Ein anderer Blick durchs Clickern

Neulich berichtete ich ja davon, dass ich mit meinem Anthony nochmal ganz von vorne beginne, was das Longieren und auch was das Reiten angeht. Das „Neue“ daran ist vor allem, dass ich nun konsequent clickere und ihn praktisch noch einmal von vorne auszubilden beginne.

Über die positiven Folgen davon hatte ich hier schon berichtet, heute möchte ich aber noch eine Erkenntnis mit Euch teilen: Und zwar geht es um meinen Fokus.

Das Gute suchen – ganz praktisch!

Mir war bereits bewusst, dass mein Fokus entscheidend dafür ist, was ich tatsächlich wahrnehme, aber das Clickertraining zeigt mir nun noch einmal mit einer geradezu brutalen Eindeutigkeit, dass mein Fokus im Training mit meinen Pferden bis jetzt leider noch immer vor allem auf dem lag, was nicht klappte. Anthonys „Nein“ zum Longieren war mir so heftig vorgekommen, dass er in meinem Denken eigentlich gar nicht mehr longierbar war. Hätte ich schätzen sollen, wie viel in einer Einheit „doof“ gewesen war, hätte ich wohl gesagt: mind. 70-80% …

Nun lerne ich, dass meine Wahrnehmung vollkommen falsch war.

Trotz Anthonys Freude über den neuen Weg, den ich mit ihm einschlage, ist er, was das Longieren angeht, noch immer, na, nennen wir es mal „skeptisch“. Wenn ich ihm den Kappzaum hinhalte, dreht er sich meist erst weg, ist aber per Clicker durchaus zu motivieren, den Kopf tief zu nehmen und sich den Kappzaum anlegen zu lassen. Wenn wir dann beginnen, stellt er sich, wie gehabt, extrem nach außen. Ich warte weiterhin darauf, dass er sich nach innen stellt und clickere das sofort. An guten Tagen lässt er sich dann recht schnell ein, an schlechteren stellt er sich immer mal wieder nach außen.

Aber, und darum geht es mir: dadurch, dass ich jetzt ja ganz gezielt und bewusst nach den guten Momenten suche, um sie bestätigen zu können, stelle ich fest, wie viel eigentlich in Wahrheit gut läuft und das selbst an schlechten Tagen! Die Momente, in denen er sich nach außen stellt, machen vielleicht 10%, höchstens 20% der Zeit aus und da sie keine Kämpfe mehr auslösen, sondern da ich in der Zeit einfach nur gelassen auf einen besseren Moment warte, fühlen sie sich klein und unbedeutend an! Ich erkenne also: 80-90% der Zeit ist alles gut! Mehr noch, Anthony läuft, wenn er sich dann freiwillig korrekt stellt, in einer so traumhaften und lockeren Manier, wie nie zuvor.

Fehler wiegen für viele uns leider viel mehr…

Mit jeder dieser Einheiten wird mir bewusst, wie stark ich eigentlich immer „Fehler“ meiner Pferde überbewertete, ja, so gar vollkommen überzeichnet habe (und das obwohl ich selbst sogar schon mal über das Thema geschrieben habe, nämlich hier). Das tut mir sehr leid, denn ich habe meinen Pferden damit wirklich Unrecht getan. Mit meiner Unzufriedenheit, meinen ewigen Ansprüchen und Forderungen und meinem ständigem Bestreben, dass es besser werden muss. Klar, es ging mir darum, dass meine Pferde ja „gesund“ laufen sollen, aber ich habe dabei die Verhältnismäßigkeit in der Bewertung dessen, was sie taten, verloren und nicht gewürdigt, was sie alles toll und richtig machen. Und als Folge davon habe ich mir dann auch noch selbst oft genug die Laune verdorben, denn ich gab ja mir die Schuld, dass ich das nicht besser hinbekomme. 

Was für ein hoher Preis für meine Fehlerguckerei!

Ich weiß, ich stehe nicht allein damit da, das geht sehr, sehr vielen von uns so. Wir sind fast alle exzellent darauf trainiert, das zu sehen, was falsch läuft, was nicht stimmt, was anders und besser werden muss, und das nicht nur Pferden gegenüber, auch uns selbst, anderen Menschen gegenüber, unseren Kindern, Partnern usw.. Ich habe oft versucht, das zu ändern, weil ich schon lange erkannt hatte, wie viel Druck das bedeutet (für mich und andere), aber ich habe es nur sehr bedingt geschafft.

Eine Schule für mich

Jetzt sehe ich mich im Clicker-Training mit Anthony jedes Mal genau vor die Herausforderung gestellt, meinen Fokus tatsächlich auf das zu richten, was gut läuft, denn nur auf das kann ich reagieren (Fehlverhalten wird im Clickertraining, wann immer möglich, ignoriert) – und wow, es läuft so viel gut! Es macht Freude, das zu erkennen, es macht Freude, mich freuen zu können, immer freier, immer unbeschwerter und ohne die ständig mahnende Nörgelei des Krittelers in mir.

Ich werde immer dankbarer dafür, dass ich mich auf diesen Weg einlassen konnte, denn mir wird immer klarer, dass das Clickern vor allem eine Schule für mich ist. Eine, die mich nicht nur in Bezug auf das Training meiner Pferde, sondern auch als Mensch weiterbringt – und die dabei auch noch richtig viel Spaß macht!

an_longe

29. April 2014 von Tania Konnerth • Kategorie: Clickertraining, Umgang 10 Kommentare »

 

10 Reaktionen zu “Ein anderer Blick durchs Clickern”

 

Von Julia • 29. April 2014

Toller Artikel!
Ich habe erst gestern etwas ähnliches erlebt. Mit meinem Wallach habe ich oft Probleme beim Reiten, weil ich eben auch jeden „Fehler“ vollkommen überbewerte. Läuft er mal an einem Tag nicht gut, überströmen mich direkt wieder die negativen Gedanken die sich auftürmen bis hin zu dem Gedanken, dass ich alles erdenkliche falsch mache und dem armen Pferd nur schade. Oft kommen dann Kommentare meiner Freundinnen, die meine Gefühlsausbrüche gar nicht verstehen können, weil „doch alles gut läuft“.

Und gestern habe ich es das erste Mal geschafft, mich von meinen Fehlern nicht runterziehen zu lassen. Ich bin noch spät abends geritten, alle anderen Pferde waren bereits in den Boxen, das Futter wartete im Trog auf meinen Wallach und dieser war dementsprechend mies gelaunt. Er war ganz sperrig im Maul und hat in Richtung Ausgang immer zugelegt bzw. im Schritt immer am Tor angehalten. Ich bin einfach freundlich geblieben und habe dafür alles Gute ganz überschwänglich gelobt und mich diesmal an den positiven Dingen aufgehängt und nicht an den negativen!

Und siehe da: Am Ende lief er einige Runden brav in Dehnungshaltung. Zwar immer noch mit äußerst mieser Laune…aber ich war total entspannt und glücklich und konnte ihm die schlechte Laune ganz leicht verzeihen.

Danke, Babette und Tania, ohne Euch wäre der gestrige Tag bestimmt wieder in Tränen und Frustration geendet – auf beiden Seiten 😉

Liebe Grüße
Julia

 

Von Maike • 5. Mai 2014

Hallo Tania,
genau das was du jetzt beschreibst habe ich auch mit meiner RB durchgemacht!
Und ich stimme dir voll und ganz zu: man lernt die positiven Schritte deutlich wahrzunehmen.

Ich arbeite jetzt seit knapp 19 Monaten bei allem was ich tue mit dem Clicker. Sei das Reiten, Longieren oder kleine Kunststücke. Das Pony ist sehr viel motivierter geworden! Und wenn ich mal einen schlechten Tag habe, werde ich von Freunden daran erinnert, dass vor einem Jahr kein Schritt auf dem Platz möglich war – nun galoppieren wir ab und zu sogar!

Ich kann also jedem nur das Clickertraining empfehlen 🙂

Liebe Grüße
Maike

 

Von Claudia Barfuss • 5. Mai 2014

Ich kenne das Problem auch und versuche, wenn auch ohne Clicker, das bei mir zu ändern. Aber wie schwierig ist es eingefahrene Verhaltensmuster zu verändern. Unglaublich. Dann wir mir wieder bewusst, dass ich genau das von meinen Tieren erwarte. Ich erwarte, dass sie ihr Verhalten einfach so ändern. Meist handelt es sich ja nur um eine Kleinigkeit. Ist ja so einfach. Leider nicht.
Was auch hilfreich sein kann ist ein Trainingstagebuch. Dort schreibt man auf was man erreichen möchte und nach dem Training was gut gelaufen ist. So kann man auch nachsehen und erkennt wie viel man erreicht hat.

 

Von kati • 11. Mai 2014

eigentlich fragt man sich dann immer, wieso man solche erwartungen hat? es geht doch um „nichts“…wir müssen keine prüfung bestehen um im leben weiter zu kommen, kein bewerbungsgespräch hinter uns bringen um unbedingt DEN job zu bekommen…es handelt sich doch bei den meisten von uns einfach um ein hobby. und soll ein hobby nicht einfach nur spass machen?

leider fällt mir immer auf, wenn ich mich mit anderen pferdeleuten unterhalte, wie sie erzählen, was mit ihren pferden alles nicht klappt. wenn ich mich hingegen mal mit „nicht pferde leuten“ unterhalte fällt mir das positive in den gesprächen auf. sie sind unbefangen und befreit von einer wertigkeit…. als beispiel: mein mann (eindeutig ein „nicht-pferde-mensch“) hat sich letztens mit einer bekannten (ein pferdemensch) unterhalten. sie hat ihm erzählt, was alles bei ihrem springpferd nicht klappt. er hat dann von meinem 4jährigen kaltblut geschwärmt und ganz stolz erzählt, wie toll er doch auf kommando kegel umwerfen kann und auf kommando in die andere richtung schauen. die bekannte hat nur geschaut und hat dann ganz kleinlaut gesagt. ja eigentlich ist es schon toll, wenn ein pferd in die andere richtung schauen kann, obwohl ein leckerli in der hand ist. und ja, die kleinen dinge sind wirklich die tollsten. denn reiten kann doch eh jeder 😉

 

Von Anne • 21. Mai 2014

Ich habe Anfang diesen Jahres einen Clickerkurs besucht und war erst bisschen skeptisch, dass die Pferde dann nicht zu Bettelpferden erzogen werden.
Aber schon nach kurzer Zeit muss ich sagen, dass es bisher die beste Entscheidung war und unsere Komunikation sowie das Vertauen enorm gesteigert hat. Mein Pferd ist grade 6 Jahre alt und ich habe es erst knapp ein Jahr.
Wir haben mit dem Clicker das Führen ( ohne ständiges Anhalten), das Verladen, die Aufstieghilfe, das Abspritzen mit dem Wasserschlauch (wovor die Verkäufer uns so gewarnt haben), den Fliegenspray…usw. ganz stressfrei und mit viel Lob hinbekommen. Mein ganzer Umgang mit unseren Pferden ist durch den Clicker viel ruhiger geworden, ich rege mich nicht über Dinge auf die meine Pferde „falsch“ machen, ich schaue darüber hinweg und lobe einfach das Verhalten, welches ich haben möchte. Das macht mir viel mehr Spaß, wer schimpft schon gern mit seinen Freunden?! 🙂

 

Von Pferdeherde Graz • 27. Juni 2014

schöner Artikel! Würde dies aber nicht unbedingt rein aufs Clickern beziehen (das ich persönlich als pure Konditionierung & „Dressiererei“ ablehne) beziehen, sondern eher auf die generelle Defizitorientierung bei Mensch & Tier beziehen-…. wir arbeiten ja alle (zu sehr) daran, unsere „Defizite“ auszugleichen, statt die Stärken zu stärken, oder…. 🙂 ???

_____________________

Hallo,

danke für Deinen Kommentar und ja, Dein Gedanke trifft auch aus meiner Sicht zu.

Kleine Anregung noch: Vielleicht magst Du Dich irgendwann noch mal ein bisschen mit dem Clickern befassen, denn der Einwand, das Clickern sei „pure Konditionierung und Dressiererei“ ist so wirklich einfach nicht richtig. Das Konditionieren findet auf den Clicker statt, sprich: das Pferd lernt die Verbindung Click = Belohnung. Das bildet dann die Basis für eine Form der Kommunikation, wie ich sie Umgang mit Pferden so noch nicht erlebt habe. Clickerpferde verstehen viel besser, was wir ihnen sagen möchten und lernen das Lernen, sie bieten Dinge an, sie entwickeln eigene Ideen und Vorstellungen und vor allem lernen sie durch Ausprobieren, Bewegungsabläufe wirklich selbst zu entwickeln. Genauso sagen können sie auch deutlich nein sagen. Das alles sind aus meiner Sicht ganz entscheidende Unterschiede zur Dressur.

Aber nun genug der Überzeugungsarbeit 😉 Ich habe es mal ganz ähnlich gesehen wie Du und bin heute einfach nur froh, dass ich mich auf diesen Weg einlassen konnte.

Herzliche Grüße an alle,
Tania

 

Von Maria • 28. Juni 2014

Auch ich möchte mich ganz eindeutig für´s Clickern aussprechen. Ich darf „meine“ beiden Reitbeteiligungspferde (4jährige Shettystute und 12jährige Kaltblutstute) auch seit ca. einem halben Jahr mit Clickertraining trainieren. (Hierbei mal die Anmerkung, dass ich der Besitzerin einfach nur dankbar bin, dass sie mir da einfach freie Hand lässt. Das ist nicht selbstverständlich!!! An dieser Stelle einfach mal ein dickes Danke, Gaby!!) Und obwohl ich bei der Methode noch sehr viel lernen muss, sind die positiven Entwicklungen unübersehbar. Besonders die Kaltblutstute, die früher eher verschlossen und auch manchmal auch misstrauisch war, ist viel aufgeschlosener und lernwilliger geworden. Ich dachte vorher immer, sie ist einfach langsam und lernt schwer. Neeee, sie war einfach nicht ausreichend motiviert :-). Und obwohl sie wirklich sehr verferessen ist, ist sie keinegswegs durch das clickern irgendwie „dressiert“ und funktioniert „mechanisch“. Wenn sie etwas nicht versteht oder keine Lust mehr hat, dann kann ich mit ganzen Tüten voller Leckerli winken -ich bekomme die kalte Schulter gezeigt. Dann muss ich ich mir wieder was ausdenken, wie ich sie zur Mitarbeit bewegen kann und es klappt.
Ich hatte früher immer wieder Tage, an denen war ich nach dem Besuch bei den Pferden enttäuscht und traurig, weil es grobe Missverständnisse gab und auch ich selbst dann (leider!) grob zu den Pferden war. Dies kommt quasi nicht mehr vor. Es macht einfach nur noch Spaß!!!

 

Von Karin • 12. August 2014

Hallo Tania und Babette,
vielen Dank für die vielen tollen Artikel über das Clickern. Eines ist mir aber noch nicht ganz klar. Ich lese bei euch überall heraus, dass Click auch immer Futterlob bedeutet. Aber wie macht man das z.B. beim Longieren? Wenn das Pferd sich gerade schön nach innen stellt und man clickert dann, müsste man ja theoretisch durchparieren, Longe aufwickeln, Leckerchen geben, Longe wieder abwickeln, Pferd wieder antreten lassen. Dadurch werden ja die Arbeit und die Konzentration des Pferdes ständig unterbrochen. Macht man das am Anfang tatsächlich so und verlängert dann die Abstände bis zum nächsten Click langsam?
Lieben Gruß und weiter so!
Karin

________________________

Ja, genau so, wie Du es beschreibst! Zusätzlich kann man mit einem so genannten Verlaufslob arbeiten. Ich nutze z.B. ein „Brav“ oder „Super“, um dem Pferd zu sagen, dass es seine Sache toll macht, aber auf dieses Lobwort gibt es eben KEIN Futterlob. Wenn man das konsequent durchhält, erwartet ein Pferd auf ein solches Wort dann auch kein Futter, weiß aber, dass das, was macht, richtig ist.

Herzlich,
Tania

 

Von Jenny • 16. November 2014

Liebe Tania und Babette!

Wie immer 1000 Dank für den Artikel und ich muss sagen: ja, Clickern ist super, v.a. bei Pferden, die „schwierig“ sind bzw. „schwierig“ gemacht wurden. Mein Pflegepony, das als ziemlicher Problemfall gilt, macht super mit und lernt echt sehr gerne freiwillig ohne Gezerre und Druck. Man merkt auch plötzlich viel besser, wie clever das Pony ist. Danke für den super Kurs!

Allerdings beruht klickern ja mehr oder weniger einseitig auf behaviouristischen psychologischen Theorien und ich frage mich, ob es nicht ab und an Sinn macht, auch andere (psychologische) Theorien zu berücksichtigen.

Z.B. schlagt Ihr ja vor, unerwünschtes Verhalten, wann immer möglich zu ignorieren – auch dann, wenn das Pferd damit Angst zum Ausdruck bringt.

Ihr schreibt z. B.: „Auch reagieren wir hier oft vollkommen falsch, indem wir z. B., wenn das Pferd zu zappeln und hampeln beginnt, beruhigend auf es einreden: ‚Ist doch alles guuut, sei ganz braaav, passiert dooooch gar nichts.‘ Damit belohnen wir unbewusst genau die Hampelei, da wir ihr Aufmerksamkeit schenken.“

Das ist natürlich wahr, dass Aufmerksamkeit zu bekommen ein starker Anreiz sein kann, ein Verhalten öfter zu zeigen.

Andererseits wird in der menschlichen Psychologie davon ausgegangen, dass beruhigende Worte z.B. von Eltern absolut notwendig sind, weil sie verinnerlicht werden und in stressigen Situationen innerlich abgerufen werden können. Auf den Umgang mit Pferden ist das nur begrenzt übertragbar (weil Pferde ja nur den Tonfall, nicht aber den Inhalt verstehen), aber dennoch denke ich, verbal beruhigen kann sinnvoll sein – zumal der Mensch, der beruhigend redet, sich in der Regel dabei entspannt (ich übe deswegen manchmal eine Art „Kopf tief“ für mich: Augen schließen und bewusst entspannen, Kopf/alles hängen lassen, denn das entspannt das manchmal etwas aufgeregte Pony mit 😉 …).

Ja, aber das nur so als Gedankenanregung…
Mit ganz lieben Grüßen,
Jenny

____________________

Hallo Jenny,

herzlichen Dank für Deinen Kommentar. Tatsächlich bin ich genau an diesem Punkt auch immer wieder dran. Von meinem Gefühl her denke ich auch, dass beruhigende Worte doch eigentlich nur gut sein können, aber hier muss man wahrscheinlich wirklich sehr fein differenzieren. Das WIE der Beruhigung ist aus meiner Sicht entscheidend, genauso wie das WARUM.

Ein „Ist doooooch alles guuuuut, gaaaaaanz ruuuuhig, nuuuuur keine Sooooorge“ kann ein Pferd durchaus noch unruhiger machen (gerade, wenn man unbewusst damit sich selbst zu beruhigen versucht, wie ich schon oft festgestellt habe) oder das Pferd damit die Botschaft bekommt, dass das „doch gar nichts ist“, obwohl eben doch etwas ist (aus seiner Sicht). Schau mal, ich habe hier vor kurzem da auch noch mal was zu geschrieben: In seinem Tempo. Da beschreibe ich etwas, das weder ignorieren ist, noch das Pferd bestätigen, sondern die Situation mit ihm zusammen zu leben. Im Moment scheint mir das der pferdegerechteste Weg zu sein.

Herzlich,
Tania

 

Von Michèle • 20. November 2014

Liebe Tania und Babette

Ich brauche eure Hilfe =) Mein Pferd steht in einem Offenstall mit direktem Weidezugang. Wen ich Sie aus dem Stall holen will, rennt sie bis ans andere Ende der Weide. Dort bleibt Sie zwar stehen und ich kann Sie halftern aber dann macht Sie keinen Schritt mehr. Ich bin echt verzweifelt und habe Sie schon mit div. Miiteln versucht zu bewegen. Könnt Ihr mir helfen mit Tipps oder Empfehlungen?

Liebe Grüsse
Michèle

___________________

Hallo Michèle,

ich fürchte, aus der Distanz und ohne Euch zusammen zu erleben, kann ich leider keinen konkreten Rat geben. Ich persönlich würde diese Reaktion des Pferdes als „Nein“ interpretieren und herauszufinden versuchen, wozu genau sie nein sagt. Du hast jetzt nicht geschrieben, ob Du selbst clickerst, aber das könnte vielleicht ein neuer Weg für Euch beide sein, damit Dein Pferd wieder gerne mitkommen mag.

Herzlich,
Tania

 

 

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