Wellness für den Pferdehals

Wir wünschen uns bei der Arbeit ein Pferd, welches seinen Hals entspannt loslässt. Doch oftmals erschweren Verspannungen oder Blockaden dem Pferd, den Hals loszulassen.Direkt unterhalb des Mähnenkamms verläuft das Nackenrückenband. Hier finden sich nicht selten Verhärtungen und Verklebungen, die dem Pferd ein unangenehmes Gefühl bereiten und die das Loslassen in die Dehnungshaltung verhindern.

Mit gezielten Lockerungen des Mähnenkammes können Sie die Hals- und Rückenmuskulatur Ihres Pferdes lösen. Ich zeige Ihnen hier in diesem Film einige Techniken, mit denen Sie den Hals Ihres Pferdes verwöhnen können.

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Achtung

Reagiert Ihr Pferd sehr schmerzempfindlich auf Berührungen des Mähnenkammes, insbesondere im Bereich Widerrist und/oder Genick, kann das auf eine Entzündung hindeuten. In diesem Fall holen Sie bitte eine/n Fachfrau/mann zu Rate.

23. Februar 2010 von Babette Teschen • Kategorie: Übungen 15 Kommentare »

Die Friktionsmassage

Unter „Friktion“ versteht man eine Massagetechnik, bei der die Haut und die darunter liegenden Muskelfasern quer zum Faserverlauf verschoben werden. Bei der Friktionsmassage handelt es sich um eine Tiefengewebemassage, was bedeutet, dass mit relativ viel Druck gearbeitet wird. Die Friktionsmassage wirkt durchblutungsfördernd und löst Gewebeverklebungen auf.

Profimasseure wenden die Friktionsmassage auch an um Verklebungen und Verhärtungen an Sehnen und Bändern zu beheben, aber da wir keine ausgebildeten Massagetherapeuten sind, bitte ich Sie, davon abzusehen.

Sie sollten auch sicher sein, dass in dem Bereich, bei dem Sie die Friktionsmassage anwenden, keine Nervenbahnen und Blutgefäße verlaufen, sondern wenden Sie die Friktionsmassage nur auf Muskulatur an. Ich habe Ihnen hier mal grob skizziert, wo Sie die Friktionsmassage ohne Bedenken anwenden dürfen:

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Für mich stellt die Friktionsmassage eine sehr gute Möglichkeit da, insbesondere die lange Rückenmuskulatur zu bearbeiten und ein Gefühl für diese sensible Muskulatur zu bekommen. Somit ist diese Behandlung dieses Muskels nicht nur Therapie, sondern auch Diagnosehilfe.
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3. November 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Übungen 4 Kommentare »

„Bea Borelles Zirkusschule“ von Bea Borelle

„Bea Borelles Zirkusschule“ von Bea Borelle
Stuttgart: Kosmos, 2004. – 160 S.
ISBN 3-440-09569-X
ca- 25,- EUR (gebunden, farbig illustriert)

Ihnen fehlen die Ideen? Bahnfiguren und Geradeaus führen zu Einöde im Pferdealltag? Adieu Tristesse!

Bea Borelle bringt neuen Elan in Ihren Pferdeumgang.

Mit dabei natürlich Ben, Bea Borelles fröhlicher Ponywallach.

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30. Oktober 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Buchtipps, Ideen, Spiele & Co, Übungen 0 Kommentare »

Eine spannende Übung zur Zügelführung

In diesem Blogbeitrag habe ich Ihnen schon eine Übung vorgestellt, mit deren Hilfe Sie eine weiche Anlehnung zum Maul Ihres Pferdes herstellen können. Heute möchte ich Ihnen eine weiter Übung vorstellen, die sowohl mir als auch etlichen meiner Schüler sehr beeindruckende AHA-Erlebnisse bescherte, und die das Verständnis für das Pferd am anderen Ende des Zügels sehr erhöht hat.

Mit dieser Übung haben Sie die Möglichkeit ein ehrliches Feedback zur Qualität Ihrer Zügelführung zu erhalten, denn Ihr Pferd hat heute nur zwei Beine und es spricht eine Sprache, die Sie mit Sicherheit verstehen 😉

Und so geht es

Stellen Sie sich mit einem menschlichen Partner gegenüber auf. Sprechen Sie ab, wer von Ihnen zuerst das Pferd mimt. Achten Sie auf eine entspannte Körperhaltung. Stehen Sie mit leicht gebeugten Knien, lassen Sie die Schultern los und atmen Sie bewusst ruhig ein und aus.

Hier ist Edda, links im Bild, die „Reiterin“ und Imke, rechts im Bild, das „Pferd“:

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Nun beginnt Imke, also unser „Pferd“, ihre Schultern ruhig vor- und zurückzuschwingen und imitiert dadurch die Nickbewegung, die der Kopf eines Pferdes im Schritt macht.
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27. Oktober 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Übungen 7 Kommentare »

Das ganze Pferd in einem Ohr – Die Ohrmassage nach Linda Tellington-Jones

Vielleicht ist Ihnen folgende Tatsache schon durch die Ohrakupunktur beim Menschen bekannt: Der gesamte Körper und die inneren Organe werden in unserem Ohr widergespiegelt. Durch das Setzen von Nadeln in einem bestimmten Punkt am Ohr wirkt der Reiz reflektorisch auf das Organ bzw. den Bereich des Körpers, der diesem Punkt zugehörig ist. Die Ohrakupunktur spielt beim Menschen eine große Rolle bei der Behandlung von Süchten, Krankheiten, bei der Auflösung von Blockaden und auch zur Behandlung psychischer Probleme.

Auch beim Tier hat die Behandlung der Ohren tiefgehende Wirkungen und dazu muss man nicht einmal eine Nadel nutzen.

Letzte Woche habe ich Ihnen den Tellington Touch Wolken-Leopard gezeigt. Die Körperarbeit nach Linda Tellington-Jones beinhaltet auch eine Ohrmassage, die ich Ihnen heute vorstellen möchte.

Wann die Ohrmassage angezeigt ist

Es muss nicht zwingend einen Grund geben, um das Ohr Ihres Pferdes zu massieren. Es schadet in keinem Fall und kann wunderbar in ein Verwöhnprogramm für Ihr Pferd integriert werden. Eine wirkliche Indikation wo Sie auf jeden Fall die Ohrmassage einsetzen sollten ist, wenn Ihr Pferd eine Kolik oder einen Schock hat.

Wichtig!

Natürlich ersetzt die Ohrmassage niemals die sofortige Behandlung durch einen Tierarzt, den Sie in beiden Fällen sofort rufen müssen. Aber die Zeit bis zum Eintreffen des Arztes können Sie sinnvoll nutzen und die Ohren massieren.

Viele Pferde lassen sich nicht gerne an den Ohren anfassen. Gerade für diese Pferde ist diese Arbeit sehr wertvoll. Wenn Sie vorsichtig vorgehen, wird Ihr Pferd mit großer Wahrscheinlichkeit bald diese Berührungen genießen.
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20. Oktober 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Übungen 11 Kommentare »

Tellington Touch: Der Wolken-Leopard

Ich habe Ihnen in den letzten Wochen einige Dehnübungen gezeigt, mit denen Sie die Beweglichkeit Ihres Pferdes deutlich verbessern können. Um das seelische und körperliche Wohlbefinden Ihres Pferdes noch weiter zu steigern, sind Massagen und andere Körperarbeit-Methoden, wie z.B. die kreisenden Berührungen von Linda Tellington- Jones, eine optimale Ergänzung und Sie können Ihrem Pferd damit viel Gutes tun.

Die Tellington Touches bestehen aus kreisförmigen Berührungen, die Linda Tellington-Jones entwickelt hat. Es handelt sich dabei nicht um eine Massagetechnik im herkömmlichen Sinne, da es nicht um direkte manuelle Einwirkung auf einen Muskel geht. Viel mehr wird nur mit leichtem Druck gearbeitet und fast nur die Haut verschoben. Die tiefgehende Wirkung dieser Arbeit erklärt sich aus der Reizleitung der Nervenbahnen. Der Tellington Touch aktiviert Zellfunktionen, löst Verspannungen und Blockaden sowohl auf der physischen, als auch auf der psychischen Ebene. Er kann helfen alte Traumata zu lösen, Ängste abzubauen und die Lernfähigkeit zu steigern. Die Anwendung von Tellington Touches steigern darüber hinaus die Bindung zwischen Mensch und Tier.

Der Tellington Touch setzt sich aus verschiedenen Handgriffen und Berührungen zusammen. Linda Tellington-Jones hat den verschiedenen Berührungen unterschiedliche Tiernamen gegeben. Ich erkläre Ihnen heute den Grund-Touch, den so genannten Wolken-Leopard.
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13. Oktober 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Übungen 5 Kommentare »

Dehnübungen für die Hinterbeine

Die Dehnübungen für die Hinterbeine sehen ähnlich aus wie die Dehnübungen für die Vorderbeine. Bei diesen Übungen dehnen Sie die Muskeln, die die Hinterbeine vor- und zurückführen, die Oberschenkel- und die Kruppenmuskulatur.

Ich zeige Ihnen heute drei Übungen:

  • die Dehnung des Hinterbeines nach vorne,
  • die Dehnung des Hinterbeines seitlich quer unter den Bauch nach innen
  • und die Dehnung des Hinterbeines nach hinten.

Die Dehnung des Hinterbeines nach vorne

Bei dieser Dehnübung wird die Kruppen – und Oberschenkelmuskulatur gedehnt.

Drehen Sie sich so, dass Sie Richtung Hinterhand gucken und nehmen Sie den Huf auf. Fassen Sie mit Ihren Händen dafür um das Fesselgelenk.

Nun strecken Sie das Bein möglichst gerade und dicht am Boden nach vorne Richtung Vorderbein – allerdings, wie schon bei den anderen Übungen erwähnt, behutsam und nicht gegen einen Widerstand.

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Achten Sie darauf, das Bein nicht seitlich nach außen zu ziehen. Halten Sie die Dehnung wieder mindestens eine Minute und lösen Sie die Dehnung dann vorsichtig auf. Lassen Sie bitte keinesfalls das Bein einfach los!
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29. September 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Übungen 5 Kommentare »

Dehnübungen für die Vorderbeine

Auch an den Vorderbeinen können wir verschieden Muskeldehnungen erreichen. Durch gezielte Dehnübungen können wir den Bewegungsradius der Vorderbeine sowohl nach vorne als auch nach hinten und auch die seitliche Beweglichkeit steigern.

Ich zeige Ihnen heute:

  • Die Dehnung des Vorderbeines nach vorne.
  • Die Dehnung des Vorderbeines überkreuz.
  • Die Dehnung des Vorderbeines nach hinten.

Die Streckung des Vorderbeines nach vorne

Bei dieser Übung werden die breiten Rückenmuskeln, die Muskulatur der Schulter und der Brust und die Muskeln, die für die Zurückführung des Beines zuständig sind, gedehnt.

Nehmen Sie das Bein auf, als wenn Sie die Hufe auskratzen wollen. Dann gehen Sie langsam rückwärts und nehmen das Bein mit. Fassen Sie mit beiden Händen um die Fessel Ihres Pferdes. Achten Sie gut auf Ihre eigene Körperhaltung: Gehen Sie in die Knie und achten Sie darauf, Ihren Rücken gerade zu lassen.

Auf diesem Bild können Sie gut meine Handhaltung um das Fesselgelenk und meine Körperhaltung sehen:

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Anfangs wird Ihr Pferd wahrscheinlich versuchen, sein Bein zurückzuziehen. Bleiben Sie geduldig und loben Sie jedes Mehr an Loslassen und Entspannen bei dieser Übung.
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22. September 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Übungen 8 Kommentare »

So bringen Sie Ihrem Pferd das Warten bei

Heute unterbreche ich meine Serie zum Thema Dehnungsübungen, um Ihnen einen Tipp zu geben, mit dem Sie es erreichen können, die Verweildauer in einer Übung zu verlängern.

Bei den Dehnübungen ist es ja so, dass sie erst wirklich wirksam werden, wenn das Pferd in der Dehnung mindestens 30 Sekunden verbleibt. Sie haben wahrscheinlich schon festgestellt, dass es ziemlich schwer sein kann, so lange in einer Position zu verharren. Auch bei anderen Übungen, wie dem Kopf tief oder dem einfachen Stillstehen, möchten wir erreichen, dass die Pferde eine gewisse Zeit entspannt in derselben Haltung bzw. auf derselben Position bleiben und möglichst erst dann den Kopf wieder anheben bzw. den Platz verlassen, wenn wir dem Pferd anzeigen, dass die Übung beendet ist.

Wenn wir schon gleich beim Erlernen einer Übung verlangen, dass unser Pferd die Übung bzw. die Haltung über eine längere Zeit beibehält, sind Misserfolge vorprogrammiert. Deswegen ist es schlau, Ihrem Pferd zunächst das „Warten“ beizubringen.
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15. September 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Clickertraining, Übungen 4 Kommentare »

Die Mobilisierung der Kiefergelenke

Das Pferdemaul muss einiges mit uns mitmachen! Die meisten von uns reiten ja mit einem Gebiss und das ist grundsätzlich erst einmal ein Fremdkörper im Pferdemaul. Ist die Reiterhand dann auch noch zu hart, lernt das Pferd, die Zähne zusammenzubeißen um Schmerzen entgegenzuwirken – starke Verspannungen sind sehr oft die Folge. Auch notwendige Eingriffe, wie das Verabreichen von Wurmkuren oder Medikamenten, sind unangenehm und eine Zahnbehandlung kann zu Schmerzen in den Kiefergelenken führen.

Ein Pferd mit verspannten Kiefergelenken wird immer große Schwierigkeiten haben, sich unter dem Reiter bei der Arbeit loszulassen. Probieren Sie einmal selbst aus, wie es sich anfühlt, wenn Sie Ihre Zähne zusammenbeißen: Spüren Sie, wie die Spannung bis in den Nacken zieht? Beim Pferd ist es ebenso. Schon früh wussten große Reitmeister wie z.B. der Franzose Francois Baucher, dass Verspannungen der Kiefergelenke die Beweglichkeit der Vorhand, das Aufwölben des Rückens und das Untertreten der Hinterhand verhindern.

Also ist es an der Zeit, dem Pferd etwas Angenehmes in diesem Bereich angedeihen zu lassen, finden Sie nicht? Deswegen stelle ich Ihnen heute vor, wie Sie Ihr Pferd erstmal mit einer weichen Massage des Maulbereiches verwöhnen können und durch sie mögliche Verspannungen der Kiefergelenke lösen können.

Und so geht’s

Bereiten Sie Ihr Pferd zunächst mit weichen, massierenden Bewegungen rund um das Pferdemaul auf Ihr Vorhaben vor. Halten Sie Ihr Pferd mit der einen Hand am Halfter, die andere streichelt und massiert Ihr Pferd um die Nüstern und die Lippen. Wer die TTouches beherrscht, kann diese hier wunderbar anwenden.

Bitte gehen Sie hierbei einfühlsam und langsam vor. Für viele Pferde sind solche Berührungen ungewohnt und sie beginnen, nach der Hand zu schnabbeln. Reden Sie beruhigend mit Ihrem Pferd und bleiben Sie sanft und liebevoll dran. Finden Sie heraus, welche Berührungen Ihr Pferd genießen kann.
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8. September 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Übungen 3 Kommentare »

  • Herzlich Willkommen im Blog von „Wege zum Pferd“

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    Und wer sind wir? Wir sind Babette Teschen und Tania Konnerth, Betreiberinnen dieser Seite seit 2008 – einen Artikel zu unserem 10-jährigen Bestehen gibt es hier. Wir teilen in diesem Blog unsere persönlichen Erfahrungen und unser Wissen mit Ihnen und Euch und freuen uns auf Kommentare und Rückmeldungen.

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