Das Auge schulen – Teil 2: Läuft mein Pferd über den Rücken?

In der letzten Woche ging es um die Frage, wie man erkennen kann, ob der Rücken eines Pferdes in der Bewegung nach oben schwingt. Auch heute bleiben wir bei diesem Thema und schauen uns an, wie es aussieht, wenn ein Pferd wirklich „über den Rücken geht“.

Das so genannte Über-den-Rücken-gehen bezeichnet nicht nur die aktive Rückentätigkeit des Pferdes (das Hochschwingen den Rückens), sondern auch eine aktive Hinterhand und eine entspannte Halshaltung.

Schauen wir uns einmal an, wie das aussieht – einmal an der Longe:

Und einmal unter dem Sattel:

Um nun ein Gefühl dafür zu bekommen, worauf wir achten müssen, zeige ich Euch im Vergleich Bilder, auf denen das Pferd nicht über den Rücken geht.

Einmal an der Longe:

Anthony trägt hier den Kopf zu hoch und drückt den Rücken in der Bewegung nach unten weg. Genau so sollte das Pferd nicht laufen!

Unter dem Sattel sieht das so aus:

Auch hier ist deutlich zu sehen, dass der Rücken nach unten schwingt. Achtet auch auf den Abstand des Hinter- zum Vorderbeins: dieser ist recht groß. Ist die Hinterhand aktiv, tritt das Hinterbein deutlich mehr nach vorne unter den Schwerpunkt (wie z.B. auf den ersten beiden Bildern gut zu sehen ist).

Auf dem nächsten Foto sieht man, wie Anthony auf die Vorhand kommt: Ich habe mit der einen roten Linie die Bewegungsrichtung eingezeichnet, die quasi in den Boden geht. Das ganze Gewicht ist nach vorne verlagert. Auch kann man gut die inaktive Hinterhand sehen: Das Hinterbein ist fast senkrecht und tritt nicht unter den Schwerpunkt:

Und so sieht es an der Longe aus, wenn das Pferd auf die Vorhand kommt: Die Kruppe ist der höchste Punkt und es wirkt ein bisschen so, als ob das Pferd mit dem nächsten Schritt mit dem Kopf in den Boden rammt:

Auch so sollte es nicht aussehen – schaut Euch im Vergleich dazu noch einmal das erste Bild in diesem Artikel an. (Hinweis: Zu Beginn und vor allem bei solchen Pferden, die den Kopf sonst eher viel zu hoch tragen, kann man eine solche Haltung an der Longe zunächst unkorrigiert lassen, sollte aber zusehen, dass man durch Übergänge und Wechsel zwischen kleineren und größeren Volten das Pferd möglichst sanft wieder von der Vorhand wegbekommt.)

Hier nun ein Foto, auf dem wir schon auf dem richtigen Weg sind:

Anthony ist etwas mehr aufgerichtet und der Rücken schwingt schon mehr nach oben und das Hinterbein kommt mehr unter den Schwerpunkt. Aber es geht noch besser:

Hier geht die Bewegung schön nach vorne oben heraus und nicht mehr Richtung Boden. Das Pferd wirkt dynamisch, dabei aber aber leicht und ausbalanciert. Gut ist auch die aktive Hinterhand mit einem weit unter den Schwerpunkt tretenden Hinterbein zu sehen. Schaut mal, wie dicht das Hinterbein hier an die Spur des Vorderbeins kommt:

Einzig die Nase könnte hier noch ein bisschen mehr nach vorne und der Hals etwas entspannter sein, so wie auf dem Bild ganz oben im Artikel.

Mit zunehmender Versammlung (dann natürlich in einem geringeren Tempo) wird sich das Pferd noch mehr aufrichten und „setzen“. Es wird dann noch mehr untertreten und die Bewegungen werden noch erhabener werden.

Mein Tipp: Nehmt Euch ruhig mal Reitfotos von Euch vor und zeichnet solche Linien ein. Man sieht auf diese Weise oft viel mehr als auf einen flüchtigen Blick hin. Und wenn Ihr so erkennt, dass Euer Pferd den Rücken eher wegdrückt und auf der Vorhand läuft, steht an, das Ausbildungsprogramm neu aufzubauen, damit Euer Pferd lernt, gesund zu laufen.

13. Oktober 2011 von Tania Konnerth • Kategorie: Allgemein 19 Kommentare »

 

19 Reaktionen zu “Das Auge schulen – Teil 2: Läuft mein Pferd über den Rücken?”

 

Von Cate • 13. Oktober 2011

Hast du toll dargestellt, wie auch schon im Teil I!:cookie:
Das sollte sich so menach einer übers Bett hängen … 😉

LG Cate

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Hui, danke Cate!
Tania

 

Von Bine • 13. Oktober 2011

Ein sehr schöner (eigentlich wie immer:)) Bericht und wunderschöne Bilder!

Was mich nur stutzig macht ist das Bild zwei unter dem Sattel. Hier ist an dem linken Vorderhuf erkennbar, dass Anthony in diesem Moment nicht richtig im Takt war, eigentlich müsste der Huf doch grade auffussen oder (hinten rechts ist er schon auf dem Boden)? Dazu passt, dass die Fessel in diesem Moment auch überstreckt ist, die Bewegung ging nicht durch den Körper sondern kam aus den Gelenken. Ergo dürfte Anthony in diesem Moment auch nicht über den Rücken laufen oder?
Bitte korrigier mich wenn ich da falsch liege, mein Reitlehrer hatte mich da vor Jahren mal drauf aufmerksam gemacht und es hatte mich grade gewundert und auch interessiert:)

LG, Bine

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Ja, ich weiß, es gibt diese Diskussion, dass wenn das Hinterbein etwas vor dem Vorderbein auffusst, es als „Taktfehler“ gedeutet wird. Ich sehe das anders. Erstens ist diese Verschiebung so minimal, dass sie mit bloßem Auge nicht zu sehen ist, nur die Kamera kann es durch die Momentaufnahme überhaupt so einfangen. Das Hinterbein ist also wirklich nur einen Bruchteil einer Sekunde vorher im Sand. Zum anderen finde ich es sogar positiv, dass der Hinterfuß genau diesen Hauch vor dem Vorderbein auffusst. Man kann genau das nämlich auch so deuten, dass mehr Last mit der Hinterhand aufgenommen wird. 🙂

Tania

 

Von Heide Zwirner • 16. Oktober 2011

Wunderbar,Tania!super erklaert.Einfach klasse!
und IMMER ermutigend!
Wieviele Preise habt Ihr beiden bzw drei schon gewonnen?jedenfalls sieht es sehr ,sehr gut aus.
Vor allem ,weil die Pferde so entspannt gehen ,ja,mit Freude.
liebe Gruesse
Heide

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Dankeschön, Heide.
Tania

 

Von Sonja Lucia • 17. Oktober 2011

Wunderschöne Bilder, die mir klar aufzeigen, auf was ich vermehrt achten muss.

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Auch Dir dankeschön.
Tania

 

Von Indira Rehfeld • 17. Oktober 2011

Hallo,
mir gefällt auch nicht,wie das Pferd unter dem Sattel(Bild2)läuft.Irgendwie sieht das für mich etwas auseinandergefallen oder schief aus.Ich kann da keine positive Spannung erkennen-für mich geht das Pferd nicht über den Rücken.
Liebe Grüße
Indira

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So unterschiedlich können Einschätzungen sein,
Tania

 

Von Tanja • 17. Oktober 2011

Hello, sehr schön auch diesmal wieder erklärt.. hatte mich schon drauf gefreut, weiterzulesen! Auch die Bildauswahl ist sehr gelungen.. man möchte direkt sein Fotoalbum nehmen und den Rotstift ansetzen 🙂

Vielen Dank und liebe Grüsse,
Tanja

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Danke, Tanja, das freut mich!
Tania

 

Von Annette • 17. Oktober 2011

Hallo!
Artikel gefällt mir ganz gut. Aber mir ist auch etwas negativ aufgefallen. Auf dem ersten Reitbild trägst Du deine Hände extrem breit. Aber damit ist keine weiche Zügelführung möglich. Zudem wirkt dein Bein recht fest.

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Danke für die Hinweise,
Tania

 

Von ute • 17. Oktober 2011

mir ist bei den fotos sofort der gedanke gekommen – es gibt viel zu tun, packen wir es baldigst an…….!

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Ein schönes Motto für uns alle, denke ich 🙂
Tania

 

Von Elke • 17. Oktober 2011

Hallo,

die Bilder verdeutlichen die Problematik wunderbar.
Was mache ich bei einem älterem Pferd, dem es nicht mehr
leicht fällt, mit aktiver Hinterhand zu laufen, da sie etwas steif ist?
Unterm Sattel fühlt es sich an, als wenn man in einem Loch sitzt. Das Aufwölben des Rücken fühle ich nur wenn das Pferd sich richtig anstrengt (tiefer Boden, bergauf, tiefer Schnee).
Elke

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Hallo Elke,

ältere Pferde haben naturgemäß Grenzen in der Beweglichkeit, genauso wie bestimmte Erkrankungen Grenzen vorgeben. Hier gilt es im Rahmen des Möglichkeiten zu fördern, aber eben auch nie zu viel zu erwarten. Gerade ältere Pferde sprechen gut auf die Arbeit nach dem Longenkurs an – schau mal, Babette hat hier mal was dazu geschrieben.

Herzlich,
Tania

 

Von Sonja • 18. Oktober 2011

Wow! Toll umschrieben und erklärt!
Und ich stehe voll dahinter, dass das Pferd auf dem 2ten Bild ausgezeichnet läuft!
Es ist eine Momentaufnahme… da kann man Dinge bemängeln, weil man sie länger sieht, als sie in Wirklichkeit sind…
Dass das Hinterbein einen Bruchteil einer Sekunde eher auftritt, weisst daraufhin, dass das Pferd mit der Hinterhand trägt. Gerade dies sieht man viel zu selten! Meist ist es nämlich der Vorderfuss, welcher eher auftritt!!! Man sieht, dass es gerade das Ende einer wunderschönen Schwebefase ist, tragend, nicht eilend.
Der äussere Zügel steht in perfekter Verbindung, die Innenhand wollte wohl gerade den Zügel öffnen und es sieht in der Momentaufnahme jetzt etwas unglücklich aus.
Dem Reiter würde ich in diesem Moment raten: lass das Pferd für dich arbeiten (er macht es gerne und ist umso stolzer) und lese da oben die Zeitung… Damit meine ich: nur noch denken an den nächsten Schritt oder die nächste Aufgabe und nicht mehr an die dazugehörenden Hilfen (unbewust gibt man genügend Anweisung). Keine Hilfe mehr leisten mit den Zügeln, sondern sie nur noch als Kommunikationsmittel in leichter Verbindung halten (eigentlich folgt die Hand nur noch den Pferdemund); mit Sitz und Beine die Hilfen geben und an den Zügeln spüren wo es vielleicht noch hapert (wenn überhaupt)
Vielleicht etwas die Knie nach unten drücken, dann lösst sich das Bein noch etwas mehr und die Ferse kommt mehr runter. Das Pferd wird den Reiter noch etwas besser mitnehmen können und der Reiter kann sich etwas gelassener hinsetzen, dass sich auch noch seine Schultern/Rücken ganz entspannen…
Nur aufpassen, dass man sich Übungen nicht zu lange überlegt… -Soll ich da oder dort einen Kreis reiten?- Und schon setzt Pferdchen den Kreis an… nur weil es auf diese ganz feinen Hilfen reagiert, die die Gedanken auslösen.
Ich bemängel die Haltung des Reiters nicht… denn erst jetzt (!) ist die Zeit zur Perfektionierung gekommen.
Dies ist wirklich ein wunderschönes Bild ^^. Es ist der Kehrpunkt wo das Pferd (nahezu) ‚perfekt‘ bewegt und ab jetzt wahrscheinlich jede Lektion einfach mitmacht, ob er sie schon kennt oder nicht.
Doch, eine ganz kleine Bemerkung hätte ich: es erscheint mir, der Sattel drückt den Reiter etwas nach vorne… Vielleicht hier nochmal schauen ob der tiefste Punkt bei Belastung auch noch der Mittelpunkt ist.
LG aus Belgien

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Herzlichen Dank, Sonja, für Deinen Kommentar! Am meisten freut mich, dass Du das mit dem einen Hauch zuerst auffußenden Hinterhuf auch so siehst! Und Deine Anregungen nehme ich gerne auf an.
Tania

 

Von Claudia • 19. Oktober 2011

Hallo alle,
Vielen Dank für den tollen Beitrag und dass Du Deine Bilder zur Verfügung stellst damit wir verschiedene Ausführungen zu sehen bekommen und uns ein Bild machen können.
Ich habe die Kommentare gelesen und mir fällt ganz spontan ein Thema ein, dass letztens Mal hier im Newsletter behandelt wurde. Perfektion! Ich habe selber ein 15 jähriges leider verrittenes und dazu noch sehr cleveres Pferd. Da er jetzt von der Rasse her auch nicht zu denen gehört die sich gerne überanstrengen habe ich auch meine liebe Mühe was eine Lastaufnahme durch die Hinterhand angeht. „Der vordere Teil“ des Pferdes läuft eigentlich wieder ganz gut ( er wurde sehr über die Hand geritten mit Beine zu und ging gar nicht mehr vorwärts. Bei Kontakt am Gebiss riss er sofort den Kopf hoch ). Das geht jetzt alles viel besser nur das Untertreten zu fördern klappt nicht so recht. Dass er kann zeigt er wenn er wirklich Lust hat sich zu bewegen aber meistens ist eher sparsam. Wenn ich ihn zu stark auffordere fällt er in Renntrab und der Rücken ist weg, wenn er sich schön biegt kommt die Hinterhand nicht, kommt die Hinterhand ist er kaum mit feinen Hilfen in die Biegung zu bringen.
Da mir im Moment keine andere Lösung eingefallen ist als Geduld zu haben und anzunehmen was er bietet sage ich mir immer lieber ein bisschen „gesund“ reiten als zu verkrampfen und zum Schluss ein komplett verspanntes Pferd zu haben.. schwierig!
Reiten ist eine Kunst!

Alles Liebe
Claudia

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Jep, genau darum geht es: Nicht auf die Perfektion zu schielen, sondern dem Individuum gerecht werden. Und kleine gute Ansätze sind oft schon ganz viel wert, auch wenn man vom Optimum vielleicht noch weit entfernt ist.
Tania

 

Von Maria Sommer • 10. Dezember 2011

Also tut mir leid. Das Pferd mag zwar über den Rücken laufen, aber der Rest stimmt nicht. Das Pferd fällt auseinander, wirkt teilweise über das Tempo geritten und die Hinterhand könnte auch besser sein. Wo ist der positive Spannngsbogen? Die Oberhalsmuskulatur? Von den Sitzfehlern der Reiterin ganz zu schweigen.

Das nenne ich durchschnittliches Reiten mit positiven Tendenzen. Mich stört aber eins: wenn man sich als Lehrer aufspielt und damit noch evtl Geld verdient, sollte man es deutlich besser können.

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Vielen Dank für den Kommentar.
Wie überall gibt es zu allem unterschiedliche Ansichten,
Tania

 

Von Kathrin • 12. Januar 2012

Nochmal zum Thema Taktverschiebung, zur halbjährlichen Kontrolle hatte ich einen Osteopathen/Physiotherapeuten am Pferd. Ich befragte ihn zu diesem Thema,weil mein Pferd das auch zeigt und ich bekam als Antwort, dass es entweder dominante Schubkraft ist(so dominant, dass der rücken blockiert und die Verschiebung entsteht) oder sie hängen auf der Vorhand und haben eine zu lange Stützbeinphase vorne, so dass der Hinterhuf verfrüht zu Boden fällt, um nicht zu greifen (das wiederum bedeutet Gegenspannung in der Lendenmuskulatur).
Weil mich das doch sehr stutzig gemacht hat, habe ich noch zwei weitere bei mir in der Gegend ansässige Physio’s zu diesem Thema befragt, auch dort bekam ich diese Antwort ? Was stimmt denn nun ?

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Ich schätze, dieser Punkt wird noch viel Stoff für Diskussionen geben und ob man sich einigen können wird, weiß ich nicht. Meiner Ansicht nach ist die Frage nicht theoretisch zu beantworten, sondern immer nur live an dem jeweiligen Pferd, denn nur im Gesamtbild kann man entscheiden, ob das Pferd gut oder nicht gut läuft. Auch muss man in der Praxis sehen, wovon man da eigentlich spricht, wenn man von einer „Taktverschiebung“ spricht. Das, was hier diskutiert wird, ist mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen, sondern wird nur auf den Momentaufnahmen sichtbar.

Herzlich,
Tania

 

Von Jana • 21. Juli 2012

Hi,
super, die Erklärungen zum Rückenaufwölben und auf der Vorhand laufen.

Toll!

Mal eine Frage:
Das zweite Bild mit Reiter sieht gut aus. Die Hände sind da etwas weiter auseinander. Ist es so, dass sich Pferde dadurch leichter tun, nach unten zu kommen? Ich habe das auch schon mal gehört das man erst mit breiten Zügeln reitet.

Viele Grüße

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Hallo Jana,

ich empfinde die breite Zügelführung oft als hilfreich und probiere einfach immer mal aus, wie ein Pferd darauf reagiert. Ziel ist natürlich eine „normale“ Führung, aber ich nutze die breite Führung gerne um z.B. Biegungen einzuleiten und ja, auch um dem Pferd den Weg in die Dehnungshaltung leichter zu machen.

Herzlich,
Tania

 

Von Jasmin • 21. Februar 2013

wow das ist echt toll erklärt, jetzt kann ich mir viel besser vorstellen wie es sein soll-und wie nicht ! großes dankeschön

 

Von Anni • 2. September 2013

Also ehrlich gesagt machen mich die Kommentare mancher Leser hier etwas sauer. Wenn ich das richtig verstanden habe sind es Bilder eines langen Prozesses der Ausbildung, die immer mal die Zwischenschritte und Etappen der (Jung)Pferde ausbildung wiederspiegeln. Nirgends ist bei Tania die Rede von Perfektion. Ich finde, man sieht deutlich die Entwicklung, die ein Pferd im Lauf seiner Ausbildung nehmen kann und Tania und Anthony haben, den Bildern nach zu urteilen, schon wesentlich mehr geschafft, als viele viele andere. Sicherlich ist der Sitz noch etwas verbesserungswuerdig, aber jeder weiss doch, wie es ist, wenn man sich vollkommen konzentriert und sich dadurch vielleicht etwas verkrampft. Danke fuer den anschaulichen Artikel 🙂

 

Von Tina • 24. Februar 2014

Ich finde den artikel auch sehr schoen und anschaulich. Was bild 2 betrifft, so fuerchte ich, was fuer viele inzwischen auseinandergefallen aussieht, kommt daher, weil wir es so gewohnt sind, pferde zu sehen, die ‚aufgerollt‘ laufen.

Ich mag mich taeuschen. Aber mir wurde es so beigebracht dass ein pferd ‚auseinanderfaellt‘ wenn es nicht untertritt, die hinterhand nach hinten heraussteht, das becken falschherum abekippt ist und es somit nicht mehr ‚zusammen‘ aussieht, sondern wie getrennte hinter und vorhand.

Heutzutage scheint aber jeder es so gewohnt zu sein, dass ein pferd aufgerollt laeuft (also ein ‚leichtes hinter der senkrechten mit verkuerztem hals‘ ist schon kein fehler mehr) – da kommt ein pferd mit nase vor der senkrechten daher heisst es gleich es sei ‚auseinandergefallen‘. Man beachte doch mal die hinterhand, den beckenstand und auch den angehobenen widerrist – ja, er ist nicht in aufrichtung und der trab sieht tatsaechlich leicht verstaerkt aus, dazu passt aber der rahmen.

 

Von Birgit • 19. September 2014

Tolle Bilder, vielen Dank.

Ich kenne ein Pferd in unserem Stall bei dem sieht es aus als würde er zwar untertreten, aber auch als würde er extrem auf der Vorhand gehen und den Rücken wegdrücken – die Kruppe ist höher als der Widerrist und das Becken nicht abgekippt. Er sieht dabei sehr verspannt aus. (Er wird er nur ausgebunden geritten). Ist dies auch möglich?

___________________

Ja, das ist möglich, denn manche Pferde treten von Natur aus mit dem Hinterbein weit nach vorn. Aber nur wenn sie dabei wirklich Last aufnehmen und der Rücken frei und locker nach oben schwingt, läuft das Pferd korrekt. Was Du beschreibst, ist auch leider genau das verspannte Laufen, dass auch ich immer wieder bei ausgebundenen Pferden sehe 🙁 Das Argument, dass das Pferd so doch aber „schön untertritt“, zeigt dann leider nur, dass nicht das ganze Pferd betrachtet wird, sondern nur ein Detail, was so gut wie immer zu kurz greift…

Herzlich,
Tania

 

Von Helen • 1. November 2014

Hallo,
Erstmal vielen,vielen dank für den tollen Artikel.
Besonders die Longenarbeit im 1. Bild sieht sehr gut aus, sozusagen Perfekt!
Auch ich habe etwas an dem 2. Bild auszusetzen….
Also, die Nase des Pferdes müsste viel tiefer sein, wie auf Bild 1.
Und sie müsste weit mehr vor die Senkrechte kommen.
An dem Sitz des Reiters muss auch noch viel verbessert werden.
Aber keiner ist ganz Perfekt und das kann man ja noch ändern…..
Aber sie sind, glaube ich, auf dem richtigen Weg.
Liebe Grüße Helen

 

 

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