Freispringen – es geht auch anders!

Das Springen ohne Reiter ist eine sehr schöne und gymnastizierende Abwechslung für Pferde. Normalerweise sieht das Freispringen so aus, dass ein oder mehrere Hindernisse in Folge auf einem Platz bzw. in der Reithalle aufgebaut werden und die Pferde von ein oder zwei Menschen darüber getrieben werden.

Ich zeige Ihnen heute eine schöne Abwandlung von dieser normalen Variante, die, wie ich finde, noch weitaus mehr Spaß macht.

Die Grundlage dieses Freispringen bildet das Spiel Schicken. Wenn Sie dieses Spiel schon mit Ihrem Pferd gemacht haben, können Sie nun mit der folgenden Form des Freispringens beginnen.

Und so geht’s

Zum Aufwärmen schicken Sie Ihr Pferd wie gewohnt einige Male hin und her.

freispringen1.jpg

Ist Ihr Pferd motiviert dabei, stellen Sie ein Cavaletti auf niedrigste Stufe in die Mitte der Strecke. Bauen Sie rechts und links Fänge auf, um das seitliche Vorbeilaufen am Hindernis zu verhindern. Nun schicken Sie das Pferd wie gehabt wieder zu Ihrem Mitspieler.

freispringen2.jpg

Loben Sie Ihr Pferd sehr, wenn es den Weg über das Cavaletti gewählt hat, auch wenn es noch nicht gesprungen ist. Eventuell müssen Sie anfangs wieder sehr weit mitführen, damit Ihr Pferd wirklich über das Hindernis geht. Klappt auch das noch nicht, führen Sie das Pferd ein-, zweimal direkt hinüber und loben Sie es begeistert dafür.

Hier sehen Sie einen kurzen Film wie das in der Praxis aussieht. Bonito wird hier das zweite Mal „geschickt“ und das erste Mal über ein Cavaletti geschickt. Seine Besitzerin hat gewettet, dass Bonito nicht springen wird…

freispringen3.jpg

Tja liebe Kerstin, ich würde sagen: Wette verloren! 🙂

Hat das Pferd Spaß an der Übung, kann man diese noch ausbauen, also mal zwei oder drei Cavalettis hintereinander oder auch einen richtigen kleinen Sprung aufbauen.

Eine schöne Variante ist es auch, eine Plane auf die Erde zu legen und das Pferd dort hinüberzuschicken.

freispringen4.jpg

Vielleicht fällt Ihnen ja auch noch etwas ein? Ich würde mich über Ihre Ideen sehr freuen!

6. Oktober 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Spiele & Co 8 Kommentare »

 

8 Reaktionen zu “Freispringen – es geht auch anders!”

 

Von Cate • 6. Oktober 2009

Toll! Schimmelchen kann springen! 🙂
Tja, liebe Kerstin, da steht ja eurer Springgymnastik nix mehr im wege! 🙂
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Wohl wahr 😀 !!!
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Kerstin • 6. Oktober 2009

Liebe Babette,

diese Wette habe ich mit Freude verloren 😉

Es macht unheimlich viel Spass und ist auch noch eine tolle Gymnastik.

„Springgymnastik“ in dieser Form machen wir ganz bestimmt noch mehr !

LG Kerstin
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Wir haben uns noch gar nicht über den Wetteinsatz unterhalten…
Wie wären 4 Wochen Malediven???
😉
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Verena • 6. Oktober 2009

Na, das ist doch mal was, was mein RB-Mädel, meine Stute und ich zusammen machen können. Das werden wir auf jeden Fall üben.
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Dann viel Vergnügen 😀 !!!
Liebe Grüße,
Babette

 

Von corinna • 6. Oktober 2009

Den Spaß kann man Schimmelchen ansehen 🙂 .
Cavalettis sind schon fast fertig!!
Wie lange sollte so eine Schicke-Spring-Einheit dauern?
Waren Leckerlis mitim Spiel?
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Na klaro waren Leckerlis mit im Spiel 😀 !!!
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Luisa • 11. Oktober 2009

Hallo Babette,

das klingt ja mal wieder toll. schade nur, dass man immer einen Helfer braucht,da liegt bei mir das Problem, aber sobald ich mal eine Freundin organisieren kann, werde ich es mala usprobieren.
Die Übung kann man doch bestimmt auch unter einem Flatterband-Vorhang durchführen, oder?
LG Luisa
___________________________________________________________
Hallo Luisa,
ja, das geht auch 🙂 .
Viel Spaß dabei!
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Kelly • 16. Oktober 2009

Liebe Babette,

das Springen auf diese Art finde ich großartig :-))).

Es klappt übrigens auch ohne Helfer:

Ich gebe Smokey ein Zeichen, dass er einige Meter vor dem Sprung warten soll, dann gehe ich über den Sprung und warte einige Meter hinter dem Sprung. Dann rufe ich ihn und er springt zu mir über den Sprung :-).

Eine Bilderserie (allerdings vom Januar 2008) findet Ihr bei Interesse hier:

http://www.meinpferdetraum.de/meinPferdetraum/galerie.php?nummer=202076

Ich wünsche Euch weiterhin viel Spaß :-))).

Herzliche Grüße. Kelly
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Liebe Kelly,
das ist natürlich die ober-hammer-super-Variante 🙂 !!!
Total gut!!!
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Nicole • 22. Februar 2011

Hallo ihr Lieben,
ja, das ist auch eine Variante. Bevor ich meinen Hafi eingeritten habe, habe ich mit ihm auch ab und an freispringen gemacht. Er fand das ganz toll und interessant. Beim allerersten mal habe ich einen Kumpel meines Hafis, der das schon kannte, vorausspringen lassen und meinen Hafi hinterher, damit er erstmal wußte, was es damit auf sich hat(natürlich nicht, ohne daß er vorher gut aufgewärmt wurde). Beim 2. mal schon ohne seinen Kumpel drübergeschickt. Man sah es ihm deutlich an, daß er mit jedem Sprung mehr Geschick und Freude und Lust dabei bekam. Damit aber seine Arbeitsfreude dabei keinen Dämpfer bekam habe ich das springen beendet, bevor er müde wurde. Beim 3. Mal wollte ich das Ganze mal mit Fotos festhalten, hatte aber keinen Helfer zur Hand, der hinter meinem Hafi stand, um ihn drüber zu schicken – brauchte dann aber letzten Endes auch keinen. Er ist einfach von allein seine Runden gelaufen und gesprungen -er wußte ja nun schon wo’s langging. So konnte ich ganz in Ruhe die Fotos schießen während er sich über den Hindernissen ausgetobt hat. Echt schlaues Kerlchen.;-D
Bilder findet ihr dazu hier: http://www.us-teddymeerschweinchen.de/haflinger.htm
LG Nicole

 

Von Lisa • 27. August 2012

Hi,

Ich hab vor ner Weile meinen Freund mit in den Stall geschleppt, um mit meiner RB das Schicken zu probieren. Sie ist ( wie immer ) brav mitgelaufen, als die gemerkt hat dass sie fürs mitlaufen sogar noch mit dem Leckerli belohnt wird, ist sie richtig flott marschiert und auch die halbe Strecke alleine gelaufen. Da sie nicht unbedingt zu den mega schnellen Lernen und Intelligenzbestien gehört, haben wir es dabei belassen, sie mindesten bis zur Hälfte zu begleiten und die Abstände recht kurz zu halten. Und da mein Freund nicht unbedingt eine Pferdeverrückter und reitbegeisterter Mensch ist, bin ich seither leider auch nicht mehr zum üben gekommen. Werde aber nächstes Mal irgendwas auf Sheilas Weg legen, damit wir sehen, wie sie damit klarkommt^^
Man kann ja im Prinzip mit dem Schicken alles Mögliche lernen oder? Springen, Planen, oben hab ich Flattervorhang gelesen… ich habe mich beim Überlegen daran erinnert, dass ich mir mal, damit ich mit meiner Schwester zusammen ausreiten kann ( Wir hatten dasselbe Pferd als RB und keiner wollte nebenherlaufen…) ein Pferd ausgeliehen hatte. Wir wollten meine Lieblingsrunde gehen, aber als die Holzbrücke kam, über die unsere RB drübergeht, als wär nix, war für das Pferd das ich geritten bin, ein schreckliches Monster. Vom Sattel aus hab ich sie nichtmal in die Nähe der Brücke gekriegt. Also abgesitegen und das mutige Leittier gespielt, leider auch erfolglos… Dass unsere RB gefühlte 100 mal mutig drübergelaufen ist, hat auch nicht überzeugt und wir haben nach ein paar Minuten beschlossen, eine andere Runde zu reiten, sonst wären wir vermutlich heute noch bei der blöden Brücke… Oder vielleicht sogar schon drüber?? 😀 Vielleicht könnte man sowas auch mithilfe des Spiels lösen? Naja, vorausgesetzt man hat eine Holzbrücke aufm Reitplatz…? Oder man traut sich zu das Pferd im Gelände einfach loszuschicken… Ich hätte dieses Pferd nicht unbedingt freilassen wollen. Aber ich kannte die Stute auch nicht sehr gut und sie mich ja auch nicht und das Schicken kann sie auch nicht. Meine RB würde ich zB jederzeit loslassen, weil ich sie halt gut kenne.
Aber da die Brücke ja Angst macht, genauso wie vielleicht eine Plane oder ein Flattervorhang, könnte man doch auf diesem Wege ganz spielerisch und ohne Zwang zeigen, dass eine Holzbrücke einfach nur ein Haufen Holz ist, der einem seien Weg erheblich erleichter…
Immerhin geht es anstatt durch ein Gebüsch, eine steile Böschung, die man irgendwie runterrutschen muss, einen steinigen Bach mit – oh Gott, ist das Wasser da drin??-, eine weitere steile Böschung, die man vielleicht nichtmal hochkommt, und nochmal ein Gebüsch, einfach nur zwei Meter über Holz, dass halt weils Holz ist, ein bisl klappert…

 

 

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