Jedem Tierchen sein Pläsierchen oder: Welches Spiel passt zu meinem Pferd?

Babette und ich stellen in unseren Blogs ja u.a. ganz unterschiedliche Möglichkeiten vor, mit Pferden zu spielen. Die Vielfalt ist hier groß, aber nicht jedes Spiel begeistert jedes Pferd.

Wenn ich z.B. meine beiden nehme, dann werden die Vorlieben sehr schnell deutlich.

Aramis liebt z.B. Podeste! Schon das erste Mal, als er vor einem stand, nahm er sofort einen Huf hoch und es dauerte nicht lang, dann stand er mit beiden Vorderhufen darauf. Babette hat auch ein Podest und natürlich durfte er auch wieder drauf:

spiele1.jpg

(Achtung: Die Arbeit mit dem Podest ist nicht ohne, da die Pferde gefährlich abrutschen und sich die Beine verletzen können. Seid bitte ganz besonders vorsichtig mit diese Arbeit, damit Ihr Euch keinen Sehnenschaden einhandelt und geht das am besten mit jemanden an, der Erfahrungen damit hat.)

Was er auch wirklich gerne macht, ist den spanischen Gruß:

spiele2.jpg

Ich habe das Gefühl, dass diese Spiele sein Selbstbewusstsein steigern, denn er wirkt dann immer noch größer und gewaltiger als sonst.

Was er auch noch gerne mag, ist das Teppich-Aufrollen. Hier dürfte die Tatsache, dass es da ordentlich was zu essen gibt, sicher eine große Rolle spielen 🙂

Anthony hingegen ist ein Clown. Am liebsten nimmt er Sachen ins Maul, wie z.B. einen Korb:

spiele3.jpg

Oder auch einen Hundespielball (während man schön sehen kann, das Aramis derweilen lieber die auf dem Boden liegende Isomatte untersucht):

spiele4.jpg

Er braucht dafür auch keine Verstärkung durch Lob oder Futter, einfach das Hochnehmen und Halten bereitet ihm Vergnügen. Da gibt es auch noch eine nette Geschichte dazu: Als ich neulich mit einem Flatterband einen kleinen Teil der Halle absteckte, reichte er mir das Band, das auf den Boden gefallen war, regelrecht in die Hand. Automatisch sagte ich danke und dann fiel mehr erst auf, was da gerade passiert war 🙂

Unerschrocken, wie er ist, liebt er auch Bälle und Luftballons, Folien und Kartons, eigentlich alles, was irgendwie interessant ist.

Und er ist ein echter Wasserfan:

spiele5.jpg

Aramis würde ich damit keinen Gefallen tun!

Am allerbesten für beide sind dann aber immer noch die Spielchen, die sie zusammen veranstalten – da kann ich Menschlein nicht mithalten 🙂 :

spiele6.jpg

Und auch wenn ich denke, dass es gut ist, ein Pferd auch an solche Sachen heranzuführen, die ihm nicht so liegen, finde ich es schön und wichtig, die Vorlieben zu beachten und eben ganz gezielt Spiele anzubieten, die das jeweilige Pferd besonders mag. Wir selbst haben ja auch unsere Lieblingsspiele, nicht wahr?

15. August 2008 von Tania Konnerth • Kategorie: Spiele & Co 5 Kommentare »

 

5 Reaktionen zu “Jedem Tierchen sein Pläsierchen oder: Welches Spiel passt zu meinem Pferd?”

 

Von Almut • 15. August 2008

Hallo Tania,
fühlte mich sofort an meine 2 erinnert – mein „Kleiner“ ist auch so ein Kasperkopp, der bei Neuem am liebsten testet, ob man da auch reinbeißen kann 🙂 Würde meinem Pony nie einfallen, das Ding könnte ja vielleicht zurückbeißen… Dafür ist sie super bei Podest, Verbeugung & Co. und allem, was nicht wackelt 🙂
Ich erwische mich allerdings nicht selten dabei, nur die Lieblingsspiele anzubieten… ist ja auch schön, wenn alles toll klappt und jeder zufrieden ist. Da müssen wir wohl noch vielseitiger werden.
Liebe Grüsse, Almut

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Hallo Almut,

ich denke, Du machst nichts „falsch“, wenn Du bei den Lieblingsspielen bleibst. Ist doch schön, wenn alle Freude haben. Anderes kannst Du ja hin und wieder mal anbieten, aber es muss ja auch nicht jeder alles machen 🙂

Herzlich,
Tania von „Wege zum Pferd“

 

Von Almut • 15. August 2008

Liebe Tania,
ich fürchte, es gibt so unendlich viele Möglichkeiten, mit Pferden zu spielen oder andere sinnvolle Dinge zu machen, dass man sowieso nicht mit jedem „alles“ machen kann. Allein alle Anregungen auf Eurer Seite auszuprobieren, geht schon fast über mein Zeitbudget hinaus 😉
Ich meinte eher, dass ich mit meinem Pony auch mal an bestimmten (bspw. angstbesetzten) Dingen spielerisch was tun sollte, das aber zugunsten der Lieblingsspiele oft vermeide.
Ein schönes Wochenende! Almut

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Jau, Möglichkeiten gibt es genug. Und hin und wieder angstbesetztes fast nebenbei einzuflechten, ist eine feine Möglichkeit. Aber wie Du auch schon andeutest: Freizeitstress im Sinne von „Das müssen wir noch machen und das und das…“ unbedingt vermeiden. Das machen wir Menschen uns schon genug, gelle?

Auch Dir ein schönes Wochenende,
Tania

 

Von Hallo • 6. Dezember 2008

hallo ich habe auch eine homepage und ein kleines pony. ich möchte mit ihm absofort kunststücke machen da ich ihn nichtmehr reiten kann.
ich hätte da eine frage hast du dieses pfedepodest selber gebaut oder ist das gekauft?
kann man das überhaupt selber bauen?
wenn du mir antwortest könntest du dann bitte auf meine homepage zurückgreifen da ich diese seite höchstwahrscheinlich nichtmehr finde?

P.S.:ich finde deine hafis echt schön die meisten haflinger sind entweder zu dick oder haben nicht so eine schöne fellfarbe. 😉

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Hallo Shauny,

vielen Dank für Deinen Eintrag – ich freu mich, dass Du meine Hafis magst 🙂

Zu Deiner Frage: Das Podest gehört Babette, ich vermute, es ist selbst gemacht, aber ich werde sie mal fragen und wir schreiben Dir dann direkt.

Herzlich,
Tania

Nachttrag: Jep, das Podest ist selbstgebaut, aber leider gibt es keine Anleitung dazu – tut mir leid.

 

Von Vivian • 20. September 2013

Hallo, ich wollte mal Anfangen meiner 4 Jahre alten Stute Kunststücke bei bringen oder mit ihr zu spielen und meine frage ist, was meinen sie welches Kunststück oder Spiel ist das beste um damit anzufangen? 🙂

Würde mich sehr auf eine Antwort zurück freuen,
Mit Freundlichen Grüßen.

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Hallo Vivian,

da gibt es keine Regeln, sondern das kommt auf das Pferd an. Schau doch mal in unsere vielen Ideen zum Spielen und such Dir etwas aus, das gut zu Deinem Pferd passen könnte: http://www.wege-zum-pferd.de/inhalt/#spiele

Viel Spaß!
Tania

 

Von Denise • 15. März 2015

Auch ich kenne diese Pferde, die es lieben an Dingen zu knabbern und sie ins Maul zu nehmen.
Meine Reitbeteiligung gehört allerdings nicht wirklich dazu. Bis ich angefangen habe, das Aufnehmen und später das Apportieren einer Hundefrisbee zu clickern. Mittlerweile bietet sie mir das Halten zwischen den Zähnen mitunter als erstes an, wenn ich an neuen Gegenständen frei forme. Insofern kann sich das Verhalten von Pferden durch positive Verstärkung auch noch ändern. Was – wie ich finde – das Wunderbare am Clickern ist: Man entdeckt immer neue Facetten am Wesen seines Pferdes und das Ganze stärkt das Selbstbewusstsein des Pferdes so ungemein!

 

 

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