Babettes Praxis-Blog

Hier berichtet Babette Teschen von ihrer täglichen Arbeit als Reitlehrerin und Ausbilderin und bringt Tipps und Anregungen direkt aus der Praxis mit. HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt – klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link “Den ganzen Beitrag lesen”.

Ein neues Pferd kommt in die Herde

Letztens bekam ich eine Mail einer besorgten Pferdebesitzerin. Sie hatte ihre Stute neu gekauft und nun sollte das Pferd in die Herde des Pensionsstalls integriert werden. In diesem Stall wird es – wie weit verbreitet – praktiziert, neue Pferde „ins kalte Wasser zu werfen“, d.h., das Pferd ohne Eingewöhnungs- und Kennlernzeit in die Herde zu stellen. Die betroffene Herde besteht aus 14 Pferden und es steht ihnen eine Fläche von ca. 2000qm zur Verfügung. Die Pferde sind immer nur ein paar Stunden auf dem Paddock. Als die Stute nun in die Herde gestellt wurde, wurde sie von den anderen Pferden gejagt und angegriffen. Es gab ruhige Abschnitte, doch auch am zweiten und dritten Tag wurde die Stute immer wieder gejagt und dabei verletzt.

Ich gebe es zu: Auch ich habe früher neue Pferde so eingegliedert. Frei nach dem Motto „Augen zu und durch“ und „wird schon schief gehen“. Zum Glück ist bei mir auch nie was Schlimmes passiert, aber ich habe Szenen erlebt, die wirklich brenzlig und grausam waren. Ich habe gesehen, wie Pferde vor Angst Urin verloren haben. Ich habe gesehen, wie ein Pferd, das in eine Ecke getrieben wurde, versucht hat über einen Zaun zu springen und sich dabei schwer überschlagen hat. Für die neuen Pferde war es der pure Stress! Und sehr gefährlich war es auch!

Heute gehe ich anders vor und es fühlt sich viel besser an!

So gliedern Sie neue Pferde sinnvoll und gefahrloser ein

Die beste Möglichkeit ein neues Pferd einzugliedern, habe ich auf der Weide. Ich habe abgetrennte Weideabschnitte nebeneinander. Ich stelle zuerst das neue Herdenmitglied auf ein Stück Weide neben das Stück, wo die Herde sich aufhält. So können sich die Pferde über den Zaun hin kennen lernen und sich schon aneinander gewöhnen. Idealerweise besteht dieser Zaun aus festen Planken und nicht nur aus Litze oder Draht, denn hier besteht die Gefahr, dass ein Pferd sich im Zaun verhängt und verletzt wenn es nach hinten oder vorne ausschlägt.

Dann stelle ich ein Pferd zu dem Neuen dazu. Am besten erst einmal ein friedliches Tier. So hat das neue Pferd eine Chance, schon einen Kumpel zu gewinnen. Am nächsten Tag kommt dann ein zweites Pferd dazu, am folgenden ein drittes usw. Je nachdem wie gut das neue Pferd mit der Situation zu Recht kommt, so schnell vereine ich die Herde. Manchmal macht es auch Sinn, den Neuen mit dem ranghöchsten Pferd zusammen separat zu stellen.

Im Winterauslauf habe ich diese Möglichkeit nicht. Deshalb habe ich Eingliederungspaddocks eingerichtet. Das sind kleine Paddocks innerhalb des großen Paddocks. Hier bleibt das neue Pferd mindestens 3 Tage drin. In der Zeit können sich die Pferde gut über den Zaun kennen lernen und gewöhnen sich aneinander.

herde.jpg

Dann probiere ich unter Aufsicht das neue Pferd in die Herde zu lassen. Wenn ich weiß, dass bestimmte Pferde in der Herde besonders garstig neuen Pferden gegenüber sind, werden diese zunächst aus der Herde herausgenommen. Erst wenn die erste Aufregung abgeklungen ist, lasse ich auch die schwierigen Kandidaten wieder dazu.

Wenn ich sehe, dass das neue Pferd noch sehr gejagt wird, nehme ich es wieder aus der Herde raus und verlängere die Zeit im Eingliederungspaddock. Bisher ging es spätestens beim zweiten Versuch die Pferde zusammenzulassen, ruhig und friedlich ab.

Die ersten Nächte nehme ich die neuen Pferde noch aus der Herde heraus. Erst wenn ich sehe, dass das neue Pferd mit an die Heuraufen darf und wirklich entspannt in der Herde ist, lasse ich das neue Pferd auch über Nacht in der Herde.

Mir sind die Sicherheit und das Wohl der mir anvertrauten Pferde sehr wichtig. Ich empfinde eine riesige Verantwortung den Tieren und ihren Besitzern gegenüber. Nur weil es „fast immer“ gut geht, ist mir das Risiko des „einfach Dazustellens“ heute viel zu groß und ich bin auch nicht der Meinung, dass die Pferde “da durch müssen“.

Auch hier bin ich der Meinung: Es geht auch anders!

14. April 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Sonstiges 21 Kommentare »

Es geht auch anders!
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21 Reaktionen zu “Ein neues Pferd kommt in die Herde”

 

Von Maja2009 • 15. April 2009

Hallo Babette

Die Eingliederung von neuen Pferden in eine bestehende Herde ist ein schwieriges Thema, in vielen Ställen.

Bin der Meinung der Besitzer sollte, erstens bei der Eingliederung dabei zu sein und zweitens die Eingliederung sollte harmonisch und behutsam vorzunehmen werden. Dies ist das Recht der Besitzer, denn was ist im Fall der Fälle, wenn eins der Pferde verletzt wird ?

Letztes Jahr erst wurde eine neue Stute einfach so in die bestehende Wallachherde geführt und alle haben gespannt darauf gewartet was passiert. Ich hatte damals die Verantwortung für den Herdenchef dieser Wallachgruppe. Meine Bitte erstens dabei zu sein bei der Eingliederung und zweitens mein Pferd sollte sich erstmal langsam mit der Stute anfreunden wurde missachtet.

Die Koppeln wurden geöffnet, so das die Pferde mehr Platz hatten sich aus dem Weg zu gehen. Soweit so gut, die Rangniedrigeren Wallache haben die Stute weitgehenst in Ruhe gelassen und ihre Abwehrgesten geachtet.

Als ich vom Reiten zurück kam war ich erstmal entsetzt über diese Vorgehensweise und auf anraten entlies ich den Wallach in seine Herde. Jedoch war schnell die großen Koppeln zu klein!
Ich hatte den Eindruck als wolle er sagen, warum steht auf einmal eine Stute auf meiner Weide? Und die beiden waren kaum noch zu halten. Er ging auf sie los und prügelte auf sie ein, sie wehrte sich und keiner konnte mehr einschreiten.

Ich wurde überstimmt und die Stute blieb mit den Wallachen zusammen. Einpaar Nächte später verletzte sich die Stute so stark das jetzt auch der Besitzer der Stute genug hatte und die Stute aus der Herde nahm.

Ich bin der Meinung das wäre vermeidbar gewesen !

Es tut mir leid um die Stute und deren Besitzer die mehrere Wochen die tiefen Wunden pflegen mussten.

LG
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Oje, was für eine schlimme Geschichte!
Diese Stute hat sicherlich nicht nur äußerliche Trauma davon getragen… :-(
Hoffentlich sind alle Wunden (auch die innerlichen!) gut verheilt,
liebe Grüße,
Babette

 

Von Annette • 20. April 2009

Hallo Tanja,
so wie du es machst bei der Eingliederung, so handhabt es die Stallbesitzerin bei uns auch.

Am Wochenende wird die Stute meines Mannes in unseren Stall einziehen und ich verlasse mich ganz auf die Stallbesitzerin. Mein Mann und ich machen uns keine Sorgen, und sind sicher, dass alles bestens ablaufen wird.

Es ist ein gutes Gefühl, wenn man sich auf die Fachkenntnisse und das Einfühlungsvermögen der SB verlassen kann. Passieren kann immer etwas, aber ich weiss, dass alles menschenmögliche getan wird, um das zu vermeiden.

Ich hoffe, dein Artikel ist Anstoss für andere, ihre Eingliedrungstaktiken zu überprüfen.

Viele Grüsse
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Hallo Annette,
ich bin Babette, aber macht nichts ;-)
Dann wünsche ich der Stute Deines Mannes ein gutes Eingewöhnen!
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Elke Bärthel • 20. April 2009

Hallo Babette,
Dein Bericht über die Eingliederung eines Pferdes in eine neue Herde ist mir dieses Mal ganz besonders wertvoll und wichtig, weil ich zum 1. Juni meinen 5-jährigen Berberwallach (sehr rangniedrig, Schimmel) auf einen anderen Pferdehof umsiedeln möchte. Zum Glück zieht seine “Freundin”, eine 17lährigen Arabermix-Stute mit um, und die beiden werden einen gemeinsamen Stall mit gemeinsamem Peddock beziehen.
Bisher stand mein Pferd allerdings (mit Sichtkontakt zu den anderen Pferden) alleine auf der Koppel und auch im Stall (neben seiner Freundin).
Wie stellst Du Dir die Eingliederung der beiden Pferde vor?? Zusammen step by step wie oben von Dir beschrieben? Oder jedes alleine? Ich würde mich sehr über eine Entscheidungshilfe freuen.
Sonnige Grüße aus Südhessen
Elke
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Liebe Elke,
ich würde beide Pferde zusammen in die neue Herde integrieren.
Ich wünsche Euch alles Gute!
Liebe Grüße, Babette

 

Von Helle • 20. April 2009

Hallo Babette,
so wie Du es machst ist es sehr einfühlsam und verantwortungsbewußt. Leider werden die Pferdebesitzer ja häufig nicht mit einbezogen in das Vorgehen bei der Integration in die Herde. Ein Stallbetreiber ist ja nicht gleichzeitig auch zwingend ein “Pferdemensch”, der etwas von der Sache versteht. Zu oft ist es leider ganz anders.
Ich erlebte, daß meine ältere Stute sehr gejagt und angefeindet wurde. Wenn sie sich wälzen wollte, hielt ihre Pferdefreundin “Wache”. Letztendlich wurde sie sehr verletzt durch den Schlag einer Stute (die Eisen hatte!!) und ich holte sie sofort nach Hause.
Hier zu Hause integriere ich auch vorsichtig, aber ich kenne meine Pferde und es sind auch nicht so viele. Das Witzigste war ein Pintowallach, der neu zu uns kam und nach ein paar Minuten Aufregung (meiner Pferde) allein am Silageplatz stand und gemütlich fraß. Der Rest stand in gebührendem Abstand drumrum und staunte: WAS für ein impertinenter Kerl!
Liebe Grüße und eine schöne Woche für alle!!
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Hallo Helle,
so einen Fall hatte ich auch mal…
Als ich die Stute nach ein paar Tagen im Integrationspaddock in die Herde gelassen hatte und besorgt geguckt habe ob die Stute auch nicht gejagt wird, hatte diese Stute in 5 Minuten sich alles unter den Nagel gerissen und war sofort die Ranghöchste… So was hatte ich zuvor noch nie erlebt… :-D
Liebe Grüße, Babette

 

Von Claudia • 20. April 2009

Hallo Babette,

wieder mal ein Superthema für Leute mit “jahrelanger Pferdeerfahrung” ;-) ) Mein Wallach stand, bevor ich ihn gekauft habe, immer nur in der Box und hatte ein klitzekleines Viereck, dass Weide genannt wurde. Er ist auch sehr verspielt und mit unter etwas “hengstig”. Nachdem ich ihn gekauft hatte, habe ich ihn auf einen Bauernhof mit Weidehaltung umgestellt und den Besitzer über sein Vorleben informiert. Am Anfang lief es nicht so schlecht, er hat zwar das Nebeneinanderstehen nicht gemacht, aber er hat ihn zuerst alleine zu einem Hafi gestellt. Es ging einigermassen, der Hafi liess ihn zwar nicht ans Futter, aber das konnte mit 2 Heuhaufen gelöst werden. Dann wurde noch ein 3 dazugestellt, der neu kam und den Hafi schon vom alten Stall kannte. Das war etwas blöd für mein Pferd aber es gab immerhin keine grösseren Streitigkeiten. Und dann hat der Besitzer auf einmal von einem Tag auf den anderen mein Pferd in eine grössere Wallachgruppe gestellt ohne mich zu informieren. Von da an gab es nur noch Streitigkeiten mit einem PRE Wallach, der auch sehr dominant ist. Sie mögen sich überhaupt nicht und es gab nur noch Probleme mit Bisswunden und schliesslich hat mein Wallach auch einen Tritt aufs Fesselgelenk bekommen und seither dort ein Überbein. Jetzt steht er wieder mit den anderen 2 zusammen. Hätte auch anders laufen können.

Liebe Grüsse
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Hallo Claudia,
wohl wahr… :-(
Alles Gute für Dich und Dein Pferd,
Babette

 

Von Christiane • 20. April 2009

Liebe Babette, ich habe schon zweimal erlebt, dass ein von mir gerittenes Pferd auf die von Dir und Maja so anschaulich beschriebene Weise in eine neue herde “integriert” wurde. Beide Erfahrungen endeten mit schweren Tritt und Bisswunden an den Pferden. Die letzte Erfahrung, an meiner eigenen Stute im November: da wurden mehrere Sommerkleingruppen auf ein ca. 1 ha großes Stück mit anfangs 1 Großballenraufe gestellt – 22 Pferde, die sich noch nicht geordnet hatten. Als ich es mitbekam, war meine Stute so in Flanken Bauch, Hinterläufen und Scheide verbissen und zertreten, dass sie fünf Monate nicht mehr reitbar war. Die Wunden eiterten teilweise noch 3 Monate später. Ich habe sie zunächst in der Box gepflegt und dann auf die Aufstallung in einer Kleingruppe, wo dann auch behutsamer von den Pferdebesitzern selbst die zusammenführung durchgeführt wurde, bestanden. Letztlich war das der ausschlaggebende Grund, warum wir jetzt umgezogen sind.

Im neuen Stall wurde es so gemacht, wie du das beschrieben hast, Babette. Es lief ganz ruhig ab, gedroht wurde mal und auch mit den Zähnen geknirscht, aber keine Verletzungen. Heute (vier Wochen später) sind sie schon recht friedlich miteinander, auch wenn noch nicht ganz klar ist, wie die Hirarchi denn jetzt ist. Da hatte ich jedenfalls von Anfang an das Gefühl, dass die SB genau weiß, was gut ist für die kleine Herde.

Wäre es doch immer so!

Liebe Grüße

Christiane

 

Von sandra • 5. Mai 2009

auch wir haben im aktivstall zur zeit ein problem mit einem neuen pferd im aktivstall. das pferd (16jähriger schimmelwallach) steht seit 3 wochen seperat neben dem aktivstall mit blink und direktem kontakt um sich einzugewöhnen, was auch gut klappt. wir hatten ihn jetzt mit den anderen zusammen auf der koppel und im aktivstall was nicht sehr gut funktionierte. er wurde auch gejagt und bedrängt und in die ecke getrieben und er weicht auch nicht den ranghöheren pferden. irgendwie hat man den eindruck dass er nicht so recht weiss, wie er sich verhalten soll. er war bisher boxenpferd mit einzelpaddokhaltung. dauert es bei solchen pferden länger? werd jetzt mal die praxis weitergeben, die du empfohlen hast es zuerst mit einem dann mit 2 oder 3 zu versuchen. hoffe es klappt. hast du sonst noch einen rat?schöne grüße sandra
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Hallo Sandra,
bei manchen Pferden dauert das Eingliedern sehr lange und bei manchen klappt es leider auch gar nicht. Es ist sehr schwierig ein Pferd einzugliedern, dass lange in Einzelhaltung gehalten wurde. Diese Pferde haben oft das normale Sozialverhalten nie wirklich gelernt :-( . Ja, ich würde raten das neue Pferd erstmal nur mit ein, zwei verträglichen Pferden zusammen zu lassen und gut zu beobachten.
Ich wünsche Euch und vor allem dem Schimmel alles Gute, Babette

 

Von chrissy • 9. Mai 2009

Hallo Babette,
mein pferd stand einige zeit allein. das lag daran, dass meine stute sehr aggressiv gegenüber anderen pferden war.sie hatte sich bisher nur mit einem anderen pferd so richtig angefreundet, die anderen duldete sie nach einiger zeit nur. ich besaß sie drei jahre als wir sie zu uns holten. sie hat eine sehr große box(die box war im inneren einer riesigen scheune), ungefähr so groß wie zwei normale. eine tür war eine ganz normale,von der man von der scheune aus in die box reinkam(die box war trotzdem in einer ecke der scheune), die andere tür führte direkt in die koppel(ich mache sie nachts zu).
nach langem suchen fand ich das pony, das der neue “partner” meines pferdes sein sollte. es war ein shetlandpony.ich “baute” aus stricken eine provisorische box vor der tür, die in die scheune führt, dahinein kam das pony erstmal.ich konnte beobachten, dass das pony nicht von der tür zur box wich und auch mein pferd immer in der nähe des ponys stand.darüber wunderte ich mich und deshalb wollte ich die beiden am nächsten tag an zwei angrenzende koppeln bringen. auch dort: die beiden blieben immer möglichst in der nähe.nach einiger zeit führte ich mein pferd durch die koppel-boxentür in ihre box und gab ihr heu(ablenkung, weil ich gleich darauf das pony durch die box zur provisorischen führen wollte).aber das pony wollte nicht in seine box, ich konnte machen was ich wollte, es blieb bei meiner großen. ich gab nach und gab auch ihr einen heuhaufen, danach schaffte ich es doch, sie in ihre eigene zu bugsieren.am nächsten tag dasselbe, also ließ ich sie einfach darin.

heute gibt es nur noch streit ums futter.ich mache immer zwei heuhaufen. erst wenn die große ne minute gefressen hat, darf die kleine mitfressen(deshalb mache ich immer zwei heuhaufen).ansonsten gäbe es keine pferde, die besser zusammenpassen würden, sie freuen sich immer so sehr, wenn die eine vom ausritt zurückkommt oder die andre vom spaziergang… ich muss das pony nicht mal führen, es läuft wie ein fohlen hinterher, immer.

ich war froh, dass ich die beiden überhaupt aneineander gewöhnen konnte(weil die große doch keine anderen pferde mochte), aber dass es so gut klappt hätte ich nicht gedacht.
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Hallo Chrissy,
wie schön! Eine Geschichte mit Happy-End :-D !
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Annika • 6. Juni 2009

Hallo Babette,

Hilfe! Ich musste mit meinem Pony den Stall wechseln zum 30.05.09, also vor einer Woche. Vorher lief er mit 13 anderen Pferden auf einer sehr großen Koppel, war nichr besonders rangniedrig aber auch nicht der höchste. Jetzt steht er mit 3 Stuten und 1 Wallach zusammen und steht immer allein und wird von den anderen nur verjagt! Er tut mir wahnsinnig leid und ich weiß nicht wie ich ihm helfen kann. Die laufen halt immer in 2 2-er Gruppen zusammen und er ist sozusagen “über”. Er ist sonst total verspielt, und jetzt hat er keinen mehr mit dem er spielen oder Mähnenkraulen machen kann. Das kann so nicht weitergehen, wenn er nicht glücklich ist, macht mich das ganz krank und ich glaube einfach nicht dass sich die Konstruktion in der Herde noch so ändern wird, dass er auch einen Freund finden kann. Bitte, haben Sie nicht einen Tip für mich???

Liebe Grüße
Annika

PS: Würde mich wahnsinnig über eine Antwort freuen!
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Liebe Annika,
leider fällt mir da auch keine geniale Idee ein…
Eine Woche ist noch keine Zeit und es ist gut möglich, dass er doch noch in dieser Konstellation eine/n Freund/in findet.
Es kann aber genauso gut sein, dass er das fünfte Rad am Wagen bleibt. Das er gejagt wird, wird sich sicherlich verändern. Soll die Herde denn noch größer werden, oder ist jetzt bei fünf Pferden Schluß?
Liebe Grüße und ich drücke ganz doll die Daumen, dass Dein Pferd sich gut einlebt,
Babette

 

Von Annika • 17. Juni 2009

Hallo Babette,

vielen Dank für Ihre Antwort!!

Er hat sich super dort eingelebt und ich bin darüber überglücklich! Er steht sogar schon in der Rangordnung an 3. Stelle von oben! Er steht mitten in der Herde, spielt und macht Mähnenkraulen mit den anderen Pferden. Eine Woche war wohl wirklich ein wenig zu kurz.
Haben letztes Wochenende mit der kompletten Herde einen wunderschönen Wanderritt gemacht, was die Herde noch mehr zusammengeschweißt hat und ich jetzt endlich meine ganzen Bedenken vom Anfang langsam aber sicher beiseite schieben kann. Wollte Ihnen das Erfreuliche nur kurz berichten!

Ach so, Ihre Frage, “erstmal” wird es bei den 5en bleiben.

Liebe Grüße
Annika
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Wie schön!
Das freut mich!!!
:-)
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Lizzy • 20. August 2009

Hallo Babette,
vielen Dank für den Schönen Beitrag!
Ich habe auch lange Jahre gesehen, wie Pferde eibnfach zusammen gewürfelt wurden. “DIe machen das schon unter sich aus”. Ja, haben sie. Meine Stute musste 2x wegen Knochenabsplitterungen in die Klinik… Zum Glück läuft sie heute, gut 10 Jahre später mit 29 Jahren immer noch (oder wieder) gut und nicht zu letzt, weil wir nun unseren eigenen Stall, mit einer 4er Gruppe haben.
Unseren letzten Neuzugang haben wir Anfang des Monats eingewöhnt und da habe ich auch diesen Weg gewählt, ihn erst mal auf ein abgesperrtes Stück der Koppel zu stellen. Nach einer Woche erfolgte dann die zusammenführung (vorab einzelnes Zusammenstellen war nciht möglich, weil das unsere Leitstute nciht geduldet hätte- sie geht wenn ihr etwas nciht passt durch jeden Zaun). Aber es war gar kein Problem. 5 Minuten Aufregung und dann folgte gemeinsames Grasen auf schon sehr engem Raum (Platz wäre schon da gewesen). Aber auch schon über den Zaun waren vorher KOntakte geknüpft worden und zum Dösen stellten sich meine schon zu dem NEuen an den Zaun. So erfolgte also schon vorher der Sozialkontakt und alle lernten die “Sprache” des anderen zu interpretieren. Das lief also sehr gut.
Nach nun 3 Wochen kommen schon mal ein paar Bissstellen vor (aber keine tiefen), da vor allem die Herdenchefin ihre Aufgabe als Erzieherin aufgenommen hat. Unser neuer Kleiner ist nämlihc erst 3, die anderen 2 9 und dann noch unsere Omi mit 29. Da wird der Jungspund schon mal zurecht gewiesen, aber er wirkt viel entspannter im Vergleich zu seiner Ankunft bei uns.
Meine alte Stute wurde auch durch eine sehr harmonische Herde sozialisiert. In jungen Jahren war sie sehr aggressiv anderen Pferden gegenüber. Dann kam sie über Sommer in diese Herde, in der sie sich auch von ihrer schlechstesten Seite zeigte (hier wurde sie auch nciht schrittweise eingewöhnt). Die Herde reagierte mit sozialem Ausschluss- völlig ohne Körperlichkeiten. Seit dem hatte sie ihre Attacken völlig abgelehnt.
Schön, hier solche Anregungen zu lesen, viele Grüße, Lizzy.
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Liebe Lizzy,
vielen Dank für Deinen Kommentar und alles Gute für Dich und Deine Lieben :-) ,
Babette

 

Von Victoria • 24. August 2009

Hallo Babette,
Ich habe seit gestern eine 5-jährige Isi-Stute und möchte sie gerne bei einer unserer Paddockgruppen eingliedern. Es gibt 2 Paddocks, die in Frage kämen. Zum einen ein Pony-Paddock (3 Pferde, nur Wallache) und zum anderen ein Paddock mit 2 Großpferden. Bei den Ponies gibt es einen sehr hengstigen Wallach, bei den Großen einen verspielten Wallach und eine Stute, die schüchtern ist, aber Stuten seehr mag. Ich habe es schon auf dem Pony-Paddock versucht, meine Stute einzugliedern, aber der hengstige Wallach hat sie in die Ecke gedrängt und getreten und das so lange, bis ich mit Peitsche dazwischengegangen bin. Also habe ich sie heute neben die Box der schüchternen Stute gestellt, damit die beiden sich beschnuppern können die Nacht über und den halben nächsten Tag. Wie lange denkst du wird es brauchen, bis ich sie aufs Paddock stellen kann? Außerdem: Welches hältst du von den Beschreibungen her für geeigneter? Mir wird immer nur gesagt “stell sie dazu, klappt schon”.
Gruß
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Liebe Victoria,
erst mal herzlichen Glückwunsch zu Deinem Pferd!
Auf das Ihr sehr glücklich miteinander werdet :-) !
Den Spruch “stell sie dazu, klappt schon” finde ich mehr als gefährlich! Aber dazu habe ich ja in dem Blog Beitrag schon geschrieben.
Wie lange es dauert kann ich Dir nicht sagen. Ich würde es frühstens nach drei Tagen probieren und beobachten, ob die Zusammenführung schon relativ entspannt klappt. Wenn Dein Pferd wieder so schlimm attakiert wird, würde ich es wieder drei Tage neben den Pferden laufen lassen und es dann wieder versuchen sie zusammen zu lassen.
Dein Pony mit zu den Großpferden zu stellen kann problematisch werden, weil die Pferde wahrscheinlich einen sehr viel höheren Futterbedarf haben als Dein Pony. Von daher wäre Dein Pony bei den Ponys wohl besser aufgehoben. Aber ich weiß ja nicht, wie Dein Stall das mit dem Futter regelt.
Ich hoffe, dass sich Dein Pferd gut in seiner neuen Heimat und Herde einleben wird.
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Sabrina • 1. März 2010

Hallo! Ich hatte meine 8 jährige Stute (Kaltblut-Friesen-Mix, ca. 1,75 cm Stock) 9 Jahre nach der Weidesaison für 4,5 Monate zum Beritt. Wir haben über den Winter einen Offenstall gebaut weil wir hier zu Hause den Platz haben: 3,5 m x 7m davon ist die Hälfte überdacht und der Rest Paddock. Als Beisteller haben wir ein Shetlandpony (Wallach) gekauft. Gestern haben wir die beiden zusammengebracht, aber die Stute hat nach dem kleinen ausgeschlagen. Als Notlösung haben wir das Paddock jetzt getrennt, so das der kleine durch kann und dann seinen Platz hat aber die Große nicht hinter her kommt. Ist das Ihres Erachtens sinnvoll? Ich bin noch sehr nervös, da ich zwar schon länger reite, aber die beiden sind meine ersten eigenen Pferde.Meine Freundin meinte, das ich das erst mal mindestens eine woche mit der Trennung machen soll und irgendwann darf der der shetty bei der großen stehen, ganz automatisch.
Vielen Dank für Ihre Mühe. Mit freundlichen Grüßen
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Liebe Sabrina,
ja, das halte ich für sehr sinnvoll!
Alles Gute für die weitere Zusammenführung,
liebe Grüße,
Babette

 

Von susie • 26. Januar 2011

liebe babette!

unsere 2 pferde sollen fuer ca. 2 monate in einen stall zur ausbildung.
zuhause sind sie den ganzen tag auf der weide und ueber nacht in der box.
der stallbesitzer vom ausbildungsstall wuerde die beiden jetzt fuer die zwei monate gern in die offenstall herde integrieren aber ich mache mir sorgen.
werden unsere pferde mit der neuen situation und dem taeglichen training nicht schon genug gefordert sein und ist es nicht schlimm fuer sie, die herde dann nach 2 monaten wieder zu verlassen?
was meinst du dazu?

liebe gruesse, susie
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Liebe Susie,
ich würde kein Pferd für zwei Monate in eine Herde integrieren. Mir wäre sowohl die Verletzungsgefahr zu groß, als auch der eventuelle Stress für alle beteiligten Pferde. Und wenn dann eine echte Pferdefreundschaft entsteht, wird sie wieder auseinandergerissen… Nein, ich würde das nicht wollen,
liebe Grüße,
Babette

 

Von susie • 27. Januar 2011

liebe babette!

danke fuer die schnelle antwort! ganz genauso haette ich es auch gesehen und irgendwie laesst mich das dann schon fast wieder am trainer zweifeln…

liebe gruesse, susie

 

Von Annika • 9. März 2011

Hallo Babette,

habe mir vor fast 2 Wochen eine 2 jährige Reitponystute gekauft, die in unsere Offenstallherde integriert werden soll. Habe sie am ersten Tag mit einer ziemlich rang hohen Pony Stute zusammen gestellt, von der sie gejagt wurde und schießlich irgendwann weggerutscht und sich verletzt hat. Seit etwas über einer Woche steht sie nun seperat neben der Herde, Können sich aber sehen und beschnuppern. Mit einem Wallach hat sie sich so sehr gut verstanden und er hat die anderen weggescheucht wenn ein anderer rübergegiftet hat. Dann habe ich die zwei zusammengestellt. Anfangs war alles ruhig nur dann fing auch er an sie zu jagen, solangsam weiß ich nicht mehr weiter. Einerseits ist sie sehr neugierig, haut aber direkt ab und kaut sofort wenn ein anderes Pferd auf sie zukommt und wirkt so langsam panisch.

Wäre über eien Rat sehr dankbar.

Liebe Grüße
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Hallo Annika,
wichtig ist, dass Dein Pony ausreichend Platz zum Ausweichen hat. Falls das jetzt im Winterpaddock nicht möglich ist, würde ich bis zum Weidegang mit der Integration warten und das Pony solange noch separiert neben der Herde laufen lassen.
Viel Erfolg,
Babette

 

Von Sara • 2. Juni 2011

Hallo,
ich habe meine Stute mit noch 3 Jahren bekommen und bin in einen Stall mit Herdenhaltung gezogen (ich kannte das vorher gar nicht!). Dort wurde sie einfach dazugestellt und erstmal verdrieben – schnell hatte sich das aber geändert und sie wurde zur Herdenchefin und sehr dominant!
Anfang diesen Jahres musste ich aus privaten Gründen den Stall wechseln. Hier stehen die Pferde in mehreren kleinen Gruppen (4 – 5 Pferde) gehalten. Meine Stute wurde zuerst zu 2 sich schon bekannten Pferden gestellt und hielt sich erst mal abseits – später hat sie eine der beiden für dich in Anspruch genommen. Dann sollte eine weitere Stute integriert werden. Sie stand für 3 Tage auf einem abgegrenzten Sttück neben den anderen auf der Koppel. Als sie dann dazu kam, hat meine sie verdrieben (sie ging wohl einfach auf sie los – auch wenn sie abseits stand). Die Besitzerin wurde panisch und hat ihr Pferd wieder raus genommen und wollte sie nicht mehr zu meinem ‘gezielt tretendem’ (dieses Gerücht wird jetzt über sie verbreitet) Pferd stellen.
Dann haben versucht meine, eine der Stuten und ein Wallach zusammen zu stellen. Alleine mit dem Wallach auf der Koppel ging es gut, als dann aber wieder die Stute dazu kam, wurde der Wallach von ihr ausgegrenzt.
Da die Stute in eine etwas größere Gruppe sollte, wurde sie von meiner Stute und dem Wallach weggestellt.
Jetzt steht meine Stute (die ich eigentlich gerne in einer Herde hätte) mit dem Wallach alleine draußen – nur leider mag sie ihn nicht besonders gerne – sie tut ihm zwar nichts, aber sie stehen auch nie zusammen da…
Ich würde gerne wieder versuchen meine Stute in eine etwas größere Herde zu integrieren und ihr die Chance zu geben eine richtige Freundin zu finden – nur leider haben einige jetzt Angst vor meinem Pferd (da die Angestellte dort verbreitet, dass sie gezielt treten würde…, sie hat aber noch nie ein anderes Pferd verletzt – werder im alten, noch im neuen Stall).
Wie könnte ich vorgehen, um sie in eine jetzt bestehende Herde ruhig zu integrieren? Gibt es Argumente, mit denen ich die anderen überzeugen kann?

Vielen Dank schon mal!!

Liebe Grüße

Sara

 

Von Vera • 5. Juni 2011

Hallo!
Wir haben es als ein Shetty zu uns in die Herde kommen sollte genauso gemacht… schön ein Stück Weide abgetrennt und alle konnten sich beschnuppern… Alles wirkte recht harmonisch und es gab kein Gezanke am Zaun und das Shetty hatte auch keine Angst. Nach einiger Zeit, mehreren Tagen, fanden wir also, dass wir sie gefahrlos zusammen lassen konnten. Doch wir hatten leider falsch gedacht. Der Herdenchef biss dem Shetty oben in den Mähnenkamm und zog ihn sogar ein Stück damit in die Höhe. Danach hat es lange gedauert bis wir ihn eingegliedert hatten, haben ihn also erst abgetrennt und dann konnte er hinterher selber entscheiden, ob er auf die große Weide wollte (dadurch dass wir so abgetrennt haben, dass er unten durch gehen konnte und die anderen nicht)… Mittlerweile hat der Kleine so ein Selbstbewusstsein entwickelt, das hätte ich nicht erwartet ;)
Mit dem nächsten Neuankömmling haben wir es dann anders gemacht. Direkt ins kalte Wasser geworfen zu den Anderen auf die Weide, da die Besitzerin Angst hatte, dass wir die Prozedur mit dem Abtrennen wieder so lange machen müssen. Und siehe da, es hat geklappt und nach kurzem Beschnuppern und Herumrennen war die Rangordnung geklärt und alle waren friedlich am Grasen.
Auch wenn bei unserer Herde das ins “kalte Wasser schmeißen” eindeutig besser funktioniert hat, finde ich die sanftere Methode eigentlich um Einiges besser!

Find es echt interessant zu lesen, wie es bei anderen Herdeneinführungen klappt und welche Methoden sich bewähren ;)

Liebe Grüße,
Vera

 

Von Niti • 11. Juli 2011

Hallo,
meine Haflingerstute steht nun seit 3 Monaten auf dem neuen Hof. Zu Anfang wurde Sie mit verschiedenen Pferden auf dem befestigen Paddock zusammengelassen. Dies verlief auch immer friedlich ohne Probleme.
Nun haben wir sie letzte Woche in die große Herde mit ca. 15 Pferden entlassen. In der kleinen Gruppe war alles in Ordnung und friedlich. Als wir am nächsten Tag mit der großen Gruppe (also alle Herdenmitglieder) mit meiner Stute auf die Koppel gelassen haben wurde es wild. Anfang sind sie so ca. 5-10 minuten wild umher galoppiert. Der Herdenchef (Wallach) hat meine Stute abgesondert und sich mit ihr zusammen ein wenig von der Herde entfernt zu grasen gestellt. Das ging so 2 Stunden. Nach 2 Stunden sind nach und nach die anderen Pferde auf die zwei zugegangen. Auf einmal – wie aus dem nix – hat ein Pferd es auf meine Stute abgesehen und hat diese wie wild gejagt. Zum Glück ist es eine riesige Koppel. Die anderen Pferde haben fröhlich mitgemacht. Es sind Hufe geflogen, Bisse verteilt worden…übelste Art. Leider ist meine Stute so lieb, dass diese nicht schlägt und beißt. Sie hat nur Schläge erhalten :-( und die waren dann auch etwas übel :-( .
Nach 20 Minuten habe ich meine Stute rausgeholt, da sie völlig hinüber war. Hat fast keine Luft mehr bekommen, nass geschwitzt…in einem ziemlich gestressten Zustand.
Jetzt weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr wie wir weitermachen sollen????
Habe so große Angst, dass die “bösen” Kumpels mir das Pferd kaputt machen. Tagsüber steht sie nun immer im Offenstall mit einer verträglichen Stute aus der Herde.
Wie sind hierzu Deine Tipps?
Wie lange muss ich noch in der Regel zusehen?
Hast Du dazu Erfahrungen?

Danke für ein Feedback.
Grüße
anita

 

Von Verena • 13. September 2011

Hallo. Ich bin gerade in der Situation einen Stallwechsel vollzogen zu haben. Ich habe eine Ponystute, 19 Jahre alt, Schimmel, die sehr sehr ängstlich und nervös ist und rangniedrig. Wenn sie auch nur ein klitzekleines bißchen bedrängt wird ergreift sie die Flucht. Wir sind jetzt seit dem 3.9. in dem neuen Stall. Sie war erst ein paar Stunden allein auf einem Paddock, dann in die Herde auf der Koppel. Außer 10 Minuten galoppieren war nichts. Die Herde besteht aus mehreren Stuten und zwei Wallachen (shetty und pony). Nachts sollte es nun aufs Paddock gehen. Ging gar nicht…. die beiden Wallache griffen sie an. Und sie rennt halt immer weg. Man hat fast das Gefühl durch ihr Verhalten motiviert sie die Pferde sie zu jagen. Wir haben das dann in den darauffolgenden Tagen noch probiert. Ging aber nicht. Sie war dann nachts innerhalb des Paddocks auf einem abgetrennten Stück. Da hat sie sich aber auch nicht wohlgefühlt. Nun ist sie mit zwei Stuten mit denen sie sich gut versteht über Nacht auf der Koppel. Eigentlich wollte ich das nicht wegen zu viel Gras, geht aber nicht anders. Nun kam ich gestern in den Stall und da hatte einer der Wallache sie gerade wieder gejagt (ansonsten war bis auf Kleinigkeiten auf der Koppel immer Ruhe). Sie hat ganz schön geschwitzt und ich mache mir Sorgen. Was kann ich denn für mein Pony tun? Wie siehst du die Chance dass sich das noch gibt? Wenn ich andere Geschichten lese, sind wir ja noch gut davongekommen, wobei die Situationen auf dem paddock echt heftig waren. Sie hatte auch schon viele Lahmheitsprobleme deswegen krieg ich jedes Mal die Krise bei dem Gerenne und Haken schlagen. Im Winter gehts auch aufs Paddock, allerdings sind da die beiden Wallache nicht dabei und sie hat ihre Box direkt neben der ranghöchsten Stute. Ach so, und in zwei Wochen kommt noch eine dominante Stute aus der Tierklinik zurück. Das kann wohl auch noch was geben oder? Danke und Gruß Verena

 

Von Sandra • 17. Oktober 2011

Hallo Babette.
Ich mach mit große Sorgen, wir haben ein Isi Herde mit einem Wallach und zwei Stuten. Gestern wollten wir eine dritte Stute einbringen. Der Wallach ist völlig ausgerastet, hat sie schlimm gebissen und sie immer wieder attakiert. Die Stute stand nur ein-einhalb Tage nebenan, da sie sich nicht sehr füreindander interessiert haben dachten wir es wär kein Problem und haben sie zusammengeführt. Was dann abgieng war die Hölle. Die Stute ist eine sehr zierliche Fünjährige, will von keinem was, trotzdem hat sie der Wallach (14) angegriffen wie wild, unsere Weide ist 50/100m. Der Abstand war ihm nicht genug, er stürmte immer wieder auf sie zu und biss sich in ihr fest.
Gibt es Hoffnung das er die Stute noch annimmt?
Wie gehen wir vor?
LG
Sandra
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Hallo Sandra,
das kann ich Dir nicht sagen. Habt Ihr die Möglichkeit die zwei Pferde zusammen zu fahren und Spaziergänge und Ausritte zu zweit zu machen? Solche Aktionen schweißen Pferde oft zusammen. Ich drücke die Daumen das es noch klappt!
Liebe Grüße,
Babette

 

 

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