Sitzschulung an der Longe? Ja, bitte!

Ich habe das Reiten fast komplett ohne Sitzschulungen an der Longe gelernt – leider!

Meine erste Longenstunde hatte ich auf einem Reiterhof, auf dem ich Reiterferien machte. Da ging es dem Lehrer aber auch nur darum, zu sehen, wie gut ich ritt, damit er mir die richtigen Pferde zuordnen konnte.

Meine langjährige Reitlehrerin nahm mich dann mal auf meinen Wunsch an die Longe, als ich eines ihrer Pferd einfach nicht angaloppieren konnte. Ich wollte mich mal für einen Moment nur auf meinen Sitz konzentrieren können. So konnte ich die Augen schließen und nur fühlen – und tatsächlich gelang mir dann das Galoppieren auf diesem Pferd.

Meine erste richtige Sitzschulung an der Longe hatte ich bei Babette. Ich hatte gleich zu Beginn signalisiert, dass ich sehr daran interessiert sei und da zu diesem Zeitpunkt (nach zwei Jahren ohne Unterricht) an meinem Sitz einiges im Argen war, fand sie es auch sinnvoll, damit zu beginnen. Und ich muss sagen: ich war begeistert.

Natürlich war es schon seltsam nach knapp 30 Jahren Reiterfahrung wie ein Anfänger an der Longe zu hängen, aber das hat mir so viel gebracht, wie selten etwas. Nicht nur die Möglichkeit, mich wirklich allein auf meinen Sitz zu konzentrieren, auch die Übungen, die mich Babette machen ließ, waren genial. Im Grunde sollte man das immer mal wieder einschieben, egal, wie lange oder wie gut man reitet.

…was mich auf den Gedanken bringt, mal wieder eine Longenstunde zu beantragen 🙂

15. Oktober 2008 von Tania Konnerth • Kategorie: Reiten 6 Kommentare »

 

6 Reaktionen zu “Sitzschulung an der Longe? Ja, bitte!”

 

Von Almut • 15. Oktober 2008

Hallo Tania,
das kommt mir irgendwie bekannt vor – an die Longe wurde ich zwar als blutiger Anfänger schon mal genommen, aber nur bis ich mich halbwegs oben halten konnte. Und „Sitzschulung“ bestand in: „Absatz tief! Zehenspitzen nach innen! Hände zusammen! Schultern zurück!“ etc.pp.
Ich gebe zu, ich kam mir letztens auch erst bisschen blöd vor so im Schritt an der Longe… aber es war wirklich das Beste, was ich mit dieser einen Reitstunde anfangen konnte. Und es hat meine Wahrnehmung auf Probleme gelenkt, die ich bisher gar nicht als Probleme wahrgenommen hatte – ich sag nur Hände und Füße. Ich habe viel mit nach Hause genommen – in diesem Sinne nochmal ein großes Dankeschön an Babette 🙂
Liebe Grüsse, Almut
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Jau, da hast Du natürlich Recht – Sitzlonge ist nicht gleich Sitzlonge, eine/n gute/n Lehrer/in braucht es auch noch 🙂

Mich freut sehr, dass Du so viel mitnehmen konntest – mir ging es genauso nach einer Babette-Sitzlonge,
Tania

 

Von Nadine • 15. Oktober 2008

Hallo Tania,

ich finde Sitzlongen auch sehr sinnvoll und habe regelrecht immer jemanden gesucht der mich mal an die Longe nimmt.

Nun kam ja letztens Frau P. zum Reitunterricht nach Leipzig und ich hatte auch gleich explizit um eine Sitzkorrektur gebeten. Die hab ich ja auch bekommen und eben auch tolle Sitztipps. Es hat mir sehr viel gebracht und ich fand es auch gar nicht „peinlich“ (nach zarten 16 Jahren Reiterei…) Ein Video davon kursiert ja sogar im Internet. 😀

Schade dass so wenige Reiter wert auf den korrektren Sitz legen und sich eben dafür auch mal an die Longe nehmen lassen 🙁 Ist nicht der losgelassene geschmeidige Sitz das Werkzeug um mit unseren Tieren zu kommunizieren. Und für selbiges ist es ja auch viel angenehmer wenn wir vernünftig mit dem richtigen Maß an Körperspannung ausbalanciert sitzen können.

Ich werde jedenfalls weiter an meinem Sitz feilen müssen um meinem Pferd gerecht zu werden. Denn die Pferde haben uns was voraus: Sie werden wesentlich schneller fein in ihren Reaktionen! 😉

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Du sprichst mir aus der Seele, Nadine!

Herzlich,
Tania

 

Von Marion • 21. Oktober 2008

Hallo Tania,

zum Thema Sitzlonge kann ich auch noch was sagen…! Mir hat Babette auch schon mal den entscheidenden Tipp gegeben und ich muss sagen ich profitiere heute noch davon…Wenn ich merke, ich werde beim aussitzen wieder steif und unbeweglich, einfach ein paar Aussitz/Aufstehvarianten von Babette einbauen und schon läuft es viel geschmierter *g*.

Gerade gestern hatten wir auch ein wenig „Sitzlonge“ beim RU, machen wir von unserer Reitstunde öfters mal (so alle 2 Monate)…leider fehlen uns noch ein paar gute Übungen, vielleicht habt ihr da noch Ideen für uns?

LG

Marion aus dem Münsterländle

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Hallo Marion,

herzlichen Dank für Deinen Kommentar. Jau, beim Leichttraben zu variieren, ist eine sehr gute Strategie – das macht ich auch oft im Gelände; also einfach mal zwei Takte aussitzen, zwei aufstehen oder so etwas.

Übungen für die Sitzlonge – da ist Babette gefragt 🙂 Werde ihr das gleich mal weiterleiten.

Herzlich,
Tania

 

Von Petra Stellbaum • 15. März 2010

Hallo Ihr lieben Mitreiter,

egal, wie lange man reitet – eine (mehrere) Sitzlongen sind das Beste, was man immer wieder zwischendurch einschieben sollte. Ich habe seit Jahren jetzt wieder Longenstunden mit eingebaut. Es ist Wahnsinn, wieviel Gefühl man aufbaut, wenn man sich nur auf sich und seinem Teampartner Pferd konzentrieren kann.Endlich mal völlig fallen lassen in der Entspannung und dabei so viele kleine Signale empfangen und aussenden – das ist eine tolle Erfahrung. Und helfen tut es doch beiden Partnern oder wer will das Gegenteil behaupten??

LG Petra aus Berlin

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Danke, Petra, für diesen tollen Beitrag, den ich absolut unterschreiben kann!
Tania

 

Von Gabriela • 23. April 2012

Hallo alle zusammen,
ich habe als kind viel sitzschule an der longe gehabt und zwar auf grosspferden.
heute bin ich 50 jahre jung, hatte irgendwann mehr als 20 jahre aufgehört zu reiten (war viel unterwegs). heute habe ich Islandpferde im offenstall die ich mit sehr viel freude vier-gängig reite und gymnastiziere.

seit ein paar monaten reite ich eine der stuten, die einen sehr kurzen rücken und dadurch sehr schwierig pferdegerecht zu satteln ist, ausschliesslich mit einem fellsattel von Christ. Ein wunderbarer, bequemer, baumloser Schaffellsattel der einem aaaaalle sitzfehler im nu aufzeigt (sofern man bereit ist sie zu sehen und spühren natürlich!). Meine Stute liebt diesen sattel und ist noch nie so zufrieden gegangen. Dadurch…. das wort ausschliesslich!

Nun zum punkt: alles was ich als kind und junger mensch an sitz an der longe gelernt habe hat nun doppelt wert denn im fellsattel kann man viel weniger mogeln als mit einer „sitzprotese“ wie das bei vielen, guten baumsättel der fall ist (aber nichts gegen baumsättel, gäll!! wir reiten hier die andern pferde auch meist mit Baumsattel!!)

nur…. dank longenarbeit als kind konnte ich meinen sitz recht schnell und mit freude wieder verbessern und anpassen… ich war mir gar nicht mehr recht bewusst wie wichtig die sitzerei überhaupt ist und wie viel besser unsere pferde uns verstehen sobald wir einigermassen richtig sitzen!

Viel spass am sitzten !! Gabriela

 

Von Steffi • 1. Juni 2014

Sitzschulung. Das wäre genau das was ich bräuchte. Am liebsten natürlich auf meiner Stute. Leider habe ich niemanden, der mir dabei hilft. Zwar haben wir Reitlehrerinnen, die sind aber der Meinung, dass ich das nicht brauche. Sie könnte mir ja im Unterricht dabei helfen. Das finde ich schade, denn mit meinem Stuhlsitz bremse ich mein Stütchen nur aus. Also muss ich mir wohl einen extra Stall suchen, in dem ich Sitzschulung bekomme…
LG, Steffi

 

 

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