Pferde sind Fluchttiere- aber sie können auch lernen, auf gefährliche Dinge zuzugehen

Sie kennen das sicher: Viele Pferde wählen, wenn sie ein vermeintliches Ungeheuer entdeckt haben, Hals über Kopf die Flucht, um dann erst zu schauen, ob sich die Aufregung überhaupt gelohnt hat.  Spätestens wenn Ihnen Ihr Pferd in einer solchen Situation den Strick durch die Hand gezogen oder Sie über den Haufen gerannt hat, werden Sie mir zustimmen wenn ich behaupte, dass das sehr unangenehm sein kann.

Es ist ein Tatsache: Pferde sind Fluchttiere! Und bei dem einem Pferd ist der Instinkt zur Flucht stärker ausgeprägt als bei dem anderen.

Im Alltag sieht man oft, dass Pferdebesitzer/innen ihre Tiere für das Scheuen strafen und versuchen, durch Dominanz die Angstreaktionen zu regulieren. Das ist aus meiner Sicht weder angemessen, noch sinnvoll. Vielmehr mache ich es systematisch zu einem Ziel der Ausbildung, dass das Pferd nicht gleich bei jedem Knacken im Gebüsch die Flucht antritt, sondern dass es lernt, erst einmal zu gucken, was dieses Geräusch denn ausgelöst hat. Es soll also lernen, seine natürlichen Reflexe zu unterbrechen und durch ein neues Verhaltensmuster zu ersetzen.

Und genau das kann man üben!

Bringen Sie Ihrem Pferd dafür die Kommandos „Geh gucken“ und „Berühre es“ bei

Auch hier wende ich die Methode des Clickertrainings an.

Beginnen Sie das Training auf einem eingezäumten Platz. Legen Sie verschiedene Schreck-Hindernisse verstreut auf dem Platz aus z.B. eine Plane, einen großen Ball, einen Karton usw. Bei sehr schreckhaften Tieren nehmen Sie ggf. erst einmal nur einen Schreck-Gegenstand.

Bestücken Sie die Gegenstände mit Karotten, Leckerlis oder Haferkörnern, so dass Ihr Pferd, wenn es sich denn traut zum Gegenstand hinzugehen, noch zusätzlich zu Ihrer positiven Verstärkung Belohnung für seinen Mut erhält.

Lassen Sie Ihr Pferd dann auf dem Platz frei oder nehmen Sie es an einen langen Strick, der Ihrem Pferd jede Freiheit gibt weg zu gehen (zu flüchten), ohne dass Sie ins Ziehen kommen.

Wichtig: Das Pferd darf flüchten! Es geht nicht darum, es mit einem Hilfsmittel (=Strick) daran zu hindern, sondern das Pferd soll lernen, sein Verhalten von sich aus zu ändern.

Beobachten Sie nun Ihr Pferd. Wenn es seine Aufmerksamkeit und seinen Blick auf einen der dort liegenden Gegenstände richtet, sagen Sie „Geh gucken“ und belohnen Sie Ihr Pferd mit C+B (Click bzw. Lobwort und Belohnung). Für die ersten Male C+B braucht Ihr Pferd noch nicht zu dem Gegenstand hinzugehen oder ihn gar zu berühren. Es reicht schon, dass es nicht wegläuft, sich nicht abwendet. Wenn es zunächst mit Abwenden und Weggehen reagiert, erlauben Sie das und haben Sie einfach etwas Geduld.

In der Regel gewinnt nach einer Weile bei jedem Pferd die Neugierde die Oberhand und es erfolgt doch ein Blick hin zu dem Gegenstand. Das ist Ihr Zeitpunkt aktiv zu werden! Belohnen Sie anfangs viel und auch die kleinsten Schritte. Verstärken Sie jedes kleine Mehr „hin“ zu dem Gegenstand. Wenn alles gut läuft wird Ihr Pferd, wenn nicht in der ersten Übungseinheit, dann in einer der folgenden, so nah an den Gegenstand herangehen, dass es den Gegenstand bald mit der Nase berühren wird. Wenn es soweit ist, geben Sie das Kommando „Berühre es“ und verstärken das Berühren des Gegenstandes.

Die wichtigste Regel bei dieser Übung ist: Ihr Pferd geht selbständig von sich aus auf die Gegenstände zu. Sie überreden es nicht und bitte bringen Sie auch den Gegenstand nicht aktiv zu Ihrem Pferd! Ihr Pferd darf sich abwenden und gehen! Umso mehr das Pferd die Erfahrung macht „flüchten“ zu dürfen, umso leichter wird es den Drang dazu loslassen können und sein Mut kann wachsen.

Für Fortgeschrittene

Wenn Ihr Pferd auf dem Platz gelernt hat, auf verschiedenste Gegenstände zuzugehen und diese berühren zu wollen, verlagern Sie die Übung ins Gelände. Gehen Sie mit einem ausreichend langen Strick (bitte mit Handschuhen, falls Ihr Pferd doch noch einmal heftiger scheut) mit Ihrem Pferd spazieren.

Nun nutzen Sie die Gegenstände, die sich auf dem Spaziergang anbieten. Dort steht eine Bank, die Ihr Pferd dazu bringt, große Augen und einen langen Hals zu machen? Prima! Sagen Sie das Kommando „Geh gucken“ und verstärken Sie wieder jede  Annäherung Ihres Pferdes an den Gegenstand. Ist es ungefährlich den Gegenstand zu berühren (das zu entscheiden, ist Ihre Verantwortung und Sie dürfen Ihr Pferd hier nicht enttäuschen) und ist Ihr Pferd bereit dazu, geben Sie das Kommando „Berühre es“ und belohnen das Berühren des Gegenstandes mit der Nase. Übungsobjekte finden sich mit Sicherheit viele: Mülltonnen, Steine, Baumstämme, ein raschelndes Gebüsch…

Hat Ihr Pferd durch diese Spaziergänge schon einen Großteil seines natürlichen Fluchttriebs unter Kontrolle bringen können, üben Sie das Ganze auch vom Sattel aus.

Sicherlich wird es auch in Zukunft noch passieren können, dass Ihr Pferd scheut, aber umso mehr Sie das Selbstvertrauen Ihres Pferdes fördern und das Herangehen an „Gruselmonster“ üben, desto besser wird es werden. Wenn Sie merken, dass der erste Impuls Ihres Pferdes bei etwas Unbekannten ist, sich das Objekt aus der Nähe anzugucken und bereit ist, dieses Objekt zu untersuchen, haben Sie sehr viel erreicht. Und das ist es wert! Für Ihre Sicherheit, die Sicherheit Ihres Pferdes und für die Gelassenheit von Ihnen beiden.

Und ein wunderschöner Nebeneffekt so miteinander zu üben ist das Entstehen von gegenseitigem Vertrauen.

24. August 2010 von Babette Teschen • Kategorie: Clickertraining 17 Kommentare »

 

17 Reaktionen zu “Pferde sind Fluchttiere- aber sie können auch lernen, auf gefährliche Dinge zuzugehen”

 

Von Luisa • 26. August 2010

Ein toller Beitrag 🙂
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Danke! Ich freue mich 🙂 ,
liebe Grüße,
Babette

 

Von Charlotte • 26. August 2010

Super Beitrag!
Hast du eigentlich auch einen Artikel über die Anfänge des Klickertrainings hier?
LG
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Über das Clickertraining habe ich hier, hier und hier geschrieben. Ganz viele Infos findest Du auch hier.
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Sabine • 30. August 2010

Hallo, ein wirklich super Beitrag. Er wird mir sicherlich helfen die „Raubtiere“, die so auf dem Wege lauern, zu vertreiben. Gullideckel mit breiten Rillen sind solche und Wege die plötzlich eine andere Farbe haben (geflickter Asphalt oder dunkle Stellen auf Feldwegen).Unsere Jungs (16 und 12 Jahre) hat das noch nie imponiert aber die jungen Stuten( 8 und 7 Jahre)sehen sowas schon von weitem.Ich versuch eigentlich nicht daran zu denken, wenn wir solche Wege lang fahren,solche Sachen also fast zu ignorieren.Klappt sogar manchmal.Aber aus den Gullideckeln kommen dann doch die „Raubtiere“. Inzwischen werden sie nur noch etwas schneller, ich krieg sie schnell wieder eingefangen, nach ein paar Metern aber trotzdem ärgert es mich immer etwas. Wir fahren immer die selbe Straße zum Trainingsplatz hin.Hab auch schon sehr oft angehalten zum schauen. Es könnte ja trotzdem noch was rauskommen:))
Ich laß mich überraschen und werde berichten
LG Sabine
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Vielleicht solltest Du den Gulliweg mal vorweg abgehen und die Rillen mit Möhrchen füllen. Ich könnte mir vorstellen, dass Deine Pferde sich bald von jeden Gulli magisch angezogen fühlen 😉 …
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Christiane • 1. September 2010

Hallo Babette,

ich hatte dich ja zwischenzeitlich schon einmal angeschrieben, wegen meiner RB – die genau diesen Tatbestand ausfüllt.

Dementsprechend hast du mir mit diesem Blog einen super Ansatz zum Arbeiten gegeben. Die ersten Punkte in Sachen Clicker-Training und Anschauen und Berühren belohnen, haben wir schon absolviert. Jetzt gehts weiter…

Vielen Dank dafür!

Viele Grüße
Christiane
__________________________________________
Sehr gerne 🙂 !
Viel Erfolg,
Babette

 

Von Astrid • 10. September 2010

Hallo Babette,
ich bin immer von Deinen Beiträgen begeistert…
Ich hab dann nicht mehr das Gefühl überdimensionierte Ansprüche an den Umgang am und auf dem Pferd zu haben. Mich hat auch besonders Dein Editorial angesprochen. Wenn ich immer höre, „na der Reitschüler soll doch Spaß am Reiten haben, das kann das Pferd schon ab“. Ja, aber nicht auf Kosten des Pferdes. Und das Wort Spaß finde ich nicht so passend, sondern eher Harmonie, Freude, Glück oder Erfüllung. Aber dafür braucht man eben die von Dir angesprochenen Grundlagen. Derjenige, welcher diesen Weg so gehen WILL hat für mich Talent… – hat schon Kurt Albrecht geschrieben.
Schön, dass es Dich / Euch gibt!!!
Liebe Grüße
Astrid
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Liebe Astrid,
vielen Dank für Dein Lob, aber die Blümchen für das Editorial des Newsletters gebe ich an Tania weiter 🙂 ,
liebe Grüße,
Babette

 

Von Carena • 5. April 2013

Mit „komm wir gucken“ (und vielen anderen Veränderungen meinerseits)
ist aus dem totalen Paniker eine Neugierige Vorwitznase geworden.
Nach dem langen Hals und den großen Augen, ruckelt es einmal unter dem Sattel und er marschiert schnurstracks zur Gefahr. Das ist mir schon fast zu neugierig, manchmal geht es so fix, dass ich selbst kaum in der Lage die Gefahr einzuschätzen. Wie kann ich regulieren und ein gesundes Maß finden? Kurz Bremsen?

 

Von Mirja Kasper • 8. April 2013

Hallo,

bei meinem ist es so das er zunehmend mutiger und neugieriger wird, oftmals erschreckt er sich vor etwas in der ersten Sekunde, geht im nächsten Moment aber direkt drauf zu, da lobe ich ihn dann immer sehr. Bei manchen Situationen möchte er aber lieber umdrehen. Steige ich dann ab, geht er mit mir dran vorbei oder traut sich meist auch näher. Er ist manchmal aber einfach generell unsicher draußen, ist auch relativ neues Gelände durch Umzug, und mit andren Pferden dabei wo er hinterher kann is er enstpannter und mutiger.

Kann man das auch noch zuverlässiger ohne Clickertraining hinbekommen? Ich kann mich damit einfach nicht anfreunden, bzw. denke ich das ich erstmal viel laufen soll bis er das Gelände besser kennt, im „alten bekannten“ Gelände konnte ich auch alleine richtige Ausritte mit Trab und Gallop machen, also, man braucht einfach Geduld, denke ich, und am Vertrauen arbeiten wir..

 

Von Y. Lantermann • 8. April 2013

Hallo,
meine Stute, die immer schon etwas ängstlich ist, hat durch dieses Training richtig Mut bekommen. Leider habe ich versäumt Kommandos einzubauen … sie entscheidet also oft selber, was sie anstupsen möchte… das ist manchmal etwas blöd und wenn ich dann das eine belohne und das andere wieder nicht, ist sie etwas irritiert. Kann ich auch im Nachhinein noch die Kommandos einbauen? Ist jedenfalls eine ganz tolle Sache und macht echt Spaß. Wir haben 1x im Monat in den verschiedenen Straßen Sperrmüll … da braucht man dann gar nix aufbauen, sondern nur gemütlich durch die Straßen ziehen und findet ganz viele spannende Sachen zum üben. Das einzige, was wir nicht wirklich in den Griff bekommen ist ihre Angst vor Treckern oder LKW´s, wenn sie auf zufahren. Hast du eine Idee, wie man diese Situation üben kann. Ich habe sie schon auf dem Hof bei unserem Bauern in angemessener Entfernung gucken lassen, wenn er den Platz abzieht oder auf dem Hof fährt. Sie ist dann zwar angespannt, kann es aber aushalten. Unterwegs geht es dann 5x gut und beim 6. Mal bekommt sie eine Panikatacke. Bisher ist zum Glück immer alles gut gegangen, aber ist schon sehr in meinem Kopft verankert… Vielleicht hast du ja einen Ratschlag für uns.
Viele Grüße
Yvonne

 

Von Anja • 27. Februar 2015

Hallo,
solche „stehenden Gespenster“ sind auch nicht unser Problem – mein Pferd geht darauf zu und schaut es sich an.
Problematischer sind bei uns auch die „bewegten“ Dinge, die ihm Angst machen, so dass er davor weg rennt: Rollstuhlfahrer, Rollschuhfahrer, laut knatternde Trabbis, die von hinten oder von vorne auf ihn zu kommen.
So schnell kann ich gar nicht mehr absteigen – weg sind wir…
Wenn ihm die Distanz dann groß genug ist, kann ich ihn zwar wieder anhalten, aber schön ist das nicht. Hat jemand einen Tipp, wie ich so etwas üben kann?

Danke und liebe Grüße
Anja

 

Von Annette • 27. Februar 2017

Guten Morgen,

Sehr schöner Beitrag. Bei meiner Stute, die sehr ängstlich ist funktioniert das echt super. Mit dem Clickertraining kann ich sie motivieren Dinge zu berühren.
Bei meinem Wallach sind es immer Geräusche, die er nicht zuordnen kann und wo er dann ganz gross und angespannt wird, die Halsschlagader klopft stark. Manchmal kann ich nun da raus holen, aber oft lässt er sich nicht ablenken und wenn es ihm zu unheimlich wird, dann rennt er aus dem Stand einfach weg. Daher traue ich mich auch nicht gross spazieren zu gehen. Zu zweit geht es besser, aber auch da ist es vor 2 Jahren passiert…
Ich weise nicht wie ich das trainieren kann…
:'(
LG
Annette

 

Von Silvia Suckow • 28. Februar 2017

Hallo Annette,
kennst du das Training von Linda Tellington? Du könntest mit Körpertraining ein Kopf senken und entspanntes Stehen
instalieren und dann in Notsituationen abrufen. Lies dich mal
ein . . .
Acu „Reiten aus der Körpermitte“ hat viele gute Übungen für
den Menschen ( Atmung, Bilder ), sehr hilfreich auch beim
Führen.
Viel Erfolg und liebe Grüße
Silvia

 

Von Olivia • 1. März 2017

Mir fehlt in der Vorgehensweise ein Vorschritt, nämlich zunächst das Berühren von nicht-angsteinflößenden Dingen auf Aufforderung.

„Hier gucken“ ist das beste, was ich meinem Pferd je beigebracht habe. Ursprünglich diente das Berühren eines Gegenstandes mit der Nase der Etablierung des Clickers. Eher zufällig wurde daraus ein Erkunden von angsteinflößenden Dingen. So lernte der Paniker, sich Dinge anzuschauen und dann erst zwischen Bleiben oder Flüchten zu entscheiden.

 

Von Ryll Monika • 4. April 2017

Hallo
Danke für das detaillierte aufschreiben, ja so habe ich mit meinen Pferden gearbeitet. Bei meiner Jungstute, wird jetzt fünf, gibt es das Problem, dass wenn ich einen Weg gerade aus laufe und dann umdrehe, also sie das unbekannte Gelände im Rücken hat, bekommt sie Angst sie will umdrehen, trabt dann an, kreiselt um mich rum.
Hab nun schon versucht immer kurze Reprise zu gehen umdrehen loslaufen wieder umdrehen, Kopf absenken usw. JMich würde einfach mal interessieren was das ist und wie ich es noch besser beheben kann. Läuft ein Pferd hinter ihr ist alles ok.

 

Von Frederieke • 17. April 2017

Schön, dass auch andere so denken! Ich habe es intuitiv genauso gemacht. Mit größtem Erfolg. Der kleine Mann ist höchst neugierig. Und mehr als einen halben Kreis um mich herum traben, passiert nicht. Und das selten. Er weiß aber auch, dass er stehen bleiben darf, wenn er was komisches sieht.

Ich werde immer traurig, wenn ich auf Facebook oder im echten Leben mitbekomme, was da so empfohlen wird …
Pferd hat Angst vor der Plane? Dann die Plane so lang am Pferd lassen, bis es ruhig steht und dann wegnehmen … Da kriege _ich_ Beklemmungen. Und ich weiß, dass die Plane nicht böse ist. Wie soll es erst dem Pferd ergehen?

Ich weiß nicht, woher diese Vorgehensweise kommt oder warum sie sich immer noch verbreitet.
Wenn ich mein Pferd mit diesem Reiz in Panik versetze, KANN es nicht lernen, dass die Plane nicht schlimm ist. Es erlebt u.U. Todesangst. Und dass es kein Entkommen gibt. Kein Gehirn kann so lernen. Auch wir Menschen lernen entspannt effektiver und nachhaltiger.
In einer solchen Stresssituation greifen einfach immer bekannte Muster und im Falle des Pferdes ist es der Fluchtreflex.
Wenn man „Glück“ hat, bleibt das Pferd irgendwann stehen. Jipieh, denkt da manch einer. Aber was ist passiert? Das Pferd hat aufgegeben. Es ergibt sich seinem Schicksal. Die Situation ist nicht in Ordnung fürs Pferd, aber es hat gemerkt, es gibt kein Entrinnen.

Es lernt mitnichten, dass die Plane nicht schlimm ist.
Es lernt, dass all die Aufregung nichts bringt, weil der Mensch nicht darauf eingeht.
Alle Welt will, dass das Pferd sich in schwierigen Situationen am Menschen orientiert. Und dann bringen Menschen ihr Pferd in eine solch höchst beängstigende Situation und _lassen es im Stich_, in dem sie es nicht aus diesem Stress befreien, sondern es aktiv darin halten!

Wie soll sich so ein neugieriges, mutiges Pferd entwickeln, das sich bei seinem Menschen sicher fühlt?

Ich hoffe sehr, dass sich der freundliche Ansatz mit entspanntem Lernen durchsetzen wird. Ich jedenfalls werde nicht müde werden, den ruhigen Weg immer wieder zu erklären.

 

Von Sandra Kartenbach • 17. April 2017

Hallo,
mit diesem Training habe ich nur positive Erfahrungen gemacht. Ich habe meine Stute jetzt fast 5 Jahre und war absoluter Anfänger, meine Stute damals 3 jährig,roh,hoch­in­tel­li­gent und mit absolut eigenem Kopf. Mein Glück war es die Seite „Wege zum Pferd“ und auch diesen Artikel zu finden, bevor ich meine Stute holte 😉
Am Anfang war alles unheimlich gefährlich für sie, besonders Traktoren. Anfangs war ich noch sehr unsicher ihr die Sicherheit zu geben, aber mit Hilfe von diesem Artikel und kleinschrittiger Arbeit konnte ich meine Angst in den Griff bekommen und meiner Stute die nötige Sicherheit geben. Sie reagiert sofort auf „geh gucken“ und „berühr es“ , meistens fragt sie schon vorher von selbst an. Seit 2 Jahren können wir ohne Probleme ins Gelände und weder Traktoren, Kutschen, Schafe oder Absperrbänder die an Bäumen hängen ( kann man das essen 😉 ) interessieren sie. Dieser Artikel hat nicht nur meiner Stute geholfen, sondern auch ganz viel mir selber. Vetrauen steht bei uns an erster Stelle und ich bin unheimlich dankbar für ihr unendliches Vertrauen in mich.
Vielen, vielen Dank dafür und eure wirklich tolle Arbeit.

 

Von Betina Kießl • 17. April 2017

Erst einmal möchte ich mich bei euch bedanken für die tollen Artikel.Sie sind sehr lehrreich und regen zum nachdenken an.Ich habe ein Problem mit meinem Pferd das sicher auch der eine oder andere kennt.Mein Pferd ist 19 Jahre alt und ich hab ihn seit 15Jahren.Reite zu 90%im Gelände.Auto,Zug,Straße alles kein Problem.Sein Problem sind Rehe und der Geruch von Wildschweinen.Wenn die Rehe im Wald sich bewegen dann würde er am liebsten auch jedes Mal davonlaufen.Sehr nervig da ich oft im Wald unterwegs bin.Gibts dafür eine Lösung?

 

Von Sandra Kartenbach • 17. April 2017

Hallo Frederike,
ich seh das auch so wie du. Was alleine bei uns am Stall teils mit den armen Seelen getrieben wird, da fehlen mir einfach nur die Worte, wundern sich aber das ihr Pferd nicht so cool ist und höre immer wieder “ ja dein Pferd ist ja auch brav und hat keine Angst.“ Das aber da viel Arbeit, Ruhe, Geduld und Selbstreflextion drin steckt wollen einige nicht hören. Mir tun dann einfach nur die armen Tiere leid. Ich gehe den Weg, den ich bei „Wege zum Pferd“ gelernt habe, weil ich mich damit identifizieren kann und es der beste Weg ist mit einem Pferd zu arbeiten. Einige habe ich mittlerweile überzeugen können das Clickertraining einzuführen und empfehle immer wieder und Jedem diese Seite hier, damit sich in der Tierwelt einiges ändert und besser wird.

 

 

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