Babettes Praxis-Blog
Hier berichtet Babette Teschen von ihrer täglichen Arbeit als Reitlehrerin und Ausbilderin und bringt Tipps und Anregungen direkt aus der Praxis mit. HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt – klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link “Den ganzen Beitrag lesen”.
Eine Sitzübung zum besseren Mitschwingen in der Mittelpositur beim Aussitzen im Trab
Um beim Aussitzen gut die Pferdebewegung mitschwingen zu können und somit ein Reinfallen in den Pferderücken zu vermeiden, muss unsere Mittelpositur die Bewegungen des Pferderückens zulassen.
Bevor Sie mit Sitzübungen in Trab beginnen, sollten Sie sich ausreichend Zeit nehmen, Ihren Körper zu lösen. Besonders wichtig sind dafür die Übungen für ein mitschwingendes Becken Das mitschwingende Reiterbecken oder Die liegende Acht.
Für die folgende Übung brauchen Sie einen Helfer der Sie an die Longe nimmt, da Sie sich nun auf Ihre Hände setzen. Legen Sie Ihre Hände mit den Handflächen nach oben unter Ihre Sitzbeinhöcker, die rechte Hand unter den rechten und die linke Hand unter den linken Sitzbeinhöcker. Spüren Sie im Schritt, wie wechselseitig Ihre Hände unter Ihnen angehoben werden und Ihr Gewicht leicht von rechts nach links verlagert wird.
Nun soll Ihr Helfer Ihr Pferd langsam antraben lassen und Sie versuchen, das Rechts-Links weiter zu spüren und auch weiterhin zuzulassen. Wenn Sie das Gefühl für das Rechts-Links verlieren, bitten Sie Ihren Longenführer wieder in den Schritt durchzuparieren und wiederholen die Übung.
Hier noch einige Tipps zu dieser Übung:
- Achten Sie darauf, Ihren Schwerpunkt tief und schwer auf Ihren Handflächen zu lassen. Wenn es Ihnen nicht gelingt, schwer auf Ihren Händen sitzenzubleiben, fassen Sie kurzzeitig mit einer Hand hinten in den Sattel und ziehen sich damit tief in den Sattel hinein, so dass Sie ein Gefühl dafür bekommen. Mit etwas Übung können Sie dann bald auch dauerhaft auf beide Hände setzen.
- Achten Sie darauf, gleichmäßig weiter zu atmen. Wenn Ihnen das nicht gelingt, ist das ein Zeichen dafür, dass Sie sich irgendwo in Ihrem Körper festhalten und verspannen. Versuchen Sie herauszufinden, wo das ist und lockern Sie dort ganz bewusst.
- Achten Sie darauf, in dieser Übung nicht Ihre aufrechte Körperhaltung aufzugeben. Denken Sie immer wieder daran „groß zu werden“.
- Erlauben Sie auch Ihren Schultern, sich im Takt leicht mitzubewegen
Erst wenn Sie im langsamen Trab ganz entspannt und locker mitschwingen können, bitten Sie Ihren Longenführer, den Trab etwas zu forcieren. Sobald Sie merken, dass Ihr Sitz an Losgelassenheit verliert, bitten Sie darum, dass Pferd wieder langsamer traben zu lassen. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für diese Übung und wiederholen Sie sie immer wieder. Es gibt kaum was Schwierigeres als wirklich zu lernen, locker und mit einer positiven Grundspannung, in der Bewegung des Pferdes zu sitzen.
Und noch etwas: Wichtig ist, dass nur ein Pferd, das gut über den Rücken geht, Sie gut aussitzen lässt. Solange das nicht der Fall ist, sollten Sie besser leichttraben.
20. Januar 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Aus dem Reitunterricht • 5 Kommentare »
Die Basis ist gutes Laufen - der Longenkurs
Suchen Sie nach einem Weg, Ihr Pferd so zu arbeiten, dass es lernt, mit aktiver Hinterhand und aufgewölbtem Rücken in guter Stellung und Biegung zu laufen? Möchten Sie so longieren, dass Sie von dem Ergebnis auch unter dem Sattel profitieren? Dann schauen Sie doch einmal in unseren Longenkurs oder in unser Video dazu.
Von Jenni
• 20. Januar 2009
VIELEN DANK, liebe Babette! Auch für diesen Satz: “Wichtig ist, dass nur ein Pferd, das gut über den Rücken geht, Sie gut aussitzen lässt. Solange das nicht der Fall ist, sollten Sie besser leichttraben.”
Das musste ich mir erstmal eingestehen…
________________________________________________________
Hallo Du Liebe,
ich hoffe, die Übung hilft Dir etwas weiter…
ansonsten,… es kommen noch mehr 
Liebe Grüße,
Babette
Von Kelly
• 22. Januar 2009
Liebe Babette,
vielen Dank für diesen interessanten Rat.
Das werde ich auf jeden Fall ausprobieren.
DANKE.
Herzliche Grüße. Kelly
Von Marion
• 26. Januar 2009
Hallöchen Babette…
jaaaa…endlich kommen sie, die Sitzübungen *froi* Hab schon gespannt drauf gewartet.
Und die liegende Acht…genau die ist mir entfallen….*zugeb*
Habe heute Sitzlonge und ich werd das direkt mal ausprobieren !!!!
________________________________________________________________________
Hallo Marion,
tztztztztztztztztztztz!!! Wie konntest Du DIE nur verlieren????

Liebe Grüße,
Babette
Von Edmund Kolowicz
• 26. Januar 2009
Hallo Babett,
einen Satz habe ich nicht ganz verstanden: “Achten Sie darauf, gleichmäßig weiter zu atmen. Wenn Ihnen das gelingt, ist das ein Zeichen dafür, dass Sie sich irgendwo in Ihrem Körper festhalten und verspannen.” Wieso bin ich verspannt wenn ich gleichmäßig weiteratme?????
Aber ich möchte Euch was erfreuliches mitteilen. Habe mich sehr über den schönen Bericht über deinen Longenkurs in der Cavallo gefreut. Die positive Beurteilung ist sicherlich sehr hilfreich.
Liebe Grüße an eure 4-Beiner
____________________________________________________________________
Hallo Edmund,
das war doch nur einer meiner eingebauten Tests, um zu gucken, ob ihr auch gut aufpasst….
Du hast ihn Bestanden, herzlichen Glückwunsch!

Nein, vielen Dank! Ich werde es gleich mal korrigieren
.
Und danke für Dein mit uns Freuen!
Liebe Grüße,
Babette
Von Alina
• 3. März 2009
Hallo Babett,
eigentlich bin ich auf deine Seite gekommmen,weil ich beim Reiten unruhige Unterschenkel habe.Es wurde immer nur gesagt,mehr Spannung in den Beinen aufbauen,aber in der Cavallo erfuhr ich,dass das auch am steifen Becken liegen kann.Ich werde nun bei nächster Gelegenheit deine Tipps aml ausprobieren
__________________________________________________________
Hallo Alina,
viel Erfolg dabei
!
Liebe Grüße,
Babette
Einen Kommentar schreiben