Bilder einer Ausbildung

Anthony ist heute, am 25.6.09, auf den Tag genau drei Jahre bei mir. Hier ein Foto von seinem ersten Tag, da war er dreieinviertel Jahre alt:

anthonyausbildung00.jpg

Dieses kleine Jubiläum ist ein schöner Anlass, einmal einen Blick auf seine Ausbildung zu werfen – vom Anfang bis zum heutigen Stand.

Der erste dreiviertel Jahr haben wir ausschließlich mit dem kleinen 1×1 der Erziehung verbracht. Anthony kam ja so gut wie roh zu mir und im Grunde musste er alles lernen. Manches erwies sich dabei als schwieriger als gedacht. So hatte ich mir z.B. vorgenommen, viel mit ihm spazieren zu gehen, was allerdings ein Pferd voraussetzt, welches sich führen lässt… Und da Anthony zu Beginn lieber seinen Dickschädel durchsetzte, um eigene Wege zu gehen, habe ich erst einmal ein gründliches Führtraining in der Halle vorschalten müssen, bevor ich mich überhaupt mit ihm rauswagen konnte. Desweiteren musste er lernen, dass man Menschen nicht beißen und nicht treten darf, dass man Hufe geben und hochhalten muss und vieles, vieles mehr.

Im Januar 2007 habe ich mich dann die ersten Male spielerisch auf ihn gesetzt (s. auch meinen Blogbeitrag dazu).

anthonyausbildung0.jpg

Im Frühsommer diesen Jahres gab es dann auch schon die ersten, kleinen Reiteinheiten. Alles ganz kurz gehalten, denn eigentlich fand ich ihn noch zu jung, um wirklich richtig was zu tun. So sah das also im Frühsommer 2007 bei uns aus:

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Richtig angefangen mit dem Reiten habe ich im Frühjahr 2008. Und im Frühsommer diesen Jahres sah es dann schon so aus:

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Und das ist der heutige Stand, also Frühsommer 2009:

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Der Kleine ist inzwischen in allen Gangarten in der Halle und im Gelände zu reiten. Er kennt alle möglichen Hufschlagfiguren und geht bereits ganz ansehnliche Seitengänge. An der Longe läuft er vorbildlich. Er lässt sich sehr gut im Schritt und Trab an der Hand arbeiten und hat auch schon die Arbeit am langen Zügel und an der Doppellonge kennen gelernt. Er kennt Freispringen und hat inzwischen auch einige erste Hüpferchen unter dem Sattel gemacht. Er kann allerlei Spielchen und Kunststückchen und macht mit Hilfestellung ein feines Kompliment. Er ist auch in schwierigen Situationen sicher zu führen und hat sich schon prima als Kinderreitpony bewährt 🙂 .

Und damit bin ich mit dem Ausbildungsstand meines Kleinen mehr als zufrieden. Ich bin in vielem sehr langsam vorgegangen, deutlich langsamer als man es in der herkömmlichen Ausbildung tut. Ich habe aber den Eindruck, dass wir inzwischen rasant aufgeholt haben.

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Ich bin jedenfalls bollestolz auf meinen Kleinen und freu mich schon auf das nächste Jahr Ausbildung und bin mehr als gespannt, was wir noch alles Schönes zusammen lernen und erleben werden!

25. Juni 2009 von Tania Konnerth • Kategorie: Reiten 8 Kommentare »

 

8 Reaktionen zu “Bilder einer Ausbildung”

 

Von CelineD. • 25. Juni 2009

Herzlichen Glückwunsch zu eurem Dreijährigen!
Ich glaube, du darfst nicht nur stolz auf deinen Kleinen sein, sondern auch auf dich!
Es ist wirklich schön, was ihr beide so zusammen erreicht hat, wie ihr zusammen arbeitet, euch zusammen freut, einander vertraut, …
Ich wünsche euch motiviertes, fröhliches, gemeinsames Lernen und noch gaaaanz viele schöne gemeinsame Momente!

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Daaaaaankeschööööön 😀
Tania

 

Von Jenni • 25. Juni 2009

Toll!! Ich freue mich für dich und kann nur sagen: Man erntet was man sät! Viel Spaß dabei wieterhin!!

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Auch Dir: daaaaaaankeschöööööön! 😀
Tania

 

Von Verena • 26. Juni 2009

Super, was ihr alles erreicht habt !
Ich glaube auch , wenn die Basis sitzt , und man sich dafür viel Zeit lässt + es ordentlich macht, dann „flutscht“ der „Rest“ nur so 😉

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Auch Dir ein herzliches Dankeschön für Deinen Kommentar – jep, die Basis ist das Entscheidende.

Herzlich,
Tania

 

Von Svenja Glaser • 28. Juni 2009

Hi,

habich da richtig gerechnet? Da war er 8 Monate alt?

LG

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Öhm, nein 🙂 Als ich ihn bekam, war er dreieinviertel Jahre – in Zahlen: 3 1/4 Jahre 🙂 Das dürfte die Rechnung verändern, oder? 😉

Herzlich,
Tania

 

Von Svenja Glaser • 29. Juni 2009

Danke- irgendwie hatte ich da nen Denkfehler 😉

LG

 

Von Jenny • 1. Juli 2009

Hallo,
Ihr seit einfach toll alle drei ….. ( Du und Pferde ) 🙂
LG. Jenny

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Hi Jenny,

was für eine liebe Überraschung, hier von Dir zu lesen! Ich danke Dir ganz herzlich 😀

Knuddel Dich,
Tania

 

Von Melanie • 19. Februar 2010

Hallo Tania!!!
Ein super schickes Pferdchen war der Kleine vor drei Jahren, nun hat er einiges an Muskeln und Ausstrahlung dazugewonnen! 🙂
Sieht super aus!
Eine Frage habe ich:
Was hast du da für einen Sattel auf deinem Kleinen?
Der sieht für dich super bequem aus und auch fürs Pferd…
LG
Melanie

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Danke, Melanie! 😀

Auf den oberen Bildern ist es ein Trekker Dressage Endurance, auf den letzten beiden Bildern ist ein Trekker Master 2.
Tania

 

Von Catharina • 19. Juli 2011

Hallo Tania,
mit viel Begeisterung habe ich deine Seite durchstöbert 🙂 Bei den Bildern hier, wird man richtig neidisch… Ich habe seit ein paar Wochen eine 3 1/2 jährige Haflingerstute in Pflege, sie gehört einer guten Freundin die noch ein Pferd hat und bisschen entlastet werden muss.
Amy ist aber sooo unmotiviert 🙁 wie kann das sein? Mit ihren paar Jahren müsste sie doch ein bisschen frischer sein. Ich kann sie kaum für etwas begeistern. Wo fang ich denn am besten an, damit sie mal wieder ein Erfolgerlebnis hat?
Das positive ist schon mal, dass sie sehr gut auf Stimmer hört und auch die Chemie zwischen uns stimmt, trotz alle dem kommt sie nich aus dem Quark und ich bin dann total demotiviert. Es kann natürlich dann auch an mir liegen, aber ein kleiner Tip wäre super toll.. 🙂

Liebe Grüße
Catharina

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Hallo Catharina,

vielen Dank für Deine nette Rückmeldung 🙂 Viele Pferde in diesem Alter sind nicht besonders „frisch“ – denk mal an Teenager, da gibt es auch echte „Schluffis“ 😉

Tja, wie motivieren? Erst einmal rausfinden, was sie richtig gerne macht. Biete mal Verschiedenes an, es gibt ja sooo viele Möglichkeiten, am Boden mit einem jungen Pferd zu arbeiten (schau z.B. mal in unser Forum, da wirst Du fündig). Dann ist es wichtig, die Einheiten zu Beginn sehr, sehr kurz zu halten. Ich habe festgestellt, dass gute 5 Minuten besser sind als miese 15 – also wirklich kurze Reprisen. Und ansonsten könnte das Clickern vielleicht noch etwas für Euch sein? Das motiviert sehr viele Pferde!

Bei allem nie vergessen, dass die Stute noch sehr, sehr jung ist.

Herzlich,
Tania

 

 

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