Ja- und Nein-Sager

Vor einer Weile schrieb ich hier im Blog über Forschungsergebnisse, nach denen auch Tiere in Optimisten und Pessimisten aufteilbar sind. Schon damals konnte ich meine beiden ziemlich gut zuordnen 🙂 Gerade in der letzten Zeit habe ich den Unterschied wieder sehr deutlich gespürt und möchte heute das Thema noch einmal aufgreifen.

Ich unterscheide Pferde für mich inzwischen in Ja-Sager und in Nein-Sager:

  • Ja-Sager zeichnen sich durch ein offenes Wesen aus. Sie sind grundsätzlich bereit, sich einzulassen und mitzumachen und das selbst dann, wenn sie schon schlechte Erfahrungen gemacht oder wenn sie z.B. Angst haben. In diesen Fällen ist ihr Ja vielleicht zögerlicher, aber sie lassen sich dennoch mit Liebe und Geduld zum Mitmachen verlocken.
  • Nein-Sager hingegen sind grundsätzlich erstmal gegen alles, was man an sie heranträgt. „Bestimmt ist das blöd!“, scheint der typische Nein-Sager-Gedanke zu sein, wenn man etwas mit diesen Pferden machen will und es ist nicht so leicht und machmal sogar unmöglich, sie vom Gegenteil zu überzeugen. Es sei denn, sie kommen selbst auf eine Idee, DANN sind auch diese Pferde mit Feuer und Flamme dabei.

Natürlich gibt es in dieser Aufteilung extreme genauso wie abgeschwächte Typen, aber ich denke, jedes Pferd bringt von seiner Persönlichkeit her eine klare Tendenz mit. Und wie der Zufall es will, habe ich ja je ein solches, ziemlich deutlich ausgeprägtes Exemplar 😀

Deshalb kann ich auch zum Umgang mit beiden Typen einige Erfahrungen schildern und ich denke, sie können für viele von Euch nützlich sein.

Chancen und Herausforderungen mit Ja-Sager-Pferden

Ja-Sager-Pferde sind für uns Menschen eine feine Sache. Sie begrüßen uns mit runden Augen, aufgestellten Ohren und oft auch einem fröhlichen Wiehern oder freundlichen Grummeln. Diese Pferde machen in der Regel fast nie Probleme, sondern tun so ziemlich alles, was man von ihnen will. Sie kommen, wenn man sie ruft und freuen sich, einen zu sehen. Sie lassen sich problemlos zäumen und satteln und in die Halle führen, lernen bereitwillig neue Lektionen und machen klaglos ihren Job.

Aber genau da entsteht auch die Gefahr im Umgang mit diesen Pferden: Ja-Sager-Pferde sind leicht zu überfordern und können schnell zum Opfer menschlichen Ehrgeizes werden. Da sie nicht (oder erst sehr spät) zeigen, wenn ihnen etwas zu viel ist, werden diese Pferde oft über ihr Limit gearbeitet. Sie verlieren dann die Freude und den inneren Antrieb. Diese Pferde funktionieren auch dann noch, aber sie strahlen nicht mehr.

Auch muss man bei diesen Pferden aufpassen, dass man sie pferdegerecht hält und Beschwerden erkennt. Sie geben oft auch dann noch alles, wenn sie schlecht gehalten oder falsch gefüttert werden, wenn sie Schmerzen haben oder krank sind. Hier müssen wir Menschen achtsam genug sein, um die oft nur zaghaften Zeichen zu deuten, mit denen uns solche Pferde zeigen, dass etwas nicht in Ordnung ist.

Ein Ja-Sager-Pferd ist etwas Wundervolles – man fühlt sich geliebt und angenommen, man kann alles Mögliche mit ihnen machen  und ausprobieren. Sie verzeihen Fehler schnell und sind immer bereit, wieder neu anzufangen. Aber genau das führt leider auch oft dazu, dass man sein eigenes Verhalten nicht mehr hinterfragt und zu schnell überzeugt davon ist alles richtig zu machen, auch wenn man auf Irrwegen wandelt. Das Pferd „funktioniert“ ja, also kann das alles nicht falsch sein, so denkt man schnell und fühlt sich oft auch bei tragischen Fehlgriffen bestätigt.

Meine ganz persönliche Lernaufgabe mit meinem Ja-Sager-Pferd war die, meinen Ehrgeiz in den Griff zu bekommen und meine Taten trotz guter Ergebnisse immer wieder zu hinterfragen. Danke dafür, Aramis, und für Dein Ja, das so groß ist wie die Welt.

Chancen und Herausforderungen mit Nein-Sager-Pferden

Nein-Sager-Pferde erkennt man oft schon an ihrem Gesichtsausdruck: Typisch ist ein verkniffenes Maul und der meist gelangweilte, genervte oder auch grimmige Blick. Die Ohren bei diesen Pferden sind eher nach hinten gerichtet, manchmal auch deutlich angelegt. Solche Pferde kommen selten, wenn man sie ruft, sondern lassen sich bitten. Sie sind neuen Aufgaben gegenüber skeptisch und machen schnell dicht, wenn etwas anstrengend oder schwierig wird und vor allem, wenn sie etwas nicht verstehen. Auf Druck reagieren sie mit Gegendruck oder Verweigerung. Pferde dieses Typs müssen nicht unbedingt schlechte Erfahrungen gemacht haben, aber Pferde können aufgrund schlechter Erfahrungen in ihrem Nein-Sagen bestärkt werden. Je nach Ausprägung sagt ein Nein-Sager-Pferd nur zu bestimmten Aufgaben oder Anforderungen nein oder es stellt immer wieder grundsätzlich alles in Frage.

Nein-Sager-Pferde sind eine echte Aufgabe, denn fast alle Menschen neigen dazu, ein Nein ihres Pferdes persönlich zu nehmen. Auch reagieren viele Menschen auf ein Nein eines Pferdes mit Gewalt und Aggression.

Bei Nein-Sager-Pferden gilt es zu lernen, zwar sich selbst zu reflektieren, aber sich nicht immer von Grund auf in Frage zu stellen. So ein Pferd kann einen so massiv zweifeln lassen, dass man denkt, man sollte die Sache mit den Pferden vielleicht doch aufgeben…, aber genau darum geht es nicht! Es geht viel mehr zu akzeptieren, dass Pferde eigenständige Persönlichkeiten und keine Maschinen sind. Es gilt, seine Erwartungen an das Pferd anzupassen, aber gleichzeitig darf man auch seine eigene Motivation nicht sofort verlieren, nur weil das Pferd immer nein sagt. Denn gerade durch viel Eigenmotivation und Spaß an der Sache kann man Nein-Sager oft doch noch aus der Reserve locken. Und das ist wichtig, um den Pferd zeigen zu können, dass vieles durchaus Spaß machen kann. Dafür aber muss man eine gewisse Stärke entwickeln, mit der man trotz eines wiederholten Dauer-Neins weiß, dass man sein Bestes tut und es das Pferd bei einem ziemlich gut hat. Bei einem Nein-Sager-Pferd bekommt man darüber hinaus immer wieder die Chance, Aggressionen und Wut-Tendenzen in den Griff zu bekommen, denn, ja, manchmal frustriert ein Dauer-Nein so, dass man richtig sauer wird …

Mein Nein-Sager-Pferd ist mein Persönlichkeitstrainer, denn er stellt mich immer wieder neu vor die aufgeführten Herausforderungen. Es gibt Tage, an denen zieht mich sein Nein massiv runter und ich weiß inzwischen, dass ich ihm dann einfach nur kurz über die Nase streichle und besser wieder nach Hause fahre. An anderen Tagen lasse ich mich nicht mehr von ihm beeinflussen und dann reicht meine Motivation für beide. Wichtig dabei ist, dass ich nichts zu erzwingen versuche, sondern immer auf Freiwilligkeit setze. Und hin und wieder werde ich dann für all das mit einem Ja-Tag belohnt. Dann ist mein Kleiner wie ausgewechselt und die Sonne geht auf. Danke dafür und für all das Wichtige, das ich mit dir und durch dich lerne, Anthony.

14. Mai 2013 von Tania Konnerth • Kategorie: Verhalten 12 Kommentare »

 

12 Reaktionen zu “Ja- und Nein-Sager”

 

Von Luise • 15. Mai 2013

Hallo Tanja,

vielen Dank für Deine interessanten Gedanken! Ich erkenne in meiner Stute Tara eindeutig ein „Nein-sager-Pferd“ und sie bringt mich dadurch manchmal sehr an meine Grenzen, denn ein Nein kann ja nicht nur Unlust als Grund haben, sondern auch durch gesundheitlich Aspekte hervorgerufen werden. Dann stellt sich mir die Frage: möchtest du nicht laufen, weil du lieber bei deinen Kumpels fressen willst oder aber, weil du schmerzen hast? Ist in Ruhe lassen immer der richtige Weg, oder sollte man sein Pferd doch zu etwas überreden? Wo ist die Grenze zwischen einem schlecht erzogenen Pferd, was nur seinen eigenen Kopf durchsetzt und einem Pferd, welches resigniert (erlernte Hilflosigkeit). Das faszinierendste an der Arbeit mit Pferden ist doch, dass ein so großes und starkes Tier wie das Pferd sich dem Menschen anschließt und gerne mit einem zusammen ist. Wobei hier schon wieder die Gefahr der Vermenschlichung besteht. Aber ich schweife vom Thema ab. Es ist für mich gerade einfach eine so grundlegende Frage, die wiederum viele neue aufwirft.

Auf jeden Fall nochmal ein großes Dankeschön für diese Seite, denn sie ist nicht nur kostenlos, sondern auch voller inspirierender Gedanken und Erfahrungen.

Liebe Grüße,
Luise

 

Von Claudia • 15. Mai 2013

Hallo,

ich schließe mich meiner Vorrednerin voll an. Meine Stute ist ebenfalls ein Nein-Sager, wobei eben oft das Nein aufgrund von gesundheitlichen Problemen ausgelöst wird. So sagt sie unterm Reiter immer noch konsequnt Nein zum Rückwärtsrichten, weil das früher einmal weh getan hat. Umso mehr freut man sich dann darüber wenn es Tage gibt an denen man doch ein oder zwei Tritte rückwärts bekommt. Zudem besteht die wirkliche Herausforderung wenn ich z.b. bei der Arbeit nach dem LK Dinge verlange die ihr schwer fallen, weil ich weiß das sie ihr guttuen und sie mir das Nein ins Gesicht schreit. Wahrscheinlich sind wir deshlab nach 2 Jahren immer noch nicht so weit wie andere nach wenigen Monaten.

Und ja solche Pferde bilden unglaublich den Charakter. Meine Stütchen hat mich in den letzten 15 Jahren gelehrt viele Dinge in allen Lebensbereichen viel entspannter zu sehen und das wo ich als Teenie sogar zu Wutausbrüchen geneigt habe 😉
Sobeld es in mir anfängt zu kochen macht sie einfach dicht und bekommt diesen Gesichtsausdruck der einfach sagt: jaja mach du mal und wenn du wieder normal bis können wir uns weiter unterhalten.

Und der LK hat einen großen Teil dazu beigetragen aus manchem Nein ein vielleicht zu machen.

lg
Claudia

 

Von Manuela • 16. Mai 2013

Liebe Tania,

Du schaffst es immer so gut, einem aus der Seele zu sprechen … Ich hab´ auch so einen Nein-Sager-Hafi und bin durch genau diese Phasen mit ihm gegangen. Zweifeln und verzweifeln, Wut und Resignation, Ungeduld und Unverständnis. Und immer wieder die Frage: Wäre er mit einer anderen Besitzerin besser dran? Einer, die sich „durchsetzt“, damit der Weg für ihn klarer wird? Nach mittlerweile 6 Jahren mit ihm weiß ich: Nein! Ich bin mit meiner liebevollen Konsequenz und meiner humorvollen Nachsichtigkeit genau die Richtige für ihn – und er für mich. Wir sind mit- und aneinander gewachsen und freuen uns gemeinsam über unsere „magischen Momente“, diese Sternstunden der Innigkeit, die man mit einem Ja-Sager sicherlich auch hat (wahrscheinlich sogar öfter …) aber nie so sehr zu schätzen weiß, dass man vor Freude heult.

 

Von xenia • 16. Mai 2013

Hallo Tania,
dein ARtikel ist sehr interessant, ich habe darin meine beiden Stuten wiedererkannt! Die PRE Stute Jara sagt zu allem ja und lernt begeistert. Meine andere Stute Missouri hingegen hat meist eine andere Meinung oder ist zumindest skeptisch. Seit 1 Jahr versuche ich sie an der Longe mit Kappzaum zu gymnastizieren, aber sie hält konsequent „dagegen“… Die Übungen an der Hand zeigen, dass sie sich schon gut biegen kann, aber an der Longe möchte sie offenbar nicht. ich habe seit 1 Woche angefangen, das Pferd zu clickern. Siehe da, es kommt Leben und Engagement ins Pferd! An der Loinge hatten wir sie heute zum ersten mal als ein geradegerichtetes Pferd in perfekter Vorwärts-Abwärtshaltung gesehen, sogar im Trab! Kein Ziehen an der Longe. ich habe das ein paar mal geclickert, sie hielt an und liess sich das Leckerli bringen und machte dann so weiter mit einem verdammt selbstzufriedenen GEsichtsausdruck.
Offenbar fühlte sie sich unterbezahlt bisher und hat es nicht eingesehen sich anzustrengen. 🙂
Nun klickere ich weiter mit ihr. Als nächstes lernen wir, dass es Clicks nur mit aufgestellten Ohren gibt 😀
xenia

 

Von Frauke • 16. Mai 2013

Hallo,
interessanter und ansprechender Beitrag. 😉
Ja, dazu könnte ich auch einen kleinen Roman an Erfahrungen schreiben. Ich habe vor zwölf Jahren ein Pferd gekauft, was gar nichts mehr gesagt hat. Und die Menschheit war nicht gerade nett zu ihm. Als typischer Nein-Sager sind also seine Nein´s mit drei Ausrufezeichen bestärkt. Aber er ist einfach toll! Vielleicht weil man von einem überschwenglichen Ja dann so begeistert ist.
Nun steht er die 9. Woche mit einer Fraktur am Fersenbein in der Box. Und er überrascht mich immer wieder. Wir spielen jeden Abend mit Begeisterung Ball und Teppich aus- und zurollen. Für diese Versuche habe ich 12 Jahre lang ein klares Nein bekommen.
Und ja, der Longenkurs hat auch super geholfen. Longieren fand er immer ganz furchtbar. Nach dem Longenkurs arbeitet er total motiviert mit.
Am meisten freut mich aber, dass er auch mit dem kranken Bein ganz klar Ja zum Leben sagt. ;-))
Frauke

 

Von Tania • 17. Mai 2013

Herzlichen Dank Euch allen für Eure Kommentare. Mir war klar, dass ich nicht ganz allein mit meinen Herausforderungen bin 😉

Einen Knuddler an alle Ja- und Nein-Sager!
Tania

 

Von Anke • 20. Mai 2013

Liebe Tanja,
das ist auch gerade mein Thema. Meine Lenny möchte lieber bei seiner Herde bleiben und seine Stuten beschützen. Er sagt jeden Tag „Nein“, wenn er vom Hof weg soll. Wir haben inzwischen viel miteinander gelernt, Horsmenship bringt uns enorm viel. Aber an manchen Tagen zweifle ich, ob ich es ihm überhaupt antun kann, dauernd etwas von ihm zu wollen, was er nicht will. Nur noch Koppelpferd? An solchen Tagen gehen wir nur grasen, quasi als Motvation, dass man mit mir auch tolle Sachen machen kann… Naja und auch weil ich nicht immer die Energie habe, zu sagen: doch das machen wir, Bewegung tut Dir gut. Ja, ich nehme seine Absagen persöhnlich. Viel habe ich dadurch schon gelernt und neue Wege gesucht und gefunden. Er lässt mich zum Glück nie ganz im Regen stehen, es geht immer weiter, irgendwann bekomme ich ein Ja. Nun ja- wie immer im Leben gibt es gute Tage und die anderen….

 

Von Martina • 20. Mai 2013

Liebe Tanja,
bisher wurde ja mehr über Nein-Sager Pferde berichtet.
Meine Stute ist dagegen ein Ja-Sager Pferd und dieses ist nicht immer so einfach, wie es sich im ersten Moment anfühlt. Denn ich habe (durch sie) gelernt, dass man unglaublich sensibel sein muß, um die kleinsten „Mitteilungen“ des Pferdes warzunehmen. Meine Stute gibt immer 100% auch wenn sie Schmerzen hat, oder es sonst irgendwo hakt z.B. der Sattel nicht mehr passt. Schon oft habe ich mich über mich selbst geärgert, dass ich irgendetwas nicht oder eben erst sehr spät bemerkt habe. Doch bei ihr weiß ich immer ganz sicher, wenn sie irgendetwas verweigert, hat das einen Grund, den ich herausfinden muß.

 

Von Rebecca • 20. Mai 2013

Hallo =)

Ich glaube ich habe auch zwei verschiedene Pferde 😉
Bei Piri bin ich mir ziemlich sicher dass sie ein Nein-Sager Pferd ist. Wenn ich mit Halfter auf die Koppel komme, also sie rausholen will, dann guckt sie immer total unbegeistert, und dreht sich manchmal auch weg. Wenn sie dann aber mal das Halfter oben hat, dann sind die Ohren vorne und sie macht gut mit. Manchmal muss man sie aber schon sehr überreden, vor allem eben bei anstrengenderen Sachen… Ich kam mir durch sie auch schon total oft völlig unfähig vor, und hatte keinen wirklichen Spaß mehr mit ihr… Jetzt ist sie aber in Verletzungspause, und ich hab mir (unter anderem durch eure Seite hier ;)) viele Gedanken gemacht, und halt auch mal anders probiert, sie zu motivieren und mit ihr zu arbeiten. Und es wird besser =D

Bei Joy bin ich mir nicht ganz sicher, aber ich glaub dass sie im Grunde schon ein Ja-Sager Pferd ist…
Meistens wenn ich sie holen gehe kommt sie gleich her, und sie ist total beleidigt wenn ich mal eine Zeit lang mehr mit Piri gemacht hab. Da lässt sie sich dann oft überhaupt nicht einfangen, manchmal auch nicht wenn ich Piri zuerst geholt hab, aber das ist wenn ich ausgeglichen mich mit ihnen beschäftige eher selten.
Bei Situationen wo sie sich unsicher ist oder Angst hat, rennt sie aber immer sofort davon. Das ist bei ihr so fest verankert wie bei keinem anderen Pferd das ich kenne. Kleine Unsicherheit -> umdrehen -> wegrennen -> vllt irgendwann mal stehen bleiben und gucken was überhaupt war. Das und die Sache mit der Eifersucht kommt wahrscheinlich von früher, bevor ich sie gekauft hab, dass sie nie eine wirkliche Bezugsperson hatte, die sie so braucht, und andere Tiere ihr vllt bevorzugt wurden. Und da hat sie halt angst dass das ich auch machen könnte…
Die Tierärztin hat zu uns ganz am Anfang beim ersten impfen gesagt, dass sie im alten Stall immer total gestiegen ist, und rumgehüpft und alles bei Behandlungen, vor allem Spritzen, und jetzt bei uns (nach nur 2 Monaten ca.) hat sie sich „nur noch“ total steif gemacht und bisschen an die Wand gedrückt vor Angst, aber das ist ja schon mal deutlich besser.
Aber ohne Unsicherheit oder Eifersucht ist sie ein total williges Pferd, und sie macht fast immer total gerne mit =)

LG Rebecca

PS: tut mir leid ich hab wieder mal viiiel zu viel geschrieben… :/

 

Von Sonja Lucia • 21. Mai 2013

Hallo zusammen. Mein Pferd ist/war beides. Ein ganz klarer Nein-Sager, als ich ihn zu mir holte. Er machte sehr schnell dicht, begrüsste mich mit angelegten Ohren, liess sich widerwillig führen, reiten, war allgemein sehr sauer. Dann habe ich alles verändert. Wirklich alles. Von der Haltungsform, zur Ernährung, bis hin zur Umstellung auf Barhuf. Auch im Umgang mit ihm habe ich alles von Anfang an neu aufgebaut. Bodenarbeit und Zirkuslektionen waren mein Weg zu ihm. Heute ist mein Pferd meistens ein Ja-Sager. Er hat zwar immer noch die Tendenz, mal NEIN zu sagen, aber schon lange nicht mehr so stark wie früher. Auch freut er sich auf mich, wiehert mir sogar ab und an entgegen (also es ist eher ein Grummeln) und lässt sich gut führen, freut sich sogar auf viele Lektionen. Sein Favorit sind die Zirkuslektionen geblieben. Da blüht er regelrecht auf.

 

Von Monika • 7. August 2014

Auch zu meinem früheren Nein-Sager hatte ich den Zugang erst über Zirkuslektionen gefunden und habe gemerkt, dass es ihm dann Spass macht, wenn er bald ein Leckerli kriegt. Um ein Goodi zu erhalten spulte er manchmal unaufgefordert sein ganzes Repertoire ab.
Jetzt habe ich einen klaren Ja-Sager, den ich aus Unwissenheit oft überfordert habe. Zum Glück habe ich auch bei ihm dazu gelernt und höre ihm immer gut zu, um Fehler zu vermeiden.

 

Von Patricia • 24. März 2015

HalliHallo 🙂

Ich bin gerade eher zufällig über diesen Artikel gestolpert (Folge Eurer Seite auch noch nicht so lange) und bin total begeistert über diesen Denkanstoß!
Vielen Dank dafür!
Meine Freundin und ich haben zwei solche Exemplare zu hause – sie einen absoluten JA-Sager Hafi der für so ziemlich alles immer sofort zu haben ist!
Und ich einen sehr deutlichen Nein-Sager PonyMix Wallach!
Es ist genau wie im Artikel beschrieben wirklich nicht immer einfach für mich mit dem NeinSager,nicht zu hart zu urteilen,keine Vergleiche zum Hafi meiner Freundin zu ziehen und das Pony so zu akzeptieren wie es nun mal ist… 😉
Er fordert mich, meine Geduld und meine ruhige Konsequenz immer wieder aufs neue – aber ich möchte für kein Geld der Welt ein anderes Pferd haben!!
Ich hab die Herausforderung angenommen und schon seeehr viel über mich dabei gelernt 🙂

 

 

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