Die angelegten Ohren bei der Freiarbeit

Vielleicht ist Euch das ja auch schon aufgefallen: in vielen Filmen oder Fotos von der Freiarbeit mit Pferden sieht man angelegte Ohren. Manch einer interpretiert das als Aggression, viele als Konzentration. Beides kann der Fall sein. Daneben sind aber auch noch andere Interpretationen möglich. So zeigen z.B. resignierte, verunsicherte, verwirrte, gestresste oder überforderte Pferde oder solche, die Schmerzen oder Angst vor negativen Folgen haben, ebenfalls angelegte Ohren. Um herauszufinden, was angelegte Ohren bei der Freiarbeit im Einzelfall tatsächlich ausdrücken, gilt es auf mehr zu schauen als nur auf die Ohren. 

Die Ohren sind nicht alles

Für mich greift es eindeutig zu kurz, wenn wir nur die angelegten Ohren allein interpretieren, denn sie sind immer nur ein Teil des Ganzen. Wenn wir nicht nur die Ohren allein, sondern das Pferd als Ganzes anschauen, wird meist viel deutlicher, was in dem Pferd vorgeht.

Schauen wir auch den Gesichtsausdruck des Pferdes an: 

  • Wie sieht das Auge des Pferdes aus? Groß und rund und offen oder eher klein und verengt oder stumpf und in sich gekehrt?
  • Zeigen sich Falten über dem Auge des Pferdes?
  • Ist die Kaumuskulatur sichtbar angespannt? Knirscht das Pferd mit den Zähnen? 
  • Sind die Lippen zusammengekniffen oder ist die Maulpartie entspannt?
  • Ist die Nase gekräuselt? Oder sind die Nüstern stark geweitet?

Schauen wir auch auf den Körper des Pferdes: 

  • Wirkt das Pferd ent- oder angespannt? Freudig oder gestresst? 
  • Sind die Bewegungen des Pferdes locker und weich oder zackelig und kurz? 
  • Schwingt der Rücken im Trab und ist ein gleichmäßiger Fluss zu erkennen oder sind die Bewegungen gehalten oder explodiert das Pferd geradezu?
  • Ist das Tempo ingesamt wie gebremst, ist es energievoll oder viel zu hoch?
  • Welchen Eindruck vermittelt das Pferd mit seinen Bewegungen: Sieht man einen Tänzer? Wirkt es mehr wie ein Roboter? Oder denkt man an einen Sportler? Oder woran sonst?

Und versuchen wir auch ein Gefühl für die Gesamtstimmung zu bekommen: 

  • Ist die Stimmung leicht und freudig? Hat es etwas Spielerisches? Oder wirkt die Arbeit wie einstudiert und abgespult? Oder gibt es Momente, in denen man beim Zuschauen denkt, dass das aber ganz schön gefährlich aussieht? 
  • Wird das Pferd während der Arbeit schöner und „größer“, beginnt es zu strahlen oder befolgt es allein die Anweisungen und reagiert mechanisch auf Zeichen? 
  • Wie fühlt sie die Rolle des Menschen an: Dirigiert er? Leitet er? Bestimmt er? Und welche Ausstrahlung hat er bei der Arbeit? Eine weiche und offene oder eine angespannte und harte?
  • Wie fühlt sich die Arbeit insgesamt an? Nach Lust und Freude? Nach Anspruch und Erwartung? Nach einem Ringen und Kämpfen? Nach Funktionieren? Nach einer gelungenen Kommunikation mit gegenseitigem Respekt?

Der letzte Punkt ist für mich persönlich tatsächlich der wichtigste: das HINEINFÜHLEN in das Miteinander zwischen Mensch und Pferd. Wenn wir weniger mit den Augen als mit dem Bauch „sehen“, entdecken wir oft den Kern der Dinge viel zuverlässiger. 

Konzentration oder Aggression? 

Um noch einmal zurück auf die angelegten Ohren zu kommen: Angelegte Ohren immer gleich als Aggression zu deuten oder mit einem „Der ist halt konzentriert“ abzutun, heißt für mich die Chance zu verpassen, etwas mehr von dem zu verstehen, was da gerade zwischen Mensch und Pferd geschieht. Gerade in der Freiarbeit hängt so viel von der Stimmung ab und vom Miteinander der Beteiligten. Menschen machen hier oft hier viel mehr Druck als ihnen bewusst ist und das zeigen Pferde dann eben unter anderen mit angelegten Ohren.

Das, was unter „Freiarbeit“ gezeigt wird, kann von einem zauberhaften Tanz bis hin zum absoluten Kadavergehorsam reichen, es kann ein Ausdruck von gewachsenem Vertrauen sein, aber auch zu brandgefährlichen Situationen führen. Wenn der Mensch nicht bereit ist, die Signale des Pferdes, die oft zunächst ganz leise und unauffällig sind, manchmal aber auch sehr deutlich werden, zu lesen und auf sie zu reagieren, wird er nie wirklich MIT dem Pferd arbeiten können. 

Angelegte Ohren sind immer ein Zeichen für mich

Für mich sind angelegte Ohren bei der Freiarbeit immer ein Zeichen dafür, dass ich achtsam hineinspüren sollte, in das, was wir da gerade machen. Bleiben die Ohren dauerhaft angelegt, stimmt für mich etwas nicht und ich frage mich, ob ich zum Beispiel zu viel Druck mache, dem Pferd etwas unangenehm ist oder heute einfach nicht der richtige Tag für diese Arbeit ist.

Mir fällt auf, dass vor allem dann, wenn der Mensch in der Freiarbeit sehr dicht am Pferd mitläuft und gleichsam jeden Schritt des Pferdes vorgibt oder kontrolliert, häufig angelegte Ohren zu sehen sind, oft in der Kombination mit einem verbissen wirkenden Gesichtsausdruck. Hier fehlt mir dann der freudige Aspekt und das spielerische Miteinander.  

Es stimmt natürlich, dass Konzentration beim Pferd zu angelegten Ohren führen kann, aber Pferde können durchaus konzentriert und aufmerksam mitarbeiten, ohne die ganze Zeit die Ohren angelegt zu haben. Auf diesem Foto sieht man sehr schön, wie Anthony mit einem Ohr ganz bei mir ist. Dabei ist aber seine ganze Haltung und Ausstrahlung weich und entspannt. So wünsche ich mir die Grundstimmung bei der Freiarbeit. 

freiarbeit4

15. November 2016 von Tania Konnerth • Kategorie: Freiarbeit, Verhalten 11 Kommentare »

 

11 Reaktionen zu “Die angelegten Ohren bei der Freiarbeit”

 

Von Gabi • 15. November 2016

Super Thema!!!
Darüber hab ich mir auch schon viele Gedanken gemacht. Für mich sind deutlich angelegte Ohren ein Zeichen von Stress und zu viel Druck.
Grüße Gabi

 

Von Rebecca • 18. November 2016

Hmmm, der Artikel kommt wie gerufen für mich, habe mir auch schon öfter Gedanken darüber gemacht, allerdings klärt sich meine Frage noch nicht ganz damit: mein Pferd und ich spielen öfter Fußball, mit einem mittelgroßen Gymnastikball. Ich gehe mal davon aus, dass es ihm Spaß macht, er ist sehr engagiert, schüttelt mit dem Kopf und ist wild dabei, sonst ist er eher ein ruhiger Vertreter… Allerdings legt er auch die Ohren an, scheint den Ball fast vor mir abzuschirmen – da frage ich mich gerade, ob das dann noch Spaß ist oder irgendein Stress, ich vielleicht zu druckvoll…??? Derzeitige Komplikation ist, dass vor wenigen Wochen die fast vollständige Erblindung beidseits diagnostiziert wurde. Ich taste mich nun heran, was genau wir weiter mit einander machen können von den „alten“ Aktivitäten, was neu hinzukommen kann usw. Fußball geht noch, er hört ja den Ball auf dem Boden, und mein Laufen dahin natürlich auch. Allerdings muss ich nun mehr darauf achten, dass ihm meine Position bekannt ist, von wegen wild/mich umrennen…, und dass er den Ball nicht als Stolperfalle unter die Füße bekommt, aber an seinem o.g. Verhalten mit Ohrenanlegen, Kopfschütteln, laufen… hat sich nichts verändert…

_________________

Hallo Rebecca,

ich hatte gedacht, dass sich vielleicht noch jemand melden würde, der Erfahrungen mit erblindeten Pferden gemacht hat, denn da muss ich leider passen. Keine Ahnung, ob da das Ohrenspiel vielleicht anders zu deuten ist? Dieser Sinn muss ja bei einem solchen Pferd viel mehr übernehmen…

Aber auch wenn das Pferd sehen könnte, müsste ich wiederum die Situation selbst sehen und erfühlen, um Dir eine Antwort auf Deine Frage geben zu können. Hast Du Dich mal mit ihm beim Ballspiel filmen lassen? Vielleicht kannst Du mit dem Blick aus dem Abstand heraus selbst die Sache klarer sehen; mir hilft es immer sehr.

Alles Gute für Euch,
Tania

 

Von Rebecca • 21. November 2016

Hallo Tania, danke für Deine Antwort. Gucke hier ja auch außerhalb Eurer Newsletter oft rein, vielleicht kommentiert ja noch jemand mit einem blinden Pferd. Habe aber nach meinem eigenen Kommentar beim Ballspielen mehr Abstand gehalten und Ruhe, das schien die Situation zu entspannen. Spaß scheint es ihm trotzdem zu machen, wir hatten gestern verschiedene Bälle/Härten/Ballgrößen auch mit den anderen Pferden ausprobiert/angeboten, er ist da ohne Zögern immer ganz weit vorn und dabei, von ganz alleine 🙂

 

Von Sabine • 21. November 2016

Das ist toll, dass ihr das Thema ansprecht, denn das hab ich mir schon oft gedacht, wenn ich mir Videos von Freiarbeit angesehen habe. Die Ohren angelegt – hhh?? das findet das Pferd doch nicht gut?! Aber der Mensch daneben sieht glücklich und fröhlich aus! Man sieht das auch bei „berühmten“ Menschen, wo man sich denkt, die sollten das doch sehen. Dann bin ich wieder verunsichert und denke, das ist richtig so. Aber mein Herz sagt mir dann doch wieder – da stimmt was nicht!!! Bei euren Pferden konnte ich das auf Bildern noch nicht so sehen. Dann macht ihr alles richtig :)!! Ich bin froh, dass ich zu euch gestoßen bin. Danke

 

Von Birgit • 21. November 2016

bei meinem Pferd sind die Ohren auch ein wenig angelegt aber sie macht eine deutliche Rüsselnase und schüttelt dabei oft den Kopf hin und her. Hin und wieder macht sie kleine Bocksprünge, achtet dabei immer auf ausreichend Abstand zu mir. Also mein Bauch sagt mir, sie hat mächtig Spaß. Wenn nicht könnte sie ja weggehen, der Platz ist groß genug. Bitte nicht für verrückt halten, ich habe eine Tierkommunikatorin gefragt, wie sie sich insgesamt fühlt, was sie gerne macht und was ihr überhaupt nicht gefällt. Da kam, das sie es nicht mag an einer Longe zu hängen und im Kreis zu laufen. Seit ich das nur frei versuche, macht sie begeistert mit aber auch da sind die Ohren weiter hinten.
Um zu erfahren, wie ein blindes Pferd seine Welt erfühlt, würde ich auch mal jemanden Fragen, der mit Tieren „sprechen“ kann. Kann ja nicht schaden, nur im Idealfall zu neuen Erkenntnissen führen.

Ich könnte noch ne Menge darüber schreiben aber das ist ja nicht das Thema im Moment. Vielleicht mal später…

Liebe Grüße Birgit

 

Von Kirsten • 24. November 2016

Darf ich in diesem Zusammenhang auch mal um Meinungen zu folgendem Szenario bitten:

Meine Stute lebt im Aktivbewegungsstall. Wenn ich den Stall betrete und sie mich sieht, kommt sie sofort angelaufen.Immer mit angelegten Ohren. Unser Verhältnis ist ein gutes und sie ist in dieser Situation sicherlich nicht angepisst.

Ich frage mich, wie ich das deuten soll.

______________________

Hallo Kirsten,

aus der Entfernung ist auch das leider so nicht zu deuten. Es spielen so viele Faktoren hinein und die angelegten Ohren in dieser Situation können ganz unterschiedliche Ursachen haben. Das wäre pures Raten ins Blaue.

Herzlich,
Tania

 

Von Christina • 28. November 2016

Hallo,
Kirstens Situation erinnert mich sehr an meine vierjährige Stute. Sie ging immer mit angelegten Ohren und mäßig gesenktem Kopf auf ihre Mutter zu, wenn sie saugen wollte. Ich hab das einerseits als beschwichtigende Geste interpretiert und andererseits als Vorfreude auf das bevorstehende Trinken. Das ist zwar sehr menschlich gedacht, aber das beschreibt am ehesten wie ich sie in diesen Situationen wahrgenommen habe. Manchmal kommt sie auch so auf mich zu, wenn sie sieht dass ich ein Halfter in der Hand habe. Sie wirkt dabei auf keinen Fall sauer oder in negativem Sinne angespannt. Eher so, als habe sie eine freudige Erwartungshaltung…
Für mich haben die nach hinten geklappten Ohren meiner Stute in diesen Situationen nichts Negatives. Auch wenn sie von anderen, die sie nicht so gut kennen, erstmal als „unfreundlich“ abgestempelt wird.
Ich habe schon öfter versucht, ihr Verhalten zu erklären, aber angelegte Ohren bei Pferden sind scheinbar schon so negativ behaftet, dass man sich schwer tut, das auch mal von der anderen Seite zu sehen.
Hunde wedeln auch nicht immer nur vor Freude mit dem Schwanz sondern können damit ja auch Stress und Anspannung ausdrücken.
Vielleicht ist das bei Pferden und den angelegten/nach hinten geklappten Ohren ja ähnlich…
Ich finde das Thema auf jeden Fall sehr interessant 🙂
Liebe Grüße,
Christina

 

Von Lena • 30. November 2016

Hallo,
ich bin durch Zufall beim Stöbern auf diesen Artikel gestoßen, und weniger der Artikel selbst – obwohl sehr interessant! – als mehr der Kommentar von Christina veranlasste mich, etwas zu kommentieren: Die Feststellung, dass angelegte Ohren immer sofort negativ interpretiert werden. Mein Pony ist Wildpferd, also vom Verhalten her noch sehr ursprünglich. Man sieht ihn selten mit komplett aufgestellten Ohren, zumindest nicht lange. Ständig sind sie in Bewegung, oft eben auch nach hinten gestellt. Nur heisst das bei ihm nicht immer gleich Aggression…. Leider ist das Schwarz-Weiss-Denken noch sehr ausgeprägt, auch unter langjährigen Pferdemenschen. Und so gestaltet sich die Kommunikation mit solchen Pferden eher schwierig, denn der Mensch meint, Pony greift an – und verteidigt sich präventiv. Pony versteht die Welt nicht mehr – und ist frustriert. Bei meinem Ponymann ist es mittlerweile mit einigen Menschen, die ihn partout als böse abtun, so weit, dass er präventiv verteidigt!
Man sieht also, es hängt stark vom Charakter ab, was angelegte Ohren bedeuten. Und natürlich vom Gesamtbild des Pferdes.
Glg, Lena

 

Von Ella • 30. November 2016

Wenn ein Pferd in der Herde mit gespitzten Ohren auf etwas oder jemanden zugeht oder gar rennt, dann hat es sofort die Aufmerksamkeit aller anderen Pferde und die werden dann auch da hin gehen. Weil es da ja toll sein muss! Wenn also das Fohlen zu Mama geht oder die Stute zur Besitzerin, dann möchten Sie diese ja für sich haben, uneingeschränkt. Ego legt es die Ohren an. Die angelegten Ohren gelten also nicht demjenigen, zu dem sie gehen, sondern allen anderen auf der Weide. Sie bedeuten: Bleibt da weg, meins!

 

Von Jella • 10. Januar 2017

Moin,
das Thema ist zwar schon ein paar Tage alt, aber ich bin erst heute darauf gestoßen, weil meine 2,5 jährige Stute mich auch damit stutzig machte, dass sie eher mit leicht nach hinten gelegten Ohren auf mich zukommt, insbesondere wenn die restliche Herde in der Nähe ist. Der letzte Kommentar von Ella scheint mir eine nachvollziehbare Deutung zu sein, denn mein Pony drängt sich auch immer deutlich zwischen mich und andere Pferde bzw wehrt diese deutlich ab, wenn sie das von ihrer Stellung in der Herde her kann. Mein 27 jähriger Oldie macht das nicht ganz so deutlich, allerdings glaube ich, dass Pferde auch lernen, dass wir Menschen positiver reagieren, wenn die Ohren der Pferde gespitzt sind.

 

Von Gudrun • 6. April 2017

Gerade in der Freiarbeit können die angelegten Ohren – zusammen mit anderen typischen Zeichen – auch einfach ein Zeichen für Spielverhalten sein. Genau so, wie Hunde beim Spielen miteinander die Zähne fletschen und wilde Geräusche machen, weil sie einen Kampf imitieren/üben, zeigt auch das Spielverhalten beim Pferd die dazugehörige typische Körpersprache, wie wenn z.B. ein Kampf geübt/simuliert wird. Wie beim Hund gibt es aber dennoch eindeutige Unterscheidungsmerkmale zwischen Spiel und Kampf, sodass bei den Beteiligten kein Zweifel darüber aufkommt, ob gerade Spaß oder Ernst das Thema ist. Beim spielenden Pferd ist z.B. trotz eventueller spielerischer Drohgebärden das restliche Gesicht ein typisches „Spielgesicht“. Die Oberlippe ist lang und vergnügt, der Blick ist freudig, der Schweif wird locker und stolz getragen, etc. und die gesamte Körpersprache und spielerische Spannung lassen sich typischerweise von einer Sekunde zur nächsten komplett „abschalten“ und das Pferd steht bei Beendigung des Spiels völlig entspannt und zufrieden da. Wenn es „echtes“ Droh-/Kampfverhalten wäre, würde es anders aussehen. Aber wie schon richtig geschrieben wurde: Wenn man sich in die Gesamtsituation hineinfühlt, weiß man eh sofort, was Sache ist und das ist das Einzige, was zählt. Da geh ich dann auch nicht mit Außenstehenden, die mein Pferd gar nicht kennen, diskutieren. Für uns muss es in dem Moment passen und fertig. 😉
Das Herkommen auf der Koppel mit angelegten Ohren hab ich vor Allem bei Pferden erlebt, die von Fohlenalter an mit sehr intensivem Menschenkontakt aufgewachsen sind und mit denen schon im Fohlen-/Jungpferdealter sehr viel geübt wurde (putzen, spazieren gehen, etc. etc. etc.) – also so „verwöhnte Einzelkinder“. Pferde, die in größeren Gestüten/Gruppen eher „anonym“ aufgewachsen sind, machen das eher nicht.
Ich habe dafür zwei mögliche Erklärungen:
1) Diese Pferde haben die Tendenz, eher respektlos zu sein (weil sie so eine Art Urvertrauen haben und sicher sind, dass vom Menschen nichts Böses ausgeht) und gehen oft mit so einer fordernden Grund-Chefeinstellung durch die Welt und über die Koppel.
2) Fohlen lernen ihr Sozialverhalten ganz stark durch Beobachtung und Imitation. Wenn ein sehr gewichtiger Sozialpartner von Anfang an der Mensch ist, wächst das Fohlen quasi „zweisprachig“ auf. Und Menschen gehen nunmal mit angelegten Ohren durch die Welt und freuen sich dabei auch noch. Es gibt ja auch Hunde, die „lächeln“ können und dabei ihre Zähne zeigen, weil sie das menschliche Gesicht imitieren. Die haben gelernt, dass Zähne zeigen eine freundliche Geste ist.
Glg, Gudrun

 

 

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