<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Babettes Praxis-Blog</title>
	<atom:link href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog</link>
	<description>Hier berichtet Babette Teschen von ihrer täglichen Arbeit als Reitlehrerin und Ausbilderin und bringt Tipps und Anregungen direkt aus der Praxis mit. HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt - klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link "Den ganzen Beitrag lesen".</description>
	<lastBuildDate>Tue, 08 May 2012 12:45:15 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.2</generator>
		<item>
		<title>Clickertraining: Mag einen das Pferd nur wegen der Leckerlis?</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2012/05/08/clickertraining-leckerlis/</link>
		<comments>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2012/05/08/clickertraining-leckerlis/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 08 May 2012 02:09:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umgang]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/?p=2776</guid>
		<description><![CDATA[Ich habe Ihnen hier in meinem Blog ja bereits ausführlich das Clickertraining vorgestellt und Sie werden immer wieder lesen, dass ich gerne und häufig mit Futterlob arbeite. Für mich ist die Gabe von Futter als Belohnung eine exzellente Möglichkeit, nicht nur Lektionen sehr punktgenau erarbeiten zu können, sondern vor allem auch ein Weg, eine freudige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe Ihnen hier in meinem Blog ja bereits ausführlich das <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/finder.php#clicker" target="_blank">Clickertraining</a> vorgestellt und Sie werden immer wieder lesen, dass ich gerne und häufig mit Futterlob arbeite. Für mich ist die Gabe von Futter als Belohnung eine exzellente Möglichkeit, nicht nur Lektionen sehr punktgenau erarbeiten zu können, sondern vor allem auch ein Weg, eine freudige Motivation beim Pferd zu erreichen.</p>
<p>Nun werde ich hin und wieder gefragt, ob uns, wenn wir mit Futterlob arbeiten, das Pferd nicht nur wegen der Leckerlis mag, die wir ihm geben. Darin schwingt die Angst, dass wir also gar keine echte Beziehung aufbauen, sondern uns die Zuneigung des Pferdes quasi nur &#8220;erkaufen&#8221;. Da das eine recht große Sorge einiger Pferdebesitzer/innen zu sein scheint, möchte ich dazu einige Gedanken schreiben.</p>
<p>Natürlich wird ein Mensch mit einem  Futtereimer im Arm zunächst immer  mit mehr Freude begrüßt werden als ein Mensch ohne  Eimer. <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Aber  meine Erfahrung  ist die, dass Pferde sehr wohl auch hinter  die  Futterhand schauen und ihre Zuneigung nicht erkaufen lassen. Jemand mit  Futter wird zwar gerne angebettelt, aber deshalb noch lange nicht  geliebt. Wer sich aber mit dem Tier befasst, tolle Sachen mit ihm macht,  für eine gute Zeit  miteinander sorgt und dafür, gemeinsam Spaß zu  haben, der wird schnell einen guten Freund gewinnen. Und genau dafür kann Futter ein ausgesprochen nützliches Hilfsmittel sein.</p>
<p>Wir können davon ausgehen, dass das Clickertraining alleine nicht ausreicht, um eine echte Bindung zum Pferd  aufzubauen. Aber, und das ist für mich der entscheidende Punkt: Durch das Clickertraining erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, eine gute Beziehung aufzubauen ganz enorm. Warum das so ist? Weil das Clickertraining mit der so genannten &#8220;positiven Verstärkung&#8221; arbeitet, also konsequent mit lobender Bestätigung des richtigen Verhaltens (im Gegensatz zur negativen Verstärkung, die falsches Verhalten unangenehm macht). Und überlegen Sie mal, wie gerne Sie selbst gelobt werden und Anerkennung und Bestätigung bekommen, wenn Sie etwas richtig machen! Motiviert Sie das nicht viel mehr, als wenn Ihre Fehler bestraft werden? Genauso geht es auch dem Pferd.</p>
<p>Wenn wir lernen, so weit wie möglich ohne Druck und Strafe mit unseren Pferden zu arbeiten, hat das viele gute Auswirkungen:</p>
<ul>
<li>das Pferd fühlt sich wohl,</li>
<li>es hat Spaß,</li>
<li>es fühlt sich sicher,</li>
<li>es lernt gerne,</li>
<li>und es merkt, dass es uns vertrauen kann.</li>
</ul>
<p>Und das sind die besten Voraussetzungen dafür, dass wir eine innige Beziehung zu unserem Pferd aufbauen können. Das Futter ist dabei aus meiner Sicht nicht im Weg, sondern im Gegenteil: es ist eine Art Wegbereiter, nicht mehr und nicht weniger.</p>
<p><span style="font-family: arial; color: black; font-size: x-small;"><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"> </span><span style="font-size: x-small;"><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"> </span></span></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2012/05/08/clickertraining-leckerlis/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Gedanken zum Thema Geduld</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2012/04/24/geduld/</link>
		<comments>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2012/04/24/geduld/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 02:43:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umgang]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/?p=2745</guid>
		<description><![CDATA[&#8220;Du musst immer mehr Zeit haben als dein Pferd!&#8221; Dieser Spruch steht bei einer Nutzerin unseres &#8220;Wege zum Pferd&#8221;-Forums in der Signatur. Diese Worte drücken hervorragend aus, worauf es im Umgang mit Pferden ganz wesentlich ankommt: nämlich darauf, sehr viel Geduld zu haben. Nun ist es mit der Geduld so eine Sache, denn die wenigsten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;<em>Du musst immer mehr Zeit haben als dein Pferd</em>!&#8221;</p>
<p>Dieser Spruch steht bei einer Nutzerin unseres &#8220;Wege zum Pferd&#8221;-Forums in der Signatur. Diese Worte drücken hervorragend aus, worauf es im Umgang mit Pferden ganz wesentlich ankommt: nämlich darauf, sehr viel Geduld zu haben.</p>
<p>Nun ist es mit der Geduld so eine Sache, denn die wenigsten von uns haben davon eine große Portion in die Wiege gelegt bekommen. Und so hat fast jeder Pferdebesitzer eine große Lernaufgabe vor sich, wenn er ein guter, geduldiger Pferdemensch werden möchte.</p>
<p>Wenn es einen Pferdemenschen an Geduld mangelt, wird mit großer Wahrscheinlichkeit sein Pferd darunter zu leiden haben. Dieses Leiden kann sowohl die Psyche als auch die körperliche Gesundheit des Pferdes betreffen.</p>
<p>Schauen wir uns einmal an, wofür wir alles Geduld brauchen:</p>
<p><strong>Wir brauchen Geduld, bis ein Pferd reif ist für seine Ausbildung.</strong></p>
<p>Als erstes brauchen wir Geduld, dem Pferd die Zeit zu geben, die es braucht, um sowohl körperlich als auch geistig so weit entwickelt zu sein, das es in die Ausbildung als Reitpferd gehen kann. Dabei reicht nicht der Blick auf das Alter des Pferdes! Beginnen wir zu früh damit, ein Pferd zu belasten, obwohl es noch nicht die dafür notwendigen körperlichen Voraussetzungen mitbringt, gehen wir das Risiko ein, dass unser Pferd nicht lange als Reittier nutzbar sein wird. Ist das Pferd zwar körperlich reif für die Reiterbelastung, aber von seiner geistigen Entwicklung her noch nicht, so laufen wir Gefahr, das junge Pferd zu überfordern und damit Widersetztlichkeiten zu provozieren, die nicht auftreten würden, wenn wir dem Pferd noch ein paar Monate Weide mit seinen Spielkameraden gegeben hätten.</p>
<p><strong>Wir brauchen in jeder Trainingseinheit die Geduld zu warten, bis das Lernumfeld stimmt.</strong></p>
<p>Pferde können, genau wie wir auch, nur in einem entspannten Zustand ohne Angst und Stress gut lernen. Das Lernumfeld optimal zu gestalten, ist unsere Aufgabe. Dazu gehört einerseits, einen Ort für das Training zu wählen, an dem das Pferd sich sicher fühlt. Tut es das nicht, müssen wir es geduldig an diesen Ort gewöhnen. Weiterhin müssen wir dem Pferd mit unserer eigenen Ausstrahlung Vertrauen geben, d.h. wir dürfen keinen Druck machen. Pferde spüren unsere Ungeduld sofort! Sie werden darauf mit Unsicherheit, Nervosität, und auch mit Widersetzlichkeiten reagieren. Es ist unsere Aufgabe, hier immer bei uns anzufangen und unsere Ausstrahlung zu verändern, damit unser Pferd sich wieder entspannen und beruhigen kann. Erst dann wird es wieder in der Lage sein, zuzuhören und seine von uns gestellte Aufgaben überhaupt erfüllen können.</p>
<p><span id="more-2745"></span></p>
<p><strong>Wir brauchen die Geduld, eine Aufgabe ausreichend oft zu trainieren.</strong></p>
<p>Viel zu oft nehmen wir an, dass unser Pferd eine Aufgabe schon kann und diese deswegen jederzeit und überall korrekt ausgeübt werden sollte. Wir übersehen dabei aber, dass schon leicht veränderte Umstände es dem Pferd fast unmöglich machen können, die Aufgabe richtig zu absolvieren. So kann ein Pferd zum Beispiel auf dem heimischen Platz schon auf Kommando stillstehen, aber wenn wir das Kommando in einer fremden Halle, evtl. auch noch im Beisein von fremden Pferden abfragen, überfordern wir das Pferd damit noch komplett. Es geht also darum, immer wieder geduldig auch das zu üben, was eigentlich schon bekannt ist, denn nur so wird es auch für unser Pferd nach und nach zu einer Selbstverständlichkeit.</p>
<p><strong>Wir brauchen die Geduld, komplexe Aufgaben für das Pferd in kleinen Schritten zu üben.</strong></p>
<p>Oftmals erkennen wir nicht, wie schwierig eine Aufgabe für ein Pferd tatsächlich ist. Nehmen wir als Beispiel das Thema „Verladen“. Für uns Menschen scheint es kein großes Ding zu sein, dass ein Pferd in einen Anhänger steigt. Für das Pferd ist das aber eine komplexe und sehr große Aufgabe. Als Fluchttier soll es einen engen Raum betreten,  mit tiefer Decke und engen Wänden. Es muss einen unbekannten Untergrund betreten und sobald es in den Hänger tritt, fängt der Boden unter ihm an zu schaukeln. Oft ist der führende Mensch auch noch unter Zeitdruck und angespannt, was die angstmachende Situation verstärkt. Was passiert nun, wenn wir einem Pferd, welches nicht gleich in den Anhängern steigt, Druck machen und unsere Signale so steigern, dass sie dem Pferd Stress und Schmerz bereiten? Dann belegen wir die Situation “Einsteigen in einen Anhänger“  negativ.  Damit verringern sich die Chancen ganz erheblich, dass unser Pferd lernt, entspannt und freiwillig in einen Anhänger zu steigen. Wenn wir uns aber die Zeit nehmen, die Einzelschritte die nötig sind um die komplexe Aufgabe „Verladen“ zu trainieren, und wenn wir unserem Pferd Zeit zum Lernen geben, können wir uns sehr wahrscheinlich zeitlebens über ein verladesicheres Pferd freuen.</p>
<p><strong>Wir brauchen Geduld mit uns selbst.</strong></p>
<p style="text-align: left;">Und zum Schluss vielleicht das Wichtigste: Nicht nur unser Pferd braucht Geduld, sondern wir sollten sie auch mit uns haben. Je geduldiger wir mit uns selbst sind, desto geduldiger können wir auch mit unserem Pferd sein. Und damit sind wir wieder beim Anfang dieses Artikels: Geduld müssen die meisten von uns erst lernen und immer wieder trainieren. Wenn Sie merken, dass Sie kurz davor stehen, die Geduld zu verlieren, durchbrechen Sie die Situation, bevor Sie ungerecht oder zu hart zu ihrem Pferd werden. Beenden Sie die Übung, die Ihre Geduld gerade überstrapaziert oder gehen Sie mehrere Schritte mit Ihrer Anforderung zurück, so dass Sie an einen Punkt kommen, an dem wieder etwas klappt. Bitten Sie ggf. einen Stallkollegen, Ihr Pferd einige Minuten zu halten und atmen Sie erst einmal ruhig und tief durch. Sagen Sie zu sich selbst: “Auch wenn ich gerade sehr angespannt bin, bleibe ich in der Rolle des geduldigen Lehrers für mein Pferd.“ Machen Sie sich bewusst, was Sie an Vertrauen zerstören können, wenn Sie sich von Ihrer Ungeduld hinreißen lassen. Bringen Sie Ihr Pferd lieber einmal mehr zurück zur Weide, als dass Sie einen Vertrauensbruch riskieren. Pferde reagieren von ihrer Natur her sehr oft für uns unverständlich. Gelingt es uns aber immer wieder geduldig auf ihr Wesen einzugehen und sie in jeder Situation abzuholen wo sie gerade stehen, haben wir gute Chancen auf ein vertrauensvolles und entspanntes Miteinander.﻿<a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/index-22.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2761" title="index-2" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/index-22.jpg" alt="" width="300" height="209" /></a><em> </em></p>
<p style="text-align: center;"><em>Für Mariscal. Meinem besten Lehrer in Sachen Geduld.</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2012/04/24/geduld/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>12</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Was tun, wenn das Pferd nicht “funktioniert“?</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2012/04/10/funktioniert/</link>
		<comments>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2012/04/10/funktioniert/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 02:09:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umgang]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/?p=2738</guid>
		<description><![CDATA[Ich gehe davon aus, dass 99 % aller Reiter/innen von einem harmonischen und gewaltfreien Umgang mit ihrem Pferd träumen. Traum und Realität gehen meistens dann auseinander, wenn etwas nicht so klappt, wie wir uns das vorstellen. Das Pferd geht beim Reiten nicht vorwärts? Dann werden oftmals Sporen und Gerte so eingesetzt, dass man von einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich gehe davon aus, dass 99 % aller Reiter/innen von einem harmonischen und gewaltfreien Umgang mit ihrem Pferd träumen. Traum und Realität gehen meistens dann auseinander, wenn etwas nicht so klappt, wie wir uns das vorstellen. Das Pferd geht beim Reiten nicht vorwärts? Dann werden oftmals Sporen und Gerte so eingesetzt, dass man von einer &#8220;feinen Hilfengebung&#8221; nicht mehr reden kann. Das Pferd gibt den Huf nicht?  Also wird es in den Bauch geboxt. Das Pferd zieht beim Führen zum Gras? Also wird am Strick geruckt. Wir alle geraten immer wieder in Situationen mit unseren Pferden, in denen wir nicht weiter wissen. Und genau in diesen Situationen wird häufig Gewalt angewendet.</p>
<p>Nun denke  ich aber, dass jeder, der ein Lebewesen (egal ob Kind, Hund, Katze oder ein Pferd) erzieht, sich <strong>im Vorfeld</strong> Gedanken darüber machen sollte, wie er mit schwierigen Situationen umgehen möchte.  Jeder muss grundsätzlich für sich entscheiden, welchen Umgang er mit seinem Pferd möchte und auch welchen Umgang er von anderen mit seinem Pferd toleriert. Und zu dieser Frage gehört für mich auch, sich darüber Gedanken zu machen, welche Einstellung man über die Nutzung von Pferden hat.</p>
<p>So habe ich zum Beispiel viel darüber nachgedacht, in wieweit ich meine Bedürfnisse nach Spaß, Entspannung und der Ausübung des Reitsportes über das Wohlbefinden eines Pferdes stellen darf.  Denn es ist ja leider so, dass es nicht alle Pferde genießen, geritten zu werden. Diese Pferde zeigen das dann zum Beispiel, indem sie nicht vorwärtsgehen mögen, eventuell auch bocken oder durchgehen und oft reicht ein Blick in das Pferdeauge, um zu erkennen, dass es dem Pferd, das gerade geritten wird, nicht gut geht.</p>
<p>Wenn ich also ein Pferd reiten möchte, muss ich mich entscheiden,</p>
<ul>
<li>ob ich die Zeichen meines Pferdes, dass es ihm nicht gut geht, ignoriere und von meinem Pferd verlange, seinen Job zu tun,</li>
<li>oder ob ich bereit bin, meine Erwartungen herunterzuschrauben und dafür Sorge zu tragen, dass es dem Pferd gut geht.</li>
</ul>
<p>Wenn ich z.B. einem Pferd, welches nicht gehen mag, mit Härte und Sporen vorwärts zwinge, habe ich zwar meinen Willen durchgesetzt, aber ich habe auch das „Nein“ des Pferdes ignoriert.</p>
<p><span id="more-2738"></span></p>
<p><strong>Wo fängt Gewalt an?</strong></p>
<p>Nun ist es aber auch so, dass man ein Pferde manchmal ein bisschen zu seinem “Glück“ zwingen muss. So brauchen Pferde für ihre Gesundheit nun mal auch Bewegung.  Und es liegt in unserer Verantwortung, unserem Pferd diese Bewegung zu verschaffen.  So versuche auch ich, eher unmotivierten Pferde zum Laufen zu bringen und steige nicht sofort ab, nur weil ich merke, dass ein Pferd gerade keine Lust hat. Auch ich nutze Schenkel und Gerte, um mein Pferd zu überreden zu gehen.</p>
<p>Aber, und das ist die entscheidende Frage, die jeder für sich selbst klären muss: Wo ist die Grenze, bei der der Einsatz von Schenkel und Gerte noch in Ordnung ist und ab wann gehe ich in den Zwang und in die Anwendung von Gewalt?</p>
<p>Ich für mich habe die Grenze an folgender Stelle gezogen: Sobald eine Hilfengebung so stark wird, dass sie dem Pferd Schmerzen bereitet, die positive Lernatmosphäre beeinträchtigt wird, und mein Pferd zeigt, dass es Angst bekommt, in dem Moment habe ich meine Grenze überschritten.</p>
<p><strong>Leider einfach ganz normal?</strong></p>
<p>Mir fällt im Umgang mit Pferden sehr häufig auf, dass mit diesen sensiblen Tieren viel gröber umgegangen wird als vergleichsweise mit Hunden.  Ich denke, das liegt an ihrer Größe, und daran, dass viele Menschen, auch wenn sie es nicht zugeben wollen, Angst vor ihnen haben. Sicherlich ist auch ein Grund, dass Pferde keine Schmerzlaute von sich geben, wenn sie geschlagen werden. Wenn ich sehe, dass mit Pferden grob umgegangen wird, stelle ich mir vor, diese Menschen würden gerade so mit einem kleinen Hund oder einer Katze oder auch einen Kind umgehen. Würde das von den Mitmenschen toleriert werden? Wie würden wir von diesem Menschen denken? Würden wir nicht sofort eingreifen?</p>
<p>Für mich ist es sehr wichtig, dass es meinen Pferden bei allem, was ich mit ihnen mache, gut geht.  Für mich sind Pferde keine Sportgeräte, die auf Knopfdruck zu funktionieren haben. Und so versuche ich immer wieder, den schmalen Grat zu finden, bei dem etwas Überzeugungsarbeit und auch die Anwendung von Druck noch vertretbar ist, ohne dabei ein echtes “Nein“ oder ein Unvermögen meines Pferdes zu übersehen.</p>
<p>Wenn Sie also das nächste Mal an den Punkt kommen sollten, an dem Ihr Pferd nicht &#8220;funktioniert&#8221; und Sie kurz davor stehen sich &#8220;durchsetzen“ zu wollen, notfalls auch mit Anwendung von Gewalt, überlegen Sie bitte, dass:</p>
<ul>
<li>Pferde, wenn sie unter Stress und/oder Angst stehen, nicht lernen können,</li>
<li>Sie Gefahr laufen, dem Vertrauensverhältnis zwischen Ihnen und Ihrem Pferd einen gehörigen Knacks zu verpassen und</li>
<li>Sie kein freiwilliges Ja von Ihrem Pferd erhalten, sondern nur einen schalen Sieg erringen werden.</li>
</ul>
<p>Halten Sie in solchen Momenten inne, atmen Sie tief durch und überlegen Sie in Ruhe, mit welcher Übung und/oder mit welcher <strong>Veränderung Ihres Verhaltens</strong> Sie die Situation auflösen könnten, um Ihrem Pferd auf einem anderen Wege verständlich zu machen, was Sie von ihm möchte und wie Sie es motivieren können, das Gewünschte freiwillig zu tun. Dann gewinnen nämlich Sie beide!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2012/04/10/funktioniert/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>11</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Apfelspiel</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2012/03/27/das-apfelspiel/</link>
		<comments>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2012/03/27/das-apfelspiel/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 27 Mar 2012 02:45:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spiele & Co]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/?p=2736</guid>
		<description><![CDATA[Haben Sie Lust darauf, etwas über die Persönlichkeit Ihres Pferdes zu erfahren? Dann lade ich Sie zu einem kleinen Ausflug in die Verhaltensbiologie ein. Verhaltensbiologen haben nämlich immer wieder interessante Ideen, durch die man einiges über seine Tiere lernen kann. Ein Beispiel dafür ist der so genannte Apfeltest. Dabei wird ein Apfel in einen Eimer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Haben Sie Lust darauf, etwas über die Persönlichkeit Ihres Pferdes zu erfahren? Dann lade ich Sie zu einem kleinen Ausflug in die Verhaltensbiologie ein. Verhaltensbiologen haben nämlich immer wieder interessante Ideen, durch die man einiges über seine Tiere lernen kann. Ein Beispiel dafür ist der so genannte Apfeltest.</p>
<p>Dabei wird ein Apfel in einen Eimer mit Wasser gelegt und dem Pferd angeboten. Nun beobachten die Verhaltensbiologen das Verhalten des Pferdes und leiten daraus vieles ab:</p>
<ul>
<li>Wie schnell löst ein Pferd diese Aufgabe?</li>
<li>Welche Strategie wählt es zum Lösen der Aufgabe?</li>
<li>Ist es mutig?</li>
<li>Neugierig?</li>
<li>Lässt es sich schnell entmutigen?</li>
<li>Reagiert es frustriert?</li>
<li>Usw.</li>
</ul>
<p>Wir fanden diesen kleinen Test so spannend, dass wir das Apfelspiel auch mit unseren Pferden durchgeführt haben.  Schauen Sie <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/img/videos/apfelspiel.php" target="_self">in diesem kleinen Film</a> einmal, wie unterschiedlich unsere Pferde auf dieses kleine Spiel reagiert haben.</p>
<p>Und was macht Ihres?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2012/03/27/das-apfelspiel/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>20</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Welche Reitweise ist die richtige?</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2012/03/13/welche-reitweise-ist-die-richtige/</link>
		<comments>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2012/03/13/welche-reitweise-ist-die-richtige/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 13 Mar 2012 02:21:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Reitunterricht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/?p=2259</guid>
		<description><![CDATA[Ich werde immer wieder gefragt, welche Reitweise ich als &#8220;die richtige&#8221; ansehe. Das Bedürfnis dahinter, nämlich etwas Orientierung zu finden in der Vielfalt an möglichen Reitweisen, kann ich gut verstehen. Leider kann ich aber auf die Frage keine klare Antwort geben, denn in meinen Augen gibt es nicht &#8220;die richtige Reitweise&#8221;. Es gibt nur gutes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich werde immer wieder gefragt, welche Reitweise ich als &#8220;die richtige&#8221; ansehe. Das Bedürfnis dahinter, nämlich etwas Orientierung zu finden in der Vielfalt an möglichen Reitweisen, kann ich gut verstehen. Leider kann ich aber auf die Frage keine klare Antwort geben, denn in meinen Augen gibt es nicht &#8220;die richtige Reitweise&#8221;. Es gibt nur gutes und schlechtes Reiten, aber das eben unabhängig davon, welchen Sattel ich wähle oder wie ich meinen Reitstil nenne . . .</p>
<p>Auch ich habe lange nach der &#8220;richtigen&#8221; Reitweise gesucht. Und so habe ich inzwischen so ziemlich jede Reitweise &#8220;durch&#8221;. Ich habe dabei viel gelernt, aber auch vieles gesehen und erlebt, was ich nicht möchte.</p>
<p>Welcher Reitweise ich heute angehöre? Schwer zu sagen! Ich würde mich wohl unter  &#8220;an die klassische Dressur angelehnt&#8221; einordnen. Zur Zeit bin ich gebisslos und im Westernsattel unterwegs, was aber kein Ausdruck   meiner Reitweise ist sondern nur, dass mein Pferd damit am besten läuft. Ich nahm Unterricht bei guten Englisch-Dressur Trainern, ebenso wie bei klassischen Ausbildern und gäbe es in  der Nähe einen guten Westernreitlehrer, würde ich auch gerne dort etwas  &#8220;mitnehmen&#8221;. Leider habe ich aber auch in allen Sparten schon sehr viel Schlechtes und Trauriges gesehen.</p>
<p>Ich habe mir in gewisser Weise eine sehr individuelle Reitweise aus den Elementen zusammengepuzzelt, die mich überzeugt haben. Grundsätzlich bevorzuge ich eine Signalreitweise, da ich davon überzeugt bin, dass  Dauerhilfen jeder Art nur zur Abstumpfung führen können. Ich möchte mein  Pferd unter dem  Sattel so arbeiten, wie ich es auch bei der Arbeit  nach dem <a href="http://www.longenkurs.de/">Longenkurs</a>: langes Aufwärmen im Schritt über Biegung, Seitengänge, langsame Bewegung  und von dort aus ins &#8220;Go&#8221; gehen.</p>
<p>Unabhängig von der Reitweise achte ich auf sanfte  Ausrüstung und vor allem auf weiches, pferdefreundliches Reiten. Alles  was mit Anwendung von Kraft, Zwang und Schmerzen zu tun  hat, lehne ich ab. Immer dann, wenn bei Widersetzlichkeiten des Pferdes darauf gesetzt wird, sich durchzusetzen oder eben &#8220;deutlichere Hilfen&#8221; zu geben, hört für mich der gute Unterricht auf – und das eben auch wieder unabhängig von der Reitweise.</p>
<p><strong>Eine kleine Checkliste</strong></p>
<p>Hier habe ich eine kleine Checkliste erstellt, von der ich denke, dass sie hilfreich für die Beurteilung Ihres Reitunterrichts sein kann – und auch das losgelöst von der Reitweise:</p>
<ul>
<li>Der Unterricht wird individuell auf Sie und Ihr Pferd abgestimmt und geht nicht nur nach (Reitweisen)Schema-F vor. Auch die Tagesform und Stimmung von Ihnen oder Ihrem Pferd wird berücksichtig.</li>
<li>Die Anleitungen sind anschaulich und verständlich; es ist für Sie nachvollziehbar, was und warum Sie eine Lektion ausführen sollen.</li>
<li>Der Reitlehrer erkennt, wenn Sie oder Ihr Pferd überfordert sind und sorgt dann für Entspannung bzw. wählt leichtere Übungen.</li>
<li>Sie und Ihr Pferd haben in der Reitstunde Freude an der Arbeit und den Übungen. Lässt das positive Grundgefühl nach, sorgt Ihr Reitlehrer dafür, dass Sie es wieder erlangen, macht eine Pause oder überlegt sich einen anderen Weg der Vermittlung.</li>
<li>Ziel des Unterrichts ist nie dass Sie sich auf Ihrem Pferd &#8220;durchsetzen&#8221; und es dazu bringen, zu tun, was Sie wollen, sondern Sie lernen sich gemeinsam mit Ihrem Pferd neue Lektionen zu erarbeiten.</li>
<li>Sie haben das Gefühl, dass der Reitunterricht sowohl Sie als auch Ihr Pferd positiv fordert und fördert.</li>
</ul>
<p>Wenn Sie einen Reitlehrer finden, der diese Punkte wenigstens zu großen Teilen erfüllt, dann halten Sie ihn fest &#8211; egal welcher Reitweise er oder sie angehört!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2012/03/13/welche-reitweise-ist-die-richtige/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>12</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Wunder der Sternstunden</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2012/02/28/sternstunden/</link>
		<comments>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2012/02/28/sternstunden/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 28 Feb 2012 02:51:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/?p=2562</guid>
		<description><![CDATA[Kennen Sie das auch? Sie hatten gerade eine dieser absoluten Sternstunden zusammen mit Ihrem Pferd (dabei ist es ganz egal, ob Sie Ihr Pferd geritten sind oder ob Sie es longiert oder vielleicht Freiarbeit mit ihm gemacht haben): Es war alles so leicht. Die Verbindung zwischen Ihrem Pferd und Ihnen stand. Sie brauchten nur zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kennen Sie das auch? Sie hatten gerade eine dieser absoluten Sternstunden zusammen mit Ihrem Pferd (dabei ist es ganz egal, ob Sie Ihr Pferd geritten sind oder ob Sie es longiert oder vielleicht Freiarbeit mit ihm gemacht haben): Es war alles so leicht. Die Verbindung zwischen Ihrem Pferd und Ihnen stand. Sie brauchten nur zu denken und Ihr Pferd tanzte unter bzw. neben Ihnen. Sie wollten gar nicht mehr aufhören, so schön war es <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Das ist ein Gefühl, welches süchtig macht! Und dementsprechend will man es ganz schnell wieder genauso erleben. Also stiefelt man am nächsten Tag mit freudiger Erwartung zu seinem Pferd und erhofft sich dasselbe schöne Erlebnis, das man am Tag zuvor hatte. Aber genau das geht meiner eigenen Erfahrung nach zu 95 %  schief, denn am nächsten Tag klappt oft gar nichts mehr.</p>
<p>Wie oft ich das bei meinen Schülern/innen erlebt habe und wie oft ich selbst schon in diese &#8220;Wiederholungsfalle&#8221; getappt bin! Und wie enttäuscht ich war, wenn es dann am nächsten Tag eben nicht so klappte, ja, teilweise war ich sogar ausgesprochen frustriert. Nach der Sternstunde dachte ich: <em>&#8220;Jetzt ist der Knoten geplatzt&#8221;</em> oder <em>&#8220;Jetzt können wir es endlich&#8221;</em> und dann stellte ich am Folgetag fest: <em>&#8220;Nein, auch wenn es gestern geklappt hat, so heißt das noch lange nicht, dass es auch heute klappt.&#8221;</em></p>
<p><strong>Die Sache mit den Erwartungen</strong></p>
<p>Inzwischen habe ich erkannt, dass die Tatsache, dass eine Sternstunde nicht gezielt wiederholbar ist, nichts mit dem tatsächlichen Vermögen zu tun hat, sondern dass hier meine Erwartungen die entscheidende Rolle spielen. Wenn ich nämlich eine Sternstunde <strong>erwarte</strong>, kann ich sicher sein, dass sie ausbleibt.</p>
<p>Warum ist das so? Weil sich Erwartungsdruck und der Zauber einer Sternstunde widersprechen. Die absoluten Highlights mit unseren Pferden erleben wir meiner Erfahrung nach dann, wenn wir selbst locker und frei sind, wenn wir gelöst und entspannt sind. Dann, wenn wir eben gerade mit nichts Besonderem rechnen, sondern wenn wir in uns ruhen, fröhlich sind, die Zeit mit unserem Pferd genießen und kommen lassen können, was immer kommen mag.</p>
<p>Erwartungen hingegen verändern nicht nur unsere Ausstrahlung, sondern auch unsere Körperspannung. Pferde merken diese Unterschiede sofort, so fein sie auch sein mögen. Sie spüren unseren Muskeltonus, die Art, wie wir mit mehr Nachdruck Hilfen geben oder auch die Art, wie wir Fehler beantworten.</p>
<p>Während wir vielleicht am Tag zuvor kleine Fehler gar nicht wahrgenommen hatten, erkennen wir sie heute sofort, denn sie widersprechen dem Traumbild, was wir haben. Dass sie gestern auch da waren, wissen wir nicht, da wir sie nicht bewusst gesehen haben. Heute signalisieren wir dem Pferd: <em>&#8220;Nein, das ist falsch.&#8221;</em> und schon wird das Pferd unsicherer und traut sich vielleicht gar nicht mehr das, was es gestern gezeigt hat, anzubieten.</p>
<p>Unsere Erwartungen beeinflussen uns, unser Pferd und damit auch das Ergebnis. Es ist gut, positive Zielbilder im Kopf zu haben, aber fast noch wichtiger erscheint es mir, sie loslassen zu können. Denn: Sternstunden bekommen man nur geschenkt.</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/pepe4.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2719" title="pepe4" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/pepe4.jpg" alt="" width="400" height="371" /></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2012/02/28/sternstunden/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Einfach, einfacher und noch einfacher &#8230;</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2012/02/14/einfacher-einfacher-und-noch-einfacher/</link>
		<comments>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2012/02/14/einfacher-einfacher-und-noch-einfacher/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 02:33:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umgang]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/?p=2566</guid>
		<description><![CDATA[Heute möchte ich Ihnen eine ganz simple Strategie mit großer Wirkung ans Herz legen. Wenn Sie diese Strategie in der Ausbildung und im täglichen Umgang mit Ihrem Pferd befolgen haben Sie sehr wahrscheinlich weniger Probleme, weniger Streit, weniger Widersetzlichkeiten und statt dessen viel Erfolg und Harmonie im gemeinsamen Alltag. Die Strategie heißt: Mach es einfach, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute möchte ich Ihnen eine ganz simple Strategie mit großer Wirkung ans Herz legen. Wenn Sie diese Strategie in der Ausbildung und im täglichen Umgang mit Ihrem Pferd befolgen haben Sie sehr wahrscheinlich</p>
<ul>
<li>weniger Probleme,</li>
<li>weniger Streit,</li>
<li>weniger Widersetzlichkeiten</li>
</ul>
<p>und statt dessen viel Erfolg und Harmonie im gemeinsamen Alltag.</p>
<p><strong>Die Strategie heißt: Mach es einfach, einfacher und noch einfacher!</strong></p>
<p>Wann immer Sie mit Ihrem Pferd in eine Situation kommen, in der etwas nicht funktioniert, in der Ihr Pferd nicht ausführt was Sie von ihm wollen oder es widersetzlich, ängstlich, nervös, störrisch etc. wird, denken Sie an diese Strategie, die nichts anderes sagt als dass Sie als geduldiger Lehrer Ihres Pferdes nur überlegen müssen, wie Sie die geforderte Aufgabe für Ihr Pferd einfacher gestalten können.</p>
<p>Schrauben Sie Ihre Anforderungen konsequent so weit zurück, bis Ihr Pferd wieder in der Lage ist etwas richtig zu machen und loben Sie diesen richtigen Ansatz, sei er auch noch so klein. Von dort aus gehen Sie Schritt für Schritt wieder hin zu Ihrem Zielbild und schauen, wie weit Sie kommen. Wann immer es wieder zu Problemen, Widersetzlichkeiten und Fehlern kommt, machen Sie es wieder einfacher &#8230;</p>
<p>Ganz einfach, oder? <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/r5.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2713" title="r5" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/r5.jpg" alt="" width="403" height="272" /></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2012/02/14/einfacher-einfacher-und-noch-einfacher/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Immer nur meckern?</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2012/01/31/immer-nur-meckern/</link>
		<comments>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2012/01/31/immer-nur-meckern/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 02:10:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umgang]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/?p=2659</guid>
		<description><![CDATA[Kennen Sie das auch, was ich eine &#8220;Meckerbeziehung&#8221; nenne? Bei Menschen sind das Paare, bei denen z.B. er ständig an ihr herumkritisiert oder sie ihn permanent annörgelt. Die Betroffenen merken es oft gar nicht, aber von außen fällt es einem sofort unangenehm auf. Solche Meckerbeziehungen gibt es auch in der Pferdewelt – und da leider [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kennen Sie das auch, was ich eine &#8220;Meckerbeziehung&#8221; nenne? Bei Menschen sind das Paare, bei denen z.B. er ständig an ihr herumkritisiert oder sie ihn permanent annörgelt. Die Betroffenen merken es oft gar nicht, aber von außen fällt es einem sofort unangenehm auf.</p>
<p>Solche Meckerbeziehungen gibt es auch in der Pferdewelt – und da leider sogar sehr häufig. Achten Sie einmal bewusst darauf, wie oft Sie im Stall so etwas hören (oder vielleicht sogar selbst sagen?), wie: <em>&#8220;Nun, steh doch mal still!&#8221;</em>, <em>&#8220;Lass das!&#8221;</em>, <em>&#8220;Hör auf damit!&#8221;</em>, <em>&#8220;Kannst du nicht einfach mal nur ruhig bleiben?&#8221;</em> oder auch die ständig ermahnende Nennung des Pferdenamens. Wie viel seltener hört man ein freundliches Wort, ein Lob oder etwas Liebevolles, nein, viel öfter wird gemeckert und genörgelt und das oft ohne dass der Mensch sich darüber wirklich bewusst ist.</p>
<p>Aber was ist das Ergebnis einer solchen Meckerbeziehung? Ein unzufriedener Mensch, ein genervtes oder verunsichertes Pferd, keine schöne Atmosphäre und kein positiver Umgang.</p>
<p>Natürlich hat jede/r von uns mal einen schlechten Tag, an dem man eben nicht so gut drauf ist und entsprechend ungeduldig. Oft aber besteht die Grundenergie einer Pferd-Mensch-Beziehung aus einem ständigen Meckern auf Menschenseite und das ist schlecht für beide. Denn: Meckern bringt nichts. Es macht selbst nur immer noch unzufriedener und lässt das Pferd abstumpfen. So wie auch wir Menschen bei Dauer-Nörgel-Beschuss abschalten, tun es auch Pferde. Das führt dann meist dazu, dass der Mensch noch mehr meckert, &#8220;um durchzukommen&#8221;.</p>
<p>Wenn Sie sich mit Ihrem Pferd in so einer Meckerbeziehung befinden und das ändern möchten, finden Sie hier dafür ein paar Tipps.</p>
<p><strong>Selbstreflexion</strong></p>
<p>Beobachten Sie sich im Umgang mit Ihrem Pferd zunächst für einige Tage einmal ganz bewusst. Nehmen Sie wahr, in welchen Situationen Sie normalerweise mit Ihrem Pferd meckern. Registrieren Sie Ihr Nörgeln, Ihre Kritik an Ihrem Pferd. Versuchen Sie, innezuhalten und Ihre automatischen (Mecker-)Reaktionen zu unterbrechen. Schimpfen Sie also nicht, sondern atmen Sie einmal tief durch und machen Sie sich eine Liste der Punkte, die Sie noch üben müssen. Wenn Sie z.B. merken, dass Ihr Pferd beim Aufsteigen am liebsten 10x anranzen würden, weil es nicht stehen bleibt, notieren Sie: Still stehen beim Aufsteigen üben.</p>
<p>Überprüfen Sie auch selbstkritisch, wie oft Sie vielleicht viel zu überzogen auf die Fehler Ihres Pferdes reagieren. Würde vielleicht auch ein leises, freundliches &#8220;Hooo&#8221; reichen, wo Sie schon grob am Strick rucken?</p>
<p>Und seien Sie sich darüber bewusst, dass die Pferde uns spiegeln. Wenn Ihr Pferd besonders nervig zu sein scheint, kann es gut sein, dass Sie mit einer besonderen Anspannung in den Stall gekommen sind. Lösen Sie also, wenn Sie merken Sie befinden sich mal wieder auf der Meckerschiene, zunächst Ihre Stimmung auf. Atmen Sie ruhig und tief, werden Sie weicher, milder und freundlicher. Fragen Sie sich, wie Sie eine andere Ausstrahlung bekommen können, auf die Ihr Pferd positiv reagieren kann.</p>
<p>Überprüfen Sie auch, worüber Sie eigentlich meckern und ob das Verhalten wirklich &#8220;meckerwürdig&#8221; ist. Ist es wirklich schlimm wenn Ihr Pferd beim Putzen mal einen Schritt zur Seite macht und nach einem Heuhalm angelt? Darf es sich wirklich nicht die Nase  am Anbinder schubbern wenn es doch so juckt?</p>
<p>Und freuen Sie sich über jedes Mal, in dem Sie ein automatisches Meckern durch eine solche Selbstreflexion unterbrechen konnten – das ist der Anfang dafür, die Beziehung zu Ihrem Pferd zu ändern.</p>
<p><span id="more-2659"></span></p>
<p><strong>Erstellen Sie sich einen Übungs-Plan</strong></p>
<p>Als nächstes erstellen Sie in Ruhe einen Übungs-Plan. Was müsste Ihr Pferd lernen, damit Sie in Zukunft nicht mehr so viel meckern müssen? Still stehen, &#8220;Nase weg&#8221; beim Satteln wenn Ihr Pferd beim Satteln schnappt usw.</p>
<p>Oft ist es nämlich so, dass wir uns über Dinge bei unserem Pferd ärgern, die wir ihm aber gar nicht wirklich beigebracht haben. Wir setzen z.B. voraus, dass das Pferd beim Aufsteigen still steht, haben es aber nie wirklich geübt. Und selbst wenn wir uns die Zeit genommen haben, dem Pferd etwas zu vermitteln, heißt das nicht, dass es sich das für alle Ewigkeiten merken wird. Vieles müssen wir einfach immer mal wieder auffrischen.</p>
<p>Nehmen Sie sich also vor, die Sachen, über die sich sich immer wieder bei Ihrem Pferd ärgern, zu üben. Gehen Sie an diese Aufgabe heran, als wenn Sie ein vollkommen rohes Pferd erziehen wollen. Setzen Sie kein Können voraus. Belohnen Sie wie bei einem Jungpferd jeden kleinen Ansatz etwas richtig zu machen.</p>
<p><strong>Grundsätzlich gilt: Lenken Sie den Fokus auf das Positive</strong></p>
<p>Ich versuche sehr konsequent nach der Devise vorzugehen: Fehlverhalten ignorieren und jedes richtige Verhalten belohnen. Tut mein Pferd also etwas, das ich nicht will, reagiere ich möglichst gar nicht darauf.</p>
<p><strong>Extra-Tipp: Alternativen ausdenken</strong></p>
<p>Überlegen Sie auch einmal, ob Ihnen Gegenübung einfallen, die Ihnen helfen können, aus der Meckerschiene herauszukommen. Sprich: macht Ihr Pferd etwas, das Sie nicht wollen, fragen Sie eine Übung ab, die Sie ihm vorher beigebracht haben und belohnen das Pferd dann dafür. So kann man viele Nörgelanlässe sehr elegant umgehen und Sie beide haben schnell gute Laune.</p>
<p><strong>Und: immer schön locker bleiben &#8230; </strong></p>
<p>&#8230; denn wenn Sie viel entspannter sind und nicht mehr so viel meckern, kann auch Ihr Pferd viel entspannter sein und wird mehr richtig machen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2012/01/31/immer-nur-meckern/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>15</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Hinter die Kulissen geschaut &#8211; mein Tag mit &#8220;Mein Pferd&#8221;</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2012/01/17/hinter-den-kulissen-mein-tag-mit-mein-pferd/</link>
		<comments>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2012/01/17/hinter-den-kulissen-mein-tag-mit-mein-pferd/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 02:16:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Longieren]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/?p=2588</guid>
		<description><![CDATA[Haben Sie die Januar Ausgabe der Zeitschrift &#8220;Mein Pferd&#8221; gelesen? Wenn ja, kennen Sie wahrscheinlich schon den dort erschienenen Bericht zum Thema Longieren. Wenn nein, dann finden Sie ihn hier. Da ich denke, dass für viele hier interessant ist, einmal hinter die Kulissen zu schauen und zu erfahren, wie so ein Artikel in einer Zeitschrift [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Haben Sie die Januar Ausgabe der Zeitschrift &#8220;Mein Pferd&#8221; gelesen? Wenn ja, kennen Sie wahrscheinlich schon den dort erschienenen Bericht zum Thema Longieren. Wenn nein, dann finden Sie ihn <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/3/shop/meinpferd0112_lk.pdf">hier</a>. <a href="../../3/shop/meinpferd0112_lk.pdf" target="_blank"><br />
</a></p>
<p>Da ich denke, dass für viele hier interessant ist, einmal hinter die Kulissen zu schauen und zu erfahren, wie so ein Artikel in einer Zeitschrift entsteht, berichte ich heute über meinen Tag mit &#8220;Mein Pferd&#8221;, aus dem besagter Bericht wurde.</p>
<p>Ich hatte mit dem Chefredakteur der Zeitschrift &#8220;Mein Pferd&#8221;, Herrn Ilja van de Kasteele, schon hin und wieder telefonisch einen sehr netten Kontakt und wusste bereits, dass er gerne einen großen Bericht zum Thema Longenarbeit mit mir als Expertin <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  herausbringen würde. Im Oktober wurde es dann tatsächlich ernst. Wir verabredeten, dass ich zu ihm nach Köln komme, um dort mit zwei Pferden, die mir zur Verfügung gestellt werden sollten, zu arbeiten.</p>
<p>In aller Herrgottsfrühe machte ich mich also auf die Reise nach Köln, wo ich am frühen Mittag eintraf. Auf der Fahrt war ich doch etwas aufgeregt. Wie wird der Tag verlaufen? Was für Pferde werden mir gestellt werden? Wird es mir mit den Pferden gelingen, zu zeigen, wie schön Pferde an der Longe gehen können, wenn sie nach dem <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/3/shop/longenkurs_neu.php/" target="_blank">Longenkurs</a> gearbeitet werden? Eine Einheit ist dafür ja nicht gerade sehr viel Zeit &#8230; <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Herr van de Kasteele und seine Mitarbeiterin holten mich vom Bahnhof ab und gemeinsam fuhren wir in den Stall, in dem das Shooting stattfinden sollte. Dort erwartete uns bereits die Redakteurin Inga Meyer, die den Artikel schreiben sollte und die mir auch die Pferde zur Verfügung stellte.</p>
<p>Bei den Pferden handelte es sich um die 19-jährige Stute Suleika, ein lettisches Warmblut und um den 7-jährigen Hannoveranerwallach Joe.</p>
<p><strong>Joe</strong></p>
<p>Zuerst musste der gute Joe an die Arbeit. An ihm erklärte und zeigte ich ausführlich das Konzept des <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/3/shop/longenkurs_neu.php/" target="_blank">Longenkurses</a>. Zu Beginn ließ ich ihn auf beiden Händen am Halfter einige Runden traben, um mir ein Bild von seiner natürlichen Balance und Laufhaltung zu machen. Das sah gar nicht so schlecht aus. Er lief in recht schönem Takt und auch losgelassen, aber es mangelte deutlich an Biegung, Aufrichtung der Schulter und Hinterhandaktivität:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2598" title="blog1" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog1.jpg" alt="" width="300" height="439" /></a><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2599" title="blog2" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog2.jpg" alt="" width="400" height="301" /></a></p>
<p><strong>Die Arbeit nach dem Longenkurs beginnt</strong></p>
<p>Es folgte das Anlegen des Kappzaums und ich begann mit der Überprüfung des Genickes mittels der Übung &#8220;Führen in Stellung&#8221;.</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog3.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2600" title="blog3" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog3.jpg" alt="" width="400" height="316" /></a><span id="more-2588"></span>Linke Hand klappte die Übung fast auf Anhieb lehrbuchmäßig. Joe ließ die Stellung im Genick auf leichte Hilfen hin sofort zu und ging entspannt und korrekt:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog4.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2602" title="blog4" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog4.jpg" alt="" width="400" height="323" /></a>Rechte Hand gab es dann Probleme. Joe verwarf sich, &#8230;</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog5.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2603" title="blog5" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog5.jpg" alt="" width="400" height="338" /></a>&#8230; und zeigte ein deutliches Kummergesicht. Das Auge wurde klein mit vielen Sorgenfalten und er zeigte Stresskauen:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog6.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2606" title="blog6" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog6.jpg" alt="" width="400" height="429" /></a>Um der Ursache für seinen Kummer auf den Grund zu gehen, überprüfte ich im Stehen gründlich die Beweglichkeit des Genicks &#8230;</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog7.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2607" title="blog7" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog7.jpg" alt="" width="400" height="371" /></a>&#8230; und stellte dabei fest: Stellung ist nach beiden Seite möglich, wie man auf dem folgenden Bild (hier Rechtsstellung) gut sehen kann:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog7b.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2608" title="blog7b" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog7b.jpg" alt="" width="400" height="326" /></a>Um die Spannungen, die ich fühlte, zu lösen, machte ich eine Übung zur Mobilisierung der Kiefergelenke:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog8.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2609" title="blog8" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog8.jpg" alt="" width="350" height="519" /></a>Und massierte den Hals, insbesondere die Stresspunkte:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog9.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2610" title="blog9" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog9.jpg" alt="" width="400" height="322" /></a>Nach diesen Maßnahmen war das anschließende Führen in Stellung auch auf der rechten Hand schon ganz gut, aber mein Verdacht, dass Joe ein Problem in der oberen Halswirbelsäule hatte, blieb, und wurde später durch einen hinzugerufenen Chiropraktiker auch bestätigt (er fand Blockierungen im Bereich 2/3 HWS links, wodurch die Rechtsstellung kaum bzw. nur unter Schmerzen möglich war).</p>
<p>Joes Gesichtsausdruck war nun auch auf der rechten Hand deutlich besser, während er die Übung &#8220;Führen in Stellung&#8221; jetzt auch auf dieser Hand losgelassen ausführen konnte. Wieder ein Beispiel, das deutlich macht, dass die Pferde uns mit ihrem Gesichtsausdruck und mit sog. Widersetzlichkeiten immer etwas sagen wollen und sie nicht einfach nur &#8220;ungehorsam&#8221; sind!</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog10.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2611" title="blog10" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog10.jpg" alt="" width="400" height="307" /></a>Weiter ging es mit dem Übertretenlassen. Auch bei dieser Übung war der Unterschied zwischen linker und rechter Hand deutlich zu spüren:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/Block11.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2615" title="Block11" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/Block11.jpg" alt="" width="300" height="317" /></a>Auch hier wieder mehr Probleme auf der rechten Hand, aber es ging dennoch recht gut:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/Blog12.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2616" title="Blog12" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/Blog12.jpg" alt="" width="300" height="350" /></a>Weiter ging es, mit dem langsamen Antraben an der Hand (das, was ich als &#8220;Anschraten&#8221; bezeichne <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  ), bei dem Joe sich die ersten Male während der Übergänge noch stark heraushebelte, dann aber schon ein paar sehr schöne Übergänge zeigte:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog13.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2617" title="blog13" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog13.jpg" alt="" width="400" height="288" /></a><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog14.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2618" title="blog14" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog14.jpg" alt="" width="400" height="296" /></a>Stück für Stück geht es auf Distanz:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog15.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2620" title="blog15" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog15.jpg" alt="" width="400" height="289" /></a>Und weiter in die Aktivierung der Hinterhand über Trab und Galopparbeit:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog16.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2621" title="blog16" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog16.jpg" alt="" width="400" height="309" /></a><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog17.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2622" title="blog17" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog17.jpg" alt="" width="400" height="321" /></a><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/Blog17a.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2626" title="Blog17,a" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/Blog17a.jpg" alt="" width="400" height="331" /></a>Hier sieht es doch schon wirklich super gut aus <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  :</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/Blog181.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2627" title="Blog18" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/Blog181.jpg" alt="" width="400" height="263" /></a>Jetzt gab es für Joe erstmal eine Pause und wir machten mit der Stute Suleika weiter.</p>
<p><strong>Suleika</strong></p>
<p>Auch mit ihr ging ich dasselbe Programm durch wie mit Joe. Zunächst einfach erst einmal laufen lassen, um sich ein Bild vom Laufverhalten zu machen:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog20.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2632" title="blog20" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog20.jpg" alt="" width="400" height="255" /></a>Suleika präsentierte sich dabei ohne Biegung und deutlich Vorhandlastig mit inaktiver Hinterhand:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/Blog21.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2633" title="Blog21" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/Blog21.jpg" alt="" width="350" height="301" /></a>Also ging es nun auch an die Übungen &#8220;Führen in Stellung&#8221;, dem &#8220;Übertretenlassen&#8221; und über das &#8220;Anschraten&#8221; zur Trabarbeit:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog22.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2635" title="blog22" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog22.jpg" alt="" width="400" height="351" /></a><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog23.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2636" title="blog23" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog23.jpg" alt="" width="300" height="363" /></a><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog24.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2637" title="blog24" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog24.jpg" alt="" width="400" height="316" /></a><br />
<a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog26a1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2644" title="blog26a" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog26a1.jpg" alt="" width="350" height="351" /></a><br />
<a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog25.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2638" title="blog25" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog25.jpg" alt="" width="400" height="269" /></a>Suleika ließ sich etwas sehr bitten &#8230; Ich musste jegliche Energiereserve in mir aktivieren, um sie etwas motivierter und fleißiger zu bekommen. Recht schnell begann ich mit Trab-Galoppübergängen, die zum Glück auch bald ihre Wirkung zeigten und den Trab von Suleika deutlich verbesserten:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog26.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2639" title="blog26" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog26.jpg" alt="" width="400" height="283" /></a><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog27.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2640" title="blog27" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog27.jpg" alt="" width="400" height="269" /></a><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog28.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2641" title="blog28" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog28.jpg" alt="" width="400" height="323" /></a>Auch mit Suleikas Entwicklung innerhalb dieser einen Einheit war ich sehr zufrieden. Ein großes Dankeschön an die zwei tollen, kooperativen Pferde!</p>
<p>Nun musste der gute Joe noch einmal ran. Von seiner Farbe her ist er das deutlich fotografenfreundlichere Pferd. <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Wir brauchten noch Fotos für die Hilfengebung und ich wollte noch ein paar nette Übungen zeigen, die man mit dem Einsatz von Pylonen machen kann, wie den Slalom und den Voltenzirkel.</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog29.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2647" title="blog29" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog29.jpg" alt="" width="400" height="234" /></a><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog30.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2648" title="blog30" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog30.jpg" alt="" width="400" height="253" /></a>Auch in dieser zweiten Einheit hat Joe noch einmal richtig toll mitgearbeitet! Aber so langsam war deutlich zu merken: Alle Beteiligten waren &#8220;platt&#8221; <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />   Solch intensive Arbeit ist anstrengend! Also bekamen die Pferde Feierabend und wir Menschen setzten uns noch zum Besprechen einiger Fragen für den Artikel an einen Tisch. Schnell verging die Zeit und die Uhr zeigte an, dass wir uns auf den Weg zum Bahnhof machen mussten, wenn ich nicht die Nacht in Köln verbringen wollte. Herr van de Kasteele chauffierte mich also wieder zum Bahnhof und erschöpft aber glücklich und zufrieden trat ich meine Rückreise an.</p>
<p>Es war ein toller Tag! Vielen Dank an Herrn van de Kasteele für die Gelegenheit, die Arbeit nach dem Longenkurs vorzustellen und dass ich Ihre Fotos für mein Blog verwenden darf. Und ein herzliches Dank an Frau Inga Meyer, dass sie mir die zwei tollen Pferden anvertraut hat, für den tollen Artikel und das nette persönliche Feedback! <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Was mir der Tag noch gebracht hat? Die Gewissheit, mich verbindet irgendwas mit Füchsen &#8230; <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog31.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2649" title="blog31" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog31.jpg" alt="" width="400" height="297" /></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2012/01/17/hinter-den-kulissen-mein-tag-mit-mein-pferd/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>13</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Aus der Fohlenschule: So bringen Sie einem Fohlen bei sich Führen zu lassen</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2011/10/18/fohlenschule_fuehren/</link>
		<comments>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2011/10/18/fohlenschule_fuehren/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 02:08:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umgang]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/?p=2484</guid>
		<description><![CDATA[In meinem Blogbeitrag von letzter Woche habe ich über meine Sichtweise zum Umgang mit Fohlen geschrieben und darüber, was sinnvoll ist, einem Fohlen schon früh zu lehren und was nicht. Was ich meinen Fohlen schon sehr früh beigebracht habe, ist das Sich-Führenlassen am Halfter. Und wie ich das mit meinen Fohlen geübt habe, erkläre ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In meinem <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2011/10/11/wieviel-soll-man-mit-fohlen-machen/">Blogbeitrag von letzter Woche</a> habe ich über meine Sichtweise zum Umgang mit Fohlen geschrieben und darüber, was sinnvoll ist, einem Fohlen schon früh zu lehren und was nicht. Was ich meinen Fohlen schon sehr früh beigebracht habe, ist das Sich-Führenlassen am Halfter. Und wie ich das mit meinen Fohlen geübt habe, erkläre ich Ihnen heute.</p>
<p><strong>Die Stricktechnik nach Linda Tellington-Jones<br />
</strong></p>
<p>Ich habe meinen Fohlen das Geführtwerden so beigebracht, wie ich es  in dem Video &#8220;Fohlen erziehen- sanft und konsequent&#8221; von Linda Tellington-Jones gesehen habe.</p>
<p>Für die ersten Trainingseinheiten braucht Ihr Fohlen noch kein Halfter tragen. Sie brauchen nur einen ausreichend langen Strick. Zeigen Sie dem Fohlen den Strick und berühren es vorsichtig damit. Lässt es sich das gut gefallen, streichen Sie es am ganzen Körper mit dem Strick ab. Loben Sie viel!</p>
<p>Nun legen Sie diesen Strick wie eine Acht um den Körper des Fohlens. Die eine Schlaufe  der Acht wird vorne um die Brust gelegt, die andere Schlaufe um   die Hinterhand des  Fohlens. Dort wo beide Schlaufen zusammentreffen,   kurz hinter dem Widerrist des  Fohlens, halten Sie den Strick. Wie das aussieht, sehen Sie hier:</p>
<p><em>(Bitte nutzen Sie Ihre Vorstellungskraft. Da ich gerade nicht mit einem Fohlen dienen kann, übernimmt heute unser <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2010/11/09/unser-buddy-in-seiner-ersten-filmrolle/">Starschauspieler</a> Buddy die Rolle <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  )</em></p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/fohlen12.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2532" title="fohlen1" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/fohlen12.jpg" alt="" width="300" height="264" /></a><span id="more-2484"></span>Nehmen Sie sich zunächst ein bis zwei Übungseinheiten Zeit, das Fohlen  an den Strick um den Körper zu gewöhnen. Wenn Ihr Fohlen an das Anlegen  des Strickes um den Körper gewöhnt ist, brauchen Sie einen Helfer, der  die Mutter des Fohlens ans Halfter nimmt und auf Ihre Anweisungen hin  die Stute ein paar Schritte anführt und wieder anhält.</p>
<p>Bitten Sie also  den Helfer, die Mutter  anzuführen. Das Fohlen wird mit Sicherheit mit  seiner Mutter mitgehen wollen. In dem Moment, wo das Fohlen losgeht,  wenn möglich sogar schon kurz davor, geben Sie etwas  Druck mit der  Schlaufe an der Hinterhand, so dass das Fohlen die Hilfe  an der  Hinterhand mit dem Antreten verbinden kann und sprechen das Kommando &#8220;<em>Und Scheeeritt</em>&#8220;. Loben Sie mit weicher Stimme das Antreten und Gehen des Fohlens.</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/fohlen22.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2533" title="fohlen2" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/fohlen22.jpg" alt="" width="300" height="256" /></a><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/fohlen33.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2535" title="fohlen3" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/fohlen33.jpg" alt="" width="300" height="239" /></a><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/fohlen4.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2536" title="fohlen4" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/fohlen4.jpg" alt="" width="260" height="321" /></a></p>
<p>Nach wenigen Schritten hält der Helfer die Mutter wieder an. Auch das Fohlen wird stehenbleiben wollen. Ihre Aufgabe ist es nun, in diesem Moment ein Signal auf der Brust des Fohlens mit der vorderen Schlaufe und  das Stimmkommando &#8220;<em>Und Haaalt</em>&#8221; zu geben. Auch jetzt loben Sie Ihr Fohlen natürlich sehr, sobald es stehen bleibt.</p>
<p>So üben Sie wiederholt  das Antreten und Anhalten, bis Ihr Fohlen antritt, wenn Sie die Schlaufe  an die Hinterhand annehmen und das Stimmkommando zum Angehen geben und wenn es anhält, wenn Sie die Schlaufe an der Brust  annehmen und das Stimmkommando zum Anhalten sagen.</p>
<p><strong>Halten Sie die Übungseinheiten kurz</strong></p>
<p>Wichtig ist, dass Sie die Übungseinheiten sehr kurz halten und Ihrem Fohlen viele Pausen geben, in denen Sie es über das Gelernte nachdenken lassen.  Üben Sie nie länger als 5-7  Minuten, denn länger kann sich so ein kleiner Knopf  nicht konzentrieren. Wird das Fohlen unsicher, versucht es sich zu befreien und auch selbst dann, wenn es steigen sollte: Bleiben Sie ruhig und sanft. Beruhigen Sie das Fohlen. Strafen Sie nicht. Es ist nicht aus böser Absicht widersetzlich und es wird sich schnell an Ihr Tun gewöhnen. Die Routine bringt den Gehorsam.</p>
<p><strong>Ab jetzt mit Halfter und Führstick</strong></p>
<p>Klappt es mit dem Strick gut, ist der Zeitpunkt gekommen, Ihr Fohlen zusätzlich zum Seil um den Körper mit einem Halfter mit Führstrick auszustatten. Auch hier gilt natürlich: Üben Sie zunächst in Ruhe das Anlegen des Halfters.</p>
<p>Akzeptiert Ihr Fohlen also das Halfter am Kopf, geht es zuverlässig auf Ihr Kommando los und entspannt mit Ihnen mit, lassen Sie zuerst die Schlaufe an  der  Hinterhand weg und ersetzen die Hilfegebung der Schlaufe um die Hinterhand durch das Antippen mit einer  Gerte an diese. Genau in dem Moment, in dem Sie das Kommando zum Antreten geben, gehen Sie mit der Hand am Führstrick vor. So kann Ihr Fohlen die Verknüpfung vom bereits bekannten Signal an der Hinterhand plus Stimmkommando, zum neuen Signal am Führstrick erstellen. Später lassen Sie dann auch die Schlaufe an der Brust weg und  ersetzen  das Zeichen an der Brust mit dem Anlegen Ihrer Hand oder mit der Gerte an die  Brust. Die Hand am Führstrick geht in diesem Moment zurück.</p>
<p><strong>Vom Einfachen zum Schweren </strong></p>
<p>Nach und nach können Sie dann Ihr Fohlen einige Schritte von der Mutter wegführen, aber nur, soweit Sie es sanft  überredet bekommen und es keine Anzeichen von Widersetzlichkeit und Stress zeigt. Zwingen Sie es nicht! Wenn Sie merken, dass Ihr Fohlen  sich zu sehr sträubt, drehen Sie um und gehen Sie wieder zur Mutter zurück.  Loben Sie jeden richtigen Ansatz sehr. Nach und nach wird Ihr Fohlen mutiger  werden und sich etwas weiter von der Mutter entfernen lassen.</p>
<p>Meine Fohlen haben auf diesem Weg alle in relativ wenigen Einheiten völlig stressfrei gelernt, sich von  mir führen zu lassen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2011/10/18/fohlenschule_fuehren/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

