Ein großes Geschenk

Nachdem ich in den letzten Blogbeiträgen nun viel über die verschiedensten Zäumungen geschrieben habe, die ich genutzt habe und nutze, möchte ich heute noch etwas mit Euch teilen, was für mich immer wieder ein ganz wundervolles Geschenk ist.

Mit Aramis habe ich mir nämlich erarbeitet, dass ich ihn auch ohne Kopfstück reiten kann.

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Wichtig: Das ist natürlich nicht einfach so zum Nachmachen geeignet. Das Reiten ohne Kopfstück ist nicht ohne, von der Versicherungsfrage mal ganz abgesehen – man muss hier wirklich wissen, was man tut.
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3. Dezember 2008 von Tania Konnerth • Kategorie: Reiten 10 Kommentare »

Kleine und subjektive Kunde der gebisslosen Zäumungen

Im letzten Beitrag schrieb ich schon ein bisschen über das gebisslose Reiten. Da ich in diesem Bereich schon einiges ausprobiert habe, möchte ich hier einfach mal über meine Erfahrungen berichten und aufzeigen, für welche Einsatzgebiete ich welche Zäumungen sinnvoll finde. Auf den folgenden Bildern seht Ihr einmal das merothische Reithalfter (links) und ein mechanisches Hackamore (rechts).

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Mit beiden Zäumungen bin ich Aramis ein ganzes Weilchen geritten.
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28. November 2008 von Tania Konnerth • Kategorie: Ausrüstung, Reiten 51 Kommentare »

Ich reite gebisslos – und das geht gut!

Solange ich Aramis habe, reite ich viel und gerne ohne Gebiss.Zunächst war das ein bisschen aus der Not geboren, denn als ich ihn bekam, war er extrem heikel mit dem Gebiss. Schon allein das Gebiss im Maul zu haben, veranlasste ihn, sich einzurollen – daran, die Zügel aufzunehmen, war erst gar nicht zu denken. Deshalb ritt ich ihn zunächst nur gebisslos. Meine Absicht war, erst einmal Abstand zu seinen offenbar schlechten Erfahrungen zu schaffen, um dann vielleicht noch einmal neu mit einem Gebiss starten zu können.Heute kann ich ihn zwar auch mit Gebiss reiten, aber etwas im Maul bereitet ihm immer noch Stress. Am liebsten reite ich ihn deshalb ohne Gebiss – und entgegen vieler kritischen Ansichten, dass man gebisslos nicht reell reiten könne, möchte ich sagen, dass wir damit sehr gut klar kommen.Vielleicht können diese Bilder hier manch einen Kritiker wenigstens nachdenklich machen?

lg_schulterherein.jpg

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26. November 2008 von Tania Konnerth • Kategorie: Reiten 17 Kommentare »

Ein Ausritt im Herbst

Na, Aramis? Die Sonne scheint so herrlich, Lust auf einen Ausritt?

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Auf geht’s!
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5. November 2008 von Tania Konnerth • Kategorie: Reiten 2 Kommentare »

Grundwissen über Anatomie und Biomechanik – Teil 6: Die Dehnungshaltung

Die Dehnungshaltung wird immer wieder als das Allheilmittel vielerlei Probleme von Pferden, besonders bei Rückenleiden angepriesen und sicherlich ist es die gute Ausführung der Dehnungshaltung auch. Doch auch hier gilt: Nicht jeder tiefe Kopf ist gleich eine gute Dehnungshaltung!

In einer guten Dehnungshaltung lässt das Pferd seinen Kopf-Halsbereich aus dem Widerrist heraus fallen. Dadurch hebt das Nackenband den Rücken des Pferdes an. Das Nackenband ist eine Sehnenplatte, die hinter dem Genick des Pferdes beginnt und einmal über die gesamte Oberlinie des Pferdes geht. Wenn sich der Rücken des Pferdes anhebt, kann die Hinterhand gut untertreten. Dabei ist es wichtig, dass die Stirn-Nasen-Linie vor der Senkrechten bleibt.

Das folgende Foto dürfte in etwa die Ideal-Dehnungshaltung zeigen:

dehnung2.jpg

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21. Oktober 2008 von Babette Teschen • Kategorie: Anatomie und Körper, Jungpferdausbildung, Longieren, Reiten 8 Kommentare »

Acht gute Gedanken oder: Eine außergewöhnliche Checkliste

Neulich erhielt ich hier über „Wege zum Pferd“ eine höchst interessante Mail. Dort schrieb mir ein Leser von einem Stall, in dem überall eine DIN-A4-Checkliste aushängt, auf der Folgendes zu lesen ist:

Die 8 Gedanken vor dem Reiten

  • Zeit
  • Geduld
  • Ruhe
  • Einfühlungsvermögen
  • Ehrlichkeit
  • Körperbeherrschung
  • Selbstkritik
  • Konsequenz

Wow, dachte ich mir, DAS muss ein toller Stall sein, in dem so etwas aushängt. Mir gefallen die Punkte, mir gefällt die Reihenfolge der Punkte und mir gefällt, dass man sich immer wieder an diese Punkte erinnern soll.

Was sagt Ihr dazu? Habt Ihr Ergänzungen zu dieser Liste? Erscheint Euch ein Punkt weniger wichtig, während vielleicht ein anderer fehlt? Ich bin gespannt 🙂

17. Oktober 2008 von Tania Konnerth • Kategorie: Reiten 16 Kommentare »

Grundwissen über Anatomie und Biomechanik – Teil 5: Die verschiedenen Halshaltungen

Schon in meinem letzten Beitrag ging es um die Halsmuskulatur des Pferdes. In diesem Beitrag wies ich auch darauf hin, dass es wichtig ist, sehen zu lernen, welche Halshaltung bei einem Pferd gut ist und welche nicht und genau darum geht es hier nun ausführlich.

Dass ein Pferd den Kopf nicht hochtragen, sondern den Hals rund machen und den Kopf senken soll, ist Allgemeingut. Nun kann man mechanisch, also durch einen entsprechenden Zügeleinsatz oder z.B. durch Ausbinder, Schlaufzügel & Co dafür sorgen, dass ein Pferd den Kopf herunternimmt. Das sieht dann auf dem ersten Blick korrekt aus, hat aber leider überhaupt keinen positiven Wert.

Ein Pferd, dem der Kopf künstlich runtergeholt wird, läuft nicht gut, denn ein solches Pferd ist verkrampft und kann nicht über den Rücken gehen (s. Beitrag Der Pferderücken).
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16. Oktober 2008 von Babette Teschen • Kategorie: Anatomie und Körper, Jungpferdausbildung, Longieren, Reiten 7 Kommentare »

Sitzschulung an der Longe? Ja, bitte!

Ich habe das Reiten fast komplett ohne Sitzschulungen an der Longe gelernt – leider!

Meine erste Longenstunde hatte ich auf einem Reiterhof, auf dem ich Reiterferien machte. Da ging es dem Lehrer aber auch nur darum, zu sehen, wie gut ich ritt, damit er mir die richtigen Pferde zuordnen konnte.

Meine langjährige Reitlehrerin nahm mich dann mal auf meinen Wunsch an die Longe, als ich eines ihrer Pferd einfach nicht angaloppieren konnte. Ich wollte mich mal für einen Moment nur auf meinen Sitz konzentrieren können. So konnte ich die Augen schließen und nur fühlen – und tatsächlich gelang mir dann das Galoppieren auf diesem Pferd.

Meine erste richtige Sitzschulung an der Longe hatte ich bei Babette. Ich hatte gleich zu Beginn signalisiert, dass ich sehr daran interessiert sei und da zu diesem Zeitpunkt (nach zwei Jahren ohne Unterricht) an meinem Sitz einiges im Argen war, fand sie es auch sinnvoll, damit zu beginnen. Und ich muss sagen: ich war begeistert.

Natürlich war es schon seltsam nach knapp 30 Jahren Reiterfahrung wie ein Anfänger an der Longe zu hängen, aber das hat mir so viel gebracht, wie selten etwas. Nicht nur die Möglichkeit, mich wirklich allein auf meinen Sitz zu konzentrieren, auch die Übungen, die mich Babette machen ließ, waren genial. Im Grunde sollte man das immer mal wieder einschieben, egal, wie lange oder wie gut man reitet.

…was mich auf den Gedanken bringt, mal wieder eine Longenstunde zu beantragen 🙂

15. Oktober 2008 von Tania Konnerth • Kategorie: Reiten 7 Kommentare »

Grundwissen über Anatomie und Biomechanik – Teil 4: Der Hals des Pferdes

Ich widme mich nun der Vorhand des Pferdes und hier zunächst der Halsmuskulatur.

Dazu benötigen Sie Grundlagenwissen über

  • das Nackenband,
  • die Halsmuskulatur,
  • die Wichtigkeit der Schulterfreiheit und
  • Sie müssen eine „gute“ Kopf-Halshaltung von einer „schlechten“ unterscheiden können.

Das Nackenband

Das Nackenband ist ein starkes, sehniges Band, das am Schädel des Pferdes beginnt, am Hals die Grundlage des Mähnenkammes bildet und über den Widerrist und über den Rücken bis zum Kreuzbein verläuft. Dieses Sehnenband ist über seine gesamte Länge mit der Wirbelsäule des Pferdes verbunden.

Wenn ein Pferd seinen Hals aus dem Widerrist heraus locker fallen lässt, zieht das Nackenband den Rücken des Pferdes hoch.

Aus diesem Grunde ist die gesamte Pferdewelt darauf aus, dass die Pferde die Nase runternehmen. Und genau deshalb gibt es eine riesengroße Vielfalt an Hilfszügeln, Spezialgebissen usw., die alle eines zum Ziel haben: dass das Pferd den Kopf runter nimmt. Allerdings gibt es kleine, aber sehr wesentliche Unterschiede, was eine tiefe Nase angeht, und hier sehe ich die größten Wissenslücken und die meisten Fehlerquellen. „Rübe runter“ reicht nicht aus, ganz im Gegenteil.

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14. Oktober 2008 von Babette Teschen • Kategorie: Anatomie und Körper, Jungpferdausbildung, Longieren, Reiten 7 Kommentare »

Kletterspaß oder: Das bringt Muckies

Gerade wenn es um Konditionstraining oder Muskelaufbau geht, kann man immer wieder lesen, dass leicht ansteigende Strecken oder auch gezieltes Klettern im Gelände sehr positiv sind.

Ich muss zugeben, dass ich da zunächst etwas ängstlich war. Selbst als ich noch in Hamburg lebte, hätte ich mit meinem Pferd ein bisschen klettern können. Wir hatten gleich gegenüber vom Stall einen künstlich errichteten Hügel, auf den man von der einen Seite über einen schmalen, schnell ansteigenden Weg kam und von der anderen Seite über einen sanfter ansteigenden. Den sanft ansteigenden hatte ich auch hin und wieder mal genutzt, aber vor dem steileren schreckte ich zurück.

Wo ich nun lebe, haben wir ein riesiges Ausreitgelände. Hier gibt es auch zahlreiche Hügel, so dass ich die ansteigenden Wege immer sehr gut für unser Training nutzen kann. Im Dorfwald gibt es sogar eine richtige Kletterstrecke. Früher hätte ich nie und nimmer gedacht, dass man so einen steilen Weg mit einem Pferd gehen kann, dagegen war der Hügel im Hamburg ein Maulwurfshaufen. Aber ich habe mich da ganz langsam und behutsam herangearbeitet.
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10. Oktober 2008 von Tania Konnerth • Kategorie: Reiten 8 Kommentare »

  • Reitkurs

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