Nicos Ausbildungsweg – der vierte Monat

Heute gibt es wieder Neues von unserem Nico. 🙂 In diesem Monat haben wir allerdings nicht allzu viel gemacht, da Alexandra im Prüfungsstress und ich im Urlaub war. Ein bisschen etwas zu berichten gibt es dennoch:

Ruhe für den Kopf

Nico ist ein ziemlicher Hibbelkopf. Es fällt ihm schwer, den Kopf ruhig zu halten. So schlug ich Petra und Alexandra vor, einige Ruhepunkte an Nicos Kopf zu erarbeiten. Die Aufgabe für Nico lautet: „Wenn ein Mensch eine Hand an eine Stelle deines Kopfes legt (Kinn, Wange, Nase, Ohr) lass diesen Körperteil bitte ganz ruhig in dessen Hand liegen.“ Später möchten wir aus diese Übung verschiedene Kopftargets erarbeiten, so dass uns Nico dann das gewünschte Körperteil in die Hand legen soll.

Nico hat diese Aufgabe sehr gut verstanden und es klappt wirklich toll!

Hand am Unterkiefer – Nico soll dabei das Maul ganz ruhig halten, weder kauen noch nach der Hand schnappen:

Kopf zwischen den Händen ruhig halten:

Hand hält Ohr:

Hand liegt an der Wange:

Zwei Hände auf der Nase:

Hand an den Nüstern:

Schön, wie viel Ruhe wir mit diesen kleinen Übungen erreichen konnten!

Das war aber nicht alles, was wir mit Nico gemacht haben. Aufgelockert wurden die Einheiten mit Laufspielchen mit Handtarget:

Und: Die etwas anderen Art zu longieren

Für die etwas andere Art des Longierens bauten wir einen Kreis aus Pylonen auf und ließen Nico mittels eines langen Targetstabs außen um den Kreis herumlaufen:

Und da ja bald der Herbst und das schlechte Wetter kommt, haben wir Nico schon mal vorsichtshalber die Angst vor Regenschirmen genommen – wobei die nicht wirklich da war… 😉

Und hier ist noch ein kleiner Film zu diesem Ausbildungsmonat.

Und hier finden Sie den nächsten Beitrag.

9. Oktober 2012 von Babette Teschen • Kategorie: Jungpferdausbildung 6 Kommentare »

 

6 Reaktionen zu “Nicos Ausbildungsweg – der vierte Monat”

 

Von Yvonne • 10. Oktober 2012

Ein schönes Video, Harmonie und Verständnis. Eure Arbeit ist klasse!!!!!
Ihr seit mir immer wieder eine Inspiration. V.a., da ich mir nun einen großen Traum erfüllt habe und in zwei Wochen meinen Jährling abholen darf. Neben ganz viel Platz und Liebe zum Aufwachsen bekommt er langsam ein paar einfache Lektionen beigebracht. Da gebt ihr mir so viel Anregungen, uns wird bestimmt nicht langweilig 🙂

 

Von Ellen • 19. Oktober 2012

Hallo!

Eine tolle Idee – diese Kopftargets. Genau die richtige Übung für meine gleichaltrige Maus, die ähnlich unruhig am Kopf ist bzw. bei Hand in Richtung Kopf immer denkt, es gibt was zu fressen aus der selben …. und zudem gerade aufgrund Hufgeschwür anderweitig sowieso kaum zu arbeiten ist.

Mich würde interessieren, wie ihr das etabliert habt. Habt Ihr dafür neben C+B auch einen „Befehl“ etabliert. Sowas wie „touch“? Oder das einfach nur ohne Worte erarbeitet? Quasi Hand an den Kopf = ruhig halten?

Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr das noch etwas genauer erklären könntet. Oder gibt es das schon irgendwo im Archiv?

LG von Ellen

 

Von Simone • 22. Oktober 2012

Hallo!

Ellen spricht mir aus der Seele… Bei meiner Dreijährigen ist selbst das Seil ins Halfter einklinken ein Akt, weil meine Hand ja sooo interessant ist.
Wie habt Ihr das hingekriegt?

lg, Simone

 

Von Alexandra • 28. Februar 2013

Hallo,

ich bin heute auf diese Seite gestoßen und bin begeistert! Es ist einfach unglaublich schön zu sehen, wie glücklich ihr und die Pferde seid. Ich möchte ganz viel von dem, was ich bisher hier gesehen habe, mitnehmen und an meiner Reitbeteiligung „ausprobieren“.

Aber auch wie Simone und Ellen würde ich mich über eine genauere Beschreibung über die Methode mit den Handtargets freuen, mein kleiner lässt sich nämlich nur ungern an den Ohren anfassen….

Vielen vielen Dank für die tolle Website, die schönen Videos und die damit verbundene Zeit, die ihr hier und in die Pferde reinsteckt! Ganz ganz große klasse!

Liebe Grüße
Alex 🙂

 

Von Ursula DT • 19. August 2014

Hallo,
komme wahrscheinlich zwei Jahre zu spät, aber schade, dass ihr Ellen und Simone nicht geantwortet habt. Ich habe einen gut zweijährigen Schwarzwälderwallach (selbst gezogen), der kürzlich von der Fohlenweide zurückkam und nun stehe ich genau vor diesen vielen Fragen der Jungpferdeausbildung. Im Moment durchläuft er eine heftige „orale“ Phase, alles wird angeknabbert, er ist sehr cool und schwer zu beeindrucken, dabei aber in der Herde rangniedrig und lässt sich dort auch die Butter vom Brot nehmen. Ruhig die Hand ans Kinn geht nicht, weil er dauernd reinbeißen und knabbern will. Möchte mit ihm Clickertraining anfangen, habe aber Bedenken, dass er dauernd nach dem Futter sucht und wieder knabbert, wenn er weiss, dass da Leckerchen sind. Ist das dann nicht kontraproduktiv? Genauso mit dem Ballapportieren usw. Er nimmt sowieso alles ins Maul. Aber kann er unterscheiden, was er darf und was nicht? Einmal belohne ich fürs Ball aufheben, aber die Bürsten am Putzplatz darf er nicht. In die Plane darf er beißen, aber in meine Jacke nicht….. könnt ihr mir etwas beim Sortieren meiner Gedanken helfen? Und habt ihr mir einen Tipp, wie ich ihm das abgewöhnen kann, alles anzuknabbern? Er ist vom Charakter her ein Lieber, aber auch sehr stoisch 🙂 Dankeschön.
P.S. Habe gerade lange in Nicos Ausbildungsweg gelesen und möchte das mit meinem auch so aufbauen….. ich bin gespannt.

 

Von Simone • 4. Februar 2015

Am Wochenende hole ich meinen Shetty Jährling hab. Ich freue mich schon darauf ihn auszubilden und immer wieder in euren Blogeinträgen zu stöbern und mir Anregungen zu holen 🙂
Diese Dokumentation von euch ist wirklich total spannend und sehr lehrreich! Nach dem Longenkurs werde ich mir noch den Clickerkurs holen (bzw er wird mein Geburtstagsgeschenk :-)) und dann kanns richtig losgehen.
Danke dafür!

 

 

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