Der hat nichts, der läuft doch… 

Darf man ein lahmendes Pferd reiten? Darf man sich auf ein Pferd setzen, das Rückenschmerzen hat? Darf man ein Pferd mit Gebiss reiten, das Zahnprobleme hat? Mit diesen Fragen, die man eigentlich für rhetorische halten sollte, legen wir einmal mehr den Finger in eine Wunde in der Pferdewelt: Es geht um das Thema Schmerzen beim Pferd und da liegt leider einiges im Argen. 

Ist doch nicht so schlimm!?

Einige Beispiele aus der ganz normalen Pferdewelt: 

  • Da ist der schon etwas betagte Wallach, der seine jugendliche Reiterin mehrfach in der Woche eine Stunde in der kleinen Halle herumträgt. Er tickt dabei auffällig, aber weist man das Mädchen oder deren Mutter darauf hin, dass das Pferd lahmt, sagen die nur: „Ja, der ist schon alt und hat Arthrose. Aber Bewegung ist gut für ihn und so lange er noch läuft, ist alles ok.“ 
  • Oder nehmen wir die junge Stute, die beim Aufsteigen beharrlich solange ausweicht, bis ihre Reiterin irgendwie doch raufkommt und die dann die gesamte Zeit mit durchgedrückten Rücken läuft. Darauf hingewiesen, dass dem Pferd der Sattel vielleicht nicht passt, wird abgewunken: „Doch, der passt, das hat ein Sattler im letzten Jahr gecheckt.“ 
  • Wir können auch einen Blick auf den Spanier werfen, der zu Beginn jeder Reitstunde und jedes Ausritts von sich aus keinen Schritt vorwärts gehen mag. „Ach, der fragt immer nur, wer der Boss ist. Setzt man sich durch, macht er auch alles mit“, ruft seine Besitzerin, während sie ihm eins mit der Gerte auf den Hintern gibt. 
  • Und noch ein Beispiel: Da ist der Haflinger, der seinen Besitzer durchs Gelände trägt, aber dabei sichtlich klamm läuft. Darauf angesprochen, wird erklärt, dass der Schmied gerade da war und der habe wohl etwas zu viel weggenommen, das gibt sich schon wieder. Und in der Herde laufe er prima mit, also könne es ja nicht so schlimm sein. 

In all diesen und leider vielen anderen Fällen zeigen Pferde deutlich, dass sie Schmerzen haben, doch die verantwortlichen Menschen wischen diese mit verschiedenen Aussagen einfach weg. Der gemeinsame Nenner ist der, dass solange das Pferd läuft, es ja auch nicht so schlimm sein kann.

Tja, und genau damit können wir ganz, ganz gewaltig falsch liegen. 

Verstehen, was das Wesen Pferd ausmacht

Dass Pferde Herden- und Fluchttiere sind, hat sich inzwischen herumgesprochen. Was aber aus diesen Tatsachen folgt, leider nicht: 

  • Als Herdentier wird jedes Pferd instinktiv versuchen, Anschluss zu halten – auch unter Schmerzen. Stehen zu bleiben bedeutet zurückzubleiben und das kann sich kein Pferd erlauben. 
  • Als Fluchttiere müssen Pferde auch unter Schmerzen laufen können, denn davon hängt im Ernstfall ihr Überleben ab. Während Raubtiere sich bei Schmerzen eher in eine geschützte Ecke zurückziehen, können Schmerzen bei Pferden gerade erst recht zu Unruhe und vermehrte Energie führen, da sie instinktiv wissen, durch die Schmerzen vielleicht gehandicapt zu sein. 
  • Als Fluchttiere verfügen Pferde darüber hinaus über keinen Schmerzlaut, denn dieser würde sie einem potentiellen Jäger verraten. Sie leiden deshalb still.
  • Und ein weiterer, ganz wichtiger Faktor: Pferde sind als soziale (Herden-)Tiere in der Lage, Gefühle und Erwartungen nicht nur von anderen Pferden, sondern auch von uns Menschen wahrzunehmen (siehe dazu auch diesen Text). Sehr viele Pferde wollen ihren Besitzern/innen gefallen, wollen deren Erwartungen erfüllen oder haben Angst vor negativen Folgen, wenn sie nicht tun, was von ihnen verlangt wird, und reißen sich deshalb in ihrer Gegenwart zusammen. So kommt es nicht selten vor, dass der Stallbesitzer den Pferdebesitzer über eine Lahmheit oder Bauchschmerzen informiert, das Pferd aber „ok“ wirkt, wenn sein Mensch auftaucht beziehungsweise, dass es dann „funktioniert“. Daraus kann aber eben nicht einfach geschlossen werden, dass dem Pferd wirklich nichts fehlt oder wehtut, sondern es ist sehr wichtig, die Schilderungen des Stallbesitzers oder andere Personen, die das eigene Pferd über längere Zeiträume sehen, ernst zu nehmen und der Sache auf den Grund zu gehen. 

Für die konkreten Beispiele von weiter oben folgt daraus:

  • Den älteren Wallach mit seiner Arthrose stumpf in der Halle auf engen Wendungen zu reiten, grenzt an Tierquälerei. Ein Pferd mit Arthrose braucht ein einfühlsames und seinem Krankheitszustand entsprechendes Training, wie z.B. ruhige Schrittausritte im Gelände oder Spaziergänge und behutsames Aufbautraining an der Hand. Nur weil sich ein solches Pferd nicht wehrt, heißt es nicht, dass es keine Schmerzen hat, wer das annimmt, ist ignorant und unfair. 
  • Ein Sattel, der bei einem jungen Pferd angepasst wurde, kann schon nach kurzer Zeit wieder unpassend sein, denn gerade junge Pferde verändern sich muskulär oft sehr stark. Aber auch bei allen anderen Pferden darf nie vorschnell davon ausgegangen werden, dass ein Sattel wirklich passt. Veränderungen im Training, in der Haltung oder durch die Jahreszeiten mit dem Wechsel von der Weide zum Paddock können Veränderungen in Bezug auf das Gewicht und die Muskeln mit sich bringen und dazu führen, dass ein einmal passender Sattel schmerzhaft zu drücken beginnt. Pferde können nicht sagen: „Du, der Sattel drückt ganz doll.“, sondern sie zeigen es eben genau durch die beschriebenen Verhaltensweisen: Sie weichen beim Aufsteigen aus und drücken den Rücken weg. Werden die Schmerzen stärker, weil der Mensch nichts tut, um das Übel abzustellen, können irgendwann auch Buckeln und Abwerfen des Reiters folgen – das aber eben nicht, wie so oft behauptet, aus Böswilligkeit, sondern weil die Schmerzen zu groß werden. 
  • Wenn ein Pferd nur unter Druck oder mit Gewalt vorwärts läuft, dann gibt es dafür immer eine Ursache, und die liegt ganz sicher nicht darin, dass diesem Pferd erst gezeigt bekommen muss, wer das Sagen hat. Andauernde Bewegungsunlust kann neben psychischen Ursachen auch konkrete körperliche Gründe haben, wie z.B. Verspannungen oder Schmerzen unterschiedlichster Art. Auch eine Atemproblematik oder Erkrankungen des Stoffwechsels, ein Mangel an Mineralien oder Spurenelementen, kann die Bewegungslust hemmen. Ein solches Pferd mit Sporen oder Gerte zum Vorwärts zu zwingen, ist grob und brutal.
  • Bei dem Wallach mit dem klammen Gang sollte zunächst die Arbeit des Schmieds kritisch überprüft und ggf. über einen Wechsel entschieden werden, denn es ist keinesfalls in Ordnung, dass ein Pferd nach dem Ausschneiden so fühlig ist. Ein klammer Gang sollte immer ein klares Warnsignal für uns sein, denn hier zeigt das Pferd deutlich, dass ihm etwas weh tut. Im schlimmsten Fall ist nicht nur die Hufbehandlung Schuld, sondern es kann sich auch um eine nicht erkannte Erkrankung, wie z.B. eine Entzündung der Hufrolle, oder um eine schleichende, nicht erkannte Hufrehe o.a. handeln. Ein Pferd, das so deutlich zeigt, dass ihm die Füße weh tun, braucht Hilfe und es darf nicht einfach „darüber hinweggeritten werden“. 

Und das sind nur einige Beispiele von typischen Schmerzen, die Pferde haben. Denken wir ruhig auch an Wirbelprobleme, Magengeschwüre, Zahnschmerzen, alte Verletzungen, noch nicht erkannte Chips und vieles andere mehr, das Pferden Beschwerden bereiten kann. 

Wir dürfen die Bereitschaft unserer Pferde nicht ausnutzen

Leider neigen viele Menschen dazu, die Tatsache, dass viele Pferde ihrer Natur entsprechend bei Schmerzen die Zähne zusammenbeißen und trotzdem ihren Job machen, so zu interpretieren, dass es ok ist, sie auch mit Beschwerden nach unseren Vorstellungen zu nutzen. Und mehr noch: Wir schimpfen auch noch auf sie, wenn sie in der Leistung nachlassen oder ab einem bestimmten Punkt tatsächlich den Dienst quittieren – das nämlich wird ihnen dann als Ungehorsam ausgelegt.

Es ist aus unserer Sicht dringend nötig, sich darüber bewusst zu werden, wie oft das überall in der Pferdewelt passiert und sich auch selbstkritisch zu prüfen. Uns macht es sehr traurig, dass so vielen die Nutzung ihrer Pferde so wichtig ist, dass viele nicht bereit sind, ihre Pferde als fühlende Wesen zu sehen und auf Schmerzen und Beschwerden angemessen zu reagieren. Aber ist das nicht eigentlich das Mindeste, wenn wir behaupten, Pferde zu lieben?

Tipp: Hier erfahrt Ihr, wie Ihr Schmerzen beim Pferd erkennen könnt.

3. Juli 2018 von Tania Konnerth • Kategorie: Engagement und Pferdeschutz, Erkenntnisse, Gesundheit, Verhalten 11 Kommentare »

 

11 Reaktionen zu “Der hat nichts, der läuft doch… ”

 

Von Susanne • 3. Juli 2018

Liebe Tanja,
Ich habe einen Jungen Wallach (7) der sehr gerne arbeitet und sich immer bemüht sein bestes zu geben, seit Februar tickt er leider LV leicht. Ich habe das Gefühl er kommt mit der Schulter nicht richtig raus. Ich habe natürlich sofort aufgehört zu reiten und ihn abgestellt ( sein Leben im Aktivstall dürfte er natürlich weiter genießen). Leider blieb sämtliche Ursachenforschung ergebnislos. Ich hatte 2 Chiros da und lies ihn in der Klinik mehrmals rundum checken. Beugeproben waren leider positiv allerdings brachten die Leitungsanästhesien keine Verbesserung, alle Röntgen sind unauffällig. Ultraschall ebenso. Ich habe nun begonnen ihn ander Longe anzutrainieren da er durch die Stehzeit sehr verspannt war und sich im Rücken festmachte und finde das sich sein Gang dadurch verbessert hat, allerdings bin ich nach wie vor sehr verunsichert ob ich ihn nicht doch einfach ganz in Pension schicken soll, falls es sich aber um ein Muskuläres Problem handelt wäre ja weiter Bewegung besser als nix tun auf der Koppel?
Ich fühle mich da sehr hilflos, Ich möchte ihm gerne ein glückliches langes Leben ermöglichen. Lg Susanne

_______________________

Hallo Susanne,

ja, bei solch diffusen Geschichten sind Entscheidungen nicht leicht. Ich denke, es ist in solchen Fällen ganz wichtig, so sensibel und achtsam wie möglich zu werden und auf das Pferd zu hören. Sie zeigen so viel, wenn wir bereit sind, hinzuhören und hinzufühlen.

Auch mit Schmerzen können Pferde viel Freude an gemeinsamen, auf sie abgestimmten Aktivitäten haben (gerade auch weil sie ablenken und das Leben abwechslungsreich und schön machen können), aber sie müssen die Möglichkeit haben, mitgestalten zu können, das finde ich wichtig. An einem Tag geht vielleicht weniger, an einem anderen mehr und an wieder anderen nichts. Da sind wir aufgefordert, gut auf sie zu achten und einzugehen. Genauso kann meiner Erfahrung nach auch die Zeit sehr vieles verändern. Manches entwickelt sich anders als gedacht und so kann sich auch wieder vieles zum Guten verändern. Ich würde also nicht nach einer „endgültigen“ Entscheidung suchen, sondern immer wieder neu schauen, wie es ihm geht, worauf er Lust hat und wie Ihr Eure gemeinsame Zeit so gestalten könnt, dass sie für beide schön ist.

Den Weg MIT dem Pferd gehen, das ist das, wozu ich rate.

Euch beiden alles Gute,
Tania

 

Von Maria • 3. Juli 2018

Hallo Susanne,

Habt Ihr den Rücken gründlich untersucht? Meiner hatte ganz ähnliche Symptome und stand teils auf drei Beinen. Alles ohne Befund. Rücken nur minimaler Engstand. Dann in der Szintigrafie gabs den Ausschlag. Anscheinend klemmte er sich im Rücken immer etwas ein. 1 Jahr lang Aufbauarbeit für die Rückenmuskeln hat aus ihm wieder ein zufriedenes Reitpferd gemacht. 🙂

LG Maria

 

Von Daniela Hoffmann • 3. Juli 2018

Hallo Susanne!
Statt Szintigraphie kannst Du auch eine günstigere und weniger aufwändige thermographische Untersuchung machen lassen. Der Thermographisch kommt zu Euch und kann via Infrarot Entzündungsherde im Körper aufspüren. Da könnt Ihr dann gezielt mit Osteo/Physio und TA behandeln. Bitte achte dabei darauf, dass Du einen zertifizierten Thermographen „buchst“, es braucht korrekte Ausrüstung und Wissen um Pferdeanatomie und Physik der Infrarotstrahlung, um reproduzierbare Ergebnisse zu erhalten!
Ich drücke die Daumen, er ist noch sehr jung, und es wäre schade, ihn jetzt schon pensionieren zu müssen…
Liebe Grüsse,
Daniela

 

Von Sandra Schachinger • 3. Juli 2018

Hallo liebe Tania!

Herzlichen Dank für diesen tollen Beitrag, der kritisch und fair die Wahrheit ausspricht. Leider haben viele Menschen vergessen, wie man hinsieht und niemand möchte wahrhaben, dass Lahmheit heißt, dass ein Pferd Schmerzen hat und nicht einfach mal so lahmt. Ich ließ meiner Stute im April das Fesselgelenk aufgrund von Arthrose und einem Knorpelschaden arthroskopisch operieren, denn sie hätte niemals schmerzfrei auf der Weide laufen können. Nachdem sie aber mit ihren 16 Jahren eigentlich top fit ist bis auf das Gelenk und es liebt, zu laufen, ließ ich sie aus diesem Grund überhaupt operieren: Damit sie schmerz- und lahmfrei auf der Weide stehen kann. Falls dabei noch ein wenig Arbeit im Gelände (Ausreiten, Spaziergänge) und Viereck machbar wäre – absoluter Jackpot, aber das Ziel war ein schönes Weide Leben bei Bodenarbeit und gemeinsamer Zeit. Wie schnell gelangt man ins Kreuzfeuer der Kritik, denn man könne ja das Pferd einfach auf die Weide stellen. Ein Pferd das zeitweise im Schritt anzeigte, dass etwas weh tut mit einer Arthrose Folge, die nicht von Bewegung besser wird, sondern schlimmer wurde. Natürlich lief sie auf der Weide mit der Herde mit – weil das der Instinkt sagt, sie riss sich auch für mich zusammen, weil sie gespürt hat, dass mir das weh tut, dass wir „nichts“ machen konnten. Jetzt, über zwei Monate nach der Operation und vielen post operativen Komplikationen (Myopathie, Radiaslislähmung), gehen wir spazieren, machen Handarbeit im Schritt, Zirkuslektionen, viel Arbeit am Boden und verbringen einfach gerne Zeit miteinander. Wann und wie weit sie wieder „einsatzbereit“ ist, das weiß ich nicht und das ist mir auch egal. Wir trainieren jetzt nämlich auch, unsere Definition von Training ist einfach nicht Spring- und Dressurtraining 🙂
Abgesehen davon, wie kreativ man zusätzlich zu allem wird, was man davor ohnehin schon mit seinem Pferdchen gemacht hat, spürt man ganz deutlich, wie dankbar unsere vierbeinigen Partner uns sind. Wenn man genau und bewusst hinsieht, dann zeigen sie uns sehr deutlich an, ob etwas für sie machbar ist und warum etwas nicht machbar ist. Manchmal sucht man auch länger, aber es gibt immer einen Grund und wir sind es ihnen schuldig, hinzusehen, zuzuhören und zu fühlen.
Leider kenne ich auch genügend Leute, die ihre Pferde trotz deutlichster Lahmheit reiten. Früher hätte ich mich gescheut, so etwas anzusprechen, heute nehme ich mir kein Blatt mehr vor den Mund, höflich und sachlich, aber direkt, denn das sind wir diesen wundervollen Wesen schuldig: Ihre Sprache zu lernen und für diejenigen zu übersetzen, die sie nicht verstehen (wollen). Oft geschieht dies aus Unwissenheit, es scheint ganz oft so zu sein, dass den Menschen nicht bewusst ist, dass Lahmheit ein Schmerz ist, das bestätigten mir auch die Tierärzte in der Pferdeklinik aus ihrer Erfahrung mit untershiedlichesten Patientenbesitzern.
Ich freue mich, weiterhin deine tollen Beiträge zu lesen, danke für deinen wertvollen Beitrag zur „Aufklärung“.

Liebe Grüße aus dem schönen Österreich,
Sandra

 

Von Polyak • 3. Juli 2018

Hallo
Ich hatte ein ähnliches Problem. Meine Stute war auch lahm, man tat es als Hufgelenkentzündung ab. Ging ca ein halbes Jahr, dann wieder gerade für eine Woche, dann würde sie „anders“ lahm. Wieder Besuch bei TA und Chiro. Sie meinten es sei wieder vom Hif. Aber für mich fühlte es sich anders an als vorher. Dann habe ich einen Engel gefunden, welche nach Energiepunkten, Chinesische Medizin und Feldenkrais therapierte. Sie fand eine muskuläre Verspannung durch einen vor Jahren schlecht sitzenden Sattel. Es ging genau 1 Monat und seit sie die Verspannung im Wiederist gelöst hatte läuft sie seit 2 Jahren beschwerdefrei. Ich an deiner Stelle würde mal Sattelkomtrolle machen sowie eine Person suchen die Muskulatur und Trigerpunkte unter die Lupe nimmt.

 

Von Monika • 9. Juli 2018

Liebe Tania,

super Artikel!!!
Pferdewohl vor Egoismus, dass sollte eigentlich der Leitsatz für jeden Pferdebesitzer sein. Viele jammern selber bei kleinsten Wehwehchen, wenn die Kinder kränkeln, oder der Hund oder die Katze. Aber bei den „großen“ Pferden, da winken sie ab. Eben, weil Pferde „stille“ Leider sind. Ich kann nur jedem raten: geht mit viel Zeit und offenen Augen zu Eurer Pferden, fragt sie, wie es ihnen geht und hört ihnen zu. Schaut sie euch einfach mal in Ruhe an, auch längere Zeit. Sie haben so viel mitzuteilen. Wenn man unter Zeitdruck zu ihnen geht und sie einfach nur „benutzt“, entgeht einem sehr viel und vielleicht eine lange glückliche Zeit mit seinem „Freund“.

Liebe Grüße
Monika

 

Von Marianna • 9. Juli 2018

Liebe Tania,
danke für eueren engagierten Artikel, ihr sprecht mir aus der Seele. Jaaa, den Pferden zuhören, lauschen, wirklich da sein, hinspüren, sie als ebenbürtige Partner, Freunde nehmen, nicht als Geräte, Und immer und immer wieder: Mich selbst hinterfragen, in Frage stellen, auch meine Kommunikation mit dem Pferd: Was könnte es verstehen von dem, was ich ihm mitteilen will? Was kommt bei ihm an? Und was sagt es mir? Sehr vorsichtig bin ich bei Pferden, die mir gefallen wollen, da braucht es noch mehr Sensibilität. Es ist meine Verantwortung, wie es ihnen geht, sie sind abhängig von mir, es geht um ihr Pferde-Wohl, ihr Wohlbefinden. Nicht um uns Menschen an erster Stelle. Wenn die Pferde meine Freunde, Begleiter sind, dann kann ein „Wir“ entstehen, eines, was wir gemeinsam entwickeln,jeden Tag ein Stückchen weiter, dann entsteht Vertrauen, gegenseitiges.
Liebe Grüsse,
Marianna

 

Von Birgit Zimmermann • 10. Juli 2018

Liebe Tania,
bitte mach weiter mit Deinen Texten. Mein Verhalten zum Pferd ist durch Euch ein ganz anderes geworden. Ich sehe meinem Pferd mittlerweile schon an den Augen an, dass was nicht stimmt.
Durch Euch habe ich mich viel durch unterschiedliche Bücher gelesen und bin heute mit meinem Pferd freundschaftlich verbunden. Das zeigt sich täglich, wenn ich komme. Da geht mir das Herz auf wenn sie wiehernd auf mich zu kommt und ohne Strick und Halfter mit mir geht und sich ganz offensichtlich auf unsere gemeinsame Zeit freut. Seit einiger Zeit lerne ich Tierkommunikation. Das ist besonders bei der Erkennung, wo Schmerzen herkommen super hilfreich. Ich kann das nur empfehlen und habe super Erfahrungen damit.
Liebe Grüße Birgit

 

Von Tania Konnerth • 10. Juli 2018

Ein ganz herzliches Dankeschön für Eure Kommentare und Zeilen. Besonders die Tatsache, dass unsere Texte doch viele manch einen ein Augenöffner sind und die Wege mit Pferd auch konkret verbessern, tut einfach sehr gut.

Alles Gute,
Tania

 

Von Christa Müller • 10. Juli 2018

Liebe Babette und Tania
Ihr habt das mal wieder schön auf den Punkt gebracht! Danke, dass Ihr Euch so stark macht für die Pferdewelt. Es ist schön, dass ich Euch ‚kennenlernen‘ durfte. Babette in natura und Tania über den Blog. Macht weiter so, ich freu mich auch auf den nächsten Kurs mit Dir, Babette. Habt einen schönen Sommer,
liebe Grüsse

Christa

 

Von Angela Binder • 28. Juli 2018

Hallo Susanne,
Manualtherapeuten unterscheiden sich maximal!
Ich hatte 4, 2x Chiro, 1x Physio-Osteo, 1x Osteo von TA. Die war schreckich, das Pferd anschließend vor Unwohlsein fasr durchgedreht. D Physio lange gut, der Chiro zu weit weg u zz teuer, die 2. Chiro genial!!!
Das war mein Feedback an sie nach der 2.Behandlung:
Ich hätte für möglich gehalten, dass Ursino vor Muskelkater heute kaum laufen kann. Beim Putzen nichts Auffälliges. Beim Satteln geht plötzlich der Rücken wie ein Katzenbuckel in die Luft, Pferd kratzt sich mit Hinterhuf am Hals. Das habe ich in den letzten vier Jahren nicht mehr gesehen!
Vom Putzplatz weg enge Wendung, Pferd keine Lahmheits-Anzeichen, kein Pass-Schritt, kein Wendeschmerz wie in den letzten dreieinhalb Jahren fast durchgängig….
Auf Schotter kann er kaum laufen. (Eisen vorne?)
In der Halle Rücken schön weich, beim Traben recht schnell müde, aber nach der 4. Schritt Parade sowas wie angedeutete Rückenaufwölbung durchgängig in schönen Schritt hinein gehalten und weiter marschiert. Nach 15 Minuten aufgehört , davon 12 Minuten nur Schritt…
Der TA, Chef der örtlichen Klinik, hatte ihn vor 3 Jahren nach dem Röntgen des Rückens vom Fleck weg einschläfern wollen…
Die Füße sind sehr in Mitleidenschaft durch Arthrose….
Ich selber hatte was Schlimmes und von 20 getesteten Osteopathen/Chriropraktikern waren genau 3 gut u hilfreich f mich. Einer in Australien.. 😉

=> Such weiter u probiere etliche aus!!!
VlG
Angela Binder

 

 

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