Ein großes Geschenk

Nachdem ich in den letzten Blogbeiträgen nun viel über die verschiedensten Zäumungen geschrieben habe, die ich genutzt habe und nutze, möchte ich heute noch etwas mit Euch teilen, was für mich immer wieder ein ganz wundervolles Geschenk ist.

Mit Aramis habe ich mir nämlich erarbeitet, dass ich ihn auch ohne Kopfstück reiten kann.

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Wichtig: Das ist natürlich nicht einfach so zum Nachmachen geeignet. Das Reiten ohne Kopfstück ist nicht ohne, von der Versicherungsfrage mal ganz abgesehen – man muss hier wirklich wissen, was man tut.

Sich das aber mit einem Pferd zu earbeiten, ist etwas ganz, ganz Besonders und Kostbares.

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In diesen Bildern steckt eine jahrelange gegenseitige Vertrauensbildung und ich habe das Schritt für Schritt aufgebaut. Erst in der Halle mit Halsring, dann auf Außenplätzen und heute kann ich ihn auch im Gelände ohne Zaum reiten. Selbstverständlich mache ich das nur da, wo kein Verkehr ist und wo ich niemanden gefährde – ich habe das große Glück, ein Gelände zu haben, wo nur sehr wenig los ist. Ich vertraue meinem Großen wirklich sehr, aber ich vergesse nie, dass er ein Fluchttier ist.

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Faszinierend ist für mich immer wieder, wie stolz Aramis aussieht, wenn er ohne Kopfstück laufen darf – findet Ihr nicht?

3. Dezember 2008 von Tania Konnerth • Kategorie: Reiten 10 Kommentare »

 

10 Reaktionen zu “Ein großes Geschenk”

 

Von Sarah • 3. Dezember 2008

Hallo Tanja,

das stimmt, die Bilder sehen herrlich aus!
Allerdings gruselt es mich immer wieder, Reiter ohne Kappe zu sehen. Da muss ich ganz ehrlich sagen, ich würde nienicht ohne Kappe reiten – ich trage sie sogar zum Kutsche fahren.
Nichts für ungut wegen dieser Bemerkung.
Um wieder auf die Freiarbeit zurück zu kommen: ich bin mir ganz sicher, dass die Pferde sowas lieben. Nandi kriegt jedes Mal richtige „quiek-Laune“, wenn er frei auf den Longierzirkel darf. Da ich ihn ja nicht mehr reite, werden wir aber nie ohne Kopfstück über ein Feld galoppieren 🙁 Höchstens vielleicht nebeneinander 😉

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Hallo Sarah,

ja, Du hast recht – ohne Kappe ist nicht gut und nicht vernünftig. Ich bin viele Jahre immer mit Kappe geritten und habe dann bei Aramis irgendwann damit aufgehört – vor allem aus Bequemlichkeit und Nachlässigkeit. Ich weiß, ich sollte lieber eine aufsetzen. Bei Anthony mache ich es auch ganz brav.

Danke für den Hinweis!
Tania

 

Von Iris • 3. Dezember 2008

Liebe Tania,

auch ich reite Nora gern öfter mal mit Halsring, allerdings nur auf dem Platz, ins Gelände habe ich mich damit noch nicht getraut, weil sie manchmal doch etwas heftig wird. Nora hat das Teil von Anfang an geliebt und sich damit mehr entspannt, als sie es mit einem Gebiss je könnte. Mit dem Halsring reagiert sie sofort auf meine Aufforderung zum Anhalten, wo ich mit der Trense manchmal meine Schwierigkeiten habe. Könnte es sein, dass die Pferde auch daran wachsen, dass wir ihnen mit so einer Art zu reiten mehr Verantwortung für ihr Handeln und unsere Sicherheit geben? Ok, das ist jetzt wieder reichlich vermenschlichend, aber vielleicht ist Aramis deshalb so stolz, weil er auf Dich „aufpassen“ darf….

Liebe Grüße, Iris

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Liebe Iris,

genau das, was Du da ansprichst, habe ich auch schon gedacht – dass Aramis richtiggehend auf mich aufpasst. Er ist auch so bei kleinen Kindern und eben, wenn das Kopfstück ab ist. Und ich denke, es ist ein Stück weit auch das Vertrauen, das ich ihm schenke, was ihm dann gut tut (wenn das jetzt nicht auch zu vermenschlicht ist ;-)).

Herzlich,
Tania

 

Von Jenni • 3. Dezember 2008

Zum Vermenschlichen: Ich denke ja manchmal, warum sollten unsere spontanen Assoziationen in Bezug auf Tiere nicht stimmen (er ist stolz, freut sich etc.)? Vielleicht tut es uns und den Tieren besser, darauf zu hören, als das gleich wieder als Vermenschlichen abzutun.

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Jep,

das ist ein schöner Gedanke!

Lieber Gruß,
Tania

 

Von Sarah • 3. Dezember 2008

Hallo Tania,

erstmal entschuldige, dass ich deinen Namen falsch geschrieben habe!!!
Seitdem ich mal mit Nandi ganz blöd gestürzt bin, trag ich die Kappe immer, hat ja nicht unbedingt was mit der Zuverlässigkeit des Pferdes zu tun.

Ich glaube bei Nandi auch ganz sicher, dass er stolz ist, „frei“ gehen zu dürfen. Das gleiche beobachte ich beim Fahren. Da geht er ja auch „ganz alleine“ voraus und ist stolz wie Oskar. Ob das nun Vermenschlichung ist, hin oder her, aber es tut ihm gut und mir machts Spaß 😉

LG,
Sarah

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Überhaupt kein Problem, Sarah, ich werde oft falsch geschrieben 🙂

Und Deinen stolzen Nandi kann ich richtig vor mir sehen!

Lieber Gruß,
Tania

 

Von Sabine R. • 8. Dezember 2008

Ich reite meinen Araber auch ohne alles, allerding nur auf eingezäuntem Gebiet. Auf einem Turnier sind wir mal den Trailparcours so geritten….war eine tolle Sache.

Eine meiner Einstallerinnen (Ende 40, Späteinsteigerin vor 5 Jahren)hat ein Pferd von mir gekauft. Susanne und Nico bilden auch so eine Einheit. Nico wird nie aufgehalftert, steht immer brav an seinem zugewiesenen Platz und läuft seiner Besitzerin wie ein Hund hinterher. Sie hat mehrere Bodenarbeitskurse mit ihm gemacht uns auch irgendwann angefangen ihn ohne Zaumzeug auf dem Platz zu reiten. Inzwischen reitet sie auch ohne Zaumzeug ins Gelände, auch in der Gruppe. Sogar Straßenüberquerungen absolvieren die Beiden „oben ohne“. Sie hat vollstes Vertrauen in ihr Pferd, dass ist selbst mir manchmal zu viel. Mit der Versicherung ist das abgesprochen, sie hat schriftlich bestätigt bekommen, dass sie auch ohne Zaumzeug versichert ist.
Das Gefühl des Vertrauens ist unbeschreiblich….Susanne kommt oft ganz aufgewühlt vom Ausritt zurück….
Demnächt werde ich mal ein paar Fotos von Unterwegs machen, im Moment habe ich nur ein Foto vom Platz.
http://de.tinypic.com/view.php?pic=143dj5j&s=4

Gruß Sabine

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Na, das sieht doch nett aus mit Euch beiden – schön!

Und wow, was Du über Deine Einstellerin schreibst, klingt fantastisch.

Herzlich,
Tania

 

Von Edmund Kolowicz • 8. Dezember 2008

Hi Tania,

habe diese Art zureiten erst neulich bei uns in der Halle gesehen. Der Mann hat genausoviel Freude daran wie du. Er macht dabei auch noch Schießen mit Pfeil und Bogen und wenn er dann die lange Seite herunterkommt lacht er genau so fröhlich wie es auf deinem Bild zu sehen ist. Meine Frau und ich sind uns da 100 % sicher, so zu reiten ist sicherlich die größte Freiheit.

Liebe Grüße
Edmund

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Hallo Edmund,

ja, das ist schon wirklich was Schönes – vor allem, weil man so auch wirklich nochmal die Beziehung zum Pferd vertiefen kann.

Herzlich,
Tania

 

Von Bianca • 21. Dezember 2008

Hallo Tania!

Die Bilder sehen klasse aus! Man sieht dir und Amaris die Freude wirklich an!

Unsere Connemara-Stute Inka reite ich auch manchmal mit Halsring, aber nur auf dem Platz, bzw. unserer Wiese. Allerdings klappt, dass noch nicht ganz so gut 🙂 Aber wir werden weiter üben 🙂

Lg Bianca

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Danke, Bianca 🙂

Jep, einfach weiter dranbleiben – so etwas wächst und entwickelt sich,
Tania

 

Von Angela • 26. Januar 2009

Hallo an alle,
hab mal wieder mit Freuden eure Seiten durch gestöbert.
Ich bin auch ein Fan des gebisslosen Reitens. Ich baue immer wieder zwischendurch mal eine Stunde ‚ohne‘ ein, so es die verschiedenen Pferde die ich als RB reite zulassen.
Vielleicht schaut ihr mal bei youtube die Videos von Stacy Westfall an.
Sie reitet eine komplette Reining-Pattern ohne alles!
Das finde ich schon total beeindruckend.
http://www.youtube.com/watch?v=Z7NgXdrlHRU&mode=related&search=

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Hallo Angela,

herzlichen Dank für Deine Zeilen – und jep, die Dame habe ich auch schon öfters mal auf Video gesehen.

Herzlich,
Tania

 

Von Charlotte • 4. Mai 2010

Hallo Tania!
Wie schön und harmonisch das aussieht!
Ich würde mich wahnsinnig über einen weiteren Artikel freunen, in dem du die Ausbildung näher beschreibst!! 🙂

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Dankeschön, Charlotte! Schau mal hier – da beschreibe ich ein bissl was von der Basisarbeit.

Herzlich,
Tania

 

Von Jule • 20. April 2014

Hallo Tania!
Schöne Bilder 🙂 Wie glücklich ihr beide ausseht 😀

Hab mir grad mal das Stacy Westfall Video angeschaut, ist ja gut und schön dass sie ohne alles reitet aber über dieses pausenlose Sporengepiekse lässt sich echt streiten…also ich finds unmöglich…

 

 

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