Ein herzliches Hallo zur 300. Ausgabe unseres Newsletters!

Wege zum Pferd– NewsletterAusgabe: 300

Datum: 24.11.2014

Redaktion:

Babette Teschen und Tania Konnerth

Hui, wie doch die Zeit vergeht! Mit dieser Ausgabe melden wir uns nun schon zum 300. Mal mit diesem Newsletter.

300 Ausgaben mit Artikeln, Tipps und Denkanstößen. 300 Ausgaben, in denen wir versucht haben, unseren Teil zu einer etwas besseren Pferdewelt zu tun. 300 Ausgaben, die von Ihnen gelesen und oft auch durch Rückmeldungen beantwortet wurden.

Sie fühlt sich ziemlich groß an, diese Zahl und wir freuen uns auf die nächsten 300!

Anlässlich unseres Jubiläums haben wir ja in den letzten zwei Wochen dazu aufgerufen, uns Ihre ganz persönlichen Vervollständigung zu dem Satz „Ein Pferd zu lieben bedeutet für mich… “ zuzusenden. Da wir uns bei all den wundervollen Einsendungen unmöglich dafür entscheiden konnten, welche davon einen Preis verdienen (denn das tut jeder einzelne auf seine Art), haben wir das Los entscheiden lassen.

Herzlichen Glückwunsch Helga, Yvonne und Claudia zu einem Kurs nach Wahl aus unserem Shop – wir haben die drei Glücklichen bereits informiert.

Wir haben wirklich viele Einsendungen erhalten, darunter auf den Punkt gebrachte und auch ganz ausführliche, welche mit Fotos und Geschichten, andere eher nüchtern und sachlich, alle aber mit einer großen Portion Umsicht und Selbstreflexion. Dafür sagen wir ganz herzlich Dankeschön!

Wir werden nun nach und nach viele Ihrer Einsendungen veröffentlichen, entweder hier im Newsletter oder auch in Blogbeiträgen, denn wir glauben, dass Gedanken zum Thema Pferdeliebe sehr inspirierend und bereichernd sind. Zur Feier dieser Ausgabe kommen hier nun gleich ein ganzer Schwung an Vervollständigungen:

***

„Ein Pferd zu lieben bedeutet für mich, jeden Tag auf´s Neue zu versuchen, die Welt mit seinen Augen zu sehen und dabei zu wissen, dass es mir nie vollkommen gelingen wird.“

Jost

 ***

„Ein Pferd zu lieben bedeutet für mich ihm mit Respekt zu begegnen und zuzuhören.“

Linda

 ***

„Ein Pferd zu lieben bedeutet für mich, es so anzunehmen, wie es ist, es wird seine Gründe dafür haben. Auch wenn ich die nicht immer sehen kann.“

 Alexandra

„Ein Pferd zu lieben bedeutet für mich, ihm sein Leben als Teil unserer Familie so pferdefreundlich und -gerecht wie möglich zu gestalten – was in unserem Fall heißt: erst haben wir unseren Pferden ihren Offenstall gebaut, damit sie endlich aus der Box ausziehen konnten, dann fingen wir an unser Haus zu bauen.“ 😉

Doris

 ***

„Ein Pferd zu lieben, bedeutet für mich vor allem Achtsamkeit mit seinem Wesen und seinen Bedürfnissen. Jeden Tag wieder neu hinzugucken, wie der Ausdruck des Pferdes ist. Aber auch Achtsamkeit mit mir. Nachdem die Grundbedürfnisse es Pferdes eh grundsätzlich erfüllt sein sollten, stellt sich täglich die Frage, was wollen wir ZUSAMMEN machen, was passt für uns an diesem Tag.“

Alexandra

***

„Ein Pferd zu lieben bedeutet für mich, meine eigenen Bedürfnisse niemals über die meines Pferdes zu stellen.“

Imke

***

„Ein Pferd zu lieben bedeutet für mich, es zu pflegen ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Ein Pferd ist einfach da. Eine Begründung braucht es nicht. Sein Da-Sein macht mich schon glücklich.“

Gabriele

***

Ganz herzlich an Sie alle,
Ihre Babette Teschen und Tania Konnerth

ronniguckt_2

Diese Woche neu

 

Das Wichtigste…


Das Wichtigste, das ich von meinem Pferd gelernt habe, ist auf Aggressionen von anderen mit einem Schweigen und Lächeln zu antworten.

Anna

 

Neu bei uns

Die Regenschirmatmung

Von Carla Bauchmüller

Beim Reiten liegt die Aufmerksamkeit meist auf dem Sitz und/oder der Hilfengebung. Aber auch die Atmung spielt eine große Rolle dabei, wie gelöst wir überhaupt auf einem Pferd sitzen können. Hier finden Sie eine tolle Übung:

Brust- oder Bauchatmung?

Probieren Sie diese Übung am besten zuerst im Sitzen auf einem Stuhl aus. Setzen Sie sich also mit aufrechtem Rücken auf einen Stuhl, allerdings ohne sich anzulehnen (also ähnlich wie auf dem Pferd). Wenn Sie dabei die Augen schließen, kann Ihnen das helfen, aufmerksam in sich hineinzuspüren.

Vergleichen Sie einmal diese beiden Arten zu atmen:

  • Legen Sie zuerst eine Hand auf Ihr Brustbein und atmen Sie ausschließlich in diesen Bereich des Brustkorbes. Ein kurzer Check: Was macht das mit Ihnen? Wie fühlen Sie sich? Wie spüren Sie den Kontakt der Sitzknochen zum Stuhl?
  • Legen Sie nun die Hand auf den Unterbauch, also unterhalb des Bauchnabels, und atmen Sie nur dorthin. Spüren Sie auch hier wieder nach: Was macht das mit Ihnen? Wie fühlen Sie sich? Wie spüren Sie den Kontakt der Sitzknochen zum Stuhl?

Beim Atmen im Brustbeinbereich spürt man meist eine Anspannung im Körper, ein Verlagern des Schwerpunktes nach oben und eine Kurzatmigkeit. Die reine Bauchatmung ist hingegen sehr entspannend. Eigentlich sogar fast zu entspannend, denn beim Reiten brauchen wir ja eine gewisse Grundspannung und die finden wir mit einer reinen Bauchatmung nicht immer. Um die optimale Grundspannung zu finden, eignet sich die „Regenschirmatmung“ nach einer Übung von Eric Franklin ganz wunderbar.

Atmen wie ein Regenschirm

Stellen Sie sich einen geschlossenen Regenschirm vor, dessen Stab senkrecht in Ihrem Oberkörper verläuft. Verlängern Sie die Spitze in Ihrer Vorstellung noch über den Kopf hinaus nach oben, das gibt noch mehr Aufrichtung. Der gebogene Griff des Regenschirms ruht im Becken und hilft damit, den unteren Rücken lang zu denken. Der Stoff des Regenschirms ist unser gesamter Brustkorb.

regenschirmBeim Einatmen öffnet sich der Regenschirm zu allen Seiten, beim Ausatmen schließt er sich um den Stab herum. Das Öffnen und Schließen des Regenschirms erfolgt ganz gleichmäßig im eigenen Atemrhythmus.

Diese Übung ermöglicht es uns, sehr vollständig ein- und auszuatmen und dabei eine entspannte Aufrichtung zu erhalten. Auf dem Pferd bringt sie eine schöne Ruhe und gleichzeitig Wachheit.

Tipp: Sie können immer und überall in dieser Form atmen, denn das tut auch gut, wenn man nicht gerade reitet. 🙂

Einen Kommentar schreiben

 

Der „Wege zum Pferd“-Shop

Selbstlernmedien und Seminare für eine sinnvolle Ausbildung, einen pferdegerechten Umgang und mehr Harmonie im Miteinander mit dem Pferd.

 

Interessant und lesenswert

Schon gesehen?

 

Auf Wiedersehen bis zur nächsten Ausgabe!

Ihnen und Ihren Vierbeinern eine schöne Zeit,

Babette Teschen und Tania Konnerth