Babettes Praxis-Blog
Hier berichtet Babette Teschen von ihrer täglichen Arbeit als Reitlehrerin und Ausbilderin und bringt Tipps und Anregungen direkt aus der Praxis mit. HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt – klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link “Den ganzen Beitrag lesen”.
Tölt ist nicht gleich Tölt!
Früher zählte ich mich zu den so genannten „Gangpferdereitern“. Ich besitze einen Peruanischen Paso Namens Mariscal, meine Tochter hat ebenfalls einen Peruanischen Paso und einige meiner Schüler/innen und Einsteller/innen haben Gangpferde. Bei mir auf dem Hof unterrichtete einige Monate lang sehr intensiv ein Reitlehrer und Pferdeausbilder, der in der Gangpferdeszene zu Hause ist und von dem ich viel gelernt habe. Von daher kenne ich mich recht gut mit Gangpferden und mit der „Gangproblematik“ aus.
Als ich meinen Mariscal bekam, war er angeritten. Recht schnell ging es mir in der Ausbildung um das Thema „Verbesserung des Tölts“. Ich nahm viel Unterricht und so ging es mit und ohne Anleitung Runde um Runde um die Ovalbahn, in dem Bestreben Takt, Haltung und Tempo des Tölts zu verbessern. Ja, wir machten Fortschritte, aber so richtig gut war es nicht. Mariscal lief nicht „rund“. Er drückte den Rücken weg und den Unterhals heraus. Mein Wissenstand bis dahin war: Das ist halt so im Tölt…

Dann besuchte ich als Zuschauerin einen „Dressurkurs für Gangpferde“ bei Horst Becker. Dort sah ich Islandpferde, die im Tölt über einen aufgewölbten Rücken gingen! Die Pferde trabten Traversalen, sprangen einen wunderschönen Bergaufgalopp und tölteten gleich darauf in einer Manier, wie ich sie davor noch nie gesehen habe. Da drückte sich kein Unterhals heraus und kein Rücken weg. Ich war sehr beeindruckt und ich wusste: Da will ich mit Mariscal auch hinkommen und so meldete mich bald darauf auf einen Kurs bei Horst an.
Als ich mit Mariscal meinen ersten Kurs bei Horst besuchte sagte er mir nach der ersten Einheit sinngemäß Folgendes: „Wenn du willst, dass dein Pferd über den Rücken töltet, arbeite an der Dressurausbildung deines Pferdes und lege die Arbeit im Tölt für ca. zwei Jahre auf Eis. Auch für Gangpferde gilt die Ausbildungsskala und erst wenn der Rücken stabil muskulär aufgebaut ist, dein Pferd stark genug in der Hinterhand ist, um sich zu tragen, dann erst ist es reif für den Tölt.“
Hui! Ich muss sagen, dass war schon eine harte Ansage! Ich soll zwei Jahre nicht tölten? Aber das macht doch so viel Spaß! Warum habe ich mir denn ein Gangpferd gekauft, wenn ich nicht tölten darf? Aber Horst konnte mir die Zusammenhänge und den Sinn dieses Vorgehens so super erklären, dass ich seinen Rat angenommen habe und „Ja“ gesagt habe, diesen Weg mit Mariscal zu gehen. Und so änderte sich das Training mit Mariscal komplett. Der runde, über den Rücken gehende Trab stand ab jetzt ganz oben auf unserem Trainingsprogramm.
Und natürlich das Erlernen der Seitengänge. Ich muss gestehen, erst jetzt kam ich so richtig zum Dressurreiten und entdeckte meine Begeisterung hierfür.
Der Weg mit Mariscal war nicht leicht. Seine starke Gangveranlagung machte die Dressurarbeit noch viel schwerer als sie eh schon ist. Wenn uns im Trab ein paar Schritte Schulterherein gelangen oder erste Ansätze einer Traversale, war ich überglücklich. Ich fing an, die Reiter von dreigängigen Pferden zu beneiden
. Den Tölt ließ ich tatsächlich ganz lange völlig außen vor.
Irgendwann überkam es mich dann auf einem Ausritt und ich versuchte ihn mal wieder zu reiten, den Tölt. Das Erlebnis werde ich nie vergessen, denn so einen Tölt hatte ich vorher noch nie gefühlt. Es war so leicht, so rund. Da drückte sich nichts mehr weg… Ja, so kann Tölt also auch sein! Seitdem ich das erlebt habe, akzeptiere ich „den anderen Tölt“ nicht mehr. Er ist für mich genauso falsch wie das Laufen mit durchgedrücktem Rücken bei einem dreigängigen Pferd.
Leider endet hier meine Erfahrung, die ich mit Mariscal als Dressurreitpferd und „über- den-Rücken-Tölter“ machen konnte. Aufgrund einer Stoffwechselerkrankung ist er schon lange nicht mehr reitbar. Heute verbringt er sein Frührentendasein in unserer Herde und wir bespaßen uns hin und wieder mit ein paar Spielchen, die wir uns gemeinsam erarbeitet haben.

Von Mariscal habe ich sehr viel gelernt, und das nicht nur, was die Arbeit mit Gangpferden angeht. Dafür bin ich ihm sehr dankbar.

Leider gibt es kein Bildmaterial, mit dem ich unsere damalige Entwicklung dokumentieren kann. Aber seither empfehle ich meinen Schülern/innen, die mit Gangpferden zu mir kommen, aus tiefster Überzeugung auch den Weg über eine korrekte Dressurausbildung und nicht zu früh den Tölt mit in das Trainingsprogramm zu nehmen. Glauben Sie mir, auch wenn es noch so schwer fällt, es lohnt sich!
22. Juni 2010 von Babette Teschen • Kategorie: Aus dem Reitunterricht • 16 Kommentare »
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Von Johanna
• 23. Juni 2010
Interessanter Beitrag!
Leider hab ich noch keinen Tölt erlebt, weder den einen, noch den anderen…
Ich finds jedenfalls irgendwie sehr komisch, ein Bild von dir im Westernsattel zu sehen! *grins*
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Frei nach dem Motto: In allen Sätteln zu Hause
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liebe Grüße,
Babette
Von Isabelle
• 23. Juni 2010
Ein toller Beitrag. Ich habe mich schon des Öfteren mit meiner auch gangpferdeerfahrenen Reitlehrerin unterhalten, warum ich denn z.B. Isländer immer nur mit durchgedrücktem Rücken tölten sehe. Mir kam schon der Gedanke, dass das gar nicht anders geht, aber mir wurde dann erklärt, dass das einfach nur seine Zeit dauert und ein sehr gut gearbeitetes Pferd vorraussetzt. Deshalb finde ich es schön, dass du das hier auch beschreibst, so dass vielleicht viele Gangpferdereiter ihre Pferde auch in den “zusätzlichen” Gängen genauso über den Rücken reiten werden, wie in den “normalen”.
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Danke! Das wäre ein schönes Ergebnis
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liebe Grüße,
Babette
Von Celina
• 24. Juni 2010
Ein sehr guter Beitrag.
Ich selbst besitze einen Tinker mit Gangveranlagung (sehr viel Pass, wenig Tölt)
Mit ihm geriet ich mit 10/11 ebenfalls zur “Gangszene” und auch mir wurde erst empfohlen, an seinem schwachen Tölt weiter zu arbeiten, obwohl er nichtmal taktklar traben oder Schritt gehen konnte (und ich gerademal sattelfest war). Das Resultat dieser Arbeit war ein völlig verspanntes und von vorne bis hinten blockiertes Pferd.
Jetzt arbeiten wir seit fast fünf Jahren an einer soliden Dressurausbildung und haben den völlig Tölt auf Eis gelegt (an dem ich eh nie Gefallen fand). Mittlerweile kann er sogar wenn es leicht bergab geht einen taktklaren Schritt zeigen und an guten Tagen sogar ohne Passverschiebung antraben.
Ein gut herausgerittener Tölt ist sicher etwas sehr tolles, aber für die meisten Pferde ein Ziel in weiter Ferne.
Leider wissen das immer noch die aller Wenigsten …
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Ja leider
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liebe Grüße,
Babette
Von Charlotte
• 25. Juni 2010
Oh, ein Artikel über Tölt *freu*
Toll, darüber freue ich mich sehr, ich bin ein totaler Isländer-Fanatiker. Allerdings habe ich bis jetzt so gut wie nur den “einen” Tölt kennengelernt. Sehr schade, ich glaube es nimmt sich einfach keiner Zeit, den gewöhnlichen Schulpferden mal eine Töltpause und gründliche Dressurarbeit zukommen zu lassen. Deshalb ist Tölt auch nicht meine Lieblingsgangart, leider. Ich würde so gern die andere Variante kennenlernen! Falls ich irgendwann mal einen Isi bekommen sollte, werde ich mir deinen Artikel zu Herzen nehmen!
LG,
Charlotte
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Ich drücke Dir die Daumen, dass Du mal in den Genuss eines “über den Rücken Tölter” kommen wirst
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liebe Grüße,
Babette
Von Caro
• 26. Juni 2010
Oh, wie wahr dieser Artikel ist.
Es gibt leider auch im Spitzensport sehr wenige Gangpferdereiter, die das wirklich wissen.
Ich bin übrigens auch über Gangpferde (Isländer) zur Dressur gekommen, weil ich immer mehr verstanden habe, dass Kraft in der Hinterhand, Muskeln und Sich-selbst-tragen-können die wichtigsten Voraussetzungen für das Töltreien sind.
Liebe Grüße
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Jep!
Liebe Grüße,
Babette
Von Snooky
• 27. Juni 2010
Hallo Babette,
dein Beitrag passt genau zu dem, was ich gerade erlebe. Wir haben unseren 6-jährigen Isländer erst seit ein paar Wochen. Er steht auf einem Isländerhof, direkt nebenan befindet sich ein ‘normaler’ Reiterhof. Ich Abtrünnige habe es nun gewagt, dort nach Unterricht zu fragen, weil ich erst dressurmäßig arbeiten möchte, bevor wir uns an den Tölt wagen. Dies stößt tatsächlich auf großes Unverständnis bei vielen Isländer-Kollegen, aber es ist mein Pferd und ich halte den von dir beschriebenen Weg für absolut richtig!
Liebe Grüße,
Snooky
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Ich drücke Dir die Daumen das Du guten Unterricht findest!
Liebe Grüße,
Babette
Von nicole
• 28. Juni 2010
Hallo Babette
wirklich sehr spannend, deine Erfahrung mit dem Tölt. Seit ein paar Jahren habe ich auch einen Fünfgänger im Stall, der einen gewaltigen Trab mit sehr viel Schwung hat. Leider “schaufelt” er immer noch stark mit den Hinterbeinen aussen an den Vorderbeinen vorbei.
Wenn ich ihn dann arbeiten möchte in der Biegung, dann wechselt er immer sofort in “Tölt”, bzw. Pass.
Kannst du mir einen Tipp geben, wie wir das anpacken können?
Verkürzen im Trab geht inzwischen so weit, dass er nicht immer nur vollgas lostrabt, doch wirklich langsam kann er nicht traben.
Liebe Grüsse
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Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, den Trab erst an der Longe stabil zu erarbeiten. Dannach fällt den Pferden der Trab unter dem Reiter sehr viel leichter und sie fallen auch in einer Biegung nicht so schnell in den Tölt bzw. Pass.
Kennst Du unseren Longenkurs? Den kann ich Dir dafür sehr empfehlen
,
liebe Grüße,
Babette
Von Ellen
• 28. Juni 2010
Liebe Babette,
Du sprichst mir aus der Seele!
Ich habe den Tölt auf Eis gelegt, nachdem mein Isländer diesen nur mit weggedrücktem Rücken und gequälten Blick anbot. Ein Anblick, der mir im Herzen weh tat. Nun arbeiten wir an der Gymnastizierung und klassischen Ausbildung – so weit mir das mit meinen reiterlichen Mitteln möglich ist und wirklich guter Reitunterricht fern. Und auch wenn wir nie wieder in den Genuß des Tölts kommen sollten, weiß ich, dass nur das der richtige Weg ist. Und so ist momentan einfach der Weg unser Ziel und vielleicht bekomme ich eines Tages den Tölt geschenkt.
Leider, leider werde ich mit dieser Einstellung von vielen Islandpferdereitern mißtrauisch beäugt und als Exot gesehen.
Liebe Grüße von Nadja
@ Snooky: Da geht es uns ja ähnlich!
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Ich drück Dir die Daumen!
Liebe Grüße,
Babette
Von Jenny
• 28. Juni 2010
Ohh, ein schönes Pferd.
Wußte garnicht das du auch Gangpferde hast.
Wie schon so oft gesagt, am ende ist es egal was man reitet die Grundausbildung muss stimmen so wie du es uns immer zeigst.
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Liebe Grüße,
Babette
Von loisl
• 28. Juni 2010
Hallo,
ich habe den Artikel mit Spannung gelesen. Ich hatte selbst einen Paso Peruano. Ich habe beide Arten Tölt erleben dürfen.
Allerdings hatte ich das problem das mein paso keinen trab unter dem sattel angeboten hat. ich mußte die ganze dressurarbeit im tölt machen.
außerdem hatte ich noch das problem das mein paso sehr blütig war und eigentlich immer auf spannung. so hat es sich mir doppelt schwer gemacht ihn durch den rücken zu reiten. aber auch das geht – vorallem bei naturtöltern wie den paso.
ich bin mit meinem paso große gangpferdeturniere geritten. dort wird aber von der mehrzahl der reiter viel dressur geritten und der tölt sollte nicht verspannt sondern locker kommen. das ist das große ziel auch der turnierreiter.
gruß
loisl
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Vielen Dank
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Babette
Von Lea
• 28. Juni 2010
Cool, ein Töltbeitrag 
Habe ja auch so ein fünfgängiges Isiexemplar, das mich gang- wie dressurtechnisch fordert- und fördert.
Wenn man einmal Tölt über den Rücken geritten ist, möchte man nichts anderes mehr. Nur ist das leider sehr schwierig! Ich bin mit dir Babette einverstanden, dass nichts an der gymnastizierenden Arbeit vorbeiführt (wie bei allen Pferden). Jedoch funktionniert nach meiner Erfahrung das Tölt ganz weglassen je nach Pferd nicht. Trotzdem ist gymnastizierende Arbeit sehr gut möglich und je besser der Isi sich löst und biegt, desto besser trennbar werden die Gänge. Ich musste auch lernen, dass viele klassische Ausbilder daran scheitern, dass sie Mehrgänger unbedingt nur im Trab reiten wollen. Schlussendlich sehe ich jetzt bei vielen Pferden, dass die Theorie meines Reitlehrers aufgeht -> wichtig ist das Loslassen, die Biegung usw, aber der Gang ist anfangs egal. Was uns weiter aufgefallen ist, Isis sind extrem schief und diese Schiefe zu korrigieren ist schwierig
In der Turnierszene geistert leider immer noch herum, dass Tölt “halt” so geritten werden muss (wie man auch die Spezielsättel brauche usw…). Viele haben bereits versucht, einen anderen Weg zu gehen, aber es ist wirklich langwierig und ziemlich anspruchsvoll, so dass es immer noch kaum Turnierreiter gibt, denen man gerne zusieht… aber das wird sich je länger je mehr ändern (hoffe ich doch
)
En liebe Gruess
Lea
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Da hoffe ich mit!
Danke für Deinen Beitrag und liebe Grüße,
Babette
Von Stefanie
• 28. Juni 2010
hallo Babette,
danke für den Bericht.
Seit 3 Jahren gehe ich mit meinem nun 9jährigen Isländer diesen Weg.
bin 10 Jahre lang in der Isi-Szene regional erfolgreich Turnier geritten, und kannte es nicht anders, als “vorne halten, hinten hauen”, und das, obwohl ich parallel dazu eigentlich immer im Bereich FN-Dressur unterwegs war. *schämt*.
Mein jetztiges Pferd ist interieur und exterieurbedingt recht schwierig, sodass ich schließlich meine Reitweise komplett auf klassisch-französisch umstellte und den tölt lange wegließ. Seit einem Jahr hab ich ihn wieder mit dazugenommen und ja, es ist ganz anders!
Muss allerdings sagen, dass das anderen Isländer-Reitern nur sehr schwer zu vermitteln ist.
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Ja, das ist leider wahr…
Liebe Grüße,
Babette
Von Lisbeth
• 30. Juni 2010
Hallo Babette,
ich habe mit meiner Isistute ähnliches erlebt. Sie war ein Importisi direkt aus Island ca. 4 Monate unter dem Sattel. Eine spektakuläre (angst) Tölterin, alle anderen Gänge schlech. Am Anfang hat sie sich gar nicht Traben getraut. Nach einem Jahr traute sie sich endlich konstant zu traben. Wiederum nach einem Jahr beschloß ich auf den Tölt zu verzichten, somit arbeiten wir ca. ein 3/4 Jahr nur im Schritt, Trab und Galopp.
Danach besuchte ich einen “Töltkurs” bei einem tollen Trainer. Nach einem Monat merkte ich, das mit dem Tölt die anderen Gänge auch weiter besser wurden. Ausserdem entdeckte ich kurz darauf den Longenkurs, nachdem wir bis heute arbeiten. Mit dem Longenkurs verbesserte sich auch Trab und Galopp weiter. Tölt ritt ich zwar auch, aber immer nur zwei Runden auf jeder Hand zum Abschluß. Diese Phase dauerte auch fast ein Jahr.
Ich wechselte vor 7 Monaten den Stall und trainiere seit dem meine Isistute in jeder Gangart. Für sie sind alle Gänge wichtig. Schritt, Trab und Galopp sind jetzt um Klassen besser, Tölt ist im Moment die “schlechteste” Gangart. Der Takt passt aber die Aktion muss ich jetzt selbst herausreiten (so wie es sein soll).
Wenn ich so zurückblicke ist aus einer panischen Isistute ein tolles Reitpferd geworden, der Zeitaufwand hat sich wirklich gelohnt und es zahlt sich aus, wenn man den Tölt eine zeitlang in den Hintergrund stellt. Es tut auch vielen Isis, die Trabprobleme haben, das Longieren gut, da können sie sich ihren Rücken locker schwingen. Was ihnen unter dem Sattel oft schwer fällt.
lg Lisbeth
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Danke Lisbeth für Deinen Kommentar!
Hört sich prima an bei Euch
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liebe Grüße,
Babette
Von Annika
• 1. Juli 2010
Hallo,
ich finde das sehr interessant. Ich bin zwar nicht in der Gangpferdewelt zuhause aber es hat mich schon immer gestört wie die Pferde im Tölt laufen. Auch auf den großen Turnieren mit dickem Unterhals und durchgerücktem Rücken. Ich habe noch keinen Isi gesehen der schön rund läuft im Tölt und habe das als ein Naturgegebenes Problem hingenommen.
Nun würden mich allerdings wirklich ein Video oder zumindest ein paar Fotos von einem guten runden Tölt interessieren. Vielleicht kannst du einen deiner Reitschüler oder deine Tochter mal filmen/fotografieren? Ich denke das würde viele interessieren. Vielleicht hat auch einer der hier schreibenden ein gut ausgebildetes Gangpferd und kann dir Fotos schicken?
Ich würde mich sehr freuen!
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Wenn ich ein Foto bekomme, stelle ich es gerne ein
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liebe Grüße,
Babette
Von Sabine
• 13. Juli 2010
Hallo,
mal wieder ein gelungener Bericht! Und ich schließe mich Annika gleich mal an – wie man Tölt nicht reiten sollte habe ich (leider) schon sehr oft gesehen – ein Video mit richtig gut gerittenem Tölt wäre Klasse. Bitte Bitte !!
lg Sabine
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Wie gesagt: Wenn ich eines bekomme, sehr gerne
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liebe Grüße,
Babette
Von tara
• 9. August 2010
Auch ich habe immer wieder festgestellt, daß mein Tersker am Besten töltet, wenn es von der Dressurstunde nach Hause ging.
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Hört sich nach einer guten Dressurstunde an
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liebe Grüße,
Babette
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