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	<title>Babettes Praxis-Blog</title>
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	<description>Hier berichtet Babette Teschen von ihrer täglichen Arbeit als Reitlehrerin und Ausbilderin und bringt Tipps und Anregungen direkt aus der Praxis mit. HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt - klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link "Den ganzen Beitrag lesen".</description>
	<lastBuildDate>Tue, 31 Jan 2012 02:10:03 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Immer nur meckern?</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2012/01/31/immer-nur-meckern/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 02:10:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umgang]]></category>

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		<description><![CDATA[Kennen Sie das auch, was ich eine &#8220;Meckerbeziehung&#8221; nenne? Bei Menschen sind das Paare, bei denen z.B. er ständig an ihr herumkritisiert oder sie ihn permanent annörgelt. Die Betroffenen merken es oft gar nicht, aber von außen fällt es einem sofort unangenehm auf.
Solche Meckerbeziehungen gibt es auch in der Pferdewelt – und da leider sogar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kennen Sie das auch, was ich eine &#8220;Meckerbeziehung&#8221; nenne? Bei Menschen sind das Paare, bei denen z.B. er ständig an ihr herumkritisiert oder sie ihn permanent annörgelt. Die Betroffenen merken es oft gar nicht, aber von außen fällt es einem sofort unangenehm auf.</p>
<p>Solche Meckerbeziehungen gibt es auch in der Pferdewelt – und da leider sogar sehr häufig. Achten Sie einmal bewusst darauf, wie oft Sie im Stall so etwas hören (oder vielleicht sogar selbst sagen?), wie: <em>&#8220;Nun, steh doch mal still!&#8221;</em>, <em>&#8220;Lass das!&#8221;</em>, <em>&#8220;Hör auf damit!&#8221;</em>, <em>&#8220;Kannst du nicht einfach mal nur ruhig bleiben?&#8221;</em> oder auch die ständig ermahnende Nennung des Pferdenamens. Wie viel seltener hört man ein freundliches Wort, ein Lob oder etwas Liebevolles, nein, viel öfter wird gemeckert und genörgelt und das oft ohne dass der Mensch sich darüber wirklich bewusst ist.</p>
<p>Aber was ist das Ergebnis einer solchen Meckerbeziehung? Ein unzufriedener Mensch, ein genervtes oder verunsichertes Pferd, keine schöne Atmosphäre und kein positiver Umgang.</p>
<p>Natürlich hat jede/r von uns mal einen schlechten Tag, an dem man eben nicht so gut drauf ist und entsprechend ungeduldig. Oft aber besteht die Grundenergie einer Pferd-Mensch-Beziehung aus einem ständigen Meckern auf Menschenseite und das ist schlecht für beide. Denn: Meckern bringt nichts. Es macht selbst nur immer noch unzufriedener und lässt das Pferd abstumpfen. So wie auch wir Menschen bei Dauer-Nörgel-Beschuss abschalten, tun es auch Pferde. Das führt dann meist dazu, dass der Mensch noch mehr meckert, &#8220;um durchzukommen&#8221;.</p>
<p>Wenn Sie sich mit Ihrem Pferd in so einer Meckerbeziehung befinden und das ändern möchten, finden Sie hier dafür ein paar Tipps.</p>
<p><strong>Selbstreflexion</strong></p>
<p>Beobachten Sie sich im Umgang mit Ihrem Pferd zunächst für einige Tage einmal ganz bewusst. Nehmen Sie wahr, in welchen Situationen Sie normalerweise mit Ihrem Pferd meckern. Registrieren Sie Ihr Nörgeln, Ihre Kritik an Ihrem Pferd. Versuchen Sie, innezuhalten und Ihre automatischen (Mecker-)Reaktionen zu unterbrechen. Schimpfen Sie also nicht, sondern atmen Sie einmal tief durch und machen Sie sich eine Liste der Punkte, die Sie noch üben müssen. Wenn Sie z.B. merken, dass Ihr Pferd beim Aufsteigen am liebsten 10x anranzen würden, weil es nicht stehen bleibt, notieren Sie: Still stehen beim Aufsteigen üben.</p>
<p>Überprüfen Sie auch selbstkritisch, wie oft Sie vielleicht viel zu überzogen auf die Fehler Ihres Pferdes reagieren. Würde vielleicht auch ein leises, freundliches &#8220;Hooo&#8221; reichen, wo Sie schon grob am Strick rucken?</p>
<p>Und seien Sie sich darüber bewusst, dass die Pferde uns spiegeln. Wenn Ihr Pferd besonders nervig zu sein scheint, kann es gut sein, dass Sie mit einer besonderen Anspannung in den Stall gekommen sind. Lösen Sie also, wenn Sie merken Sie befinden sich mal wieder auf der Meckerschiene, zunächst Ihre Stimmung auf. Atmen Sie ruhig und tief, werden Sie weicher, milder und freundlicher. Fragen Sie sich, wie Sie eine andere Ausstrahlung bekommen können, auf die Ihr Pferd positiv reagieren kann.</p>
<p>Überprüfen Sie auch, worüber Sie eigentlich meckern und ob das Verhalten wirklich &#8220;meckerwürdig&#8221; ist. Ist es wirklich schlimm wenn Ihr Pferd beim Putzen mal einen Schritt zur Seite macht und nach einem Heuhalm angelt? Darf es sich wirklich nicht die Nase  am Anbinder schubbern wenn es doch so juckt?</p>
<p>Und freuen Sie sich über jedes Mal, in dem Sie ein automatisches Meckern durch eine solche Selbstreflexion unterbrechen konnten – das ist der Anfang dafür, die Beziehung zu Ihrem Pferd zu ändern.</p>
<p><span id="more-2659"></span></p>
<p><strong>Erstellen Sie sich einen Übungs-Plan</strong></p>
<p>Als nächstes erstellen Sie in Ruhe einen Übungs-Plan. Was müsste Ihr Pferd lernen, damit Sie in Zukunft nicht mehr so viel meckern müssen? Still stehen, &#8220;Nase weg&#8221; beim Satteln wenn Ihr Pferd beim Satteln schnappt usw.</p>
<p>Oft ist es nämlich so, dass wir uns über Dinge bei unserem Pferd ärgern, die wir ihm aber gar nicht wirklich beigebracht haben. Wir setzen z.B. voraus, dass das Pferd beim Aufsteigen still steht, haben es aber nie wirklich geübt. Und selbst wenn wir uns die Zeit genommen haben, dem Pferd etwas zu vermitteln, heißt das nicht, dass es sich das für alle Ewigkeiten merken wird. Vieles müssen wir einfach immer mal wieder auffrischen.</p>
<p>Nehmen Sie sich also vor, die Sachen, über die sich sich immer wieder bei Ihrem Pferd ärgern, zu üben. Gehen Sie an diese Aufgabe heran, als wenn Sie ein vollkommen rohes Pferd erziehen wollen. Setzen Sie kein Können voraus. Belohnen Sie wie bei einem Jungpferd jeden kleinen Ansatz etwas richtig zu machen.</p>
<p><strong>Grundsätzlich gilt: Lenken Sie den Fokus auf das Positive</strong></p>
<p>Ich versuche sehr konsequent nach der Devise vorzugehen: Fehlverhalten ignorieren und jedes richtige Verhalten belohnen. Tut mein Pferd also etwas, das ich nicht will, reagiere ich möglichst gar nicht darauf.</p>
<p><strong>Extra-Tipp: Alternativen ausdenken</strong></p>
<p>Überlegen Sie auch einmal, ob Ihnen Gegenübung einfallen, die Ihnen helfen können, aus der Meckerschiene herauszukommen. Sprich: macht Ihr Pferd etwas, das Sie nicht wollen, fragen Sie eine Übung ab, die Sie ihm vorher beigebracht haben und belohnen das Pferd dann dafür. So kann man viele Nörgelanlässe sehr elegant umgehen und Sie beide haben schnell gute Laune.</p>
<p><strong>Und: immer schön locker bleiben &#8230; </strong></p>
<p>&#8230; denn wenn Sie viel entspannter sind und nicht mehr so viel meckern, kann auch Ihr Pferd viel entspannter sein und wird mehr richtig machen.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Hinter die Kulissen geschaut &#8211; mein Tag mit &#8220;Mein Pferd&#8221;</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2012/01/17/hinter-den-kulissen-mein-tag-mit-mein-pferd/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 02:16:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Longieren]]></category>

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		<description><![CDATA[Haben Sie die Januar Ausgabe der Zeitschrift &#8220;Mein Pferd&#8221; gelesen? Wenn ja, kennen Sie wahrscheinlich schon den dort erschienenen Bericht zum Thema Longieren. Wenn nein, dann finden Sie ihn hier. 

Da ich denke, dass für viele hier interessant ist, einmal hinter die Kulissen zu schauen und zu erfahren, wie so ein Artikel in einer Zeitschrift [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Haben Sie die Januar Ausgabe der Zeitschrift &#8220;Mein Pferd&#8221; gelesen? Wenn ja, kennen Sie wahrscheinlich schon den dort erschienenen Bericht zum Thema Longieren. Wenn nein, dann finden Sie ihn <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/3/shop/meinpferd0112_lk.pdf">hier</a>. <a href="../../3/shop/meinpferd0112_lk.pdf" target="_blank"><br />
</a></p>
<p>Da ich denke, dass für viele hier interessant ist, einmal hinter die Kulissen zu schauen und zu erfahren, wie so ein Artikel in einer Zeitschrift entsteht, berichte ich heute über meinen Tag mit &#8220;Mein Pferd&#8221;, aus dem besagter Bericht wurde.</p>
<p>Ich hatte mit dem Chefredakteur der Zeitschrift &#8220;Mein Pferd&#8221;, Herrn Ilja van de Kasteele, schon hin und wieder telefonisch einen sehr netten Kontakt und wusste bereits, dass er gerne einen großen Bericht zum Thema Longenarbeit mit mir als Expertin <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  herausbringen würde. Im Oktober wurde es dann tatsächlich ernst. Wir verabredeten, dass ich zu ihm nach Köln komme, um dort mit zwei Pferden, die mir zur Verfügung gestellt werden sollten, zu arbeiten.</p>
<p>In aller Herrgottsfrühe machte ich mich also auf die Reise nach Köln, wo ich am frühen Mittag eintraf. Auf der Fahrt war ich doch etwas aufgeregt. Wie wird der Tag verlaufen? Was für Pferde werden mir gestellt werden? Wird es mir mit den Pferden gelingen, zu zeigen, wie schön Pferde an der Longe gehen können, wenn sie nach dem <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/3/shop/longenkurs_neu.php/" target="_blank">Longenkurs</a> gearbeitet werden? Eine Einheit ist dafür ja nicht gerade sehr viel Zeit &#8230; <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Herr van de Kasteele und seine Mitarbeiterin holten mich vom Bahnhof ab und gemeinsam fuhren wir in den Stall, in dem das Shooting stattfinden sollte. Dort erwartete uns bereits die Redakteurin Inga Meyer, die den Artikel schreiben sollte und die mir auch die Pferde zur Verfügung stellte.</p>
<p>Bei den Pferden handelte es sich um die 19-jährige Stute Suleika, ein lettisches Warmblut und um den 7-jährigen Hannoveranerwallach Joe.</p>
<p><strong>Joe</strong></p>
<p>Zuerst musste der gute Joe an die Arbeit. An ihm erklärte und zeigte ich ausführlich das Konzept des <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/3/shop/longenkurs_neu.php/" target="_blank">Longenkurses</a>. Zu Beginn ließ ich ihn auf beiden Händen am Halfter einige Runden traben, um mir ein Bild von seiner natürlichen Balance und Laufhaltung zu machen. Das sah gar nicht so schlecht aus. Er lief in recht schönem Takt und auch losgelassen, aber es mangelte deutlich an Biegung, Aufrichtung der Schulter und Hinterhandaktivität:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2598" title="blog1" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog1.jpg" alt="" width="300" height="439" /></a><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2599" title="blog2" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog2.jpg" alt="" width="400" height="301" /></a></p>
<p><strong>Die Arbeit nach dem Longenkurs beginnt</strong></p>
<p>Es folgte das Anlegen des Kappzaums und ich begann mit der Überprüfung des Genickes mittels der Übung &#8220;Führen in Stellung&#8221;.</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog3.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2600" title="blog3" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog3.jpg" alt="" width="400" height="316" /></a><span id="more-2588"></span>Linke Hand klappte die Übung fast auf Anhieb lehrbuchmäßig. Joe ließ die Stellung im Genick auf leichte Hilfen hin sofort zu und ging entspannt und korrekt:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog4.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2602" title="blog4" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog4.jpg" alt="" width="400" height="323" /></a>Rechte Hand gab es dann Probleme. Joe verwarf sich, &#8230;</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog5.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2603" title="blog5" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog5.jpg" alt="" width="400" height="338" /></a>&#8230; und zeigte ein deutliches Kummergesicht. Das Auge wurde klein mit vielen Sorgenfalten und er zeigte Stresskauen:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog6.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2606" title="blog6" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog6.jpg" alt="" width="400" height="429" /></a>Um der Ursache für seinen Kummer auf den Grund zu gehen, überprüfte ich im Stehen gründlich die Beweglichkeit des Genicks &#8230;</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog7.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2607" title="blog7" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog7.jpg" alt="" width="400" height="371" /></a>&#8230; und stellte dabei fest: Stellung ist nach beiden Seite möglich, wie man auf dem folgenden Bild (hier Rechtsstellung) gut sehen kann:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog7b.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2608" title="blog7b" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog7b.jpg" alt="" width="400" height="326" /></a>Um die Spannungen, die ich fühlte, zu lösen, machte ich eine Übung zur Mobilisierung der Kiefergelenke:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog8.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2609" title="blog8" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog8.jpg" alt="" width="350" height="519" /></a>Und massierte den Hals, insbesondere die Stresspunkte:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog9.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2610" title="blog9" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog9.jpg" alt="" width="400" height="322" /></a>Nach diesen Maßnahmen war das anschließende Führen in Stellung auch auf der rechten Hand schon ganz gut, aber mein Verdacht, dass Joe ein Problem in der oberen Halswirbelsäule hatte, blieb, und wurde später durch einen hinzugerufenen Chiropraktiker auch bestätigt (er fand Blockierungen im Bereich 2/3 HWS links, wodurch die Rechtsstellung kaum bzw. nur unter Schmerzen möglich war).</p>
<p>Joes Gesichtsausdruck war nun auch auf der rechten Hand deutlich besser, während er die Übung &#8220;Führen in Stellung&#8221; jetzt auch auf dieser Hand losgelassen ausführen konnte. Wieder ein Beispiel, das deutlich macht, dass die Pferde uns mit ihrem Gesichtsausdruck und mit sog. Widersetzlichkeiten immer etwas sagen wollen und sie nicht einfach nur &#8220;ungehorsam&#8221; sind!</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog10.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2611" title="blog10" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog10.jpg" alt="" width="400" height="307" /></a>Weiter ging es mit dem Übertretenlassen. Auch bei dieser Übung war der Unterschied zwischen linker und rechter Hand deutlich zu spüren:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/Block11.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2615" title="Block11" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/Block11.jpg" alt="" width="300" height="317" /></a>Auch hier wieder mehr Probleme auf der rechten Hand, aber es ging dennoch recht gut:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/Blog12.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2616" title="Blog12" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/Blog12.jpg" alt="" width="300" height="350" /></a>Weiter ging es, mit dem langsamen Antraben an der Hand (das, was ich als &#8220;Anschraten&#8221; bezeichne <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  ), bei dem Joe sich die ersten Male während der Übergänge noch stark heraushebelte, dann aber schon ein paar sehr schöne Übergänge zeigte:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog13.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2617" title="blog13" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog13.jpg" alt="" width="400" height="288" /></a><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog14.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2618" title="blog14" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog14.jpg" alt="" width="400" height="296" /></a>Stück für Stück geht es auf Distanz:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog15.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2620" title="blog15" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog15.jpg" alt="" width="400" height="289" /></a>Und weiter in die Aktivierung der Hinterhand über Trab und Galopparbeit:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog16.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2621" title="blog16" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog16.jpg" alt="" width="400" height="309" /></a><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog17.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2622" title="blog17" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog17.jpg" alt="" width="400" height="321" /></a><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/Blog17a.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2626" title="Blog17,a" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/Blog17a.jpg" alt="" width="400" height="331" /></a>Hier sieht es doch schon wirklich super gut aus <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  :</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/Blog181.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2627" title="Blog18" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/Blog181.jpg" alt="" width="400" height="263" /></a>Jetzt gab es für Joe erstmal eine Pause und wir machten mit der Stute Suleika weiter.</p>
<p><strong>Suleika</strong></p>
<p>Auch mit ihr ging ich dasselbe Programm durch wie mit Joe. Zunächst einfach erst einmal laufen lassen, um sich ein Bild vom Laufverhalten zu machen:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog20.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2632" title="blog20" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog20.jpg" alt="" width="400" height="255" /></a>Suleika präsentierte sich dabei ohne Biegung und deutlich Vorhandlastig mit inaktiver Hinterhand:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/Blog21.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2633" title="Blog21" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/Blog21.jpg" alt="" width="350" height="301" /></a>Also ging es nun auch an die Übungen &#8220;Führen in Stellung&#8221;, dem &#8220;Übertretenlassen&#8221; und über das &#8220;Anschraten&#8221; zur Trabarbeit:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog22.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2635" title="blog22" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog22.jpg" alt="" width="400" height="351" /></a><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog23.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2636" title="blog23" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog23.jpg" alt="" width="300" height="363" /></a><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog24.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2637" title="blog24" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog24.jpg" alt="" width="400" height="316" /></a><br />
<a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog26a1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2644" title="blog26a" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog26a1.jpg" alt="" width="350" height="351" /></a><br />
<a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog25.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2638" title="blog25" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog25.jpg" alt="" width="400" height="269" /></a>Suleika ließ sich etwas sehr bitten &#8230; Ich musste jegliche Energiereserve in mir aktivieren, um sie etwas motivierter und fleißiger zu bekommen. Recht schnell begann ich mit Trab-Galoppübergängen, die zum Glück auch bald ihre Wirkung zeigten und den Trab von Suleika deutlich verbesserten:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog26.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2639" title="blog26" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog26.jpg" alt="" width="400" height="283" /></a><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog27.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2640" title="blog27" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog27.jpg" alt="" width="400" height="269" /></a><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog28.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2641" title="blog28" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog28.jpg" alt="" width="400" height="323" /></a>Auch mit Suleikas Entwicklung innerhalb dieser einen Einheit war ich sehr zufrieden. Ein großes Dankeschön an die zwei tollen, kooperativen Pferde!</p>
<p>Nun musste der gute Joe noch einmal ran. Von seiner Farbe her ist er das deutlich fotografenfreundlichere Pferd. <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Wir brauchten noch Fotos für die Hilfengebung und ich wollte noch ein paar nette Übungen zeigen, die man mit dem Einsatz von Pylonen machen kann, wie den Slalom und den Voltenzirkel.</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog29.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2647" title="blog29" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog29.jpg" alt="" width="400" height="234" /></a><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog30.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2648" title="blog30" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog30.jpg" alt="" width="400" height="253" /></a>Auch in dieser zweiten Einheit hat Joe noch einmal richtig toll mitgearbeitet! Aber so langsam war deutlich zu merken: Alle Beteiligten waren &#8220;platt&#8221; <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />   Solch intensive Arbeit ist anstrengend! Also bekamen die Pferde Feierabend und wir Menschen setzten uns noch zum Besprechen einiger Fragen für den Artikel an einen Tisch. Schnell verging die Zeit und die Uhr zeigte an, dass wir uns auf den Weg zum Bahnhof machen mussten, wenn ich nicht die Nacht in Köln verbringen wollte. Herr van de Kasteele chauffierte mich also wieder zum Bahnhof und erschöpft aber glücklich und zufrieden trat ich meine Rückreise an.</p>
<p>Es war ein toller Tag! Vielen Dank an Herrn van de Kasteele für die Gelegenheit, die Arbeit nach dem Longenkurs vorzustellen und dass ich Ihre Fotos für mein Blog verwenden darf. Und ein herzliches Dank an Frau Inga Meyer, dass sie mir die zwei tollen Pferden anvertraut hat, für den tollen Artikel und das nette persönliche Feedback! <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Was mir der Tag noch gebracht hat? Die Gewissheit, mich verbindet irgendwas mit Füchsen &#8230; <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog31.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2649" title="blog31" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/blog31.jpg" alt="" width="400" height="297" /></a></p>
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		<title>Aus der Fohlenschule: So bringen Sie einem Fohlen bei sich Führen zu lassen</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 02:08:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umgang]]></category>

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		<description><![CDATA[In meinem Blogbeitrag von letzter Woche habe ich über meine Sichtweise zum Umgang mit Fohlen geschrieben und darüber, was sinnvoll ist, einem Fohlen schon früh zu lehren und was nicht. Was ich meinen Fohlen schon sehr früh beigebracht habe, ist das Sich-Führenlassen am Halfter. Und wie ich das mit meinen Fohlen geübt habe, erkläre ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In meinem <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2011/10/11/wieviel-soll-man-mit-fohlen-machen/">Blogbeitrag von letzter Woche</a> habe ich über meine Sichtweise zum Umgang mit Fohlen geschrieben und darüber, was sinnvoll ist, einem Fohlen schon früh zu lehren und was nicht. Was ich meinen Fohlen schon sehr früh beigebracht habe, ist das Sich-Führenlassen am Halfter. Und wie ich das mit meinen Fohlen geübt habe, erkläre ich Ihnen heute.</p>
<p><strong>Die Stricktechnik nach Linda Tellington-Jones<br />
</strong></p>
<p>Ich habe meinen Fohlen das Geführtwerden so beigebracht, wie ich es  in dem Video &#8220;Fohlen erziehen- sanft und konsequent&#8221; von Linda Tellington-Jones gesehen habe.</p>
<p>Für die ersten Trainingseinheiten braucht Ihr Fohlen noch kein Halfter tragen. Sie brauchen nur einen ausreichend langen Strick. Zeigen Sie dem Fohlen den Strick und berühren es vorsichtig damit. Lässt es sich das gut gefallen, streichen Sie es am ganzen Körper mit dem Strick ab. Loben Sie viel!</p>
<p>Nun legen Sie diesen Strick wie eine Acht um den Körper des Fohlens. Die eine Schlaufe  der Acht wird vorne um die Brust gelegt, die andere Schlaufe um   die Hinterhand des  Fohlens. Dort wo beide Schlaufen zusammentreffen,   kurz hinter dem Widerrist des  Fohlens, halten Sie den Strick. Wie das aussieht, sehen Sie hier:</p>
<p><em>(Bitte nutzen Sie Ihre Vorstellungskraft. Da ich gerade nicht mit einem Fohlen dienen kann, übernimmt heute unser <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2010/11/09/unser-buddy-in-seiner-ersten-filmrolle/">Starschauspieler</a> Buddy die Rolle <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  )</em></p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/fohlen12.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2532" title="fohlen1" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/fohlen12.jpg" alt="" width="300" height="264" /></a><span id="more-2484"></span>Nehmen Sie sich zunächst ein bis zwei Übungseinheiten Zeit, das Fohlen  an den Strick um den Körper zu gewöhnen. Wenn Ihr Fohlen an das Anlegen  des Strickes um den Körper gewöhnt ist, brauchen Sie einen Helfer, der  die Mutter des Fohlens ans Halfter nimmt und auf Ihre Anweisungen hin  die Stute ein paar Schritte anführt und wieder anhält.</p>
<p>Bitten Sie also  den Helfer, die Mutter  anzuführen. Das Fohlen wird mit Sicherheit mit  seiner Mutter mitgehen wollen. In dem Moment, wo das Fohlen losgeht,  wenn möglich sogar schon kurz davor, geben Sie etwas  Druck mit der  Schlaufe an der Hinterhand, so dass das Fohlen die Hilfe  an der  Hinterhand mit dem Antreten verbinden kann und sprechen das Kommando &#8220;<em>Und Scheeeritt</em>&#8220;. Loben Sie mit weicher Stimme das Antreten und Gehen des Fohlens.</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/fohlen22.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2533" title="fohlen2" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/fohlen22.jpg" alt="" width="300" height="256" /></a><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/fohlen33.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2535" title="fohlen3" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/fohlen33.jpg" alt="" width="300" height="239" /></a><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/fohlen4.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2536" title="fohlen4" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/fohlen4.jpg" alt="" width="260" height="321" /></a></p>
<p>Nach wenigen Schritten hält der Helfer die Mutter wieder an. Auch das Fohlen wird stehenbleiben wollen. Ihre Aufgabe ist es nun, in diesem Moment ein Signal auf der Brust des Fohlens mit der vorderen Schlaufe und  das Stimmkommando &#8220;<em>Und Haaalt</em>&#8221; zu geben. Auch jetzt loben Sie Ihr Fohlen natürlich sehr, sobald es stehen bleibt.</p>
<p>So üben Sie wiederholt  das Antreten und Anhalten, bis Ihr Fohlen antritt, wenn Sie die Schlaufe  an die Hinterhand annehmen und das Stimmkommando zum Angehen geben und wenn es anhält, wenn Sie die Schlaufe an der Brust  annehmen und das Stimmkommando zum Anhalten sagen.</p>
<p><strong>Halten Sie die Übungseinheiten kurz</strong></p>
<p>Wichtig ist, dass Sie die Übungseinheiten sehr kurz halten und Ihrem Fohlen viele Pausen geben, in denen Sie es über das Gelernte nachdenken lassen.  Üben Sie nie länger als 5-7  Minuten, denn länger kann sich so ein kleiner Knopf  nicht konzentrieren. Wird das Fohlen unsicher, versucht es sich zu befreien und auch selbst dann, wenn es steigen sollte: Bleiben Sie ruhig und sanft. Beruhigen Sie das Fohlen. Strafen Sie nicht. Es ist nicht aus böser Absicht widersetzlich und es wird sich schnell an Ihr Tun gewöhnen. Die Routine bringt den Gehorsam.</p>
<p><strong>Ab jetzt mit Halfter und Führstick</strong></p>
<p>Klappt es mit dem Strick gut, ist der Zeitpunkt gekommen, Ihr Fohlen zusätzlich zum Seil um den Körper mit einem Halfter mit Führstrick auszustatten. Auch hier gilt natürlich: Üben Sie zunächst in Ruhe das Anlegen des Halfters.</p>
<p>Akzeptiert Ihr Fohlen also das Halfter am Kopf, geht es zuverlässig auf Ihr Kommando los und entspannt mit Ihnen mit, lassen Sie zuerst die Schlaufe an  der  Hinterhand weg und ersetzen die Hilfegebung der Schlaufe um die Hinterhand durch das Antippen mit einer  Gerte an diese. Genau in dem Moment, in dem Sie das Kommando zum Antreten geben, gehen Sie mit der Hand am Führstrick vor. So kann Ihr Fohlen die Verknüpfung vom bereits bekannten Signal an der Hinterhand plus Stimmkommando, zum neuen Signal am Führstrick erstellen. Später lassen Sie dann auch die Schlaufe an der Brust weg und  ersetzen  das Zeichen an der Brust mit dem Anlegen Ihrer Hand oder mit der Gerte an die  Brust. Die Hand am Führstrick geht in diesem Moment zurück.</p>
<p><strong>Vom Einfachen zum Schweren </strong></p>
<p>Nach und nach können Sie dann Ihr Fohlen einige Schritte von der Mutter wegführen, aber nur, soweit Sie es sanft  überredet bekommen und es keine Anzeichen von Widersetzlichkeit und Stress zeigt. Zwingen Sie es nicht! Wenn Sie merken, dass Ihr Fohlen  sich zu sehr sträubt, drehen Sie um und gehen Sie wieder zur Mutter zurück.  Loben Sie jeden richtigen Ansatz sehr. Nach und nach wird Ihr Fohlen mutiger  werden und sich etwas weiter von der Mutter entfernen lassen.</p>
<p>Meine Fohlen haben auf diesem Weg alle in relativ wenigen Einheiten völlig stressfrei gelernt, sich von  mir führen zu lassen.</p>
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		<title>Wie viel und was soll man mit Fohlen machen?</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2011/10/11/wieviel-soll-man-mit-fohlen-machen/</link>
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		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 02:29:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umgang]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf meinen Blogbeitrag &#8220;Gedanken zum Thema: Einsatz von “scharfen” Ausbildungsgegenständen&#8221; bekam ich viele Reaktionen, für die ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken möchte. In einem von diesen Kommentaren fragte Susanne Folgendes:
Was mache ich z.B., wenn mein drei Monate altes Fohlen, das gerade  lernen soll, auch mal von Mama weg aus dem Paddock [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf meinen Blogbeitrag <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2011/09/20/gedanken-zum-thema-einsatz-von-scharfen-ausbildungsgegenstanden/">&#8220;Gedanken zum Thema: Einsatz von “scharfen” Ausbildungsgegenständen&#8221; </a>bekam ich viele Reaktionen, für die ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken möchte. In einem von diesen Kommentaren fragte Susanne Folgendes:</p>
<p><em>Was mache ich z.B., wenn mein drei Monate altes Fohlen, das gerade  lernen soll, auch mal von Mama weg aus dem Paddock geführt zu werden  (dabei aber noch in ihrer Sichtweite) ohne erkennbare Anzeichen von  Angst oder Unsicherheit, sondern dem Anschein nach eher ungehalten und  ärgerlich, einfach nach ein paar Minuten anfängt an der Hand zu steigen?  Wie soll ich dem entgegen wirken? Meine Stallbesitzerin – seit vielen Jahren Züchterin – rät mir dazu, sie bei Gelegenheit umzuschmeißen – wie  wirke ich dieser womöglich beginnenden Unart entgegen ohne Zwang  auszuüben?</em></p>
<p><strong>Wichtige grundsätzliche Fragen</strong></p>
<p>Diese Frage wirft für mich verschiedene Aspekte auf, über die ich mir als Besitzer eines Fohlens Gedanken machen muss:</p>
<ul>
<li>Ist es sinnvoll und richtig, ein drei Monate altes Fohlen von der Mutter wegführen zu wollen?</li>
<li>Wie viel sollte man generell mit Fohlen tun?</li>
<li>Was sollen/müssen Fohlen in ihren ersten Lebensmonaten lernen?</li>
<li>Welche Maßnahmen sind dafür geeignet?</li>
</ul>
<p>An dieser Stelle eine Anleitung über den Umgang mit Fohlen zu schreiben, würde den Rahmen sprengen, aber einige Gedanken und eigene Erfahrungen möchte ich in diesem und in folgenden Blogbeiträgen niederschreiben und auch Susanne eine Antwort auf ihre Frage geben.</p>
<p><strong>Meine kleine Friesenzucht</strong></p>
<p>Ich hatte zu Beginn meiner Zeit auf meinem <a href="http://babette.wege-zum-pferd.de/">Hof</a> in kleinem Rahmen Friesen gezüchtet. Ich habe also selbst einige Fohlen gezogen und sie die erste Zeit ihres Lebens begleitet. So musste ich mich zwangsläufig mit den obigen Fragen auseinandersetzen.</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/fohlen11.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2496" title="fohlen1" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/fohlen11.jpg" alt="" width="350" height="175" /></a></p>
<p><strong><span id="more-2410"></span>Mein Idealbild eines Fohlenlebens</strong></p>
<p>Mein Idealbild einer Pferdekindheit sieht so aus, dass ein Fohlen bis mindestens zum dritten Lebensjahr auf endlos großen Weiden inmitten einer ausgewogenen Herde in Gesellschaft mit anderen Fohlen seine Kindheit genießen darf, ohne dass der Mensch in diese Idylle eingreift und ohne dass das Fohlen negative Erfahrungen mit uns Zweibeiner machen muss. Soweit zum Idealbild &#8230;</p>
<p>Die Realität sieht aber, zumindest hierzulande, anders aus. In der Realität gibt es Fohlenschauen, Termine beim Tierarzt und Hufschmied und viele andere Gelegenheiten und Gründe, bei denen das Fohlen auf uns Menschen trifft, und es sich nicht vermeiden lässt, dass das Fohlen von Menschen angefasst wird und seine Erfahrungen mit uns macht.</p>
<p>Auch ich habe meine Fohlen auf Zuchtschauen vorgestellt und sie regelmäßig vom Tierarzt und Hufschmied behandeln lassen. So war es mir wichtig, dass ich  meinen Babys schon ein paar Dinge beibrachte, u.a. sich am Halfter führen zu lassen, die Hufe zu geben und dass  sie mit dem Menschen soweit vertraut sind, dass ich keine  Zwangsmaßnahmen anwenden musste, wenn z.B. der Tierarzt für eine Impfung kam.</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/fohlen31.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2497" title="fohlen3" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/fohlen31.jpg" alt="" width="300" height="217" /></a></p>
<p>Ich vertrete die Meinung, dass wenn sich der Kontakt zu uns Menschen schon nicht vermeiden lässt und wir das Fohlen für bestimmte Dinge händeln müssen, dann sollen diese Erfahrungen zumindest nicht traumatisch, am besten sogar so positiv wie möglich sein.</p>
<p><strong>Eine Gratwanderung</strong></p>
<p>Ich habe schon beide Extreme erlebt: Die einen bereiten ein Jungpferd auf nichts vor, lassen es komplett in Ruhe und wenn dann ein Termin wie z.B. der Besuch beim Hufschmied oder das Brennen ansteht, ist das Fohlen extrem gestresst, überfordert und die Termine werden für das Pferd zum negativen Erlebnis. Meistens muss dann zu Zwangsmaßnahmen gegriffen werden und wenn man ein sensibles Seelchen erwischt hat, kann das Trauma nach so einem Termin tief verankert sein. Die anderen machen viel zu viel mit ihrem Jungtier, verhätscheln es und verderben dem Pferd die Jugendzeit, indem sie mit ihrem Jährling schon Natural Horsemanship Training machen, es longieren, freispringen lassen  oder ein Fohlen von sechs Monaten schon ohne die Mutter alleine auf Spaziergänge  mitnehmen.</p>
<p>Für  mich gilt es hier den goldenen Mittelweg zu finden.</p>
<p><strong>So wenig wie möglich – so viel wie nötig</strong></p>
<p>Ich habe es mit meinen Fohlen so gehandhabt, dass ich sie schon in den ersten Lebenstagen an meine Gegenwart und auch an Berührungen von mir gewöhnt habe. Ich habe mich in den Auslauf zu Mutter und Kind gesetzt und da Fohlen von Natur aus neugierige Wesen sind, haben sie recht bald meine Nähe akzeptiert und sich von mir anfassen und streicheln lassen. So habe ich ein paar Tage immer mal wieder etwas Zeit mit ihnen verbracht, nur damit sie mich kennen lernen. Die Kleinen hatten sehr bald ihre Scheu verloren und akzeptierten mich als Popo- und Halskratzer. Ich habe sie ebenso relativ früh an ein Halfter gewöhnt und mit ihnen das Führen an der Seite ihrer Mutter geübt. Auch gewöhnte ich sie an das Abstreichen der Beine und das Anheben der Hufe.</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/fohlen21.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2498" title="fohlen2" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/fohlen21.jpg" alt="" width="300" height="220" /></a></p>
<p>Meine Übungszeiten waren immer nur kurz, also wirklich nur wenige Minuten. Ich verzichtete dabei, so weit es möglich war, auf Anwendung von Druck, Zwang und Strafe, achtete aber gleichzeitig sehr darauf, dass die Fohlen von Anfang an verstanden, dass ich kein Spielkumpel bin, den man ansteigen und anfressen darf.  Wurden die kleinen Racker zu wild, gab es ein streng gesprochenes &#8220;Nein&#8221; und ein <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2011/06/28/time-out-lob-oder-strafe/">&#8220;Time out&#8221;</a>.</p>
<p><strong>Das Fohlen ABC</strong></p>
<p>Mein persönliches Fohlen ABC bestand aus diesen Punkten:</p>
<ul>
<li>Gewöhnung an ein Halfter</li>
<li>Führen neben der Mutter</li>
<li>sich überall anfassen zu lassen</li>
<li>Hufe zu geben</li>
</ul>
<p>Mehr ist in meinen Augen, zumindest im ersten Jahr, nicht nötig. Allerdings finde ich es nicht verkehrt, wenn die Kleinen <strong>freilaufend neben der Mutter</strong> schon einiges anschauen und erleben können. Sei es das Aufbrennen eines Hufeisens, das Rein und Raus aus einem Pferdeanhänger oder auch kurze Ausflüge ins Gelände.</p>
<p><strong>Vermeidung von Überforderung</strong></p>
<p>Meine Kleinen lernten das oben stehende Programm allesamt recht schnell und stressfrei. Ich achtete bei allem, was ich geübt habe, darauf nichts zu verlangen, was die Fohlen in Abwehr und Stress und damit in Widersetzlichkeit bringen würde. So wurde alles immer <strong>im engen Kontakt zur Mutter</strong> geübt. Wenn ich also Führtraining gemacht habe, dann hinter der Mutter oder neben ihr her, aber nicht von dieser weg.</p>
<p><strong>Wenn das Fohlen steigt<br />
</strong></p>
<p>Ja, auch meine Fohlen hatten ab und an die Idee, eigene Wege gehen zu wollen und versuchten, sich schon mal mittels Steigen zu befreien. Ich habe dann darauf geachtet, dass ich seitlich am Fohlen blieb und nicht getreten wurde. Dabei blieb ich freundlich und wartete, dass mein Fohlen sich wieder beruhigt, was auch immer schnell der Fall war. Darauf wurden sie sehr gelobt und gekrault. Bei keinem meiner Fohlen hat sich ein Problem daraus entwickelt. Keines lernte dabei, dass Steigen eine lohnende Angelegenheit sei und schnell war das Thema Steigen gegessen.</p>
<p><strong>Ein absolutes No Go!</strong></p>
<p>Niemals wäre ich auf die Idee gekommen, ein steigendes Fohlen umzuschmeißen könnte eine gute Idee sein! Diesen Ratschlag finde ich wirklich sehr schlimm! Bitte, machen Sie das auf gar keinen Fall! Dieser &#8220;Ratschlag&#8221; ist in meinen Augen an Verantwortungslosigkeit und Grobheit kaum zu übertreffen. Soll so die Basis für eine vertrauensvolle gemeinsame Zukunft in der Parnerschaft Mensch und Tier gelegt werden?</p>
<p>Ich finde das einfach nur traurig und bin entsetzt darüber, das solche Ratschläge von Pferdemenschen gegeben werden.</p>
<p>Glauben Sie mir: <strong>Es geht auch anders!</strong></p>
<p>Aus meiner eigenen Erfahrung heraus würde meine Antwort auf Susannes Frage lauten:</p>
<p><em>Übe das Führen die nächste Zeit noch nicht von der Mutter weg. Warte damit noch einige Wochen und gehe dann so kleinschrittig vor, dass Dein Fohlen nicht so großen Stress bekommt, dass es widersetzlich wird. Gehe erst mal nur drei Schritte und drehe dann gleich wieder um, so dass Dein Fohlen die Erfahrung macht, dass es gleich wieder zurück zu Mutti geht. Wenn Dein Fohlen steigt, pass gut auf, dass Du nicht unter die Hufe gerätst. Ansonsten ignoriere das Verhalten. Bleibe ruhig und lobe jeden richtigen Ansatz des Fohlens, bei dem es lieb bei Dir bleibt. Mache nur kurze Übungseinheiten. Achte darauf, Deine Anforderungen nicht zu hoch zu setzen und das Fohlen nicht zu überfordern. Dein Fohlen wird sich daran gewöhnen und sich mit der Zeit immer mehr trauen, von der Mutter weg zu gehen. Wie lange es dazu braucht, entscheidet ganz alleine das Fohlen. Höre bitte nicht auf Ratschläge, die auf Unterwerfung und Gewalt abzielen, wenn Du Dein Ziel ist, eine Vertrauensbasis mit Deinem Fohlen aufzubauen.</em></p>
<p>Im nächsten Blog werde ich Ihnen zeigen, wie ich mit meinen Fohlen das Führen geübt habe.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wenn Pferde kauen und lecken- ist das gut oder schlecht?</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2011/10/04/wenn-pferde-kauen-und-lecken/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 02:10:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor kurzem wurde mir folgende Frage gestellt:
Wenn ich mein Pferd longiere (was ich sehr selten tue) fängt sie (eine Stute) schon nach zwei Runden an zu kauen, nimmt den Kopf runter und leckt. Sie empfindet also das Longieren als eine Art Join up &#8220;Maßregelung&#8221; meinerseits. Haben Sie eine Tip für mich, wie ich das ändern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor kurzem wurde mir folgende Frage gestellt:</p>
<p><em>Wenn ich mein Pferd longiere (was ich sehr selten tue) fängt sie (eine Stute) schon nach zwei Runden an zu kauen, nimmt den Kopf runter und leckt. Sie empfindet also das Longieren als eine Art Join up &#8220;Maßregelung&#8221; meinerseits. Haben Sie eine Tip für mich, wie ich das ändern kann? Das Longieren soll ja für sie keine Strafe sein.</em></p>
<p>Auf dieses Frage möchte ich an dieser Stelle eingehen.<em><br />
</em></p>
<p><strong>Ein Verhalten – viele Interpretationsmöglichkeiten</strong></p>
<p>Das  Kauen und Lecken des Pferdes als reine Unterwerfungsgeste zu  interpretieren, halte ich für falsch. Für mich bedeutet es viel mehr und  ich interpretiere das Kauen und Lecken je nach Situation sehr  unterschiedlich.</p>
<p>Schauen Sie sich zum Vergleich einen Hund an, der mit  dem Schwanz wedelt. Die meisten Menschen interpretieren ein  Schwanzwedeln beim Hund automatisch als Ausdruck von Freude. Das stimmt auch oft, aber manchmal ist es das aber nicht.  Es kann nämlich z.B. auch ein Ausdruck von Unsicherheit oder Erregung sein und so kann es durchaus vorkommen, dass ein Hund mit dem Schwanz wedelt und in die nach ihm greifende Hand beißt &#8230;  In diesem Fall hat der Mensch den Fehler gemacht, nicht auch die Körperhaltung und den Augenausdruck zu beachten, der ihn hätte das Schwanzwedeln anders interpretieren lassen. Es gilt also immer den <strong>Gesamteindruck </strong>des Tieres zu sehen und zu deuten, egal ob beim Hund oder Pferd.</p>
<p><strong>Situationsbeispiele</strong></p>
<p>Ich sehe das Lecken und Kauen beim Pferd in den meisten Fällen als sehr positives Zeichen und übersetze es je nach Situation so:</p>
<p><strong>Beim Reiten im Gelände</strong></p>
<p>Fast jeden Morgen gehe ich mit meinem Pepe und meinen Hunden in den Wald. Zu 90 % sind wir dabei gebisslos unterwegs. Wir haben ein paar Lieblingsstecken auf denen ich Pepe gerne mal &#8220;gehen&#8221; lasse. Er darf also so richtig Gas geben und das macht er sehr, sehr gerne <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> . Am Ende der Strecke angekommen, pariert er in der Regel von allein durch. Ich muss ihn also nicht über Zügeleinwirkung bremsen und und da kein Gebiss im Maul liegt, schließe ich eine Mobilisierung des Kiefers durch Gebisseinwirkung als Auslöser des Kauens aus. Doch kaum ist Pepe im Schritt, schleckt und kaut er wie ein Weltmeister und das ohne Leckerligabe meinerseits. Sein Blick nach so einem Galopp ist einfach toll. Nie im Leben würde ich auf die Idee kommen dieses Lecken und Kauen negativ zu interpretieren. Für mich heißt es in diesem Fall: &#8220;<em>Das war ein Mordsgaudi</em>&#8220;!</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/DSC_04891.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2453" title="DSC_0489" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/DSC_04891.jpg" alt="" width="250" height="306" /></a><span id="more-2422"></span></p>
<p><strong>Bei Behandlungen wie Massage, Akupunktur, Energiearbeit u.ä. </strong></p>
<p>Wenn meine Pferdephysiotherapeutin <a href="http://babette.wege-zum-pferd.de/pferdehof/maike-knifka/">Maike</a> eines meiner Pferde behandelt und auf einen Problembereich, also eine so genannte Blockade trifft und diese mittels Massagetechniken bearbeitet, sieht man fast immer als Reaktion auf ihr Tun das Kauen und Lecken. Ebenso sieht man eigentlich immer ein Kauen und Lecken des Pferdes wenn <a href="http://babette.wege-zum-pferd.de/pferdehof/patrizia-harneit/">Patrizia</a> ihren Laserstab an einen Akupunkturpunkt hält, der ihr zuvor durch eine Energiestörung aufgefallen ist. Oder machen Sie mal diese <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2009/08/18/was-man-alles-mit-dem-schweif-anstellen-kann/">Schweifübung</a> bei Ihrem Pferd.</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/ZZ502F9A9B.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2459" title="ZZ502F9A9B" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/ZZ502F9A9B.jpg" alt="" width="300" height="281" /></a></p>
<p>Auch hier bleibt so gut wie kein Pferdemaul stumm und wenn doch, mache ich mir darüber mehr Gedanken, als wenn mein Pferd schleckend reagiert. In diesen Fällen interpretiere ich das Kauen und Lecken als Zeichen, dass ich am richtigen Ort das Richtige mache ( bzw. machen lasse) um etwas positiv in Bewegung zu bringen. Ich sehe dabei kein Unwohlsein oder negative Gefühle beim Pferd – ganz im Gegenteil, es ist für mich ein Zeichen dafür, dass sich etwas löst, dass etwas in Bewegung kommt.</p>
<p><strong>Bei der gymnastizierenden Arbeit </strong></p>
<p>Wenn ich die Pferde an der Hand mit den Übungen &#8220;Führen in Stellung&#8221; und &#8220;Übertretenlassen&#8221; aufwärme, so wie ich es im <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/3/shop/longenkurs.php">Longenkurs</a> beschreibe, oder auch beim Reiten von Seitengängen, beobachte ich die Pferde sehr genau, ob sie dabei anfangen zu lecken und zu kauen. Wenn sich ein Pferd korrekt stellt und biegt, wird nämlich eine Muskelfunktionskette aktiviert, die von der Hinterhand bis in die Region der Kiefergelenke reicht. Lässt das Pferd die Biegung durch seinen Körper durch, wird die Zugenbeinmuskulatur angeregt. Die Folge: das Pferd leckt und kaut. (Wer sich für die genaue Funktionskette interessiert empfehle ich die Lektüre der überarbeiteten Version unseres <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/3/shop/longenkurs.php">Longenkurses</a>, die in Kürze erscheint. Darin erklärt Maike ausführlich die Biomechanik, die hinter diesem Phänomen steht.)</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/DSC_0241.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2457" title="DSC_0241" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/DSC_0241.jpg" alt="" width="250" height="249" /></a></p>
<p>Aus diesem Grund freue ich mich bei gymnastizierenden Übungen immer darüber, egal ob an der Hand oder beim Reiten, wenn mein Pferd ein entspanntes Lecken und Kauen zeigt.</p>
<p><strong>An der Longe </strong></p>
<p>Wenn ein Pferd noch unausbalanciert und verspannt an der Longe läuft, beobachte ich häufig ein verspanntes Maul zusammen mit einem gestressten Gesichtsausdruck. So ein Pferd presst die Kiefer zusammen, beißt also im wahrsten Sinne des Wortes die Zähne zusammen. Verspannte Kiefergelenke blockieren das Genick des Pferdes, womit ich kaum Stellung erreichen kann. Wenn das Pferd aber anfängt sich zu lösen, lässt sich das Pferd aus dem Widerrist heraus fallen. Und oftmals beginnt das Pferd in diesem Moment an zu kauen und zu lecken. Es ist also ein gutes Zeichen! Ich würde nicht auf die Idee kommen, dass mein Pferd sich in einem solchen Moment von mir &#8220;unterworfen und gestraft&#8221; fühlt.</p>
<p>Schauen Sie sich Pepe auf dem folgenden Bild an. Haben Sie das Gefühl, dass er sich gerade schlecht fühlt?</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/leckendespferdklein.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2436" title="leckendespferdklein" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/leckendespferdklein.jpg" alt="" width="300" height="240" /></a></p>
<p>Und so gebe ich der Fragestellerin zur Antwort, dass sie sich freuen soll wenn ihr Pferd sich schon nach ein paar Runden an der Longe löst und abkaut und diese Reaktion in meinen Augen kein Grund ist auf das Longieren zu verzichten. Ähnlichkeiten zu einem &#8220;Unterwerfungskauen&#8221;, wie es beim &#8220;Join up&#8221; zu sehen und erwünscht ist, sehe ich nicht.</p>
<p><strong>Beobachten Sie Ihr Pferd und fühlen Sie hin</strong></p>
<p>Dies sind nur einige Beispiele, aber im Alltag erlebe ich etliche Situationen, in denen Pferde lecken und kauen und ich es als positives Zeichen interpretiere. Sicherlich gibt es auch das &#8220;Stresskauen&#8221; des Pferdes, welches aber gut vom entspannten Kauen und Lecken zu unterscheiden ist.</p>
<p>Schauen Sie immer genau hin: Wie sieht das Auge des Pferdes aus? Wie ist die Körperhaltung? Was empfinden Sie, wenn Sie Ihr Pferd anschauen? Schulen Sie Ihre <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2010/08/31/fuehlensiedochmal/">Empathie</a> und bewerten Sie dann, ob es sich um ein &#8220;gutes&#8221; oder ein &#8220;schlechtes&#8221; Kauen und Lecken handelt.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das trageerschöpfte Pferd</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2011/09/27/das-trageerschopfte-pferd/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 02:05:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Kennen Sie den Begriff Trageerschöpfung? Ich muss zugeben, ich kannte ihn vor der Lektüre des Buches &#8220;Illusion Pferdeosteopathie&#8221; von Tanja Richter nicht (siehe unser Buchtipp), auch wenn ich leider sehr viele Pferde sehe, auf die dieser  Zustand zutrifft. Damit Sie wissen, was Sie sich unter einer  Trageerschöpfung vorzustellen haben und in Zukunft  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kennen Sie den Begriff <strong>Trageerschöpfung</strong>? Ich muss zugeben, ich kannte ihn vor der Lektüre des Buches &#8220;Illusion Pferdeosteopathie&#8221; von Tanja Richter nicht (siehe unser <a href="../../artikel/buchtipps.php">Buchtipp</a>), auch wenn ich leider sehr viele Pferde sehe, auf die dieser  Zustand zutrifft. Damit Sie wissen, was Sie sich unter einer  Trageerschöpfung vorzustellen haben und in Zukunft  erkennen, wenn sich ein Pferd in diesem Zustand befindet, möchte ich ihn heute  vorstellen.</p>
<p><strong>Ursache und Symptomatik</strong></p>
<p>Wird ein Pferd schlecht geritten (z.B. bei Einsatz einer harten Reiterhand, Einsatz von  Hilfszügeln, schlechter Sitz des  Reiters), passt der Sattel nicht, muss das Pferd einen zu schweren Reiter  tragen oder liegt ein anderer Grund vor, warum ein Pferd im  biomechanischen Sinne nicht korrekt laufen kann, kann es zu folgenden  Symptomen kommen:</p>
<ul>
<li>Der Brustkorb des Pferdes sackt nach vorne unten ab.</li>
<li>Die Wirbelgelenke der Wirbelsäule werden zusammengedrückt.</li>
<li>Das Längsband an den Wirbelkörpern wird überspannt und geschädigt.</li>
<li>Nervenaustrittslöcher werden eingeengt.</li>
<li>Die Kruppen-und Hinterhandsmuskulatur ziehen von hinten, um den Rücken anzuheben.</li>
<li>Der Rücken &#8220;hängt&#8221;.</li>
<li>Die Muskulatur der Schulter verspannt sich.</li>
<li>Brust- und Bauchmuskulatur verspannen.</li>
</ul>
<p>Das Pferd versucht, mit der &#8220;falschen&#8221; Muskulatur den Rücken anzuheben, um den Reiter zu tragen.</p>
<p>Ein Pferd, welches sich längerfristig im Zustand der Trageerschöpfung  befindet, zeigt folgende sichtbaren Veränderungen seines Körpers:</p>
<ul>
<li>Der Rücken ist eingesunken.</li>
<li>Der Widerrist ragt heraus.</li>
<li>Neben dem Widerrist befinden sich Löcher.</li>
<li>Es zeigt Verspannung der Lendenmuskeln, evtl. mit Aufwölbung der Lendenwirbelsäule (Karpfenrücken).</li>
</ul>
<p>Ein trageerschöpftes Pferd leidet unter großen Muskelverspannungen  und kann sich nicht korrekt biegen. Es kommt häufig zu sog. &#8220;Blockaden&#8221;  in der gesamten Wirbelsäule. Es kann nicht raumgreifend gehen und wird  wahrscheinlich frühzeitig an typischen Verschleißerkrankungen wie Spat,  Kissing Spines, Sehnenproblemen, Arthrosen usw. leiden.</p>
<p><strong>Erkennbare Veränderungen der Muskulatur</strong></p>
<p>Auf dem folgenden Bildern sind deutlich die Löcher neben dem Widerrist zu erkennen. Im weiteren Rückenverlauf schauen die Dornfortsätze der Wirbelsäule heraus, was für eine Atrophie (Rückbildung, Gewebeschwund) des langen Rückenmuskels spricht. Bei gut entwickelter Muskulatur sollten die Löcher recht und links vom Widerrist (rote Umrandung und roter Pfeil) gut aufgefüllt und die Dornfortsätze der Wirbelsäule von Muskulatur eingebettet sein (gelber Umrandung).</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/trage31.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2398" title="trage3" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/trage31.jpg" alt="" width="300" height="197" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="../wp-content/uploads/trage42.jpg"><span id="more-2286"></span></a><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/trage21.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2396" title="trage2" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/trage21.jpg" alt="" width="300" height="162" /></a></p>
<p>Das folgende Bild zeigt den Bereich, bei dem es an Hinterhandsmuskulatur fehlt. Hier ist der Glutaeus zu schwach entwickelt oder besser gesagt, zurückgebildet. Dafür ist der lange Sitzbeinmuskel deutlich zu erkennen (blauer Bereich).</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/trage43.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2402" title="trage4" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/trage43.jpg" alt="" width="300" height="276" /></a></p>
<p>Die Oberlinie des Pferdes zeigt eine Absenkung hinter dem Widerrist, eine Aufwölbung in der Lendenwirbelsäule und einen abgesenkten Lumbosakralbereich (Übergang der Lendenwirbelsäule-Kreuzbein):</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/trage2.jpg"></a><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/trage3.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2297" title="trage3" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/trage3.jpg" alt="" width="350" height="265" /></a></p>
<p>Wenn Sie eine solche Entwicklung bei einem Pferd feststellen, gilt es dringend die Ursache dafür herauszufinden und diese abzustellen.</p>
<p>Überprüfen Sie:</p>
<ul>
<li>Ihr Zubehör (vor allem den Sattel!),</li>
<li>Ihre Art das Pferd zu reiten,</li>
<li>die Haltung,</li>
<li>Fütterung,</li>
<li>Zustand von Zähnen, Hufen usw. und</li>
<li>Ihre Art des Training.</li>
</ul>
<p>Wenden Sie sich an einen guten Tierarzt und/oder Physiotherapeuten und sorgen Sie dafür, dass das Pferd sich wieder in guter Manier bewegen kann. Eventuell kann es nötig sein, eine Weile auf das Reiten zu verzichten, bis sich die Muskulatur des Pferdes soweit positiv entwickelt hat, dass das Pferd wieder ohne Schaden zu erleiden geritten werden kann. Insbesondere die Arbeit nach dem <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/3/shop/longenkurs.php">Longenkurs</a> kann ich Ihnen sehr empfehlen, wenn Sie ein Pferd haben, welches sich im Zustand der Trageerschöpfung befindet.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Gedanken zum Thema: Einsatz von &#8220;scharfen&#8221; Ausbildungsgegenständen</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 02:27:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausrüstung]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon vor einer Weile habe ich mich in meinem Artikel  Kappzäume der filigranen Art kritisch zur Serreta (ein spanischer, scharfer Kappzaum) geäußert. Dort erschien nun vor kurzem dieser Kommentar (wörtlich übernommen):
&#8220;Nunja, Frau Teschen,
es mag schon sein, dass Sie keine Serreta benoetigen, denn wie Sie schreiben, bereiten Sie Ihre Pferde ja genauestens vor.
Die Serreta (immer ummantelt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon vor einer Weile habe ich mich in meinem Artikel <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2010/05/25/der-kappzaum-teil-2-kappzaume-der-filigranen-art/"> Kappzäume der filigranen Art</a> kritisch zur Serreta (ein spanischer, scharfer Kappzaum) geäußert. Dort erschien nun vor kurzem dieser Kommentar (wörtlich übernommen):</p>
<p><em>&#8220;Nunja, Frau Teschen,<br />
es mag schon sein, dass Sie keine Serreta benoetigen, denn wie Sie schreiben, bereiten Sie Ihre Pferde ja genauestens vor.<br />
Die Serreta (immer ummantelt, “blank” ist verboten) kommt in Spanien u.a. bei der Praesentation der Hengste zum Einsatz.<br />
Wenn Sie in der Alterklasse 2 oder 3 stehen, und einen komplett rohen  Hengst etwa 1 Stunde lang in Reihe neben Anderen ruhig stehen lassen  muessen, waehrend die Kandidaten vor seiner Nase im Trab und Galopp  vorbeisausen, tja, dann haetten Sie vermutlich auch gerne etwas  durchschlagendere Argumente in der Hand, nehme ich an!<br />
Leben und leben lassen, ist die Devise!&#8221;</em></p>
<p>Dieser Kommentar hat mich sehr nachdenklich gemacht und da meine Antwort auf diesen Kommentar etwas ausschweifender ist, habe ich mich dazu entschieden, nicht direkt dort zu antworten, sondern mit diesem Beitrag meine Gedanken dazu niederzuschreiben.</p>
<p><strong>Ja, in dieser Situation würde ich die Serreta sehr wahrscheinlich benutzen &#8230;</strong></p>
<p>Ich bin wahrlich nicht so naiv mir einzubilden, dass ich einen 2-jährigen, rohen Hengst mit Plüschhalfter, ausreichend Leckerchens in der Tasche und beruhigenden Worten dazu bringen würde, bei einer Hengstpräsentation wohlerzogen eine Stunde ruhig neben mir zu stehen, während um ihm herum die Post abgeht. Ich bin mir sogar sicher: Ich würde sehr, sehr alt aussehen! <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und ja, würde ich dort tatsächlich mit einem tobenden Wildpferd an der Hand stehen müssen, wäre ich heilfroh, wenn ich ein Werkzeug in der Hand und auf dem Kopf des Pferdes hätte, welches  mir hilft, mitsamt Pferd wieder unversehrt und lebend vom Platz zu gehen. Und ja, ich würde dieses Werkzeug, wenn es sein muss, auch benutzen. In diesem Sinne kann ich der Verfasserin des Kommentares nur zustimmen.<strong> </strong></p>
<p>Das ändert aber meine Grundeinstellung zur Serreta nicht.</p>
<p><strong>Das Mittel der Wahl?<br />
</strong></p>
<p>In meiner dreiteiligen Serie über Kappzäume ging es mir darum, Empfehlungen auszusprechen. Ich erklärte in den Beiträgen, welche Art Kappzäume ich für die Pferdeausbildung, insbesondere für die <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/3/shop/longenkurs.php">Longenausbildung</a> eines Pferdes, als <strong>pferdefreundlich und geeignet</strong> ansehe.</p>
<p>Es ging mir <strong>nicht</strong> darum aufzuklären, mit welchem Kopfstück man am ehesten Kontrolle über ein austickendes Pferd erlangen kann. Das ist in meinen Augen ein großer Unterschied.<strong><br />
</strong></p>
<p>Die Serreta ist eine scharfe Kappzaumvariante. Sicherlich ist ihre Schärfe abhängig von der Beschaffenheit (mit oder ohne Zacken, ummantelt oder blank), aber ich persönlich lehne die Serreta (wenn sie nicht gut abgepolstert ist) grundsätzlich als Ausbildungsutensil ab. Nur weil die Serreta dem Zweck dienen kann, dem Menschen die Kontrolle über ein überfordertes Pferd zu ermöglichen, welches mit anderen Kopfstücken nicht händelbar ist, ist sie damit eben noch lange kein <strong>Ausbildungswerkzeug</strong>, sondern nur ein <strong>Hilfsmittel, mit dessen Hilfe es möglich ist, über Zwang Kontrolle zu erhalten</strong>.</p>
<p>Damit befindet sich zumindest die blanke Serreta für mich auf einer Linie mit den von mir ebenso abgelehnten Schlaufzügeln, Fußfesseln, Steigergebissen, Zwangsständen und anderen Hilfsmitteln, deren Einsatz in meinen Augen für das Pferd nichts Positives haben, aber dem Menschen die Macht verleihen Wiederstände zu brechen und Pferde zum Funktionieren bringen können. <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Was ist angemessen?<br />
</strong></p>
<p>Keine Frage, Hilfsmittel können ihre Berechtigung haben. So sind z.B. Zwangsstände in Notsituationen äußerst sinnvoll und haben schon vielen Pferden und Menschen das Leben gerettet. Hätte mein Pferd eine Kolik und müsste ohne Gefahr für das Leben des Tierarztes untersucht werden, so hätte ich keinerlei Bedenken mein Pferd in einen Zwangsstand zu führen. Aber deswegen werde ich unseren Lesern <strong>nicht</strong> einen Zwangsstand empfehlen, um z.B. dem Pferd die Hufpflege nahezubringen oder zur Gewöhnung an einen Sattel.</p>
<p>Und so ist es auch mit einem Hilfsmittel wie der Serreta.</p>
<p><span id="more-2334"></span></p>
<p><strong>Wir bringen das Pferd in eine Situation, die es überfordert und strafen es dann auch noch dafür</strong></p>
<p>Schauen wir mal ehrlich hin: Warum &#8220;muss&#8221; denn eine Serreta bei der Präsentation überhaupt zum Einsatz kommen? Doch nur, weil der Mensch komplett über das Wesen des Pferdes geht und dabei keinerlei Rücksicht auf die Pferdepsyche nimmt. Er hat es versäumt, das Pferd gut vorzubereiten und bringt es dadurch in eine Situation, die den Einsatz von Utensilien solcher Art zum Erhalt der Kontrolle erfordert.</p>
<p>Dass ein rohes Jungpferd mit einer solchen Veranstaltung, von der die Kommentarschreiberin spricht, völlig überfordert sein wird, dürfte jedem klar sein. Wie beschrieben sind die Pferde dort in der Regel <strong>jung</strong> und <strong>roh</strong>. Die Pferde werden, wie auch immer, zu dem Veranstaltungsort gebracht. Mit Sicherheit wird allein der Transport schon für viele von ihnen der blanke Horror gewesen sein. Die Pferde sind nicht ausgebildet, haben also nicht gelernt, sich vom Menschen führen zu lassen, sich verladen zu lassen, sie haben nicht gelernt, ruhig neben dem Menschen zu stehen und in den wenigsten Fällen wird es auch nur den Ansatz eines Vertrauensverhältnisses zwischen Mensch und Pferd geben. Die Pferde kennen keine Veranstaltung dieser Art, alles ist fremd und ungewohnt, sie verstehen nicht im Geringsten was von ihnen erwartet wird, sollen aber &#8220;funktionieren&#8221;. Die meisten von ihnen werden schlicht und einfach Angst haben, sehr, sehr große Angst.</p>
<p>Und fragen wir uns nun:</p>
<ul>
<li>Wie groß ist also die Wahrscheinlichkeit, dass ein Pferd welches hier &#8220;präsentiert&#8221; werden soll, keine Fehler macht?</li>
<li>Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Pferd über den Einsatz der Serreta &#8220;diszipliniert&#8221; werden muss?</li>
<li>Wie sieht dieser Einsatz dann sehr wahrscheinlich aus?</li>
<li> Und: Welche Weichen werden hier für den zukünftigen Weg von Mensch und Pferd gelegt?</li>
</ul>
<p><strong>Die Fehler liegen &#8211; wie immer! &#8211; beim Menschen</strong></p>
<p>In meinen Augen läuft hier, wie so oft, grundsätzlich etwas falsch: Es geht wieder einmal vor allem um die Bedürfnisse des Menschen, ums Geld und ums Geschäft. Das, was ein Pferd bräuchte, um einen positiven Start in die Ausbildung und für den gemeinsamen Weg mit Menschen zu bekommen, fällt aus dieser Rechnung &#8211; und so muss zu Gewalt gegriffen werden, um das Pferd gefügig zu machen. Der Mensch rechtfertigt das dann mit der eigenen Sicherheit, die aber nur auf dem Spiel steht, weil er selbst vorher versäumt hat, für Sicherheit auf eine pferdegerechte Art zu sorgen.</p>
<p>Ja, klar, ich kann mir den Luxus leisten meine Pferde behutsam auf Events wie Präsentationen vorzubereiten. Ich kann es mir leisten, meine Pferde so lange Zeit zu geben, bis sie soweit sind und unser Vertrauensverhältnis zueinander so gut ausgebildet ist, dass ich eine solche Veranstaltung besuchen könnte, ohne dass ich zu scharfen Ausrüstungsgegenständen greifen muss. Und ich kann auch verstehen, dass es Züchtern oftmals nicht möglich ist. Aber soll ich aus diesem Grund den Einsatz von in meinen Augen pferdeunfreundlichen Ausrüstungsgegenständen gut heißen? Heiligt denn der Zweck hier die Mittel?</p>
<p>Ich liebe Pferde. Ich weiß um deren Sensibilität. Ich weiß wie schnell und unwiederbringlich Vertrauen zerstört werden kann. Ich wünsche mir, dass alle Pferde der Welt eine schonende und liebevolle Ausbildung erhalten und sie niemals schlechte Erfahrungen und Schmerzen durch den Menschen erleiden müssen. Deswegen spreche ich auf dieser Seite aus welche Ausrüstungsgegenstände ich für pferdefreundlich halte und welche nicht. Und die Serreta gehört für mich nach wie vor definitiv nicht zu den Ausbildungswerkzeugen, die ich unseren Lesern empfehlen möchte.</p>
<p><strong>Leben und leben lassen &#8230; Au ja! </strong></p>
<p>Und zwar die Pferde. Ein Leben ohne Zwang, Schmerz, Überforderung und Gewalt durch uns Menschen! Das ist mein naiver Traum &#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Sprechen Sie einen Dialekt?</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2011/09/13/sprechen-sie-einen-dialekt/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Sep 2011 02:56:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umgang]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf meinen Kursbesuchen in allen möglichen Teilen Deutschlands fühle ich mich oftmals so als befände ich mich im Ausland. Denn zum Teil verstehe ich die dort &#8220;Einheimischen&#8221; kaum und das, obwohl sie dieselbe Muttersprache sprechen wie ich. Die Dialekte sind aber tatsächlich teilweise so unverständlich für mich wie eine Fremdsprache.
Wie schwer muss es erst für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf meinen Kursbesuchen in allen möglichen Teilen Deutschlands fühle ich mich oftmals so als befände ich mich im Ausland. Denn zum Teil verstehe ich die dort &#8220;Einheimischen&#8221; kaum und das, obwohl sie dieselbe Muttersprache sprechen wie ich. Die Dialekte sind aber tatsächlich teilweise so unverständlich für mich wie eine Fremdsprache.</p>
<p><strong>Wie schwer muss es erst für unserer Pferde sein?</strong></p>
<p>Diese Tatsache hat mich zum Nachdenken gebracht: Wenn es mir schon  so unendlich schwerfällt, meine eigenen &#8220;Artgenossen&#8221;, die dieselbe Muttersprache sprechen wie ich, zu verstehen – wie mag es dann erst unseren Pferden ergehen?</p>
<p>Nicht nur, dass sie eine ganz andere Spreche sprechen und verstehen als wir, nein, sie müssen es auch noch schaffen in dieser Fremdsprache die ganzen verschiedenen Dialekte dieser Sprache zu verstehen. Denn ich bin überzeugt davon, dass jeder Mensch ein Kommando für ein und dieselbe Übung, z.B. für das Rückwärtsrichten, etwas unterschiedlich gibt, also quasi <strong>mit seinem eigenen Dialekt innerhalb einer Fremdsprache </strong>mit dem Pferd spricht.</p>
<p>Und da wundern wir uns wirklich, dass Pferde so oft nicht richtig auf unsere &#8220;Hilfen&#8221; reagieren und Schwierigkeiten haben, uns verstehen?</p>
<p>Ich mich nicht mehr! <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Pferde müssen geritten werden, &#8230; oder nicht?</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2011/09/06/muss-man-ein-pferd-reiten/</link>
		<comments>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2011/09/06/muss-man-ein-pferd-reiten/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 02:48:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bekomme viele Mails von Pferdebesitzern/innen, in denen mir die unterschiedlichsten Probleme geschildert werden. Etwas länger her ist die Mail einer Frau, die mich ebenfalls ganz verzweifelt um Rat fragte. Sie war zutiefst verunsichert, ob sie ihr Pferd verkaufen sollte oder nicht. Sie schrieb, sie liebe ihr Pferd von ganzen Herzen. Sie verbringt gerne und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bekomme viele Mails von Pferdebesitzern/innen, in denen mir die unterschiedlichsten Probleme geschildert werden. Etwas länger her ist die Mail einer Frau, die mich ebenfalls ganz verzweifelt um Rat fragte. Sie war zutiefst verunsichert, ob sie ihr Pferd verkaufen sollte oder nicht. Sie schrieb, sie liebe ihr Pferd von ganzen Herzen. Sie verbringt gerne und viel Zeit mit ihm. Sie geht gerne lange mit ihm spazieren, macht viel Bodenarbeit und empfindet ihre Beziehung als intensiv und freundschaftlich. Sie hat keinerlei Probleme im Umgang und ist eigentlich rundum glücklich, wären da nicht die Kommentare der &#8220;anderen&#8221; &#8230;</p>
<p>Denn die Frau hat folgendes Problem: Sie mag ihr Pferd nicht reiten. Sie fühlt sich unwohl, hat etwas Angst und es bereitet ihr einfach keine Freude. Auch hat sie das Gefühl, dass ihr Pferd ebenso wenig Spaß an der Sache hat wie sie. Ab und zu setzt sie sich dennoch auf ihr Pferd, doch nicht weil sie Lust dazu hat, sondern nur weil ihr von außen gesagt wird, sie <strong>müsse</strong> ihr Pferd reiten, denn dafür seien Pferde schließlich da. Das, was sie mit ihrem Pferd mache, wäre doch keine &#8220;richtige&#8221; Arbeit. Ihr Pferd würde darunter leiden und wahrscheinlich auch krank werden &#8230;</p>
<p>Und nun stellte sie mir also tatsächlich die Frage, ob sie ihr Pferd aus diesem Grund verkaufen sollte.</p>
<p>Um das noch einmal deutlich zu sagen: Sie vermisst das Reiten nicht. Ihr liegt einfach nichts daran. Das Reiten ist nicht der Grund, warum sie ein Pferd halten möchte. Sie liebt Pferde, und ganz besonders ihres. Sie liebt es, es zu umsorgen, mit ihm Zeit zu verbringen. Ihr Pferd macht sie glücklich und sie tut alles, damit es ihrem Pferd gut geht. Für sie wäre alles perfekt, wenn da nicht der Druck wäre, das Pferd reiten zu müssen.</p>
<p>Ihr Problem bestand also tatsächlich &#8220;nur&#8221; darin, dass sie die Grundüberzeugung hatte, dass sie ihr Pferd reiten muss, um ihm gerecht zu werden.</p>
<p><strong><span id="more-2242"></span>Sind Pferde zum Reiten erschaffen?</strong></p>
<p>Da frage ich mich, wie haben die Pferde bloß überlebt, bevor der Mensch sich ihrer erbarmt hat und sie endlich zum Reittier gemacht hat?</p>
<p>Im Ernst: Wer glaubt wirklich, dass Pferde, bevor der Mensch ihren Nutzen erkannte, tatsächlich unglücklicher waren? Warum soll man Pferde reiten müssen? Brauchen sie es wirklich  für ihre Gesundheit? Für ihr körperliches und seelisches Wohlbefinden? Ist es ein elementares Grundbedürfnis eines Pferdes, geritten zu werden?</p>
<p>Meiner Überzeugung nach ganz klar, nein!</p>
<p>Geritten zu werden ist kein Grundbedürfnis eines Pferdes.</p>
<p>Ich denke, wir Pferdebesitzer haben für vieles die Verantwortung und es ist unsere Pflicht dafür zu sorgen,</p>
<ul>
<li>dass unsere Pferde ihr Leben in guter Haltung verbringen dürfen, wo sowohl Kontakt zu Artgenossen besteht, als auch die Möglichkeit sich ausreichend zu bewegen,</li>
<li>es gut ernährt wird,</li>
<li> dass gut mit dem Pferd umgegangen wird,</li>
<li>rundum für eine gute Gesundheit Sorge zu tragen</li>
<li>und sicherlich auch dafür zu sorgen, dass unsere Pferde nicht an gähnender Langeweile und unter Mangel an Abwechslung und Input leiden.</li>
</ul>
<p>Aber das Reiten steht für mich ganz eindeutig nicht auf dieser Liste.</p>
<p>Für ausreichend Bewegung und Abwechslung kann man auch anders sorgen. Dafür ist das Reiten nicht essentiell notwendig. Ich bin davon überzeugt, dass jedes Pferd welches nicht geritten wird, ebenso gesund alt werden kann, ebenso glücklich sein kann und ein ebenso erfülltes Leben leben kann, wie ein Pferd, welches regelmäßig geritten wird. Und ich bin mir sicher: Ein Pferd, welches niemals geritten wird, muss und wird wahrscheinlich nichts vermissen!</p>
<p><strong>Gehen wir sogar einen Schritt weiter</strong></p>
<p>Wenn ich sehe, wie schlecht leider viele Pferde geritten werden, bin ich mir sogar sehr sicher, dass es einem Pferd, welches nicht geritten wird, sehr viel besser geht als etlichen seiner Artgenossen, welchen gerade in den Rücken geplumpst oder deren Nasen an die Brust geriegelt werden.</p>
<p>Mal ganz ehrlich: Wie viele Erkrankungen, Leid und vorzeitiger Verschleiß eines Pferdes gehen auf schlechtes Reiten zurück? Und im Gegenzug: Welche Erkrankungen haben ihre Ursache darin, dass das Pferd nicht geritten wird? Fällt Ihnen da auch nur eine ein?</p>
<p><strong>Kein Appell mit dem Reiten aufzuhören<br />
</strong></p>
<p>Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Ich sage nicht, dass jedes Reiten Tierquälerei ist und Pferde nicht geritten werden sollten. Ich selber reite auch und werde es wohl auch mit Freude weiterhin tun. Aber wenn es mal so sein sollte, dass ich nicht mehr reiten kann oder eines meiner Pferde aus welchen Grund auch immer, nicht mehr reitbar sein sollte, so ist das für mich kein Weltuntergang und wäre niemals  ein Grund, mich von einem meiner Pferde zu trennen. Denn für mich ist das Reiten nicht die Hauptmotivation, warum ich Pferde habe. Mir ist die Beziehung zu diesen wunderbaren Tieren wichtig. Ich verbringe gerne meine Zeit mit ihnen. Es gibt so unendlich vieles, was man zusammen mit Pferden machen kann:</p>
<ul>
<li>Spazieren gehen,</li>
<li>Zweisamkeit genießen,</li>
<li>Fahren,</li>
<li>Clickertraining,</li>
<li>Freiarbeit,</li>
<li>Kuscheln,</li>
<li>Langzügelarbeit,</li>
<li>Agility,</li>
<li>zirzensische Lektionen,</li>
<li>klassische Handarbeit</li>
<li>Longenarbeit</li>
<li>u. v. m.</li>
</ul>
<p>Übrigens: Einige Zeit später bekam ich noch eine Mail von der Frau, in der sie mir schrieb, dass sie ihr Pferd behalten werde und sie sehr glücklich mit dieser Entscheidung ist. Das hat mich sehr gefreut. <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<item>
		<title>Das Trainer-Spiel</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 02:39:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Clickertraining]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Sie hier schon länger mitlesen, wissen Sie, dass ich nach dem Clickertraining arbeite. Da das mit dem Clickern aber gar nicht so einfach ist, habe ich mir schon oft gewünscht, dass mein Pferd mit mir reden könnte, um mir ein direktes Feedback geben zu können.  Darüber, wie ich als Trainerin auftrete und wie gut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Sie hier schon länger mitlesen, wissen Sie, dass ich nach dem <a href="../2008/05/06/clickertraining-in-der-pferdeausbildung/">Clickertraining</a> arbeite. Da das mit dem Clickern aber gar nicht so einfach ist, habe ich mir schon oft gewünscht, dass mein Pferd mit mir reden könnte, um mir ein direktes Feedback geben zu können.  Darüber, wie ich als Trainerin auftrete und wie gut oder eben nicht gut ich zu verstehen bin.</p>
<p>Nun habe ich eine tolle Übung gefunden, die meinem Wunsch schon sehr nahe kommt und zwar das so genannte Trainer-Spiel! Auch wenn Sie nicht clickern, möchte ich Sie unbedingt ermutigen, sich einmal auf das Trainer-Spiel einzulassen und es auszuprobieren. Sie werden mit Sicherheit sehr davon profitieren &#8211; und Ihr Pferd erst recht.</p>
<p><strong>So geht´s</strong></p>
<p>Beim Trainer-Spiel schlüpft ein Mensch in die Rolle des Pferdes, ein anderer spielt den Trainer.</p>
<p>Der Trainer möchte nun seinem &#8220;Pferd&#8221; ein Verhalten <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2009/04/21/aus-dem-clickertraining-das-freie-formen-oder-auch-shaping/">frei formen</a>. Der Trainer darf sein &#8220;Pferd&#8221; nicht berühren und keine Zeichen geben. Seine einzige Kommunikation mit dem &#8220;Pferd&#8221; findet über das Feedback mit dem Clicker statt. Der Click wird immer dann gegeben, wenn das &#8220;Pferd&#8221; etwas macht, was in die richtige Richtung (= Lösung der Aufgabe) geht. Das &#8220;Pferd&#8221; hat als einzige Vorgabe, dass es Verhalten anbieten soll, also nicht nur passiv in der Gegend stehen soll (sonst wird es langweilig, weil der Trainer nichts zu clickern hat <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> ). Es ist also ein bisschen so wie beim Topfschlagen. <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Wie bei der richtigen Pferdeausbildung: vom leichten zu schweren Aufgaben</strong></p>
<p>Wählen Sie zu Beginn eine leicht zu lösende, nicht zu komplizierte Aufgabe wie z.B., das &#8220;Pferd&#8221; soll zu einen bestimmten Stuhl gehen und sich auf diesen setzen.</p>
<p>Sind Sie bereits fortgeschrittene Trainer-Spiel-Spieler, dürfen die Aufgaben immer komplexer werden, z.B. könnte die Aufgabe jetzt so aussehen, dass Ihr &#8220;Pferd&#8221; den Stuhl umdrehen und umgekehrt auf einen Tisch stellen soll oder vielleicht soll es mit seinem rechten Arm seinen linken Fuß abklopfen &#8230;</p>
<p>Ziel ist es, dass das &#8220;Pferd&#8221; die angedachte Verhaltenskette richtig ausführt.</p>
<p><strong><span id="more-2206"></span>So wertvoll: das Feedback vom Pferd für seinen Trainer</strong></p>
<p>Hat das &#8220;Pferd&#8221; seine Aufgabe gelöst oder eben auch nicht, gibt das &#8220;Pferd&#8221; seinem Trainer Feedback. Denn der Vorteil in unserem heutigen Training ist ja genau der, dass unser &#8220;Pferd&#8221; sprechen kann. <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wenn Sie also die Rolle des Pferdes eingenommen hatten, berichten Sie Ihrem Trainer, wie es Ihnen während des Spieles ergangen ist:</p>
<ul>
<li>Fühlten Sie sich gut angeleitet? Was genau machte das aus? Und wenn nicht, was machte es Ihnen schwer, herauszufinden, was erwünscht ist?</li>
<li>Hat es Ihnen Spaß gemacht von Ihrem Trainer angeleitet zu werden? Was genau löste die Freude aus? Und wenn nicht: Was verdarb Ihnen die Freude?</li>
<li>Waren Sie motiviert? Wenn ja: Was genau motivierte Sie? Und wenn nein: Was demotivierte Sie?</li>
<li>Waren Sie vielleicht verunsichert? Wodurch genau? Was hätte Ihnen mehr Sicherheit gegeben?</li>
<li>Hat Sie vielleicht ein falscher Click auf eine falsche Fährte geführt? Wenn ja: Wissen Sie noch, an welcher Stelle das war?</li>
<li>Vielleicht waren Sie phasenweise gar frustriert? Was genau löste den Frust aus? Was hätten Sie sich anders gewünscht?</li>
<li>Was würden Sie aus &#8220;Pferdesicht&#8221; Ihrem Trainer an Tipps geben?</li>
</ul>
<p>Wenn Sie der Trainer waren, fragen Sie Ihr &#8220;Pferd&#8221; genau nach diesen Punkten.</p>
<p><strong>Eine wertvolle Erfahrung<br />
</strong></p>
<p>Mir als Pferdeausbilderin hat das Trainer-Spiel sehr viel gebracht. Mir wurde noch mal sehr viel klarer, wie kleinschrittig ich eine Aufgabe zerlegen muss, damit ich mich dem Pferd gegenüber gut verständlich machen kann. Ich habe gemerkt, wie oft es mir doch immer wieder passiert, dass ich zum falschen Zeitpunkt etwas verstärke und damit meine Pferde auf Ideen bringe, die ich eigentlich gar nicht möchte.</p>
<p>In der Rolle des Pferdes habe ich mich manchmal sehr verloren gefühlt. Zeitweise bin ich richtig ärgerlich geworden, weil ich mich von meinem Trainer regelrecht &#8220;veräppelt&#8221; fühlte. Ich glaube, wäre ich in dem Moment tatsächlich ein Pferd gewesen, ich wäre &#8220;bockig&#8221; geworden &#8230;</p>
<p>Mir fällt es nun, nachdem ich mehrfach das Trainer-Spiel gespielt habe, wesentlich leichter mich in ein Pferd einzufühlen und ich weiß jetzt viel besser, wie ich korrekt positiv verstärke. Ich kann Unsicherheiten, Nervosität und Widersetzlichkeiten anderes begegnen und habe viel mehr Verständnis für solche Reaktionen von Pferden. Ich kann behaupten, ich habe durch das Trainer-Spiel deutliche Fortschritte als Trainer gemacht. Mein Timing ist besser geworden, mein Vorgehen durchdachter und ich reflektiere mein Feedback viel mehr, welches ich dem Pferd gebe.</p>
<p><strong>Nicht nur lehrreich, sondern auch sehr unterhaltsam!</strong></p>
<p>Man kann das Trainer-Spiel auch hervorragend mit einer Gruppe spielen. Man kann das auf zwei Arten spielen: Entweder so, dass die Gruppe darüber informiert ist was das &#8220;Pferd&#8221; machen soll, oder aber auch so, dass nur der Trainer über seinen Plan im Bilde ist und die Gruppe durch Beobachten mitraten soll, was das Pferd ausführen soll. Vielleicht ist das mal eine unterhaltsame Idee für Ihre nächste Stallparty, es macht wirklich Spaß! <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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