursachen und solange wir nicht an die Wurzel des Problems gehen, werden wir das Problem nicht lösen können, denn z.B. Hilflosigkeit oder unkontrollierbare Gefühle, wie Wut u.ä. gehen nicht weg, nur weil man die Gerte weglegt. Im Gegenteil! 

Wir müssen also tiefer gehen – und genau darin sehe ich eine große Chance. Schon in meinen ersten Reitstunden als 10jährige hatte ich gelernt, eine Gerte zum Strafen und Treiben zu nutzen, also als Mittel von Gewalt. Leider habe ich das in meinen jungen Jahren nicht hinterfragt und fühle mich deshalb bis heute mies. Vielleicht habe ich gerade deswegen für mich versucht, einen anderen, einen besseren Weg zu finden, ein Werkzeug wie eine Gerte zu nutzen und hier ein Stück weit auch eine Vorbildfunktion zu haben.

Ich werde im Folgenden darstellen, WIE ich eine Gerte nutze und auch, WARUM ich sie für sinnvoll im Umgang mit Pferden halte. 

Es geht um Respekt und Achtung

Für mich ist der gute Einsatz einer Gerte eine Schule in Sachen Respekt und Achtung. Damit ich auch in emotionalen Momenten, also wenn ich mich zum Beispiel über mein Pferd ärgere, weil es mich gerade angerempelt hat oder mir auf den Fuß getreten hat oder wenn ich Angst habe, weil mein Pferd neben mir wild zu schnauben und zu tänzeln beginnt, die Gerte nicht, wie gelernt, als Strafinstrument einsetze, braucht es eine große Portion Selbstbewusstheit. Die erreiche ich nur durch Selbstreflexion. Selbstreflexion ermöglicht es mir, meine Gefühle so früh wie möglich zu erkennen und konstruktiv mit ihnen umzugehen. Die Bereitschaft dazu ist eine Voraussetzung dafür, ein Werkzeug wie eine Gerte (oder alternativ einen Strick oder Zügel oder ähnliches) nicht zu missbrauchen. 

Es geht nur ohne Angst

Das Allerwichtigste: Die Gerte darf einem Pferd keine Angst machen. Wenn ein Pferd Angst vor einer Gerte hat, kann ich sie nicht so einsetzen wie ich es möchte, also ist der erste Schritt, dem Pferd zu vermitteln, dass es keine Angst vor der Gerte in meiner Hand haben muss. Und das geht tatsächlich in den meisten Fällen viel leichter als gedacht. Bis auf wirklich schwer traumatisierte Pferde lernen die meisten sehr schnell zu unterscheiden (sonst müssten sie ja auch permanente Angst vor unseren Händen haben, mit denen so oft geschlagen wird…). 

Anthony hebt mir sogar regelmäßig meine Gerte auf, wenn sie heruntergefallen ist, für ihn ist sie ein Gegenstand wie jeder andere: 

Gerte

Pferde können exzellent differenzieren, denn sie sind Meister darin, unsere inneren Befindlichkeiten wahrzunehmen. Der Großteil der Pferde erspürt sehr schnell, ob der Mensch eine aggressive Absicht mit einer Gerte verfolgt oder nicht. Selbst sehr ängstliche Pferde mit schlechten Erfahrungen nehmen sie schnell kaum noch als „eigentlich bedrohliche“ Gerte wahr, wenn wir sie spielerisch heranführen und ihnen keinen Grund zur Sorge geben. Und das finde ich wundervoll, denn es ermöglicht mir, einem Pferd zu zeigen und auch dauerhaft zu „beweisen“, dass ich nichts Böses möchte, ja, dass es mir vertrauen kann.

Aber, Achtung: Hier ist sehr leicht viel Porzellan zu zerschlagen, denn das Vertrauen ist ganz schnell verloren, wenn die Gerte dann doch wieder als Gewaltmittel eingesetzt wird und sei es auch nur „aus Versehen“. Das Bewusstsein darüber, wie viel auf dem Spiel steht, hat mir enorm dabei geholfen, immer achtsam in der Selbstreflexion zu bleiben, damit genau das nicht passiert. 

Warum ich eine Gerte nutze

Kommen wir zu der Frage, warum ich überhaupt eine Gerte nutze. Und meine Antwort dürfte manch einen verblüffen: weil sie mir, wie kein anderes Hilfsmittel ermöglicht, für ein respektvolles und entspanntes Miteinander mit Pferden zu sorgen.

Im Miteinander von Mensch und Pferd gibt für mich drei ganz wichtige Aspekte, die noch viel zu wenig beachtet werden, zwei davon sind anatomischer Art und diese beiden wirken sich ganz entscheidend auf den dritten aus, der etwas mit dem zu tun hat, wie Pferde ticken. 

Ein Pferd ist waagerecht, ein Mensch ist senkrecht

Ein Pferd ist vor allem eines: es ist lang. Es hat einen langen Körper und an diesem Körper ist ein langer Hals. Wenn ein Pferd Kontakt vermeiden will, dann kann es sich so stellen und bewegen, dass ich allenfalls mit seinem Maul zu tun habe. Es kann mich also sehr einfach auf einen ordentlichen Abstand halten.

Ich als Mensch bin gleichsam ein senkrechter Strich. Ich habe zwar zwei Arme, aber die sind kurz. Was passiert nun, wenn ein Pferd auf mich zukommt, Nase vorausgestreckt und ohne Tendenz anzuhalten? Die allermeisten Menschen weichen reflexartig aus oder gehen zurück. Und selbst wenn wir stehenbleiben und vielleicht unserer Arme heben oder uns stimmlich bemerkbar machen, ist es das Pferd, das über einen körperlichen Kontakt entscheiden kann, indem es uns zum Beispiel mit der Nase berührt oder bufft oder den Kopf zur Seite nimmt und uns mit der Schulter touchiert oder rammt (je nach Pferdepersönlichkeit). 

Das Pferd steht auf vier Beinen, der Mensch auf zwei

Ein weitere Punkt ist dieser: Ein Pferd steht auf seinen vier Beinen ziemlich stabil. Selbst bei massivem Körperkontakt durch ein Anrempeln mit der Schulter durch ein anderes Pferd, fällt ein Pferd nicht um.

Wir Menschen dagegen stehen sehr wackelig auf unseren zwei Beinen und sind schon durch minimale Berührungen aus der Balance zu bringen – das gilt übrigens auch für die breitbeinig Dastehenden, die der festen Überzeugung sind, dass sie nicht weichen, achtet mal ganz bewusst darauf. Ein Stupser mit der Nase lässt uns einen Schritt zurück machen, ein Rempler – und wir liegen auf dem Boden. 

Das beliebte Spiel „Wer bewegt wen?“

Nun gibt es ein Spiel, das alle Pferde beherrschen (es sei denn, sie sind verhaltensgestört) und das heißt: Wer bewegt wen? Dieses Spiel bildet eine entscheidende Basis des pferdischen Miteinanders und wenn wir dieses Spiel nicht verstehen, nicht durchschauen und auch nicht selbst spielen können, wird es immer wieder zu Problemen in der Kommunikation und im Umgang mit Pferden kommen. Beherrschen wir es hingegen, macht das das Miteinander mit jedem Pferd leichter. 

Achtung: Fehlinterpretation!

Leider ist dieses Spiel auch schon sehr missinterpretiert worden, so dass vollkommen falsche Schlussfolgerungen daraus gezogen wurden. Die gesamte und längst überholte Dominanztheorie basiert auf der Annahme, dass Pferde, die uns bewegen wollen, dominant sind, und dass wir als Menschen eben dominanter sein müssen, um Chef zu sein. Aus meiner Sicht ist das eine sträfliche Fehlinterpretation des Verhaltens und des Wesens von Pferden und führt einmal mehr zu groben und unangemessenen Handlungen, wie z.B. dem forcierten Rückwärtsschicken von vermeintlich respektlosen Pferden oder dem druckvollen Weichenlassen, um dem Pferd klarzumachen, dass es „rangniedriger als der Mensch ist. 

Der Sinn des „Wer-bewegt-wen?“-Spiels

Fragen wir uns doch einmal, warum das „Wer bewegt wen?“-Spiel eigentlich so wichtig für Pferde ist: Ganz sicher nicht, damit ein paar Bullys anderen Pferden klarmachen können, dass sie nichts zu melden haben. Es sichert viel mehr, dass die Abläufe in der Herde für alle Herdenmitglieder verständlich geregelt sind und dient dazu, dass das Miteinander in einer Herde verlässlich funktioniert.

Wenn im Notfall Flucht angesagt, kann es sich keine Herde leisten, dass sich die einzelnen Tiere anrempeln oder nicht zur Seite gehen, das würde Zeit und Kraft kosten und könnte bei echter Panik zu schlimmen Stürzen führen. Es ist entscheidend, dass jeder auf jeden achtet und dass jedes Pferd flüchten kann. Eine Herde muss im Notfall fast funktionieren, als handele es sich um einen einzigen Organismus. Das „Wer bewegt wen“-Spiel ist quasi ein Dauertraining in Sachen gegenseitiger Aufmerksamkeit und Zwiesprache und sorgt dafür, dass alle immer aufeinander achten.

Bei unseren mehr oder weniger in Sicherheit und damit eben manchmal auch eher in Langeweile lebenden Pferden hat das Spiel „Wer bewegt wen?“ zusätzlich einen Unterhaltungswert. Viele Pferde finden es lustig, uns beim Abäppeln zu helfen, indem sie sich uns in den Weg stellen, uns anstupsen, ihre Köpfe an uns reiben oder was ihnen noch so mit uns einfällt. Die meisten Menschen finden das zu Beginn auch lustig und wir lachen und streichen ihnen über den Kopf und merken gar nicht, dass wir ständig ausweichen – zur Seite oder nach hinten, mal nur ein Stück, mal mehr. Irgendwann wird es uns dann meist zu nervig und wir wollen in Ruhe weiterarbeiten, aber die Pferde stehen uns inzwischen fast auf den Füßen oder ziehen an unserer Jacke. Und spätestens das ist dann der Moment, wo die meisten unfair werden, denn dann wird ermahnt, geschimpft und wenn das nichts bringt, erfolgen physische Maßnahmen. „Was soll ich machen, die buffen mich ja auch!“ wird dann ein Schlag mit der Hand gerechtfertigt.

Mit einer Gerte bin ich im Spiel

Und jetzt kommt die Gerte ins Spiel, denn sie ermöglicht es mir, das Spiel „Wer bewegt wen?“ auf eine respektvolle und aus meiner Sicht durch und durch pferdegerechte Weise mitzuspielen. Ich kann mit einer Gerte einem Pferd auf eine vollkommen unaggressive Weise vermitteln, dass ich möchte, dass es meinen Individualraum respektiert, in dem ich, wenn ich merke, dass ein Pferd auf mich zukommt, die Gerte leicht anhebe und zwischen mit und das Pferd bringt, quasi als Abstandshalter. 

Wichtig: Mein Ziel ist grundsätzlich, kein Pferd mit einer Gerte überhaupt berühren zu müssen. Bei etwas dickfelligeren Pferden, die mein zartes Tippen ignorieren, überlege ich, wie ich deutlicher werden kann, indem ich z.B. ein kleines Stück Folie an das Gertenende binde, mit dem ich dann knisternd wedeln kann. Damit bekomme ich die Aufmerksamkeit von so ziemlich jedem Pferd. Und das ist das, worum es mir geht: Ich möchte, dass das Pferd meine Zeichen, in diesem Fall die Bitte, mit etwas Abstand stehen zu bleiben und mir nicht zu nahe zu kommen, wahrnimmt und respektvoll reagiert.  Ich überprüfe auch immer mal wieder, ob als Zeichen irgendwann auch meine Hand oder meine Ausstrahlung ausreicht, aber oft provoziere ich damit, dass das Pferd mir – ohne es böse zu meinen! – doch zu nahe kommt. Die Gerte ist ein Hilfsmittel, dass es mir ermöglicht, meinen Indivdualraum so groß zu beschreiben, dass das Pferd anhält, ohne das es mich berühren kann. Bei Handzeichen werden die meisten Pferde so nah kommen, dass sie mindestens unsere Hand mit der Nase berühren können, nutze ich eine Gerte, gewinne ich genau die Gertenlänge als zusätzlichen Abstand. 

Warum ist Abstand so wichtig?

Nun mag manch einer sich fragen, warum ich denn nicht vom Pferd berührt werden will. Es geht nicht darum, nicht grundsätzlich vom Pferd berührt zu werden, aber ich möchte eine Möglichkeit haben, die Berührungen mitzugestalten und zwar auf eine respektvolle und freundliche Art.

Gehe ich zum Beispiel zum Abäppeln in eine Herde, kann es mir gut passieren, dass einige der kontaktfreudigen oder forschen Kandidaten auf mich zukommen. Ich stehe dann zwischen drei, viel Pferden, von denen ich alle mehr oder weniger sanft berührt werde, sprich: sie haben sozusagen Vollkontakt mit mir, da ich ihnen ja mit meinem gesamten (senkrechten) Körper zur Verfügung stehe. Sie selbst sind fein raus, da ihre Körper für mich unerreichbar sind. Was wir Menschen dann in diesem Fall meist machen um uns zu befreien, ist uns entweder durch die Pferdenasen hindurchzudrängeln (was meist wenig Erfolg hat, denn die Nasen werden uns einfach verfolgen, wenn sie uns interessant genug finden) oder wir heben die Arme hoch und wedeln oder klatschen und rufen, um uns etwas Raum zu schaffen. Kommen die Pferde dieser Bitte nicht nach, werden viele auch massiver und es wird geschimpft, geklapst oder geschlagen. 

Habe ich eine Gerte dabei, kann ich das Geschehen von Beginn an ganz anders gestalten. Mit einer Gerte kann ich den forschen Pferden auf eine ganz freundliche Art vermitteln, dass sie bitte erst einmal nicht näher kommen sollen. Das lernen auch die aufdringlichsten Pferde ganz schnell. Schenkt mir das Pferd den Respekt, mich nicht zu bedrängen, kann nun ich zum Pferd gehen, es begrüßen und auch mit ihm kuscheln. Das ist dann aber meine Entscheidung und das ist der Entscheidende Punkt: Ich werde nicht bewegt, sondern ich bewege mich selbst und ich bewege das Pferd (bzw. lasse es Abstand halten, was Teil des Spiels ist). 

Wichtig!

Die Gerte allein hilft mir unter Umständen gar nichts, wenn ich nicht wirklich bereit bin, das „Wer bewegt-wen?“-Spiel zu spielen, sprich: Ich muss tatsächlich Abstand wollen! Sehr viele von uns genießen den Körperkontakt mit Pferden so sehr, dass sie innerlich ausstrahlen, dass das Pferd ganz nah kommen kann und Pferde, die das Spiel gerne spielen, ignorieren dann auch eine Gerte. Hier ist die Antwort nun natürlich nicht, die Gerte doller einzusetzen, sondern hier muss der Mensch für sich klären, was er will. Für mich persönlich ist der körperliche Kontakt mit Pferden sehr viel schöner und entspannter, wenn er respektvoll und achtsam erfolgt, deshalb sorge ich sehr konsequent dafür, das Pferde mich nicht bedrängen oder gar anrempeln.  

Eine Gerte kann tatsächlich Gutes bewirken

Dieses Prinzip lässt sich auf alle Bereiche des Umgang mit Pferden am Boden übertragen und je konsequenter wir es befolgen, desto respektvoller, achtsamer und feinfühliger wird das Miteinander. Das jedenfalls ist meine Erfahrung. Natürlich würde ich noch ein bisschen lieber davon berichten können, dass ich allein durch meine Ausstrahlung in der Lage bin, aufdringliche oder aufgeregte Pferde nicht zu nahe an mich herankommen zu lassen, aber, das gebe ich offen zu: das schaffe ich nicht. Also nutze ich eine Gerte und freue mich darüber, sie sinnvoll und pferdegerecht einsetzen zu können. 

Ein Beispiel

Zum Abschluss noch ein Beispiel: Auf dem folgenden Foto bin ich mit Dreamer zu sehen. Dreamer ist ein Pferd, das sich sehr aufregen kann und mit all dem Energieüberschuss, der dann in ihm ist, einem dann auch deutlich zu nahe kommt. Um mit ihm entspannt umgehen zu können, brauche ich gerade dann ausreichend Abstand. Dieses Pferd hatte in der Vergangenheit Schlimmes mit Gerten und Peitschen erlebt, aber ich habe ihm vermitteln können, dass ich nichts Böses damit vorhabe. Ich kann die Bogenpeitsche dazu nutzen, ihn wie in dieser Situation, in der er zuvor sehr aufregt war, zu bitten, nicht näher zu kommen. Die leicht angehobene Peitsche macht Dreamer, wie deutlich zu sehen ist, keine Sorgen, im Gegenteil, er kann sogar etwas entspannen. Würde ich mich bedrängt fühlen oder hätte ich Angst, umgerannt zu werden, könnte ich selbst in einer solchen Situation nie die Ruhe ausstrahlen, die er braucht. Er akzeptiert die Gerte voll und ganz als Abstandhalter und mit ihr können wir gemeinsam zur Ruhe kommen. Im nächsten Schritt kann ich dann auf ihn zugehen, ohne dass ich in Gefahr gerate, umgerannt zu werden. Das ist ein Beispiel dafür, wie eine Gerte tatsächlich Gutes bewirken kann, sofern sie verantwortungsvoll und mit Bedacht genutzt wird. 

Gerte

Ja, ich rate tatsächlich auch in meinen Coachings dazu, eine Gerte zu nutzen und zeige, wie ich sie einsetze. In eben genau der hier geschilderten Weise kann sie wesentlich zu einem harmonischen, vertrauensvollen und achtsamen Miteinander beitragen. 

16. April 2019 von Tania Konnerth • Kategorie: Erkenntnisse, Umgang 3 Kommentare »

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