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	<title>Babettes Praxis-Blog &#187; Gesundheit</title>
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	<description>Hier berichtet Babette Teschen von ihrer täglichen Arbeit als Reitlehrerin und Ausbilderin und bringt Tipps und Anregungen direkt aus der Praxis mit. HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt - klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link "Den ganzen Beitrag lesen".</description>
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		<title>Das trageerschöpfte Pferd</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 02:05:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Kennen Sie den Begriff Trageerschöpfung? Ich muss zugeben, ich kannte ihn vor der Lektüre des Buches &#8220;Illusion Pferdeosteopathie&#8221; von Tanja Richter nicht (siehe unser Buchtipp), auch wenn ich leider sehr viele Pferde sehe, auf die dieser  Zustand zutrifft. Damit Sie wissen, was Sie sich unter einer  Trageerschöpfung vorzustellen haben und in Zukunft  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kennen Sie den Begriff <strong>Trageerschöpfung</strong>? Ich muss zugeben, ich kannte ihn vor der Lektüre des Buches &#8220;Illusion Pferdeosteopathie&#8221; von Tanja Richter nicht (siehe unser <a href="../../artikel/buchtipps.php">Buchtipp</a>), auch wenn ich leider sehr viele Pferde sehe, auf die dieser  Zustand zutrifft. Damit Sie wissen, was Sie sich unter einer  Trageerschöpfung vorzustellen haben und in Zukunft  erkennen, wenn sich ein Pferd in diesem Zustand befindet, möchte ich ihn heute  vorstellen.</p>
<p><strong>Ursache und Symptomatik</strong></p>
<p>Wird ein Pferd schlecht geritten (z.B. bei Einsatz einer harten Reiterhand, Einsatz von  Hilfszügeln, schlechter Sitz des  Reiters), passt der Sattel nicht, muss das Pferd einen zu schweren Reiter  tragen oder liegt ein anderer Grund vor, warum ein Pferd im  biomechanischen Sinne nicht korrekt laufen kann, kann es zu folgenden  Symptomen kommen:</p>
<ul>
<li>Der Brustkorb des Pferdes sackt nach vorne unten ab.</li>
<li>Die Wirbelgelenke der Wirbelsäule werden zusammengedrückt.</li>
<li>Das Längsband an den Wirbelkörpern wird überspannt und geschädigt.</li>
<li>Nervenaustrittslöcher werden eingeengt.</li>
<li>Die Kruppen-und Hinterhandsmuskulatur ziehen von hinten, um den Rücken anzuheben.</li>
<li>Der Rücken &#8220;hängt&#8221;.</li>
<li>Die Muskulatur der Schulter verspannt sich.</li>
<li>Brust- und Bauchmuskulatur verspannen.</li>
</ul>
<p>Das Pferd versucht, mit der &#8220;falschen&#8221; Muskulatur den Rücken anzuheben, um den Reiter zu tragen.</p>
<p>Ein Pferd, welches sich längerfristig im Zustand der Trageerschöpfung  befindet, zeigt folgende sichtbaren Veränderungen seines Körpers:</p>
<ul>
<li>Der Rücken ist eingesunken.</li>
<li>Der Widerrist ragt heraus.</li>
<li>Neben dem Widerrist befinden sich Löcher.</li>
<li>Es zeigt Verspannung der Lendenmuskeln, evtl. mit Aufwölbung der Lendenwirbelsäule (Karpfenrücken).</li>
</ul>
<p>Ein trageerschöpftes Pferd leidet unter großen Muskelverspannungen  und kann sich nicht korrekt biegen. Es kommt häufig zu sog. &#8220;Blockaden&#8221;  in der gesamten Wirbelsäule. Es kann nicht raumgreifend gehen und wird  wahrscheinlich frühzeitig an typischen Verschleißerkrankungen wie Spat,  Kissing Spines, Sehnenproblemen, Arthrosen usw. leiden.</p>
<p><strong>Erkennbare Veränderungen der Muskulatur</strong></p>
<p>Auf dem folgenden Bildern sind deutlich die Löcher neben dem Widerrist zu erkennen. Im weiteren Rückenverlauf schauen die Dornfortsätze der Wirbelsäule heraus, was für eine Atrophie (Rückbildung, Gewebeschwund) des langen Rückenmuskels spricht. Bei gut entwickelter Muskulatur sollten die Löcher recht und links vom Widerrist (rote Umrandung und roter Pfeil) gut aufgefüllt und die Dornfortsätze der Wirbelsäule von Muskulatur eingebettet sein (gelber Umrandung).</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/trage31.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2398" title="trage3" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/trage31.jpg" alt="" width="300" height="197" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="../wp-content/uploads/trage42.jpg"><span id="more-2286"></span></a><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/trage21.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2396" title="trage2" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/trage21.jpg" alt="" width="300" height="162" /></a></p>
<p>Das folgende Bild zeigt den Bereich, bei dem es an Hinterhandsmuskulatur fehlt. Hier ist der Glutaeus zu schwach entwickelt oder besser gesagt, zurückgebildet. Dafür ist der lange Sitzbeinmuskel deutlich zu erkennen (blauer Bereich).</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/trage43.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2402" title="trage4" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/trage43.jpg" alt="" width="300" height="276" /></a></p>
<p>Die Oberlinie des Pferdes zeigt eine Absenkung hinter dem Widerrist, eine Aufwölbung in der Lendenwirbelsäule und einen abgesenkten Lumbosakralbereich (Übergang der Lendenwirbelsäule-Kreuzbein):</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/trage2.jpg"></a><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/trage3.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2297" title="trage3" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/trage3.jpg" alt="" width="350" height="265" /></a></p>
<p>Wenn Sie eine solche Entwicklung bei einem Pferd feststellen, gilt es dringend die Ursache dafür herauszufinden und diese abzustellen.</p>
<p>Überprüfen Sie:</p>
<ul>
<li>Ihr Zubehör (vor allem den Sattel!),</li>
<li>Ihre Art das Pferd zu reiten,</li>
<li>die Haltung,</li>
<li>Fütterung,</li>
<li>Zustand von Zähnen, Hufen usw. und</li>
<li>Ihre Art des Training.</li>
</ul>
<p>Wenden Sie sich an einen guten Tierarzt und/oder Physiotherapeuten und sorgen Sie dafür, dass das Pferd sich wieder in guter Manier bewegen kann. Eventuell kann es nötig sein, eine Weile auf das Reiten zu verzichten, bis sich die Muskulatur des Pferdes soweit positiv entwickelt hat, dass das Pferd wieder ohne Schaden zu erleiden geritten werden kann. Insbesondere die Arbeit nach dem <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/3/shop/longenkurs.php">Longenkurs</a> kann ich Ihnen sehr empfehlen, wenn Sie ein Pferd haben, welches sich im Zustand der Trageerschöpfung befindet.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wenn Gras Stress hat, wird es brenzlig für anfällige Pferde</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2011/06/14/wenn-das-gras-stress-hat/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Jun 2011 02:08:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[In meinem Blogbeitrag von letzter Wochen habe ich über die hohe Gefährdung geschrieben, die für verfettete Pferde besteht, an Stoffwechselkrankheiten wie EMS oder das Cushing Syndrom zu erkranken. U.a. habe ich dabei den Rat gegeben, besonders dann sehr vorsichtig mit Weidegang für gefährdete Pferde zu sein, wenn der Fruktangehalt im Gras hoch ist und das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In meinem <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2011/06/07/der-harte-fettkamm-am-pferdehals/">Blogbeitrag</a> von letzter Wochen habe ich über die hohe Gefährdung geschrieben, die für verfettete Pferde besteht, an Stoffwechselkrankheiten wie EMS oder das Cushing Syndrom zu erkranken. U.a. habe ich dabei den Rat gegeben, besonders dann sehr vorsichtig mit Weidegang für gefährdete Pferde zu sein, wenn der Fruktangehalt im Gras hoch ist und das Gras gestresst ist.</p>
<p>Nur: Wann ist der Fruktangehalt im Gras hoch? Und was macht dem Gras Stress? Diese Fragen möchte ich in diesem Beitrag zu beantworten versuchen, doch dazu müssen wir erstmal klären, was Fruktan eigentlich ist.</p>
<p><strong>Was ist Fruktan?</strong></p>
<p>Fruktan ist ein spezieller Zucker, der im Gras (Heu) zu finden ist. Das Gras speichert  Energie, welche es zum Wachsen benötigt, als Fruktan im Stängel. Wie  hoch der Fruktangehalt im Gras ist, hängt von äußeren Faktoren ab, wie  Sonnenscheindauer, Temperatur, Feuchtigkeit usw. Wenn das Gras wächst,  verbraucht es Fruktan.</p>
<p>Unterschiedliche Grassorten haben einen unterschiedlichen Gehalt an Fruktan. Das auf unseren Pferdeweiden weit verbreitete Weidelgras hat z.B. einen hohen Gehalt an Fruktan.</p>
<p><strong>Fruktan gilt als Auslöser von futterbedingter Hufrehe</strong></p>
<p>Früher wurde angenommen, dass fütterungsbedingte Hufrehe durch zu viel Eiweiß ausgelöst wird. Heute weiß man, dass Fruktan der Übeltäter ist. Grundsätzlich ist jedes Pferd gefährdet, an einer durch Fruktan ausgelösten Hufrehe zu erkranken, aber besonders gefährdet sind solche Pferderassen, die von ihrer Ursprungsheimat auf karge Vegetation ausgelegt sind, wie z.B. Isländer, Shetlandponys oder auch z.B. Peruanische Pasos und natürlich Pferde, die bereits unter einer Stoffwechselerkrankung leiden.</p>
<p>Der Fruktangehalt des Grases ist immer dann besonders hoch, wenn das Gras &#8220;Stress&#8221; hat. Stress hat Gras dann, wenn es die Energie nicht verbrauchen (also in Wachstum umwandeln) kann, also z.B. bei Niederschlagsmangel (wie es gerade in den letzten Wochen bei uns ja sehr ausgeprägt der Fall war).</p>
<p>Wie hoch der Fruktangehalt im Gras ist, ist von verschiedenen Faktoren abhängig:<strong></strong></p>
<ul>
<li><strong>Jahreszeit<br />
</strong></li>
<li><strong>Tageszeit<br />
</strong></li>
<li><strong>Witterung</strong></li>
<li><strong>Beweidung</strong></li>
<li><strong>Düngung</strong></li>
</ul>
<p><span id="more-1982"></span></p>
<p><strong>Jahreszeitliche Schwankungen</strong></p>
<p>Besonders reich an Fruktan ist das erste Gras im Jahr (Mitte bis Ende April und Mai), also genau dann, wenn die Pferde in der Regel angeweidet werden. So haben die Tierärzte auch hier die meisten Rehepferde als Patienten und die Kliniken sind leider gut besucht mit Pferden, die in Hufverbänden stehen bzw. liegen. <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' />  Aber auch im Herbst (Oktober und November) kann die Gefährdung durch Erhöhung des Fruktangehaltes im Gras wieder mehr werden.</p>
<p><strong>Tageszeitliche Schwankungen</strong></p>
<p>Auch tageszeitlich gibt es starke Schwankungen des Fruktangehaltes im Gras. So ist</p>
<ul>
<li>besonders an sonnigen Nachmittagen/ Abendenden vor kalten Nächten</li>
<li>und in den ersten Morgenstunden nach kalten Nächten (wenn vielleicht sogar Reif auf dem Gras liegt)</li>
</ul>
<p>ein sehr hoher Gehalt von Fruktan im Grasstängel zu finden.</p>
<p>An solchen Tagen sollten Sie Ihr Pferd erst gegen Mittag auf die Weide lassen und vorher mit Heu versorgen und eventuell auch rechtzeitig am Nachmittag wieder die Weidezeit beenden, bevor der Fruktangehalt zum Abend bzw. zur Nacht wieder zu stark ansteigt.</p>
<p>Wenn die Tagestemperatur nicht über 6°C ansteigt, sollte der Weidegang für gefährdete Pferde ganz vermieden werden.</p>
<p>Generell gilt: <strong>Steigende Temperaturen senken den Fruktangehalt</strong> im Gras, während <strong>fallende Temparaturen zum Anstieg des Fruktangehalts</strong> führen.</p>
<p><strong>Witterungseinflüsse</strong></p>
<p>In Zeiten von Niederschlagsmangel kommt es auch zur Erhöhung des Fruktangehalts im Gras. Dem Gras fehlt die Feuchtigkeit, die es zum Wachsen benötigt. Seine Speicher im Stängel sind voll mit Energie, die nicht umgewandelt werden kann. Bei kaltem Temparaturen wächst Gras langsamer und so speichert das Gras mehr Fruktan im Stängel ein. Damit besteht bei kalten Wetter (und erst recht bei Nachtfrost) und Sonnenschein eine hohe Gefährdung für Pferde an Hufrehe zu erkranken, wenn sie auf das gestresste Gras gelassen werden.</p>
<p><strong>Starker Verbiss<br />
</strong></p>
<p>Gras, welches besonders kurz gefressen wurde oder welches häufig kurz gemäht wird, ist stark gestresst. In den Stängeln von kurz runtergefressenen bzw. abgemähten Grases, befindet sich  wesentlich mehr Fruktan als in langem, überständigen Grasstängeln und in den Blättern.</p>
<p><strong>Ein gefährlicher Irrglaube</strong></p>
<p>Viele Halter rehegefährdeter Pferde stellen ihre Pferde auf Paddocks, auf denen das Gras stark abgefressen ist und glauben so, auf der sicheren  Seite zu sein, da ja <em>&#8220;so gut wie nichts&#8221;</em> an Gras auf dem Paddock steht.  Doch genau hier liegt die erhöhte Gefahr! So ist es in der Regel  ungefährlicher, das gefährdete Pferd, eventuell auch mit einer  Fressbremse versehen, begrenzte Zeit auf langes, blattreiches, am besten  schon überständiges Gras zu stellen, als auf ein stark abgefressenes  oder abgemähtes Stück Weide. Wenn Sie Ihr Pferd also auf ein  &#8220;Magerpaddock&#8221; stellen, sollte darauf wirklich kein Gras wachsen.</p>
<p><strong>Düngung</strong></p>
<p>Weiden, die mit Stickstoff gedüngt werden, weisen einen höheren Gehalt an Fruktan in Gras auf.</p>
<p><strong>Fruktangehalt im Heu</strong></p>
<p>Auch beim Heu gibt es starke Unterschiede, was den Fruktangehalt angeht. So spielt hier der Schnittpunkt des Heus eine wesentliche Rolle. Das Heu für gefährdete Pferde sollte jahreszeitlich besser spät gemäht werden, am besten nach der Blüte ca. Mitte Juni und es sollte auch nicht gerade am frühen Morgen nach einer kalten Nacht geschnitten werden und auch nicht am Abend vor einer kalten Nacht.</p>
<p>Wenn Sie einem an Hufrehe, EMS oder Cushing Syndrom erkrankten Pferd Heu füttern, können Sie den Fruktangehalt des Heus verringern, indem Sie das Heu waschen. Dazu müssen Sie es mindestens eine Stunde gut in Wasser einweichen (Hinweis: bitte nehmen Sie immer neues, sauberes Wasser zum Waschen).</p>
<p><strong>Welche Pferde sind besonders gefährdet?</strong></p>
<p>Viele Pferdebesitzer von z.B. Warm- oder Vollblütern machen sich wenig Gedanken wegen dieser Gefahren, gilt doch die Hufrehe als die typische Erkrankung moppeliger Ponys, die als Rasenmäher hinter dem Haus geparkt werden und an Bewegungsmangel leiden.</p>
<p>Es ist sicher richtig, dass viele leichtfuttrige Ponyrassen stärker gefährdet sind als beispielsweise ein sportlicher Hannoveraner, aber es ist kein Pferd, egal welcher Rasse, vollkommen ungefährdet. So kenne ich leider genügend Beispiele von Rehepferden, von denen ich selber das nie erwartet hätte. Egal ob Traber, Hannoveraner, Friese, Araber oder Isländer- bei allen Pferden müssen Sie gut beobachten (denken Sie an die Alarmzeichen wie Fettpolster!) und Vorsicht walten lassen.</p>
<p>Wirklich pingelig achtsam müssen Sie bei Pferden sein, die schon vorerkrankt sind, besonders wenn es sich um Stoffwechselerkrankungen wie EMS oder das Cushing Syndrom handelt und natürlich, wenn Ihr Pferd schon mal eine Hufrehe hatte.</p>
<p><strong>Es ist kompliziert&#8230;</strong></p>
<p>Sicherlich gibt es zu diesem Thema noch sehr viel mehr, was ich selber noch nicht weiß. Ich muss gestehen, dass ich bei der Recherche zu diesem Beitrag auf viele sich widersprechende Aussagen gestoßen bin, die mich teilweise recht stark verwirrt haben. Ich weiß aber, dass hier sehr viel kompetente Menschen mitlesen <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> .</p>
<p><strong>Darum meine Bitte:</strong></p>
<p>Korrigiert mich, wenn nötig, ergänzt mich, teilt Euer Wissen und Eure Erfahrungen mit uns. Bitte schreibt viele Kommentare mit mehr Infos zum Thema: Fruktan im Gras/Heu und wie wir noch besser auf diese Gefährdung reagieren können. Zum Wohle unserer Lieben <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> !</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wenn alle Alarmglocken schrillen sollten: Hartes Fettdepot am Pferdehals</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2011/06/07/der-harte-fettkamm-am-pferdehals/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Jun 2011 02:35:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Leider eine Tatsache: viele unserer Wohlstandspferde sind &#8220;gut im Futter&#8221;, etwas moppelig oder gar schlichtweg viel zu fett! Und an dieser Stelle muss ich mir selber einen riesengroßen Misthaufen zuteilen, denn einige meiner Pferde sind es auch  
Mein Fütterungsmanagement
Ich habe einen Pensionsbetrieb und habe zur Zeit an die 30 Pferde bei mir stehen, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leider eine Tatsache: viele unserer Wohlstandspferde sind &#8220;gut im Futter&#8221;, etwas moppelig oder gar schlichtweg viel zu fett! Und an dieser Stelle muss ich mir selber einen riesengroßen Misthaufen zuteilen, denn einige meiner Pferde sind es auch <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Mein Fütterungsmanagement</strong></p>
<p>Ich habe einen Pensionsbetrieb und habe zur Zeit an die 30 Pferde bei mir stehen, die ich in zwei Herden aufgeteilt habe:</p>
<ul>
<li>Die &#8220;leichtfuttrigen&#8221; Pferde, zu denen die meisten Ponys zählen und</li>
<li>die &#8220;Viel-Fressen-Dürfer&#8221;, in der Regel unsere Großpferde und schwerfuttrige Pferde.</li>
</ul>
<p>Die &#8220;Diätherde&#8221; (also die leichtfuttrigen Pferde/Ponys) bekommt nur stundenweise rationiert Heu im Winter bzw. Gras im Sommer. Kraftfutter gibt es so gut wie nicht. Die &#8220;Viel-Fresser-Herde&#8221; kann die ganze Nacht durch ans Gras bzw. ans Heu und tagsüber noch 3 Stunden. Auch hier bekommen die wenigsten Pferde Kraftfutter zugefüttert, nur die, die es auch wirklich brauchen. Wirklich individuell kann ich mit diesem Management nicht auf jedes einzelne Pferd eingehen, doch ich bemühe mich sehr, die Fütterung so zu gestalten, dass es allen Pferden gut geht.</p>
<p>Meiner Erfahrung nach ist der Anteil der wirklich schwerfuttrigen Pferde klein und der weitaus größere Teil (auch der Großpferde) ist eher leichtfuttrig. Und so habe ich eben leider auch einige Pferde bei mir, die eindeutig zu viel auf die Waage bringen. Die meisten Pferde, die zu viel auf den Knochen haben, stehen in der Großpferd-Herde, also in der Herde, die die längere Zeit am Futter steht. Am liebsten hätte ich schon länger einige der Großpferde mit in die Pony-Herde getan, doch die ist platzmäßig einfach am Limit. Und ja, so steckte ich leider zu lange den Kopf vor dem Problem in den Sand, dass das eine oder andere Pferd zu dick ist&#8230;</p>
<p><strong>Die Rechnung trägt nun das Pferd meiner Tochter</strong></p>
<p>Tja, was bei vielen Pferden gut geht, ist nun leider bei Soeno, dem Peruanischen Paso meiner Tochter Lena, nicht gut gegangen. <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' />  Soeno ist jetzt 9 Jahre alt. Er wurde bei uns geboren und stand Zeit seines Lebens in der Großpferd-Herde. Hier war er glücklich, hing sehr an seiner Mutter (ja, er war abgesetzt <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  aber die Bindung war stark wie am ersten Tag) und an seinen langjährigen Freunden, die beständig mit ihm zusammen lebten.</p>
<p>Als Jungpferd war er rank und schlank, doch das änderte sich langsam aber stetig. Er entwickelte Fettpolster am Mähnenkamm, an der Kruppe und an den Schultern. Und irgendwann kamen die ersten kritischen Stimmen: &#8220;<em>Du Babette, Soeno ist aber ganz schön dick&#8230;</em>.&#8221;</p>
<p>Ich überlegte, ob ich Soeno in die Diät-Herde stellen soll, aber ich machte mir Sorgen, wie er die Trennung von seiner Mutter und seinen Kumpels verkraften würde, dachte an seine sensible Psyche, sah die eh zu volle Pony-Herde, hatte Angst vor der Eingliederung in die neue Herde und, und, und&#8230; Ich entschied mich also, Soeno in seiner Herde zu lassen. Immerhin war ja gerade erst die Pferdewaage da und das Urteil des Fachmannes lautete: Ok, etwas zu viel, aber noch ok (er bekam als Wert eine 5, d.h. Futterzustand genau richtig).</p>
<p><strong><span id="more-1875"></span>Die Krankheit begann</strong></p>
<p>Letzten Winter bekam Soeno erstmals <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2009/03/31/die-grose-gefahr-beim-anweiden-die-hufrehe/">Hufrehe</a> (eine sehr schmerzhafte und gefährliche Entzündung der Huflederhaut). Da wir im Spätsommer die Hufeisen abgenommen haben und Soeno eine schlechte Hufstellung hat (er hat eine für Peruanische Pasos typische lange, sehr weiche Fesselung und untergeschobene Trachten) und die Rehe zeitgleich mit stark gefrorenem Boden auftrat, war es für den behandelnden Tierarzt und auch für mich offensichtlich eine sog. Belastungsrehe und so stellten wir keinen ursächlichen Zusammenhang mit der Fütterung, Soenos Übergewichtes, oder einer Stoffwechselerkrankung her.</p>
<p>Wir kamen mehr schlecht als recht durch den Winter und den Sommer über ging soweit alles gut. Diesen Winter ging es dann wieder los: Hufrehe! Und da es Soeno immer schlechter ging, begannen wir verstärkt nach den Ursachen zu suchen. So fanden wir anhand einer Blutuntersuchung als Krankheitsursache EMS = das Equine metabolische Syndrom.</p>
<p><strong>Das Equine metabolische Syndrom<br />
</strong></p>
<p>Unter der Krankheitsbezeichnung EMS wird ein Symptom-Komplex zusammengefasst, der sich auf Grund einer Störung des Zuckerstoffwechsels einstellt und vorwiegend übergewichtige Ponys und Pferde betrifft. Übergewicht und Bewegungsmangel führen zur Bildung von Fettdepots. Das Fettgewebe in diesen Depots produziert Hormone, die eine Insulinresistenz bewirken. Eine Folge von EMS ist die<strong> Hufrehe</strong>.</p>
<p>In der Regel bilden sich, bevor es zur <strong>durch EMS ausgelöster Hufrehe</strong> kommt (Hufrehe kann auch ohne vorangegangene Verfettung durch unterschiedliche Ursachen auftreten), typische Fettdepots am Körper des Pferdes. Diese sitzen häufig am Mähnenkamm, an der Kruppe, ums Euter bzw. bei Hengsten und Wallachen im Bereich des Schlauches und an der Schulter.</p>
<p><strong>Wenn der Mähnenkamm hart wird</strong></p>
<p>Zunächst sind diese Fettdepots in der Regel weich. Wenn das Fettdepot an der Mähne hart wird, ist das ein <strong>sehr ernst zu nehmendes Alarmzeichen</strong>, das Sie bitte niemals übersehen dürfen, denn dann besteht akute Gefahr, dass Ihr Pferd bald an einer Hufrehe leiden wird. Da mir das leider so nicht bekannt war, habe ich dieses Alarmzeichen bei Soeno übersehen. <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Bei Soeno war dieses Fettdepot am Oberhals tatsächlich lange weich, doch dann wurde es immer härter und als er an Hufrehe litt, war der rotmarkierte Bereich steinhart:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/Speckkamm1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1958" title="Speckkamm1" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/Speckkamm1.jpg" alt="" width="300" height="226" /></a></p>
<p><strong>Hätte ich nur&#8230;</strong></p>
<p>Heute mache ich mir große Vorwürfe, dass ich nicht viel früher auf Soenos Übergewicht reagiert habe. Ich hoffe sehr, dass ich mit Diät-Maßnahmen und mit der Unterstützung von Schulmedizin und Naturheilkunde Soenos Erkrankung in den Griff bekomme. Er wird wohl Zeit seines Lebens Diät halten müssen. Zur Zeit bekommt er 6 kg gewaschenes Heu (um möglichst viel Fruktose aus dem Heu herauszuwaschen), ein spezielles Mineralfutter für EMS-Pferde und als Belohnungsleckerlis Hagebutten. Nicht einmal Möhren oder Äpfel sind erlaubt. Ich hoffe, dass es mir innerhalb eines Jahres gelingt, seinen Stoffwechsel so wieder neu aufzubauen, dass er ein halbwegs normales Leben in unserer Mager-Herde führen kann und dass er keine weiteren Reheschübe erleben muss.</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/soeno1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1960" title="soeno1" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/soeno1.jpg" alt="" width="250" height="191" /></a></p>
<p><strong>Handeln Sie, bevor Ihr Pferd krank wird</strong></p>
<p>Wenn Sie auch so ein Moppelchen Ihr Eigen nennen, hoffe ich, dass ich Sie etwas sensibilisieren konnte für die Gefahr, die das Übergewicht Ihres Pferdes mit sich bringen kann und dass Sie nicht irgendwann Ihrem Pferd gegenüber so ein schlechtes Gewissen zu haben brauchen, wie ich es nun gegenüber Soeno habe.</p>
<p>Sorgen Sie rechtzeitig dafür Ihr Pferd schlanker zu bekommen und achten Sie darauf, Ihrem Pferd ausreichend Bewegung zu verschaffen. Passen Sie gut auf, was die Aufnahme von fruktosereichem Gras angeht und überlegen Sie sich, ob die Fütterung aus einem engmaschigem Heunetz oder das stundenweise Aufsetzen einer Fressbremse, nicht das kleinere Leid für Ihr Pferd ist.</p>
<p>Beobachten Sie Ihr Pferd immer gut und wenn Sie bemerken, dass die Fettdepots Ihres Pferdes härter werden oder dass Ihr Pferd nur noch klamm oder gar lahm geht, holen Sie bitte umgehend den Tierarzt.</p>
<p>Tania ist mir ihrem Aramis auch schon mal knapp an einer Hufrehe vorbei geschrammt. Ihren Erfahrungsbericht finden Sie <a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2009/04/02/noch-mal-gut-gegangen/">hier</a> und <a href="http://wege-zum-pferd.de/hafiblog/2008/04/30/die-geschichte-einer-diat/">hier</a> finden Sie eine Dokumentation über die Gewichtskontrolle ihrer Pferde.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ist die Arbeit nach unserem Longenkurs auch für kranke Pferde geeignet?</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2011/03/29/die-arbeit-nach-unserem-longenkurs-mit-kranken-pferden/</link>
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		<pubDate>Tue, 29 Mar 2011 02:36:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Letzte Woche habe ich über meine Erfahrungen und über meine Einstellung zu der Arbeit nach dem Longenkurs mit alten Pferden geschrieben. Nun erhalte ich auch viele Anfragen, ob die Longenkursarbeit auch für kranke Pferde geeignet ist und ich will versuchen, dieses recht schwierige Frage zu beantworten.
Wichtig: Halten Sie immer Rücksprache mit Ihren behandelnden Tierarzt und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzte Woche habe ich über meine Erfahrungen und über meine Einstellung zu der Arbeit nach dem <a href="http://wege-zum-pferd.de/3/shop/longenkurs.php">Longenkurs</a> mit <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2011/03/22/die-arbeit-nach-unserem-longenkurs-bei-alten-und-kranken-pferden/">alten Pferden</a> geschrieben. Nun erhalte ich auch viele Anfragen, ob die Longenkursarbeit auch für kranke Pferde geeignet ist und ich will versuchen, dieses recht schwierige Frage zu beantworten.</p>
<p><strong>Wichtig: Halten Sie immer Rücksprache mit Ihren behandelnden Tierarzt und Physiotherapeuten</strong></p>
<p>Ich rate generell dazu, dass Sie jegliches Training Ihres kranken Pferdes <strong>immer </strong>mit  dem  behandelnden Tierarzt besprechen sollten und bei jeglichen  Erkrankungen  des Bewegungsapparates, bitte zusätzlich auch mit einem   Physiotherapeuten.</p>
<p><strong>Um welche Erkrankungen geht es?</strong></p>
<p>Zunächst ist zu klären, um welche Erkrankungen es geht. Natürlich reden wir hier nicht von Koliken, akuten Erkrankungen u.ä., sondern meist sind es Erkrankungen des Bewegungsapparates, bei denen die Frage aufkommt, ob eine Arbeit nach dem Longenkurs sinnvoll ist oder nicht. Wir sprechen also z.B. über Lahmheiten durch Gelenkserkrankungen oder über Rückenerkrankungen wie den sog. Kissing Spines. An dieser Stelle auf einzelne Erkrankungen einzugehen, würde den Rahmen hier sprengen, aber ich will versuchen, Ihnen eine allgemeine Einschätzung zu ermöglichen.</p>
<p>Wichtig ist zu unterscheiden, ob es sich um eine akute Verletzung oder Entzündung handelt, oder um einen chronischen Verlauf.</p>
<p><strong>Akute Erkrankungen</strong></p>
<p>Allgemein gilt, dass bei akuten Verletzungen und Entzündungen in den meisten Fällen die Einhaltung von <strong>Ruhe</strong> angezeigt ist. Hier fällt in der Regel auf jeden Fall die  Trab-/Galopparbeit auf dem Zirkel raus. Oftmals ist aber eine  kontrollierte Schrittbewegung  förderlich für den Heilungsprozess (z.B. bei Sehnenverletzungen auf hartem  Boden). In so einem Falle können Sie  dann z.B. während eines Spazierganges immer mal wieder das &#8220;Führen in  Stellung&#8221; auf einem Weg geradeaus einbauen.</p>
<p><strong>Chronische Erkrankungen</strong></p>
<p>Leidet Ihr Pferd an einer chronischen Erkrankung des  Bewegungsapparates, z.B. Arthrose (degenerative Gelenkserkrankung, unter  welcher früher oder später so gut wie jedes ältere Pferd leidet) ist  eine kontrollierte, ruhige, regelmässige Bewegung besonders wichtig.  Gerade Arthrosepferde verschlechtern sich in der Regel, wenn sie nicht  gearbeitet werden. Jegliche &#8220;harten&#8221; Bewegungen sollten vermieden  werden, da diese mit viel Wucht in die Gelenke hauen. Ein Pferd, welches  im schnellen Trab vorhandlastig gradeaus läuft, setzt sich in meinen  Augen mehr schädlichen Kräften aus als ein Pferd, welches sich in einer  gesunden Körperhaltung mit weichen, ruhigen Bewegungen auf einer großen  Kreislinie bewegt.</p>
<p>Bei Pferden mit Arthrosen sollten Sie die Schrittphase zu Beginn der  Arbeit auf bis zu 20 Minuten ausdehnen, damit das Pferd ausreichend Zeit  hat sich einzulaufen und die Gelenke gut mit Gelenkschmiere versorgt  werden.</p>
<p><strong>Longieren ist nicht gleich longieren!</strong></p>
<p>Wenn Sie nun Ihren Tierarzt und Physiotherapeuten fragen, ob Sie  longieren dürfen, werden Sie oftmals ein &#8220;Nein&#8221; als Antwort erhalten,  denn viele Tierärzte und Physiotherapeuten werden davon ausgehen, dass  Sie beim Longieren Ihr Pferd auf einem großen Kreis in mehr oder weniger  starker Schieflage, in einem meisten recht hohen Tempo arbeiten werden. Da eine solche Ausführung der Longenarbeit eine meist hohe Belastung für den  Körper des Pferde darstellt, also stark auf &#8220;die Knochen geht&#8221;, werden  viele Behandler mit diesem Bild vom Longieren vorm inneren Auge, vom  Longieren abraten.</p>
<p>Die Arbeit nach dem Longenkurs baut sich aber ganz  anders auf. Diese Arbeit zielt auf ein ruhiges, zu Beginn sogar untertouriges Tempo, bei dem ein Pferd durch die Übungen lernt, sich optimal auf einer gebogenen Linie zu bewegen. Da das mit dem herkömmlichen Longieren sehr wenig zu tun hat, sollten Sie Ihren Tierarzt lieber fragen, ob Sie  ruhige Bodenarbeit mit Ihrem Pferd machen dürfen, bei der es darum geht  die Muskulatur zu lockern, die Schulter aufzurichten, und das Pferd  kontrolliert und langsam zu bewegen.</p>
<p><span id="more-1412"></span></p>
<p><strong>Schonende Krankengymnastik</strong></p>
<p>In meinen Augen ist die Arbeit nach dem Longenkurs mit das Schonendste, was Sie mit Ihrem Pferd machen können. Gerade Pferden, die möglichst ruhig stehen sollen, können wir so oft wenigstens ein bisschen (und dazu noch eine sinnvolle) Abwechslung verschaffen. Wenn Ihr krankes Pferd, weil es nicht mit seinen Kumpels zusammen auf die Wiese darf, unruhig und unausgelastet in der Box hin- und herrennt und dabei in einer Tour enge Kreise auf engstem Raum ausführt, ist das für die Heilung deutlich schlechter.</p>
<p>Und tatsächlich empfehlen inzwischen viele Tierärzte und Physiotherapeuten  auch, bzw. gerade bei kranken Pferden ausdrücklich die Arbeit nach dem Longenkurs. Ich hatte schon viele Tierärzte und Physiotherapeuten in meinen Praxiskursen und wir bekommen immer wieder von diesen Fachkompetenzen sehr positives Feedback zu dieser Art das Pferd zu arbeiten:</p>
<ul>
<li> Lesen Sie dazu z.B. den Kommentar von Dr. Stodulka, Fachtierarzt im Bereich Biomechanik für Pferde in der <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/3/shop/cavallo.pdf" target="_blank">Cavallo 2/2009</a>.</li>
<li>Eine Tierärztin hat mit ihrem Pferd, was seit vielen Jahren einen sehr starken Hahnentritt zeigt, an einem Praxiskurs teilgenommen. Innerhalb zwei Einheiten war deutlich zu erkennen, wie viel besser das Pferd lief, wenn es in der angestrebten Longenkurshaltung lief.</li>
<li>Eine andere Tierärztin aus der Schweiz organisiert nach zwei Kursbesuchen nun selber einen Kurs mit mir.</li>
<li><a href="http://babette.wege-zum-pferd.de/pferdehof/maike-knifka/">Maike Knifka</a>, osteopatische Physiotherapeutin für Pferde, mit der ich schon lange eng zusammenarbeite, unterrichtet an einer renommierten Ausbildungsstätte für Physiotherapeuten die Longenarbeit am Kappzaum nach unseren Grundlagen und trainiert Therapiepferde im <a href="http://www.zentrum-für-pferdegesundheit.de/">Zentrum für Pferdegesundheit</a> nach dem Longenkurs.</li>
</ul>
<p>Bisher haben wir noch von keiner einzigen Fachkompetenz die Kritik bekommen, dass unsere Arbeit schädlich für Pferde wäre, im Gegenteil! Wir bekommen gerade von Fachkompetenzen immer wieder sehr positives Feedback gerade über den Muskelaufbau und die positiven Bewegungsentwicklungen der Pferde. Und da auch ich selbst nur gute Erfahrungen mit dieser Arbeit bei kranken Pferden gemacht habe, bin ich zwar nach wie vor achtsam und vorsichtig, aber ich zögere nicht mehr, diese Arbeit auch bei kranken Pferden zu empfehlen, denn sie ist für viele Pferde wirklich eine exzellente <strong>Krankengymnastik</strong>.</p>
<p><strong>Erkrankungen, die das händige Vorderbein betreffen</strong></p>
<p>Es ist bekannt, dass viele Erkrankungen der Vorderbeine, z.B. die Erkrankung der Hufrolle, Arthrosen und Sehnenerkrankungen welche auf Überlastung zurückzuführen sind, verstärkt das <strong>händige Vorderbein</strong> betreffen. Das ist auch logisch, da das händige Vorderbein viel mehr Belastungen ausgesetzt ist (besonders auf Kreislinien), als das Vorderbein der nicht-händigen Seite. So zeigen viele Pferde deutliche Taktstörungen/Lahmheiten auf dem händige Vorderbein.</p>
<p><strong>Durch die Arbeit nach dem Longenkurs entlasten Sie das händige Vorderbein und tragen somit mit dieser Arbeit aktiv zur Gesunderhaltung bzw. </strong><strong>Gesundung Ihres Pferdes bei.</strong></p>
<p>Ich habe es schon häufige Male selber erlebt, dass ein Pferd, welches an der Longe auf die innere, händige Schulter fällt, deutlich lahmt und dass diese Lahmheit in dem Moment um vieles besser wird oder gar ganz aufhört, in dem das Pferd die Last von der inneren Schulter wegnimmt und sich aufrichtet (also aus der Motorrad-Haltung raus geht). Hier ist für mich die Arbeit nach dem Longenkurs mehr als Training, hier ist sie für mich eine sinnvolle Therapie, die in der Lage ist, die Ursache der Krankheit zu beheben.</p>
<p><strong>Regeln für die Arbeit mit kranken Pferden</strong></p>
<p>Damit Sie Ihrem Pferd mit der Longenkursarbeit etwas Gutes tun, gilt es einige Sonderregeln zu beachten.</p>
<p>Beginnen Sie die Arbeit mit <strong>wenigen Minuten</strong> und kontrollieren Sie vor und nach der Arbeit Ihr Pferd sorgfältig:</p>
<ul>
<li>Sind Sehnen/Bänder/Gelenke geschwollener oder klarer als vor Beginn der Arbeit?</li>
<li>Bewegt sich Ihr Pferd nach der Arbeit besser?</li>
<li>Wirkt es während der Arbeit schmerzgeplagt und gequält?</li>
</ul>
<p>Schauen Sie sich Ihr Pferd am nächsten Tag wieder genau an. Hat sich etwas verschlechtert, hat Ihrem Pferd die Arbeit wahrscheinlich nicht gut getan und Sie sollten die Arbeit mit Ihrem Pferd weniger oder gar nicht ausführen. Es ist Ihre Aufgabe zu lernen, Ihr Pferd ganz genau zu beobachten und herauszufinden, was Ihrem Pferd gut tut und was nicht. Wenn Ihrem Pferd die Arbeit gut tut, steigern Sie behutsam die Anforderungen. Sobald sich etwas verschlechtert, gehen Sie wieder mit Ihren Anforderungen zurück.</p>
<p>Wählen Sie die Elemente aus dem Kurs heraus, die für Sie und Ihr Pferd passen. Wandeln Sie den Kurs so um, dass er für Sie und Ihre Situation bzw. für die Krankheit Ihres Pferdes förderlich ist. Lassen Sie ggf. einzelne Übungen aus, die Sie gerade nicht ausführen können oder sollten. Viele Weg führen nach Rom &#8211; entscheidend ist, was funktioniert und was gut tut.</p>
<p>Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meinen Gedanken ein wenig Hilfestellung leisten, ob Sie Ihr krankes Pferd nach dem Longenkurs arbeiten möchten oder nicht, und wünsche Ihnen und Ihrem Pferd gute Gesundheit. <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kann man auch mit alten Pferden nach dem Longenkurs arbeiten?</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Mar 2011 02:47:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Frage wird uns sehr häufig gestellt: Darf, bzw. sollte man auch mit alten und/oder kranken Pferden nach der Anleitung unseres Longenkurses arbeiten?
Da ich weder Sie noch Ihr Pferd kenne und Ferndiagnosen weder möglich noch seriös sind, ist diese Frage sehr heikel zu beantworten. Trotzdem möchte ich meine generelle Meinung dazu mit Ihnen teilen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Frage wird uns sehr häufig gestellt: Darf, bzw. sollte man auch mit alten und/oder kranken Pferden nach der Anleitung unseres <a href="http://www.longenkurs.de" target="_blank">Longenkurses</a> arbeiten?</p>
<p>Da ich weder Sie noch Ihr Pferd kenne und Ferndiagnosen weder möglich noch seriös sind, ist diese Frage sehr heikel zu beantworten. Trotzdem möchte ich meine generelle Meinung dazu mit Ihnen teilen und Ihnen eine Entscheidungshilfe an die Hand geben, ob Sie sich für das Longieren nach dem Longenkurs mit Ihrem alten und bzw. oder kranken Pferd entscheiden oder nicht. In diesem Blog werde ich meine Einstellung zu der Arbeit mit alten Pferden ausführen. Zum Thema &#8220;Longenkursarbeit mit kranken Pferden&#8221; schreibe ich in einem nächsten Blog.</p>
<p><strong>Wer rastet, der rostet<br />
</strong></p>
<p>Kennen Sie das Sprichwort: <em>&#8220;Wer rastet, der rostet&#8221;</em>? So geht es unseren Pferden auch. Nun scheint aber gerade das Longieren vielen nicht unbedingt für die Arbeit mit alten Pferden geeignet zu sein, da die Belastung für die alten Knochen an der Longe oft sehr hoch ist. Genau das aber ist bei der Arbeit nach dem Longenkurs nicht der Fall!</p>
<p>Das Longieren nach dem Longenkurs unterscheidet sich stark  von dem herkömmlichen Longieren. Hier geht es nicht um Tempo, sondern um eine sinnvolle Gymnastizierung nach den Grundsätzen der Biomechanik. Alle Übungen zielen darauf ab, dass das Pferd lernt, sich korrekt ausbalanciert zu bewegen, um gebogene Linien locker und ruhig gehen zu können. Viele Übungen in dem Kurs können Sie sehr gewinnbringend im Schritt erarbeiten und auch die ersten Trabübungen werden bewusst untertourig ausgeführt, was gelenkschonend ist und deshalb auch gut von alten und steifen Pferden ausgeführt werden kann. Manch einer hat schon gestaunt, wie fit der Pferderentner durch die Übungen des Longenkurses geworden ist und plötzlich wieder Bewegungen zeigte, die man ihm nicht mehr zugetraut hat.</p>
<p>Hier sehen Sie z.B. zwei Sequenzen mit meiner leider inzwischen verstorbenen Stute Inka:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/lk_inka_rueckenhoch.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1428" title="lk_inka_rueckenhoch" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/lk_inka_rueckenhoch.jpg" alt="" width="405" height="125" /></a></p>
<p>Inka war auf diesen Bildern 24 Jahre alt.</p>
<p><span id="more-1392"></span></p>
<p>Indem Sie Ihr altes Pferd nach dem Longenkurs arbeiten, werden Sie die Muskulatur Ihres Pferdes entspannen und die Beweglichkeit Ihres Pferdes verbessern. Entspannte Muskeln sind die Grundvoraussetzung für weiches und damit gelenk- sowie sehnenschonendes Laufen. So, wie es auch älteren Menschen sehr gut tut, Gymnastik zu machen und leichte Sportarten wie z.B. das Walken auszuüben, so tut es auch älteren Pferden gut, sich kontrolliert, behutsam und sinnvoll gymnastizierend zu bewegen.</p>
<p>Zu lernen, wie man in gesunder Haltung um eine Kurve kommt, dafür ist es in meinen Augen nie zu spät. <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Insofern halte ich das Longieren nach dem Longenkurs auch für alte Pferde für sinnvoll und geeignet.</p>
<p><strong>Den Schwerpunkt auf andere Ziele legen</strong></p>
<p>Freilich kann ich auch hier die Anforderungen nicht so hoch stellen wie bei einem jungen Pferd. Mein Zielbild sieht bei einem alten Pferd anders aus als bei einem jungen.</p>
<p>So erwarte ich nicht mehr, dass ich die Hinterhand weiß Gott wie aktiviert bekomme. Ich respektiere die Alterswehwechen und wenn z.B. das Hinterbein beim Übertretenlassen keine Last mehr aufnehmen kann oder mag, dann darf mein altes Pferd gerne etwas schummeln. Ich führe die Hauptzeit der Arbeit im ruhigen Schritt aus und konzentriere mich vorrangig auf die Lösung der Muskulatur und auf geschmeidige Bewegungen mit einem Höchstmaß an Wohlbefinden für mein Pferd.</p>
<p>Und ich passe die Dauer der Einheiten natürlich dem Gesundheits- und Fitness-Zustand des Pferdes an.</p>
<p><strong>Auch die Wirkung auf die Psyche bitte nicht vergessen!</strong></p>
<p>Eines wird oft übersehen: Alte Pferde bauen häufig sehr stark ab, wenn man sie auf das Abstellgleis schiebt. Und das nicht nur körperlich! Die Psyche leidet oftmals sehr, wenn der Mensch nicht mehr wie früher Zeit mit der Arbeit mit ihm verbringt. Deswegen ist das schonende Longieren nach dem Longenkurs hier eine wundervolle neue Aufgabe für das Pferd. Es bekommt wieder Aufmerksamkeit und Zuwendung. Es hat wieder das Gefühl, gebraucht zu werden, nützlich zu sein. Wenn vieles, was Sie früher mit Ihrem Pferd gemacht haben, auf Grund der Alterswehwehchen nicht mehr geht, dann geht sehr häufig noch die <strong>leichte, angepasste </strong>Arbeit nach dem Longenkurs.</p>
<p><strong>Eigene Erfahrungen mit alten Pferden</strong></p>
<p>Ich selber habe schon häufig mit alten Pferden nach dem Longenkurs gearbeitet und habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Wenn ich also danach gefragt werde, rate ich gerne dazu. Bei uns im Forum haben schon viele Benutzer mit alten Pferden nach unserer Anleitung gearbeitet und sehr positive Erfahrungen gemacht und uns davon berichtet.</p>
<p>Deswegen möchte ich Ihnen Mut machen, ruhig auch alte Pferde auf die Art nach dem Longenkurs zu longieren. Selbstverständlich sanft und mit viel Gefühl und aller Rücksicht der Welt auf das Alter und auf die Gebrechen, die das jeweilige Pferd hat. Und natürlich mit allem Respekt, welchen wir jedem alten Pferd entgegenbringen sollten.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Vorsicht bei klirrender Kälte &#8211; Trinkt Ihr Pferd genug?</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2010/02/02/vorsicht-bei-klirrender-kalte-trinkt-ihr-pferd-genug/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 03:12:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[„Oje, ist das kalt!“ &#8211; das ist wohl der zurzeit am häufigsten zu hörende Satz landweit. Bei Temperaturen bis -20 ° kommt so manch&#8217; ein Mensch an seine Grenze. Dieser Winter hat es wahrlich in sich.
Wir Pferdehalter und Stallbesitzer haben mit den Auswirkungen dieser extremen Witterung auf besondere Weise zu kämpfen: eingefrorene Tränken, nicht anspringende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>„Oje, ist das kalt!“</em> &#8211; das ist wohl der zurzeit am häufigsten zu hörende Satz landweit. Bei Temperaturen bis -20 ° kommt so manch&#8217; ein Mensch an seine Grenze. Dieser Winter hat es wahrlich in sich.</p>
<p>Wir Pferdehalter und Stallbesitzer haben mit den Auswirkungen dieser extremen Witterung auf besondere Weise zu kämpfen: eingefrorene Tränken, nicht anspringende Traktoren, vereiste Pferdeausläufe lassen manches graue Haar wachsen und einige Sorgenfalten entstehen&#8230;</p>
<p align="center"> <img src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/grauehaare.jpg" alt="grauehaare.jpg" /></p>
<p>Eine Gefahr war mit allerdings bis vor kurzem nicht so bewusst: die Gefahr, dass die Pferde bei dieser Kälte nicht genügend trinken.</p>
<p>Es scheint, als haben viele Pferde einfach keinen Durst, oder mögen das kalte Wasser nicht. Und Pferde, die nicht genug Wasser aufnehmen, können leicht eine Verstopfungskolik und Kreislaufprobleme bekommen. In unserem Forum haben einige Pferdebesitzer über das Problem berichtet.<br />
<span id="more-419"></span></p>
<p>Durch diese Berichte sensibilisiert, halte ich meine Schützlinge gut im Auge. Bei einer meiner Pensionspferdedamen sagte mir mein Bauchgefühl, dass sie nicht genug trinkt. Als ihre Longentrainerin mir dann noch erzählte, dass sie einen schlappen Eindruck macht und ihr Kraftfutter nicht frisst, riet ich der Besitzerin gleich einen Tierarzt zu holen und das Blut untersuchen zu lassen. Anhand des so genannten &#8220;Hämatokritwertes&#8221; kann die Dicke des Blutes bestimmt werden &#8211; und tatsächlich stellte sich heraus, dass die Stute stark ausgetrocknet war. Wir brachten sie gleich in die Klinik, wo sie Infusionen bekam.</p>
<p>Der Hautfaltentest hat uns hier leider nicht vorgewarnt!</p>
<p>Bei dem Hautfaltentest zieht man die Haut mit den Fingern am Hals des Pferdes hoch (das Pferd muss dabei gerade gestellt sein). Lässt man die Hautfalte los, sollte die Falte sofort verschwinden. Bleibt die Hautfalte länger als 2 Sekunden stehen, liegt eine so genannte Dehydrierung (Austrocknung) vor.</p>
<p>Wenn Ihr Pferd also</p>
<ul>
<li>einen kraftlosen, müden Eindruck macht,</li>
<li>Anzeichen einer gestörten Verdauung (Koliksymptome, Durchfall oder auch zu wenig Kotabsatz) zeigt,</li>
<li>und  nicht wirklich fressen mag,</li>
</ul>
<p>denken Sie bitte auch an die Möglichkeit, das Ihr Pferd nicht genug Wasser getrunken hat.</p>
<p>Übrigens: Manche Pferde lassen sich mit angewärmtem Wasser animieren mehr zu trinken.</p>
<p>Ich bin so froh, dass ich durch die Berichte im Forum in diese Richtung gedacht und meinem Bauchgefühl vertraut habe, denn so konnten wir der Ursache für die Mattigkeit des Pferdes schnell finden &#8211; zum Glück bevor sie richtig krank wurde.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wanderritt &#8211; einmal ganz wörtlich genommen</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2009/05/12/wanderritt-einmal-ganz-wortlich-genommen/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 May 2009 02:28:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Sommer steht vor der Tür und viele Reiter/innen freuen sich darauf, lange Ausritte, Tagesritte oder gar mehrtägige Wanderritte zu unternehmen.

Auch hier bei mir im Stall trudeln bestimmt wieder die einen oder anderen Wanderreiter ein. Meistens sind die Pferde der Wanderreiter in einem Top- Trainingszustand und in diesem Fall gibt es in meinen Augen kaum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Sommer steht vor der Tür und viele Reiter/innen freuen sich darauf, lange Ausritte, Tagesritte oder gar mehrtägige Wanderritte zu unternehmen.</p>
<p align="center"><img src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/wanderritt.jpg" alt="wanderritt.jpg" /></p>
<p>Auch hier bei mir im Stall trudeln bestimmt wieder die einen oder anderen Wanderreiter ein. Meistens sind die Pferde der Wanderreiter in einem Top- Trainingszustand und in diesem Fall gibt es in meinen Augen kaum etwas Schöneres, was man mit seinem Pferd zusammen unternehmen kann.</p>
<p>Doch leider sehe ich teilweise auch Pferde, die von ihrem Trainingszustand nicht an solchen Touren teilnehmen dürften. Pferde, die viel zu schwach bemuskelt sind, teilweise sogar mit athrophierten Rückenmuskeln. Was bedeutet es für diese Tiere, bis zu sechs Stunden am Tag einen Reiter zu tragen? Haben sie Spaß an den Touren oder bereitet der Reiter ihnen Schmerzen, von denen er nichts ahnt? Was bedeutet solche Touren langfristig für die Gesundheit des Tieres?<br />
<span id="more-316"></span></p>
<p>Tatsache ist, dass ein Pferd auch für diese Aufgabe <strong>sorgfältig trainiert</strong> werden muss. Und dass man nur so lange mit seinem Pferd unterwegs sein sollte, wie es das vom Allgemeinzustand, von der Bemuskelung und der Kondition her leisten kann. Ein Pferd, welches über seine Grenze hinaus belastet wird, kann schlimmstenfalls schwere Schäden (ein häufiges Problem sind z.B. dicke Sehnen „am Tag danach“) davon tragen. Und das kann leider sehr schnell passieren.</p>
<p>Behalten Sie also bei Ihren Plänen immer den aktuellen Trainingsstand Ihres Pferdes im Kopf und achten Sie auf der Tour bitte auf Zeichen, die nahelegen, dass Ihr Pferd müde wird und die Muskeln eine Erholungspause brauchen. Solche Zeichen sind z.B.:</p>
<ul>
<li>Kopfschlagen</li>
<li>Stolpern</li>
<li>Wegdrücken des Rückens</li>
<li>Runterziehen des Kopfes (Zügel aus der Hand ziehen)</li>
<li>Eilig werden</li>
<li>Triebig werden</li>
<li>Wegsacken eines Hinterbeines</li>
</ul>
<p>Was ich für eine gute Sache halte ist, auf längeren Touren (und damit meine ich auch schon 2-Stunden-Ritte, wenn das Pferd nicht gut trainiert ist), immer wieder für mind. 20 Minuten abzusteigen und das Pferd zu führen. In diesen Pausen können sich die Muskeln (insbesondere der lange Rückenmuskel) wieder etwas erholen.</p>
<p>Sehen Sie es sportlich und nehmen Sie die Bezeichnung Wanderritt also wörtlich: Kombinieren Sie wandern und reiten, zum Wohle und zur Gesunderhaltung Ihres Pferdes! So werden Sie beide auf Dauer Spaß auch an längeren Touren haben.</p>
]]></content:encoded>
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		<slash:comments>13</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die große Gefahr beim Anweiden: Die Hufrehe</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2009/03/31/die-grose-gefahr-beim-anweiden-die-hufrehe/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 02:22:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Bald ist es wieder soweit. Das Gras sprießt und für viele glückliche Pferde beginnt die schönste Zeit des Jahres: Die Pferde kommen auf die Weiden. Endlich ausreichend Platz zum Toben und leckeres Gras, das bis zum Bauch hochsteht. Wie herrlich kann ein Pferdeleben sein!
Doch genau hier und jetzt beginnt für viele Pferde wieder eine Zeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bald ist es wieder soweit. Das Gras sprießt und für viele glückliche Pferde beginnt die schönste Zeit des Jahres: Die Pferde kommen auf die Weiden. Endlich ausreichend Platz zum Toben und leckeres Gras, das bis zum Bauch hochsteht. Wie herrlich kann ein Pferdeleben sein!</p>
<p>Doch genau hier und jetzt beginnt für viele Pferde wieder eine Zeit von großem Leid und Schmerzen und nicht wenige treten auf Grund einer Krankheit, die jedes Jahr um diese Zeit Hochsaison hat, die Reise auf die immergrüne Weide an. Ich rede von der Hufrehe.</p>
<p>Ich bin eine längere Zeit bei einem Tierarzt mitgefahren, habe Praktika in verschiedenen Pferdekliniken gemacht und habe als Tierheilpraktikerin praktiziert. Es ist unglaublich, wie viele Pferde nun wieder in die Kliniken eingeliefert werden und wie viel Arbeit jetzt wieder für Tierärzte ansteht. Und was besonders erschreckend ist: Wie viele Pferde mit Hufrehe unerkannt und unbehandelt bleiben! Rechtzeitig erkannt, könnte so manche drohende Reheerkrankung abgewendet werden.</p>
<p>Vielleicht kann dieser Beitrag für ein bisschen mehr Hintergrundwissen sorgen.<br />
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<p><strong>Die Hufrehe</strong></p>
<p>Bei der Erkrankung Hufrehe handelt es sich um eine sehr schmerzhafte Entzündung der Huflederhaut des Pferdes. Es gibt verschiedene Reheformen und auch viele Auslöser der Hufrehe, aber die häufigste Form ist diejenige, die durch Futterumstellung ausgelöst wird und hier insbesondere als Ursache die zu schnelle Umstellung von Heu-/Silagefütterung auf Gras.</p>
<p>Bei einem zu abrupten Wechsel des Futters sterben Darmbakterien in großen Massen ab und führen zu einer Vergiftung des Organismus. Das Blut wird dicker und es kommt u.a. zu Durchblutungsstörungen in den feinen Kapillaren im Hufbereich, durch die nicht nur extreme Schmerzen entstehen, sondern auch wichtiges Gewebe angegriffen und zerstört werden kann &#8211; die Symptome einer Hufrehe.</p>
<p>Die Empfindlichkeit, mit der ein Pferd auf einen abrupten Futterwechsel reagiert, ist sehr unterschiedlich und hängt von verschiedenen Faktoren ab. So gibt es Rassen, die häufiger an Rehe erkranken als andere. Übergewichtige Pferde sind gefährdeter als schlanke, Pferde die wenig bewegt werden mehr als solche, die viel tun usw. Grundsätzlich kann aber jedes Pferd erkranken (und natürlich nicht nur an Hufrehe, sondern es kann bei zu abrupter Futterumstellung ebenso zu Durchfällen und Koliken kommen).</p>
<p><strong>Was Sie tun können, um Hufrehe vorzubeugen</strong></p>
<p>Wie wird in Ihrem Stall die Umstellung auf die Weide vorgenommen? Werden die Pferde langsam angeweidet oder von heute auf morgen auf das Gras gestellt?</p>
<p>Ich handhabe das Anweiden folgendermaßen: Ich habe Sandpaddocks vor den Weiden. Hinter diesem Paddock wird etwas Wiese mit Litze abgesteckt. Am ersten Tag dürfen die Pferde morgens und abends 10 Minuten auf dieses abgetrennte Stück. Am zweiten Tag sind es 2 x 15 Minuten, am dritten 2 x 20 Minuten und so steigere ich nach und nach die Dauer, die die Pferde grasen dürfen. Nach 14 Tagen bin ich in der Regel so weit, dass die Großpferdeherde den ganzen Tag draußen bleiben darf. Die Ponyherde darf morgens und abends 2 Stunden grasen.</p>
<p>Bei mir stehen mehrere Pferde ein, die früher mal an Rehe erkrankt sind. Diese Pferde sind sehr empfindlich und stark gefährdet wieder zu erkranken. Ich bin sehr stolz darauf, dass ich in der gesamten Zeit die ich meinen Pensionsstall mit teilweise über 40 Pferden betreibe, nicht einen Fall von Hufrehe durch zu schnelles Anweiden hatte.</p>
<p><strong>Wichtig:</strong> Trotzdem sind diese Zeiten nur Anhaltspunkte. In Einzelfällen oder auch bei extremen Wetterbedingungen (starke Schwankungen, starke Trockenheit, sehr viel Regen u.ä.) sollten Sie im Zweifelsfall lieber noch vorsichtiger sein.</p>
<p>Nun ist es sicherlich nicht jedem Stall möglich so anzuweiden. Dann sind Sie als Besitzer/in gefordert: Übernehmen Sie selbst das Anweiden Ihres Pferdes. Gehen Sie mit Ihrem Pferd auf eine Wiese und lassen Sie es dort ein paar Minuten grasen. Steigern Sie täglich die Dauer der Grasaufnahme. Das ist sicherlich aufwendig, aber die Gesundheit Ihres Pferdes kann wesentlich davon abhängen!</p>
<p><strong>Wachsam sein</strong></p>
<p>Während der Zeit des Anweidens beobachte ich die Pferde besonders kritisch. Bewegen sich die Pferde normal? Haben die Hufe normale Temperatur? Bei Pferden von denen ich weiß, dass sie besonders gefährdet sind, überprüfe ich die Pulsation der Zehenarterie (siehe unten).</p>
<p>Achten Sie in der Zeit des Anweidens auf folgende Anzeichen:</p>
<ul>
<li><strong>Wie bewegt sich Ihr Pferd?</strong> Hufrehe zeigt sich in weniger schweren Fällen durch Bewegungsunlust und klammen Gang. Will Ihr Pferd also nicht wie sonst fleißig vorwärtsgehen, gucken Sie auf jeden Fall genauer hin. In schwereren Fällen ist das Pferd deutlich lahm oder mag sich gar nicht mehr bewegen. Es versucht vielleicht, vermehrt die Trachten zu belasten und nimmt dann die typische Rehehaltung ein, in der das Pferd die Vorderbeine weit nach vorne rausstellt.</li>
<li><strong>Sind die Hufe wärmer als gewöhnlich? </strong>Durch die Entzündung im Huf fühlt sich der Huf wärmer an. Fühlen Sie oft genug die Temperatur der Hufe Ihres Pferdes, damit Ihnen ein Temperaturunterschied auffällt.</li>
<li><strong>Pulsiert die Zehenarterie stärker als gewöhnlich?</strong> Auch dies sollten Sie am gesunden Pferd fühlen lernen. Versuchen Sie das Fühlen des Pulses an vielen verschiedenen Pferden um ein Gefühl für einen normalen Puls zu entwickeln. Besteht eine Entzündung unterhalb des Fesselkopfes, spürt man den Puls stärker. Am besten lassen Sie sich das Fühlen des Pulses einmal von einem Tierarzt zeigen.</li>
</ul>
<p align="center"> <img src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/rehe1.jpg" alt="rehe1.jpg" /></p>
<ul>
<li><strong>Reagiert Ihr Pferd auf das Abdrücken mit einer Hufzange?</strong> &#8211; Dieses Werkzeug sollte in jedem Stall zu Hause sein. Setzen Sie die Zange so an, wie ich auf dem Foto, und drücken Sie die Hufe an mehren Stellen ab. Ein Pferd mit Hufrehe wird sofort versuchen, den Huf wegzuziehen.</li>
</ul>
<p align="center"><img src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/rehe2.jpg" alt="rehe2.jpg" /></p>
<ul>
<li><strong>Hat Ihr Pferd Fieber, schwitzt es, atmet es anders als sonst oder hat es Durchfall?</strong> All das können Anzeichen für eine Rehe sein.</li>
</ul>
<p>Bitte holen Sie bei jedem Verdacht einen Tierarzt hinzu! Hufrehe ist eine schwere Erkrankung und eine sofortige Behandlung entscheidet ob das Pferd wieder gesund wird, Spätschäden behält oder gar sterben wird.</p>
<p>Schon nach 48 Stunden unbehandelter Erkrankung kann es zur Hufbeinrotation (einer Absenkung des Hufbeines) kommen und im schlimmsten Fall zum Durchbruch der Hufbeinspitze durch die Hufsohle oder gar zum Ausschuhen (hierbei löst sich die Hufkapsel komplett ab, d.h. das Pferd verliert seinen Huf). Wer so was schon einmal gesehen hat, wird meinen Appell hier sicherlich zustimmen!</p>
<p><strong>Extra-Tipp: Bewegen, bewegen, bewegen! </strong></p>
<p>Eine sehr nützliche Vorbeugemaßnahme ist übrigens, das Pferd während der Anweidezeit viel zu bewegen. Bewegung bringt den Stoffwechsel in Schwung und damit können mögliche Giftstoffe schneller abtransportiert werden.</p>
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