Nomen est omen

Wie heißen eigentlich Eure Pferde? Wie ruft Ihr sie? Habt Ihr Kosenamen oder vielleicht auch Bezeichnungen, wenn sie gerade nicht tun, was Ihr möchtet? Und habt Ihr mal überlegt, ob der Name Eures Pferdes vielleicht mehr ist als „nur“ ein Name?

Ich kannte z.B. eine Speedy. Ein kleines Fuchsstütchen, die dafür bekannt war, Runde um Runde wie von Sinnen zu rasen. Ich kannte auch mal einen Panzer. Ein Norweger, der alles andere als leicht zu führen war, da man aufpassen musste, von dem Tier nicht einfach umgerannt zu werden. Auch der Vulkan, den ich kannte, machte seinem Namen alle Ehre: Seine Ausbrüche waren legendär.

Alles Zufall?

Mag sein, aber ich glaube inzwischen fest daran, dass ein Name ein Pferd prägen oder zumindest sein Verhalten beeinflussen kann. Wenn wir Menschen etwas sagen, haben wir dazu immer auch Bilder im Kopf. Pferde verstehen wohl wahrscheinlich nicht die genauen Worte, die wir sagen, aber sie sind sehr empfänglich für unsere Ausstrahlung, für Stimmungen und für Bilder. Das kann man immer wieder gut sehen, wenn Menschen ängstlich sind und daraufhin sogar eigentlich ruhige Pferde plötzlich scheuen oder dass sehr phlegmatische Menschen manchen Wildfang zur Schlaftablette machen können. Und ich glaube, dass die Bezeichnungen, die wir für ein Pferd wählen, eben auch ein Ausdruck unserer Einstellung zu dem Pferd sein können.

Tja, und was macht es nun mit einem Pferd, wenn es von allen Satan, Ratte oder Räuber gerufen wird? Oder eines, das von seinem Besitzer, so liebevoll es auch gemeint sein mag, immer „Angsthase“ oder „Doofi“ genannt wird? Welche Auswirkungen hat es, wenn ein Pferd „No go“ heißt oder nur „Zicke“ gerufen wird?

Manch einer mag diese Gedanken vielleicht für übertrieben halten, aber ich bin inzwischen recht feinfühlig für Namen und Kosenamen geworden, da ich schon zu oft erlebt habe, dass man schnell genau das bekommt, was man immer wieder ruft…

Ich habe mich z.B. mal dabei erwischt, wie ich Anthony eine Zeitlang unbewusst immer mit „Na, mein Grummelchen“ begrüßte. Als mir das auffiel, habe ich es mir sofort wieder abgewöhnt. Sicher ist sicher. 😉

19. Mai 2015 von Tania Konnerth • Kategorie: Umgang 32 Kommentare »

 

32 Reaktionen zu “Nomen est omen”

 

Von Sarah • 19. Mai 2015

Mein kleiner Liebling heißt Bilbo, wie der kleine Hobbit aus dem Buch. Der Name passt sehr gut zu ihm, er ist sehr Abenteuerlustig, hat gerne gutes Essen und mag es ansonsten daheim gerne warm und gemütlich, bei Regen oder Wind hätte er gerne seine Decke.
Wenn er mal nicht tut was er soll, ist er der kleine Frechdachs, denn wirklich böse sein kann man ihm nicht. Kosename ist Fratzespatz, den bekommt er besonders dann zu hören wenn er mal wieder lustige Ideen hat.

 

Von Miriam • 19. Mai 2015

Hallo Tanja,

Darueber habe ich mir auch schon oft Gedanken gemacht. Irgendwann dachte ich darueber nach, warum man einem Pferd unbedingt „seltsame“ Kosenamen geben muss, wie Stinker, Rennsemmel, Zicke… Als Mensch fuehlt man sich mit solch einem Kosenamen nicht wohl, warum soll ich mein Pferd dann so benennen? Man assoziiert etwas negatives damit und das uebertraegt sich auf das Pferd. Ein missgelauntes Pferd mit angelegten Ohren extra als Zicke zu bezeichnen macht es nicht besser, auch wenn es liebevoll gemeint ist – im eigenen Hinterkopf projiziert man dann doch genau dieses Bild extra auf dieses Pferd.

Ich muss zugeben, auch ich habe am Anfang meinem Pferd unschoene Kosenamen gegeben, einfach weil es in der Situation gepasst hat. Jetzt sage ich aber nur noch nette Worte, mein Huebscher, mein Lieber. Damit habe ich immer etwas positives im Kopf und es zaubert mir ein Laecheln ins Gesicht. Gut – es sei denn er erschreckt sich wieder einmal derbe vor etwas, da ist und bleibt er mein lieber Angsthase. Das wird sich sein Lebtag auch nicht mehr aendern 🙂

Es waere aber schoen, wenn sich mehr Leute Gedanken machen wuerden um diese Kosenamen. Meiner Reitbeteiligung habe ich auch verboten, gewisse Namen zu benutzen fuer mein Pferd, ich moechte nicht, dass er so genannt wird.

Liebe Gruesse,
Miriam

 

Von Eva • 19. Mai 2015

Ich habe zwar kein konkretes Namensbeispiel, aber muss leider auch gerade im Negativen erfahren, wie sehr meine sensible Stute von dem beeinflusst wird, was andere über sie denken/reden. Ich bin leider in einem Stall gelandet, in dem meine Einstellung nicht nur nicht geteilt, sondern auch nicht akzeptiert wird. Mit dem Clickern verziehe ich angeblich mein Pferd und mache es dominant und widersetzlich. Ich erlebe sie als sensibel, friedlich und leicht zu verunsichern. Die anderen haben mittlerweile eine so schlechte Meinung von ihr, dass sie nun angeblich nach ihnen schnappt auf der Weide (angeblich, weil sie bei jedem nach Leckerlis sucht, dabei habe ich ihr zuerst Futtermanieren beim Clickern beigebracht und das Kopfwegdrehen, wenn ich in der Leckerlitasche wühle, ist quasi ihre Lieblingsübung!)und andere Pferde malträtiert. Ich habe davon bisher nichts gesehen, nicht mal ansatzweise. Mobbing gegen mich oder negative Beeinflussung meines Pferdes? Keine Ahnung. Mittlerweile erstarrt oder zuckt sie schon, wenn die anderen auf den Hof kommen und ich gerade was mit ihr machen möchte. Echt schlimm und ich habe beschlossen, dass nur ein Umzug noch Sinn macht. Sorry, war vielleicht etwas am Thema vorbei, vielleicht musste ich das gerade mal loswerden. Wo sind denn bloß all die netten Wege-zum-Pferd-Leser im Stallalltag?

Liebe Grüße an alle!!

 

Von Stephanie • 20. Mai 2015

Kommt wohl auch etwas auf den eigenen Hintergrund an, also was man selbst dabei empfindet. Ich mag meine Pferde auch nicht beschimpfen. Meine Stute empfand ich als sehr schwierig und sogar gefährlich, als sie zu nur kam. Wir sind dann doch zusammengewachsen und wenn ich heute “Salami“ zu ihr sage, dann nicht, weil ich sie wirklich jemals in die Wurst geben würde, sondern weil da unsere gesamte Geschichte drin steckt. Und ich denke das versteht sie auch.

Mein Wallach Joey, obwohl technisch kein Pony, ist einfach “mein Pony“ oder “Jö“, weil er manchmal so schön dösig und verträumt ist. Aber auch, weil es mir die Angst nimmt und mich an seine eigenen Unsicherheiten erinnert, wenn er mal wieder ausflippt. Er ist eben kein Satan oder Vulkan, sondern ein mitunter ängstliches Pony, das nur eine liebevolle Hand braucht. Insofern helfen uns diese Namen schon, auch wenn andere das vielleicht als herabsetzend werten würden.

 

Von Mona • 20. Mai 2015

Meine Kleine Mini- Shetty Dame hat gleich bei Einzug bei uns einen neuen Namen bekommen, weil Sie einen Namen hatte, den bei uns ganz viele Hunde haben: Luna.
Und da ich mir dachte, dass ich wohl nicht immer das Bild von einem Hund im Kopf haben sollte, wenn ich zu meiner süßen gehe, heißt Sie nun Emma.
Wenn sie stur ist (und wie das geht weiß sie seeeeeeehr gut ;))entfährt mir gerne mal ein ermahnendes „Fräulein“, man sollte nicht meinen, was das für eine Wirkung auf Emma hat 😉

 

Von Kelly • 21. Mai 2015

Liebe Tania,

vielen Dank für diesen großartigen Text, wieder einmal triffst Du den Nagel auf den Kopf.

Ich bin überzeugt, jeder Gedanke ist Energie – das gesprochene Wort hat noch mehr Kraft und Energie.Deshalb bin ich sehr achtsam mit meinen Worten und ganz besonders mit (Spitz-)Namen.

Worte und Namen sind sehr machtvoll und wir sollten sorgsam damit umgehen. Das worauf wir unsere Energie richten, wird sich vermehren: Energie folgt der Aufmerksamkeit! Wir sollten gut Achtgeben, was wir denken (auch bildlich und gefühlsmäßig) und aussprechen! Unser Unterbewusstsein hat mehr Einfluss als wir denken ;-).

Danke für die Anregungen von Dir.

Herzliche Grüße. Kelly

PS. Ein Buchtipp an dieser Stelle „Jeder Gedanke ist eine Kraft“ von Nicole Künzel

 

Von Clara • 23. Mai 2015

Hallo Tanja,

ich glaube auch, dass da viel Wahres drin steckt, dass sich unsere Ausstrahlung/Einstellung/Gefühle/Bilder im Kopf auf unser Pferd übertragen und es das viel mehr wahrnimmt und auf diese oft unbewussten Signale reagiert als das was wir vom Wort her sagen. Da ist es dann egal, welches Wort man genau sagt – wenn man liebevoll/humorvoll Zicke sagt, nimmt das Pferd den Inhalt durch die Tonlage entsprechend so auf, wie es gemeint ist, meiner Meinung nach.

Ich hatte vor Jahren mal das folgende Buch gelesen, was mich sehr fasziniert hat:

„Selbstbewusste Pferde – Wie Pferde ihre eigenen Übungen und Lektionen entwickeln“ von Imke Spilker.

Ich empfinde das als sehr wahr, konnte es aber nur in Ansätzen umsetzen bzw. habe es auch lange nicht mehr versucht. 😉

Vielleicht liegt es auch an mir, dass ich Gefühle anderer, egal ob Mensch oder Tier, immer so extrem wahrnehme. Bei einem Pferd, was sich innerlich aufregt, spüre ich dann
auch diese Angst und Unruhe und lasse mich quasi anstecken. Da muss man eigentlich ruhig bleiben, damit sch die Ruhe aufs Pferd überträgt, aber
das hatte bei mir nur in Ansätzen funktioniert.

Bei Menschen gibt es doch auch in der Psychologie / Psychotherapie von Milton H. Erickson (?) Ansätze, wie Autosuggestion wirken kann.
Wenn man davon ausgeht, dass das Unbewusste und was wir Denken vieles steuert (jetzt in Bezug auf uns Menschen) und wir das für die Kommunikation
mit Pferden verwenden können, wäre das ein Meilenstein. Manche wie Imke Spilker scheinen es geschafft zu haben.

Selbsterfüllende Prophezeiungen auf Grund von Erwartungshaltungen kennt ja jeder und ich stimme zu, dass das bei Pferdenamen bzw. der Einstellung zum
Pferd auch so ist und einen großen Unterschied macht.

Der Artikel hat mich wieder dazu gebracht, mal mehr in die Richtung nachzudenken. 🙂

DANKE!!!

Viele Grüße,
Clara

P.S. ich reite sowieso nicht (mehr), mir lag der Umgang mit Pferden schon immer mehr und ich helfe jetzt auf einem Gnadenhof mit, was mich sehr glücklich macht!

 

Von Tania Konnerth • 23. Mai 2015

Herzlichen Dank für all Eure Kommentare.

Eine kleine, ganz allgemeine Bitte: Bitte schreibt keine URLs in Eure Beiträge, denn sonst machen das alle und die Kommentare werden zur Werbeplattform. Wenn Ihr Eure Website oben über dem Textfeld eingebt, dann wird Euer Name damit unterlegt und so ist sie dann auch erreichbar (und zählt auch als verlinkt) – das müsste bitte reichen. Herzlichen Dank für Euer Verständnis!

Tania und Babette

 

Von MarionA • 24. Mai 2015

Liebe Tania,
Danke für eure tollen Artikel. Auch dieser war wieder sehr interessant. Vor allem, weil mir eine Freundin sagte, dass ich meine damals tragende Stute nicht immer „Madame Dickbauch“ nennen solle, das sei nicht nett. Ich sagte das aber nie zu ihr direkt, aber über sie. Ich habe es dann unterlassen, der Stute aber gesagt, dass ich „Dicke“ etc. wirklich NIE als Beleidigung meine, sondern immer freundlich. Sie sei ja nur dick wegen des Fohlens, auf das ich mich sehr freue.
Tja und beim Fohlen habe ich schon sehr früh eine sehr lange Liste mit Namen für beide Geschlechter gemacht. Aber es war kein so richtiger Favorit dabei, vor allem nicht bei den Hengstnamen. Und eine Woche vor der Geburt träume ich von dem Kleinen – und hatte danach „Nino“ im Kopf. So heißt er jetzt auch, wurde im Stall vom SB aber gleich nach ein paar Tagen „El Nino“ genannt (wie der Wirbelsturm), obwohl er da noch total brav und zurückhaltend war. Der Name ist aber Programm, denn er ist ein ziemlich aufgeweckter Lauser. Mal sehen, was das noch gibt mit DIESEM Spitznamen….. Bei mir heißt der nur „kleiner Mann“ 😉
LG, Marion

 

Von Kiki • 25. Mai 2015

Hallo Ihr Lieben,

wie sehr bin ich Eurer Meinung!! Ich hatte genau den gleichen empörten Gedanken, als ich lesen musste, dass man Griffe unter Strom setzt, statt dem Pferd Gesellschaft zu gönnen. Wie unempathisch ist das denn?

Und die Sache mit dem Namen kann ich ebenfalls stützen. Als „Shakira“ war meine Stute eine einzige Zappelmaus, als „Mia“ nach kurzer Zeit ruhig und anschmiegsam.

Ich finde es toll, wie ihr unermüdlich hinter die Fassade und in die Herzen der Pferde schaut und eine so große Masse an Reitern damit erreicht. Weiter so! 🙂

 

Von Lisa-Marie • 25. Mai 2015

Genau das hab ich mir schon seit Jahren gedacht und finde manche „Rufnamen“ sehr traurig… aus diesem Grund habe ich mein eigenes Pferd sehr sorgfältig benannt und kürze auch den Namen nicht ab, wenn ich ihn rufe. Übersetzt heißt er „Insel der Glückseligkeit“ und ich hoffe, wir wachsen so miteinander, dass es auch hier heißen kann: Nomen est omen!

 

Von Birgit Mayer • 25. Mai 2015

Ein toller Beitrag von euch; auch ich denke, das Namen mehr sind als nur ein Wort. Mein erstes Pferd „Hrolfur“, der Wolf, ist mir damals vor allem wegen seines wunderschönen Namens aufgefallen, ich dachte dabei an lebenslängliche Treue und Freundschaft. Und so war er auch. Ich rief ihn immer beim Namen oder nannte ihn „mein Schöner, mein Lieber“.
Wenn andere abfällige Kosenamen für ihr Pferd benützen wie Spinner, Dicker oder ähnliches, berührt mich das oft unangenehm. Auch „Maus“ für eine Stute geht übrigens für mich manchmal in die gleiche Richtung, auch wenn es liebevoll gemeint ist. Aber was will man mit „Maus“ eigentlich sagen? Ist es lustig, aus einem großen, starken, anmutigen Wesen ein niedliches kleines Mäuschen zu machen?

 

Von Eileen • 25. Mai 2015

Ich erwische mich auch immer wieder dabei, meinem Pferd mit verniedlichenden od. auf seine Unarten abgestimmten Kosenamen zu begrüssen. Auch wenn ich nicht glaube, dass mein Pferd das versteht, so denke ich schon, dass es beeinflusst wie ich auf ihn zugehe, welches Bild ich im Kopf habe und das beeinflusst ihn sicher!

Seit ein paar Wochen versuche ich gezielt mit etwas positive auf ihn zuzugehen und ich merke, wie ich mich gleich mehr freue, mehr lächle, etc. Und wenn ich nicht ganz falsch liege, leuchten die Pferdaugen ein bisschen mehr und wir fangen unsere gemeinsame Zeit gleich viel positive an und sollte es mal einen Rückschlag im Training geben, wirft uns das doch nach so einem Start garnicht mehr so schnell um.

 

Von jutta • 25. Mai 2015

Tja, jetzt hab ich viel zum Nachdenken. Bei meinem 35jährigen „Opi“ passt der Kosenamen zwar gut, aber ich werde ihn nun doch wieder öfter mit seinem gut klingenden isländischen Namen „Thjakur“ rufen. Er ist ja hie und da immer noch ein „Striezi“ (Übersetzung). Meine junge Pflegestute darf ich auch ab sofort (!) nicht mehr „Blunzi“ nennen. Auch sie hat einen schönen Namen.
Danke für diese Anregung.

 

Von Heike • 25. Mai 2015

Mein kleiner Lipizzaner heißt in seinen Papieren Conversano Betakla, sein Rufname – schon vom Züchter – ist Piko. Für mich ist er Mein Kleiner, Schneeflocke, Picolo und Picolino – weshalb ich ihn inzwischen auch mit ‚c‘, Pico, schreibe. Man ahnt wohl schon, dass ich hoffnungslos verliebt bin in dieses einzigartige, eigenwillige, wundervolle kleine Pferd mir der großen Seele bin 🙂
Seine früheren Besitzer (die ihn wegen seiner Eigenarten zum Schlachter bringen wollten) nannten ihn übrigens Macho, Würstchen oder noch Schlimmeres.

 

Von Burch Elvira • 25. Mai 2015

Hallo Pferdefreunde,
Mein Norweger heisst „Fiesto“. Eine Kollegin von mir nannte ihn aber ziemlich respektlos: Kugel! (Norweger sind ja bekanntereeise etwas rund und im Winter hat sich mein „Fiesto“ noch etwas Speck zugefuttert).
Uch hab sie mehrmal gebeten mein Pferd nicht mehr Kugel zu nennen, denn so respektlos wie sie ihn nenne, so benehme sie sich auch. Sie hat aber nur gelacht.
Einmal hat sie für mich den Stall ausgemistet und wollte meine Ponies am Abend in die Boxen bringen. Doch als sie „Fiesto“ aus dem Auslauf holte, hat sie beim Tor schliessen seine Hinterhand nicht weggeschickt und die „Kugel“ hat ihr einen „runden“ Tritt verpasst. Er hat das bei anderen Leuten noch nie gemacht. Und sie hat mir au h nie mehr zu meinen Tieren geschaut!

 

Von Gabriela • 25. Mai 2015

Mein Herzenspferd heisst Brà (Brau), das ist isländisch und heisst Ausdruck/Augenbraue…..passt 100% zu dieser Stute! Unser wallach heisst Bragur (Bragür), ist auch isländisch und heisst übersetzt Gedicht. Bragur hat die schönsten und liebsten Pferdeaugen dieser Welt! Ein Gedicht für sich! Smile! Lg. Gab.

 

Von Sabine Fischer • 25. Mai 2015

Hallo Tania und Babette,
Ich hab einen Haflingerwallach aus eigener Zucht, mit dem Namen Lysir. Das ist isländisch und bedeutet „der Helle“
Er ist nicht nur besonders hell von der Farbe sondern auch vom Kopf.
Er lernt sehr schnell und brauch viel Kopfarbeit.
Den Name hab ich mir einfach nur rausgesucht weil er mir gefiel aber das er nun so zu dem Pferd passt ist für mich jeden Tag aufs neue erstaunlich.
Am Ende ist es bei den Tieren wie bei den Menschen.
Das passt auch jeder Name zur Person. Und die Personen mit gleichen Name sind auch vom Wesen her immer sehr gleich. Meine Freundin Arbeit in der Krippe und bestätigt mir das auch immer wieder.
Liebe Grüße
Sabine

 

Von Susanne Mörgeli • 25. Mai 2015

Hallo zusammen

Also unsere Pferde machen ihrem Namen alle Ehre. Wir sind den indianischen Namen verfallen. Unsere Stute heisst Onida, was soviel bedeutet wie „die eine, die gesucht wurde“. Und das obwohl man sagt, dass sich die Pferde ihre Besitzer aussuchen! Ein besser zu uns passendes Pferd als sie gibt es einfach nicht! Und dann wäre da noch unser Fohlen. Es heisst Kimi, indianisch für „Geheimnis“. Und warum? Niemand wusste, dass Onida, als sie im Januar zu uns kam, trächtig ist!
Die Kosenamen der zwei sind im Moment einfach „Mama“ und „Fohli“. Euer Gedankenanstoss bewegt uns aber, in Zukunft unsere Tiere bei ihrem passenden und wohlverdienten Namen zu rufen. Liebe Grüsse, Susanne

 

Von silvia • 25. Mai 2015

Hallo an alle,

also erst einmal muss ich mich auch aufregen über die Stromgriffe! Ich würde mich freuen wenn ich so ein schlaues Pferd hätte und im einen Freund/Freundin suchen oder ganz schnell einen anderen Stall.
Und Namenstechnisch rufe ich meine meistens Lyshi als Kosename von Alysha und sonst noch Schnecke od. ab und zu auch Maus, aber eher selten wobei mir dann eher Speedy Gonzales, die schnellste Maus von „Deutschland“ in den Sinn kommt.
Sie ist gerne normal bis flotter unterwegs wobei ich das ganz angenehm finde.
Liebe Grüße Silvia

 

Von Pernika • 25. Mai 2015

Hallo zusammen,

die Achtsamkeit bei der Namensgebung kann ich nur doppelt unterstreichen – gerade die pferdischen „Zicken“ „Deppen“ und „Angsthasen“…diese Namen gehen immer mit Bildern und einer oft unbewusster KÖrpersprache einher, habe ich sehr klar bei mir beobachtet.

Außerdem @Eva: Ich habe exakt die gleichen Erfahrungen gemacht und mich gefragt, wo die ganzen netten Kommentatoren und Autoren dieser website denn sind??? Auch ich habe ein sehr sensibles Pferd und sah es in dem Stall regelrechtem Mobbing ausgesetzt, da wir nicht die üblichen „dem zeig mal wo es langgeht Wege“ beschritten.
Das ist so schade…)-:

 

Von Lisa • 25. Mai 2015

Hey,
Also mein Pferdchen heißt Isgena. Das fand ich am Anfang ganz besonders furchtbar, aber mittlerweile finde ich, dass er einfach nur zu ihr passt. Ich kann nicht genau sagen warum,aber ich könnte mir keinen besseren vorstellen. Als Spitzname habe ich für sie Schnisschen (bei uns in der Pfalz ist die schniss der Mund und alles drumherum). Sie ist das absolut geschickteste Pferd mit ihrer Nase und setzt diese auch sehr sinnvoll ein(gibt auch ein Verb dazu: sie schnisselt ;-)) oder ich nenne sie alte Tante, weil sie manchmal so ist,ein bisschen vornehm,ein bisschen schrullig, hat ihren eigenen Kopf, man muss sie aber einfach lieb haben:-)

 

Von Ellen • 26. Mai 2015

Ich nenne mein Pflegepferd immer „Schätzelein“ und bin immer auf der richtigen Seite, weil er einfach immer ein Schätzelein ist!!

 

Von Eva • 26. Mai 2015

Hallo zusammen,

ich glaube, ich werde unseren „Zwangsumzug“ (siehe oben) für eine neue Namensgebung nutzen. Ich habe meine Stute ja noch nicht lange und finde ihren Namen zwar schön und wohlklingend, aber nicht zu ihr passend. Außerdem habe ich beim Drüber-Nachdenken festgestellt, dass ich mit diesem Namen eher ein schwieriges, kapriziöses, eigenwilliges, nervöses Pferd verbinde. Ich glaube, ich werde ihr einen einfachen, unkomplizierten Namen aussuchen, der ihre Individualität, aber auch ihren Sanftmut betont und sie und mich mehr erdet. Bei dem Gedanken an einen anderen Namen merke ich, wie ich jedes Mal erleichtert aufatme und mich freue:-).

@Pernika: Lieben Dank für deine Worte, es tut mir gut, das Gefühl zu bekommen, nicht allein zu sein. Bald ist der Umzug und ich hoffe, dass man uns dort zumindest so lässt wie wir sind. Ich erwarte ja nicht mal Anerkennung und Begeisterungsstürme für unsere Clicker-Erfolge (momentan klappt es nur mit Clicker oder einfach Abwarten und schauen, ob sie mitmachen mag – bei jeder Form von Druck, und sei er noch so sanft, verweigert meine Stute sich komplett). Und mir selbst geht das Druck machen auch einfach nur gegen den Strich. Ich finde es viel schöner, herauszufinden, wie ich meine Stute zu einer freiwilligen, freudigen Mitarbeit motivieren kann. Und wenn dazu Click und Belohnung notwendig sind, warum nicht? Ich hoffe, dass wir im neuen Stall zumindest auf Akzeptanz und vielleicht ein wenig Neugier stoßen.

Viele Grüße an alle!

 

Von Nicola Hoffmann • 26. Mai 2015

Ich fand es schon als Kind schrecklich, wenn jemand meinen Namen abgekürzt hat und habe dies auch sehr deutlich gemacht. Auch bei meinen eigenen drei Kindern haben wir nie ihre Namen abgekürzt oder verändert. Genauso ist es mit unseren zwei Pferden. Dimona wird zwar von ihrer Exbesitzerin Mona gerufen, aber für mich ist sie Dimona und ich finde auch das der Name zu ihr passt. Mona ist zu schlicht und einfach, so ist sie nämlich nicht. Sie ist eine Rappstute mit Temperament die genau weiß was sie will und vor allen Dingen was sie nicht will.
@ Eva
Ich hoffe du gehst deinen Weg weiter, auch wenn dir andere immer wieder Holpersteine in den Weg legen. Sie wissen es leider noch nicht besser. Aber die Gemeinschaft derer, ich nenn es mal „anders denkender“, wird immer größer und das ist das was zählt. Jeder der anfängt das „Gewohnte“, „das hat man immer schon so gemacht“, zu hinterfragen, ist auf einem besseren Weg für die Pferde. Also nicht entmutigen lassen, höre auf dein Bauchgefühl und hab Spaß „mit“ deinem Pferd.

 

Von Tina • 26. Mai 2015

Interessant! Mein Seelenpferd heißt Wakonda. Das ist die jedem Naturgegenstand geistig innewohnende Kraft und das Wunderbare schlecht hin! Oder einfach ein Indianergott 😉
Das selbst daraus gezogene Fohlen sollte Sambuca oder Sambuco heißen. Jeder meinte damals das passe nicht, weil sie so zart war. Also heißt sie jetzt StellaCadente, übersetzt Sternschnuppe. Heute, 14 Jahre später, würde ich sie tatsächlich eher Sambuca nennen. Und ihr Kosename, ist „rote Hexe“.

 

Von Easy • 27. Mai 2015

Eine Tierkommunikatorin hat mir das mit den Namen so erklärt, dass man mit dem Namen dem Tier eine Art „Rahmen“ vorgibt. Einen Rahmen, in den das Tier regelrecht hineinwächst.
Ich hüte mich jedenfalls seit dieser Erkenntnis davor Tiere mit einem unbedachten Spitznamen zu betiteln. Man muss nur mal die Tiere im Freundes/Bekanntenkreis durchgehen und deren Verhalten mit ihrem Namen oder ihrem Spitznamen vergleichen (je nachdem welcher Name häufiger verwendeet wird). In allen Fällen benehmen sich die Tiere ihrem Namen entsprechend. Eine „Zicke oder Ziege“ wird immer zickig sein, ein „Rambo“ wird immer rüpeln und Tiermädchen mit einem sehr mädchenhaften Namen werden immer zurückhaltend und fast schon ängstlich sein. Wohingehen die Diven dann schon wieder wissen wer sie sind und wie sie das bekommen, was sie wollen 😉

 

Von no0815girl • 29. Mai 2015

Ich hatte dieses Gefühl auch schon oft, dass man mit solchen Kosenamen auch unbewusst etwas weiter gibt. Deswegen verwende ich nur liebe Kosename wie „mein Hübscher“, „mein Grosser“, „mein Kleiner“, „Maus“ o.ä. – wobei ich darauf achte, dass meine Assoziation mit dem Namen positiv ist. Maus ist für mich etwas kleines Süsses, und nicht etwa ängstlich. Schlussendlich kommt es auf die eigene Assoziation an, denn diese überträgt man.

Ich finde Worte mit Bedeutung als Namen sowieso völlig unsinnig, auch wenn es vielleicht cool tönt – egal ob für Menschen oder Tiere (Beispiel: Apple –> Tochter von Gwyneth Paltrow). Ich nehme lieber richtige Namen und am besten solche, die ich mag. Ausnahmen sind Namen, die in einer anderen Sprache etwas bedeuten, wie Stern auf Arabisch. Diese Worte sind dann für mich jedoch noch nicht „besetzt“ und somit eigentlich auch Namen.

 

Von Regina • 29. Mai 2015

Was mir zu den vielen Kommentaren einfällt ist: Was war zuerst da, das Verhalten oder der Kosename?! Vielleicht kann man das auch für sich nutzen. Man bekommt durch die unbewusste Namensgebung einen Hinweis, wie das Pferd sich verhält und kann sich dieses Verhalten bewusst machen. Ich sage nur Kosenamen in bestimmten Situationen und Kosenamen, die zu dieser Situation passen. Wenn ich Zicke sage, lache ich sie immer an, weil ich gemerkt habe, dass meine Stute an dem Tag einfach nicht so gut drauf ist und dann weiß ich, dass ich einfach noch ein bißchen mehr auf ihr Empfinden achte, wie sonst. Ich finde das nicht schlimm sondern vorteilhaft.

Aber wenn sich das zur Gewohnheit durchsetzt, bin ich deiner Meinung. Das Bild, was man im Kopf hat, überträgt sich mit Sicherheit.

Lustig finde ich gerade in Selbstreflexion, dass ich die Tiere bei ihrer Tierart nenne, wenn ich sie anspreche. Zu meiner Stute sage ich selten ihren Namen sondern „Pferd“, zu dem Kater meine Mutter „Katze“. Scheint ja im Zusammenhang mit dem Thema nicht ganz so schlecht zu sein. Muss ich mal drüber nachdenken. 🙂

Auf jeden Fall vielen Dank für diesen Artikel, total interessant! 🙂

 

Von Alex • 2. Juni 2015

Hallo Tanja, Du hast das ausgesprochen, was ich im Ansatz auch schon gedacht habe aber nicht auf den Punkt bringen konnte.

Mein Pferd heisst Cherek ist 4 Jahre alt und ist nun fast ein Jahr bei mir. Er wurde aus dem Kaukasus importiert und hieß schon so. Ich hatte überlegt ihn umzubenennen, habe es aber gelassen. Cherek, ein Nebenfluss im Kaukasus, also ein direkter Bezug zu seiner Herkunft.

Nun haben sogenannte Freunde ganz schnell Shrek oder Schreck daraus gemacht. Sie finden das Lustig, ich ganz und garnicht. Da ich doch froh bin, das er so wenig schreckhaft ist und wie ein grünes Monster sieht er nun auch nicht aus.

Ich denke auch das Worte/Namen im Unterbewusstsein etwas auslösen.

Danke für das Thema Gruss Alex

 

Von Meike • 16. Juni 2015

Meine Reitbeteiligung heißt Stella, also der (kleine) Stern. Auch wenn Stella ein sehr häufiger Name ist, für mich ist er einfach toll 😀 Eigentlich heißt sie Bella, aber dieser Name ist so sanft und zierlich. Meine Stella ist aber oft sehr frech, aufmerksam und neugierig, sie schmeißt mit Flaschen und wirft mir Grasbüschel an den Kopf. Sie ist einfach keine feine, kleine Bella, sie ist eine große, freche Stella! 😀 Mir ist bei dieser Namensänderung auch aufgefallen, wie viel Gedanken hinter dem Namen stecken. Bella hätte nicht gepasst. Stella ist toll, und für mich ist sie einfach ein Stern. Ein Stern, den man schon in der Ferne sieht und bei dem man sich einfach geborgen und glücklich fühlt. Wir haben eine tolle Bindung, und gerade das Zeichen „Stern“ gefällt mir sehr gut

Mit Spitznamen nenne ich sie manchmal „Stello“. Keine große Änderung? Wenn man es ausspricht merkt man den Unterschied: Stello ist irgendwie bittend, genervt und doch fröhlich 😀 Stella ist sanft, lustig, irgendwie mehr happy ^^ Dieses „o“ ist für mich ein echter Unterschied. Wenn ich was von ihr möchte, z.B. Abwenden, und ihre Aufmerksamkeit brauche, dann sage ich Stella. Wenn sie mir den Grasbüschel um die Ohren haut, Stello.

Sie ist ein wundervolles und – wenn auch eigensinniges und manchmal stures- Traumpony. Wenn ich sie sehe, geht mir das Herz auf. Wenn ich ihren Namen sage, bin ich bei ihr. Es ist mehr als ein Name 🙂

 

Von Ulrike • 18. August 2015

Dieser Gedanke wurde vor vielen Jahren schon mal in der Freizeit im Sattel behandelt und ich habe ihn danach fein befolgt – es hilft der eigenen Einstellung. Natürlich hat nicht jeder dieselbe Assoziation bei einem Wort, mag „Kleiner“ dem Einen zärtlich klingen und dem Anderen respektlos.
Aber als ein „Painted Devil“ bei uns einzog, wurde er noch auf dem Transport umbenannt in „Momo“. Leider hat er das Bocken trotzdem zeitlebens nicht ganz aufgegeben..
Eines Tages kam eine QH-Stute mit guten Papieren und sehr hässlichem Äußeren. Sie erinnerte eher an eine Spinne… Zum Glück zeigte sie schnell, dass sie ein ganz liebes Wesen war und bekam den Namen „Herzchen“, den sie mehr als verdient hat – sie wurde Therapeutin für einen alkoholkranken Mann auf dem Wege zurück in’s Leben.
Es gab auch Namen aus Missverständnissen, sodass mein kleiner Sohn eines der Pferde „Riese“ rief – für uns war er „der Friese“, und das hatte er nicht verstanden. Nun war das Tier sooo viel größer als unsere Eigenen, dass der Name gut passte.
Ich habe ein Araberfohlen aufgezogen. Irgendwann stand die Eintragung an und dem Besitzer fiel kein Name ein und er fragte mich, wie ich – die ich ihr Wesen kenne – sie denn rufe. Nun heißt sie in den Papieren „Schnuckelchen“.

 

 

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