Missbrauchen wir unsere Pferde?

Vor kurzem gaben wir in unserem Newsletter einen Filmtipp: „Der Weg des Pferdes“. Auf diesen Film hin bekam ich eine Frage von einer Leserin, die nach dem Anschauen des Filmes verunsichert war. Sie schrieb: „Die Aussage des Films ist doch eigentlich, dass Reiten ein Missbrauch an Pferden ist. Wie ist denn Eure Meinung dazu?“

Diese Frage beschäftigt mich auch schon seit längerer Zeit. Deswegen möchte ich heute meine Gedanken dazu schreiben.

Ich glaube, dass Pferde große Freude an der Zusammenarbeit mit uns haben können, egal, ob wir mit ihnen Bodenarbeit machen, sie vor der Kutsche laufen lassen oder sie reiten. Ich habe schon einige Pferde gesehen, die stolz und glücklich unter ihrem Reiter in die Welt schauen. Wenn ich mit meinem Pepe durch den Wald streife habe ich das Gefühl, dass er den Ausflug so wie ich auch genießt und wenn wir mal so richtig Gas geben, spüre ich die pure Lebensfreude unter mir. 🙂

In all diesen Fällen empfinde ich das „Benutzen“ der Pferde nicht als Missbrauch. Für mich ist das eine Win-Win-Situation. Dem Pferd geht es gut und es hat Spaß und dem Menschen geht es gut und er hat Spaß. Keinem wird ein Leid zugefügt. Beide sind freiwillig dabei und vertiefen ihre Beziehung zueinander. Dem Pferd wird die Möglichkeit geschenkt, sich zu bewegen und es bekommt eine Abwechslung vom oftmals doch recht langweiligen Weide-/Paddockleben.

Aber leider sehe ich sehr viel öfter einen Umgang mit Pferden, der für mich ein Missbrauch ist, ja, der leider sogar an Tierquälerei grenzt.

Wenn ich sehe, dass ein Pferd unter dem Reiter schlecht guckt, mit den Zähnen knirscht und mit dem Schweif schlägt, dass das Maul des Pferdes mit einem Sperrriemen zugeschnürt ist und dass der Reiter dem Pferd „zeigt wo es lang geht“, indem er am Zügel zieht, riegelt, mit Sporen sticht und mit der Gerte schlägt, …. dann sehe ich tatsächlich ein missbrauchtes, und auch gequältes Tier. Das gilt für vieles, was man heute in fast jedem Reitstall sieht bis hin zum großen Sport und Olympia. Ob wir nun das Stichwort Rollkur nehmen oder das Verschnüren der Pferde mit Hilfszügeln, das Fordern von immer höheren Leistungen, die über die Grenzen der Pferde hinaus gehen – ja, all das ist für mich ein Ausnutzen der Pferde für den Ehrgeiz des Reiters. Lieber steige ich nie wieder auf ein Pferd, als dass ich so über den Körper, die Psyche und die Seele der Tiere hinweggehe …

Wo man für sich die Grenze zieht, muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Heute schäme ich für vieles, was ich selber noch vor nicht allzu langer Zeit als ganz normal ansah. Trotzdem werde ich mit Pepe weiterhin durch den Wald streifen, weil ich glaube, dass ich nicht nur mir, sondern auch ihm etwas Schönes nehmen würde, wenn ich es nicht mehr tun würde. Dafür verzichte ich inzwischen auf das Reiten von Lektionen, bei denen ich spüre, dass er Stress bekommt und dass er sie nicht mag.

Heute reite ich auch keine Pferde mehr, die mir nicht ihr „Ja“ dazu geben. Möchte also ein Pferd partout nicht stehenbleiben, wenn ich aufsteigen will, bekommt es einen schlechten Blick, sobald ich auf seinem Rücken bin und „widersetzt“ es sich meinen Hilfen, dann steht für mich an, erst einmal an seinem „Ja“ zu arbeiten. Ich muss mich dann fragen, warum das Pferd so reagiert und was ich tun kann, damit es Freude am Reiten hat. Gehe ich über seine Signale hinweg und „setze mich durch“, ist das für mich tatsächlich ein Missbrauch. Das gilt für mich übrigens nicht nur für das Reiten, sondern ebenso für das Longieren, das Fahren, das Erarbeiten von Zirkuslektionen usw.

Das ist meine Sicht der Dinge heute. Mich interessiert: Wie ist Eure Einstellung dazu?

 

12. März 2013 von Babette Teschen • Kategorie: Sonstiges 30 Kommentare »

 

30 Reaktionen zu “Missbrauchen wir unsere Pferde?”

 

Von Angelika Stein • 12. März 2013

Hallo Babette
ich wünschte jeder Reiter hätte nur einen kleinen Teil von deinem Empfinden für richtig und falsch..
Ich habe nie verstanden, warum der Mensch sich anmaßt, sich eine Stunde am Tag Zeit zu nehmen und gerade dann muss das Pferd für alles verfügbar sein, was er wünscht..
Das ist für mich schon Mißbrauch. Wenn wir mehr hinhören, werden wir schnell herausfinden, dass es auch einem Pferd mal nicht so gut geht und dann vergibt man sich doch nichts, wenn man Rücksicht nimmt.

 

Von Manolito • 12. März 2013

Liebe Babette
Nach dem ich diesen Film auch gesehen hatte, dachte ich auch, wo ist die Grenze zwischen richtig oder falsch, zuwenig oder zuviel des Guten. Das hast du sehr schön beschrieben und ich bin gleicher Meinung. Leider sehen sehr viele Pferdebesi’s nicht das geringste an ihrem Pferd und behandeln es wie ein Fahrrad das einfach zu funktionieren hat, weil es ja auch sehr viel Geld kostet, ist leider auch ein trauriges Argument. Es sollte, wirklich mehr Menschen geben, die sich öfters über diese Frage Gedanken machen sollten.
Liebe Grüsse
Helen

 

Von Christian • 12. März 2013

Wenn der Umgang ohne Zwang von statten geht, halte ich das auch nicht für Missbrauch. Irgendwo muss man Grenzen ziehen. Manche sehen ja schon in der Haltung in Gefangenschaft, auch wenn genug Platz vorhanden ist, einen Missbrauch. Solange keiner leidet ist das doch in Ordnung. Und wenn ein Pferd alt wird, ist das doch ein gutes Anzeichen für gute Haltung.

 

Von Sybille • 12. März 2013

Leider ist es heute immer noch eine Ausnahme, dass Menschen eine tiefe Beziehung zu ihrem Pferd aufnehmen. In vielen Reithöfen darf man gar keine freie Arbeit oder ähnliches machen. Ich habe mich, als ich mir das Pferd kaufte, auf sehr vielen Höfen umgesehen. Missbrauch, Misshandlungen und Missachtungen an jeder Ecke. Leider!

Ich reite nicht (da ich mich für zu schwer halte), arbeite aber als Coach mit den Pferden als Trainer. Es ist für mich absolut notwendig eine vertrauensvolle, respektvolle und rücksichtsvolle Beziehung zu meinem „Partner“ zu haben. Ich brauche für meine Arbeit ein selbstbestimmendes Pferd das auch unmotiviert sein darf ohne Sanktionen erwarten zu müssen.

Völlig unbegreiflich war mir bei all meinen Beobachtungen, dass dies nach wie vor unter den Reitern eine Ausnahme ist. Ebenso wie gesundes Training am Boden zur Gesunderhaltung! Pferde sollen funktionieren, reitbar sein und sich unterordnen. Um das zu erreichen wird halt Gewalt angewendet. Weil man nicht genug Zeit oder Lust hat, geduldig zu üben. Sind sie nicht reitbar, oder lassen sie sich nicht gefügig allem unterordnen, werden sie getötet oder verkauft.

Ein Wesen, welches auf kleinste Bewegungen und Energieflüsse reagieren kann, braucht meiner Auffassung nach niemals Gewaltanwendung, es braucht nur Vertrauen, Respekt, Geduld und Liebe im Training.

Dass Pferde tolle Gefährten sind, fällt hierbei oftmals unter den Tisch. Der Mensch blendet hier die eigene Verantwortung für diesen wertvollen Gefährten völlig aus. Oftmals geht es nur um den Sport und nicht um diese wundervolle Verbindung mit der Seele des Pferdes. Und wer einmal mit Pferden gespielt hat, sich verbunden hat und die Freude kennt, die in der innigen Beziehung liegt, weiß, wovon ich spreche. Pferde sind die wertvollsten Partner, wenn es um die eigene Persönlichkeitsentwicklung geht <3

 

Von Reni • 12. März 2013

Ich glaube, viele Menschen haben mehr Angst vor den großen Fellnasen, als sie sich selber eingestehen. Deswegen möchten sie am Liebsten jede Bewegung des Pferdes kontrollieren!
Sie vergessen dabei, dass ein Pferd, welches sich aus freiem Willen mit Freude anschließt, die größte Garantie und Sichergeit bietet! Dann muss man eben auch in Kauf nehmen, dass sie ihren eigenen Kopf haben, dafür gibt es an einem anderen Tag wunderbare Geschenke!

Gerade eben erst hat mein Großer mir bei der Freiarbeit sein desinteressiertes Hinterteil gezeigt! Er hatte keinen Bock! Nachdem ich nicht stinkig geworden bin (puh, geschafft 😉 habe ich ihn gestreichelt und mich einfach zu ihm gestellt! Tatsächlich haben wir danach noch erfolgreich ein paar mal „komm im Trab zu mir“ geübt!

 

Von Carola Schlanhof • 12. März 2013

Hi Babette,

mir macht Reiten (oder Fahren oder Bodenarbeit) keinen Spaß, wenn ich das Gefühl habe, das Pferd will nicht. Das schränkt natürlich die Möglichkeit für Unterricht/Kursbesuche deutlich ein.

Im Gegensatz zu früher habe ich gelernt, dazu zu stehen (vor mir selbst und vor anderen) und im schlechtesten Fall daran zu arbeiten, daß das Pferd Spaß kriegt.

Wobei mein Jungfahrpony anscheinend gerne vor dem Gig läuft. Vermutlich weil ich neben ihr zu langsam bin. Nur auf unserem kleinen Viereck fahren, das ist öde, seit sie das 1. mal draußen gefahren wurde…was ich akzeptiert habe.

Bei meiner Latina bin ich da noch mehr gefordert, damit es ihr nicht langweilig wird (und mir nicht zu rasant, wenn ich oben sitze). Wir arbeiten daran…

Thema ist für mich jedoch immer noch, den Pferden Grenzen zu setzen, ohne sie zu sehr einzuengen. Im Verkehr. Bei Energieüberschuß durch Zeitmangel meinerseits/schlechte Bodenverhältnisse auf der Koppel, sodaß sie nur drauf rumstehen. Einfach zu unserer Sicherheit. Aber in den nächsten 150 Jahren oder so kriege ich das sicher auch noch in den Griff…wie heißt es so schön? Der Weg ist das Ziel.

Viele Grüße

Carola

 

Von Verena • 13. März 2013

Wir sind doch alle ziemlich geprägt von den Methoden wie man mit Pferden umgeht. So wie wir es fast alle „gelernt“ haben! Ich schäme mich auch dafür und mir tut es sehr leid! Aber viel wichtiger ist, DASS man sich ändert!!!
Ich finde ihr habt schon sehr viele erreicht mit eurem blog, mich eingeschlossen! Dafür bin ich dankbar. Sonst könnte ich niemals „diese“ Beziehung zu meinem Pferd haben und damit würde mir soviel entgehen 🙂
Leider mangeld es manchen an Empathiefähigkeit, aber das kann man ebenfalls lernen, man muss es nur wollen….;-)

 

Von Stephanie Silvan • 13. März 2013

Es ist ein schwieriges Thema, sollte man Tiere überhaupt domestizieren, einsperren… Wenn man sie fragen würde, würden sie das freie Futter, die medizinische Versorgung und den Schutz wirklich gegen die Freiheit eintauschen? Gute Frage, die mir aus der Hundewelt auch immer wieder begegnet.

Wenn unsere Pferde ausbrechen und wiederkommen, tun sie das aus Gewohnheit oder weil sie wirklich gern bei uns wohnen? Wenn sie uns wiehernd entgegengaloppieren, tun sie das weil sie auf ein Leckerli hoffen oder weil sie sich über unseren Besuch freuen?

Ich denke wir tragen eine riesengroße Verantwortung, indem wir diese Wesen bei uns einsperren und ihnen die freie Wahl nehmen. Unter Menschen ist das zurecht verboten, jemandem die Freiheit zu nehmen, selbst dann wenn wir ihn gut versorgen.

Ich persönlich rechtfertige das vor mir selbst, indem ich mir größte Mühe gebe meine Tiere zu verstehen und ihnen möglichst viel Freiheit zu ermöglichen. Ich gebe mir Mühe ihre Sprache zu lernen und zu erkennen ob sie glücklich sind und alles haben was sie brauchen.

Zum Glück denke ich, dass Pferde viel mehr im Hier und Jetzt leben als wir und viel weniger über das „was wäre wenn“ nachdenken. Vermissen sie die Prärie? Sehnen sie sich manchmal danach? Ich weiß es nicht.

Aber ich glaube im Rahmen dieser Freiheitsberaubung kann man ihnen eine echte erfüllte Partnerschaft bieten. Wichtig ist, dass man nie aufhört es zu versuchen – und nie vergisst, dass wir ihnen etwas weggenommen haben. Es ist unsere Verantwortung sie dafür zu entlohnen.

 

Von Bianka • 13. März 2013

Klar ist es nicht unbedingt „artgerecht“ Tiere zu domestizieren und ihnen ein Leben bei dem Menschen „aufzuzwingen“, aber ich denke, nur wenige Pferde würden ein Leben in freier Wildbahn wirklich unseren saftigen Koppeln und gefüllten Futtertrögen vorziehen, weil es doch in jedem Lebewesen steckt, bestmögliches (Futter, Sicherheit) mit möglichst geringem Aufwand rauszuholen, um Reserven für die Flucht zu sparen. Außerdem ist durch lange Zucht und Domestizierung auch das Tier verändert worden. Und Pferde in freier Wildbahn werden selten nur über 10 Jahre alt.

Ist es wirklich artgerecht für den Menschen, dass er mit Autos durch die Gegend kutschiert und Fertiggerichte isst? Nicht mehr sammeln und jagen muss? Bei jedem Scheiß Medikamente bekommt? Auch nicht wirklich. Die wenige Bewegung ist für uns auch nicht unbedingt das Wahre. Und eine ganz komplett eigene Wahl haben auch wir nicht mehr, überhaupt nicht, hier in Deutschland darf man ja fast gar nichts mehr entscheiden. Wir haben auch nicht wirklich eine Wahl, so ist das Leben. Wir können uns nicht mit unserer Sippe in den Wald oder in die Berge verziehen und so Leben wie es eigentlich mal unser Leben war, denn wir sind ja auch Schöpfung der Natur. Aber das dürfen wir nicht.

Ich habe mir damals auch nicht ausgesucht, 8 Stunden am Tag zu arbeiten, aber ich will ja leben, also muss ich. Deswegen, denke ich, warum soll nicht auch ein Pferd ein bisschen Arbeit verrichten müssen dürfen. Früher mussten sie richtig schuften, um uns beim Ackerbau zu helfen, damit wir und es Leben können.

Soviel zur freien Wahl.

Nein, kein Pferd würde sagen, reite mich, aber es wird daran gewöhnt und wenn das fair und pferdefreundlich abläuft und man ihm ein guter Partner ist, hat das Pferd daran, glaube ich, sogar Spaß. Auf jeden Fall habe ich oft das Gefühl, dass meine Stute sich freut, auch wenn wir Dressur reiten, sie schreitet voller Tatendrang zur Halle und maschiert auch eifrig los, sobald wir antraben wollen. Ins Gelände geht sie natürlich weitaus lieber. Und wenn ich sie am langem Zügel laufen lasse, brummelt sie manchmal im Takt des Schrittes, ein entspanntes wohliges Geräusch. Sie biegt auch nie eine Abkürzung ein, wird auf den Weg zurück nicht schneller. Ich glaube, sie mag es, nein, ich behaupte Mal, ich spüre, sie mag es. Sie kommt auch immer willig mit, wenn ich sie von der Koppel hole, sie könnte mir ja ein Zeichen geben, dass sie bei der Herde bleiben will, aber sie marschiert einfach mit fleißigem Schritt mit. Also kann es so „schlimm“ nicht sein, was ich ihr da auferlege.

Ich ermögliche ihr aber tagsüber ein Leben in der Herde und nachts steht sie mit ihren Weidegenossen im Stall. Sozialkontakte hat sie also die ganze Zeit zu anderen Pferden, so lange ich nicht mit ihr arbeite oder sie mal umtüddel… Sie schaut gut aus, glänzendes Fell, sie ist wach und aufmerksam und brummelt mir entgegen, durch’s Dressur Training ist sie sehr muskulös und sie ist nur selten krank.

Eigentlich habe ich kein schlechtes Gewissen ihr Gegenüber, was ich mit ihr mache. Aber ich versuche ja auch immer fair zu sein und sie zu verstehen, warum sie etwas macht und ich gebe ihr Zeit zum Lösen und sich auf mich einzustellen, aber ich lasse sie auch arbeiten. Das schon! Aber ich versuche sie mit möglichst feinen Hilfen zu reiten, arbeite an mir, dass ich besser sitze und sie mich möglichst angenehm tragen kann. Sie ist zumindest nicht unzufrieden unter mir, wenn wir Dressur reiten. Und im Gelände – ja da wage ich wirklich zu behaupten, sie ist glücklich und sie mag es sehr!

 

Von Eveline • 13. März 2013

Ich finde die Diskussion sehr interessant und erfreulich. Ich „frage“ mein Pferd schon seit langer Zeit, was es heute gerne tun würde. Am Anfang unserer Beziehung (vor 12 Jahren) war ich auch noch der Meinung, dass ich sage, was gemacht wird. Heute, um einige Jahre reifer und auf einem höheren Wissensstand, weiss ich, dass es der falsche Weg war. Heute machen wir das, was uns beiden Spass macht. Und ich glaube, für meine Stute und mich ist es ein guter, wenn nicht sogar DER Weg für unser gemeinsames Leben. Meine Stallkolleginnen schütteln nur ungläubig den Kopf wenn ich sage, heute gehe ich mit meiner Stute einfach nur spazieren und lasse sie grasen. Aber meine Stute dankt es mir damit, dass sie dann am nächsten Tag wieder fit und fröhlich mit mir ins Gelände oder auf das Viereck kommt.
Liebe Grüsse aus der Schweiz
Eveline

 

Von Nancy Franke • 13. März 2013

Vielen Dank für diesen Beitrag !
Letztendlich müssen wir „nur“ anfangen, den Pferden zuzuhören. Dann kann es auch ein gemeinsamer Weg werden und muss keine Einbahnstraße sein. Das bedeutet nicht, Spielball der Launen meines Pferdes zu werden. Im Grunde ist es wie mit Kindern: Klar, will mein Kind die eklige Medizin nicht nehmen und ich muss es dazu zwingen, weil es gar nicht verstehen kann, wieso das jetzt sein muss, ich aber um die Konsequenzen weiß, wenn es sie nicht nimmt. Wenn ich das aber aus einer verständnisvollen Haltung heraus tue und meine Grundhaltung stimmt, wird es die Beziehung nicht dauerhaft belasten. Es geht weniger ums „Was“, sondern vielmehr ums „Wie“.
Bei einem „Tag der offenen Tür“, wo wir zeigen wollen, wie viel Spaß Pferd und Mensch mit einander haben können und wir durchaus auch spektakuläre Vorführungen dabei haben, war die schönste Anerkennung, die ich von einer Besucherin bekommen habe: „Ich habe das Gefühl, dass deine Pferde immer „Nein“ sagen dürfen, sie sich aber meistens für „Ja“ entscheiden.“
Genau da will ich hin. Dann habe ich Pferde, die mit-denken, mir Vorschläge machen und wunderbare Geschenke, weil sie wissen, sie haben ein Mitspracherecht.
Liebe Grüsse und Danke für Eure wunderbare Website
Nancy Franke

 

Von marisa monja • 13. März 2013

im grunde kann ich all diese gedanken nachvollziehen. die grenzen sind wie oben gesagt individuell und definierbar. und eigentlich ist das pferd in seiner natürlichsten form ein wildtier! es braucht uns menschen nicht, um zufrieden zu sein! werden pferde gehalten und gezüchtet, dann nur aus dem egoistischen bedürfnis des menschen, der es damit zum nutztier macht. und wenn wir es heute nicht mehr zum arbeiten brauchen, machen wir es uns dennoch zu nutze. das ist eigentlich purer luxus. ob zum sport, aus sozial-emotionalen gründen-was auch immer….und damit bin ich dem pferd etwas schuldig. dass ich für seine gesundheit (artgerechte haltung, bewegung-rittigkeit, führen und geführt werden, mein sitz) sorge. ich finde man muss am boden der tatsachen bleiben, nämlich: dass ich es mir aus eigenem interesse zu nutzen mache. und dazu stehen! ich finde nämlich manchmal scheint da insgeheim so ein schlechtes gewissen da zu sein. und dann entstehen so absurde formen von fürsorge und verständnis, die auch nicht mehr gesund sind…

 

Von Nadja • 14. März 2013

Eine kürzliche Bekanntschaft bringt mich auch dazu, darüber nachzudenken, ob wir unsere Pferde missbrauchen…

Ich habe eine nette Frau in Ihrem Stall kennengelernt, die aus einer Sparte der Reiterei kommt, der ich mehr als kritisch gegenüber stehe: das Springreiten.

Sie erzählte mir, dass Ihre Pferde bei Schnee, Matsch und zu viel Regen in der Box bleiben. Natürlich stehen sie über Nacht sowieso in der Box.
Ich konnte nicht anders als zu fragen warum sie die Pferde nicht draußen lässt, da sie einen wunderschönen Paddock/Auslauf mit Unterstand hatte(Dort verbrachten sie also nur sonnige Tage..???).
Daraufhin erzählte sie mir von den Gefahren, wenn sich die Pferde mal erschrecken und verletzten und welchen hohen Wert die Tiere haben, weshalb alles „gefährliche“ verhindert werden muss. Es sind ja Sportspferde.

Für einen kurzen Moment dachte ich: „ja…Ihre Pferde sind ja weitaus teurer gewesen als meine Ponys…da kann man es wohl verstehen.“
Doch eigentlich kann ich es gar nicht verstehen.

Denn kurz danach dachte ich daran, dass man sich aufgrund von teurer Abstammung herausnimmt, ein Tier vollig gegen seiner Natur zu halten. Und die anständige Haltung sollte doch wohl die Mindestanforderung sein!
Natürlich beziehe ich mich gerade auf die Haltung und nicht das Reiten, aber ich bin der Meinung, dass heutzutage noch zu viele Pferde ihr Leben in Boxen fristen müssen, aus egoistischen und ungerechten Gründen.
Wir haben den Pferden diesen „Wert“ angehängt und dafür müssen sie bezahlen?
Wir bestimmen über ein Lebewesen und behandeln es wie ein Auto. Denn viele teure Sportwagen dürfen auch nur bei Sonnenschein aus der Garage.

Meinen Ponys hat noch keine kleine Schramme geschadet, und auch nicht, dass sie manchmal etwas schmutziger sind als Boxenpferde. Ich kann sie nicht fragen welches Leben sie vorziehen, doch man kann es eigentlich sehen…..

Und da denke ich leider schon an Missbrauch an der Natur des Tieres. Vom Reiterlichen in dieser Sparte mal ganz abgesehen.
Oder?

 

Von MissPinga • 14. März 2013

Hallo, finde diesen Beitrag super. – Habe es genauso selbst erlebt. – Das „wie“ beim Reiten beschäftigt zur Zeit scheinbar viele. – Hier ein Buch, das die Sache zwar von einer anderen PErspektive betrachtet, aber im Grunde zum gleichen Ergebnis kommt: man kann Pferde so reiten, dass sie Spaß an der gemeinsamen Arbeit haben, aber man sollte sie niemals überfordern und immer ihre Möglichkeiten im Auge haben und soweit wie möglich fördern. – Ich kann das Buch nur jedem ans Herz legen: http://www.amazon.de/Vom-Fluchttier-zum-Designerpferd-Pferdezucht/dp/3275018558

 

Von Yvonne Schröder • 14. März 2013

Vor zweieinhalb Jahren habe ich als Laie ein derart missbrauchtes Pferd gekauft. Meine Stute hat einen starken Charakter, und so bekam ich ziemlich schnell die Quittung. Dann hieß es: Du musst dich durchsetzen, sie bestrafen, setz die Sporen ein, bind den Sperriemen fester, mach den Stoßzügel dran… Und vor allem: Die Rübe muss runter! Pferd und ich wurden immer frustrierter, und ich verlor komplett den Spaß. Bis sie mich eines Tages im hohen Bogen abwarf. Dafür bin ich ihr heute sehr dankbar. Denn ab dem Tag habe ich angefangen umzudenken.

Da sie eben kein Sportgerät sondern ein Lebewesen ist, habe ich mich zuerst ausgiebig mit artgerechter Haltung, natürlicher Fütterung, Hufpflege und schonender Ausrüstung beschäftigt. Reiten hatte ich erstmal abgeschrieben. Stattdessen ging es lange Zeit um Beziehungsaufbau und Vertrauen am Boden. Natürlich ist auch gesunderhaltendes Training wichtig. Aber das kam erst später.

Mittlerweile ist Ausreiten möglich. Meine Stute kommt auch ohne Leckerli zu mir. Spazieren gehen ist voll entspannt. Sie fragt sogar nach Streicheleinheiten, woran ich nie geglaubt hätte.

Ich wurde oft ausgelacht und sogar beschimpft. Weil ich „zu viel“ Rücksicht auf mein Pferd nehme. In unserem aktuellen Stall ist das endlich anders. Ich bin sehr froh, diesen Blog hier gefunden zu haben, und habe schon viel Inspiration daraus mitgenommen. Das nächste Ziel: Targettraining wegen Sattelzwang.

Danke, Babette!

 

Von Angela • 17. März 2013

Ich bin auch seit einiger Zeit „auf der Suche“. Da die Pferde unsere Spiegel sind, zeigen sie einem ganz deutlich wenn etwas in der Beziehung Mensch Pferd nicht stimmt. Die, die noch nicht zuhören, merken es erst, wenn es weh tut, durch Unfälle. Entweder steigen sie ganz aus oder fangen an sich Gedanken zu machen. Die sich Gedanken machen, finden hoffentlich alle diese Seiten hier. Die Dame in dem Film, hat sich auf die Suche gemacht. Ob es nun soweit gehen, muss, dass man nicht mehr reiten soll, denke ich nicht. Wenn man den Pferden versucht zuzuhören und sensibler wird, merkt man, wenn es ihnen nicht gut geht. Wir müssen wieder lernen auf die feinen Signale zu achten und auch das eigene Bauchgefühl wieder zu zulassen.

 

Von Maria • 18. März 2013

Ich habe vor zwei Jahren aufgehört zu reiten, weil ich zu der Überzeugung gekommen bin, Pferde sind gücklicher, wenn sie nicht geritten werden.
Ich habe drei Pferde, die sich sehr positiv verändert haben, seit sie keine Ansprüche, ausser, dass sie sich mir gegenüber benehmen müssen, erfüllen müssen.
Wir gehen spazieren, machen kleine Vertrauensübungen, spielen herum und sind einfach jeden Tag zusammen.Unglaublich, was das aus meinen Pferden gemacht hat. SIe leben in der Herde, immer draussen, kennen keine Box, sind einfach frei. Wenn sie mich sehen, rennen sie von Weitem her und möchten alle drei gleichzeitig mit mir gehen.
Zwei waren traumaisiert, krank und sauer, weil sie von den Vorbesitzern so schlecht behandelt wurden. Durch sie kam ich erst drauf, was von Pferden verlangt wird. SO gegen ihre Natur arbeiten zu müssen, ist für mich Tierquälerei. Selbst, wenn es mit Liebe und Geduld passiert, ist es für mich Manipulation und emotionaler Missbrauch.
Mit Pferden zusammen zu sein, ohne sie zu benützen, hat für mich eine neue Qualität bekommen.
Neue Perspektiven der Wahrnehmung, Gefühle und Achtsamkeit haben sich entwickelt. Einfach schön.

 

Von Gabriela • 18. März 2013

Liebe Babette, Geht mir genauso…… Auch ich schäme mich wenn ich daran denke was ich und wir (bin mit springpferden M/S aufgewachsen!) alles mit den pferden anstellten. Kein wunder dass heute meine allergrösste freude meine barhufigen, mit fellsattel und LG gerittenen islandpferde sind!!! Uns ist es nun einfach allen biberli wohl und wir freuen uns jeden tag von neuem aneinander… Vor allem nach einer wohlverdienten winterpause wo pferd pferd ist und mensch mensch. Sowas ist und bleibt seelensalbe für ein rechtes Islandpferd! Wir freuen uns nun wieder auf unseres tägliches miteinander tun…. Smile ! Viel spass euch allen!!!

 

Von Iman • 18. März 2013

Liebe Babette,
Du sprichst mir mal wieder aus vollster Seele.
Es ist unerträglich, das täglich in den Reitställen mitansehen zu müssen, ja sogar wegzuschauen, da man ja in Abhängigkeit steht. Wenn man in die Augen dieser Pferde schaut, möchte man weinen. Es tut mir immer so unendlich leid für diese wunderbaren Geschöpfe und ich wünschte, sie wüssten um ihre körperliche Überlegenheit.
Und weil ich das nicht mehr ertragen konnte, halten wir unsre Pferde in Eigenregie, auch wenn wir schon die 50 erreicht haben und überall die Arthrose zwickt vom vielen Schubkarre schieben. Aber das möchte ich wenigstens meinen Tieren ersparen. Das ist leider alles, was ich tun kann gegen diese Mißhandlungen. 🙁
Liebe Grüße
Iman

 

Von Sabine • 18. März 2013

Liebe Babette 🙂

auch ich habe diesen Film gesehen und ich war gerührt und geschockt zugleich , aber der Film bewies mir persönlich , das ich mit meinem Denken und Fühlen richtig liege.FREIHEIT so weit es möglich ist , ist wichtig! Ich frage mich dennoch , wo fängt Missbrauch eigentlich an?? meiner Meinung nach schon in der Haltung ! wieviele Leute sperren das Lauftier Pferd in eine Box und meist noch ohne Fenster..wenn ich einem Pferd nicht gerecht in der Haltung werden kann , sollte ich mir keins anschaffen!Ein Pferd braucht Sozialkontakte , Freiraum , Sonne und Luft und Weide!und keine Gitterstäbe !!!….und wenn ich sehe , wie die Leute mit dem Gebiss im Maul rumreißen (bin überzeugter Gebisslos Reiter) und dazu das drauf rum schlagen..wiederum die Hyperflexion , schon ein wenig ist zuviel! Es ist grausam das zu sehen und zu fühlen..Ich mache Tierkommunikation und für mich ist es entsetzlich , wenn ich solch eine Stallung betrete , was mir entgegengeschleudert wird..oft habe ich das Gefühl ich übergeben zu müssen.. ich habe einen eigenen Stall und eigene Pferde und 3 Einsteller..wir haben Offenstall /Laufstall und für den Notfall eine Krankenbox..Jedes Pferd wird ernstgenommen und beobachtet im Verhalten ( wir sind horsemanshipler)..Für uns ist es wichtig das sich die Pferde wohlfühlen und das wir im Einklang und mit Respekt miteinander leben..dazu gehört , das die Frage „wer ist hier der Boss“ gar nicht gestellt wird , sondern nur Grenzen gesetzt werden was den Bereich des Menschen betrifft und den Bereich des Pferdes betrifft. Es herrscht kein Zwang und keine Gewalt..Resultat davon ist , das unsere Pferde mit Freuden zu uns kommen und mit Freuden ausreiten gehen – mit uns drauf..wobei wir viel spazieren gehen , weil dass einfach stärker verbindet. Teilweise gehen die Pferde frei mit..Deshalb beginnt für mich der Missbrauch schon in der Haltung und alles was mit Zwang zu tun hat ist Missbrauch wie der Sport , ist für mich Tierquälerei! Welches Pferd springt in der Natur über extrem Hindernisse ? Welches Pferd läuft schon gerollt und mit Dressurübungen durch die Gegend ? Außer Hengste wenns um Stuten geht und Rivalität..kleine Dressureinheiten sind ja gut für Muskulatur und Gymnastizierung , aber dafür brauche ich weder Sporen , noch Gebiss oder Gerte..Ein Pferd zuckt eine Fliege weg , was soll das dann mit „verfeinerten“ Hilfen ? Mein Vorbild darin ist Honza Blaha und Alexander Nevzorov… was er sagte in dem Film ließ mich weinen..ebenso Hempfling und die anderen..die Wahrheit ist so simple..wenn ich das Pferd als Freund gewinnen möchte..als Partner übe ich weder Zwang noch Gewalt aus und lasse alles weg was Schmerz verursacht.Mir ist die Freundschaft und Partnerschaft zu meinen Pferden das Wichtigste was es gibt – Respekt , Achtung und Liebe sind Grundvoraussetzung und ZUHÖREN was das Pferd uns sagen will und es auch verstehen WOLLEN und nicht aufzwingen! Alles andere ist Missbrauch am Pferd !Ich habe das video sooft geteilt wie nur möglich um wachzurütteln und ich kämpfe weiter für Veränderungen und Aufklärung ! Danke für eure wunderbare HP und euer Einsetzen für die Pferde 🙂
liebe Grüße
Sabine ♥

 

Von Gabriele • 18. März 2013

Auch ich danke euch sehr für eure Arbeit und was ihr für uns Pferdemenschen tut in der Bewusstseins- und Herzensentwicklung! <3
Lg Gabriele

 

Von Birgit • 18. März 2013

Hallo Tanja,

dem kann ich nur zustimmen !!

Ich habe gerade einen Longierkurs nach dem Vorstellungstag und Vorlongieren (so wie ich das mit meinem 26jährigen Pflegepferd mache), abgesagt.

Ich hatte mir unter vernünftigen Longieren vorgestellt, dass ich durch richtige Handhabung und mein richtiges Verhalten mein (auch nach einigen Koliken dünnes) Pflegepferd besser und gezielter aufbauen kann.

Da ich keinen Longiergurt habe und ich auch die Trense beim Longieren nicht im Pferdemaul mag, hatte ich Lui einen Kappzaum zum Longieren gekauft.
Da er schon 26 Jahre alt ist longiere ich ihn auch nach einem langen Spaziergang im Gelände in der Halle ganze Bahnen (oft auch ganz frei). Ich denke, kein Pferd läuft freiwillig immer nur im Kreis.

So hatte ich Lui und mich zum Longierkurs mit Kappzaum, Longe und einer kurzen Gerte zum Longierkurs vorgestellt.

Aber…..

So, in diesem Pferde-Outfit wäre ich bei der Prüfungskommission der FN schon durchgefallen………

Ich brauche: Wenn kein Longiergurt vorhanden, den Sattel. Keinen Kappzaum sondern Trense und Dreieckszügel!

Das ist nicht DAS was ich für mein 26jähriges Pflegepferd will.

Ich habe den Kurs abgesagt.

Ich muss nicht der FN alles Recht machen
sondern mein Pflegepferd soll sich wohlfühlen mit dem was wir WAS, WIE und WARUM machen !

Liebe Grüße von Birgit

 

Von Lydia • 18. März 2013

Hallo Ihr Lieben,

ich habe letzten Sommer meine Pferde ans Haus geholt und seit ich neben der Bauerei, dem Examensstress, den ganzen Nebenjobs (für die Pferde) doch weniger Zeit zum Reiten habe, ist mir etwas Erstaunliches aufgefallen: Mein Kleiner will beim Ausreiten nicht nach Hause! Am Anfang machte ich mir Sorgen zwecks seiner Orientierung und befürchtete grobe Widersetzlichkeiten. Ich fragte mich auch, ob ich das jetzt durchgehen lassen darf. Mittlerweile habe ich kapiert: Er findet es einfach toll die Welt zu erkunden und erträgt mich dabei auf seinem Rücken 😀 Wir haben so schon wunderschöne Plätze entdeckt und Ausreiten ist für uns beide etwas Besonderes geworden – frei von jeglichem Terminstress und Tagesplänen (die kann man bei „seinen“ Touren nämlich vergessen). Nat. kann man jetzt kritisch fragen, macht er das freiwillig oder will er nur seiner Langeweile entkommen und möglichst viel Zeit mit dem die positiven Verstärkerlis spendendem Wesen verbringen- aber mal ehrlich, was macht dann irgendein Lebewesen noch freiwillig?

 

Von Melanie Kneher • 18. März 2013

Hallo Babette,
auch ich gehörte zu den Menschen die „sich durchgesetzt“ haben, wenn ich da war und mit meinem Pferd arbeiten wollte hatte es zu „funktionieren“. Mein Pony „Der kleine Lord“ lehrte mich umzudenken und dafür bin ich ihm sehr, sehr dankbar. Wenn Lord nicht will dann will er nicht. Es ist dann an mir aus der Situation das Beste zu machen bzw. es gar nicht zu so einer Situation kommen zu lassen. Inzwischen kann ich mich gut in ihn einfühlen und weiß was wann geht und wann eben nicht. Dann machen wir eben nur einen Blödeltag in der Halle, spielen Ball oder gehen spazieren. Ich genieße es dass ich nicht MUSS sondern kann- das ist auch für mich (ich bin ein Mensch der gern was erzwingt) eine ganz neue, wundervolle Erfahrung. Mein Pony dankt es mir und deshalb denke ich auch dass es kein Mißbrauch ist wenn wir gemeinsam Zeit miteinander verbringen. Wenn ich auf den Hof fahre steht er bereits an der Offenstalltür und brummelt mir freudig entgegen. Das war nicht immer so. Erst seit ich ihm zuhör und eben akzeptier dass er nicht „funktioniert“ (er ist ja keine Maschine) und auch merk wenn es ihm überhaupt nicht gut geht- seither empfängt er mich so. Es ist an uns Menschen es nicht soweit kommen zu lassen dass man von Mißbrauch spricht. Das bedarf großer Selbstdisziplin und man muss sich selber einen Spiegel vorhalten können UND vor allem das Spiegelbild ertragen und zum Positiven verändern. Das ist nicht einfach, aber es lohnt sich. In Gedanken bin ich bei meinem guten Avo, der mich leider noch anders zu ertragen hatte- und trotzdem war er mir stets ein treuer Freund, ich schäme mich sehr wie ich mit ihm umgegangen bin und bin mir sicher, dass er mir Lord geschickt hat um es besser zu machen. Danke Avo!

 

Von Michelle • 19. März 2013

Deine Ansicht gefällt mir super gut!
ich gehöre auch zu den Leuten, die sich immer und immer wieder Gedanken machen, wie es für das Pferd am Besten ist und gerade jetzt bei meinem Pferd: Will mein Pferd dies überhaupt?
Mein Junge ist ein 20jähriger Hannoveranerwallach, vorsichtig an kleinen Sprüngen und in niedrigen Dressurklassen wunderbar zu reiten. Mit seiner Vorbesitzerin hatte er 9jährig einen schweren Unfall an einem Sprung und seither ist er nicht mehr mit Ehrgeiz bei der Sache. Er macht seine Sachen gut, muss aber oft erstmals dazu „motiviert oder getrieben“ (?) werden. Das heisst, anfangs der Stunde gibt es bei mir fast immer 3-4mal einen Klaps mit der Peitsche, wenn er „klemmt“ und er quittiert mich dann auch mal mit einem Buckler, weil es ihm „nicht passt“. Sobald er gelöst ist lauft er jedoch super zufrieden und ich finde auch, es macht ihm Spass. Trotzdem denke ich oft am Anfang der Stunde, „Der will ja gar nicht“. Dies verunsichert mich jeweils sehr.
Auch reite ich ihn immer mit Sperrriemen, da läuft er sehr zufrieden. Ohne läuft er einfach schlechter. Er sperrt das Maul nicht ganz weit auf und man kann ihn problemlos reiten. Aber er wehrt sich mehr, schlägt mit dem Kopf oder wehrt sich mehr gegen die Hand. Ich denke immer wieder es ist mein Fehler, aber ich habe mit Sperrriemen gar kein Problem an der Hand. Ich kann mir kaum mehr vorstellen, dass es mein Fehler ist, dass er ohne Sperrriemen nicht so zufrieden läuft, trotzdem denke ich immer wieder darüber nach..

 

Von Jost • 21. März 2013

Ich werfe mal etwas provokativ die These in die Runde: „Zwangloses Gerittenwerden im freien Gelände in allen Gangarten ist ein Grundrecht des domestizierten Pferdes“

Ich begründe das wie folgt:

Das zwanglose Laufen und Umherstreifen im Gelände in allen Gangarten gehört mMn zu den Grundrechten des Pferdes. Jedem Tierchen sein Plaisierchen, und das Plaisierchen des Pferdes ist nun mal in erster Linie das freie und zwanglose Laufen durch Wald und Flur in allen Gangarten.

Wenn ein Pferd in Gefangenschaft in einer Herde auf mehreren ha abwechslungsreicher Weide und Wald nach belieben laufen kann, ist das für mich auch genug zwanglose Bewegung in allen Gangarten und dann ist Reiten und jede andere Tätigkeit mit dem Menschen für das Pferd völlig überflüssig.

Aber für die meisten Haltungsbedingungen die ich sehe und erlebe – einschließlich meiner eigenen – sind eben nicht so.

Es geht ja nicht nur um die physische Zwanglosigkeit, sondern auch um die seelische und geistige, es geht um Grenzenlosigkeit, Spontanität und Orientierung, deshalb ist Spielen und Bewegung auf der Koppel zwar gut, aber nicht dasselbe wie das zwanglose Laufen im Gelände in allen Gangarten.

Deshalb halte ich das zwanglose Reiten in allen Gangarten – und sei es als Handpferd – für ein sehr erstrebenswertes Ziel und finde es falsch, es gegenüber anderen Tätigkeiten mit dem Pferd abzuwerten oder unterzuordnen. Es ist ein wichtiges Element der artgerechten Pferdehaltung welches mMn niemand der ein Pferd hat aus den Augen verlieren sollte, wenn sie ihrem Pferd nicht auf andere Weise lange Streifzüge in allen Gangarten durch die Natur bieten kann.

Und ich finde es auch nicht richtig, das Reiten abzuwerten, nur weil man es nicht hinbekommt, und diese Tendenz sehe ich leider im Kreise der WzP-Nutzerinnen schon ein bisschen.

Ich finde die Wege, die hier bei WzP gesucht werden und die hier viele auf unterschiedlichste Weise gehen, die Suchen und die Offenheit und Neugier für einen anderen Umgang mit dem Pferd toll.
Und ich finde es auch richtig, sich einzugestehen, wo und wann man nicht reiten kann oder will und die Ursachen dafür herauszuarbeiten und klar zu benennen.

Aber ich finde eben auch, dann sollte an den Ursachen in geeigneter Form gearbeitet werden, was ja die meisten hier auch tun. Und ich wehre mich dagegen das Reiten gegenüber anderen Tätigkeiten mit dem Pferd abzuwerten.

Ich glaube nicht, dass das zwanglose Laufen durchs Gelände in allen Gangarten und das Umherstreifen durch Wald und Flur – auch mit Reiter obendrauf – für ein Pferd auf Dauer durch irgendetwas anderes zu ersetzen ist, wenn man das Pferd artgerecht halten will.
Das sind wir unseren Pferde neben vielem anderen mMn eben auch schuldig, und wenn wir es nicht hinbekommen – ich hatte auch schon solche Phasen – dann sollten wir es uns um unserer Pferde und uns selbst willen mMn zwanglos erarbeiten.

Ein Pferd ist ein Lauftier und es gibt wenig schöneres, als es bei seinem Trieb die Gegend zu durchstreifen und zu laufen und zu laufen begleiten zu dürfen. Das macht mMn einen erheblichen Anteil der gemeinsamen Erlebniswelt mit dem Pferd aus.

Klickern, spazieren gehen, Zirzensik, Fahren (vom Boden aus) und NHS usw. das ist alles gut und schön und macht auch Freude und soll auch seinen Raum haben, aber pferdischer als Reiten ist das alles sicher nicht und es hat daher mMn im Zusammensein mit Mensch und Pferd auch nicht mehr Sinn als Reiten.

Aber das Reiten soll natürlich ein Ziel sein, welches man mit der gebotenen Zeit spielerisch und freudig gemeinsam mit dem Pferd erreicht, und nicht zwanghaft. Und jede muss dafür die (Um-) Wege gehen, die sie und ihr Pferd braucht und sich selbst genügen Zeit und Raum geben, um diesen Weg zu bewältigen.

Umgekehrt würde ich auch keine andere Tätigkeit mit dem Pferd diesem Ziel alleine unterordnen, kein zwangloser (Um)Weg zum Reiten wird ohne Gewinn für Pferd und Mensch auch in anderen Bereichen gemacht. Der Weg ist das Ziel.

Und es ist auch mMn immer der Mensch und sein Umgang mit dem Pferd der dem Reiten entgegensteht, es ist immer der Mensch, der zuerst an sich arbeiten muß, um das zwanglose Reiten mit dem Pferd zu ermöglichen. Das Pferd kann dabei nur Begleiter und Hilfe sein. Das Pferd wird sich mMn nur in Reaktion auf eine Veränderung des Menschen und der menschlichen Haltung ihm und dem Reiten gegenüber verändern, erst dann wird das Reiten möglich.

 

Von Dagi • 25. März 2013

Was ist zwangsloses Reiten? Vor einem Monat habe ich eine 19 jährige Trakehnerstute bei mir aufgenommen. Sie stammt aus einem Schulbetrieb und musste „entsorgt“ werden.

Ich verzichtete auf meinen Wunsch, eines zweiten Friesenfohlens, denn das konnte nicht wahr sein!

Ich wusste um ihr Handicap, aber als ich sie dann vor mir stehen sah, verschlug es mir die Sprache. Vor ca. 13 Jahren überlebte sie einen Stallbrand und erlitt schwere Brandverletzungen auf ihrem Rücken.

Sie wurde geritten, gesprungen. Trotz ihrer Schmerzen trug sie zuverlässig die kleinsten Kinder auf ihrem Rücken und sie ist eine Seele von Pferd! Ihr wurden alle Rückenmuskeln weggeritten, sie ist schief ohne Ende und hat Blockaden. Der Sattelabdruck ist immernoch in ihr Rücken gedrückt und ich sehe, dass der Schwerpunkt viel zuweit hinten war.

Seit sie da ist, bin ich zweimal auf meinem Friesen geritten. Ich bringe es im Moment nicht fertig, auf Jans Rücken zu steigen, denn ich schäme mich vor Princess.

Ich stehe an einem weiteren Punkt meines Lebens, wo ich sehr viel nachdenke….angefangen als ich vor Jahren aufgehört habe mit Fleisch essen, dann vor kurzem, seit ich immer veganer lebe und jetzt stehe ich vor dem Punkt, möchten Pferde denn geritten werden? Kann man denn ein Pferd „gesund“ reiten?

Warum hat man ein Pferd. Weil man es liebt? Man sieht im Pferd einen Freund? Aber reitet man auf einem Freund? Ich weiss nicht mehr, ob es ein zwangloses Reiten gibt, seit ich Princess, diese wunderbare Schimmelstute kennenlernen durfte, die jedes Mal, wenn ich in den Stall komme, mich freudig begrüsst, und früher alles geduldig ertragen hat. Sie erzählt mir jeden Tag ein bisschen mehr aus ihrem Leben und es trifft mich hart.

 

Von Andrea • 26. März 2013

Das „Reiten auf einem Freund“ ist eine Formulierung, die einige Fragen aufwirft, den schon in der Wortwahl „auf“ ist beschrieben, dass man sich über den anderen stellt und den Freund (oder das Pferd) ausnutzt.

Von dieser Warte her betrachtet kann das Reiten nur eine Misshandlung sein; tatsächlich ist es aber so, dass viele Pferde Spaß haben, mit ihrem Besitzer in Bewegung zu sein, mit dem Menschen in Interaktion zu stehen und selbst gefordert zu werden.

Wie in fast allen Bereichen ist es meiner Ansicht nach so, dass die Grenzen fließend sind und man feinfühlig schauen muss, ob beide Parteien gerne dabei sind und sich wohlfühlen. Freiwilligkeit wäre ein entscheidendes Stichwort.

 

Von Tuffel • 27. März 2013

Hallo zusammen,
vieles was gesagt wurde ist gut und richtig. Und Babette, Dein Artikel hat mich auch nachdenklich gemacht. Klar kann man Reiten als Quälerei betrachten, denn es ist für ein Pferd nicht natürlich. Aber in der Natur würde es viele unserer Pferde einfach nicht geben und sie würden leidvoll überleben. Wir haben einen domestizierten Freizeitpartner, den wir versorgen – und ich hoffe, immer gut! Ist es nicht eine Win-Win-Situation, wenn unser Pferd versorgt ist und dafür durchschnittlich eine Stunde pro Tag arbeiten muss? Uns Menschen geht es meiner Meinung nach viel schlechter. Wir haben auch einen Tagesablauf und leider werden wir nicht immer gefragt, ob wir mit unserem (Arbeits-)Leben einverstanden sind. Um zu überleben, ist aber die Arbeit existenziell! Hier lässt sich nicht immer so leicht etwas ändern. Nun verlangen wir von unseren Freizeitpferden i. d. R. 1 Stunde Arbeit am Tag. Das ist meiner Meinung nach keine Quälerei, sondern die Arbeit und damit Pflicht des Pferdes. Klar, dass Arbeit Spaß machen soll und ich tue alles dafür, dass mein Pferd und ich Spaß haben. Dazu gehört auch eine gute Ausrüstung. Das darf mein Pferd von mir verlangen! Aber ich verlange schon, dass es mitmacht, wenn ich da bin. Reiten im Gelände mag meiner schon, vor allem, wenn wir es mal richtig laufen lassen! Aber noch lieber geht er mit mir Spazieren. Da hat er immer soooo viel zu erzählen. Und ich höre zu und dann erzähle ich und er hört zu. Mein Pferd ist mein bester Freund! Aber auch von einer Freundin verlage ich ja, wenn ich da bin, dass sie sich mir widmet und nicht z. B. anfängt zu simsen. Ich denke, wenn auch manchmal nicht alles optimal bei Pferd und Reiter klappt – wir müssen es uns nur beiderseits auch verzeihen können. Schließlich hat jeder auch mal „seine Tage“. Wir, als dem Pferd intellektuell Überlegenen, sollten nur das was nicht gut gelaufen ist für uns analysieren und beim nächsten mal – vielleicht mit anderen Mitteln – besser machen.

 

Von Janina • 28. November 2013

Ich denke, es kommt auf WIE an. Wenn man Pferde einschnürt, sich immer durchsetzen muss und sie mit Gewalt dazu zwingt, das zu tun, was sie tun sollen, dann muss das Pferd fürher oder später entweder resignieren oder aber es lehnt sich auf.

Ich glaube, meine Stute hatte es nicht immer gut. Ich kenne sie jetzt bald 2 Jahre, seit 1,5 Jahren gehört sie mir. Als sie noch meine RB war, „musste“ ich sie mit Ausbindern longieren. Und kaum waren die Ausbinder eingeschnallt, rollte sie sich extrem ein, obwohl sie mehr als genug Luft hatte. Sie ist kopfscheu, sehr empfindlich im Maul, mag Druck auf der Nase und auf dem Genick nicht. Sie war damals unheimlich schreckhaft und ein wahres Nervenbündel im Gelände.
Als der Vorbesitzer sie mir schenkte, war das kurz nach einem heftigen Sturz von ihr. Ich hatte kein großartiges Vertrauen in sie, aber mir war klar, dass sich das ändern musste, wenn ich sie wirklich für immer behalten wollte. Ich habe sehr viel mit ihr gearbeitet, vom Boden aus, bin kaum geritten. Ich musste auch vieles nachholen: Impfungen, Pass beantragen, Sattel anpassen lassen. Ich habe viel longiert und plötzlich pflügte sie mit den hinterbeinen nicht mehr den Boden und wurde entspannter unterm Sattel. Sie erschrickt kaum noch, läuft mir ohne Strick hinterher und bleibt stehen, wenn ich es sage. Alles ohne „Haken rein und Zügel ranziehen“, so wie ich es bei meiner ersten Reitlehrerin leider gelernt habe.

Wenn ich sie heute betrachte, dann sehe ich ein Pferd, das zu mir kommt, wenn es mich sieht. Ich sehe ein Pferd, das stupide Platzarbeit immer noch nicht mag, aber im Gelände fein an den Hilfen steht. Ein Pferd, dass im Gelände vergisst, dass sie mich trägt und mir trotzdem zuhört. Sie lässt sich von nichts beeindrucken, wenn ich ruhig daneben bleibe. Und wenn andere Pferde am Stall total durchdrehen, dann ist sie die Ruhe selbst.
Die kleinen Wehwehchen, die sie mitgebracht hat, haben sich auch allesamt erledigt, nach einem Sommer auf der Weide und Pferd sein. Ich glaube nicht, dass ich mein Pferd quäle, wenn ich es reite. Ich muss nicht jede Lektion, die ich mir ausdenke, sofort umsetzen und bis zum Erbrechen üben. Die Arbeit mit ihr hat mir Geduld beigebracht und keine Schritte schätzen zu lernen.

Ich meine, mir einzubilden, dass ihr gut geht mit mir. Ich mache vieles davon abhängig, wie es ihr und mir an dem Tag und zu der Tageszeit geht, wenn wir zusammen sind. Manchmal passt es einfach nicht. Und wenn dem so ist, dass bringt es doch nichts, ein Programm durchzuziehen.

Was ich sehr wichtig finde, ist, sein Pferd zu kennen und einschätzen zu können. Natürlich kann immer etwas passieren, aber je besser ich mein Pferd kenne, desto besser kann ich sein Verhalten deuten. Wenn sich das Pferd unter mir fest macht, dann läuft etwas schief. Wenn das Pferd mich nicht beachtet, dann läuft etwas schief. Wenn das Pferd sich aufregt, dann stimmt irgendetwas nicht.

Der Weg ist das Ziel.

 

 

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