Tipp bei Strahlfäule

In diesem Winter hatten wir es leider mit Strahlfäule zu tun und zwar zum Teil recht heftig. Mit herkömmlichen Mitteln gegen Strahlfäule zum Sprühen und Desinfizieren bekam ich die Sache nicht in den Griff – aber mit einem Tipp aus der Naturheilkunde, den ich bei uns im Forum fand (dankeschön an Conny!):

Man nehme

  • ein Glas möglichst festen Honig (also den cremigen, nicht den flüssigen)
  • und eine große Zwiebel.

Beides mit einem Pürierer oder in einer Küchenmaschine zu einem Brei vermixen und das dann auf den Strahl auftragen (vorher immer gut umrühren, denn die Zwiebel setzt sich schnell ab).

Der Erfolg war schon nach zwei, drei Tagen deutlich sichtbar: der Gammel verschwand fast umgehend und es konnte dann über die folgende Zeit gesundes Horn nachwachsen. Zugegeben, das Zeug riecht nicht ganz so gut, aber für mich ist das jetzt zu DEM Mittel bei Strahlfäule geworden.

Wichtig: Bei länger anhaltender Strahlfäule müssen natürlich

a) die Haltung und

b) die Hufbeschaffenheit bzw. Hufbearbeitung

überprüft werden. Strahlfäule kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden und darf grundsätzlich nicht unterschätzt werden.

Achtung: Wird es auf Dauer nicht besser mit den tiefen Strahlfurchen und reichen diese sogar bis hoch in den Ballen, kann es sich auch um einen so genannten Strahlpilz handeln. Den haben wir nämlich leider auch gleich noch mitgenommen – und dagegen hilft die genannte Mischung leider nicht.

23. Juni 2011 von Tania Konnerth • Kategorie: Gesundheit 22 Kommentare »

 

22 Reaktionen zu “Tipp bei Strahlfäule”

 

Von Ksenja • 27. Juni 2011

Hallo!
Danke für den Tipp, unsere Pferde haben leider auch nur einen winzig kleinen befestigten Winterpaddock, der rest ist Matsch (gut, dass es bei uns viel Schnee im Winter gibt…). Habe auch die Erfahrung gemacht, dass bei gleichen Haltungs- und Pflegebedingungen, die Hufphysiologie eine entscheidende Rolle spielt. Bei meinem Barhufgänger drückte z.B. die zu wenig ausgeschnittene Eckstrebe mal gegen den Strah und engte ihn ein (eigentlich für mich unsichtbar, da ich die Eckstrebe gedanklich nicht ausreichend verlängert habe und so deren Ende nicht richtig einschtäzte), die Folge war ständig leichte Strahlfäule, wenn ich nicht tglich daran arbeitete. Ein Besuch einer Huforthopädin stellte das Problem sofort ab!
Zum Strahlpilz: dieses Problem hatte ich im frühreren Stall, wo im Boden leider diese Pilze lauerten, mit Teebaumöl bekam ich die Zersetzung soweit in den Griff, dass der Strahl schneller nachwuchs, als sich auflöste.
Hoffe, das hilft noch nem Pferdchen.
Grüße
Ksenja

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Ja, die Hufbehandlung ist tatsächlich sehr entscheidend – das stelle ich auch gerade wieder fest!
Tania

 

Von Iris • 27. Juni 2011

Hallo!
Ich hatte diesen Winter einen anderen Fall. Es hat wirklich garnichts geholfen, der Strahl wurde an allen 4 Hufen stetig schlechter. Ich bin froh, dass ich aufgrund der schlechten Hufe und ihres sehr lang andauernden Fellwechsels eine Blutprobe habe untersuchen lassen. Das Ergebniss war ein gravierender Zinkmangel und seit dem ich Zink – von unserer TÄ verordnet – füttere, wird es zusehens besser! Ohne weitere übermäßige Behandlung, nur täglich auskratzen und 2 x wöchentlich den Strahl einpinseln.
Viele Grüße
Iris

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Guter Hinweis mit dem Blutbild!

Danke,
Tania

 

Von sigrun • 27. Juni 2011

Hallo Tania

toller Tipp, darauf wäre ich nicht gekommen. Bisher habe ich gute Erfahrungen mit THM Strahlbalsam gemacht, aber ich glaube, der enthält auch Honig, die Konsistenz ist jedenfalls ähnlich.

Honig hilft auch sehr gut bei Mauke und Entzündungen/Reizungen der Haut in der Fesselbeuge (zumindest, wenn es nicht durch Milben hervorgerufen wird). Allerdings ist da der weiche Honig besser geeignet, weil er sich besser verstreichen lässt.

Das Rezept mit Honig und Zwiebel ergibt übrigens auch einen sehr guten Hustensaft für den Menschen Zwiebel kleinhacken, mit Honig bedecken, einen halben Tag stehen lassen und dann so lange den Honig-Zwiebelsaft einnehmen, wie er er reicht oder bis der Husten weg ist ;-))

LG
Sigrun

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Ein echtes Wundermittel! 😀
Tania

 

Von Esther • 27. Juni 2011

Hallo Tanja,

ich kenne die Honig-Zwiebel-Mischung auch vor allem als Hustensaft, und zwar auch für Pferde. Riecht zwar recht gewöhnungsbedürftig, aber schmeckt deutlich besser als es riecht, und die Pferde fressen es ganz gerne übers Futter mit.
Echt interessant, wofür man diese Mischung alles verwenden kann!

Viele Grüße,
Esther

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Absolut! Und dass Pferde das freiwillig fressen, hätte ich nicht gedacht 😉
Tania

 

Von Sabine • 1. Juli 2011

Hallo Tanja,
super Tipp mit dem Honig und der Zwiebel!
Da mein Hafi leider ebenfalls mit Strahlfäule zu kämpfen hat – habe ich die Mischung gleich ausprobiert.

Meine Frage wäre nur, wie lange die Mischung haltbar ist? Rohe Zwiebel vergammelt ja ziemlich schnell – oder hat der Honig hier eine konservierende Wirkung?

Vielen Danke und viele Grüße,
Sabine

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Also, ich konnte das Glas immer in Ruhe aufbrauchen, da gammelte nichts.
Tania

 

Von Martina • 3. Juli 2011

Hallo!!
Ich habe das Mittel mit dem Honig und der Zwiebel auch probiert und muss sagen das es schon wunderbar zu wirken beginnt!! Danke für diesen wunderbaren Tipp!
Da leider auf die „teuren“ Strahlfäulemittel keine Besserung auf getaucht ist, ist das eine Freude wenn man denn Huf des Pferdes jetzt anhebt und sieht das es dem Strahl zusehens besser geht. 🙂
Kann nur jeden sagen, der das gleiche Problem hat, probiert lieber so etwas aus, bevor ihr da mit dem Chemie Zeug´s da an die Hufe ran geht!!!

Gruß
Martina

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Freut mich sehr, dass es auch bei Euch so gut anschlägt!
Tania

 

Von Silke • 4. Juli 2011

Hallo, vielen Dank für diesen tollen Tipp, auch ich habe sie sofort ausprobiert. Noch eine Frage meinerseits: Wie oft bzw über welchen Zeitraum tragt ihr diese wunderbare Honig-Zwiebel Mischung auf?
Herzliche Grüße Silke

__________________

Hi Silke,

zu Beginn habe ich das täglich einmal aufgetragen, dann immer weniger werdend.
Tania

 

Von Amy • 13. Juli 2011

Hallo, unser Pferd hat leider an allen vier Beinen Zwanghufe. Da achtet man schon ganz besonders auf die Mittel, die man anwendet. Danke für den Tipp. Dieses Frühjahr hatten wir dann auch ganz schlimmen Pilz, der erst als Strahlfäule behandelt wurde. Nichts half, bis ich im Internet auf Lebermoosextrakt gestoßen bin. Wo Moose sind, wachsen keine Pilze. In einer Verdünnung 1:10 haben wir 1x täglich, nach drei Tagen dann jeden zweiten Tag nach dem Säubern eingepinselt eine Woche lang. Dann konnte Hufpleger schlechtes wegschneiden. Bis jetzt kein neuer Pilz, Strahl und Hornhaut vor allem im Ballenbereich baut sich auf und wird mit Pflegemittel von Dr.Schaette gepflegt. Pferd bekommt morgens und abends Hufe gesäubert und kann wieder richtig laufen. Lebermoosextract gezielt aufgetragen wirkt bei uns auch gegen GrasMilben.

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Super, dass es bei Euch mit dem Lebermoos-Extrakt so gut geklappt hat. Bei mir hat das leider nicht wirklich geholfen …
Tania

 

Von Annika • 23. Oktober 2011

Hallo,

scheint wohl wirklich ein Wundermittel zu sein 🙂 Bei uns hat es auch super schnell geholfen. Haben noch ein paar Tropfen Teebaumöl dazugegeben. Vielen lieben Dank für den tollen Tipp !!! Wie man sieht geht es auch ohne Chemie 🙂
Annika

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Sehr gern geschehen!
Tania

 

Von Christel • 18. Dezember 2011

Hallo,

ist die Zwiebel zwingend oder kann man auch Honig pur nehmen?

Hört sich ja toll und einfach ein. Steht auf jeden Fall schon für morgen auf dem Einkaufszettel.

Liebe Grüße

Christel

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Hallo Christel,

ich glaube schon, dass die Kombination entscheidend ist 🙂 Mit nur Honig habe ich es jedenfalls nicht probiert.

Herzlich,
Tania

 

Von Eva • 19. Dezember 2011

Hallo, das mit dem Zwiebel/Honig gemisch hört sich sehr interessant an leider hat mein Pferd schon Hufkrebs. jetzt bin ich mir nicht sicher ob das Gemisch bei Hufkrebs auch wirken könnte. ich habe schon soviel ausprobiert 🙁

_________________________

Hallo Eva,

das kann ich leider nicht sagen, ob das Gemisch auch bei Hufkrebs hilft, tut mir leid!

Alles Gute für Euch,
Tania

 

Von jasmin • 22. Dezember 2011

Hallo Tania,

habe mit großer Interesse deinen Tipp mit dem Honig und der Zwiebel gelesen. Bin noch Neuling auf dem Gebiet mit dem eigenen Pferd.
Meine Frage wäre, wenn der Brei aufgetragen ist, wird es mit Watte zugestopft, oder wird der Huf anderweitig eingebunden. Evtl ein Stoffbeutel befestigen usw.
Freue mich über eine Antwort.
Liebe Grüße Jasmin

_________________

Ich habe es immer nur aufgepinselt. Wenn mal ein sehr tiefes Loch war, habe ich da ein Stück Verbandsbinde reinstopft. Watte flust zu sehr und ein Stoffbeutel würde nicht lange halten am Huf 😉 Bei normaler Strahlfäule reicht meiner Erfahrung das einfach Aufpinseln vollkommen aus.

Gute Besserung,
Tania

 

Von jasmin • 26. Dezember 2011

Hi, vielen Dank für deine Antwort. Werde mich wohl öfters mal melden, auch bei anderen Themen. LG Jasmin

 

Von Linda • 24. Januar 2012

Finde den Tipp wirklich super! Wenn meine Süße das nächste mal Probleme mit Strahlfäule hat, werde ich es auf jeden Fall ausprobieren. Bis jetzt habe ich immer Kupfersulfat genommen. Die Krümel in den Schlitz im Strahl drücken und ein bißchen Watte oder Taschentuch davor, damit nicht gleich wieder alles rausfällt. Das hat zwar auch immer absolut super geholfen (nach ein paar Stunden was alles trocken und nach ein zwei Tagen soweit weg, dass alles gesund nachwachsen konnte) aber weil das Zeug so giftig ist, habe ich mich nie getraut, sie damit auf den Paddock oder in den Stall zu lassen. Aus Angst, sie könnte davon was Fressen, wenn es rausfällt und deshalb hab ich sie immer für einige Zeit angebunden am Putzplatz stehen lassen. Mit dem Honig und den Zwiebeln fällt diese Sorge natürlich weg.
Danke! 🙂

______________________

Stimmt, garantiert ungiftig 😀
Tania

 

Von Sammy • 1. November 2012

Hallo habe eine frage bei dem honig-zwiebel gemisch nimmt man da das ganze glas honig ?
oder nur einen Teil?

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Hi Sammy,

ich glaube ich hatte kein ganzes Glas genommen. Aber sooo wichtig ist das mit dem Mengenverhältnis, glaube ich, nicht.

Herzlich,
Tania

 

Von Heike • 21. März 2013

Ich bin mittlerweile auch überzeugt, dass die Hauptursache für Strahlfäule die Art der Hufbearbeitung ist, v. a. zu lang und/oder (dadurch)zu eng gewordene Trachten. Ein dauermatschiger Paddockuntergrund kommt dann nur verstärkend hinzu bzw. macht einem Pferd mit gutem, offenen Strahl nichts aus, weil der Matsch in der mittleren Strahlfurche bei jedem Schritt quasi ausgetauscht wird und sich kein Bakterien- und Pilzpool ansammelt. Früher hatte ich das Gammelproblem wegen unzureichend gekürzten Trachten öfter mal.

Wenn es jetzt aus Dusseligkeit doch noch mal im Ansatz passiert, greife ich auf Hornpads zurück. Vielleicht nicht so ungiftig wie Honig aber sehr effektiv und super im Handling. (Wirkt laut Angabe sowohl gegen Fäulnis als auch gegen Pilz, enthalten auch Fett, damit das Strahlhorn dabei nicht austrocknet. Einfach auspacken, im Ganzen, oder bei kleinen Löchlein auch nur ein Stück, mit dem Hufkratzer das Loch damit ausstopfen. Hält und wirkt ca. 2 Tage. Wenn’s nicht mehr hält, braucht man’s auch nicht mehr 🙂

Denn solange die Strahlfurche eng oder ein Löchlein in der Tiefe ist, gammelt es sonst auch bei korrigiertem Hufzustand oft schneller wieder nach, als das Strahlhorn wächst. Das Lob der Hornpads gilt so jedenfalls für mein Pferd, hat sich des Erfolgs wegen im Stall aber rumgesprochen … Man muss übrigens rumgucken: Die Internetpreise gehen ganz schön auseinander.

 

Von Markus • 6. August 2013

Propolis hilft bspw. auch gut bei Strahfäule.

Propolis (Kittharz der Bienen) wirkt gegen die anaeroben Bakterien, die verantwortlich sind für die Strahfäule.

Kenne auch Leute, die Zahnpasta nutzen. Das wirkt auch austrocknend (und wurde früher deshalb beim Menschen auch als „Pickelcreme“ genutzt.

VG
Markus

 

Von Claudia • 18. November 2013

Ich wollte noch einmal etwas zu dem Zwiebel/Honig Gemisch als Hustensaft für Pferde sagen. Mein Tierarzt hat schwer geschimpft und hat mich aufgeklärt, dass Zwiebeln für kleine Pferde und Ponys toxisch wirken und somit giftig sind. Daher vielleicht mit Vorsicht zu verwenden…
Lg Claudia

 

Von Silke • 13. April 2014

Ich benutze immer kolloidales Silber, kann man mit einer Sprühflasche gut in die Furche bekommen. Ist auch ungiftig und sehr effektiv, vor allem weil es nicht nur bakterizid sondern auch fungizid ist. Gibt ja auch schon mal Misch-Befall…
LG Silke

 

Von Silke • 13. April 2014

Ach ja, und damit sich nicht sofort neuer Dreck in die Furche setzt, kann man anschließend eine Heilerdepaste auftragen bzw. reinschmieren. Muss man dann aber etwas trocknen lassen, bevor das Pferd wieder auf den Paddock geht.
Gibt’s fertig gemischt in der Tube (Drogerie oder Apotheke, ist von Bullrich’s)
LG
Silke

 

Von Finn Hansen • 16. Januar 2017

Leider gibt es ja noch immer Pferdebesitzer, die meinen, Matsch bis zum Knie wäre, solange man alle Pferdeäpfel pingelig genau entfernt, sogar eine Art wohltuende Packung fürs Pferd!
Da kann man nur den Kopf schütteln.

Ich selbst wende im Winter immer lange gezogenen schwarzen Tee an, den ich mit mehreren Beuteln stark ansetze, tagelang ziehen lasse und dann warm über die ausgekratzten Hufe und Strahl laufen lasse. Im Tee sind Gerbmittel, die antioxidantisch wirken und das Hufhorn reinigen und stärken.
Den Tipp habe ich von einer Pferdephysiotherapeutin bekommen und bisher hat es die Hufe gut gepflegt.

 

Von Melissa • 21. April 2017

Habt ihr dabei noch einen hufverband drauf gemacht? Und habt ihr die Hufe dazwischen gereinigt bzw. Desinfiziert?

 

 

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