Babettes Praxis-Blog

Hier berichtet Babette Teschen von ihrer täglichen Arbeit als Reitlehrerin und Ausbilderin und bringt Tipps und Anregungen direkt aus der Praxis mit. HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt – klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link “Den ganzen Beitrag lesen”.

Futter aus der Hand? Ja, aber bitte mit Tischmanieren á la Knigge!

Kaum ein Thema wird in der Pferdeerziehung so kontrovers diskutiert, wie das Thema „Füttern aus der Hand bei der Arbeit”. Kritiker weisen vor allem auf die Gefahren hin, vor allem auf das Beißen oder darauf, ein Pferd durch Futter zu verziehen. Dabei wird allerdings außer Acht gelassen, dass gute Futtermanieren erlernbar sind und dass das Futterlob viele Vorteile hat.

Die Vorteile der Arbeit mit Futter

  • Futter ist ein primäres Lob und wirkt positiv verstärkend – Jedes Lebewesen handelt aus zwei Motivationen heraus: Es möchte Unangenehmes vermeiden (Angst vor Strafe) oder es erhofft sich etwas Positives, so dass sich der Einsatz lohnt. Futter ist für alle Pferde etwas sehr Positives und ist ein so genanntes primäres Lob. Im Gegensatz dazu zählen das Streicheln des Pferdes oder das Loben mit der Stimme als sekundäres Lob. Aus Pferdesicht lohnen sich Anstrengungen für ein sekundäres Lob nur in einem geringeren Maße (übrigens: Das oft zu sehende Klopfen des Pferdes, wird von vielen Pferden sogar als unangenehm empfunden.) Ich kenne keinen guten Zirkusausbilder, der nicht mit Futterlob arbeitet und diese wissen warum!
  • Mit Futter kann ich das Pferd entspannen - Wenn ein Pferd frisst, wird im Nervensystem der Parasympathikus angeregt. Dieser Teil des Nervensystems ist für die Verdauung, Ruhe und Entspannung zuständig. Ein Pferd, das schlemmt, hat kein Interesse zu flüchten. Der Gegenspieler des Parasympathikus ist der Sympathikus. Er sorgt für die Fluchtbereitschaft des Pferdes. Flüchten und Fressen lassen sich nicht miteinander vereinbaren. Die Stimulation des Parasympathikus bringt also klare Vorteile, wenn ich eine konzentrierte Mitarbeit erreichen möchte.

  • Mit Futter kann ich mein Pferd in bestimmte Körperhaltungen locken - Diesen Effekt nutze ich für das Erlernen zirzensischer Lektionen: Z.B. halte ich eine Möhre zwischen die Vorderbeine meines Pferdes und locke so den Kopf des Pferdes in die Tiefe. Später entwickelt sich daraus die Verbeugung, die mir wiederum als Vorstufe für das Kompliment dient.
  • Futter macht Schauriges schmackhaft – Allem, dem mein Pferd skeptisch gegenüber tritt oder Gegenstände, vor denen es sich ängstigt (z.B. eine Plane), bestücke ich mit Futter. Wenn mein Pferd sich überwindet und sich traut, das Hindernis aus der Nähe zu betrachten, belohnt es sich selbst für seinen Mut und findet das Futter. Es wird in Zukunft positive Gefühle mit diesem Hindernis verbinden.
  • Ich stille eines der wichtigsten Grundbedürfnisses des Pferdes - Eine Urangst der Pferde, ist die Angst, nicht genug zu fressen zu finden. Dadurch, dass das Pferd lernt, dass es in meiner Gegenwart immer etwas zu fressen gibt, gebe ich meinem Pferd Sicherheit in Bezug auf diese Angst und es schließt sich mir gerne an. Ich werde zum Ernährer und imitiere die Leitstute, die zu den besten Futterplätzen führt.
  • Ich kann mit Futter meine Position als Ranghöherer beweisen – Indem ich mir mein Futter nicht stehlen lasse, aber mein Pferd jederzeit von seinem Futter vertreibe, kann ich meine Position als Ranghöherer behaupten. Auf meinem Bodenarbeitskursen ist die Übung „Führe dein Pferd an einem Futtereimer vorbei, ohne das es fressen darf” oft die schwierigste (besonders bei armen, verhungerten Ponys ;-) )!

Die häufigsten Fehler beim Füttern

  • Sie lassen Ihr Pferd an Ihrer Futtertasche/Jacke rumknabbeln und sich Futter entlocken.
  • Wird das Pferd aufdringlich, treten Sie ein Schritt weg vom Pferd.
  • Sie lassen sich das Futter aus der Hand schnappen.
  • Nach einer Futtergabe erdulden Sie, dass Ihr Pferd nach einem weiteren bettelt.

Die Fehler sollten Sie unbedingt und konsequent vermeiden und statt dessen auf die Einhaltung der folgenden Futterregeln achten:

Die Futterregeln

  • Kein Futter, wenn das Pferd bettelt - Die Nase Ihres Pferdes hat nichts bei Ihnen zu suchen. Sagen Sie deutlich: Guck weg!
  • Es gibt kein Futter, wenn das Pferd nach meiner Hand mit dem Futter schnappt – Ich nehme mir etwas Futter (am besten eignet sich hierfür Müsli oder Hafer) in meine Hand und halte sie geschlossen, mit dem Handrücken nach oben, vor die Nase meines Pferdes. Solange das Pferd ungestüm nach meiner Hand schnappt, bleibt meine Hand geschlossen und es gibt ein deutliches Nein von meiner Seite. Erst wenn das Pferd nett mit meiner Hand umgeht (sanft an meiner Hand leckt, ohne den Einsatz seiner Zähne), geht die Hand auf und das Pferd bekommt etwas Futter. Dann darf das Pferd, solange es manierlich das Futter aus meiner Hand lutscht, sich Krümel für Krümel rausklauben. Sobald ich merke, dass das Pferd zu forsch wird, schließe ich die Hand wieder. Wichtig: Wenn das Pferd nach Ihrer Hand schnappt, dürfen Sie Ihre Hand nicht wegziehen! Ansonsten „weicht” Ihre Hand und Sie werden rangniedrig. Dieses Training kann anstrengend, nervig und manchmal leider auch sehr schmerzhaft sein (mein Tipp: Tragen Sie zur Futtererziehung Handschuhe), aber es lohnt sich!
  • Das Futter wird im Körperbereich des Pferdes gegeben – Stellen Sie sich eine Luftblase um Ihren Körper herum vor. Diese Blase sollte mindestens in einem Abstand von 50 cm um Ihren Körper herumgehen. In diese Blase darf Ihr Pferd nicht eindringen! Auch Ihr Pferd hat so eine Blase um sich herum und Sie als Ranghöheres Individuum dürfen natürlich in dessen Blase eindringen. Sie geben das Futter innerhalb der Blase des Pferdes, nicht in Ihrer.
  • Nach dem Füttern halte ich das Pferd auf Abstand - Diesen Abstand erhalte ich dadurch, dass ich das Pferd von mir wegschicke und auf keinen Fall dadurch, dass ich einen Schritt zur Seite trete (im letzten Fall würde ich weichen und mich damit als Rangniedriger darstellen).

Fazit: Wenn ich ohne Angst um meine Finger, Füße und was sonst noch zu mir gehört mit Futter belohnen kann, kann ich alle positive Punkte des Fütterns sorgenfrei für mich einsetzen. Und ohne Futterlob ist für mich eine Pferdeausbildung mit positiver Verstärkung nicht denkbar!

27. März 2008 von Babette Teschen • Kategorie: Sonstiges 13 Kommentare »

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13 Reaktionen zu “Futter aus der Hand? Ja, aber bitte mit Tischmanieren á la Knigge!”

 

Von Iris • 29. März 2008

Ich habe mich sehr gefreut zu lesen, dass auch eine professionelle Ausbilderin mit Futterlob arbeitet und diese Form der Belohnung nicht in Bausch und Bogen verdammt. Da ich selbst auch oft mit Futterlob arbeite, obwohl ich einen schrecklich verfressenen Hafi habe, konnte ich aus diesem Beitrag noch einiges für mich rausziehen.

Gerade im Gelände kann absolut nichts für mein Pferd so furchtbar sein, dass es nicht direkt daneben grasen könnte und sich so gleich wieder entspannt ;-)

LG, Iris

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Hallo Iris,

die meisten meiner Vorbilder (u.a. Peter Deicken, Freddy Knie sen., Bea Borelle, Eva Wiemers) arbeiten mit Futterlob. Von daher befinden wir uns in guter Gesellschaft ;-)
Ich hoffe, Du findest noch viele Anregungen und nützliche Tipps bei uns, lg Babette

 

Von Carola Schlanhof • 27. April 2008

Da ich mit Clicker trainiere, arbeite ich viel mit Futterbelohnung, da sie einerseits stark motivierend wirkt, andererseits – bei entsprechend kleiner Größe der Stücke – so rasch verzehrt ist, daß das Training nicht sodeutlich unterbrochen ist wie z. B. durch Kraul- oder Spielbelohnung (wobei Belohnung natürlich nur das ist, was das Pferd bzw. der Hund, die Katze… als belohnend empfindet.
Höflichkeit ist üblicherweise die 2. Übung beim Clickertraining, gleich das Nächste nach der Konditionierung, also der Erklärung für´s Pferd, was ein Click bedeutet.
Höflichkeitstraining bei rammeligen Pferden macht Sinn mit einer Begrenzung, also vom Pferd durch einen Zaun/eine halbhohe Tür, falls Box, getrennt. Da kann Mensch einfach zurücktreten, wenn Pferd Selbstbedienung praktizieren will.
Kopf wegdrehen/einen Schritt zurückgehen vor Futtergabe kann auch ganz rasch trainiert werden.

Viele Grüße

Carola
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Liebe Carola,

vielen Dank für Deine Anregung! Ich finde Clickertraining toll weil der Mensch lernt, auf die richtigen Ansätze des Pferdes zu schauen anstatt auf Fehler. Ich arbeite gerade an einem Blogartikel zum Thema Clickertraining und würde mich freuen, wenn Du da auch noch die eine oder andere Anregung, Ergänzung für uns hast :-)
Liebe Grüße, Babette

 

Von Carola Schlanhof • 29. April 2008

Liebe Babette,

Ergänzungen und Anregungen gerne, wenn ich mehr über den Artikel weiß. Das Thema Clickertraining ist ja sehr umfassend.

Liebe Grüße

Carola
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Liebe Carola,

ich habe mir Deine Homepage angesehen und finde es großartig wie Du Deine Pferde ausbildest! Deinen Pferden ist die Begeisterung und Freude deutlich anzusehen :-)
Mein Blog zum Thema Clickertraining erscheint nächste Woche,
viel Spaß und Erfolg weiterhin mit Deinen zwei Schlaunasen ;-)
Babette

 

Von Inez Emperle • 12. Mai 2008

hallo,
ich schließe mich nur allzugerne babette’s meinung der positiven verstärkung durch futter an.
ich arbeite sehr gern mit futter als belohnung.
allerdings brauche ich mir keinerlei sorgen um betteln und co machen, da mein pferd alles andere als verfressen ist…
mino ist echt ein einzelexemplar, und das beste beispiel dafür, das nicht alle pferde gleich verfressen sind. wobei ich mir für unsere zirkusübungen manchmal wirklich sehnlichst wünsche dass er ein bisschen verfressener währe ;)
viele grüße in vorfreude auf unseren zirkuslehrgang inez&mino
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Hallööchen Inez :-)

oh jaaaa, Deine Sehnsucht teile ich… Vielleicht findest Du ja bis zum Kurs noch irgendeine Leckerei, die Mino in ein futtergieriges Monster verwandelt! Ein Aufruf an alle Mitleser: Hat einer von Euch den ultimativen Futter-Tipp? BITTE!!!!!
verzweifelter Gruß, Babette ;-)

 

Von Sigi • 2. Juli 2008

man muss sich mal vorstellen, mein Chef lobt mich jeden Tag weil ich meine arbeit gut mache, aber zahlt mir den
Lohn nicht aus, da würde ich mich ausgebeutet vorkommen.
Wenn alles super war, bekommt er seinen Lohn bezahlt,
ich füttere ihm dann mit Möhren, Äpfel, usw..
wenn er aber “böse” war, bekommt er nichts gefüttert.
Das ist auch eine möglichkeit ein Pferd zu bestrafen,
wenn man ihm nichts gibt.
Einmal hat er mich umgerannt, da habe ich ihn nicht gefüttert, am nächten Tag war er wie ausgewechselt.
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Lieber Sigi,
so, so, da musste der Lausbub ohne Abendbrot ins Bett? Aber einen Abschiedskuss hat er hoffentlich bekommen, oder ;-)
alles Liebe und Grüße an Jacky :-) , Babette

 

Von Inez Emperle • 23. Juli 2008

:) DER ULTIMATIVE FUTTERTIP :)
du wirst es kaum glauben !? Meine Mama (hat angst vor pferden, ponies und co… Aber Mino ist ihr Held?!) war gestern da und hat mir mal wieder Leckerlies für meinen Mino gebracht. Die guten teuren von Leovet, in der Geschmacksrichtung Lakritze / Süßholz ?!?!
Naja, mal was anderes, hab ich gedacht die kriegen wir schon irgendwie weg…
Nachdem Mino und ich heut mit bissl Zirkus angefangen haben, traute ich ja meinen Augen nicht, Mino war sehr aufdringlich, und hat gebettelt!!!!
:) :) :) :) :)
Kompliment wurde schon ohne Komando angeboten, um eins dieser leckeren “kekse” zu erhaschen…
Es geschehen noch Zeichen und Wunder
Ganz viele freudige Grüße von Inez&Mino
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Ha! Ich wußte es doch! Jeder ist käuflich! Man muss nur den Preis verlockend genug machen :-)
Ein “Hipp Hipp Hurra” an Deine Mutter und den Tipp werde ich mir als letzte Geheimwaffe merken!
Alles Liebe, Babette, mit einem dicken Grinsen im Gesicht ;-)

 

Von christina • 23. Januar 2009

Liebe Babette,

ich bin auch der festen Überzeugung, dass sich viele Dinge mit futterlob leichter erlernen/erarbeiten lassen.

Ohne Futterlob wäre es mir unmöglich gewesen, zu meinem Pferd durchzudringen und ihn zur Zusammenarbeit zu motivieren.

Ich habe ihn als damals 5-jährigen Hengst bei einer Händlerin kennengelernt und er dürfte bis dahin sehr wenig und nur negative Erfahrungen mit Menschen und auch Artgenossen gemacht haben.
Er verhielt sich ziemlich asozial, stur und unkooperativ. Als Hengst dachte er wohl: “Ich bin das wichtigste, stärkste, größte Pferd der Welt, ich tue was ich will und was in meine Quere kommt, wird aus dem Weg geräumt.”
Versuchte man ihn mit Druck oder mit einer Gerte zu bewegen, war das für ihn eine Aufforderung zum Kampf und er erwiderte alles mit noch größerem Gegendruck oder holte zum Gegenschlag aus.

Nur mit den saftigsten Äpfeln, die ich finden konnte, war ich ein klein bisschen interessant für ihn und so erarbeitete ich mit ihm unseren ersten gemeinsamen Schritt und viele weitere. (Er ließ sich damals weder einfangen noch führen)

Mit ihm hab ich auch erfahren, dass es sehr wichtig ist, auf Manieren nicht zu vergessen und Regeln aufzustellen.
Das hab ich übrigens bei Carola abgeschaut, ich war mal auf einem Klicker-Kurs bei ihr, ist eine ganz tolle Frau.
So hab ich zuerst lernen müssen, Grenzen zu setzen und Regeln aufzustellen…damit ich bei der “Löwenfütterung” nicht gefressen wurde ;-)

Liebe Grüße
christina
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Hallo Christina,
ja, manche dieser Raubtiere wissen glaube ich nicht, dass sie eigentlich Vegetarier sind… ;-) !
Wie schön, dass Du mit Deinem Pferd so einen schönen Weg und kompetente Hilfe gefunden hast!
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Antje • 4. Dezember 2009

hallo babette.
wie funktioniert das denn mit dem eimer? stelle ich den einfach mitten in die bahn und führe mein pferd vorbei? oder wie hast du dir das gedacht? was mache ich, wenn mich das pferd drängelt. wegschicken ja, aber wie. mir fällt es manchmal schwer die richtige reaktion zu finden und ich, wenn ich hier so die fehler lese, die man machen kann, da voll von betroffen bin. genauso mit dem kopf schubbern an mir. ich zeige Odin(12 jähriger wallach) wzar deutlich,d ass ichd a snicht will, aber er macht es immer wieder, demnach ist es wohl aus seiner sicht nicht deutlich genug. und da er ein sehr dominantes pferd ist, bin ich auch manchmal überfordert und weiß nciht os recht wie ich das lösen kann. vielleicht kannst du mir ja ein paar tipps geben. von diesem beitrag habe ich schon viel mitgenommen und werde es gleich beim nächsten mal in die tat umsetzen.
liebe grüße antje
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Liebe Antje,
ja, den Eimer stelle ich mitten auf den Platz und führe das Pferd dann an dem Eimer vorbei. Erst ist der Abstand zum Eimer groß und sobald ich merke, dass das Pferd zu sehr zum Eimer zieht, drehe ich ab und gehe wieder vom Eimer weg. Wenn es gut klappt, verringere ich den Abstand zum Eimer nach und nach. Was Deine weiteren Fragen angeht: Wie wäre es, wenn Du sobald unser Forum wieder auf hat (ab 03.01.2010), dort über Deine Probleme schreibst. Du kannst auch ein Tagebuch anlegen und dort Deine Schwierigkeiten beschreiben. Ich bin mir sicher, Du wirst dort sehr viel Hilfe bekommen.
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Anja • 1. März 2010

Hallo Babette,
meinen Junghengst hab ich auch von Anfang an mit Futter als positive Verstärkung ausgebildet. Auch zu mir kamen und kommen immer wieder Pferdebesitzer und warnen mich davor, weiter aus der Hand zu füttern. Wobei ich eben nicht füttere, sondern nur für eine richtig ausgeführte Übung mit Futter belohne. Alternative wäre, mein Pferd rein über Druck auszubilden. Das Ergebnis ist ein Pferd, das sich widersetzt, wo es nur kann und man muss den Druck immer weiter erhöhen. Das ist nicht meine Vorstellung von der Mensch-Pferd-Beziehung. Und wie du schon selbst sagst, für ein nettes Tätscheln macht kein Pferd eine anstrengende Übung :-) L.G. Anja
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Das sehe ich genauso :-) ,
liebe Grüße,
Babette

 

Von Anja • 14. März 2010

Hallo Babette, hmm…also habe ich das jetzt richtig verstanden, dass ich einem Futterneidischen Pferd ( in meinem Fall ein Jungpferd, dass als Fohlen nicht genug / regelmäßig Futter bekam ) über verstärktes Futterlob + Manieren, das Schnappen nach der fütternden Hand / Drohgebärden wie Ohrenanlegen / Hinterbein heben ) abgewöhnen kann? Liebe fragende Grüße Anja
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Da bekommst Du ein ganz überzeugtes JA von mir (aber ich behaupte nicht, dass es einfach ist ;-) )
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Milka • 22. April 2010

Hallo Babette,
ich fand, gestern war es dringend mal an der Zeit, Tischmanieren zu üben, weil Milka in letzter Zeit doch der ungestüm war.
Ich hab mir also Handschuhe angezogen und Milka nur was gegeben, wenn sie lieb war (am Anfang auch, wenn sie gestupst hat). Nur hat Milka mir meine Hand so demoliert, dass ich jetzt viele blaue Flecken und ne Wunde hab. Irgendwann habe ich dann aufgehört weil es echt weh tat und ich mich wirklich beherrschen musste.
Manchmal, wenn sie auch nur ein bisschen die Zunge benutzt hat, hab ich ihr das Leckerlie gegeben, aber ihre allererste Reaktion war bis zum Schluss immer das zuzwicken mit den Zähnen.
Gibts noch irgendeinen extratrick? funktioniert müsli besser als dickere Leckerlies?? Ich hab etwas Angst um meine Hand, muss ich sagen..

Liebe Grüße! Meike
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Oje, das ist aber heftig! Also wenn ein Pferd so grob mit meiner Hand umgeht, bekommen die Pferde schon ein deutliches “Nein” von mir. Und ja, ich würde diese Erziehung wirklich mit Müsli oder Haferkörnern machen, da Du dann den Futterfluß sofort stoppen kannst wenn Dein Pferd die Zähne ins Spiel bringt.
Viel Erfolg und paß gut auf Deine Hände auf!!!
Babette

 

Von Charlotte • 28. April 2010

Na also es geht eben doch mit Futter!!
Toll, das du so handfeste Beweise gebracht hast, das Pferde, die aus der Hand gefüttert werden nicht zwangläufig Beißer sein müssen!
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:-D
Liebe Grüße,
Babette

 

Von Daniela • 29. April 2010

Hallo Babette,
vielen Dank für die tolle Seite. Ich habe gestern mit meinem eher verfressenen Kaltblutpony Futtermanieren geübt. Das Beißen hat er nach kurzer Zeit sein lassen, macht aber wenn ich ihm die Hand dann hindreh das Maul so weit auf, dass meine Finger regelmäßig darin verschwinden. Bisher Gott-sei-Dank ohne viel Zahnkontakt. Hast du eine Idee wie ich ihm das “Lutschen” (Zunge statt Zähne und Lippen) näherbringen könnte?
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Hui, das hört sich mutig an!!!
Ich würde meine Hand nicht so ohne weiteres in ein Pferdemaul stecken…
Du kannst versuchen Dein Pferd über Deine Stimme und Deine Energie Feedback zu geben. Mit einem deutlichen “NA” wenn er die Zähne nimmt z.B.
Paß´gut auf Deine Finger auf!
Liebe Grüße,
Babette

 

 

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Babette Teschen

  • Veröffentlichung Der Longenkurs
  • Ausgebildete Tierheilpraktikerin
  • Seminare nach Linda Tellington-Jones
  • Von 1998 bis 2000 Reitlehrerin in der Schule Marienau
  • Seit 1996 selbständig mit dem Pferdehof Teschen -
    Zentrum für ganzheitliche Betreuung

  • Seit 1998 Spezialisierung auf Alternative Reitweise nach Sally Swift und M. Feldenkrais
  • Schülerin von Horst Becker, Lehrer der klassischen Dressur
  • Seit Anfang 2003 Angebot eigener Seminare