Acht gute Gedanken oder: Eine außergewöhnliche Checkliste

Neulich erhielt ich hier über „Wege zum Pferd“ eine höchst interessante Mail. Dort schrieb mir ein Leser von einem Stall, in dem überall eine DIN-A4-Checkliste aushängt, auf der Folgendes zu lesen ist:

Die 8 Gedanken vor dem Reiten

  • Zeit
  • Geduld
  • Ruhe
  • Einfühlungsvermögen
  • Ehrlichkeit
  • Körperbeherrschung
  • Selbstkritik
  • Konsequenz

Wow, dachte ich mir, DAS muss ein toller Stall sein, in dem so etwas aushängt. Mir gefallen die Punkte, mir gefällt die Reihenfolge der Punkte und mir gefällt, dass man sich immer wieder an diese Punkte erinnern soll.

Was sagt Ihr dazu? Habt Ihr Ergänzungen zu dieser Liste? Erscheint Euch ein Punkt weniger wichtig, während vielleicht ein anderer fehlt? Ich bin gespannt 🙂

17. Oktober 2008 von Tania Konnerth • Kategorie: Reiten 16 Kommentare »

 

16 Reaktionen zu “Acht gute Gedanken oder: Eine außergewöhnliche Checkliste”

 

Von CelineD. • 17. Oktober 2008

Ich finde die Liste richtig gut.
Zu „Zeit, Geduld und Ruhe“ fällt mir folgender Satz ein, den ich irgendwo mal las: „Wenn man eine halbe Stunde reitet, als hätte man den ganzen Tag Zeit, hat man mehr erreicht, als wenn man den ganzen Tag reitet, als hätte man eine halbe Stunde Zeit.“ (so ähnlich zumindest)
Liebe Grüße!

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Ohhh ja, das ist eine tolle Aussage!

Ganz herzlich,
Tania von „Wege zum Pferd“

 

Von Heide • 18. Oktober 2008

Ich finde die Liste auch gut – obwohl ich kein Pferd habe.

Aber sie ist doch auch nützlich für den Umgang mit Kindern im Besonderen und Mitmenschen im Allgemeinen.

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Liebe Heide,

wie schön, Dich auch hier zu lesen 🙂 Und stimmt – diese Liste ist universell nutzbar!

Herzlich,
Tania

 

Von Conny • 20. Oktober 2008

Als bekennende Angstreiterin würde ich persönlich noch das Wort „Vertrauen“ anhängen 😉

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Oh ja, das ist eine sehr gute Ergänzung! Danke 🙂
Tania

 

Von Diana • 22. Oktober 2008

Hallo zusammen!

Ich finde solche Listen total gut – besonders wenn sie öffentlich aushängen und man sie auch unterbewusst total oft durchlest, oder einfach nur einen kurzen Anreiz mitnimmt bevor man aufs Pferd aufsteigt.
Für mich persönlich waren die zwei Schlagwörter

„Respekt und Vertrauen“

immer besonders wichtig, die ich gerne immer als Grundpfeiler für meine Arbeit mitnehme, und alles andere darauf aufbaue.
Deswegen werde ich die ansonsten sehr gute Liste auf 10 Punkte aufstocken und sofort bei mir aufhängen.
Liebe Grüße, Diana

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Ohhhh ja, „Respekt“ ist auch wichtig. Sehr guter Hinweis!

Herzlich,
Tania

 

Von Nicole • 24. Oktober 2008

Hallo,

die Liste ist wirlich sehr gut, bezieht sich aber „nur“ auf den Umgang mit dem Pferd. Was mir fehlt (einfach aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen mit Miteinstellern) ist „Rücksichtnahme gegenüber anderen Reitern“, frei nach dem Motto: „Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem andern zu!“.

Liebe Grüße,
Nicole

______________________

Oh ja, das ist auch ein wichtiger Punkt, der letztlich dann auch den Pferden zugute kommt. Denn: entspannte Reiter sind meist auch bessere Reiter 🙂

Herzlich,
Tania

 

Von Alex • 28. Oktober 2008

Ich schließe mich auch sehr gerne an
und möchte noch die Ergänzung „Sicherheit“
für Pferd und Reiter vorschlagen.
Reiterliche Grüße,
Alex

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Danke, Alex, auch eine gute Ergänzung!

Herzlich,
Tania

 

Von Kelly • 4. November 2008

Liebe Tania,

eine gute Idee mit der Checkliste :-).

Ich würde das Wort „ACHTSAMKEIT“ in der Aufstellung noch ergänzen.

Herzliche Grüße und alles Gute für Dich und Deine Lieben :-). Kelly

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Hi Kelly,

ohhhh ja, „Achtsamkeit“ ist auch eine sehr gute Ergänzung!

Alles Liebe auch für Dich und Deine Lieben,
Tania

 

Von Michaela • 17. August 2009

Hallo!
für mich ist immer die „Gute Laune“ sehr wichtig.

Ich versuche, bevor ich mit meinem Pferd arbeite, mich in einen Zustand zu versetzen, in dem mich fühle, als könnte ich Bäume ausreissen, eine ganze Nacht lang durchtanzen, verliebt sein, ….usw.
Wenn ich es schaffe, so glücklich zu sein (klappt natürlich nicht immer, aber immer öfter) überträgt sich das scheinbar aufs Pferd und das sind meistens die schönsten „Trainingseinheiten“!

Schöne Grüße,
Michaela

 

Von Michaela • 17. August 2009

Hallo, nochmal ich! Möchte nur schnell was klarstellen:
irgendwie könnte man meinen, wenn man meinen Kommentar liest, ich dröhne mich mit irgendwas zu bevor ich mit meinem Pferd arbeite…. NATÜRLICH NICHT !!!!!!
Ich habe gelernt, mit Hilfe meiner Gedanken mich in einen Glücklichen Zustand zu versetzen (klappt wie gesagt natürlich nicht immer, aber immer öfter…).
Und wenn man glücklich ist, klappt alles viiiieeeel besser !!!

Schöne Grüße nochmal,
Michaela

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Keine Sorge, ich glaube, das kam schon ganz richtig rüber – und ich stimme Dir absolut zu!!!

Tania

 

Von Charlotte • 30. Mai 2010

Hallo!
Ich hätte noch eine Ergänzung, nämlich: „Fairness“
Das ist zwar in Einfühlungsvermögen irgendwie inbefriffen, aber trotzdem würde ich es spontan dazuschreiben

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Jep, eine gute Ergänzung!
Tania

 

Von Claudia • 12. Juni 2010

Vielleicht noch „Gefühl“ – ganz wichtig mal auf den Bauch zu hören, nicht immer nur auf den Kopf 😉

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Jep, auch ein wichtiger Punkt!
Tania

 

Von Loli • 13. Februar 2012

„Wissen“ fehlt mir auf dieser Liste.
Denn wo Wissen aufhört, fängt Gewalt an.
Lieber rechtzeitig wenig machen, als zu spät viel. (Pat Parelli)

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Ja, das ist eine gute Ergänzung! Wobei Wissen dann trügerisch sein kann, wenn man sich auf den Stand, den man hat verlässt. Wenn ich überlege, wie viel ich früher sicher zu „wissen“ glaubte und wie viel ich heute davon vollkommen anders sehe …

Tania

 

Von Loli • 14. Februar 2012

Nachtrag zu Wissen: damit habe ich nicht gemeint, dass man was lernt und es anwendet, sondern dass man über genügend Wissen verfügt, um in der jeweiligen Situation pferdegerecht zu reagieren.
Also eben nicht: wenn es nicht reagiert, dann musst Du es hauen, also haue ich es. Es reagiert immer noch nicht und ich haue immer fester, weil ich eben nicht weiß, was jetzt die richtige Vorgehensweise ist.
Ich meine so eine Art Flexibilität mit Problemen lösungsorientiert umzugehen, statt dumpf Techniken nachzuahmen, von denen versprochen wird, dass sie bei jedem Pferd genauso funktionieren.
Also das Wissen, was tun wenn, aber bitte lösungorientiert und nicht dogmatisch. Eben einfach den Kopf dafür auf haben, was braucht mein Pferd in dieser Situation und wie kann ich es so vermitteln, dass es mich versteht.

____________________________

Jep, Zustimmung in allen Punkten! DAS ist auch genau das Wissen, das ich anstrebe und, wenn möglich, vermitteln möchte.
Tania

 

Von ute • 21. Februar 2012

hallo zusammen,

finde die punkte auch alle wichtig, auch die nachgenannten.
aber für eine praktikable liste (die man aushängt, um sich den inhalt immer mal wieder zu vergegenwärtigen) sind mit acht punkte schon eher zuviel.

ich würde den punkt „körperbeherrschung“ raus nehmen. nicht weil ich ihn nicht wichtig finde (im gegenteil), sondern weil es dejenige ist, den man am wenigsten so auf die schnelle beeinflussen kann.
alle anderen sind ja mehr „haltungs-sachen“, da macht es sinn, sie sich zu vergegenwärtigen.

ute

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Hallo Ute,

ja, stimmt, zu viele Punkte dürfen es tatsächlich nicht sein, da man sonst zu schnell entmutigt ist. Danke für den Hinweis!
Tania

 

Von Karin, Elektromeisterin • 26. Mai 2015

Hallo in die Runde!
In der Elektrotechnik gibt es fünf Sicherheitsregeln,
die man einfach auswendig kennen muss, um am Leben zu bleiben. Fünf Dinge, die man an fünf Fingern abzählen kann,
prägen sich dem Gedächtnis leicht ein. In der Pferdewelt bin ich Neuling, aber Ihr pferdeweisen Frauen werdet sicher ein Sicherheitspäckchen für Pferd und Reiter, bzw für
Pferd-Mensch-Training schnüren.
Viel Spaß beim Komprimieren
wünscht Euch Karin

 

Von Nicole • 27. Mai 2015

Ich würde diese Liste mit dem Wort „Freude“ ergänzen. Etwas ohne Freude zu tun, kann stumpf oder eher pflichtgemäß sein. Und für mich ist nichts schöner, als wenn unsere Pferde ein, zwei Stunden nach dem Reiten oder Ausritt wieder mit erfreuter Mimik auf unser Auftauchen reagieren. Würden sie sich abwenden oder uns ignorieren, müsste ich mir dazu ein paar Gedanken machen.
Auch der Begriff „Miteinander“ wäre mir wichtig. Im Turniersport spüre ich beizeiten eher ein Gegeneinander, und das finde ich bedrückend.

 

 

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