Gedanken zur Ausrüstung
In der letzten Woche machte ich mir Gedanken zum Wesen Pferd und schrieb darüber, dass wir aus meiner Sicht von einer falschen Grundannahme ausgehen: nämlich dass Pferde gefährlich sind, wenn wir sie nicht ständig kontrollieren und beherrschen.
Diese Tatsache zeigt sich sehr deutlich in der Ausrüstung – die ganz oft zur Aufrüstung wird. Wenn man sich mal umschaut, was im Pferdebereich angeboten und gekauft wird, sollte man meinen, Reiter/innen ziehen in den Krieg. Ein übertriebendes Bild? Ich finde nicht, wenn ich mal so aufzähle:
- Scharfe Gebisse mit fiesen Hebelwirkungen.
- Riemen, die Mäuler zuschnüren.
- Hilfszügel, die Köpfe justieren oder Zügeleinwirkungen verstärken.
- Sporen, die pieksen.
- Gerten und Peitschen, die schlagen.
- Kappzäume mit Metallzacken.
- Halfter aus dünnen Plastikschnüren, die scharf sind.
- Und anderes mehr.
Ich habe früher sehr viel für meine Pferde eingekauft. Ich habe zwar nicht alles mitgemacht, aber auch bei mir fanden sich Ausbinder, scharfe Gebisse, Sporen und dergleichen mehr. „Wenn man sie gekonnt und behutsam genug einsetzt, dann tun all diese Mittel nicht weh, sondern dienen der Verfeinerung der Hilfengebung“ – das habe ich mir immer selbst gesagt (oder besser gesagt schön geredet…). (mehr …)
10. März 2011 von Tania Konnerth • Kategorie: Ausrüstung, Reiten • 19 Kommentare »












