Mund aufmachen!

Nach unseren grundsätzlichen Überlegungen, was man gegen die Ohnmacht machen kann, die einen oft überkommt, wenn man mit Missständen in der Haltung von und im Umgang mit Pferden konfrontiert wird, sind wir dabei, nach und nach auch praktische Anregungen gegen genau diese Ohnmacht zu bieten. Dazu haben wir uns schon dem Thema Unwissenheit gewidmet und in diesem Beitrag möchten wir dazu ermutigen, uns öfter mal zu Wort zu melden.

Hier einige Beispiele (und die Liste ließe sich noch deutlich verlängern):

  • Melden Sie bei einem Turnier, wenn Sie sehen, dass Pferde gerollkurt oder mit Gerte und Sporen malträtiert werden.
  • Informieren Sie den Stallbesitzer, wenn Pferde geschlagen oder misshandelt werden.
  • Sprechen Sie Leute darauf an, dass ihre Pferde zu dick (oder ggf. auch zu dünn sind).
  • Machen Sie auf Lahmheiten oder andere Schmerzäußerungen aufmerksam, die offenbar ignoriert werden.
  • Informieren Sie Stallbesitzer oder Reitschulleiter, wenn Pferde dort von unbeaufsichtigten Schüler/innen schlecht oder falsch behandelt werden.
  • Sprechen Sie Trainer darauf an, wenn Sie Strafmaßnahmen für falsch und / oder zu hart halten.
  • Stellen Sie in Workshops und Seminaren und bei Messen oder Vorträgen kritische Fragen.
  • Sprechen Sie Eltern an, deren Kinder Pferde misshandeln.
  • Sprechen Sie Miteinsteller darauf an, wenn scharfe Gebisse, spitze Sporen oder Hilfszügel mit Flaschenzug-Wirkung verwendet werden und machen Sie darauf aufmerksam, dass einem Pferd damit Schmerzen zugefügt werden.
  • Suchen Sie das Gespräch zu Pferdebesitzern/innen die zulassen, dass ihre Pferde z.B. beim Schmiedtermin oder im Beritt geschlagen werden.
  • Schreiben Sie an die Redaktionen von Pferdezeitschriften, wenn Ihnen Fotos oder Berichte sauer aufstoßen.
  • Melden Sie tierquälerische Filme bei Youtube & Co.
  • usw.

Wer will schon gerne petzen oder streiten…

Schon beim Aufführen all der genannten Punkte muss ich zugeben, habe ich die Lähmung gespürt, die einen oft überkommt, wenn man weiß, dass man was sagen müsste, aber das Gefühl hat, es bringe alles doch eh nichts und auch die Angst vor den Konsequenzen spürt, die man dann vielleicht ausbaden muss. Aber genau WEIL es fast jedem schwer fällt, andere auf Unrecht anzusprechen, ist es so wichtig, darüber zu schreiben, denke ich!

Keine Frage, es kann schon auch unangenehm sein, den Mund aufzumachen, schließlich ist keiner gerne eine Petze. Schnell gerät man dadurch auch in einen Konflikt mit anderen und wird manchmal selbst massiv angegriffen. Aber vieles, was mit Pferden getan wird, wird deshalb getan, weil keiner etwas sagt. Weil keiner etwas meldet. Weil die meisten lieber wegschauen, als sich in die Nesseln zu setzen.

Und auf diese Weise bleibt alles beim Alten oder wird sogar noch schlimmer.

… aber Pferde brauchen eine Stimme

Pferde können selbst nicht zu Richtern gehen und sagen, dass man ihnen wehtut. Sie können keine Anzeige erstatten, wenn man sie quält. Sie können nicht erklären, wie sie behandelt werden möchten. Pferde leiden meist still. Sie haben keinen Schmerzlaut und sie ertragen viel, bis sie sich wirklich wehren. Wenn sie es tun, werden sie schnell als gefährlich bezeichnet, als ungezogen oder widersetzlich. Dann ist natürlich das Pferd Schuld, nicht etwa der Mensch.

Und deshalb brauchen Pferde Menschen, die bereit sind, etwas zu sagen.

Üben Sie sich darin, konstruktiv zu bleiben

Das Problem, das die meisten (auch ich!) haben, wenn es darum geht, etwas gegen eine schlechte Behandlung von Pferden zu sagen ist, dass wir dabei zu emotional werden. Wir motzen oft einfach los, pöbeln, sind unsachlich oder werden auch verletzend und beleidigend. So verständlich das angesichts der teilweise wirklich traurigen Vorkommnisse ist, damit tun wir meist nichts Gutes. Wir sollten uns deshalb darin üben, so konstruktiv wie möglich zu sein:

  • sachlich beschreiben, was falsch läuft,
  • so wenig persönlich wie möglich werden,
  • sich nicht durch Gegenangriffe provozieren lassen,
  • Argumente vorbringen, warum das, was geschieht, schlecht ist
  • und wenn möglich Lösungsvorschläge, Alternativen oder auch Hilfeangebote anfügen.

Konstruktiv zu bleiben ist bei dem, was Pferden im ganz normalen Alltag angetan wird, nicht leicht, vor allem wenn die Motive für das Missverhalten wie so oft aus niederen Gründen erfolgt, also z.B. durch zu großen Ehrgeiz, Dummheit oder Achtlosigkeit. Aber wer respektiert werden will, muss im ersten Schritt selbst respektvoll sein. Damit öffnet man Türen eher als man sie schließt und das ist in dem Anliegen, andere zum Nachdenken zu bringen, entscheidend.

Ein guter Weg: Fragen zu stellen

Ich habe festgestellt, dass freundlich Fragen zu stellen, oft ein guter Weg sein kann, auf Missstände aufmerksam zu machen, ohne andere anzugreifen. Ich stelle mich manchmal gerne dumm und frage z.B.  wie ein Hilfszügel oder ein Gebiss wirkt oder wofür ein Pferd gerade bestraft wird oder ob das Pferd schon länger so verspannt läuft. Nicht jeder geht darauf ein, aber ich habe es immer wieder erlebt, dass relativ schnell zur Sprache kommt, dass Leute etwas machen, was ihnen geraten wurde und eigentlich selbst unsicher sind. Das ist dann oft eine Gelegenheit, andere Anregungen zu geben.

Auch ermöglichen mir meine eigenen Fehler einen ganz guten Zugang zu manch einen, der genau das tut, was ich heute für falsch halte. Denn ich stelle mich dann nicht hin und verurteile, sondern ich erzähle, dass ich das früher auch so gemacht habe, heute aber einen anderen Weg gehe. So entsteht manch ein öffnendes Gespräch.

Veränderungen anstoßen

Tatsache ist, dass man nicht jeden erreichen und nicht von heute auf morgen alles ändern kann. Aber Tatsache ist auch, dass wenn wir alle den Mund halten, Pferde weiterhin die Leidtragenden sein werden. Damit sich Unrecht ändert, braucht es ein Unrechtsverständnis und meiner Ansicht nach haben wir da alle ein Stück weit die Aufgabe uns gegenseitig zumindest aufmerksam und vielleicht auch nachdenklich zu machen. Leider wird oft auch schon den Kleinsten vieles vermittelt, was im Umgang mit Pferden zu Ungerechtigkeiten und Gewalt führt. Deshalb ist es wichtig, dass auch andere Ansichten geäußert werden. Nur so können gerade Kinder und Jugendliche beginnen, sich ein eigenes Urteil zu entwickeln und müssen nicht nur das nachahmen, was ihnen herkömmlicherweise vorgelebt wird.

Ich will mit diesem Artikel nicht dazu auffordern, zum penetranten Moralapostel zu werden und ab sofort aus jedem Fehler, den wir bei anderen wahrzunehmen glauben, eine große Sache zu machen. Das ist weder angemessen, noch nötig. Es reicht völlig aus, wenn sich jeder von uns hin und wieder den Ruck gibt, bei Unrecht gegen Pferden nicht einfach zu schlucken, sondern etwas zu sagen. Freundlich, aber klar. Damit ließe sich wahrscheinlich schon einiges an Veränderung anstoßen, zumindest möchte ich daran glauben. Denn eigentlich verbindet uns doch alle eines: die Liebe zum Pferd.

17. Juni 2014 von Tania Konnerth • Kategorie: Engagement und Pferdeschutz 24 Kommentare »

 

24 Reaktionen zu “Mund aufmachen!”

 

Von Steffi • 17. Juni 2014

Liebe Tania,

Genau so ein Problem habe ich Momentan. Wir haben einen wunderschönen großen Friesen bei uns auf dem Hof. Bei seinem ehemaligen Besitzer war er das liebste Tier. Hat nie gescheut und war sehr gelassen. Nach einem Streit hat sein Besitzer ihn verkauft an eine Frau. Der hübsche Friese geht nun nicht so schön, da er nie korrekt geritten wurde. Er ist halt ein typischer Hans-guck-in-die-Luft.
Nun hat die neue Besitzerin sich eine Trainerin geholt. Immer wenn sie da ist sehe ich folgendes: Die äußere Hand steht hoch oben, bleibt konstant so. Es sieht sehr verkrampft und angespannt aus. Die innere Hand wird tiefer und weit nach innen gestreckt gehalten. Dann wird er immer zu im Zirkel geritten. Es kommt zwar mal ein Handwechsel, aber er wird nur in Volten und Zirkeln geritten. Geradeaus wird er kaum geritten, außer am langen Zügel im Schritt.
Der Friese sperrt bei der ganzen Aktion nahezu konstant das Maul auf und die Armhaltung der „Profi-Trainerin“ sieht sehr verkrampft aus. Meiner Meinung nach riegelt sie.
Bei seiner neuen Besitzerin ist der Friese nun immer schreckhafter. Selbst vor anderen Pferden scheint er Angst zu haben. Vor einiger Zeit habe ich beobachtete wie die „Profi-Reiterin“ Führtraining gemacht hat. Zumindest nannte sie es so. Das Führtraining bestand darin das Pferd
a) hinter sich herzuzerren und
b) mit einer Gerte auf die empfindlichen Nüstern zu schlagen.

Nur zu gerne hätte ich laut geschrien.
Dieses „Training“ habe ich danach nicht mehr beobachtet. Aber eben die Art zu reiten.
Was tue ich da nun am besten?
Fragen, was genau es bewirkt? Warum sie dass macht?
Mir ihr gewünschtes Ziel erklären lassen?
Und soll ich der Besitzerin sagen, was ich von allem halte?
Denn die hat langsam Angst vor ihrem Pferd, was mir sehr leid tut.
Denn das macht ihm ja noch mehr Angst.
Ich würde mich auf eine Antwort freuen.

LG, Steffi

 

Von Tania Konnerth • 18. Juni 2014

@all: Es wäre toll, wenn hier ein reger Austausch entsteht, also bitte alle mit Ideen mitschreiben, ja?

@Steffi: Ich denke, dass wenn die Besitzerin bereits Angst hat, es vielleicht möglich ist, offen Hilfe anzubieten oder zu fragen, ob sie vielleicht Deine Eindrücke und Gedanken hören mag. D.h. natürlich nicht zwingend, dass sie offen sein wird, aber ich würde vielleicht wirklich einfach offen auf sie zugehen, sagen, dass Dir ein bisschen etwas aufgefallen ist und ob sie das hören mag. Mehr als „Nö“ sagen kann sie nicht, oder?

Herzlich,
Tania

 

Von Jessi • 18. Juni 2014

Hallo zusammen,
Das mit dem Fragen stellen ist aber auch so eine Sache, es kann nämlich auch ganz schön nach hinten losgehen…
Bei Leuten, die sich selbst reflektieren können (und wollen), ist es zweifellos eine der besten Methoden, da man zwar keine Meinung aufdrängt, wohl aber zum Nachdenken anregt.
Allerdings erlebe ich dabei sehr oft, dass in den Pseudoantworten Tatsachen bis zu Unkenntlichkeit verdreht und im besten Falle noch gleich in der Form an die Reitschüler weitergegeben werden.
So wird der bis aufs letzte Loch zugezerrte Sperriemen zur Grundkomponente einer funktionierenden Zäumung und von dem ganzen Dominanzgehabe muss ich ja gar nicht erst schreiben…

@ Steffi: Ich glaube auch, dass Du bei der Besitzerin am meisten ausrichten kannst, da sie ja auch mitbekommt, dass die „Profitrainerin“ die Situation nur verschlimmert.
Gerade wenn man sich selbst eingestehen muss, dass die Beziehung zu seinem Pferd nicht die beste ist, ist man sehr dankbar für direkte Anregungen (also nicht nur über Bücher/Internet), wie ich auch aus eigener Erfahrung sagen kann…
Also Mut zum Mund aufmachen 😉

Viel Glück und liebe Grüße
Jessi

 

Von Pfridolin Pferd • 19. Juni 2014

Großartiger Beitrag – vielen Dank dafür!

LG
Pfridolin Pferd

 

Von Steffi • 19. Juni 2014

Danke ihr liebe Tania und liebe Jessi.
Ich werde sie mal vorsichtig fragen, bzw. ansprechen, wenn ich sie sehe 🙂

LG, Steffi

 

Von Julia • 20. Juni 2014

Hallo an alle, Hallo Steffi,

aus meiner bisherigen Erfahrung gibt es ja ganz grob gesagt zwei Arten von Pferdebesitzern. Die einen, die einfach insgesamt eine schreckliche Persönlichkeit haben und diese sich nicht nur auf den Umgang mit dem Pferd bezieht und die anderen, die aus Unwissenheit und Unsicherheit den brutalen und/oder unfairen Umgang mit Ihrem Pferd pflegen, weil sie es nicht besser wissen. Für mich klingt es so, als wäre in deinem Fall eher das Zweite der Fall. Daher würde ich keinen Hemmungen haben, die Dame anzusprechen und auch auf Ihre offensichtliche Angst einzugehen. Sie ist bestimmt froh um jemanden, der diesen Druck aus der Arbeit mit Ihrem Pferd nehmen kann und sei es „nur“ jemand, der ihr erzählt, wie sehr es hilft, sich selbst zu reflektieren und das Pferd fair zu behandeln.

Viel Erfolg!!

Ich versuche bei uns am Stall auch immer öfter gewisse Dinge anzusprechen. Aber leider ist es gar nicht so einfach, wenn man gegen sich eine sehr resolute Reitlehrerin hat, bei der die Hälfte der Einstaller und die Eigentümerin Unterricht nehmen. Da wird man leider nur belächelt, die Ratschläge werden ignoriert und die Pferde werden weiterhin als „stur“, „zickig“ oder einfach „schwierig zu händeln“ abgestempelt…..
Aber was habe ich schon für eine Ahnung…ich reite mein Pferd ja nicht mal täglich und longiere ohne Ausbinder…das bringt ja eh alles nichts…*augen verdreht*

 

Von Tine • 20. Juni 2014

Ich versuche, so gut es mir als Laie eben möglich ist, aufzuklären, und den Leuten klar zu machen, dass die Widersetzlichkeiten, die ja meistens als Dominanzprobleme dargestellt werden, in den allermeisten Fällen in Schmerzen begründet liegen, z.B. durch unpassende Sättel. Meistens sind die Leute dann sehr verwundert, weil sich nur sehr wenige Leute wirklich Gedanken machen. Ein Pferd muss halt funktionieren, viele Gedanken wollen oder können die meisten sich halt gar nicht machen.
Leider sind aber auch die meisten „Fachleute“ keine guten Vorbilder.

 

Von richard feigel • 23. Juni 2014

ich bin der meinung, dass es nicht immer der richtige weg ist nur alles mit sachlichkeit und diplomatie zu versuchen. wenn die beteiligten einfach nicht hören wollen dann darf mal auch ruhig mal emotionen zeigen und äussern.
wir sind alle lebewesen bei denen gefühle eine wichtige rolle spielen. daher ruhig auch mal deutlich werden, ruhig auch mal zeigen, dass es so nicht geht. in diesem sinne kann ich es nur gut heissen wenn mal tacheles gesprochen wird.

 

Von Birgit • 23. Juni 2014

Ich tue mich auch sehr schwer damit, Leute anzusprechen, bei denen in der Mensch-Pferd-Beziehung offensichtlich was schief läuft.Viele kleinere Situationen hat es in der Vergangenheit gegeben, wo ich was hätte sagen können und es aus falscher Scham nicht getan habe.

Zum Beispiel bei dem Mann, dessen Pferd beim Satteln immer wild um sich beißt.
Ich hätte ihn einfach fragen können, ob sein Pferd beim Gurt-anziehen startke Schmerzen hat.

Oder der ältere Reitanfänger, dessen Haflinger nicht mehr vorwärts gehen wollte, wegen dem ganzen Gebubber auf seinem Rücken. Der Mann kaufte sich daraufhin Sporen und das Pferd lief wieder.
Ich hätte ihn verwundert fragen können, ob er denn schon so einen guten und ruhigen Schenkel hat, das er Sporen geziehlt einsetzen kann. (in dem Fall hatte die Reitlehrerin zu Sporen geraten!!!!!)

Oder die Frau, deren schicker Tunier-Norweger plötzlich das Tempo und das Vorwärts verweigerte. Reiterin und Bereiterin reagierten darauf mit Gebrüll, mit Gerte und mit Sporen.
Auch hier hätte ich fragen können, was denn das Pferd hat, dass es plötzlich so klemmig läuft.

In den Fällen hätte ich mit Fragen vielleicht einen gedankenprozess in Gang gesetzt, ohne emotional, besserwisserisch oder klugscheißermäßig rüber zu kommen.

Danke für den Artike, er ist wirklich gut!

 

Von Pernika • 23. Juni 2014

Genau aus den genannten Gründen habe ich mich derzeit entschieden, kein weiteres Pferd zu kaufen, nachdem mein Wallach gesundheitlich bedingt in eine reine Koppelherde umgezogen ist.

Ich werde es erst dann wieder in Erwägung ziehen, wenn ich einen Stall gefunden habe, in dem Stallbetreiber und Reitlehrer eine entsprechend pferdeorientierte Einstellung an den Tag legen. Wenn die Einsteller vom Stallbesitzer und Reitlehrer in kritischen Verhaltenweisen oder der Ausrüstungswahl bestärkt werden, ergeben sich leider kaum Ansatzpunkte für Verhaltensänderungen.

 

Von Birgit Diercks • 23. Juni 2014

Hallo Ihr Lieben,
ich verfolge seit längerem Eure Diskussion. Lange habe ich darüber nachgedacht, wie geschickt man vorgehen kann/muß um auf Mißstände aufmerksam zu machen. Nun habe ich folgende Idee: Wäre es nicht möglich „Handzettel“ zu erstellen, vielleicht unter dem Titel: Schon einmal drüber nachgedacht? Diese Handzettel informieren immer über ein Thema kurz, informativ und nicht belehrend, aber ansprechend. Eigentlich ähnlich wie Eure Newsletter. Diese kleinen Informationen, würden sie bei Euch zur Verfügung gestellt, könnte man dann herunterladen und ans Schwarze Brett, in der Sattelkammer usw. aufhängen. Diese Informationen könnten dann immer wieder kleine Denkanstöße geben. Steter Tropfen höhlt den Stein.Ich denke, dass es viel leichter ist, die Handzettel aufzuhängen, als sich endlosen Diskussionen zu stellen.Liebe Grüße Birgit

 

Von Moni • 23. Juni 2014

Hallo

wäre es evtl. auch mal ein Artikel wert zum Thema Übergewicht bei Reiter?

Immer wieder lese und sehe ich übergeichtige Reiter, wenn man diese dann ganz ganz vorsichtig drauf anspricht, heißt es oft, ach so ein Hungerhaken ist manches mal viel schlimmer, die fallen dem armen Pferd im Rücken.

Es werden viele Ausreden hergezogen nur um nicht auf die Idee zu kommen einfach mal eine Diät einzulegen.

 

Von Annie • 23. Juni 2014

Hallo Birgit Diercks
Ich finde die Idee sehr gut, befürchte aber, dass die, die das lesen sollten, einfach nicht hinschauen werden. Wie denken Sie darüber?

Kommentieren wollte ich eigentlich, weil ich letztens auf einem Turnier war. Ich habe beim L-Springen zugeschaut und denke mir, da würde ich fast jeden ansprechen.. Ich mag springen total, aber wenn ich da sehe, wie die Pferde durch den Parcours gehetzt werden, scheinbar nur durch den inneren Zügel um die Hindernisse gezogen werden. Und jeder findet das total normal.
Ein Paar fand ich jedoch sehr schön. Total entspannt und rund an die Hindernisse herangeritten. Das war wirklich sehr schön. Die Ansage zum Schluss lautete Punktabzug wegen Zeitüberschreitung. (Und dass es ein junges Pferd war, dass langsam eingewöhnt werden sollte)
Ein krasses Gegenteil war dann der Reiter, der nach dem letzten Hindernis im Maul seines Pferdes hing, das sich das wohl nicht mehr gefallen lassen wollte, und der Ausdruck in den Augen war nicht schön..

 

Von Verena Anna • 23. Juni 2014

Ich finde das einen guten Text mit schwierigen Anteilen. Ich erlebe leider immer wieder, dass sogenannte Tierschützer volle Pulle kritisieren ohne zu wissen, was die Geschichte des Tieres und des Besitzers, der Besitzerin ist.

Mir gefällt der Ansatz, erst zu urteilen, wenn man ‚zwei Wochen in den Schuhen des anderen gegangen ist‘. Druck (Kritik) erzeugt in den meisten Fällen Gegendruck, nicht nur bei Pferden, auch bei den Menschen. Fragen zu stellen, ist sicher eine gute Methode, wenn es liebevoll gemacht wird. Wenn es jedoch mit hintergründiger Kritik daherkommt, werden die meisten Menschen sich nicht öffnen. Und ja, von den eigenen Erfahrungen zu sprechen und warum man heute gewisse Dinge anders macht als früher, das bringt oft ganz viel!

Meine Erfahrung ist, dass es am meisten bringt, wenn man seinen Weg geht und aufzeigt, dass eine sanfte, auf Kooperation basierende Verbindung von Mensch und Pferd möglich ist und zudem viel Freude macht.

Verhaltensänderungen ergeben sich bei manchen Menschen aufgrund leidvoller Erfahrungen (aber natürlich nicht nur). D.h. oft muss der Weg bis zu Ende gegangen werden, bis nichts mehr geht, Mensch oder/und Tier krank werden, damit man andere, sanftere Methoden in Betracht zieht… Wenn man hört, wie viele Menschen ein Burnout haben oder gefährdet sind, erstaunt es nicht, dass auch in Bezug auf die Behandlung der Tiere noch wenig Achtsamkeit da ist. In gewissen Situationen erreicht man mit Verständnis und Zuhören vielleicht mehr als mit Kritik.

 

Von Jessi • 23. Juni 2014

@richard feigel
Bei Emotionen sollte man meines Erachtens aufpassen, denn das kann ganz schnell eskalieren. Und Leuten, die einfach nicht hören wollen auf diese Weise zu zeigen, dass es so nicht geht, ich hab da so meine Zweifel…
Bei einigen Ställen mit ohnehin nicht optimalen Stallklima ist die Reaktion höchstens, dass hinter’m Rücken noch mehr gelästert wird.
Jemand, der sich durch konstruktive Kritik (also auch Fragen) nicht zum nachdenken bewegen lässt, tut es mit Emotionen auch nicht, zumindest nicht die Leute, die mir bei den beschriebenen Situationen spontan so einfallen.

Ich hatte mal ein Pflegepony, das hoch sensibel an den Hufen reagierte und sonst auch schwierig im Umgang war. Ich hatte ein halbes Jahr ich mit ihm trainiert, so dass es mir die Hufe gab, ohne Auszuschlagen, ein Riesenerfolg für uns.
Allerdings wurde ich von dem meisten Leuten nur belächelt, unter dem Motto: da kommt die Verrückte mit dem durchgeknallte Shetty. Hat mir aber nichts ausgemacht, die von Euch so schön beschriebenen „Sternstunden“ mit der Kleinen entschädigten mich für alle Blicke und Kommentare.
Eines Tages war es dann mit unserer Ponyhofidylle vorbei, der Schmied kam und von gewaltfreien Ausbildungsmethoden hielt der gar nix. Das Pony wollte nicht still stehen, der Schmied versuchte, den Huf hochzuzerren, die Stute fing an zu steigen. Der Schmied begann, mit einem kleineren Gegenstand in der Hand, an den ich mich nicht mehr erinnern kann, auf den Kopf des Tieres einzuschlagen. Ich fing an zu heulen und hab geschrien er soll aufhören, sehr emotional, hat ihn aber nicht sonderlich beeindruckt. Irgendwann ließ die Stute die Prozedur über sich ergehen. Der Schmied und ein paar der Einsteller haben mich nur fast schon triumphierend angeguckt, da sie es in einer halben Stunde „geschafft“ hatten, die Arbeit eines halben Jahres, das Vertrauen zwischen der Stute und mir zu zerstören.
Das Pony, das vorher immer mit glänzenden Augen und fröhlichen Wiehern auf mich zu gekommen war, wendete sich, wenn ich oder jeder andere die Koppel betrat sofort ab, legte die Ohren an und drohte mit der Hinterhand ein Ausschlagen an.
Die Stute wurde verkauft, an wen oder wohin weiß ich nicht. Nach diesem Vorfall wollte ich mich zuerst ganz von der Pferdewelt abwenden, habe aber zum Glück einen Stall gefunden, in dem man die Pferde respektiert.

Es kann sein, dass ich durch diese Geschichte etwas vorbelastet bin, was emotionale Auseinandersetzungen angeht…

@ Birgit Diercks

Tolle Idee! Gerade durch die Unverbindlichkeit. Aber bei einigen „Experten“ würde das wahrscheinlich als Running-Gag fungieren, aber für die Leute, die aus Unwissenheit oder Gruppenzwang ihre Pferde schlecht behandeln, ideal.

@ Verena Anna

Natürlich ist es ein hoch sensibles Thema, was erstmal behutsam angesprochen werden muss!
Und von seinen Erfahrungen zu berichten, ist meine favorisierte Methode, da man sich auf eine Stufe mit der Person begibt, der man helfen will. Aber ob man einen Weg wirklich zu Ende gehen muss? Ehe Pferde Schmerzen unübersehbar zeigen und sich einige Menschen Fehler von selbst eingestehen, muss viel passiert sein…
Ich kann nur für mich sprechen, wenn ich sage, dass ich im Nachhinein sehr froh gewesen wäre, wenn mich jemand auf einem meiner Irrwege in der Pferdewelt mal zum Nachdenken angeregt hätte…

Sorry für diesen Mega-Beitrag, aber wenn man erstmal so schön in die Tastatur haut 😉
Und die Geschichte mit dem Pony musste ich mir auch mal von der Seele schreiben…

Liebe Grüße
Jessi

 

Von Daja • 24. Juni 2014

@Moni: ich halte nichts davon Menschen aufgrund ihres Gewichts zu diskriminieren (egal ob dick oder dünn). Jede Person jeglichen Gewichts oder anderen normabweichendem Aussehen kann mit Pferden Spaß haben.

 

Von Annie • 24. Juni 2014

Erstmal Jessi, das mit deinem Pflegepony tut mir echt leid. Das ist wirklich sehr traurig.

@ Daja: Ich glaube sie meint speziell das Reiten. Klar kann jeder mit Pferden Spaß haben. Aber ich finde es auch nicht in Ordnung, wenn seehr übergewichtige Leute aufs Pferd gehieft werden. (Wie war das früher? Keine Reiter über 60kg?)

LG Annie

 

Von Sonja • 25. Juni 2014

Hier, auf wege-zum-pferd wurde mir ein Weg gezeigt, der aus Angst Freude, aus Dominanz Vertrauen, und aus Befehlen Bitten gemacht hat. Nur weil ICH mich geändert habe, nur weil ich mich ändern WOLLTE (egal wie schmerzhaft das Hingucken manchmal war und manchmal immer noch ist).
Meine Erfahrung ist aber leider auch, dass immer wenn ich gefragt werde, wie ich meinem Pferd das alles (also all der „Quatschkram“, von dem es hier auch so viele Vorschläge gibt) beigebracht habe und ich die Leute in hingebungsvollen Referaten auf wege-zum-pferd verweise, ich nichts mehr höre, denn es gibt keinen Magic-button, es gibt nur die Arbeit an sich selbst.

Und dies scheint unmöglich zu sein, diesen Selbst-reflexions-Knopf zu finden, bzw. die Leute dazu zu bringen (als einfacher Stallkollege und oberflächlicher Bekannter).
Gewalt, Grausamkeit,alles ist besser, als bei sich selbst zu schauen..
Ich höre auch oft, dass mein Pferd halt so cool sei, deshalb kann man mit ihm so Zeug halt machen.. haha, die hätten ihn mal sehen müssen, wie er versucht hat aus dem RoundPen zu klettern, als ich noch wild fuchtelnd hinter ihm her bin..

Dann ist da noch die Sache mit der Eigenwahrnehmung.. Da helfen auch Zettel nix, wenn die Eigenwahrnehmung sagt, dass das Pferd entspannt über den Rücken läuft,auch wenn die Fremdwahrnehmung genau das Gegenteil sagt…

ein Trost: Ich glaube, dass vor 15 Jahren die meisten, die heute hier eifrig lernen und sich ändern, auch viel von dem gemacht haben, wogegen wir heute kämpfen. Es ändert sich langsamm, aber immerhin…

viel blabla, und auch keine Lösung..

LG Sonja

 

Von Jessi • 25. Juni 2014

@Sonja

Menschen ändern sich zwar langsam, muss man es aber überhaupt soweit kommen lassen? Würden die Bemühungsversuche nicht auch bei der neuen Reitergeneration ihre Wirkung zeigen? Oder auch die „Späteinsteiger“, ich habe festgestellt, dass gerade etwas ältere Reitanfänger bestimmte (fragwürdige) Verhaltensweisen meist kritischer hinterdenken als diejenigen, die es schon von Kindesbeinen an auf diese Art und Weise gelernt haben. Auch die Leute, die gerade damit beginnen, sich selbst zu reflektieren, könnte man unterstützen.
Auch bin ich mir ziemlich sicher, dass viele (gerade jüngere) Reiter gar nichts von alternativen Ausbildungsmethoden wissen sondern ihr Handeln als selbstverständlich ansehen.

Und, vor 15 Jahren konnte zumindest ich noch nicht mal laufen 😉
Außerdem weiß ich nicht, was ich Pferden so alles antun würde, wenn mir Wege-zum-Pferd nicht den entscheidenden Schubs in die (aus meiner heutigen Perspektive)richtige Richtung gegeben hätte…

 

Von Chevalie • 26. Juni 2014

Danke für diesen tollen Beitrag. Ich finde es auch wichtig, dass man etwas sagt wenn man etwas beobachtet das gegen das Wohl des Pferdes geschieht. Eigentlich sind wir dazu sogar irgendwie verpflichtet, finde ich. Ich finde es aber gut, dass ihr in dem Artikel darauf eingeht, dass man dies sachlich und konstruktiv tun sollte. Im Reitsport hat sich leider eine Kultur entwickelt, in der es oft keinen Raum für konstruktive Diskussionen gibt. Oft wird derjenige, der den Fehler macht sofort niedergemacht. Dann erzeugt Druck Gegendruck und unser Einwand kann kein Gehör mehr finden. So traut sich auch niemand mehr bei Unsicherheiten einfach mal um Rat oder Hilfe zu bitten. Allzu oft kommen dann Antworten a la „Wer das nicht weiß, der sollte auch kein Pferd haben“ oder ähnliches. Das ist schade und vor allem tut es den Pferden nichts Gutes. Deshalb sollten wir uns alle darum bemühen, dass es in Zukunft auch im Reitsport wieder möglich sein wird konstruktiv miteinander zu reden. NUR so kann Aufklärung gelingen!! LG, Sophie

 

Von Anne • 28. Juni 2014

Hallo Frau Teschen,
ich habe jahrelang aktiv mit dem Fotoapperat die Turniere in meiner Region verfolgt und oft auch schlimme Dinge dokumentiert. Ich habe auch u.a. einmal einen Springreiter gemeldet was keine Folgen hatte, man war nur sichtlich irritiert. Auch kann ich Ihnen sagen, dass es in meinen Augen nichts bringt. Das einzige was es mir gebracht hat ist, dass ich immer noch in der Reitsportszene hier vor Ort komisch angeguckt werde.
Ich habe mich gänzlich zurück gezogen und ärger mich nicht mehr über andere. Da geh ich lieber mit meinen Pferdes was sinnvolles machen.

 

Von Lisa • 1. Juli 2014

Ein wirklich schöner Beitrag, bei dem auch ich schlucken musste.
Wie oft habe ich schon etwas meiner Ansicht nach Falsches gesehen und mich einfach nicht getraut, etwas zu sagen….

Neulich habe ich ein Video gesehen, das in meinem alten Reitverein gedreht wurde. Es zeigte eine Reiterin bei einem Springturnier. Ihr Pferd verweigerte jeden Sprung und sie schlug wild mit der Gerte auf das Tier ein und zwang es immer wieder zum Hindernis hin.

Die Dame, die gefilmt hat, hat erst nur mit ihren Bekannten gesprochen und sich über das Mädchen aufgeregt.
Nach der dritten Verweigerung hat sie dann wirklich sehr laut „Sagmal, geht’s eigentlich noch?“ gerufen. Aus dem Hintergrund kam daraufhin Gemurmel, dass sie doch einfach still sein solle.

Ich hätte mich nichteinmal getraut, überhaupt so laut etwas zu rufen, und wäre vermutlich nach dem dummen Kommentar gegangen.

Doch die Dame hat einfach weiter geschrien. „Wieso still sein? Die soll aufhören ihr Pferd zu verprügeln…“
Ich fand das wirklich sehr mutig.

Am Ende wurde die Reiterin disqualifiziert und sogar der Kommentator hatte sich dem Protest angeschlossen und laut durchs Mikrofon verkündet, dass die Reiterin disqualifiziert wird und er der Dame Recht geben muss. Die Gerte sollte lediglich als Hilfsmittel verwendet werden.

Ich war wirklich sehr beeindruckt von diesem Video und von dem Mut der Dame, trotz der anfangs lauten Gegenstimmen bei ihrer Meinung zu bleiben. Ich weiß nicht, ob es am Ende bei der Reiterin zu ienem Umdenken geführt hat oder ob sie sich nur über die Disqualifikation aufgeregt hat. Aber dass selbst der Kommentator sich eingeschlatet hatte war für mich in dem Moment ein Erfolg, da ich oft gerade bei den Richtern eine Art „Betriebsblindheit“ gegenüber grobem Reiten festestelle.

Ich habe mir diese mutige frau zum Vorbild genommen und mir fest vorgenommen, dass ich das nächste Mal, wenn ich etwas Ungerechtes sehe, auch ganz tapfer meine Meinung äußern werde. =)

Liebe Grüße

 

Von Maike • 30. Dezember 2014

Ich habe dieses Jahr drei Fälle beim Tierschutz gemeldet. Zwei Pferde die einzeln gehalten werden und zwei Pferde die auf der Weide mit Halftern und Stricken um den Bauch ausgebunden wurden. Der Tierschutz ging dort vorbei und hat mir jeweils zurückgemeldet, dass sie sich darum gekümmert haben. Ich denke es ist sehr wichtig, dass man Menschen die gegen das Tierschutzgesetzt verstossen meldet und eine höhere Instanz für das Recht des Tieres eintritt.
Liebe Grüsse

 

Von Juli • 15. März 2015

Ja, das ist eine schwierige Frage, wie man auf eine Weise etwas sagen kann, dass es auch für das Pferd was bringt. Und: Es braucht seeehr viel Mut!
Eine gute Idee finde ich da das Fragen.
Ich glaube es ist „normal“, dass man erstmal schnell in eine Art patzigen Kommentar rutscht oder dass die Emotionen laut werden. Schließlich wird in so einem Moment etwas für mich selbst sehr wichtiges in Frage gestellt und wir bekommen dann das Gefühl, etwas verteidigen zu müssen.

Vielleicht kann die Gewaltfreie Kommunikation gute Ansätze liefern – schließlich wollen wir ja was gegen die Gewalt machen, und das ist gewaltfrei vielleicht am sinnvollsten 😉

Marshall Rosenberg hat 4 Schritte dafür definiert:
1) Formulieren dessen, was ich sehe (beschreibbare Wahrnehmung, ohne Wertung, reine Fakten), also zum Beispiel: ich sehe, dass dein Pferd mit sehr hohem Kopf läuft, mit dem Schweif schlägt, etc.
2) Die eigenen Gefühle ausdrücken – und dass in einer Weise die Verantwortung für meine Gefühle übernimmt (z.B. ich bin sehr traurig, wenn ich deinem Pferd zuschaue)
3) mein Bedürfnis nennen, dass nicht erfüllt ist (ich wünsche mir, dass jedes Lebewesen ein gutes Leben führen kann)
4) eine Bitte äußern, die das Leben von allen schöner machen kann.

Natürlich klingt das auf den ersten Blick sehr theoretisch, ist ja auch ein theoretisches Beispiel. Aber ich emfpinde die Schritte als hilfreich. Und mir hilft noch ein weiterer Gedanke: Jeder Mensch handelt aus einem Bedürfnis heraus. Das hilft mir, auch die andere Person nochmal anders zu sehen und in der Kommunikation mein Bedürfnis zu formulieren ohne das andere aus dem Blick zu lassen.
In der Praxis braucht das seeeehr viel Übung (allein Beschreibung und Bewertung zu trennen bin ich nicht wirklich gewohnt) – und ich gebs zu: ich bin noch meilenweit davon entfernt. Aber ich habe da viele Denkanstöße mitgenommen und mit der Übung klappts immer mal ein bissl besser.
Als Buchtipp: Marshal B. Rosenberg, Gewaltfreie Kommunikation, eine Sprache des Lebens.
Viele Grüße und viel Spaß beim Üben,
J.

P.S.: nach Marshal Rosenberg gibt es z.B. auch „kein faules Pferd“ -höchstens ein Pferd, das noch nie schnell gelaufen ist, während ich ihm zuschaute 😉

 

 

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