Und noch ein Gebiss: das merothische Ledergebiss

Nun habe ich hier inzwischen fast alle Zäumungen, die ich für meine Pferde nutze, vorgestellt, aber eines fehlt noch: und das ist das merothische Ledergebiss.

So sieht es aus:

ledergebiss2.jpg

Mit diesem Gebiss bin ich Aramis, der ja sehr heikel mit Gebissen ist, viele Jahre geritten und er schien damit von allen Gebissen am besten zu laufen.

Das Schöne an diesem Gebiss ist, dass es sehr mild ist. Auch hat es vor allem im Winter den Vorteil, nicht kalt zu sein. Von der Pflege her habe ich meines nach dem Kauf einmal kurz in Pflanzenöl eingeweicht und dann gut mit heißem Wasser ausgewaschen. Nach dem Reiten spüle ich das Gebiss ganz normal ab. Wenn man es selten benutzt, wird das Gebiss recht hart, was sich aber leicht beheben lässt, wenn man das Gebiss vor dem Reiten kurz mit warmen Wasser abspült. Im Winter sollte man das Gebiss lieber im Warmen aufbewahren, da es sonst – wie andere Ledergegenstände auch – zu schimmeln beginnen kann.

Bekannt ist dieses Gebiss vor allem deshalb geworden, weil man es theoretisch ohne Kopfstück nutzen kann (allerdings nur bei Pferden mit einer ausreichend langen Maulspalte, sonst besteht die Gefahr, dass die Pferde das Gebiss einfach ausspucken). Es hat einen Kinnriemen, mit dem man das Gebiss locker befestigen kann, aber nicht alle Pferde mögen diese Verschnallung unterm Kinn. Hier also bitte sehr behutsam sein und das Gebiss nicht festzurren, da sonst die empfindliche Zunge gequetscht wird.

Mir wurde auch schon berichtet, dass manche Pferde ein solches Gebiss durchbeißen. Ich selbst habe das bisher nicht erlebt, obwohl Aramis durchaus kauaktiv ist (leider eben oft ein Stresskauen, weshalb ich inzwischen so gut wie nur noch gebisslos reite).

Ich habe das Gebiss für alle Gelegenheiten genutzt – zum Ausreiten, Dressurreiten und z.B. auch für die Arbeit am langen Zügel:

ledergebiss3.jpg

Wer kennt dieses Gebiss und welche Erfahrungen habt Ihr damit gemacht?

26. März 2009 von Tania Konnerth • Kategorie: Ausrüstung 25 Kommentare »

 

25 Reaktionen zu “Und noch ein Gebiss: das merothische Ledergebiss”

 

Von Iris • 26. März 2009

Liebe Tania,

auch ich habe so ein merothisches Ledergebiss, aber inzwischen komme ich wieder davon ab, es zu benutzen. Grund ist, dass es von der Gebiss-Stärke her doch ziemlich dick ist und eher einer wirklich dicken Wassertrense entspricht. Nun hat Nora aber nicht allzu viel Platz im Maul, so dass sie mit dem Ledergebiss das Maul tatsächlich kaum geschlossen kriegt. Auch sagt mir nicht so zu, dass das Gebiss nicht mit der flachen, genähten Seite auf den Laden aufliegt, sondern mit der rauen oberen und unteren Kante, was bei empfindlichen Pferden, die nicht stark speicheln, leicht zum Scheuern führen kann. Und last but not least kommt noch dazu, dass Nora mir deutlich zeigt, dass sie dieses Gebiss nicht mehr nehmen mag – sie kneift einfach das Maul zu, was bei Metallgebissen nicht passiert.

Deinen Hinweis, dass man den Kinnriemen nicht festzurren sollte, finde ich sehr wichtig. Durch den Riemen und die Tatsache, dass es sich bei dem Ledergebiss praktisch um eine ungebrochene „Stange“ handelt, halte ich das Teil nicht mehr für so mild. Bei grober Einwirkung oder eben zu festem Anziehen des Kinnriemens kann man dem Pferd schnell die Zunge quetschen – aber auch hier gilt: Jedes Gebiss ist nur so weich wie die Hand, die es führt.

Positiv möchte ich zum Gebiss bemerken, dass es eine wirklich gute Qualität hat (wenn man denn wirklich das teure original merothische Ledergebiss anschafft!), und ich habe es auch als recht pflegeleicht empfunden. Gerade im Winter ist es toll, seinem Pferd nicht ein eisekaltes Gebiss ins Maul stecken zu müssen.

Es ist mit dem merothischen Ledergebiss wie mit so vielen Ausrüstungsgegenständen: Man muss einfach probieren, ob Pferd und Mensch damit zurechtkommen!

Liebe Grüße,

Iris

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Jep, man muss es wirklich probieren. Mit Scheuern hatten wir nie Probleme, aber Aramis hat ja auch ein kleines Maul (sollte man nicht meinen bei dem Schädel!), kann gut sein, dass es ihm auch ein bissl zu groß war,
Tania

 

Von Dagi Zenger • 30. März 2009

Hoi Tanja
super, dass du das Ledergebiss ansprichst. Ich habe auch eins. Also, ich hatte eins.(Eben gerade verkauft)Mein Pferd hat super drauf angesprochen. Von diesem Aspekt fand ich es sooo super. aber der Gesichtsausdruck von Jan, wenn ich es ihm in den Mund schob. Und dann zuerst machte er mit Maul und Zunge so bewegungen als würde es ihn ekeln. Ich dachte zuerst ich bilde es mir nur ein. Aber es war jedes Mal das Gleiche. Die normale Trense nimmt er von selber ins Maul, obwohl er, meines Erachtens, besser ging mit dem Ledergebiss. Ist dir noch nie sowas ähnliches zu Ohren gekommen? Oder hab ich mir das doch eingebildet? Als mich Jan mal so angeschaut hat, sah es so aus als wolle er mir sagen, ob mir das gefallen wurde, wenn ich auf einem Stück totem Tier rumkauen sollte?? Bin mal gespannt auf so andere Erfahrungen.

Ganz liebe Grüsse aus den schweizer Bergen
Dagi

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Ohhhja, dieses Ekelgesicht kenne ich von Aramis auch. Das hatte ich aber nur ganz am Anfang, als ich das Gebiss richtig lange im Öl hatte liegen lassen. Da dachte ich erst, ich kann das komplett vergessen. Ich hatte es dann eine Weile nicht mehr genutzt und zeigte er das nicht mehr. Mein nächstes Ledergebiss hatte ich dann nur kurz ins Öl gelegt und danach gründlich ausgewaschen – bei uns lag es also nicht am Leder, sondern eindeutig am Öl.

Herzlich,
Tania

 

Von Esther • 30. März 2009

Auch ich hatte mal das Ledergebiss in Gebrauch. Es bringt allerdings viel Druck auf die Zunge, wenn man zu viel Handeinwirkung hat. Wofür es auch toll zu gebrauchen ist: bei Husten Inhalaltionsmittel aufbringen und das Pferd damit reiten. Das wirkt durch das Einspeicheln ware wunder. Nur aufpassen, wenn die Mittel zu scharf sind, reizt es sehr die empfindliche Haut außen am Maul.

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Danke für den wichtigen Hinweis und den tollen Tipp!

Tania

 

Von Manuela • 30. März 2009

Hallo, liebe Tania!

Das freut mich aber, dass Du das Ledergebiss auch noch ansprichst, allerdings muss ich mir doch die Äuglein reiben aufgrund der eher negativen Reaktionen darauf…
Ich habe einen 14 Jahre alten Hafi, der sich seit ich ihn habe (seit 2 Jahren) nur aufs Gebiss gelegt hat. Ich muss dazu sagen, dass ich ihm, als ich ihn gekauft habe, als erstes die Dreickszügel abgenommen habe, mit denen er jahrelang geritten wurde. Da fiel wohl eine bequeme Stütze für ihn weg, er kam deutlich auf die Vorhand, und bei jedem Reiten hatte man gefühlte 200kg Kopf in den Armen. Aua…
Mit sensiblem „Klingeln“, Zupfen, deutlicheren Paraden, „hoher Hand“ o.ä. kam man absolut nicht bei ihm durch. Ich hab´ dann ein paar Wochen versucht, ihn an das gebisslose Reiten zu gewöhnen, da riss er dann nur noch den Kopf hoch, drückte den Rücken durch und rannte unter mir weg. Schließlich nahm ich auf Anraten meiner Reitlehrerin (und gegen meine Überzeugung! Aber ich war auch am Ende meiner Weisheit…) ein ungebrochenes Kimblewick. Das Gewicht auf meinen Armen war von einer Minute auf die andere weg. Da er ja aber noch nicht gelernt hatte, seinen Kopf korrekt selbst zu tragen, verkroch er sich nun hinter der unangenehmen Stange. Ich fühlte mich absolut nicht wohl damit, ritt immer vorsichtiger, und mein Pferd verspannte sich unter mir. An alle, die meinen, ein schärferes Gebiss ist das Allheilmittel: Das war definitiv keine gute Lösung!
Dann kam uns ein seltsamer Zufall zu Hilfe: Der Pferdedentist entdeckte beim Zähneraspeln eine Schleimhautverletzung im Maul (ausgelöst durch einen zu langen Hengstzahn) und riet mir, kein Gebiss zu benutzen bis das abgeheilt war. Oder: ein Ledergebiss! Eine Stallkollegin lieh mir ihres, mein Pferdchen nahm es gerne an (damit hatte er aber noch nie Probleme. Selbst das ungeliebte Kimblewick nahm er immer freudig ins Maul…), und ich schwang mich mit einer gehörigen Portion Skepsis in den Sattel, weil ich dachte, nun würde er sich garantiert mit gefühlten 500kg aufs Gebiss büffeln und ich hätte gar keine Chance mehr.
Aber – es kam ganz anders: Er kaute ab, schnaubte, leckte, dehnte sich an das Gebiss heran, leichte Paraden reichten, um seine Aufmerksamkeit zu bekommen, ich hatte kaum noch Gewicht in der Hand und mein Pferdchen lief locker – es war ein Wunder! Meiner Reitlehrerin verschlug es schier die Sprache… 🙂
Ich bestellte direkt ein eigenes Gebiss im Internet, legte es 24 Stunden in Öl ein, spülte es kurz mit heißem Wasser ab – und selbst diesen Geschmack mochte er. Kein „Ekelgesicht“ :-), nur entspanntes Kauen und Lecken. Ich reite ihn jetzt seit fast einem halben Jahr nur noch damit, auch beim Ausreiten und bei der wilden Jagd am Ostsee-Strand entlang. Er bleibt immer leicht und kontrollierbar, hört auf feinste Zügelsignale und alle im Stall, die ihn von früher her kennen, können diese Wandlung kaum glauben. Mit Hilfe eures Longenkurses ;-), viel Bodenarbeit und 1 Mal wöchentlich Springtraining tritt er jetzt auch schön mit der Hinterhand unter, entdeckt eine stolze Selbsthaltung und hat einen richtigen Knackarsch gekriegt! 🙂
Leider ist dieses Gebiss nicht bei Turnieren zugelassen, was mir persönlich egal ist, denn ich reite keine Turniere. Aber mittlerweile sind auch einige Turnierreiter bei uns im Stall auf das Ledergebiss umgestiegen, müssen dann fürs Turnier aber immer die Wassertrense benutzen. Eigentlich doof, oder?!? Aber verstehe einer diese FN-Regeln…
Ich bin jedenfalls Riesenfan und finde auch den Preis nicht zu teuer. Man sollte aber wirklich in das Original investieren. (Für ein gutes Olivenkopfgebiss zahlt man auch stolze Preise…) Die billigeren Kopien sind oft mit bitteren, evtl. giftigen Gerbstoffen gegerbt (die riechen schon so komisch…), das Leder ist entweder zu weich oder zu hart oder minderwertig, und die Verarbeitung ist auch schlecht, was dann evtl. wirklich zu Scheuerstellen führen kann. An meinem Gebiss sind jedenfalls nach diesen 6 Monaten keine scharfen Scheuerkanten, alles schön weich und abgerundet. Mein Pferd hat mir auch von Anfang an zu verstehen geben, dass ich den Kinnriemen bis maximal ins 2. Loch schnallen darf. Als ich ihn mal fester anzog, drückte er direkt die Zunge hoch und schlug mit dem Kopf. Diese schlauen Biester… 🙂
Und was die Haltbarkeit betrifft: Meine Stallkollegin hat ihr Ledergebiss schon seit fast 10 Jahren, sie legt es 2 Mal im Jahr für 24 Std. in Öl ein, spült es nach dem Reiten ab, aber ansonsten bekommt es keine weitere Pflege.
Lange Rede kurzer Sinn: für mich ist es der Knaller! 🙂

Lieben Gruß,

Manuela.

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Wow, das ist ja eine Bilderbuch-Erfolgsgeschichte! Freut mich riesig, dass Du eine so tolle Lösung für Euch gefunden hast!
Tania

 

Von Anette Kaczor • 30. März 2009

Hi!

Ich hatte auch einen Araber, der früher sehr heikel mit Gebissen war. Den habe ich auch mit dem Ledergebiss geritten, was er auch sehr mochte. Allerdings bin ich dann schnell auf Nathe-Gebisse umgestiegen. Der Grund waren ständige Infektionen und wunde Stellen im Maulwinkel. Nein, ich bin wirklich nicht heftig mit der Hand! Aber in dem Leder habe sich anscheinend Bakterien gesammelt, die eben bei Pferden mit empfindlicher Haut zu solchen Reaktionen führen können. Trotz Reinigung, Pflanzenöl etc wurde dies immer schlimmer. Mein Süßer hat übrigens das Gebiss durchaus zerlegt, allerdings haben auch die Nathe-Gebisse nicht lange gehalten…
Ich war dann ganz froh, dass er später Sweet-Iron Gebisse akzeptierte, die Sache wurde schon etwas teuer…

LG Anette

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Ah, interessant – das mit den Infektionen habe ich vorher noch nie gehört. Tja, zeigt nur wieder einmal, wie unterschiedlich Pferde reagieren und dass man sich da wirklich einfach drauf einstellen muss.

Herzlich,
Tania

 

Von Dagi Zenger • 31. März 2009

Ich hatte das orginale vegetabil gegerbte Ledergebiss. Aber ich denke, es gibt verschiedene Pferdetypen. Die einen kauen auf Leder und finden es angenehm, wiederum andere haben das nicht gern. Ich hatte eine kleine Ziege die kaute jedes Leder dass ihr vors Maul kam. Von wegen Vegetarier!! Ich finde das Ledergebiss eine gute Sache. Aber mein Friesentierchen fand Leder im Maul nicht toll.

Liebe Grüsse
Dagi

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Einmal mehr: es hilft einfach nur ausprobieren 🙂

Danke für Deinen Beitrag,
Tania

 

Von Tamina • 22. April 2009

Hallo Tanja,

ich hatte 14 Jahre eine Vollblutstute, Falina, die beim Springen und im Gelände schnell sehr aufgeregt war und Fratzen zog. Damals kannte ich noch nichts von „alternativen“ Reittechniken. Als das Merothische Ledergebiss auf der Equitana vorgestellt wurde und ich dachte, Leder ist sanfter als Metall habe ich es gekauft.

Sie ist ab da in der Springstunde gesitteter gegangen den je und hat keine Fratzen mehr gezogen.

Die Logik der Reitlehrerin damals (dessen Lösung es gewesen wäre den Nasenriemen enger zu schnallen wovon mir meine Mutter als Pferdelaie aber abriet) dass sie es sich nicht erklären könnte warum aber, dass das Ledergebiss irgendwie schärfer sein müsse.

Heute weiß ich, dass Pferde dazu neigen sich in den Schmerz hinein zu lehnen, einen Oppositionsreflex besitzen um sich zu befreien und Schmerz nur noch mehr Adrenalin in ein rennendes Pferd bringt.

Da sie ein sehr zart beseitetes Tier war mußte das Gebiss aber erst immer nur kurz ins Maul bis es sich an die Maulform angepasst hat. Vorher hätte es geschäuert.

Ich hatte es viele Jahre ohne, dass es kaputt gegangen wäre. Das Pferd einer Freundin kaut ihres allerdings im null komma nix durch.

Die Samira reite ich allerdings mit einer doppelt gebrochenen Fulmer Trense wenn mit Gebiss. Über die Vorteile dieser Zäumung hast du ja schon berichtet.

Liebe Grüße,

Tamina

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Danke, für Deinen Erfahrungsbericht! Besonders gut finde ich den Hinweis, das Ledergebiss erstmal nur kurz zur Gewöhnung zu nutzen, das erscheint mir bei sehr empfindlichen Pferden als sehr sinnvoll!

Tania

 

Von Annika • 31. März 2010

Ich hatte auch mal ein Ledergebiss, hatte es mir auf einer Messe gekauft, weil ich es faszinierend fand, dass man es ohne Kopfstück reiten kann. Mein Pferdchen möchte das Gebiss allerdings nicht so besonders, er war jedoch auch schon immmer mit Gebissen sehr eigen, müssten wir nochmal dran arbeiten. Was ihm ganz und garnicht gefallen hatte war wahrscheinlich der Geschmack und der Kinnriemen, den fand er auch grausam. Da ich ihn nicht weiter ärgern wollte habe ich das Ledergebiss dann auch bald verkauft.
Reiten ohne Kopfstück klappt übringens mittlerweile auch, es gibt ja Halsringe:-)
LG Annika und Jeffrey

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Danke auch Dir für Deinen Erfahrungsbericht, Annika!
Tania

 

Von Monique • 5. Oktober 2010

Hallo in die Runde,
Unsere Araber-Mix-Stute kam ohne jede Ausrüstung zu uns, so dass wir vor der Qual der Wahl standen, welches Gebiss nehmen?
Ohne den Umweg über ein Metallgebiss haben wir uns spontan für ein original Merothisches Ledergebiss entschieden. Das war vor 8 Jahren und wir sind heute noch zufrieden wie am ersten Tag: es ist absolut pflegeleicht, hat sich der Maulform perfekt angepasst, ist rund an den Kanten und wird noch ewig halten. Wir hatten nie Probleme mit Infektionen oder Scheuerstellen oder ähnlichem.
Die Stute dreht beim Auftrensen immer den Kopf freudig in Richtung Trense und öffnet absolut freiwillig ihren Mund, Hinhalten des Gebisses reicht. Trotz ihrer Gehfreude und ihres manchmal überschäumenden Temperaments hatten wir noch nie Probleme im Gelände – ein scharfes Gebiss und viele Hilfszügel können eine gute Ausbildung und Vertrauensbasis nie ersetzen.
Jederzeit würde ich mich wieder für ein gutes Ledergebiss entscheiden: für das Pferd halten wir es für bequemer und angenehmer als Metall und im Winter ist kein Vorwärmen nötig.
Allen Interessierten können wir nur zum Ausprobieren raten!
Viele Grüße,
Monique u. Billiktu

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Herzlichen Dank für den tollen Erfahrungsbericht!
Tania

 

Von karin • 10. Januar 2011

habe eine frage, da ich bezüglich der grösse der ledertrense verunsichert bin. mein pferd hat ansonsten 13,5 cm bei den üblichen trensen.

das ledergebiss habe ich 13/14 cm gekauft, aber es dünkt mich doch sehr eng.

wie wählt man die grösse korrekt aus?

gruss ka

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Hm, also eigentlich sollte bei 13,5 das ausgewählte passen… – ich hatte auch immer diese Größe. Ansonsten vielleicht einfach mal direkt beim Anbieter nachfragen?

Tania

 

Von Sarah • 6. März 2011

Halli-Hallo,

Ich habe auch eine Appi-Pony-Stute, die jetzt 13 Jahre alt ist. früher bin ich sie immer im normalen Snaffel geritten (ich reite Western) und dann wollten wir sie aufs Bit umstellen, das klappte auch sehr gut, und sie begann das Bit zu lieben…zur Korrektur wollte ich sie dann noch zwischen durch im Snaffel reiten, aber das wollte sie nicht mehr. Eigentlich sehr willig und fein war sie, aber im Snaffel war sie dann maulig und bockig und das gab sich mit der Zeit auch nicht.
Dann gab mir meine Trainerin das Ledergebiss und meinte ich solle es damit versuchen. Da viele Pferde den Geschmack von diesem Gebiss schon mögen (viele, aber nicht alle) nahm meine es gerne an. Und auch beim Reiten war es wirklich gut. Am Anfang musste man sich erst daran gewöhnen, aber es ging recht schnell…sie ist nun im Ledergebiss noch williger und feiner als im Bit und ich bevorzuge es jetzt immer.
Beim Ausreiten sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die Versichterung eine solche Zäumung nicht immer mit abdeckt…aber passiert ist uns nie etwas.
Zum immer nach dem Reiten abspühlen gibt es auch geteilte Meinungen: Manche Pferde haben eine bessere Maultätigkeit wenn das Gebiss etwas nach Gras o.ä. schmeckt…aber zwischen durch sauber machen sollte man schon… schimmeln tut es ja auch nur, wenn man es nicht regelmäßig nutzt 😉

Lg Sarah

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Herzlichen Dank für Deinen Erfahrungsbericht, Sarah!
Tania

 

Von Julia • 16. Juni 2011

Hallo,
interessiere mich schon seit langem für das Ledergebiss. Reite meine Stute mit den unterschiedlichsten Zeumungen und sie nimmt alle super an und ihr gefällt auch die abwechslung (normales Reithalfter, Hekamor, Knotenhalfter). Hab jetzt auch von dem Ledergebiss gehört, und ich würd dies gern ausprobieren, weil meine Stude doch sehr eigen ist und ich mit nich 100% sicher bin ob sie dies mag, möchte ich eig. nicht so viel geld ausgeben, höchstens 40 €, wisst ihr wo man eines herbekommt oder habt ihr evtl. ein gutes gebrauchtes?? vielen dank für eure antwort! GLG JUlia

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Hallo Julia,

ich habe keines zu verkaufen, aber sicher gibt es die gebraucht zu erwerben. Schon mal in den großen Foren oder bei Ebay geschaut?
Tania

 

Von Julia • 17. Juni 2011

Hallo Tania,
danke für die schnelle Antwort.
in Ebay gibts zwar eins, aber der Verkäufer hat dieses Angebot schon sein April drin und nicht mehr aktualisiert…
Welche großen Foren meinst du? (bin nicht so oft auf Pferde-sachen-Suche ^^)
Danke

Julia

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Fast alle großen Foren haben auch Kleinanzeigenmärkte – such doch mal nach „Pferd“ und „Forum“ in den Suchmaschinen, da wirst Du fündig.
Tania

 

Von Bella • 1. November 2011

Heeey
Da das Pferd ja ein bestimmtes ‚Maul‘ haben muss , wollte ich mal fragen, ob das bei meinem wohl gehen würde?

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Von der Maulspalte her, würde ich sagen: auf jeden Fall. Ob er es dann mag, kann man natürlich nicht vorher sagen.
Tania

 

Von Bella • 1. November 2011

die Bilder:
http://i39.tinypic.com/33w1pqw.jpg
http://i39.tinypic.com/2vhxbbm.jpg
http://i40.tinypic.com/155s5qs.jpg

 

Von Lisa • 9. Januar 2013

Hallo 🙂 habe gerüchte gehört das man dieses gebiss eine nummer größer als normal nehmen sollte stimmt das? Kann ich eigentlcih auch ein normales ledergebiss.nehmen und einfach ein kinnriemen dran machen? Gehts das? Lg

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Hallo Lisa,

ich hatte immer die normale Gebissgröße auch beim Merothischen genommen. Deine zweite Frage kann ich nicht beantworten, da ich diese Konstruktion nicht kenne. Beim Merothischen ist der Kinnriemen fest mit dem Ledergebiss verbunden, keine Ahnung, ob etwas Selbstgebasteltes dann auch so wirkt oder anders.

Herzlich,
Tania

 

Von Andrea • 4. Februar 2013

Hallo
Ich habe für meinen CH-Warmblutwallach, der bei normalen Trensen 14.5 cm Breite braucht, beim Ledergebiss ein 15.5 cm breites bestellt. Das war gar nicht so einfach zu bekommen in dieser Breite, aber er liebt es und ich werde ihn nie mehr mit einem anderen Gebiss reiten oder reiten lassen. Vom ersten Moment an war er deutlich lockerer und entspannter und trat wunderbar an das Gebiss heran. Wir gehen ins Gelände, in die Gymnastikstunde und den Dressurunterricht und das Ledergebiss macht alles mit und das Pferd ist immer sehr gut an den Hilfen und regulierbar. Allerdings habe ich das Gebiss an einem Kopfstück befestigt und den Kinnriemen ganz locker geschnallt. Er mag es nämlich gar nicht wenn man ihm die Zunge „anbindet“, dann verkrampft er sich im Kiefer. Das Ledergebiss ist nun schon seit einem halben Jahr in Gebrauch und hat noch keinerlei Bissspuren. Es hat sich toll an seinen Unterkiefer angepasst und ist nun ein richtiges Massgebiss. Alle paar Wochen lege ich es eine Nacht in Sonnenblumenöl ein und spüle es vor und nach dem reiten immer mit Wasser ab. Der Pflegeaufwand ist also überschaubar. Die Qualität ist super und ich glaube es wird noch sehr lange halten. Für meinen Wallach und mich ist es der heilige Gral unter den Gebissen…! 😉 Lg aus der Schweiz

 

Von Jessy • 15. Mai 2013

Hallo,
habe seit letzter Woche auch ein Merothische Ledergebiss. Da mein Pferd auf Grund einer Genicksentzünung weder Halfter noch Trense im Genick duldet bin ich nach langem suchen darauf gestoßen.
Er ist ein echter Zungenakrobat, hat die Zunge leider sofort über dem Gebiss, aber ich will den Kinnriemen auch nicht zu fest anziehen. Trotz dem läuft er wenn er beschäftigt wird echt gut damit. hab allerdings den eindruck das er sobald er zeit hat darüber nachzudenken alles versucht es wieder los zu werden…. angefangen von Maul aufsperren über Schütteln zu am Fuß kratzen…
des weiteren hab ich den Eindruck das er relativ scharf ist, bzw ihm aber anderer Seits unangenehm ist wenn ich den zügel lang lasse / er keine Verbindung mehr zu mir hat….
Liebe Grüße

______________________________

Hallo Jessy,

wenn man das Gebiss ohne Kopfstück nutzt, muss man es tatsächlich oft so fixieren, dass es dem Pferd unangenehm ist. Schau mal, wie sich das entwickelt, wenn er sich weiter so dagegen wehrt, scheint es mir nicht wirklich geeignet zu sein für Euch.

Herzlich,
Tania

 

Von regina • 4. April 2014

wegen der weite zum merothischen:
ich habe gestern direkt bei meroth angefragt und mir wurde empfohlen das ledergebiss immer 1 cm weiter wie normale gebisse zu wählen 🙂
jetzt seid ihr im bilde 😉
viel spaß allen mit diesem tollen gebiss, ich reite nur gebisslos und möchte demnächst ab und zu mit dem ledergebiss reiten. das findet meine stute, im gegensatz zu den üblichen metallgebissen, nicht so unangenehm. sie rollt sich mit metallgebissen extrem ein um dem druck auf der Zunge zu entgehen, beim ledergebiss ist das nur sehr selten der fall-
gruss regina

 

Von Pia Duda • 17. September 2014

Hallo Tania,

zunächst ein riesies Lob für Deine Seite, die mir als „konventionelle“ Reiterin momentan sehr bei der Umstellung aufs „Alternative“ hilft.

Auf das MR kam ich durch die Besitzerin eines sechsjährigen Haflingers, den ich dressurmäßig reite. Momentan befinden wir uns noch in der Grundausbildung, da er erst vor etwa einem Jahr eingeritten worden ist. An sich ist kein großer Unterschied zu einer Wassertrense erkennbar – allerdings reiten wir noch nicht viel versammelte Lektionen, sondern arbeiten noch am Schwung etc.

Er lässt sich generell sehr gut damit reiten – allerdings scheuert das Gebiss neuerdings (obwohl wir es einmal wöchentlich in Öl einlegen). Auch nimmt er es nicht mehr so gern ins Maul.

Liebe Grüße
Pia

 

Von Anna Praxmarer • 16. März 2017

Liebe Tanja,

einzig und allein dein Blogbeitrag war der Grund, weshalb ich mir ein merothisches Ledergebiss kaufte. Die Zügel aufzunehmen bedeutete früher immer, dass sich mein 6-jähriger Wallach in eine Giraffe verwandelte. Nach einem Sattler, zwei Zahnbehandlungen, einem Physiotherapeuten und dem Ledergebiss bekomme ich zwar zunehmend eine gesunde Körperhaltung hin, doch ein kleines Problemchen ist gleichzeitig aufgetaucht: Nach wenigen Minuten Schritt wird immer wieder angehalten und sich am Vorderbein die Mundwinkel gekratzt. Ich bin dann immer ganz verunsichert und fühle mich nach dem Reiten, wenn sich mein Pferd an mir den Kopf reibt und sich dankbar kraulen lässt, extrem schlecht. Natürlich ist es „nur“ ein Kratzen zu Beginn und hört auf, wenn wir mit der Trabarbeit beginnen. Aber die Newsletter von euch haben mich für solche Zeichen sensibilisiert und ich will das nach meiner Odyssee durch alle Arten von Reiterausrüstung trotzdem nicht ignorieren. Ich bin zwar auch manchmal glücklich mit dem LG Zaum unterwegs, neige aber dazu, mit meiner Hand „härter“ zu werden, wenn mein Wallach den Rücken durchdrückt. Das macht mich dann erst recht schuldbewusst und ich würde gerne nur mehr Rosen züchten gehen. 😀 Mit einem Gebiss wollte ich mir erst eine stabile Grundhaltung erarbeiten, denn damit reite ich sensibler… Bin ich auf dem Holzweg? Ich wäre dir sehr dankbar für Ratschläge!
vLG Anna

 

Von Monika • 25. Oktober 2017

Anna: Könnte es sein, dass deinem Pferd die Seiten des Ledergebisses anfangs zu trocken sind? Wenn die Pferde noch nicht viel Speicheln dann kann das Leder ziemlich rau an den Maulwinkeln sein. Probiere mal aus das Gebiss vor dem Anziehen richtig nass zu machen.

Der zweite Punkt könnte die Größe sein. Das Merothische Ledergebiss fällt häufig kleiner aus. Und zwar aufgrund der Zungenwölbung, die das Gebiss mit der zeit annimmt. Dadurch verkürzt es sich und die Seitenteile rücken Näher an die Maulwinkel. Je nachdem wie fleischig die Zunge ist, kann sich das stark verkürzen. Ich brauche das Ledergebiss bei meinen Pferd ganze 2 cm länger als ein normales! Würde ich die normale Größe wählen, würde es ihm auch in den Maulwinkeln reiben.

Vielleicht ist das ja die Lösung deines Problems.
Lg

 

Von Anika • 16. Dezember 2017

Hallo,vielen dank für deinen aufschlussreichen Beitrag. Ich bin im Moment auf der Suche nach einem passenden Gebiss für meinen im Maul sehr feinfühligen Wallach. Ich möchte ihn von gebisslos auf Gebiss umstellen, er spielt dementsprechend noch viel mit dem Gebiss und kaut am Anfang darauf rum wenn er eins drin hat, da er es ja noch nicht so gewöhnt ist. Jetzt wäre meine Frage ob jemand Erfahrungen gemacht hat, ob das Gebiss dem denn standhalten kann. Außerdem wäre für mich die dicke wichtige, da er ein recht kleines Maul hat und nicht so viel Platz. Wie gut lässt es sich mit dem Gebiss dressurmäßig reiten? Würdet ihr mir das Gebiss (vorallem wegen der Dicke) empfehlen oder eher nicht? Denkt ihr das ich eventuell zum ausprobieren zu dieser preisgünstigeren Variante (link) greifen kann (da das Original ja doch Geld kostet, was schade wäre wenn er damit nicht zurecht kommt). Natürlich nur insofern die Qualität stimmt.

(Hinweis der Redaktion: Link entfernt, bitte keine Werbung, danke!)

__________

Hallo Anika,

ein Denkanstoß von mir: Wenn Dein Pferd gut gebisslos läuft, warum willst Du es dann umstellen? Ist doch eine feine Sache, ohne Gebiss 🙂 – gerade bei feinfühligen Pferden viel schöner als jede Art von Gebiss aus meiner Sicht.

Herzlich,
Tania

 

Von Anika • 17. Dezember 2017

Hallo, darüber habe ich mir auch schon gedanken gemacht und bin ihn als er zu mir kam auch ersteinmal weiterhin gebisslos geritten. Bin dann aber zu dem Entschluss gekommen ihn umstellen, da er eben mit Gebiss meiner Auffassung nach wesentlich lockerer läuft und ich eine bessere Verbindung über den Zügel habe. Natürlich heißt das nicht das ich wenn er auf lange sicht gesehen nicht mit Gebiss laufen möchte, ich nicht auf ihn eingehen würde. Lg Anika

 

Von Ulli Beck • 30. März 2018

Hallo,
Ich möchte dieses Jahr meine junge Stute einreiten, sie kennt bisher nur den Kappzaum light von Sabro. Ich habe schon mal probiert ein Gebiss reinzulegen (nur auf einer Seite festgemacht, so dass es sofort aus dem Maul gleiten kann), sie fand das aber, obwohl mit Sirup gesüßt, nicht sonderlich prickelnd.
Jetzt habe ich das Ledergebiss entdeckt, gibt es die nur als Stange? Wie weich wird diese im Maul? Sollte man eine rundgenähte lieber nehmen (keine Naht)?
Hat irgendjemand Erfahrung mit Ledergebiss und jungen Pferden?
Danke für Tipps
LG ulli

 

 

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