DIE Methode gefunden?

Ich nehme an, dass Ihr das auch kennt: Man hat eine neue Methode entdeckt, die einem wie eine Offenbarung erscheint – vielleicht eine neue Reitweise, eine neue Art, ein Pferd auszubilden oder einen anderen Ansatz, zu trainieren. Oder vielleicht auch einen neuen Zaum, ein neues Halfter oder eine andere Trainingshilfe. Was auch immer es im Einzelfall ist, in diesem Moment ist man überzeugt davon, endlich DIE Lösung, DEN ultimativen Weg gefunden zu haben. Dann kauft man Bücher darüber, das Zubehör dazu, bucht Kurse und geht ganz diesen neuen Weg (oder nutzt eben nur noch das neue Equipment). Darüber hinaus versucht man vielleicht auch noch andere zu überzeugen, das doch auch auszuprobieren, weil das sooo super ist und sooo viel bringt. Und das geht solange, bis, ja bis auch mit dieser tollen Methode (oder Halfter oder Hilfszügel) die ersten, meist altbekannten Probleme auftauchen …

Ich weiß nicht, wie oft mir das schon passiert ist! Erst war ich Feuer und Flamme, aber über kurz oder lang klappte die Sache dann doch nicht mehr so toll, mein Pferd fand es doof oder ich las etwas Kritisches darüber, was mich nachdenklich machte. Dann schob ich das teure Zeug, das ich gekauft hatte, immer weiter nach hinten im Spind und räumte auch vor anderen kleinlaut ein, dass ich doch nicht mehr so überzeugt von der Sache sei.

Es ist nicht leicht, sich einzugestehen, mal wieder auf einem falschen Weg gewesen zu sein, aber ich denke, es ist wichtig, sich selbst immer wieder kritisch zu hinterfragen, gerade dann, wenn man auf etwas besonders anspringt. Was steckt dahinter? Meine Sehnsucht nach einer leichten Lösung? Will ich endlich sicher sein, alles richtig zu machen? Will ich anderen gefallen? „In“ sein und mithalten? Will ich mich wichtig machen? Oder geht es wirklich um mein Pferd und darum, was für es am besten ist?

Heute renne ich nicht mehr mit fliehenden Fahnen hinter dem neuesten Trend hinterher, da ich erkannt habe, dass vieles, was so toll klingt, vor allem gut aufbereitetes Marketing ist. Ich glaube nicht mehr an Halfter, die alle Probleme lösen oder an Trainingshilfen, die Gesundheit garantieren. Ich lass mich nicht mehr blenden von schönen Bildern und großen Versprechen und erst recht glaube ich nicht an Abkürzungen in der Pferdeausbildung und nicht an Universalrezepte. Aber ich schaue noch immer aufmerksam hin, was neue Trainer vorstellen oder was für neue Erkenntnisse präsentiert werden. Denn: Dazulernen kann man immer etwas und dafür möchte ich offen bleiben.

Wenn mich etwas wirklich überzeugt, bin ich jederzeit bereit, meine Meinung zu ändern, zu erweitern oder zu korrigieren, aber ich habe heute genug Selbstvertrauen, nicht mehr alles bisher Erarbeitete über den Haufen zu werfen, nur weil mal wieder ein neuer Guru geboren wird, nach dessen Methode alles anders wird. Denn ich höre heute mehr denn je auf meine Pferde. Und die zeigen mir sehr deutlich, wann ich mal wieder mit etwas auf dem Holzweg bin oder nicht. 🙂

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27. August 2013 von Tania Konnerth • Kategorie: Erkenntnisse 21 Kommentare »

 

21 Reaktionen zu “DIE Methode gefunden?”

 

Von Nadine • 30. August 2013

Liebe Tania,

Du hast vollkommen Recht! Ich bin der Meinung, jedem Trend nachzulaufen, verwirrt nur Pferd & Mensch. Ausserdem steckt oft nur eine gut gemachte Verkaufsstrategie dahinter, wo man dann für ein sog. „Ausbildungshalfter“ gut und gerne das Vierfache eines guten Knotenhalfters zahlt. Man sollte sich gut überlegen, welche Richtung man mit dem Partner Pferd einschlagen will, und sich dann an dieser Richtung orientieren – will heißen, den „roten Faden“ weiter ausbauen. Lieben Gruß und ein schönes Wochenende,

Nadine

 

Von Nicola Hoffmann • 30. August 2013

Liebe Tanja,

das hast du sehr gut und treffend geschrieben. Es ist wirklich schwer in dem ganzen Dschungel aus Trainern und Ausbildungsmethoden den (richtigen) Weg für sich und sein Pferd zu finden und wie Nadine schon geschrieben hat, den roten Faden dabei nicht aus den Augen zu verlieren. Ein „Insel hopping“ ist im Urlaub eine tolle Sache, aber im Umgang mit dem Pferd sollte man sich das gut überlegen.

 

Von Sina Gransee • 30. August 2013

Tja ich finde eine „Methode“ ist mit Sicherheit nicht das richtige. geht es nicht viel mehr um Kommunikation ? ist es nciht viel einfacher die selbe Sprache zu sprechen ? So gut es eben geht ? Statt dem Pferd alle einzelnen Dinge „beizubringen“ ? Warum machen es sich viel so schwer ? pferde sollen unsere vokabeln lernen: Schritt..Steh..Trab…Halt…klappt aber nur solange wie der „keks“ interessant ist fürs Pferd, wenn was wichtigeres in Sicht ist dann hört uns der Partner Pferd nicht mehr zu. Ich benutze kein Knotenhalfter aber ich benutez den Parelli Stick..nicht weil ich dem Trend hinterherrenne (der Trend ist ja eher im Moment Richtung Esoterik bei Pferden). Ich benutze den Stick eil ich damit gut beim führen meinen Raum einnehmen kann und auch ansonsten sehr praktisch ist. Er ist so vielseitig einsetzbar. Ein Knotenhalfter brauche ich aber nicht. Ein Gebiss zum reiten auch nicht. Weder Ausbinder noch Longiergurt noch Trense befinden sich in meinen Schrank. Aber ja ich mache die 7 „Spiele“ mit meinem Pferd. Und nein ich höre nicht auf alles was Parelli sagt. Ich bin ja immer noch Sina und nicht Pat. Aber eien gemeinsame Sprache zu sprechen ist schon ws tolles und der gutschi gutschi Trend wird auch irgednwann wieder vorüber sein. Wenn die Menschen merken das Pferde eben so sind wie sie sind und nicht wie wir sie gern hätten. Warum scheint es nur 2 Extreme zu geben….Gewalt ohne Sinn oder Kuscheltier Allüren ? Warum nicht einfach gesunde Grenzen setzen beim Pferd ? Klar sein und deutlich ..fehler erkennen..beheben..hartnäckig bleiben und eben nicht nen keks rein stecken weils dann ja schenller geht. Ich nehme mir die Zeit … bleibe aber auch dran …gebe nicht auf ..und gehe nicht von Übung 1 zu Übung 2 nur weil Übung 1 nach 3 Minuten nicht klappt und die Einsteller mich beobachten…so habe ich schon die bsten Wege gefunden wie Pferde Dinge besser verstehen. Bis an die Grenzen gehen..nicht einfach .Aber lohnenswert ! Hartnäckigkeit ,Klarheit und Disziplin ebenso Gerechtigkeit und Führungsqualität fehlen einfach viel zu oft. Aber sind das nicht genau die Dinge die Pferde verlangen ? Die sie brauchen ? Oft wird negativ über Horsemanship berichtet ..oft von Leuten die scheinbar doch einen ganz anderen Weg gehen ? Warumbeweisen das Horsemanship negativ ist ..wenn man doch slebst den besseren Weg geht ? Vielleicht weil dochd as wissen über Horsemanshipvon einem einzigen Kurs stammt oder einem Trainer der es evtl. wirklich schelcht gemacht hat ? ich habe früher auch parelli verurteilt obwohl ich darüber ao gut wie ncihts wusste ..cricling game war für mich longieren und ich fand es furchtbar wie die Pferde 30 Runden gehetzt wurden. Worum es dabei wirklich geht und das e snie mehr als 4 runden sein sollten wusste ich nicht ..habe aber mich drüber ausgelassen. ich wollte alle auf denr ichtigen Weg bringen. Heute bin auf einem andeen Weg den damals falschen und sehe die Resultate.Ich habe gelernt nicht ignorant zu sein. Dinge mehr zu hinterfragen…früher habe ich gleich verurteilt. Ich habe nie mit Dominanz gearbeitet…nur mit Liebe ..Geduld usw. Nach 8 Monaten nur Rückschritten einem fast gebrochenen Zeh und einem verstauchten Daumen habe ich gemerkt ..vielleicht sind Pferde doch nicht so wie ich dachte ? Pferde sind eben doch nicht Kuschelpartner die alles machen was man möchte (Hufscmied, Wurmkur usw) nur weil man lieb ist. Man muss sie überzeugen. Das geht nicht mit Schläge und auch nicht mit gutschi gutschi. Sondern mit natürlichen Verhaltensweisen. Wir können viel lernen von Pferden. Vor allem Durchsetzngsvermögen.

 

Von Carola Schlanhof • 30. August 2013

Hi Tanja,

nein, ich springe nicht rasch auf neue Methoden/Ausrüstungsgegenstände an.

Klingt vielleicht super, daß ich da so kritisch und vorsichtig bin (vorsichtig klingt besser als „hat mangelnde Entscheidungsfreude“). Bringt allerdings auch deutliche Nachteile mit sich. .

Etliche Ausrüstungsgegenstände bringen auch echte Vorteile für bestimmte Zwecke, und manchmal mache ich mir das Leben vermutlich unnötig schwer oder verplempere unnötig Zeit.

Oder bin so kritisch (z. B. bei neuen Methoden), daß ich nicht mehr wirklich offen an die Dinge rangehe.

Viele Grüße

Carola
auf der ständigen Suche nach dem goldenen Mittelweg

 

Von Claudia Barfuss • 30. August 2013

Ist nicht das meiste das nachhaltig ist mühsam oder zumindest nicht mit dem Zauberstab einfach so erreichbar? Oft ist ja auch der Weg das Ziel und sich irren gehört zum Leben dazu. Ich finde die Anekdote über Edison sehr inspirierend: Er wurde gefragt, wieso er so oft versagt habe, als er die Glühlampe entwickelte. Er sagte: Ich habe nicht versagt. Ich habe lediglich x-Varianten entdeckt wie man eine Glühbirne nicht zum brennen bringt.

 

Von Claus Pohl • 31. August 2013

Na, da hat doch mal jemand ein wahres Wort gesagt! Ich bin total überein mit Euch, nur muss ich dazu sagen, dass es nicht falsch ist alles auszuprobieren! Es ist der Fanatismus der so erschreckend ist. „Einzig und alleine diese und keine andere Methode ist die Richtige und die einzige die Funktioniert und alle anderen sind FALSCH!“
Nach über 40 Jahren mit Pferden habe ich gemerkt, dass da eigentlich nichts Neues gekommen ist!!! Der Unterschied ist einfach der Informationsfluss hat sich verändert. In USA habe ich mit Leuten gearbeitet die wie Monty Roberts ihre Pferde gearbeitet haben, nur war Monty noch gar nicht bekannt. Parellis Theorien gibt es auch schon länger als ihn selbst, nur hat er den Begriff „Natural Horsemenship“ introduziert.
Ich finde wir vergessen eine wichtige Sache in der ganzen Diskussion: Jedes Pferd und jeder Mensch ist ein Individuum und was der eine gut kann, kann der nächste vielleicht nicht so gut. Was dem einen passt, passt dem nächsten nicht.
Mein Guru, ich werde hier nicht seinen Namen nennen weil es uninteressant ist, hat einige Grundregeln:
1: Jedes Pferd kann alles!
2: Wie ein Pferd aussieht spielt keine Rolle, es kommt auf das Herz an!
3: Ein Pferd macht nie einen Fehler, es agiert rein instinktiv!
4: Es gibt keine faulen Pferde, nur energiesparende Pferde!
All Arbeit die er mit seinen Pferden macht, baut auf drei Pfeiler: Vertrauen, Respekt und Konsequenz. Damit ist nicht gesagt, dass dies die Lösung ist aber es macht die Arbeit leichter, welche Richtung ich auch gehe und welchen Reitstil ich auch mache. In einem seiner Bücher schreibt er auch, dass er nichts erfunden hat, sondern dass er nur altes Wissen auf Papier gedruckt hat.
Man sollte, und ich glaube das dies der einzige Weg ist, sich alles anschauen, ausprobieren und testen und dann das rauspflücken was mir und meinem Pferd am besten passt und damit weiterarbeiten. Wenn etwas neues kommt, ausprobieren und entscheiden ob es mir hilft oder ob ich es zur Seite legen kann, und so weiter. Dabei geht es einfach nur um zwei Sachen: mein Bauchgefühl und die Reaktion meines Pferdes!
Vor allem haben viele eine Sache vergessen: Die Arbeit mit dem Pferd, wasimmer ich auch mache, soll Spaß machen!
So hü-hott und habt endlich mal wieder Spaß!!!

 

Von Petra Sieger • 31. August 2013

Da musste ich doch ein wenig schmunzeln…. Mein Fazit nach langen Jahren: die grundlegende Basis ist eigentlich überall gleich. Das wichtigste ist das Verständnis des Reiters für sein Pferd und seine Reaktionen und das „richtige“ reagieren darauf. Dabei kann es durchaus sinnvoll sein, auf das ein oder andere „neue“ Equipment zurückzugreifen, aber alles macht nur Sinn, wenn ich verstehe was ich von meinem Pferd möchte und verstehe, wie ich mich meinem Pferd verständlich machen kann. DIE Methode gibt es nicht, ebenso wenig wie Abkürzungen. Manchmal liegt dem Einzelnen eine bestimmte Methode besser als eine andere, das sei jedem zugestanden, aber die Basis bleibt das Wissen um das Wesen und die (möglichen) Reaktionen des Pferdes. Wer hier mit Verstand heran geht, wird es schaffen bei jedem Pferd das passende für den jeweiligen Ausbildungsschritt zu finden. Und ich finde, beginnen sollte man damit, dass Pferde lernen ruhig angebunden zu stehen, sich putezn zu lassen, die Füße zu geben, sich sicher führen zu lassen (incl. anhalten, rückwärtsrichten, seitwärtstreten, traben an der Hand, in verschiedenen Positionen zum Reiter zu gehen….)- damit wäre den meisten schon geholfen!

 

Von Nicole H. • 31. August 2013

Sina Gransee und nachfolgende schreiben genau dass, was ich soooo in Worte nicht fassen kann aber genauso darüber denke. Ich habe auch schon „alles“ ausprobiert und habe nun meinen Weg gefunden. Von classisch englisch, zum Schluss sogar schon mit Pelham gezäumt, weil das Pferd nicht mehr zu halten war, zu Westernsattel und Knotenhalfter. Ich arbeite nun auch nach Parelli (auch wenn er nicht der Erfinder ist-so werde ich es trotzdem so betiteln, weil man eher weiß welche Methode ich meine). Ich habe das Glück 10 Pferde am Haus zu haben, auch wenn nur 3 meine sind, kann die Herde und ihr Verhalten so stets beobachten. Wer sich die Zeit dafür mal nimmt, sieht alleine welche Kommunikationsart die Richtige ist. Meine Stute tut für Kekse alles aber es ist dann nur dressiert. Ich möchte ein Pferd, welches mit mir spricht und ich es verstehe und die Dinge nicht aufgrund von Bestechungsfutter für mich/mit mir tut. Blödeln tun wir trotzdem und habe ihr ein paar Zirkustricks andressiert in meiner Keksphase. Nun stelle ich diese Tricks auf echte Kommunikation um. Nicht so einfach aber bedeutend spannender etwas Schritt für Schritt hinzugekommen. Den richtigen Weg habe ich für mich aber erst gefunden, als wir schon ein echt großes Problem hatten. Die Gebisse wurden schärfer, das Pferd im Gelände stets im Renntrieb und niemals am losen Zügel, auf der Koppel ein hinterhergerenne, weil sie kein Bock auf mich hatte, reiten ohne Sattel wurde zur Buckeltortour, Pferd haute beim Toben nach mir,… Nun ( wir hatten erst 4 Stunden echtes Training zuvor habe ich nach dem gearbeitet, was ich so beobachtet habe auf der Koppel) sucht sie schon meine Nähe auf der Koppel, lässt sich aufhalftern ohne wegzurennen, reiten wir schon Sattellos mit Knotenhalfter IM GELÄNDE! Und, sie geht endlich vorwärts abwärts. Dazu muss ich sagen: mein Pferd ist super schlau und super dominant. Für mich ist die natürliche Pferdeausbildung die einzig wahre.

 

Von Stellbaum Petra • 2. September 2013

Etwas Neues auszuprobieren ist gut. Das weitet den Blick zum Pferd und bringt sicher neue Erfahrungen.
Aber ein großes „Muß“ bleiben die Grundlagen zwischen Pferd und Mensch. Wenn diese Werte nicht stimmen, dann hilft auch das Neue nicht viel weiter. Und die Grundlagen sind so alt und gültig, solange wie das Pferd ein Fluchttier bleibt und der Mensch das entsprechend für sein Miteinander zum Pferd beachten muß.

 

Von Kerstin • 2. September 2013

….wir vermischen Neues mit Altem. Neue und interessante Methoden werden soweit ausprobiert, wie es zu meiner Maus und mir passt.
Ganz flexibel, ganz offen aber auch offen genug diese Methode wieder weg zu legen, wenn mein Pony diese nicht mag.
Mir liegt auch nicht alles und auch ich habe die freie Entscheidung nein zu sagen.
Bisher sind wir so immer sehr gut damit gefahren! Sie arbeitet gerne mit mir und das ist mir wichtiger wie schnelle Erfolge!

 

Von maexchen • 2. September 2013

Du sprichst mir aus dem Herzen. Mein alter Reitlehrer hat immer gesagt: beim Reiten lernt man nie aus!
und es gibt eben keinen „schnellen, einfachen Weg“. Der geht immer auf Kosten der Pferde.
Ich habe mir auch angewöhnt, mir neue Gurus und neue Reitweisen einmal anzuschauen. Manchmal gibt es ein paar Dinge dabei, über die es sich lohnt nachzudenken – am Ende komme ich aber immer wieder zu der klassischen Ausbildungsweise zurück. Die guten Dinge und Anregungen passen auf alle Reitweisen.

 

Von Daniela • 2. September 2013

Also ich hab ja eine tolle „Methode“ gefunden. Und nach bald zwei Jahren schwöre ich immer noch drauf: Der Longenkurs und das „Wege-zum-Pferd-„Prinzip. Der LK ist eine reelle Ausbildung, die nicht auf schnelle Pseudoerfolge setzt und die Beiträge auf „Wege zum Pferd“ bieten die passende Philosophie dazu.

 

Von Silvia • 2. September 2013

Liebe Babette, liebe Tania,
kurz möchte ich etwas zu dem Brennen schreiben. Ich habe den Artikel in der Cavallo auch gelesen und war gleichermaßen erschrocken über das was ich las. Im Jahr 2008 habe ich mein VA-Fohlen bei einer Fohlenmusterung vorgestellt. Das Fohlen ist aus meiner eigenen nicht gebrannten VA-Stute. Der VZAP schreibt ein Brennen auch nicht vor, es wird ab dem Jahrgang 2009 gechipt und außerdem auch schon vorher eine DNA-Analyse gemacht. Ich erinnere mich gut, wie geschockt mein kleiner Mann war als ich ihm 50-100 Mähnenhaare mit Wurzel ausgerissen habe. Ich hatte die Mähne teilweise antoupiert und mit einem beherzten Rupfen in einem Ruck die benötigen Haare. Dies schien mir vergleichsweise harmlos gegen das, was ich bei der Fohlenmusterung beim Brennen sah. Die armen Fohlen waren völlig geschockt und standen teilweise noch lange völlig verängstigt und zitternd neben der Mutterstute. Mein Hengstchen war der Erste der an diesem Tag an die Reihe kam und ich sehe noch heute das entsetzte Gesicht des Zuchtbeauftragten vor mir als ich sagte: „Nein wir möchten kein Brand!“ Nicht eine Minute habe ich das bereut, dafür bedeutet mir mein Fohlen zu viel.

 

Von Rebecca • 2. September 2013

Liebe Tanja,
wie eigentlich immer hast du vollkommen recht 😉
Dieses Problem kenne ich nur zuuuu gut! Bei mir lief vieles genau so ab wie du es beschrieben hast.
Und das alles in nicht mal 4 Jahren =D Aber mittlerweile (auch mithilfe eurer Seite) bin ich laut meiner Pferde, die motivierter und williger mitmachen, auf einem guten Weg 😉 Ein Weg, wo die Pferde bestimmen, wie was gemacht wird, und nicht irgendein Ausbilder aus einem Buch.

Und warum wird wohl, seit sich meine Einstellung ändert, sich auch die Einstellung meiner Pferde ändern? =D =D

LG Rebecca

 

Von Jule • 2. September 2013

Hallo,
du hast total Recht.
Man wird oft gefragt „nach wem arbeitest du?“ und jedesmal hab ich darauf keine Antwort, denn ich arbeite genau so wie es mir und dem Pferd richtig ist. Mal bringe ich was von dem ein – mal von jemand anderem. Ich schaue mir Übungen etc. an, überlege ob uns das Spaß machen könnte und mach es dann.
Kurse gehe ich bewusst noch keine.
Liebe Grüße

 

Von Mira • 2. September 2013

Unglaublich süß geschrieben von dir! Ich kenne das Gefühl ganz genau, wenn eine Freundin/Reitlehrerin etc. kommt und sagt „So musst du das machen, dann ist es ganz schnell alles perfekt“ und ich folglich brav, sogar begeistert, tat, wie geheißen und schon nach dem ersten oder zweiten Mal abbrach und heulte, wenn mir klar wurde, was ich meinem Pferd schon wieder angetan hatte.
Ich denke, es ist eine schwierige Arbeit für jede/n Reiter/in, zu lernen, sich gegenüber anderen zu behaupten, zu sich und seinem Pfer zu stehen und wirklich Spaß und Pferdewohl an erste Stelle zu setzen.
Aber ich denke, es ist einer der wichtigsten Schritte zu einer wirklich stabilen Beziehung =)
Mein Pferd ist so viel glücklicher, seit ich wirklich nach meinem Gefühl gehe und bei allem angebotenen reflektiere, ob es wirklich zu uns speziell passt.
Danke für den tollen Blog!
Liebe Grüße, Mira & Snudur

 

Von Marion • 2. September 2013

Hallo,
zunächst etwas zum Cavallo Artikel. Ich war ebenfalls erschrocken und bin darüber auch empört, zumal ich die ganze Sache mit der Brennerei überhaupt ablehne.Ich kann es überhaupt nicht nachvollziehen, wie Menschen, die ihr Pferd (Tier) angeblich lieben,es zulassen, das ihm solche Schmerzen zugefügt werden.
Zu eurem Artikel. Für mich als Späteinsteigerin (bin 59, seit 5J.pferdebegeistert) ist es besonders
schwer, aus den vielen Angeboten rund ums Pferd, „eine Methode“, „einen Weg“ mit den Pferden zu gehen.Meine Erkenntnis ist die, es gibt nicht nur eine bestimmte Methode oder einen Weg. Ich schaue mir viel an, interessiere mich auch für Neues. Ich probiere aber nicht alles aus, weil ich mich schon manchmal frage, was soll das? Bei allem was ich mache, möchte ich, dass es mir und den Pferden dabei gut geht und wir Spaß haben.Ich setze auf Kommunikation mit den Pferden, Herz und Bauchgefühl.Ich bewundere Peter Pfister, arbeite nach der Methode von Linda Tellington Jones,reite aus der Körpermitte nach Sally Swift, halte mich fit nach der Bewegungslehre von Eckehardt Meyners und profitiere vom Longenkurs und den vielen Anregungen von Tanja und Babette. Damit habe ich für die Pferde und mich einen sehr guten Weg gefunden Pferde zu reiten, mit ihnen zu kommunizieren und zu arbeiten. Ich bin dankbar und glücklich, die Möglichkeit zu haben die vielen tollen Erfahrungen mit den fantastischen Geschöpfen, den Pferden, machen zu können.
Und bin gespannt, was mich noch alles erwartet.
Liebe Grüße

 

Von Jenny • 14. September 2013

Liebe Tania, herzlichen Dank für deine Zeilen, die sprechen mir aus der Seele! Liebe Grüsse vom Bodensee Jenny

 

Von Bettina • 14. Oktober 2013

Hallo Tania,

da stimme ich dir voll zu 🙂
Bin nur froh, dass mein Pferd so geduldig mit mir ist…der denkt sich bestimmt auch manchmal seinen Teil 🙂

Lieben Gruß, Bettina

 

Von Meike • 13. März 2015

Das wichtigste bei der Arbeit mit Pferden kostet nichts und jeder kann es haben: Freude, Vertrauen und Interesse. Man muss nur bereit sein das auch zu geben 🙂

 

Von Claudia • 28. August 2017

Das Schöne ist doch, dass jedes Pferd und jeder Halter anders ist. Für den einen funktionieren die Methoden gut, für den nächsten eben andere. Ich finde, dass es wichtig ist, eine Balance für sich selbst zu finden. Ja, man darf und soll auch mal andere Wege gehen, sich ausprobieren. Vielleicht entdeckt man für sich und das Pferd eine tolle neue Möglichkeit. Auf der anderen Seite muss man nicht gleich jede Trainingsmethode oder den alten Halfter über Bord werfen, nur weil etwas Neues angesagter oder besser ist. Lasst euch nicht verrückt machen!

 

 

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