Babettes Praxis-Blog : Kategorie ‘Longieren‘

Hier berichtet Babette Teschen von ihrer täglichen Arbeit als Reitlehrerin und Ausbilderin und bringt Tipps und Anregungen direkt aus der Praxis mit. HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt – klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link “Den ganzen Beitrag lesen”.

Die Arbeit nach unserem Longenkurs

Meine “Spezialität” ;-)   ist ja die Longenarbeit und wahrscheinlich kennen Sie schon unseren Longenkurs. Zur Zeit reise ich quer durch Deutschland und durch die Schweiz, um unseren Kursteilnehmern/innen bei der Umsetzung des Onlinekurses unter die Arme zu greifen.

Dabei ist mir des Öfteren aufgefallen, dass viele Kursteilnehmer auf dem kleinem Kreis im untertourigen Tempo “stecken bleiben”.

Unser Ziel der Arbeit an der einfachen Longe ist ein Pferd, welches sich in guter Selbsthaltung, schwungvoll und losgelassen, mit aktiver Hinterhand auf kleiner und großer Kreislinie, ausbalanciert bewegen kann.

Und genau das gilt es, sich systematisch zu erarbeiten!

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15. Juni 2010 von Babette Teschen • Kategorie: Longieren 9 Kommentare »

Der Kappzaum – Teil 3: Die Gewöhnung an den Kappzaum

Ich habe im ersten Teil der Serie Ihnen die Art von Kappzaum vorgestellt, die ich für das Longieren nutze (siehe auch Longenkurs). Für mich bietet diese Art des Kappzaums das, was ich für meine Arbeit will: eine zuverlässige und präzise, dabei aber schmerzfreie Einwirkung, mit der ich eine Genickstellung erreichen kann.

Für viele Pferde ist der schwere, fest angezogene Kappzaum zunächst ungewohnt. Deswegen ist es wichtig, sich ausreichend Zeit zu nehmen, das Pferd langsam an den Kappzaum zu gewöhnen.

Fangen Sie bitte nicht gleich damit an, den Kappzaum festzuzurren und sofort damit zu arbeiten. Verschnallen Sie ihn zuerst sanft und führen Sie Ihr Pferd ein bisschen oder gehen Sie etwas grasen. Erklären Sie dann ganz in Ruhe die stellenden Hilfen, ohne Krafteinsatz, sondern mit viel Geduld und Lob.

Achten Sie bitte auch auf Ihre eigene Einstellung zum Kappzaum – wenn Sie selbst darin ein „Marterinstrument“ sehen, wird Ihr Pferd die Abneigung unter Umständen spüren und sich fragen, ob da etwas nicht ok ist.
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1. Juni 2010 von Babette Teschen • Kategorie: Longieren 5 Kommentare »

Der Kappzaum – Teil 2 – Kappzäume der filigranen Art…

In meinem letzten Blogbeitrag habe ich Ihnen die eher schwere Variante vorgestellt, die ich selbst für das Longieren nutze. Heute stelle ich Ihnen einige leichtere Modelle vor, die ich für verschiedene Einsatzgebiete, nicht aber zum Longieren nach dem Longenkurs verwende.

Kappzaum ohne Eisen

Es gibt Kappzäume, die nur aus einem Lederband über der Nase besteht, ohne Eisenteile. Die drei Ringe sind sind dann am Leder eingearbeitet.

lederkappzaum.jpg

Diese Kappzäume sind schön leicht und schmal und eignen sich gut, wenn man sie unter eine Trense ziehen möchte. Ich wähle einen solchen Kappzaum gerne zur Handarbeit, zur Arbeit am langen Zügel, zur Arbeit mit der Doppellonge oder auch zum Reiten. Für das korrekte Longieren an der einfachen Longe eignet er sich nicht, da er zu unpräzise einwirkt und leicht seitlich verrutscht.
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25. Mai 2010 von Babette Teschen • Kategorie: Longieren 10 Kommentare »

Der Kappzaum – Teil 1: Was Sie über dieses Werkzeug wissen sollten

Longieren ist mein Steckenpferd und da ich in unserem Longenkurs das Longieren am Kappzaum vorstelle, steht auf der Hitliste der häufigsten Fragen an mich ganz oben diese: “Welchen Kappzaum soll ich mir kaufen?“ Meine Gegenfrage lautet dann immer: „Was wollen Sie denn mit dem Kappzaum für eine Arbeit ausführen?“ Die Auswahl an verschiedenen Kappzäumen ist sehr groß. Und je nachdem was ich machen möchte, wähle ich den dafür geeignetsten Kappzaum aus.

Eine weitere häufige Frage lautet: „Brauche ich überhaupt einen Kappzaum? Kann ich nicht auch mit einem Halfter, oder mit einer Trense arbeiten?“ Meine Gegenfrage lautet dann: „Was wollen Sie mit Ihrer Arbeit erreichen?“ Denn, je nachdem welche Ziele ich anstrebe, benötige ich einen Kappzaum oder kann auch mit einem anderen Kopfstück auskommen.

Ich habe nun eine dreiteilige Serie von Blogbeiträgen geschrieben, in der ich Ihnen erläutern möchte, wann ich mich warum für welchen Kappzaum entscheide und in der ich Ihnen verschiedene Kappzäume und deren Einsatz vorstelle.

Warum überhaupt ein Kappzaum?

Mit einem gut passenden und korrekt verschnallten Kappzaum sind Sie in der Lage, beim Longieren den Kopf des Pferdes punktgenau zu positionieren und zu steuern und das sogar nach entsprechender Vorbereitung auf großer Distanz zum Pferd (siehe Longenkurs). Über die Einwirkung eines Kappzaumes können Sie die für die gesunderhaltende Arbeit so entscheidend wichtige Genickstellung erzielen. Über die Genickstellung und die Positionierung des Kopfes können Sie gezielt an der Längsbiegung des Pferdes arbeiten.

pepegebogen.jpg

Das ist mit anderen gebisslosen Kopfstücken (z.B. einem Halfter) meiner Erfahrung nach nicht möglich. Der Kappzaum bietet den großen Vorteil, dass Sie Ihr Pferd hochwertig gymnastizierend ausbilden und arbeiten, und dabei das Pferdemaul schonen können. Egal was ich meinen Pferden beibringe: Ich arbeite immer zunächst ohne Gebiss und wähle erst später, wenn überhaupt ;-) , ein Kopfstück mit Gebiss. Für mich gehört ein Kappzaum in die Grundausstattung eines jeden Pferdebesitzers.
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18. Mai 2010 von Babette Teschen • Kategorie: Longieren 13 Kommentare »

Die freie Arbeit im Sinne des Longenkurses Teil II

Letzte Woche habe ich Ihnen gezeigt, wie ich eine Brücke von der Longenarbeit nach dem Longenkurs hin zur Freiarbeit baue. Als Zwischenschritt habe ich mir mit einem Seil um den Hals meiner Pferde geholfen. Nun lasse ich das Seil weg und gucke, was schon klappt.

Gehen in Stellung mit angehobener innerer Schulter:

gis1.jpg

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11. Mai 2010 von Babette Teschen • Kategorie: Longieren 3 Kommentare »

Die freie Arbeit im Sinne des Longenkurses

Viele von Ihnen kennen und arbeiten nach unserem Longenkurs. Diese Arbeit bringt es mit sich, dass man bei allem, was man mit dem Pferd macht, auf die Haltungsmanier des Pferdes achtet. Wir wissen ja, dass eine schlechte Laufhaltung auf einem Kreis dem Pferd schadet. Und so habe ich den Anspruch, dass meine Pferde nicht nur an der Longe oder unter dem Sattel, sondern auch bei der Freiarbeit die Regeln des „guten Gehens“ einhalten.

Mein Wunschzielbild ist es, dass meine Pferde später auch bei der Freiarbeit:

- gestellt und gebogen,
- mit angehobener innerer Schulter,
- spurig,
- mit aktiver Hinterhand und
- mit hochschwingendem Rücken
- losgelassen gehen.

Und so experimentiere ich zur Zeit damit herum, wie ich das durch die Longenkursarbeit von meinen Pferden Gelernte in die Freiarbeit übernehmen kann.
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4. Mai 2010 von Babette Teschen • Kategorie: Longieren 6 Kommentare »

Longentraining mit Country Boy: eine Vier-Wochen-Doku – 2. Teil

Während Sie in der letzten Woche die Anfänge meiner Longenkursarbeit mit dem Tinker Country Boy verfolgen konnten, sehen Sie hier nun den Verlauf der nächsten zwei Wochen.

Video 3 – Es geht voran

  • Beim Führen in Stellung entspannt Country Boy mittlerweile sehr gut.
  • Er ist schön langsam geworden und es klappt immer öfter, ihn in Stellung Anhalten und Antreten zu lassen, ohne dass er dabei mit der Hinterhand ausfällt oder sich mit dem Kopf aus der Stellung hebelt.
  • Auch das Übertretenlassen wird nun viel ruhiger ausgeführt.
  • Der Trab ist mittlerweile sehr gut geworden. Er hält einen gleichmäßigen, ruhigen Takt und hat eine gute Haltung entwickelt.
  • Er hat gelernt die innere Schulter anzuheben und läuft schon sehr spurig.

Video 4 – Schöne Erfolge

  • Da Country Boy die Grundstabilität im Longierzirkel gefunden hat, können wir unsere Arbeit in die große Bahn verlegen. Dort habe ich uns aus Dualgassen eine Quadratvolte und aus Pylonen einen Kreis aufgebaut.
  • Dadurch, dass ich Country Boy mal innen entlang und mal außen an den Hindernissen vorbei longiere, kann ich anfangen, mit Tempo und Schwungentfaltung zu spielen. Wenn ich den Kreis verkleinere, verlangsame ich das Tempo und biege Country Boy vermehrt.
  • Anschließend entlasse ich Country Boy wieder auf einen größeren Zirkel und lasse ihn etwas mehr gehen. Durch das Verschieben der Kreise und die Veränderungen der Kreisradien reagiert Country Boy sehr gut auf meine Hilfen und Körpersprache.
  • Er arbeitet konzentriert und entspannt mit.

Country Boy hat in der doch recht kurzen Zeit von vier Wochen deutlich Muskulatur aufgebaut. Das fällt auch den Besitzer sofort auf, als sie am Ende der Ausbildungszeit zu mir kommen. Als die 13-jährige Tochter Country Boy bei mir reitet, fällt ihr auf, wie anders sich die Bewegungen von Country Boy anfühlen.

Ich wünsche Country Boy und seiner Familie alles Liebe und Gute für die Zukunft und bedanke mich sehr für das in mich gesetzte Vertrauen.

2. Juni 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Longieren 3 Kommentare »

Longentraining mit Country Boy: eine Vier-Wochen-Doku – 1. Teil

Im Rahmen meines Longenkurs beschreibe ich, was mit einem Pferd, welches keine gravierenden gesundheitlichen oder psychischen Probleme hat, in vier Wochen Training nach dem Longenkurs zu erreichen ist:

  • Das Pferd sollte taktklar mit weichen, fließenden Bewegungen laufen.
  • Es sollte konstant den Hals und Rücken locker lassen.
  • Es sollte relativ spurig laufen.
  • Es sollte konstant die innere Schulter angehoben halten.
  • Es sollte einen zufriedenen, ausgeglichenen Eindruck bei der Arbeit vermitteln.
  • Es sollte sichtbar beginnen, „gute“ Muskulatur zu entwickeln.
  • Es sollte willig und prompt auf Ihre Hilfen reagieren.

Um Ihnen zu zeigen, dass diese Ziele sehr realistisch sind, habe ich den Tinkerwallach “Country Boy”, der vier Wochen zum Longentraining bei mir war, einmal die Woche für Sie per Filmaufnahmen festgehalten und werde Ihnen diese Aufnahmen nun in diesem und dem folgenden Blogeintrag zeigen. Country Boys Entwicklung kann man so sehr gut erkennen.

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26. Mai 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Longieren 7 Kommentare »

Der Longenkurs im Cavallo-Praxistest

Ende Oktober 2008 ging unser Longenkurs online. Und in der Ausgabe der Pferdefachzeitschrift Cavallo vom Februar 2009 hat er es schon auf die Titelseite geschafft!

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In einem fünf Seiten langen Artikel berichtet die Redakteurin Melanie Tschöpe von ihren Erfahrungen mit unserem Kurs. Ihr Fazit war sehr positiv. :-)

Dr. Robert Stodulka, Fachtierarzt für Physiotherapie und Rehabilitationstherapie gab auch einen Kommentar zu unserem Kurs ab und dieser hat uns sehr glücklich und stolz gemacht: Er bewertet den Kurs als ein „schönes pro-Pferd-System“ und bescheinigt den von uns abgebildeten Pferden, dass sie „so laufen, wie es gesund und wünschenswert ist“.

Dass die Redaktion uns freundlicherweise den Kurs als PDF Datei zur Verfügung gestellt hat, wollen wir Ihnen den natürlich nicht vorenthalten: bitte hier klicken.

Ganz herzlich möchten wir uns für das viele liebe Feedback von Ihnen bedanken und für die vielen Glückwünsche, die uns per e-Mail und im Forum erreicht haben. Wir freuen uns riesig!

3. Februar 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Longieren 1 Kommentar »

Ein Geschenk zum Longenkurs

Ein Freund von mir hat mir ein selbstgestaltetes Comic zur Geburt unseres Longenkurses geschenkt. Ich habe mich riesig darüber gefreut und möchte Euch dieses Kunstwerk auf keinen Fall vorenthalten… :-)

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Ein ganz liebes Dankeschön an Stefan Langer!

20. November 2008 von Babette Teschen • Kategorie: Longieren 4 Kommentare »

Babette Teschen

  • Veröffentlichung Der Longenkurs
  • Ausgebildete Tierheilpraktikerin
  • Seminare nach Linda Tellington-Jones
  • Von 1998 bis 2000 Reitlehrerin in der Schule Marienau
  • Seit 1996 selbständig mit dem Pferdehof Teschen -
    Zentrum für ganzheitliche Betreuung

  • Seit 1998 Spezialisierung auf Alternative Reitweise nach Sally Swift und M. Feldenkrais
  • Schülerin von Horst Becker, Lehrer der klassischen Dressur
  • Seit Anfang 2003 Angebot eigener Seminare