Hilfe – Haarlinge!

Im letzten Winter hatten es sich Haarlinge auf den Jungs (und anderen Pferden in der Herde) breit gemacht. Ich habe hier nun etliche Erfahrungen zu dem Thema zu bieten, die vielleicht für den einen oder die andere auch interessant sind:

  1. Es gibt wohl verschiedene Mittel zum Waschen oder Auftragen – davon habe ich keines verwenden wollen, weil mir das zu viel Gift/Chemie war. Ich kann dazu also nicht sagen, wie gut oder schlecht was wirkt.
  2. Allein der Fellwechsel lässt Haarlinge nicht verschwinden (das war mir nämlich gesagt worden).
  3. Eine Wurmkur spritzen (z.B. Ivomec) hilft leider nichts – jedenfalls bei uns hatte das überhaupt keine Wirkung.
  4. Haarlinge gehen – entgegen anderer Aussage auch auf Menschen und ja, sie jucken 🙁 (Laut Aussage eines Tierarztes sollen sie nicht jucken, da sie nicht beißen und sich nur von Haarschuppen ernähren. Das kann ich nicht bestätigen, mich haben sie gejuckt.)
  5. Einen gewissen Erfolg hatte ich dann mit einem Tipp aus unserem Forum gehabt: Apfelessig auf die betroffenen Stellen tun. Erst habe ich das bei mir getestet – ohne Schaden und mit Erfolg, dann an den Jungs. Schon nach einer Behandlung (einfach pur auf Mähne und Schweif- vorsichtig mit den Augen beim Schopf und vorsichtig auch mit Wunden, das brennt etwas) war der größte Teil der Plagegeister weg. Leider hielten sich einige hartnäckig. Und sollte jemand Apfelessig anwenden wollen: macht es ohne Halfter, die Kombination Apfelessig und Pferdegeruch ist wirklich unangenehm und ein in Apfelessig getränktes Halfter stinkt ziemlich lange ziemlich erbärmlich.
  6. Einen echten Einfluss scheint das Wetter zu haben: Nach einer wirklich miesen Regenphase war Anthony komplett frei von Haarlingen und Aramis hatte nur noch ganz wenige.
  7. Ich probierte dann noch einen weiteren Tipp aus unserem Forum aus, um auch noch die letzten Plagegeister loszuwerden: Bohnenkraut füttern. Mit der Umsetzung dieses Tipps habe ich lange gewartet, da ich immer sehr vorsichtig mit allem bin, was in meine Pferde soll. Aber ich wollte es nun einfach wissen. Einfach eine Hand voll übers Futter. Ich begann mit weniger und steigerte mich dann in drei Tagen auf die Menge. Fakt ist: den Jungs schmeckt das prima 🙂 Fakt ist auch, dass ich jetzt keine Haarlinge mehr finde. Ob es nun der Regen oder das Bohnenkraut war, lässt sich nicht ganz sicher sagen – ich werde aber, sollten wir mal wieder einen Befall dieser Art haben, das nächste Mal gleich zum Bohnenkraut greifen.

Tja, manche Dinge stellen sich doch als kniffliger heraus als zunächst gedacht – Haarlinge gehören offenbar dazu.

18. November 2010 von Tania Konnerth • Kategorie: Gesundheit 23 Kommentare »

 

23 Reaktionen zu “Hilfe – Haarlinge!”

 

Von Sylvia • 21. November 2010

Willi (Haflinger) hatte in diesem Frühjahr auch mal Haarlinge. Ich bekam fast Anfälle, da ich all das Krabbelzeugs nicht ab kann. Wer mag das schon???
Wir haben damals zu Chemie gegriffen. (leider aus Unwissen mal wieder) Es hat super geholfen. Aber im Nachhinein erinnerten wir uns an die Homöopathie und haben erfahren, dass man den Pferden dann Sulfur (Schwefel) geben kann. Dein Apfelessig-rezept habe ich auch, aber mit Öl gemischt. Das macht insofern Sinn, dass durch das Öl die kleinen Biester keine Luft bekommen und die Schuppen des Pferdes auch aufgeweicht sind und nicht so lecker für Haarlinge. Aber probiert habe ich es noch nie! Ich hoffe ja sehr, dass es kein nächstes Mal gibt! Aber man weiss ja nie…..das würde ich in jedem Fall ausprobieren, wenn es doch mal so weit ist.
Man lernt ja nie aus.
Wir haben inzwischen schon so Einiges auch bei den Pferden mit Erfolg mit Globulie behandelt!

GLG Sylvia

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Hi Sylvia,

das Öl hatte ich bewusst weggelassen – das erschien mir zu matschig 😉

Tania

 

Von Anna • 22. November 2010

Bei meinem Shetty war es im letzten Winter ziemlich akut. Durch das dicke Fell und die lange Mähne hatten die Biester einen prima Spielplatz.
Im Winter hab ichs mit Schwefel probiert… es half nix.
Sobald es im Frühjahr wärmer wurde hab ich die Kleine mit Goldgeist forte (Läusemittel aus der Apotheke) gewaschen und das geht super.
Am Ende noch mit nem Läusekamm ausgekämmt was noch drinne war (natürlich alle tot).
LG

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Ah, ich erinnere mich an das Zeug… – gab es auch mal in der Schulzeit auf den eigenen Kopf 😀
Tania

 

Von KeoGuinness • 23. November 2010

Ich lese ja immer eure Blogs und finde das meiste richtig genial, aber diesmal habe ich mich ein bisschen geärgert (Bezeichnend natürlich, dass ich dieses mal das erste Mal einen Kommentar schreibe – muss wohl noch etwas üben, mich auf das Positive zu konzentrieren).
Und zwar schreibst Du unter 1., dass Du keine „böse“ Chemie verwenden willst, reibst aber unter 5. Dein Pferd mit Apfelessig ein. Nun, ich reagiere auf so etwas recht allergisch, da ich Chemikerin bin und daher weiß, dass so gut wie alles Chemie ist (natürlich auch Apfelessig) und das Naturstoffe mit einem fetten Bio-Stempel drauf natürlich auch eine chemische Reaktion auslösen. Die Naturstoffe sind zudem noch meist reich an allergieauslösenden Stoffen und die Wirkstoffkonzentration schwankt stark, so dass Du nicht weißt, wieviel Du dem Pferd gibst. Eine Stallkollegin, die auf Bio schwört und alle „chemischen“ Stoffe ablehnt, hat letztens 2 Mittel gleichzeitig an den Fesseln ihres Pferdes benutzt – mit der Wirkung, eine heftige Reaktion auszulösen und die Haut dort zu verätzen. Das Pferd war dann 2 Wochen lang kahl und hyperempfindlich, und sie ganz verwirrt – weil ja gar keine Chemie, sondern nur Bio-Natur-Öko-Stoffe benutzt wurden.
Naja, jedenfalls von mir die Bitte, auch bei diesem Thema das Hirn zu benutzen und nicht die Werbephrasen zu glauben (auch der tausendfach verdünnte Wirkstoff in einem Globuli wurde von einem Chemiker hergestellt oder zumindest aufgereinigt).
Nichts für ungut – bin halt persönlich betroffen. Ich will aber auch nicht sagen, Chemie um jeden Preis oder Nebenwirkungen wegleugnen, so ist es nicht gemeint. Man muss nur jeden Wirkstoff einzeln beurteilen, Schubladen wie „natürlich“ und „chemisch“ helfen da nicht.

mfg

KeoGuinness

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Hui, na da habe ich ja mal kräftig auf die Mütze bekommen 😉 Ich sehe Deinen Punkt und Du hast natürlich vollkommen recht. Die Unterscheidung „Chemie“ und „Natur“ ist eine Laiensicht und ja, greift natürlich viel zu kurz. Ich kann einfach nur sagen, dass mir die Vorstellung, Gift auf die Pferde zu tun, um etwas abzutöten, deutlich unsympathischer ist, als so etwas wie Apfelessig, den man ja auch zum Abwaschen der Beine nach einem langen Ritt nehmen kann. Chemie war mir schon in der Schule nicht geheuer, aber ich stimme Dir vollkommen zu, dass es gut wäre, sich da wirklch schlau zu machen und dass man auch mit dem Mischen von aus Laiensicht „natürlichen“ Stoffen Schaden anrichten kann.

In diesem Sinne herzlichen Dank für Deinen Kommentar,
Tania

 

Von Ines • 3. Dezember 2010

Hallo, leider lese ich erst jetzt mal wieder auf Eurer Seite. Trotzdem möchte ich kurz noch zu dem Thema erwähnen, dass die Fütterung mit Bohnenkraut vielleicht auch nicht so sinnvoll sein könnte. Ich habe mal gehört, dass es bei Pferden, welche Erbsenstroh fraßen, häufig zu Ataxien kam. Da scheint ein Nervengift enthalten zu sein. Ich bin kein Biologe, oder TA, aber vielleicht ist das ja auch im Bohnenstroh, weshalb es den Haarlingen schadet, aber was ist mit dem Pferd….? Übrigens werden die Chemiekeulen zur äußerlichen Anwendung ja z.T. auch aus Pflanzen, welche Nervengifte gegen Insekten enthalten, gewonnen. MfG Ines

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Hallo Ines,

vielen Dank für Deinen Kommentar. Es geht aber nicht um Bohnenstroh, sondern um Bohnenkraut. Das ist ein Gewürz, mit dem man z.B. grüne Bohnen verfeinern kann. Bohnenkraut ist für den menschlichen Verzehr gedacht und ich vermute mal, dass da die chemische Belastung gering sein dürfte. Auch füttert man nur eine Handvoll 🙂

Herzlich,
Tania

 

Von Tanja • 4. Januar 2011

Hallo! Haarlinge gehen ganz einfach weg! Ist zwar eine ziehmliche Patzerei, aber schnell und zuverlässig:
Man kaufe eine richtig fette Salbe/Creme ohne Inhaltstoffe (Ultrabas – Apotheke) und schmiere diese dick auf die betroffenen Stellen. Man lasst diese Creme dann 1 Tag am Pferd und wäscht sie nächsten Tag gründlich ab! Diese Stellen sind dann parasitenfrei! Überlebende Parasiten kann man an den Nebenstellen dann gut erkennen und auch einer Cremekur unterziehen! 2-3 Behandlungen und alle sind tot! Hilft bei: Milben, Haarlingen, Zecken etc… diese atmen nämlich durch ihren Hinterteil, während sie sich mit dem Vorderteil festhalten. Wird ihr Atmungsorgan von einer klebrigen Substanz bedeckt, die sie nicht mehr abbekommen – ersticken sie! Besser als jedes Shampoo oder Mittel!!!
Hoffe es hilft jemanden weiter!
LG Tanja

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Vielen Dank für Deinen Tipp, Tanja. Haarlinge kommen ja leider oft im Winter – da dürfte es dann mit dem Waschen Probleme geben, aber ich habe mir den Tipp auch gleich mal notiert.
Tania

 

Von lisa • 28. April 2013

was habt ihr mit Decken und Putzsach gemacht?

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Hallo Lisa,

damit habe ich nichts gemacht. Die Viecher sitzen im Langhaar. Auf den Sachen habe ich sie noch nie entdeckt.

Herzlich,
Tania

 

Von Andrea • 29. April 2013

Hallo, den Unterschied zwischen Bohnenkraut und Bohnenstroh war sehr hilfreich, da ich auch überlegt habe, wie ich jetzt an Bohnen“kraut“stroh ran komme. Was mich noch interressiert ist, wie du das Bohnenkraut dosierst hast?
Liebe Grüße
Andrea

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Liebe Andrea und alle anderen,

noch einmal: es ist KEIN Stroh! Bohnenkraut ist ein GEWÜRZ. Man kann es z.B. in einem Kilopack bestellen. Ich streu eine knappe Hand voll darüber über das Futter. Die ersten zwei, drei Tage weniger, um zu schauen, ob das Pferd das gut verträgt.

Herzlich,
Tania

 

Von Josie • 29. April 2013

Hallo zusammen 🙂
da ich gerade mit Haarlingen kämpfe, habe ich mir alles interessiert durchgelesen und bin auf das Thema Fettsalbe auf Zecken zu schmieren, damit diese absterben.
Ist das bei Zecken nicht gefährlich, wenn die Tiere absterben, während sie noch in der Haut stecken und Blut saugen? Bei Haarlingen stelle ich mir das unproblematisch vor. Aber Zecken sind doch in ihrer Plagerei intensiver und agressiver. Ich will hier kein neues Thema aufmachen, das gehört hier nicht hin, aber falls dies jemand fachkundig beantworten kann, würde ich mich sehr freuen.
LG Josie

P.S.: Sollte sich mir die Möglichkeit bieten, einen TA zu fragen, werde ich euch das Ergebnis/die Meinung mitteilen.

 

Von Maike • 6. April 2016

Hallo. Muss man den Apfelessig nachher auswaschen? Mein Pferd mag nämlich kein Wasser 🙁

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Hallo Maike,

nein, der Apfelessig muss nicht ausgewaschen werden, der verfliegt von allein.

Herzlich,
Tania

 

Von Elena • 21. April 2016

Hallo, ich bin leider auch Grade dabei diese Parasiten zu bekämpfen habe es mit Apfelessig gemacht meine frage hierzu is wie oft muss ich es anwenden 1×pro Woche?
Habe es gestern das erste mal aufgetragen bin über jede Info dankbar LG

________________

Hallo Elena,

ich würde es noch mind. zweimal im Abstand von 4-5 Tagen wiederholen, um alle geschlüpften Tiere mitzuerwischen.

Herzlich,
Tania

 

Von Danny • 22. April 2016

Hallo,

jetzt bin ich zufällig auf diesen Link bei Google gestoßen, da ich hier auch gleich den ganzen Stall befallen habe. Jetzt ist es so, dass ich eine Stute zur Ausbildung bekommen habe, die mir auch einen extremen Befall von Haarlingen mitgebracht hat. Diese wurde von dem TA, auch meine Unwissenheit, gleich geimpft. Zwei Wochen später wieder eine Impfung. Nur blöd, dass die Viecher ja nicht gleich tot sind oder so. Eine bessere Aufklärung seitens des TA wäre auch nicht schlecht gewesen. Jetzt hat es auf jeden Fall mein restlicher Bestand von 6 Pferden auch. Jetzt ist es ja so, das auch die zweite Spritze wieder nur 2 Wochen hält. Ich habe aber das Gefühl, dass es irgendwie nicht wirklich greift und suche hier das ganze Internet ab nach Methoden, Anwendungen, die wirklich helfen. Was mich jetzt bei Dir aber wundert ist, dass du dein Putzzeug usw. nicht auch desinfiziert hast. Mir wurde erklärt ich kann den ganzen Stall von oben bis unten desinfizieren. Da ich Angst habe das es hier zu einem Ping-Pong-Spiel kommt, werde ich auf jeden Fall mal Appelessig drauf machen und ebenfalls das Bohnenkraut testen. Dazu wollte ich die Einzelnen Stellen mit Peticare gegen Juckreiz, Milben u Haarlinge einreiben. Peticare soll rein biologisch sein. Achso bevor ich es vergesse, der TA war sich nicht sicher aber er hatte den Verdacht auf Haarlinge, Milben und Pilz. Wie kann man es eigentlich soweit bei seinem Pferd dazu kommen lassen. Bin stinksauer auf den Typ. Hat jemand denn schon mal was von Peticare gehört?

LG Danny

 

Von Tanita • 22. Mai 2016

Hallo, zu dem Putzzeug und allem anderen wie Decken, Reithosen etc. empfehle ich das Hygienewaschmittel von Sagrotan. es geht mit in die Waschmaschine und kann auch zur Handwäsche genutzt werden.
Ich habe super Erfahrung damit gemacht als mein Dickerchen vor ein Paar Wochen Pilz hatte.
Lg

 

Von Sarah • 12. Juni 2016

Hallo zusammen,

passt nicht zu 100% zum Thema, ist aber ähnlcih: bei uns sind es dieses Jahr leider die bösen Grasmilben die unsere Ponys befallen, habt ihr da auch Ideen?
Unser Tierarzt hat uns so ein chemisches Zeug gegeben, dass auf viel Wasser verdünnt zum Waschen genommen wird.
Leider kommen die kleinen Biester immer wieder, die ganzen Beine (vor allem die hinteren) sind ständig befallen und das Fell lässt sich dann so rausziehen.

Jetzt wollen wir es gerne mal mit Apfelessig probieren, meine Frage: Habt ihr damit erfahrungen? wie verdünnt ihr das, also in welchem Verhältnis? Habt ihr sonst noch Ideen?

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Hallo Sarah,

ob Apfelessig auch gegen Grasmilben hilft, kann ich leider nicht sagen. Bei Haarlingsbefall reibe ich den Apfelessig unverdünnt ins Fell.

Herzlich,
Tania

 

Von Petra • 18. Juni 2016

Hallo,
zum Thema „Grasmilben“: Mit den Viechern hatte ich vor ca. 35 Jahren zu tun gehabt, und zwar auf dem Spielplatz des Kindergartens, in dem ich gearbeitet habe. Alle Kinder und Erzieherinnen hatte bis zur Höhe von ca. 50 cm fote Flecken, die scheußlich juckten und wie Röteln aussah. Da half nur die chemische Keule. Ein von Grasmilben befallener Boden muss behandelt werden. Das war zumindest die Information. Es war auch die einzige Methode die half. Seitdem habe ich von diesen Viechern nie mehr was gehört.
bin mal gespannt, ob es neue Erkenntnisse und Mittel gibt.
LG Petra

 

Von Stefanie • 8. April 2017

Liebe Tania,
Meine alte Stute hat gerade auch Haarlinge,
Das mit dem Essig fand ich eine prima Idee und habe
Es auch gleich ausprobiert.
Das Bohnenkraut füttere ich nun auch noch, dazu meine Frage:
Wie lange hast du das Gewürz gefüttert?
Liebe Grüsse
Stefanie

_______________

Ich habe das ein paar Wochen gefüttert, mit einem Kilo kommt man recht weit.

Herzlich,
Tania

 

Von sophie • 20. April 2017

Hallo,
vielen Dank schon mal für all diese Erfahrungen hier und ich würde mich sehr freuen wenn ihr mir helfen könntet.
ich habe eine Stute , die massiv von Haarlingen befallen ist. Ihr ganzer Körper ist befallen, ich kann also nicht nur die betroffenen Stellen behandeln sondern muss das ganze Pferd besprühen oder einschmieren. was haltet ihr da für die beste möglichkeit ? damke und gruß Sophie

________________

Hallo Sophie,

bei einem so starken Befall ist dann leider oft eine chemische Behandlung unerlässlich. Dafür ist dann erstmal Ruhe. In einem solchen Fall würde ich den Tierarzt holen und das mit ihm besprechen.

Herzlich,
Tania

 

Von Karin • 4. Mai 2017

Hallo ihr Lieben,

meine beiden älteren Herrschaften haben „zur Zeit“ auch Haarlinge. „Zur Zeit“ ist so ne Sache, weil mein Wallach Sommerekzemer ist, habe ich das Gejucke natürlich vergangenes Jahr erstmal auf das Ekzem geschoben. Im Herbst bin ich dann auf Milben oder eben Haarlinge gekommen. Über den Winter habe ich sie dann versucht in Schach zu halten (Im Offenstall ist mit Waschen halt nicht viel). Jetzt nach dem Fellwechsel habe ich den TA zur Rate gezogen, da kein einziges Mittelchen geholfen hat.
Bohnenkraut: Fehlanzeige
Schwefelblüte und hinterher mit Jakutin abwaschen: Fehlanzeige
Nehmöl: Fehlanzeige
Kokosöl: Fehlanzeige
Apfelessig: Fehlanzeige
Sud aus Zwiebeln und Knoblauch gekocht und mit Apfelessig gemischt: Fehlanzeige
Öl mit Margosa-Extrakt: hilft 1,5 Tage
Jetzt die Behandlung des Tierarztes (Sie meint, es seien Haarlinge)
2-malige Waschung mit Sebacil: Das Zeug ist Superagressiv. Die Haarlinge sterben nicht davon, aber das Pferd.
Mein Ekzemer hat ja sowieso schon mit Stoffwechselproblemen zu tun, deshalb auch das Ekzem. Die Folgen für die Leber waren schon eine Woche nach der ersten Waschung erkennbar: Tellerflecken im Fell, Hungerhaare und Stichelhaare.
2. Waschung am 10. Tag.
Immer noch Haarlinge.
1 Woche später TA wieder gerufen. War vor 2 Tagen: Ivermectin gespritzt und Butox auf den Rücken.
Meine Pferde leben noch. Aber die Haarlinge auch wie es scheint.
Das Putzzeug, das seit Monaten nur noch aus: Läusekamm, Mähnenbürste, Hufkratzer und Ringpinsel(zum Auftragen des Öls) besteht, wird nach jedem Putzen, also jeden Abend in einen Eimer geschmissen und mit kochendem Wasser überbrüht und bis zum nächsten Morgen stehen gelassen.
Winterdecken, die ich ja immer noch brauchte, werden ständig auf 60° C gewaschen und danach in den Trockner.
Abschwitzdecken kann man leider nicht so heiß waschen.
Werden erst mit Sebacil eingesprüht und dann gewaschen. Danach bei Kaltluft in den Trockner.
Bisher bin ich also ausgesprochen Ratlos. Den Stall habe ich mit flüssiger Kieselerde ausgepritzt.

@ Sophie: Meine Pferde sind auch komplett befallen: Ich muss sie auch immer komplett einpinseln. Und die Ohren auswischen.

Zur Stärkung des Immunsystems füttere ich MSM (ist ja auch eine Schwefelverbindung), Seniormineral und Spurenelemente-Mischung. Natürlich schon seit Jahren getreidefrei.
Ebenfalls füttere ich zur Zeit eine Kräutermischung zur Entgiftung und Unterstützung der Leber und Nieren.

Und ich habe KEINE Ahnung, wo meine Pferde die Viehcher herhaben. Ich halte meine Pferde in Eigenregie in meinem eigenen Stall. Sie haben keinen Kontakt zu anderen Pferden.

Mal abwarten, ob noch ein Wunder geschieht und wir dann doch noch die Viehcher loswerden.

 

Von Silvia • 9. Mai 2017

Hallo,
meinen Pferden geht es genau so, wie von Karin beschrieben.
Ich habe drei Pferde in Eigenregie in Offenstallhaltung laufen und bin ebenso verzweifelt.
Im Oktober ging die Juckerei los. Im Fell waren noch keine Viecher zu erkennen. Die Pferde haben sich gekratzt und gebissen. Am Kopf verloren die Tiere zuerst Haare. Offene Stellen waren teilweise sekretig und blutig. Bei meiner einen Stute waren die Stellen am Kopf tellergroß. Die Pferde haben Ivermectin gespritzt bekommen. Keine Besserung. Nach 2 Wochen wurde gegen Pilz, 2-malig gespritzt. Die eine Stute habe ich am Kopf zusätzlich mit Anolyt behandelt. Danach verheilten die großen Wunden. Am Körper erschienen kleine Knubbel, welche man mit den Haaren abziehen konnte.
Beim Wallach wurde es etwas besser. Einzelne Stellen habe ich mit Lebermoosextrakt besprüht und auch mit einem speziellen Öl (soll gegen Milben und Pilze helfen) eingeschmiert. Apfelessig hat auch nicht geholfen. Schwefelblüte ebenso wenig.

Meine alte Stute hat sich an allem gescheuert. Teilweise bis aufs Blut. Die Haare habe ich an den schlimmsten Stellen mit der Schere abgeschnitten, um besser die Haut zu behandeln, und besprüht und eingeölt. Als es plötzlich warm wurde sah ich einige weiße, sehr kleine Haarlinge? auf dem Fell.
Sofort wurden meine Pferde mit Sebacil gewaschen. Es wurde etwas besser. Noch weitere 4 Waschungen folgten. Den Stall desinfizierte ich mehrfach mit einem Parasitenbekämpfungsmittel. Das Putzzeug wird nach Benutzung jedesmal gereinigt/desinfiziert, ebenso Decken usw.
Und trotzdem ist es ein halbes Jahr später noch nicht überstanden. Vor einigen Tagen behandelte ich die drei mit Butox pour on.
Auch bekommen meine Pferde viele Mineralien und Zusatzstoffe für die Haut und zur Immunsteigerung.

Ich kann mir auch nicht erklären woher meine Pferde die Viecher herhaben. Mein Tierarzt meinte nur, dass er ein paar ähnlich Fälle kennt.

Ich hoffe und wünsche, dass es bald vorbei ist

Viele Grüße
Silvia

 

Von Ina • 25. Juni 2017

Hallo ihr Lieben,
Mein Dicker hat ein schwaches Immunsystem und deswegen auch immer wieder div. Parasiten.

Grasmilben, Milben, Haarlinge etc.. alles immer mal wieder ein Thema.

Wir werde die immer gut los.
Mein Tipp: sublimierten Schwefel aus der Apotheke hochdosiert füttern. Davon fängt das Pferd an nach faulen Eiern zu stinken. (Pro Tag 1/2 TL bei 400kg pferd) Die vor dem Gestank „fliehenden“ Parasiten bekommen ordentlich Kieselgur auf den Pelz gepudert. Der putzkasten wird auch damit ausgestaubt.

Das ganze jeden Tag und haarlinge sind nach 9 Tagen weg. Milben brauchen länger.

Gute Besserung an die Pferdchen!

 

Von Sonja • 14. November 2017

Vergangenes Frühjahr war meine Stute extrem mit Haarlingen befallen. Da ich damit bisher keine Probleme hatte, habe ich es nicht früh genug erkannt und die Juckerei auf den Fellwechsel geschoben. Irgendwann habe ich gesehen, dass es überall nur so krabbelte. Die vom TA verordnete Chemie konnte ich ihr nicht geben, weil sie ohnehin eine stark angegriffene Leber hat (die Mittel gegen Haarlinge sind stark toxisch!). Nach verzweifeltem Internetgewühle stieß ich auf den Hinweis mit dem Bohnenkraut. Also habe ich ihr täglich eine kleine Handvoll über’s Futter gegeben, und nach 3 Tagen hingen alle Viecher tot im Fell. Ich habe das dann jede Woche für 3 Tage wiederholt, um auch die frisch geschlüpften Haarlinge abzutöten.

Da mein Pferd durch eine Krankheit geschwächt ist, und die Parasiten jederzeit wieder über sie hergefallen wären, mache ich seitdem jede Woche eine dreitägige Bohnenkraut-Kur. Da Bohnenkraut nicht nur nicht leberschädlich, sondern sogar eine Leberheilpflanze ist, ist das kein Problem. Bislang hat sie sich keine neuen Haarlinge eingefangen.

Schlimm war dann allerdings, dass die Haarlinge die Haut so geschädigt haben, dass mein Pferd im Anschluss von verschiedenen Hautpilzen besiedelt wurde. Die sind wir nun mit viel Mühe auch wieder losgeworden, aber der Juckreiz bis dahin war für das Pferd schon qualvoll.

 

Von Sonja • 14. November 2017

In der Hochzeit des Befalls habe ich übrigens das ganze Pferd täglich zweimal mit einem Läusekamm durchgekämmt, um ihr ein wenig Erleichterung zu bringen.

 

Von Cora Curry • 18. Januar 2018

Versucht es mal mit Olivenöl 10 Teile/ Teebaumöl 1 Teil ( Teebaumöl nie pur benutzen) Befallene Stelen einreiben.

 

Von Julia • 24. April 2018

HAllo,

ich möchte darauf hinweisen, das man niemals auf Zecken Öl oder Fetthaltige Cremes geben sollte um diese zu ersticken. Zecken sonder dann erst recht ihren verkeimten Speichel ab und die Borreliose gefhar erhöht sich. Bitte bitte neimals Zecken versuchen zu ersticken !!!

 

 

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