Halsbiegung – wie viel ist korrekt?

Laut FN Richtlinien soll die Halsbiegung nie stärker sein als die Gesamtbiegung des Pferdes. Es soll sich also von oben betrachtet, eine gleichmäßige Biegung durch den Pferdekörper ergeben. Wird ein Pferd korrekt gestellt und im Hals gebogen, kommt die gleichseitige Hüfte vor.

Nun muss man dazu wissen, dass sich Abschnitte in der Wirbelsäule des Pferdes befinden, in denen so gut wie gar keine Biegung möglich ist, nämlich an der Brustwirbelsäule im Bereich der echten Rippen (TH 9 – TH 14) und im Kreuzbein-Bereich.

Sinn und Einsatz der Halsbiegung

Wenn mich Zuschauer mit meinen Pferden arbeiten sehen, egal ob bei der Handarbeit oder beim Reiten, fällt öfter die Frage, ob ich meine Pferde nicht zu stark im Hals biege.

Und ja, ich biege meine Pferde tatsächlich manchmal deutlich im Hals, also stärker als das, was eine gleichmäßige Biegung durch den Körper vorgeben würde. Und das aus guten Gründen, die ich hier erläutern möchte.

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17. März 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Anatomie und Körper, Reiten 13 Kommentare »

Die seitliche Halsbiegung

Im ersten Teil meiner Serie habe ich Ihnen die Stellung erklärt und gezeigt, wie ich bei meinem Pferd Pepe überprüfe, ob er sein Genick nach beiden Seiten stellen kann. Erst wenn das möglich ist, kann ich daran denken, mein Pferd zu biegen. Dafür schaue ich mir zunächst die Beweglichkeit der Halswirbelsäule an.

Auch das mache ich erst vom Boden aus, und zwar erst im Stand und dann in der Bewegung.

Auf dem folgenden Bild sehen Sie, wie Pepe das Genick gut nach rechts genommen hat und seinen Hals schön nach rechts biegt:

stellung3.jpg

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10. März 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Anatomie und Körper, Reiten 4 Kommentare »

Das Stellen

Sicherlich haben Sie schon des öfteren den Spruch gehört: „Ohne Stellung, keine Biegung“. Es handelt sich bei diesem Satz um ein fundamentales anatomisches Gesetz, welches wir sowohl bei der Handarbeit als auch beim Longieren als auch beim Reiten beachten müssen.

Gesagt wird damit Folgendes: Wenn ich mein Pferd biegen will, wenn ich es also korrekt auf einer gebogenen Linie laufen lassen will, ist die zwingende Voraussetzung, dass sich mein Pferd stellen lässt. Oder anders gesagt: Ein Pferd, dass sich nicht stellen lässt, kann ich nicht korrekt auf einem Zirkel oder einer Volte laufen lassen oder reiten.

Schauen wir einmal genauer an, was mit „Stellung“ eigentlich gemeint ist.

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3. März 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Anatomie und Körper, Reiten 24 Kommentare »

Die Sache mit dem Aufsteigen

Es gibt eine Sache, die mir sehr wichtig ist und die ich meinen Pferden von Beginn an vermittelt habe: Und zwar die, dass sie sich an alle möglichen und unmöglichen Orte hinstellen lassen, damit ich aufsteigen kann.

In der Halle haben wir eine prima Aufstieghilfe, da ist es ganz einfach:

aufsteigen_an_halle.jpg

Wenn ich vom Stall losreite, haben wir dort eine selbstgebaute Aufstieghilfe, von der ich aufs Pferd komme:

aufsteigen_ar_draussen.jpg

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26. Februar 2009 von Tania Konnerth • Kategorie: Reiten 20 Kommentare »

Das Verwerfen

Vom „Verwerfen“ spricht man, wenn das Pferd seinen Kopf schief statt gerade trägt. Dabei befinden sich die Ohren des Pferdes nicht mehr auf einer Höhe.

Auf dem folgenden Foto können Sie ein deutliches Verwerfen erkennen. Das linke Ohr von Honduras ist tiefer als das rechte, die Nase dreht er nach rechts hoch.

verwerfen.jpg

Die Nasenspitze zeigt stets zu der dem Schmerz abgewandten Seite.

Häufig liegt die Ursache für das Verwerfen im Genick des Pferdes.

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24. Februar 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Anatomie und Körper, Longieren, Reiten 5 Kommentare »

Winterfreuden

Hey, Aramis, was hältst du davon, die heutige Reiteinheit nach draußen zu verlegen? Mal keine Dressurarbeit in der Halle, sondern im Schnee?

schneereiten0.jpg

Gute Idee?

schneereiten00.jpg

Na, dann lass uns losglegen!

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19. Februar 2009 von Tania Konnerth • Kategorie: Reiten 1 Kommentar »

Stichwort „Ganaschenfreiheit“

Ein immer wiederkehrender Begriff in der Reitliteratur lautet: „Ganschenfreiheit“. Doch wenn ich meine Schüler/innen frage, was damit gemeint ist, bekomme ich in den seltensten Fällen eine korrekte Antwort. Das ist Grund genug für mich, diesen Begriff einmal genau zu erklären.

Was ist also die Ganasche des Pferdes?

Als Ganasche wird die Kinnlade bezeichnet, also der hintere Bereich des Unterkiefers (auch Unterkieferast genannt), hier auf dem Foto rot eingezeichnet:

ganasche1.jpg

Als Ganaschenfreiheit bezeichnet man nun den Abstand zwischen dem hinteren Rand des Unterkieferastes und dem unteren Rand des Altasflügelastes, dieser ist im Foto grün eingezeichnet. Der Atlas ist der erste Halswirbel. Er besitzt an den Seiten Flügel, die sich gut tasten lassen.

Ganaschenfreiheit

Zwischen den Altasflügel und Unterkieferast sollen mindestens zwei Finger Platz sein, denn in dem Bereich dazwischen befindet sich die Ohrspeicheldrüse.

Pferde mit wenig Ganaschenfreiheit werden sich nie so aufrichten und beizäumen lassen wie Pferde mit guter Ganaschenfreiheit.

Die Ganaschenfreiheit bestimmt also wesentlich die Beizäumungsfähigkeit des Pferdes! Ein Mangel an Ganaschenfreiheit ist ein typisches Rasseproblem bei vielen Kleinpferde- und Ponyrassen (z.B. Norwegern, Haflingern), aber auch einigen Iberischen Pferderassen.
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10. Februar 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Anatomie und Körper, Reiten 15 Kommentare »

So erklären Sie Ihrem Pferd das Gebiss

Wie in meinem letzten Blogbeitrag ausgeführt, bin ich der Meinung, dass wir unseren Pferden das Gebiss erklären müssen, wenn wir wollen, dass es dieses Kommunikationsmittel akzeptiert und dass es das Gebiss vertrauensvoll annehmen kann. Hier zeige ich Ihnen, wie ich dabei vorgehe.

Wenn ich ein bereits mit Gebiss gearbeitetes Pferd in die Ausbildung bekomme, prüfe ich am Boden, wie das Pferd psychisch dem Gebiss gegenüber eingestellt ist und ob das Pferd an der Hand auf Signale am Zügel wunschgemäß reagiert. Die traurige Realität ist, dass der weitaus größere Teil der Pferde, die zu mir kommen, große Sorgen mit dem Gebiss haben und falsche Reaktionsmuster in sich tragen.
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13. Januar 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Arbeit an der Hand, Ausrüstung, Reiten 19 Kommentare »

Hat Ihr Pferd eigentlich je das Gebiss erklärt bekommen?

Fast allen Pferden dieser Welt wird ein Stück Metall in das Maul geschnallt und es wird von ihnen erwartet, dass sie vertrauensvoll an dieses herantreten.

Auch wenn ich noch nie ein Gebiss in meinem Mund hatte, so habe ich doch Phantasie genug, mir vorzustellen, dass das erstmal nicht sehr angenehm ist. Es gibt genügend Untersuchungen die beweisen, dass eigentlich im Pferdemaul kein Platz für ein Gebiss ist und dem Pferd die Atmung und das Schlucken erschwert werden. Wenn ich mir dann noch vorstelle, dass jemand an dem Gebiss zieht oder daran ruckt, stelle ich mir das mehr als unangenehm, ja sogar als eine sehr schmerzvolle Angelegenheit vor, Sie nicht?

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7. Januar 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Arbeit an der Hand, Ausrüstung, Reiten 8 Kommentare »

Die kleine Portion Stretching danach

Nun habe ich schon so lange mit Pferden zu tun, aber lerne doch immer wieder was Neues dazu. Klar war mir bisher, dass man eine Arbeitseinheit mit dem Pferd mit einigen Runden Entspannung abschließt – das übliche Zügel-aus-der-Hand-kauen-lassen und im Schritt einige Runden drehen.

Nun wies mich Babette aber neulich darauf hin, dass es sehr sinnvoll sei, nach der Arbeit noch eine kleine Stretch-Einheit einzulegen, also das Pferd z.B. ein bisschen an der Hand übertreten zu lassen. Genauso machen es ja auch Sportler: Wer gerade gejoggt ist, stretcht möglichst danach noch die Muskeln und Sehnen. Und genau das ist auch für unsere Pferde gut.

Also beende ich nun unsere Einheiten immer mit zwei, drei Runden Übertretenlassen – und das wird von beiden Pferden sehr gut angenommen. Ich hätte gedacht, dass sie vielleicht etwas maulen, noch was tun zu müssen, aber im Gegenteil: Sie geben sich der dehnenden Entspannung hin und es scheint ihnen einfach gut zu tun.

Vielleicht auch eine gute Anregung für Euch?

5. Dezember 2008 von Tania Konnerth • Kategorie: Reiten 5 Kommentare »

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