Wer braucht hier ’ne Pause?

Ich habe in meinem Blog schon mal darüber geschrieben, dass ich Pausen für unsere Pferde sehr sinnvoll finde. Nun habe ich noch eine andere Facette dieses Themas erkannt: und zwar, dass auch mir manchmal eine Pause gut tut!

Ich denke, das kennen wir alle: man hat irre viel zu tun, manches läuft vielleicht schief, man ist im Stress und genervt. Am liebsten würde man sich in das nächste Mauseloch verkriechen, aber aus Pflichtgefühl fährt man zum Pferd. Manchmal kann uns das dann auch sehr gut aus unserer miesen Stimmung holen, aber oft geht das dann leider gründlich schief.

Neulich konnte ich das wieder mal so schön an mir selbst beobachten. Die Jungs sollten eh bald eine Pause bekommen, aber erst in einer Woche (hatte ich mir so vorgenommen). Ich spürte diffus, dass mir eigentlich alles zu viel war, aber ich ging drüber weg und wollte was mit den Jungs machen. Prompt rempelten sie mich munter an und ich reagierte über.

Hinterher war mir dann natürlich vollkommen klar, dass es in dieser Phase mehr als sinnvoll gewesen wäre, uns gleich eine Pause zu gönnen. Aber mir selbst einzugestehen, dass auch mir mal ein Urlaub von den Jungs gut tut, ist noch mal eine ganz andere Nummer, als den Jungs einen Urlaub von mir zu gönnen 😉

Aber ich denke, diese Lektion habe ich nun auch gelernt.

2. Dezember 2010 von Tania Konnerth • Kategorie: Umgang 7 Kommentare »

 

7 Reaktionen zu “Wer braucht hier ’ne Pause?”

 

Von Lou • 2. Dezember 2010

Oh ja, das kenn ich nur zu gut. Als Selbstversorger bin ich auch sowieso ständig zum Füttern und Misten am Stall, und manchmal nimmt das Pflichtgefühl dann Überhand. Wenn ich merke, dass jeder Pferdebesuch in erster Linie ein „Oh nee, schon wieder raus in die Kälte, und Pony will auch noch bespaßt werden, ich will nicht“ mit sich bringt, nehme ich mir manchmal bewusst einen Tag „pferdefrei“, tausche eventuelle Stalldienste weg und genieße einen Tag mit anderen Dingen.
Meist bin ich nach diesem einen Tag schon wieder hochmotiviert und vermisse die Fellnasen 🙂

LG, Lou

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Geht mir ganz genauso! 😀
Tania

 

Von Claudia • 6. Dezember 2010

Liebe Tania,

ein super Beitrag. Irgendwie scheinen wir diese „Pflichterfüllung“ aus unserem Arbeitsleben zu übernehmen. Mir ist es auch schon oft so gegangen und wie Du beschrieben hast, reagiert man nicht gut.
Ich hatte letztens eine Zwangspause wegen Schnee und als ich am nächsten Tag in den Stall kam hat der so gewiehert. 🙂 die Rübentante kommt … 🙂

Das ist wieder mal so eine Kunst der richtigen Balance…

Ich wünsche Euch eine ganz tolle Weihnachtszeit und einen guten Start in ein super 2011.

Liebe Grüsse aus dem verregneten Südwesten!

Claudia

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Dankeschön, Claudia, dasselbe für Dich und Deine Lieben,
Tania

 

Von Bettina • 6. Dezember 2010

Liebe Tania,dein Beitrag spricht mir aus der Seele !
Früher konnte ich es mir gar nicht eingestehen, dass auch ich mal eine Pause von meinem geliebten Pferd brauche. Nachdem ich mich dann immer mal wieder „festgebissen“ habe an Problemen habe ich irgendwann gemerkt, dass nach einer Pause alles wie von selbst wieder harmonischer wurde. In unserem Stall werden viele Pferde täglich trainiert,damit sie genug Muskeln und Kondition aufbauen, meinen Friesen würde ich damit ziemlich bald sauer bekommen. Ich baue jetzt bewusst Pausen, Spaziergeh – und Spielephasen ein und versuche mich nicht von diesem „Leistungsdenken“ beeinflussen zu lassen. Da ich mit diesem Denken aber ziemlich alleine dastehe, tut es richtig gut, deinen Beitrag zu lesen.
Liebe Grüße, Bettina

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Das freut mich sehr, Bettina!

Liebe Grüße an den Friesen,
Tania

 

Von Gabriela • 7. Mai 2013

Oh ja! Kenne ich auch…darum gibt es bei uns bei grässlichem wetter.schlicht eine pause für alle. Im winter darf es dann sagar bis zu 1 monat winterweide sein. Da ich eine kleine Isiherde habe die bei uns am haus lebt und viel platz hat, tut ihnen auch diese lange pause psychisch und physisch sehr gut. Wir kontrollieren dann die pferde jeden tag, lassen sie aber ansonsten einfach mal nur pferd sein… Uns menschen tun die pause und päuschen genauso gut….nachher sind dann alle wieder munter und freudig bei der sache…. Ich soll schliesslich nicht reiten müssen, sondern dürfen….

 

Von Brina • 10. Mai 2013

Hallo;)
Jetzt bin ich beruhigt.Ihr alle habt mir soeben den Druck genommem:
DU MUSST DU MUSST DU MUSST!!!!
Ok ich muss gar nichts.
Aber das schlechte gewissen und perfektionszwang…
Ok ich werfe die Gedanken über Bord.

Zumal ich durch meinen Druck mich eh selbst lahmgelegt habe:)
Hüfte bzw Leistensvhmerzen links…. Und beim versuch mein pony zu reiten so doof eine getreten bekommen.also linke umd meine revhte seite lediert

 

Von Brina • 10. Mai 2013

…Jetzt hat mein handy gespackt.
Also gut.ich schalte nochmal 2gänge runter.
Wuuuuusaaaaa:)
Vieln dank fuer euer input fuer mich:)
Brina

 

Von Tina • 20. Juni 2017

Pferd und ich machen regelmäßig Pausen voneinander.
Da ich 4 Tage die Woche ganztags berufstätig bin, dafür über eine Strecke von 100 km pendle und ab und an auch mal was unpferdisches am Wochenende ansteht, geht das an 2-3 Tagen die Woche schlicht nicht anders.
Aber das macht gar nix. Pferd steht in Vollpension (war gar nicht so gewollt, musste aber mangels guter Stallalternativen), wird gefüttert, gemistet, ist tagsüber draußen in einer Herde und man hat auch ein aufmerksames Auge für jedes einzelne Pferd im Stall. Wenn ich dann wieder komme, hat der Bub ein/zwei schöne Tage gehabt, die letzten Lerneinheiten verdaut und es kann wieder weitergehen mit dem Lernen.

 

 

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