Der Winterkoller

Momentan erreichen mich wie in jedem Winter viele Hilferufe von Pferdebesitzern, deren Pferde zur Zeit so unter Strom stehen, dass an ein entspanntes Arbeiten nicht zu denken ist. Die Symptome sind immer dieselben: Die Pferde sind nervös, stehen nicht mehr still, lassen sich kaum gehorsam führen und wollen bei der Arbeit grundsätzlich schneller als es dem Menschen lieb ist.

Wenn mir nun jemand z.B. schreibt, dass schon jeder Versuch, ruhig anzutraben in einem wilden Losschießen endet, erkundige ich mich als erstes nach den Haltungsbedingungen des Pferdes. In fast allen Fällen stehen die betroffenen Pferde in Boxen. Manche kommen zwar tagsüber raus, aber meistens dann nur für kurze Zeit auf kleine Paddocks, oftmals allein.

In diesem Fall ist der einzige Rat, den ich mit meinem Gewissen vereinbaren kann, der: Sorgen Sie für bessere Haltungsbedingung für Ihr Pferd. Suchen Sie sich einen Stall, in dem Ihr Pferd so viel wie möglich mit anderen Pferden rauskommt (und nein, zwei, drei Stunden am Tag reichen NICHT aus und nein, allein im Paddock geht auch nicht) und wo es ausreichend Platz hat, sich wirklich zu bewegen.

Ja, ich weiß, das ist leicht gesagt und manchmal schwer umgesetzt. Aber wir können nicht völlig gegen die Natur des Pferdes gehen und seine elementarsten Grundbedürfnisse missachten und uns dann beschweren, wenn das Pferd nicht gehorsam und entspannt seinen Job macht!

Zur Zeit sind z.B. unsere Ausläufe gefroren, so dass unsere Pferde zwar 24 Std. draußen sind und sich bewegen können, es aber ungern tun. Was glauben Sie was passiert, wenn wir unsere Pferde in die Halle lassen und das Halfter abmachen? Na klar, die toben, was das Zeug hält. Und das trotz Offenstallhaltung und Herde!

Ich lass sie dann einfach. Sie sollen ihre Energie ausleben! Warum sollte ich sie für dieses Verhalten strafen oder tadeln? Es sind eben Pferde. Und die Löcher im Boden harke ich dann eben einfach wieder glatt. Ist die schlimmste Energie abgebaut, kann ich vorsichtig anfragen, ob nun eine konzentrierte Zusammenarbeit möglich ist und in den allermeisten Fällen ist sie es dann.

Ich weiß sehr wohl, wie schwer es ist, gute Ställe mit ausreichend Bewegungsmöglichkeiten zu finden. Aber eine Haltung, die das Grundbedürfnis nach Bewegung und Artgenossen nicht erfüllt, sorgt für unglückliche, frustrierte, explosive und schwierige Pferde und damit für Probleme! Um diese wirklich zu lösen, müssen Sie die Ursache des Problems beseitigen und dem Pferd eine gute Haltung bieten. Alles andere ist Symptomdokterei. Für mich ist eine Haltung ohne langen täglichen Auslauf auf ausreichend großen Flächen mit Artgenossen ein No Go  und das sollte meiner Ansicht nach für jeden Pferdemenschen der Fall sein.

 

5. Februar 2013 von Babette Teschen • Kategorie: Haltung 44 Kommentare »

 

44 Reaktionen zu “Der Winterkoller”

 

Von Sabine • 5. Februar 2013

Danke!!!! Auf den Punkt gebracht. Ich, als Huforthopädin, sehe viele verschiedene Pferde und auch Haltungsformen und kann Babette nur 100%ig zustimmen!

 

Von Cornelia • 5. Februar 2013

AMEN!
Genau so ist es, Danke fürs erwähnen 🙂

 

Von Elisabeth • 5. Februar 2013

hallo babette,

ich kann dir da nur zustimmen!
meiner steht seit letzten sommer im offenstall, mit riesen wiesen und vielen pferden und 24 std. futter…
dort ist es soo entspannt. endlich hat mein pferd zeit und platz um freundschaften zu finden und zu pflegen.
um das „pferdische miteinander“ kennenzulernen. sich einer gruppe, einem anderen pferd anzuvertauen (stichwort schlafen…)
es ist soviel mehr – nicht nur die bewegung 😉

als es jetzt geschneit hatte wurde die große wiese aufgemacht, mehrere heulageballen mit abstand hingestellt und schon war wieder ein anreiz geschaffen ein bischen durch die gegend zu wandern, und nicht nur vorne an der raufe zu stehen…

genügend futter und platz – und man hat andere pferde…!

 

Von Christine • 5. Februar 2013

Der Beitrag kommt grade passend. Unsere Pferde stehen zwar 24/7 im Offenstall und spielen dort auch viel – trotzdem ist bei meiner Stute so viel Energie vorhanden, dass an konzentriertes Arbeiten erstmal nicht zu denken ist.

Wir nutzen die Energie jetzt einfach für Freiarbeit, und es ist toll zu beobachten, wie sie sich auch beim Rumtoben immer besser konzentriert, und zwischendurch für ein paar Clicks richtig schön in Haltung läuft 🙂

 

Von Bärbel • 5. Februar 2013

Hallo Babette,
ein sehr interessanter und auf den Punkt gebrachter Blog-Artikel! Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Ich kann nur hoffen, dass ihn auch viele Besitzer lesen und sich ihre Gedanken dazu machen im Sinne ihrer Pferde. Aber es gibt nicht nur negative, sondern auch sehr viel positive Beispiele und daran sollten wir uns erfreuen. 🙂
Liebe Grüße
Bärbel

 

Von Stephanie Silvan • 5. Februar 2013

Toller Beitrag!
Ich lebe mit meinen Pferden in Finnland, wo wir zum Glück viel Platz und Freiheit genießen und die Pferde das ganze Jahr über draußen und zusammen sein können. Sie lieben es zu toben und besonders im Winter sehe ich sie ausgelassen und scheinbar grundlos hin- und hergaloppieren, man möchte meinen sie seien wild und unbezähmbar oder hätten den „Winterkoller“. Aber gerade dadurch, dass sie das den ganzen Tag unbegrenzt haben können, haben sie in der Zusammenarbeit mit den Menschen so überhaupt gar keine Konzentrationsprobleme und kennen auch alle Geräusche draußen und aus dem Wald – sie wohnen ja dort.

Nun wird mir oft gesagt ich hätte einfach Glück mit meinen Pferden und die seien ja sowieso „bombenfest“ (wenn die Leute nett sein wollen) oder „lahm und träge“ (wenn sie weniger nett sind).

Mag sein, dass das eine Rolle spielt, aber auf dem Paddock und der Weide erlebe ich sie eben auch ganz anders, buckelnd, furzend (*g*) und ausgelassen. Sie können also wenn sie wollen.

Den Zusammenhang mit der Haltung will irgendwie keiner sehen.

Ich verstehe aber auch, dass es frustrierend sein muss, wenn man nicht unsere Möglichkeiten hat und auf fremde Stallbesitzer angewiesen ist. Man muss dennoch den Tatsachen ins Auge blicken, dass man im Herzen so „wild“ gebliebene Tiere nicht einfach im Regal abstellen und bei Bedarf hervorholen kann. Die sind 24 Stunden Pferd und sollten es auch sein dürfen.

Eins noch: in Polen gibt es einen Reitstall, der wegen Weidenmangel (aber obiger Erkenntnis) dazu übergegangen ist die Pferde nachts zusammen in der Reithalle zu lassen. Viel mehr Putzaufwand, aber siehe da, die Tiere sind ausgeglichener. Man kann also auch in einem konventionellen Stall mit der richtigen Einstellung etwas erreichen.

 

Von Sonja • 5. Februar 2013

Jaja, wenn man das unbeschreibliche Glück hat, seine Pferde in einem Offenstall auf ca. 300 müM wohnen zu lassen, in dem es fast nie gefroren ist, und immer mindestens 10 Kumpels zum Rumblödeln das sind, kann man da ganz erhaben drüber lächeln… Winterkoller!? Was ist das?? 🙂

 

Von Emma • 5. Februar 2013

Grundsätzlich alles richtig.
Nur leider hat eben nicht jeder eine Halle zur Verfügung, wo die Pferde sich austoben können, wenn der Boden gefroren ist…..
Dann bleibt halt nur die Hoffnung auf viel Schnee, damit die Hoppas auch draußen wieder rumspringen können…

 

Von Sina Gransee • 5. Februar 2013

Oh ja dieser Artikel spricht mir aus dem herzen.Habe gerade vor 2 Wochen den Stall gewechselt.Rasu aus der Boxenhaltung und ab in den Aktivstall. Meinen Pferden geht es prima da haben Freunde gefunden ..Bewegung und vor allem darf man da immer laufen lassen auf dem Platz der auch noch beleuchtet ist und nie überschwemmt . Da verzichte ich gerne auf eine Halle.Die ich sowieso nicht für meine freie Arbeit mit meinen Pferden nutzen durfte / konnte. Auf dem vorherigen Hof war laufen lassen tabu 🙁 Jetzt haben sie Bewegung Bewegung Bewegung und Freunde und frische Luft 🙂 Ich merke jetzt erst mal was ich Ihnen mit 22 Stunden box und 2 Stundne Einzelpaddock am Tag angetan habe ..Nie wieder

 

Von Tamara • 6. Februar 2013

Hallo!
Du sprichst mir aus der Seele!
Auch mein Pferd war immer im Offenstall, oder zumindest von früh morgens bis spät abends in einer großen Herde mit ausreichend Platz und Beschäftigungsmöglichkeit.
Er war immer das ausgeglichenste Kerlchen und wir hatten immer viel Spaß und nie mit solchen Problemen zu tun.
Leider hat im ersten Stall das Füttern und Misten nicht geklappt und als mein Pferd dann krank wurde haperte es an der Möglichkeit ihn zu separieren und wir mussten siedeln.
Im anderen Stall war es ein auch ein Pferdeparadies, aber es gab keinen Platz wo man mit den Pferden arbeiten konnte, keinen Reitplatz, keinen Platz zum longieren. Und nachdem ein Jahr lang nur alleine ausreiten dann langweilig wurde und ich gerne wieder mit meinem Dicken arbeiten wollte siedelten wir erneut.
Mit unserem jetzigen Stall verbindet mich eine Art Hassliebe.
Ich liebe die Kollegen, die Reitbahn, den Longierplatz, die Weiden, das unglaubliche Ausreitgebiet, die Pferde in unserer Herde. Aber nur im Sommer.
Denn im Winter sind die Wiesen gesperrt und auch das Viereck darf nach der „Renovierung“ nicht mehr zum Auslaufen benutzt werden.
Im Winter stehen die Pferde nachts in der Box und tagsüber auf Einzelpaddocks und langweilen sich zu Tode.
Und ich hasse das!!! Mir tut mein Pferd soooo dermaßen leid, und ich vergehe täglich vor lauter schlechtem Gewissen!
Ich bin daher jeden Tag stundenlang im Stall um meinem Hoppa die Zeit zu vertreiben, der Kompromiss ist jedoch echt mager. 🙁
Ich dachte, wenn ich mich genug kümmere und mich viel beschäftige, dann kann es ein Kompromiss sein. Ich habe mich getäuscht.
Ich habe bereits viele Gespräche im Stall geführt, jedoch konnte ich bisher NICHTS erreichen.
Eines der ganz jungen Pferde hat jetzt vor lauter Kummer bereits großflächigen Haarausfall und angeregt durch diesen Umstand beginnt nun gaaaaanz langsam ein Umdenken in die von mir so stark herbei gesehnte Richtung.
Trotz alledem…
Sollte sich nicht wirklich etwas gravierend verändern in dieser Sache, dann werden mein Mann und ich (mit unseren Pferden) uns wirklich schweren Herzens kommenden Herbst von diesem Stall trennen.
Noch so einen Winter in „Einzelhaft“ werde ich meinem Pferd nicht zumuten!
Es ist so schade, denn in den Sommermonaten ist alles so wunderbar und da ich schon lange reite (schon lange vor dem eigenen Pferd) weiß ich wie schwer es ist eine Stallgemeinschaft zu finden, in der man sich wohl fühlt.
Aber es ist nun mal das Zuhause von meinem Pferd. Er muss dort leben. Und ich will ihn wieder glücklich sehen!

Daher spricht mir dieser Artikel sooooo sehr aus der Seele! Ich danke dir dafür!
Ich werde ihn mir ausdrucken und im Stall auflegen.
Ich hoffe so sehr, dass die anderen auch endlich aufwachen und beginnen für ihre Pferde zu sprechen, allein ist es fast ein unmöglicher Kampf um Veränderung!

 

Von Astrid • 6. Februar 2013

Meiner steht den ganzen Tag mit seinem Kumpel draußen und tobt auch viel. Trotzdem, bei dem momentanen Sch… wetter ist der Spaß begrenzt. Zum Glück habe ich meistens Gelegenheit, ihn erstmal alleine in der Halle laufen zu lassen- sogar ganz brav erstmal ein paar Minuten Schritt vor „Feuer frei“, bevor an konzentrierte Arbeit zu denken ist. Die Gelegenheit hat bei vollen Hallen nicht jeder!

 

Von Manuela • 7. Februar 2013

Diesen Beitrag sollten vor allem diejenigen Stallbetreiber lesen, die es ihren Einstellern nicht erlauben, ihre Pferde in der Halle mal frei laufen oder wälzen zu lassen, weil es ja „den Boden ruiniert“!
Eine Freundin bat mich neulich bei ihrem 5-jährigen Ponywallach um Hilfe, weil er nur noch abspackte und kaum kontrollierbar war. Er stand 20 Stunden in der Box. Ein 5-jähriges Pony!!! Klar, dass er davon fast irre wurde. Als ich ihr sagte, sie müsste ihn wenigstens ein Mal pro Tag in der Halle laufen lassen, kam die Antwort: Verboten!
Aus so einem Stall müsste man eigentlich sofort ausziehen, aber gute Alternativen sind sehr schwer zu finden – oft kommt man vom Regen in die Traufe …
Aber wenn die Einsteller keinen Druck machen, sieht der Stallbetreiber auch keinen Grund etwas zu ändern. Da kommen dann so Antworten wie „Haben wir schon immer so gemacht.“ und „Wem´s nicht passt der kann ja gehen.“
Aber im Sinne der Pferde sollte man nicht aufgeben, hartnäckig bleiben, sich Verbündete suchen und selbst über machbare Lösungsvorschläge nachdenken. Manch ein Stallbetreiber kommt dann doch ins Grübeln und ändert evtl. mal was.

 

Von Judith • 8. Februar 2013

Vielen Dank für diesen Artikel! Schön, dass ihr dieses Thema ansprecht.

 

Von kirsten • 11. Februar 2013

Oh ja, dieses Thema kenne ich nur zu gut. In letzter Zeit ist es großes Gesprächsthema in unserem Stall. Ich stehe mit meinem Pferd in einem Stall, der sowohl Boxenhaltung mit täglichem ca. achtstündigem Aufenthalt auf Paddocks mit mdst. einem Pferdekumpel anbietet als auch Offenstallhaltung. Gerade die Boxenpferde leiden unter diesem Winterkoller. Ich bzw. mein Pferd konnte im letzten Sommer endlich in einen der Offenställe umziehen. Den Winterkoller kennen wir nicht mehr. Ich wartete und wartete diesen Winter auf den Winterkoller, aber es kam nix. Ab und zu muss sie rennen und buckeln, das ganze Repertoire, aber nicht mehr als im Sommer auch. Inzwischen kann die Anzeichen gut erkennen, wenn sie mal wieder „abspacken“ muss.Ich stelle mich in die Mitte der Bahn und freue mich an meinem Pferd. Danach kommt sie zu mir und gibt mir zu verstehen, so fertig jetzt können wir arbeiten.
Wir haben das große Glück, dass unsere Reithalle bei solch eisigen Temperaturen freigegeben wird zum Laufenlassen. Danach werden dann die Löcher selbstverständlich wieder zugemacht. Die Pferde freut es, sich austoben zu können ohne Gefahr zu laufen sich weh zu tun, und die Pferdebesitzer genauso, weil sie danach ein entspanntes Pferd haben.

 

Von Petra • 11. Februar 2013

Tolles Thema. Meine Pferde stehen seit Jahren im Offenstall, seit 1 Jahr haben wir einen Paddock Trail. Sie werden zusätzlich immer gespaßt, Flattervorhang, Flaschenvorhang (die Flaschen werden regelmäßig zerquetscht), Klappersäcke, Fußbälle, Baumstämme zum Knabbern, Luftballons irgendwo anbringen, Fahnen usw.

Wir kennen eigentlich keinen Winterkoller.

Man kann mit ein bisschen Kreativität so viel machen. Leider ist das bei vielen Stallbesitzern noch nicht angekommen. Oftmals sehe ich eigentlich schöne Anlagen, die man mit ein wenig Initiative super umbauen könnte. Echt schade, das da nicht passiert. :-(.

 

Von Gisa • 11. Februar 2013

Babette hat die beste Antwort auf den Winterkoller geliefert, die man geben kann. Wir kennen so etwas nicht. Klar, auch bei uns im Offenstall ist der Auslauf gefroren, dafür dürfen die Pferde dann für eine Stunde auf die Weide. Da wird erstmal kräftig getobt und gebuckelt, aber die Nase ist ganz schnell im Schnee und schnuffelt nach essbarem Grünzeug;-) Wir gehen viel mit unseren Pferden spazieren und können das am langen Strick machen, ohne daß sie explodieren. Alles, aber wirklich alles steht und fällt mit der richtigen Haltung.

 

Von Erika Weiss • 11. Februar 2013

Pferde, die nicht so viel freien Auslauf geniessen können und mit denen man arbeiten möchte, vergleiche ich gerne mit Schulkindern vor der grossen Pause. In der grossen Pause können sie sich austoben und nach der Pause sind sie wieder Aufnahmebereit für Neues. Also, zuerst muss die „Energiebalance“ ausgeglichen sein, damit man wieder „zuhören“ mag 🙂

Noch etwas zum Pferdeflüstern: Flüstern setzt Zuhören v oraus – was

 

Von Erika Weiss • 11. Februar 2013

Pferde, die nicht so viel freien Auslauf geniessen können und mit denen man arbeiten möchte, vergleiche ich gerne mit Schulkindern vor der grossen Pause. In der grossen Pause können sie sich austoben und nach der Pause sind sie wieder Aufnahmebereit für Neues. Also, zuerst muss die „Energiebalance“ ausgeglichen sein, damit man wieder „zuhören“ mag 🙂

Noch etwas zum Pferdeflüstern: Flüstern setzt Zuhören voraus – was soll ich sonst flüstern? Nur durch Zuhören entsteht Kommunikation……

 

Von Sonja • 11. Februar 2013

Hallo liebe Tania.
Freu mich, dass du das Zitat, das ich dir mal schickte in dem Blog aufgenommen hast, hoffe, das es vielleicht viele beherzigen. Toll!

 

Von Dani • 11. Februar 2013

Dein Bericht über den Winterkoller spricht mir aus der Seele.
Und ich konnte es selbst an meinem „Riesenbaby“ erfahren.
Seit beinahe 8 Monaten steht er 120 km von meinem Wohnort entfernt. D.h. ich komme nur Freitag bis Sonntag zu ihm. Da arbeiten wir dann gemeinsam. Und unter der Woche hat er Zeit, das Gelernte zu festigen. Natürlich mit 25 anderen Pferden auf einer riesen großen Koppel. Zwischendurch geht er noch täglich Schrittmaschine, damit die Kondition aufrecht bleibt – und ich ihn am WE kraftmäßig nicht überanstrenge.
Leider finde ich im Wiener Raum keinen andäquaten Stall, der das meinem Pferd bieten kann.
Also wenn wer in der Nähe von Wien einen pferdegerechten Stall kennt – dann bitte an mich weiterleiten.
Natürlich weiß ich, dass es bei dieser Form auch Nachteile gibt. z.B. Es geht nicht so schnell was weiter – als wenn ich ihn täglich reiten würde. Aber ich habe keinen Zeitdruck. Lieber langsamer und gefestigt….
z.B. ich kann mein Pferd nicht täglich sehen (auch das tut weh). Aber dafür geht es ihm gut und er kann ein richtiges Pferdeleben führen.
Alles Liebe

Tolle Seite, tolle Beiträge

 

Von Diana Hölzing • 11. Februar 2013

Hallo,
ich bin das ganze Jahr etwas unglücklich: Pferdehaltung mitten im Gelände, weit und breit kein Platz, keine Halle um zu arbeiten, alles muß ausschließlich im Gelände stattfinden, manchmal nervig bei all den widrigen Wetterbedingungen. Meine Pferde haben Platz zum toben, wälzen, sehen aus wie die Erdferkel, sind im Blick glücklich, gehen morgens fröhlich raus und abends gerne rein und den Winterkoller gibt es bei uns nicht! Alles hat seine Vor und Nachteile.
Grüsse aus dem Odenwald von Diana und den glücklichen Pferden

 

Von Anna • 11. Februar 2013

Das Problem liegt auch oft daran, dass der Besitzer oder Reiter selbst ängstlich wird und das Pferd noch wilder … Erfahrungsgemäß kann ich behaubten: Selbst locker bleiben, dann kommt der 4-Hufige Liebling auch wieder runter 😉

 

Von Katharina • 11. Februar 2013

Hey,
ich hatte mir unter dem Titel etwas anderes vorgestellt. Unsere Pferde stehen im Offenstall, sie sind ausgeglichen und wir können mit ihnen im Winter super arbeiten. Den Koller haben wir Menschen: Wir haben weder Halle noch Reitplatz, nur ein Stück Weide abgetrennt, auf dem wir arbeiten. Das ist jetzt natürlich total matschig und rutschig, so dass sich die Pferde wegen der Rutscherei oft nicht so gut konzentrieren. Wir gehen also nur raus. Leider sind wir im Stall im Moment unterbesetzt, so dass wir nur alleine rausgehen können, da sonst einer alleine zurückbleibt (Rentner, der total durchdreht, wenn er allein ist). Bei anhaltendem Dauerregen und früher Dunkelheit haben wir oft mit unsere Motivation zu kämpfen uns noch auf zu machen.
Wir sind frustriert, weil im Moment nicht so arbeiten können, wie wir wollen. Aber bei den Pferden hat man den Eindruck, dass sie es auch mal genießen, dass wir sie nur schmusen, putzen und tüddeln und sonst nichts von ihnen wollen. Bewegung verschaffen sie sich nach Bedarf selber. 🙂
LG

 

Von Ines • 11. Februar 2013

Winterkoller kenne ich bei unseren Pferden gar nicht. Sie sind Sommer wie Winter immer draußen, können in den Offenstall, wenn sie wollen, haben aber auch draußen Heu und im Winter auch einen ganzen Hektar mit Wald und Wiese und teilweise befestigten Böden zur Verfügung. Ab und an sieht man sie mal wild durch die Gegend düsen, aber beim Reiten sind sie das ganze Jahr über eigentlich halbwegs ausgeglichen. Klar wollen sie auch mal los, aber man kann vernünftig mit ihnen arbeiten und sie sind eigentlich immer gut drauf.

Ich genieße das sehr und wills nie wieder anders haben. Die Pferde, die den ganzen Winter nur in so handtuchgroße Paddocks zum „Auslüften“ kommen, wenn sie überhaupt mal außer Ausreiten mal rauskommen, tun mir schon leid.

Das Laufenlassen in der Halle ist auch nicht so ohne. Eine Freundin hat so ihr Pferd verloren, da es herumtobte, gegen die Bande ausschlug und sich einen Bruch am Bein zuzog. Da hab ich es lieber, meine Pferde bewegen sich den ganzen Tag, so wie sie wollen …. wobei sie auch schon mal – wie gesagt, auf einer Fläche von einem Hektar und zwei Pferde – in vollem Galopp zusammengestoßen sind …

 

Von Doro • 11. Februar 2013

Ja, ja und nochmal ja! Ich kann aus eigener Erfahrung nur dazu ermutigen, das Projekt Stallwechsel wirklich anzugehen.
Übrigens braucht meine Stute eine große Koppel, um von einem zum anderen Ende wandern oder rennen zu können, damit sie ausgeglichen und zufrieden ist, dem Wallach genügte dagegen ein großes Paddock und mehrere Kumpel zum Spielen zum Pferdeglück.

 

Von Kathy • 12. Februar 2013

Toller Artikel! Da finde ich mich sofort wieder. Ich habe ein Lächeln im Gesicht, wenn ich das Foto dazu sehe! Das spricht doch für sich! Spaß und Lebensfreude und ein bisschen Übermut!

Habe mein Pony derzeit in „Feuerstuhl“ umgetauft und ich glaube es gefällt ihm. Er grunzt, er buckelt und dann ist er schon wieder WEEEEEGGGGG… ich würde auch gerne mitlaufen, aber das klappt leider nicht immer so ganz =D

Viele winterlich- freudige Grüße von uns! Wir würden sofort mitmachen!

 

Von Petra • 12. Februar 2013

Diesen Artikel kann ich voll und ganz unterschreiben. Ich habe eine 6jährige Vollblutstute, die früher Galopprennen gelaufen ist. Sie hat also Bewegung im Blut. Zurzeit steht sie von 10.00 bis 17.00 auf der Koppel in einer gemischten Herde (zu sechst) und nachts in einer Paddockbox. Wenn es aber auf der Koppel sehr matschig und rutschig oder der Boden fest gefroren ist, bewegen sich die Pferde eher wenig. Das merke ich natürlich beim Reiten. Ich traue mich aber nicht, sie in der Halle frei laufen zu lassen, da sie wirklich abgeht wie eine Rakete und ich Angst habe, dass sie nicht mehr bremsen kann vor der Bande oder dass diese Stopps dann zusehr auf die Beine gehen. Ich longiere sie ausgiebig mit viel Galopp, wobei sie dann auch mit Buckeln ihre Energie rauslässt. Aber das darf sie ja auch. Beim Reiten ist sie flott, aber wenn die erste Energie raus ist (besonders nach dem ersten Galopp), macht sie auch konzentriert mit! Wenn ich sie reite, bockt sie beim Galopp nicht – die Brave! Als Besitzer eines Vollblutpferdes muss man diesen Bewegungsdrang kennen, akzeptieren und ausleben lassen.

 

Von Ellen • 12. Februar 2013

Ich glaube, ein großer Punkt ist auch einfach der Umgang mit diesem Winterkoller. Akzeptiere ich ihn? Oder beschimpfe und bestrafe ich mein Pferd?
Mein Stütchen hat nicht wenig Fläche zu Verfügung und steht im Winter zumindest tagsüber von 08 bis 18 Uhr in der Herde auf einem wirklich großzügigen Paddock. Aber diese Herde bewegt sich eben auch kaum, wenn alles pickelhart gefroren und eisig ist. Entsprechend stauen sich Energie und Spannung dann doch auf. Ich weiß dann aber auch, dass ich an solchen Tagen nur wenig Konzentration erwarten kann. Ich biete ihr dann Spiele an, oder wir üben ein bisschen Quatschkram und Zirkusgeschichten. „Ernstem“ widmen wir uns dann, wenn die Herde wieder auf der Weide toben darf. So kommt auch kein Frust auf. Denn Alternativen mit noch mehr Fläche sind bei uns leider rar (ich kenne ehrlich gesagt gar keine), unser Stall bietet insbesondere im Sommer riesige Flächen mit 24h Weidegang von April bis (in diesem Jahr) Anfang Dezember. Und so müssen wir halt im Winter auch ein Stück weit mit diesem Koller umgehen. Dafür haben es die Pferde die restliche Zeit des Jahres paradiesisch.

LG von Ellen

 

Von Georg • 12. Februar 2013

Mein fünf jähriger Haflinger steht momentan auch in einer Box. Er wird minimum zweimal am Tag bewegt (entweder Longe oder längerer Spaziergang oder von der Tochter meiner Frau geritten). Den sog. Winterkoller habe ich bei ihm bzw. bei dem Pferd meiner Frau bis dato noch nicht festgestellt. Ich sorge für ausreichend Abwechslung bei meinem Hafi, in den letzten Wochen habe ich mit ihm einige Kunststücke eingeübt. Selbst wenn wir ins Gelände gehen „spackt“ er nicht ab. Er legt zwar immer die Bremse ein wenn wir an unserer Weide vorbei kommen und sieht dann immer ganz sehnsüchtig darauf als will er mir sagen „lass mich wieder drauf“. Ansonsten macht er einen ausgeglichenen Eindruck. Kann ich nur empfehlen mit den Pferden Kopfarbeit zu machen.

L. G. Georg

 

Von Conny • 13. Februar 2013

Hallo Babette,

schön dass Du uns immer wieder so aus der Seele sprichst. Artgerechte Haltung ist das mindeste was Reiter ihren Vierbeinern bieten müssen. Wir haben das Glück unseren Pferden im Sommer und Winter rund um die Uhr Weidegang bieten zu können. Die Pferde nutzen das auch ausgiebig zum Toben. Dafür sind sie auf dem Platz beim Arbeiten motiviert und total ausgeglichen. Das ist wohl die beste Lebensversicherung die sich Reiter wünschen können. Ich bin immer erstaunt wieviele Eltern ihre Kinder ganz ohne Bedenken auf Ponys reiten lassen die den ganzen Tag in der Box verbracht haben und nur in der Reitstunde die Möglichkeit zum „austoben“ haben…..

 

Von Bader • 13. Februar 2013

Stimmt genau!
Hätte ich mein Pferd von Anfang an in Gruppenhaltung (artgerechter Haltung`
) gehabt,hätte ich viele Probleme vermeiden können!

 

Von Natalia • 15. Februar 2013

Ist wirklich ein sehr aktuelles Problem. Aber wirklich problematisch wird es wenn man anfängt darüber nachzudenken, was die artgerechte Haltung für ein Pferd ist.
Wenn man mich im Winter ganzen Tag in der Wohnung einsperren würde, wäre ich auch sehr „unruhig“ und ungehalten..
Es freut mich, dass sich immer mehr Menschen finden, die sich Gedanken über die Haltung der Pferde im Winter Gedanken machen ! Weiter so ! 🙂

 

Von Mirja Kasper • 16. Februar 2013

ich habe mich im Rahmen eines Umzugs nach einem neuen Stall umgesehen und mir wirklich einige angesehen, im Internet und auch vor Ort. Klar war mir das ich in erster Linie Offenstallhaltung suchte, was andres kennt mein 6j. Araber/ Apallossamischling nicht. Alternativ hätte ich auch Einzelhaltung mit Außenpaddok und täglichen mehrstündigen Weidegang mit Artgenossen akzeptiert. Boxenhaltung ein no go. Zudem wollte ich einen Stall mit einem geeigneten einigermaßen großen Reitplatz, zuvor der Stall hatte einen katastrophalen kleinen Platz mit schlechten Bodenverhältnissen wo meiner dauernd stoplerte und Gallopparbeit eigentlich kaum möglich war. Die letzten Monate hatte ich dann die Möglichkeit 2 mal die Woche zu einer Halle zu reiten, aucvh im Rahmen von Reitunterricht- war aber ganz schön zeitaufwändig.
Jedenfalls habe ich einen echt super Stall gefunden wo ein mit 3 andren Pferden, 2 Wallache, 1 Stute in einr kleinen Geméinschaft lebt. Der Hauptstall mit dem Dach drüber ist so angelegt das sie alle 4 ans Heu kommen da es mittig platziert ist, dabei ist ein kleiner betonierter Außenbereich- also frei bewegen können sie sich immer, wenn auch nicht auf einer Riesenfläche. Aber sie werden täglich im Winter aufs Außenpaddok gebracht, je nach Wetter auh halbtags, selteh mal gar nicht. Dort ist vorne ein gutes Stück befestigt mit Kiessteinen, weiter hinten halt Matsch. Aber zum rumtoben, super, auch wenn Schnee liegt. Toll find ech auch das er mit ausschließlich jungen Pfeden zsammensteht, er hat einen festen Spielkameraden mit dem er sich toll austoben kann. Der Reitplatz ist überbreit und hat ne schöne Länge, zudem Sand der egal wie nass es ist immer super griffig ist. NUr bei Frost halt nicht benutzbar, bzw. soll er im Sommer etwas tiefer sein, wenns lange trocken ist. Insgesamt auf den Hof gibt es mehrere kleine Pferdegruppen, alle in ähnlicher Haltung.
Es gibt Tage an denen meiner etwas mehr Power hat, aber ich kann da keinen Unterschied zu andern Monaten feststellen.
ch habe mir z.B. letzte Wo. den Großzeh gebrochen, er stand jetzt seitdem, also wurde nicht von mir bewegt. Heute lie ich ihn mit Hilfe von Jemanden auf dem Platz freilaufen und dachte der geht voll ab- und was war? Er war kaum vorwärts zu bewegen.
Dashat mich dann dch beruhigt, er scheint ausgeglichen zu sein.
Meine Devise ist: Lieber artgerechte Haltung als ne Reithalle am Hof- dem Pferd zuliebe

 

Von Sabine • 16. Februar 2013

Hallo Ihr Lieben!
Für Eure Beiträge herzlichen Dank!!! Wir, mein Wallach und ich, waren bis zum letzten April an einem Stall mit Halle und Boxenhaltung. Paddocks waren alle sehr klein und dann waren die Pferde noch in Einzelhaft. Es gab viele Tage,an denen die Pferde gar nicht raus kamen zum Lüften, weil es zu regnerisch war, zu windig, der Paddock zu matschig… Es war ein Kampf gegen Windmühlen. Im März habe ich einen Stall gefunden ohne Halle, dafür mit einem Reitplatz, sehr großen Paddocks mit 11 Kumpeln. was soll ich sagen, ich habe dort um einen Platz gebettelt. Die Pferde waren alle sooo zufrieden, mit Essen und sozialen Kontakten. Dort wollte ich auch gerne meinen Renntiger sehen. Im Mai war dann ein Platz für ihn frei, zunächst mit einem auch neuen Pferd mit Boxen, die aber offen waren, und dazugehörigem Paddock zum Eingewöhnen. Nachts standen beide draußen und haben wohl gedacht, die haben vergessen die Boxentüren zu schließen 🙂 Dann kam die Weidezeit: 24 Stunden Auslauf! Nach 6 Monaten haben wir gedacht, der Renntiger ist krank. Kein Gerenne mehr, sondern ein zufriedenes Pferd. Alle tierärztlichen Untersuchungen ergaben: nichts! Meine Freundin, die TÄ, meinte, jetzt sei er endgültig dort angekommen. Ich sehe jeden Tag ein zufriedenes Pferd, klar wird auf dem Reitplatz mal abgespackt, aber nach ein paar Minuten kommt er schon zufrieden zu mir. Ich kann nur jedem Pferd so eine Haltung wünschen! Ich hoffe sehr, dass noch viele Reiter zum Umdenken kommen! Eure Beiträge sind dafür super, vielen Dank dafür!
Viele Grüsse Sabine

 

Von Linda Booz • 21. Februar 2013

Hallo Miteinander, Ihr sprecht mir so aus dem Herzen. Ich lebe täglich mit der Gewissheit, daß das Pferd, daß ich betreue, in einer kleinen Box eingesperrt ist und wenn es Glück hat – gerade jetzt, wo kein Weidegang ist – 1 Std. täglich rauskommt. Aber der Besitzer lässt nicht mit sich reden. Ich bin froh und dankbar, daß ich das Pferd im Frühjar öfters rausstellen kann. Es muß ein Umdenken geschehen !! Herzliche Grüße Linda

 

Von Annika • 15. März 2013

Meine Stute geht jeden morgen gegen halb 9 auf die Winterwiese mit ihren Kolleginnen, nachmittags um 4 kommen die Damen wieder rein. Vor dem Arbeiten darf sie allein in der Halle laufen. Tut sie aber nicht sondern muss nur über die Tür gucken. Bei der Arbeit ist sie trotz allem immer mal wieder arg unter Strom und will dann doch rennen und springen. Ich finde das sollte man nicht überbewerten. Jedenfalls tu ich das bei ihr nicht, sie ist immerhin erst 3 Jahre alt 😉

 

Von Janine • 26. November 2013

Genau so sehe ich es auch 🙂 Unsere 6 Pferde (davon 2 kleine Ponys) leben in einem Laufstall. Sie sind entspannt, liegen auch nachmittags mal und sind im Umgang absolut entspannt. Spätestens zum Misten kommen die 6 auf den Reitplatz. Aber auch hier wird selten „die Sau rausgelassen“, da sie einfach den ganzen Tag Bewegung haben. Ich möchte mein Pferd nicht mehr in einer kleinen Box wissen. So ist er viel entspannter und auch bei Minustemperaturen umgänglich.

 

Von Inga • 27. November 2013

Das sehe ich genauso. Aber wenn Pferde „die Sau raus lassen müssen“ – manchmal können sie eben trotz artgerechter Haltung und genügend Auslauf nicht an sich halten – dann bitte nur nach mind. 10 Minuten Schritt führen. Kalt, bzw. nicht aufgewärmt lasse ich kein Pferd „abfetzen“ – so viel Geduld müssen die Vierbeiner haben. Meine wissen genau, so jetzt dürfen sie im Freilaufen loslegen… =)

 

Von Alexandra • 28. November 2013

Ich sehe es auch so – nur was mach ich, wenn mein Pferd nicht laufen darf und schon gar nicht rumtollen? Sie wurde operiert und bekommt jetzt eine spezielle Therapie (Sprunggelenkspritzen) und hat Boxenhaft.. Ich darf sie nur (mittlerweile) 25 Minuten am Tag führen. Ich merke jetzt schon, dass sie extrem angespannt ist und am liebsten explodieren möchte. Ich bin ja schon stolz, dass sie jetzt nach 6 Wochen immer noch so brav ist. Aber ich denke, dass es nicht mehr lange dauert, bis sie es nicht mehr ist.. Was ist dann hilfreich?

 

Von Petra • 6. Dezember 2014

Hallo, also ich sehe das ja auch so , allerdings muss ich nun mal blöd fragen mein Freund und ich haben im winter die Pferde auch immer zum abbocken vor dem reiten in die Halle.
Nun ist es so das uns der Besitzer der Halle dann mal angesprochen hat und meinte das dass nicht gut wäre für die Pferde im Winter ! Diese hätten da Kalte Muskeln usw..
Und sie hätten das früher auch so gemacht aber nachdem dann beim dritten pferd die sehnen abgerissen wären machen Sie es nicht mehr , ich bin nun total verunsichert , keine Ahnung was da nun besser ist !?

 

Von Dagmar • 8. Dezember 2014

Hallo, dann habe ich ein seltsames Pferd…..Sie wälzt sich nur kurz wenn ich sie laufen lassen möchte in der Halle und bleibt dann bei mir stehen. Wurde schon vermehrt angesprochen ob mein Pferd krank sei….
Das macht mich jetzt nachdenklich.

 

Von Annette • 26. April 2015

Hallo,

ich steh mit meinem Pferd in einem Stall mit Offenstall- und Boxen/Paddock Haltung. Mir tun die Boxenpferde oft so leid, da viele noch nicht mal aus ihrer Gitterbox rausschauen koennen und bei schlechtem Wetter sogar mehrere Tage nur zum Reiten rauskommen. :‘-(.
Manche Boxen sind noch nicht mal groß genug fuer die Groesse des Pferdes… Paddocks sind oft nur sehr klein und bieten keine Moeglichkeit mal rumzutoben… meistens Einzelhaft….
Mein Pferd steht mit einer Stute und 2 Ponies zusammen und ich erfreue mich jeden Tag wieder, dass er nicht eingesperrt ist. Ich kann mir das gar nicht mehr anders vorstellen. Jetzt waere noch ein Platz frei neben uns, aber keiner von den Boxenpferdbesitzern ist bereit in den Offenstall zu ziehen… da die Pferde ja dann nicht mehr so schoen sauber aus der Box kommen. „Mein Pferd will abends in seine Box“ hoere ich immer wieder…:-O .
Gut, es gibt Pferde, fuer die Herdenhaltung Stress bedeutet, aber wenigstens Einzeloffenstall?? Auch das wollen viele nicht, ihr Pferd waere dann ja so muede zur Tuniersaison!!!! Man…
Wenn ein Mensch seinen Hund mehr als 12 Std. in das Badezimmer oder in einen Zwinger einsperrt, dann wuerden alle laut aufschreien vor Empoerung! , aber beim Pferd wird es toleriert, obwohl es auch ein Herden-und Lauftier ist….!!!
In anderen Staellen sehe ich oft die Pferde in dunklen Gitterboxen ohne Ausblick vor sich hindoesen…. da blutet mir dann immer das Herz! Wie kann man diese Gefaengnishaltung nur zulassen!!
Ich hoffe, dass sich die Offenstallhaltung immer mehr durchsetzen kann, zum Wohle der Tiere…

 

Von Marion Basten • 7. September 2015

Ein Beitrag zum Thema Winterkoller (leider etwas länger)
Meine nun 7 Jahre alte Stute Shannon (Vater Tennesie Walker, Mutter Hannoveraner) kam als Fohlen im Alter von ½ Jahr zu uns. Hat nie etwas schlechtes erlebt. Lebt mit weiteren Pferden tagsüber auf der Weide, im Winter auf dem Paddock mit ausreichend Platz, nachts Stall.Mit ihrer konkreten Ausbildung begann ich im Alter von 4 Jahren (Bodenarbeit, langsames Gewöhnen an Sattel, Trense, erstes Aufsitzen etc.). Sie lernte dann das Reiten im Gelände in Begleitung eines sehr erfahrenen Pferdes. Alles klappte super, sie war immer lernfreudig, sehr brav, keinerlei Probleme. Im Alter von 5 Jahren zeigte sich erstmalig im Herbst eine gewisse Unruhe, sie war nervös, etwas schreckhaft, was ich aber evtl. dem Alter zuschrieb. Im Frühjahr wurde alles wieder gut, sie war ausgeglichen, ruhig, sehr brav. Im kommenden Herbst ereignete sich dann bei einem Ausritt von jetzt auf gleich ein fast tragisch endender Unfall. Beim ruhigen Gehen im Schritt machte sie plötzlich ohne ersichtlichen Grund (das erfahrene Pferd blieb ganz ruhig) auf der Stelle kehrt, buckelte, warf mich ab und raste in Panik davon in Richtung Straße. Dort wurde sie fast von einem Auto erfasst, ein Motorradfahrer kam nur durch eine Vollbremsung nicht unter das Pferd. Sie rannte panikartig in den nächsten Ort, kam dann aber zurück zu dem anderen Pferd. Fortan war mit ihr nichts mehr zu machen. Sie hatte ständig Panik vor Allem, jedem Geräusch, jedem Gegenstand. Sie war nicht mehr zu händeln, wie ein wilder Hengst. Es ging nur noch Boxentüre auf und zur Seite damit sie einem nicht überrannte. Mir wurde nun allmählich klar, es war erneut im Herbst. Ich vermutete eine Erkrankung. Sie wurde von A-Z untersucht, mehrere Tierärzte wurden zu Rate gezogen. Es konnte keine Ursache festgestellt werden. Sie wurde mit Hormonen behandelt, was alles noch schlimmer machte. Letztendlich wurde vermutet, dass sie einen Hirntumor habe. Das Zusammensein mit ihr war einfach nur noch gefährlich. Wir ahnten schon das Schlimmste. Es war mittlerweile schon Januar geworden und der TA riet mir, da ich ja meinte !!! im Frühjahr würde alles wieder gut, noch bis dahin abzuwarten. Das tat ich und ab Anfang März wurde sie wieder ruhiger und dann zunehmend brav., normal Im frühen Sommer nahmen wir mit unserem Pony wegen Reheproblemen einen Therapietermin bei einem bekannten, sehr erfahrenen Pferdetherapeuten war. (Er half dem Pony durch Tips hervorragend). Dort schilderte ich auch das Problem von Shannon. Er sagte direkt, dass ich die Antwort ja eigentlich schon selbst gegeben habe. Es sei ein Problem, hervorgerufen durch die reduzierte Anzahl an Sonnenstunden in den dunklem Monaten. Südländische Rassen (z.B. Andalusier) hätten das öfters, jedoch meist mit Schläfrigkeit, Teilnahmslosigkeit, Apathie). Jedoch gebe es auch das umgekehrte Verhalten, wie bei Shannon. Er riet zu einer UV Lampe und einer „Bestrahlung“ von letztendlich 3×10 Minuten pro Tag. Ich begann mit dieser Therapie Anfang September 2014 bis fast Ende März 2015, anfangs mit 10 Minuten, dann gesteigert bis 3×10 Minuten. Shannon war den ganzen Herbst/Winter brav und ausgeglichen, wie im Sommer. Keine Panik, gar nichts !!! Das mit dem Licht wurde von den Tierärzten nur belächelt. Ich/Wir freuen uns jedoch riesig, dass es nicht zum Schlimmsten für Shannon gekommen ist und ihr mit so einfacher Weise geholfen wurde. Hoffentlich kann der Beitrag auch noch einigen anderen Pferden/Besitzern helfen, Shannon ist ja wahrscheinlich kein Einzelfall.
Viele Grüße
Marion

 

Von Natascha • 15. Februar 2016

Hi ihr Lieben- sehe das natürlich auch so. Nun habe ich ein Pferd, das im November operiert wurde und wir am Stall nur zwei Paddocks mir Heu und Wasser haben die frei waren – er kann somit zwar Kopf an Kopf mit einem andern Pferd tagsüber fressen aber nicht rum albern. Derzeit ist er schnell auf 180 und explodiert regelrecht. Ich hoffe ich kann ihn zu dem Paddock auf dem er sein soll damit man Wasser-und Heumenge kontrollieren kann ab und an zusätzlich mit einem Kumpel in der Halle toben lassen kann. Auf der Koppel hat er dann endlich wieder seine Kumpels

 

 

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