Der Kappzaum – Teil 3: Die Gewöhnung an den Kappzaum

Ich habe im ersten Teil der Serie Ihnen die Art von Kappzaum vorgestellt, die ich für das Longieren nutze (siehe auch Longenkurs). Für mich bietet diese Art des Kappzaums das, was ich für meine Arbeit will: eine zuverlässige und präzise, dabei aber schmerzfreie Einwirkung, mit der ich eine Genickstellung erreichen kann.

Für viele Pferde ist der schwere, fest angezogene Kappzaum zunächst ungewohnt. Deswegen ist es wichtig, sich ausreichend Zeit zu nehmen, das Pferd langsam an den Kappzaum zu gewöhnen.

Fangen Sie bitte nicht gleich damit an, den Kappzaum festzuzurren und sofort damit zu arbeiten. Verschnallen Sie ihn zuerst sanft und führen Sie Ihr Pferd ein bisschen oder gehen Sie etwas grasen. Erklären Sie dann ganz in Ruhe die stellenden Hilfen, ohne Krafteinsatz, sondern mit viel Geduld und Lob.

Achten Sie bitte auch auf Ihre eigene Einstellung zum Kappzaum – wenn Sie selbst darin ein „Marterinstrument“ sehen, wird Ihr Pferd die Abneigung unter Umständen spüren und sich fragen, ob da etwas nicht ok ist.

Futterlob mit dem Kappzaum

Wenn der Kappzaum ganz fest angezogen ist, kann das Pferd größere Futterbrocken (z.B. ein Stück Möhre) unter Umständen nicht mehr gut kauen. Wenn Sie also ein größeren Futterbrocken geben möchten, machen Sie den Kappzaum wieder etwas weiter auf.

Ansonsten gebe ich, wenn ich meine Pferde mit Futter belohnen möchte ein paar Haferkörner. Die kann das Pferd auch mit fest angezogenem Kappzaum lutschen.

Kauen und Lecken während der Arbeit

Und bitte keine Sorge: Ein Pferd kann auch mit angezogenen Nasenriemen währen der Arbeit kauen und lecken!

Sicherlich sind die Möglichkeiten des Kiefers eingeschränkt, aber genügend Spielraum ist dank der weichen, nachgiebigen Innenpolsterung trotzdem noch vorhanden. Meine Pferde zeigen beim Longieren häufig auch einen feinen Schaumlippenstift – das Maul ist also aktiv.

Wenn sich das Pferd gegen den Kappzaum wehrt

Im Normalfall gewöhnen sich die Pferde sehr schnell an den Kappzaum, wenn man sich die Zeit nimmt, ihnen diesen Ausrüstungsgegenstand zu erklären. Ich erlebe nur ganz selten, dass sich ein Pferd gegen den Kappzaum wehrt (zumindest bei dieser Kappzaumvariante). Wenn aber ein Pferd deutliche Abneigung gegen den Kappzaum zeigt (sich den Kappzaum nicht aufziehen lassen will, den Kopf schüttelt, oder sich mit Kappzaum deutlich widersetzlich zeigt), sollten Sie unbedingt folgende Punkte abklären:

– Sind die Zähne in Ordnung?
– Hat das Pferd ein Problem mit den Nebenhöhlen?
– Zeigt das Pferd Schmerzen dort, wo die Gesichtsnerven austreten?

In den meisten Fällen findet sich eine Ursache für die Abneigung gegen den Kappzaum. Stellen Sie diese Ursache ab und geben Sie dem Pferd die Zeit, die es braucht zu erfahren, dass der Kappzaum nicht weh tut oder „böse“ ist. Es lohnt sich, denn mit einem solchen Kappzaum haben Sie ein exzellentes Werkzeug für eine korrekte Longenarbeit.

1. Juni 2010 von Babette Teschen • Kategorie: Longieren 27 Kommentare »

 

27 Reaktionen zu “Der Kappzaum – Teil 3: Die Gewöhnung an den Kappzaum”

 

Von Falko • 1. Juni 2010

Hallo Babette. Bin erstaunt…..denn genau so lief es bei meinem ab: erst einmal habe ich den Kappzaum leicht verschnallt und ihn damit geführt. Dann, nachdem er sich dran gewöhnt hat, wurde er fest verschnallt. Die Trainerin wollte ihm einen getrockneten Brotkanten geben……welchen er aber nur raspelte. Also Kappzaum runter….und schon konnte er ihn fressen 🙂 Meiner machte zum Glück keinerlei Anstalten, dass er den Kappzaum nicht mag oder ähnliches und er macht auch super mit. Danke für Deine tollen und präziesen Blogs. LG Andrea
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Sehr gerne 🙂
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Christine • 3. Juni 2010

Guten Tag Babette

Ich bin erst seit neuem auf deine Homepage geraten, weil eine Bekannte mir dazu riet. Ich bin begeistert! Habe einige Übungen bereits versucht, jedoch vorrerst mit halfter und möchte nun auch auf den Kappzaum umsteigen. Nun möchte ich mit meiner jungen Stute weiterarbeiten als nur die einfachen Übungen welche sie inzwischen aus dem Effeff kennt (BA wie weichen, rückwärtsrichten, sich überall anfassen lassen, Putzen und Hufeauskratzen -> leichte Longenarbeit mit dem Halfter kennt sie auch bereits).

Jedoch ist es bei ihr so, dass sie vor einem halben Jahr in einen Pfosten rannte und sich genau das Jochbein einschlug und dort opertiert werden musste und dort kein Knochen mehr drunter hat. Kann oder darf ich trotzdem den Kappzaum ausprobieren? Soll ich es einfach mit der eingewöhung wie oben beschrieben ausprobieren wie sie reagiert? Sie arbeitet total gerne.

Danke übrigens für Deine Zeit, welche du in diese Blogs investierst. Die sind soo spannend und wirklich so einfach genial zu verstehen. Meine Pferde haben plötzlich spass an den Übungen vom Boden aus!

Würde mich sehr über einen Tipp oder Meinung von dir freuen.

Grüessli Christine
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Liebe Christine,
hui, das ist schwierig für mich zu beantworten… Bitte frag´ das bei Deinem Tierarzt nach, ok?
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Irmgard Zeuner • 7. Juni 2010

Hallo, eine Frage!Der Kappzaum soll fest verschnallt sein. Der untere Riemen, Nasenriemen, hat festen Kontakt
auf der Mitte und auf der Unterseite. Seitlich ist Luft.
Ich denke, daß das richtig ist. Bitte Ihre Meinung.
Liebe Grüße
Irmgard
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Hallo Irmgard,
der Nasenriemen soll möglichst gleichmässig um die Nase anliegen, so dass es eben keine „Luftlöcher“ auf der Nase, oder neben der Nase gibt. Du kannst mir gerne Fotos schicken und ich schaue mir dann an, wie Dein Kappzaum bei Deinem Pferd sitzt.
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Silke Tarrach • 10. Juni 2010

Hallo Babette,
ich lese mit Begeisterung deine Praxis-Blogs, wie auch jetzt den über den Kappzaum. Ich habe bereits den Longenkurs bei dir bestellt. Besitze auch bereits einen Kappzaum, allerdings aus Nylon, der leider nicht fest sitzt und beim Longieren etwas verrutscht. Möchte mir jetzt gerne einen festen Kappzaum zulegen, allerdings bin ich im Moment damit ein bisschen überfordert und weiß überhaupt nicht, wo ich den am besten her bekomme, worauf ich besonders achten muss. Material Leder: klar; gepolsteter Nasenriemen auch, sollte er vom Leder eher weich sein, oder ist das nicht ausschlaggebend… Es gibt so viele verschiedene, die u.a. im Internet angeboten werden, wie auch bei Reitsportgeschäften, vorallem auch preislich. Zudem hat meine Stute einen ziemlich großen/langen Kopf. Kann ich zur Auswahl irgendwas messen? Kannst du mir hier vielleicht einen Tip geben, wie ich am besten an die Sache ran gehen kann? Oder vielleicht auch, wo man gut sitzende Kappzäume bekommt?
Ich freue mich schon auf deinen nächsten Praxis-Blog !!!
Liebe Grüße
Silke
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Hallo Silke,
ich würde mir Kappzäume bei einem Anbietern bestellen, bei denen man die Ware umtauschen kann und ausprobieren. Vom Preis-Leistungsverhältnis sehr gut finde ich die Modelle „Classic“ und „Profi“ von Loesdau. Probiere die mal. Wenn gar nichts von der Stange geht, kann man den Kopf seines Pferdes ausmessen und sich einen Kappzaum nach Maß anfertigen lassen. Das macht zum Beispiel Natascha Gauert. Du findest sie, wenn Du googelst.
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Heidelinde Gold • 23. Juni 2010

Hallo Babette,

danke für Deine newsletter, die sind wirklich sehr interessant und hilfreich.
Ich habe jetzt einen Kappzaum vom Lösdau (classiv) geborgt bekommen und könnte diesen kaufen.
Die Metallringe sind sehr schwer beweglich, die stecken etwas, ist das ein Problem für die Longenarbeit?
Ich glaube sonst passt der Kappzaum. Das Metall ist auch sehr wuchtig, das sieht im Internet gar nicht so aus.

Ganz liebe Grüße aus Österreich

Heidi Gold
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Liebe Heidi,
mich stören die schwergängigen Metallringe nicht so sehr. Manchmal kann ein Tropfen Öl Abhilfe schaffen 🙂 ,
liebe Grüße,
Babette

 

Von Manuela Hijnzmann-Bäcker • 4. August 2010

Hallo Babette, ich bin beim Googeln auf diese interessante und ansprechende Seite gestoßen, ich habe in der letzten Zeit sehr viel Interessantes über die Arbeit mit dem Kappzaum gelesen. Ich finde, dass die Arbeit mit dem Pferd und das Lernen mit dem Pferd niemals aufhört. Früher habe ich immer mit Trensen und Ausbindern longiert, nöchte es aber mit auch gerne einmal mit dem Kappzaum probieren. Welche Erfahrungnen mit dem Kappzaum gibt es bei älteren Pferden? Die Gewöhnung kann ich mir gut so vorstellen, wie ihr es beschrieben habt. Die Pferde werden regelmäßig leicht gearbeitet, ich bemühe mich aber immer auch gemessen an unseren körperlichen Möglichkeiten Neues als Anregung auch für die Pferde zu erarbeitn. Meine Stute ist 18, mein Wallach ist 25 , auch er wird jeden Tag geritten, cirka alle 10 Tage traditionell, aber vorsichtig longiert. Für ihn könnte ich mir den Kappzaum gut für Bodenarbeit und Arbeit am langen Zügel vorstellen. Mit liebem Gruß Manuela
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Liebe Manuela,
um auf die Arbeit mit Kappzaum umzustellen, ist ein Pferd nie zu alt 😉 . Erfahrungen mit alten Pferden gibt es reichlich und sind sehr positiv, also probiere es ruhig aus 🙂 , liebe Grüße,
Babette

 

Von Manuela Hinzmann-Bäcker • 5. August 2010

Liebe Babette, auf dieser Seite und in dem Bericht aus der Zeitschrift „Cavallo“ bekomme ich ja schon viele Tipps und Anregungen. Demnächst kann ich ja dann von meinen Erfahrungen berichten. Liebe Grüße Manuela
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🙂 🙂 🙂
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Anja • 20. Oktober 2010

Hallo Babette,

ich suche nun schon seit längerem nach einem guten Kappzaum. Das scheint mir fast das Schwierigste bei der Longenarbeit zu sein 🙂 Es gibt so viele Modelle. Ich habe das Buch von K. Jung und auch bereits bei ihr nachgefragt, welchen sie empfiehlt. Aber ich bin immer noch unsicher. Mein Pferd (Reitbeteiligung) ist öfter verspannt und muss Rücken- und Bauchmuskeln aufbauen. Longieren tut ihm also gut, aber ich will mit dem „falschen“ Kappzaum nichts schlimmer mach
en. Soll ich einfach mal den Profi von Loesdau bestellen und ausprobieren? K. Jung empfiehlt u.a. den von Solibel. Was soll ich bloss tun? :-((

Danke für Info.

mfg
Anja
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Liebe Anja,
der Solibel und der Profi von Loesdau sind sich sehr, sehr ähnlich (bis auf den Preis 😉 ). Beide sind wirklich prima und ich kann Dir nur dazu raten 🙂 . Also, gar nicht sooo schwer 😉
Liebe Grüße,
Babette

 

Von britta • 20. Februar 2011

Liebe Babette,
ich übe jetzt schon einige Zeit mit dem Kappzaum, hatte nur immer Schwierigkeiten ein ruhiges Plätzchen zum Üben zu finden. Ich stelle nur fest , dass es bei meinem Pferd nicht so schnell vorwärts geht, wie ich dachte. Zur Zeit longiere ich ihn gar nicht, sondern lasse ihn frei in der Halle laufen oder lasse ihn auf die Matschkoppel.Doch wenn ich solange brauche bis wir endlich richtig longieren, ist es wahrscheinlich besser so, als auf die Methode im Gebiss einhängen und ausbinden zu longieren, da es mir so wiederstrebt. Vielleicht geht es auch später plötzlich viel schneller.
Danke für alle Tips

mfg Britta

 

Von Eva • 26. März 2011

Liebe Babette,
ich möchte bald mit meiner Stute mit dem Longenkurs beginnen, aber ich habe noch ein wenig Größenprobleme beim Kappzaumkauf.
Habe eine Isi-Stute, die ich mit englischem Zaum in der Größe Cob reite (Pony ist ihr zu klein) und weiß jetzt nicht, welche Größe ich für sie beim Kappzaum brauche. Ich überlege zwischen Solibel und den beiden Loesdau Modellen (Profi und Classic). Den Profi gibt es nur in Pony/VB Kombigröße, bei den anderen je beide Varianten (Pony und VB). Was würdest du mir empfehlen? Hast du mit den angegebenen Modellen schon Erfahrungen bei Isländern gemacht?
Vielen Dank schon mal für Deine Tips!
MfG, Eva

 

Von Christina • 24. September 2012

Hallo Babette,
vielen Dank für deine wunderbaren Tipps!!
Eine Frage hätte ich noch. Könnte das Gewicht des Kappzaums ein Problem für meine junge Walker-Stute werden? Ich grüble ob es sie beim rassetypischen Kopfnicken belasten könnt.
Ganz liebe Grüße, Christina
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Hallo Christina,
nein, im Normalfall dürfte das Gewicht kein Problem darstellen. Der Kappzaum den ich verwende wiegt z.B. 800g.
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Judith Fancher • 31. Oktober 2012

Hallo Babette
Ich bin beim Kappzaum-googeln auf Ihre sehr informative Seite gestoßen. Ein großes Lob auf Ihre tollen und sehr verständlichen Beiträge!
Nun möchte ich auch gleich eine Frage loswerden. Ich habe eine Trainerin für die Handarbeit gefunden, und möchte meinen 6 jährigen Fjordwallach auch gerne nach Ihrem Longenkurs ausbilden. Ich hatte mir vor 2 Jahren den Solibel-Kappazum Professional gekauft, aber nie genutzt. Das Naseneisen passt meinem Pferd nicht wirklich: seitlich ist es sehr eng und oben auf der Nase haben wir einen halben cm Luft. Wären wir evtl. mit einem drei-gelenkigen Kappzaum besser bedient? Hat der classic von loesdau drei Gelenke? Ich kann das auf den Fotos nicht gut erkennen.
Ich freue mich auf Ihre Antwort!

Viele Grüße aus dem schönen Hochwald
Judith Fancher
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Hallo Judith,
vielleicht kannst Du den Kappzaum von einem Schmied ganz vorsichtig etwas weiten lassen (aber wirklich vorsichtig, meistens bricht das Eisen nach ein paar Milimeter!). Der Solibel ist eigentlich ein sehr schöner Kappzaum, deswegen würde ich es versuchen. Etwas Platz über der Nase ist nicht schlimm, nur an den Seiten soll er bitte nicht zu eng sitzen (aber gut anliegen, also auch nicht abstehen). Ansonsten ja, solltest Du es ruhig mal mit einem Kappzaum versuchen der drei Gelenke hat. Der Classic hat drei Gelenke.
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Judith Fancher • 5. November 2012

Hallo Babette
Danke für die schnelle Beantwortung! Mal schauen was mein Schmied ausrichten kann, er kommt in drei Wochen. Wäre nat. schade, wenn das gute Teil in die Brüche ginge.
Wenn es nicht klappt mit dem Solibel, werde ich den Classic von Krämer probieren. Und den Solibel bei ebay anbieten…

LG Judith

 

Von Hannah • 1. Februar 2014

Hallo Babette,
ich longiere mein Pferd nun schon seit einigen Wochen mit Kappzaum. Dabei ist mir aufgefallen, dass er am Halfter beim Longieren kaum zieht, am Kappzaum aber enorm! Davon tun mir manchmal schon die Hände weh … Zuerst habe ich gedacht, dass er sich nur daran gewöhnen muss, aber es ist nicht besser geworden. Daraufhin habe ich nochmals genau kontrolliert, ob er auch wirklich richtig sitzt, es ist aber soweit alles so, wie es sein soll … Hast Du vielleicht eine Idee, woran das liegen könnte?
LG Hannah
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Liebe Hannah,
um was für einen Kappzaum handelt es sich? Sitzt er gut? Ist er dem Pferd angenehm? Arbeitest Du nach dem Longenkurs? Wenn ja, ab wann tritt das Problem auf? Schon auf kurzer Distanz? Wenn das Tempo höher wird? Was machst Du anders, wenn Du mit Halfter longierst? Kann Dein Pferd sich biegen? Hast Du es mal physiotherapeutisch anschauen lassen? Wie ist Deine Hilfengebung?
Ohne Euch zu sehen ist es leider sehr schwer zu sagen, warum Dein Pferd dieses Problem hat. Aber eine Ursache muss es geben!
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Roswitha Scholz • 31. März 2014

Liebe Babette,
Ich habe mir gerade den Profi Kappzaum von Loesdau gekauft für meinen Quarter Wallach, die große Größe. Trotzdem ist auf dem Nasenrücken ein Zentimeter Luft, d.h. etwas zu eng. Ist das noch ok oder sollte ich auf ein anderes Modell umsteigen ? Wenn ja, welches Modell eignet sich für Pferde mit breiten “ Nasen “ ? Ich beginne gerade, ihn auf den Kappzaum umzustellen, worauf er etwas unsicher reagiert. Soviel Leder hatte er noch nie am Kopf, aber er bemüht sich, mich zu verstehen. GLG Rossi
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Liebe Rossi,
zu eng ist schlecht. Du kannst versuchen das Eisen von einem Schmied etwas weiten zu lassen. Dazu sollte das Eisen erwärmt werden. Aber vorsicht, nicht zu viel, sonst kann es schnell brechen. Ansonsten passt bei breiten Nasen der Kappzaum von Sabro oftmals besser. Oder Du lässt Dir einen von Silke Hoffmann http://www.perlenspieler.de anfertigen. Auch meinen Kappzaum kann ich Dir empfehlen, das Eisen passt auf breitere Nasen besser als das Eisen vom Profi.
Liebe Grüße,
Babette

 

Von sophie huber • 2. Juli 2014

Hallo babette,
Ich bin fleissig beim üben nach dem lk. Longiere mein pferd schon zirka ein halbes jahr mit dem kappzaum und es hat super funktioniert. Jetzt hab ich begonnen mit führen in stellung und mein pferd mag es überhaupt nicht wenn meine Hand auf dem kappzaum liegt. Er macht dann so komische bewegungen mit dem maul und spannt den hals an. Es sieht aus als ob er gähnen möchte aber es ist keine entspannte haltung und auch kein richtiges gähnen. Der kappzaum is der classic von loesdau und der nasenriemen ist auch nicht zu eng -er kann auch kauen damit. Wenn ich eben auf distanz longiere hab ich nicht den eindruck als ob es ihn unangenehm wäre im gegenteil er lässt dann schön los und zeigt dieses verhalten nicht. Bin nun etwas ratlos ob ich vorerst drüber hinweg arbeiten soll oder nicht.
Lg sophie huber

 

Von Nicole • 29. September 2014

Hallo Babette,

ich bin auf Deine Seite gestoßen und finde sie echt klasse.
Da viele Meinungen auseinander gehen, habe ich mir gedacht ich frage Dich einmal.
Ich habe mir ein Kaltbluthengstfohlen geholt. mit 2 1/2 geht er zur Hengstkörung ( das möchte der Züchter von dem ich ihn gekauft habe, natürlich bekomme ich von dort auch Hilfestellung, weil wir da im Stall stehen gebleiben sind). Ich möchte nun gerne mit 2 Jahren in anfangen zu longieren. Natürlich nicht jeden Tag und auch nicht in voller Leistung. Eigentlich soll er nur lernen vernünftig zu laufen und die Kommandos Schritt und Trab kennen ( muß er an der Hand laufen bei der Körung). Die Meinungen gehen von das ist ok bis das ist noch viel zu jung auseinander. Ich möchte ihn dann auf jedefall mit Kappzaum longieren. meine Frage ist, wie Du darüber denkst?

LG Nicole

 

Von Ulli • 29. September 2014

Hallo,
ich versuche gerade meine 3 jährige Stute an das Führen in Stellung zu gewöhnen. Es ist etwas leidig. Sie bleibt immer stehen bzw. läuft gar nicht erst. Ich versuche immer aus der normalen und ihr bekannten Führposition heraus peu á peu in die „Führen in Stellung Position“ zu schleichen, aber sobald ich halbwegs angekommen bin, bleibt sie stehen.

Leider habe ich niemanden, der „von hinten“ nachtreiben könnte oder Hilfestellung geben kann. Wer weiß Rat?
Es gibt doch auch ein Hilfeband (welches um die Hinterhand geschwungen wird)? Ich habe leider die Seite nicht wiedergefunden.

Ich übe mit dem Pferd lediglich eine Viertelstunde… also von Überforderung dürfte nicht die die Rede sein.

Danke für jeden Tip (im Moment funktionert es nur mit dem „Ich locke Dich mal mit der Möhre“ aber auf Dauer ist das ja keine Lösung, zumal sie sich dann verwirft und ich ohne die Dritte fehlende Hand nicht führen kann 🙂

 

Von Ulli • 6. Oktober 2014

Moin, ich bin es wieder 🙂
das Problem hat sich mittlerweile gelöst-so ziemlich jedenfalls. Wir sind dann doch wieder über Leckerli zum Alleinelaufen gekommen. Ob es die adäquate Lösung ist, weiß ich nicht. Am Kappzaum anfassen geht nach wie vor nicht, aber dafür kann ich die Longe relativ kurz fassen. Ca. eine handbreit vom Kappzaum entfernt.

 

Von Jenny • 19. November 2014

Liebe Babette, liebe Lesende,

mein Plegepony ist vorsichtig ausgedrückt etwas „rebellisch“. Es hatte deswegen 2 Profi-Trainer*innen, von denen es eine massiv angegriffen haben soll, weil die mit Kappzaum arbeitete.

Mir scheint aber, nicht der Kappzaum das Problem. Beim heutigen ersten Versuch ging Aufschnallen und Stellen im Stand prima, aber Führen mit Anfassen an der Nase ging auch mit Halfter überhaupt nicht. Mir scheint, das Pony wehrt sich gegen das Gefühl: „Hilfe/Empörend, mein Kopf wird ferngesteuert!“ – zumal es generell unbalanciert ist. Es wird auch hektisch bis grättelig, wenn man es z.B. über Gras am kürzeren Strick führt(die Besitzerin meint gar, es würde bei ihr dann Steigen und Treten).

Ja, diese Erfahrung wollte ich zum einen mal teilen, weil vielleicht auch andere Fluchttiere der dominanteren Sorte haben, die ihren Kopf nicht fremdbestimmen lassen wollen.

Zum anderen wäre ich dankbar über Tipps, was (alternative) Ursachen oder Lösungen sein könnten.

Ich probier’s mit meinen kleinen Flegel jetzt erst mal mit gaaaaaanz viel Geduld und soweit als RB möglich, systematischem Ausschluss von Ursachen (Zähne etc.)… 😉

Liebe Grüße,
Jenny

 

Von Stephanie • 10. März 2015

Hallo Babette,
Erstmal vielen Dank für deine hilfreichen Blocks! 🙂
Ich habe seit neusten einen 5 einhalb jährigen Wallach der vom Vorbesitzer mit Trense longiert wurde.(Was ich überhaupt nicht gut finde!!) Ich möchte also auf jeden Fall auf Arbeit mit dem Kappzuam umsteigen. Jetzt bin ich mir nur nicht sicher, ob ich einen Kappzaum mit 2 oder 3 Eisenteilen kaufen soll. Wo ist der Unterschied? Und welcher eignet sich besser für longieren bzw. Handarbeit?

Vielen vielen Dank schonmal, du bist eine diesen Hilfe!
Liebe Grüße
Stephanie
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Hallo Stephanie,
es geht um die Anzahl der Gelenke des Eisens. Meistens sitzen die Kappzäume mit nur 2 Gelenken besser, wenn sie denn passen … ;-). Wenn Du einen Kappzaum mit einem Eisen mit 2 Gelenken findest, der Deinem Pferd gut passt, wäre das meine Wahl. Nur wenn Du keinen passenden Kappzaum mit 2 Gelenken findest, würde ich mir einen mit 3 Gelenken holen.
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Jan • 19. Juli 2015

Hallo,
ich habe nun eine Reitbeteiligung für mein Pferd gefunden. Ich selbst habe schon mit einem Kappzaum gearbeitet, sie allerdings noch nie. Mein Pferd hat auch noch keine Erfahrung mit einem Kappzaum, aber ich möchte es nun daran gewöhnen. Kann ich die Reitbeteiligung mein Pferd dann auch mit dem Kappzaum logieren lassen, oder sollte ich da Bedenken haben, da sie vllt zu viel Druck auf die Nase aufbauen könnte, oder ähnliches?

Grüße, Jan

 

Von annika voss • 27. September 2015

Wow, erst mal ein großes Lob !!! Die seite ist wirklich toll und ich als Kappzaum leihe verstehe sofort wie es gemeint ist. Ich freue mich auf die „neue“ arbeit mit meinem pferd. Ich werde ihn jetzt langsam an den Kappzaum gewöhnen und dann sehen wir uns im November bei Ihrem Longierkurs 🙂 liebe grüße

 

Von 5 Basisübungen zur Gymnastizierung und Vorbereitung auf’s Longieren - Herzenspferd • 21. April 2016

[…] Mehr über die verschiedenen Kappzaumarten, wie man sie korrekt anlegt und wie man das Pferd daran gewöhnt findest Du bei Wege zum […]

 

Von Ulli • 17. Mai 2016

Guten Tag Babette, schon lange beschäftige ich mich mit Deinen und Tanjas Hinweisen und Anleitungen zum Longieren. Bei meinem Pferd habe ich letztendlicheinen maßgefertigten Cavencon von LouCaboassoun (Herr Baumann berät sehr gut und sachverständig) gewählt. Auf dem feinen Köpfchen des Pferdes drückte ihn alles schwerere, hinter den Ohren, auf der Nase… ich wollte aber und war sehr geduldig. Nach 2 Jahren klappt es super, der Cavencon ist im Genick udn auf der Nase zusätzlich mit Lammfell ummantelt und in der Hand muss man so fein sein wie beim Reiten auf Kandare (bzw. wie das sein sollte :)) Aber nun ist es eine Freude wie schön er sich trägt, manchmal verwirft er sich immer noch, aber das hört dann nach einer Zeit auf. Er muss vor allem eine Nase wie ein Kinderpopo haben, jeder andere Kapzaum ging jedenfalls (leider) gar nicht.
Nun will ich einen "normalen" (Leder-)Kappzaum für den Wallach eines Schülers beschaffen und denke an den Solibel professional. Ich möchte gutes Material und gute Funktionalität. (Lösdau gefällt mir nicht so.) Gibt es Altrnativen – und rein ästhetisch mit silbernen Beschlägen?? DerWallach ist kräftig, knapp 1.70 cm groß und ungeheuer schwungvoll. Ich möchte den beiden gerne helfen. Tipps? Danke im voraus und liebe Grüße, Ulli
P.S. Macht ihr auchmal lehrgänge in Westfalen / Kreis Warendorf / Münster?

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Liebe Ulli,
der Solibel hat ein relativ kurzes Eisen, weswegen er bei vielen Pferden leicht verrutscht und nicht gut sitzt. Oftmals verlaufen die Backenstücken sehr nah am Auge. Wenn der Kappzaum aus Leder sein soll, würde ich Dir den Kappzaum von Silke Hoffmann empfehlen: http://www.perlenspieler.de. Wenn der Kappzaum auch aus Biothane sein darf, empfehle ich meinen :-).
🙂
Wegen Termine müsstest Du bitte hier schauen, ob ein Kurs in erreichbarer Nähe zu Dir geplant ist.
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Ulli Beck • 19. Juli 2018

Hallo,
Meiner vierjährigen Stute habe ich den Sabro light gekauft und noch ein breites Fell, so dass wirklich alles weich ist. Sie hat beim longieren anfänglich mit dem Kopf geschüttelt, das ist jetzt weg, ich reite jetzt seit drei Wochen frei und möchte eigentlich ein wenig lenken üben. Aber beim Reiten geht nur länger Zügel und wehe ich nehme die Zügel leicht an, von rückwärts gehen und leichte Ansätze des Steigens oder auch Kopf zwischen die Beine stecken ist alles drin und das alles im Trab. Durchparieren geht nur mit Stimme und Minuten später. Sie hatte allerdings mit zwei Jahren sich die Nebenhöhlengänge bis zur Mundhöhle durchstochen und wurde in einer Klinik operiert. Kann es sein, dass dann ein Kappzaum nicht das richtige ist? Danke für Tipps
Ulli

 

Von Franzi • 4. November 2018

Hallo Babette,
ich habe ein 3j. Tinker. Möchte mit ihm nun das spazieren gehen langsam angehen. Soweit ist es ein relativ braves Pferd. Würde zu Anfang mit Kappzaum rausgehen wollen bzw wird es mir von vielen Seiten empfohlen.
Dazu meine Frage:
ist es beim Spaziergang okay wenn es relativ locker am Pferdekopf sitzt oder sollte man es da auch fest am Kopf anbringen?
Oder wäre es dafür absolut ungeeignet?

Ps.: finde euren Blog super und sowas von Hilfreich! Nun habe ich auch eins eurer Bücher und lese es mit Begeisterung. Weiter so! 🙂

 

 

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