Babettes Praxis-Blog : Kategorie ‘Gesundheit‘

Hier berichtet Babette Teschen von ihrer täglichen Arbeit als Reitlehrerin und Ausbilderin und bringt Tipps und Anregungen direkt aus der Praxis mit. HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt – klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link “Den ganzen Beitrag lesen”.

Das trageerschöpfte Pferd

Kennen Sie den Begriff Trageerschöpfung? Ich muss zugeben, ich kannte ihn vor der Lektüre des Buches “Illusion Pferdeosteopathie” von Tanja Richter nicht (siehe unser Buchtipp), auch wenn ich leider sehr viele Pferde sehe, auf die dieser Zustand zutrifft. Damit Sie wissen, was Sie sich unter einer Trageerschöpfung vorzustellen haben und in Zukunft erkennen, wenn sich ein Pferd in diesem Zustand befindet, möchte ich ihn heute vorstellen.

Ursache und Symptomatik

Wird ein Pferd schlecht geritten (z.B. bei Einsatz einer harten Reiterhand, Einsatz von Hilfszügeln, schlechter Sitz des Reiters), passt der Sattel nicht, muss das Pferd einen zu schweren Reiter tragen oder liegt ein anderer Grund vor, warum ein Pferd im biomechanischen Sinne nicht korrekt laufen kann, kann es zu folgenden Symptomen kommen:

  • Der Brustkorb des Pferdes sackt nach vorne unten ab.
  • Die Wirbelgelenke der Wirbelsäule werden zusammengedrückt.
  • Das Längsband an den Wirbelkörpern wird überspannt und geschädigt.
  • Nervenaustrittslöcher werden eingeengt.
  • Die Kruppen-und Hinterhandsmuskulatur ziehen von hinten, um den Rücken anzuheben.
  • Der Rücken “hängt”.
  • Die Muskulatur der Schulter verspannt sich.
  • Brust- und Bauchmuskulatur verspannen.

Das Pferd versucht, mit der “falschen” Muskulatur den Rücken anzuheben, um den Reiter zu tragen.

Ein Pferd, welches sich längerfristig im Zustand der Trageerschöpfung befindet, zeigt folgende sichtbaren Veränderungen seines Körpers:

  • Der Rücken ist eingesunken.
  • Der Widerrist ragt heraus.
  • Neben dem Widerrist befinden sich Löcher.
  • Es zeigt Verspannung der Lendenmuskeln, evtl. mit Aufwölbung der Lendenwirbelsäule (Karpfenrücken).

Ein trageerschöpftes Pferd leidet unter großen Muskelverspannungen und kann sich nicht korrekt biegen. Es kommt häufig zu sog. “Blockaden” in der gesamten Wirbelsäule. Es kann nicht raumgreifend gehen und wird wahrscheinlich frühzeitig an typischen Verschleißerkrankungen wie Spat, Kissing Spines, Sehnenproblemen, Arthrosen usw. leiden.

Erkennbare Veränderungen der Muskulatur

Auf dem folgenden Bildern sind deutlich die Löcher neben dem Widerrist zu erkennen. Im weiteren Rückenverlauf schauen die Dornfortsätze der Wirbelsäule heraus, was für eine Atrophie (Rückbildung, Gewebeschwund) des langen Rückenmuskels spricht. Bei gut entwickelter Muskulatur sollten die Löcher recht und links vom Widerrist (rote Umrandung und roter Pfeil) gut aufgefüllt und die Dornfortsätze der Wirbelsäule von Muskulatur eingebettet sein (gelber Umrandung).

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27. September 2011 von Babette Teschen • Kategorie: Gesundheit 7 Kommentare »

Wenn Gras Stress hat, wird es brenzlig für anfällige Pferde

In meinem Blogbeitrag von letzter Wochen habe ich über die hohe Gefährdung geschrieben, die für verfettete Pferde besteht, an Stoffwechselkrankheiten wie EMS oder das Cushing Syndrom zu erkranken. U.a. habe ich dabei den Rat gegeben, besonders dann sehr vorsichtig mit Weidegang für gefährdete Pferde zu sein, wenn der Fruktangehalt im Gras hoch ist und das Gras gestresst ist.

Nur: Wann ist der Fruktangehalt im Gras hoch? Und was macht dem Gras Stress? Diese Fragen möchte ich in diesem Beitrag zu beantworten versuchen, doch dazu müssen wir erstmal klären, was Fruktan eigentlich ist.

Was ist Fruktan?

Fruktan ist ein spezieller Zucker, der im Gras (Heu) zu finden ist. Das Gras speichert Energie, welche es zum Wachsen benötigt, als Fruktan im Stängel. Wie hoch der Fruktangehalt im Gras ist, hängt von äußeren Faktoren ab, wie Sonnenscheindauer, Temperatur, Feuchtigkeit usw. Wenn das Gras wächst, verbraucht es Fruktan.

Unterschiedliche Grassorten haben einen unterschiedlichen Gehalt an Fruktan. Das auf unseren Pferdeweiden weit verbreitete Weidelgras hat z.B. einen hohen Gehalt an Fruktan.

Fruktan gilt als Auslöser von futterbedingter Hufrehe

Früher wurde angenommen, dass fütterungsbedingte Hufrehe durch zu viel Eiweiß ausgelöst wird. Heute weiß man, dass Fruktan der Übeltäter ist. Grundsätzlich ist jedes Pferd gefährdet, an einer durch Fruktan ausgelösten Hufrehe zu erkranken, aber besonders gefährdet sind solche Pferderassen, die von ihrer Ursprungsheimat auf karge Vegetation ausgelegt sind, wie z.B. Isländer, Shetlandponys oder auch z.B. Peruanische Pasos und natürlich Pferde, die bereits unter einer Stoffwechselerkrankung leiden.

Der Fruktangehalt des Grases ist immer dann besonders hoch, wenn das Gras “Stress” hat. Stress hat Gras dann, wenn es die Energie nicht verbrauchen (also in Wachstum umwandeln) kann, also z.B. bei Niederschlagsmangel (wie es gerade in den letzten Wochen bei uns ja sehr ausgeprägt der Fall war).

Wie hoch der Fruktangehalt im Gras ist, ist von verschiedenen Faktoren abhängig:

  • Jahreszeit
  • Tageszeit
  • Witterung
  • Beweidung
  • Düngung

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14. Juni 2011 von Babette Teschen • Kategorie: Gesundheit 9 Kommentare »

Wenn alle Alarmglocken schrillen sollten: Hartes Fettdepot am Pferdehals

Leider eine Tatsache: viele unserer Wohlstandspferde sind “gut im Futter”, etwas moppelig oder gar schlichtweg viel zu fett! Und an dieser Stelle muss ich mir selber einen riesengroßen Misthaufen zuteilen, denn einige meiner Pferde sind es auch :-(

Mein Fütterungsmanagement

Ich habe einen Pensionsbetrieb und habe zur Zeit an die 30 Pferde bei mir stehen, die ich in zwei Herden aufgeteilt habe:

  • Die “leichtfuttrigen” Pferde, zu denen die meisten Ponys zählen und
  • die “Viel-Fressen-Dürfer”, in der Regel unsere Großpferde und schwerfuttrige Pferde.

Die “Diätherde” (also die leichtfuttrigen Pferde/Ponys) bekommt nur stundenweise rationiert Heu im Winter bzw. Gras im Sommer. Kraftfutter gibt es so gut wie nicht. Die “Viel-Fresser-Herde” kann die ganze Nacht durch ans Gras bzw. ans Heu und tagsüber noch 3 Stunden. Auch hier bekommen die wenigsten Pferde Kraftfutter zugefüttert, nur die, die es auch wirklich brauchen. Wirklich individuell kann ich mit diesem Management nicht auf jedes einzelne Pferd eingehen, doch ich bemühe mich sehr, die Fütterung so zu gestalten, dass es allen Pferden gut geht.

Meiner Erfahrung nach ist der Anteil der wirklich schwerfuttrigen Pferde klein und der weitaus größere Teil (auch der Großpferde) ist eher leichtfuttrig. Und so habe ich eben leider auch einige Pferde bei mir, die eindeutig zu viel auf die Waage bringen. Die meisten Pferde, die zu viel auf den Knochen haben, stehen in der Großpferd-Herde, also in der Herde, die die längere Zeit am Futter steht. Am liebsten hätte ich schon länger einige der Großpferde mit in die Pony-Herde getan, doch die ist platzmäßig einfach am Limit. Und ja, so steckte ich leider zu lange den Kopf vor dem Problem in den Sand, dass das eine oder andere Pferd zu dick ist…

Die Rechnung trägt nun das Pferd meiner Tochter

Tja, was bei vielen Pferden gut geht, ist nun leider bei Soeno, dem Peruanischen Paso meiner Tochter Lena, nicht gut gegangen. :-( Soeno ist jetzt 9 Jahre alt. Er wurde bei uns geboren und stand Zeit seines Lebens in der Großpferd-Herde. Hier war er glücklich, hing sehr an seiner Mutter (ja, er war abgesetzt ;-) aber die Bindung war stark wie am ersten Tag) und an seinen langjährigen Freunden, die beständig mit ihm zusammen lebten.

Als Jungpferd war er rank und schlank, doch das änderte sich langsam aber stetig. Er entwickelte Fettpolster am Mähnenkamm, an der Kruppe und an den Schultern. Und irgendwann kamen die ersten kritischen Stimmen: “Du Babette, Soeno ist aber ganz schön dick….”

Ich überlegte, ob ich Soeno in die Diät-Herde stellen soll, aber ich machte mir Sorgen, wie er die Trennung von seiner Mutter und seinen Kumpels verkraften würde, dachte an seine sensible Psyche, sah die eh zu volle Pony-Herde, hatte Angst vor der Eingliederung in die neue Herde und, und, und… Ich entschied mich also, Soeno in seiner Herde zu lassen. Immerhin war ja gerade erst die Pferdewaage da und das Urteil des Fachmannes lautete: Ok, etwas zu viel, aber noch ok (er bekam als Wert eine 5, d.h. Futterzustand genau richtig).

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7. Juni 2011 von Babette Teschen • Kategorie: Gesundheit 24 Kommentare »

Ist die Arbeit nach unserem Longenkurs auch für kranke Pferde geeignet?

Letzte Woche habe ich über meine Erfahrungen und über meine Einstellung zu der Arbeit nach dem Longenkurs mit alten Pferden geschrieben. Nun erhalte ich auch viele Anfragen, ob die Longenkursarbeit auch für kranke Pferde geeignet ist und ich will versuchen, dieses recht schwierige Frage zu beantworten.

Wichtig: Halten Sie immer Rücksprache mit Ihren behandelnden Tierarzt und Physiotherapeuten

Ich rate generell dazu, dass Sie jegliches Training Ihres kranken Pferdes immer mit dem behandelnden Tierarzt besprechen sollten und bei jeglichen Erkrankungen des Bewegungsapparates, bitte zusätzlich auch mit einem Physiotherapeuten.

Um welche Erkrankungen geht es?

Zunächst ist zu klären, um welche Erkrankungen es geht. Natürlich reden wir hier nicht von Koliken, akuten Erkrankungen u.ä., sondern meist sind es Erkrankungen des Bewegungsapparates, bei denen die Frage aufkommt, ob eine Arbeit nach dem Longenkurs sinnvoll ist oder nicht. Wir sprechen also z.B. über Lahmheiten durch Gelenkserkrankungen oder über Rückenerkrankungen wie den sog. Kissing Spines. An dieser Stelle auf einzelne Erkrankungen einzugehen, würde den Rahmen hier sprengen, aber ich will versuchen, Ihnen eine allgemeine Einschätzung zu ermöglichen.

Wichtig ist zu unterscheiden, ob es sich um eine akute Verletzung oder Entzündung handelt, oder um einen chronischen Verlauf.

Akute Erkrankungen

Allgemein gilt, dass bei akuten Verletzungen und Entzündungen in den meisten Fällen die Einhaltung von Ruhe angezeigt ist. Hier fällt in der Regel auf jeden Fall die Trab-/Galopparbeit auf dem Zirkel raus. Oftmals ist aber eine kontrollierte Schrittbewegung förderlich für den Heilungsprozess (z.B. bei Sehnenverletzungen auf hartem Boden). In so einem Falle können Sie dann z.B. während eines Spazierganges immer mal wieder das “Führen in Stellung” auf einem Weg geradeaus einbauen.

Chronische Erkrankungen

Leidet Ihr Pferd an einer chronischen Erkrankung des Bewegungsapparates, z.B. Arthrose (degenerative Gelenkserkrankung, unter welcher früher oder später so gut wie jedes ältere Pferd leidet) ist eine kontrollierte, ruhige, regelmässige Bewegung besonders wichtig. Gerade Arthrosepferde verschlechtern sich in der Regel, wenn sie nicht gearbeitet werden. Jegliche “harten” Bewegungen sollten vermieden werden, da diese mit viel Wucht in die Gelenke hauen. Ein Pferd, welches im schnellen Trab vorhandlastig gradeaus läuft, setzt sich in meinen Augen mehr schädlichen Kräften aus als ein Pferd, welches sich in einer gesunden Körperhaltung mit weichen, ruhigen Bewegungen auf einer großen Kreislinie bewegt.

Bei Pferden mit Arthrosen sollten Sie die Schrittphase zu Beginn der Arbeit auf bis zu 20 Minuten ausdehnen, damit das Pferd ausreichend Zeit hat sich einzulaufen und die Gelenke gut mit Gelenkschmiere versorgt werden.

Longieren ist nicht gleich longieren!

Wenn Sie nun Ihren Tierarzt und Physiotherapeuten fragen, ob Sie longieren dürfen, werden Sie oftmals ein “Nein” als Antwort erhalten, denn viele Tierärzte und Physiotherapeuten werden davon ausgehen, dass Sie beim Longieren Ihr Pferd auf einem großen Kreis in mehr oder weniger starker Schieflage, in einem meisten recht hohen Tempo arbeiten werden. Da eine solche Ausführung der Longenarbeit eine meist hohe Belastung für den Körper des Pferde darstellt, also stark auf “die Knochen geht”, werden viele Behandler mit diesem Bild vom Longieren vorm inneren Auge, vom Longieren abraten.

Die Arbeit nach dem Longenkurs baut sich aber ganz anders auf. Diese Arbeit zielt auf ein ruhiges, zu Beginn sogar untertouriges Tempo, bei dem ein Pferd durch die Übungen lernt, sich optimal auf einer gebogenen Linie zu bewegen. Da das mit dem herkömmlichen Longieren sehr wenig zu tun hat, sollten Sie Ihren Tierarzt lieber fragen, ob Sie ruhige Bodenarbeit mit Ihrem Pferd machen dürfen, bei der es darum geht die Muskulatur zu lockern, die Schulter aufzurichten, und das Pferd kontrolliert und langsam zu bewegen.

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29. März 2011 von Babette Teschen • Kategorie: Gesundheit 7 Kommentare »

Kann man auch mit alten Pferden nach dem Longenkurs arbeiten?

Eine Frage wird uns sehr häufig gestellt: Darf, bzw. sollte man auch mit alten und/oder kranken Pferden nach der Anleitung unseres Longenkurses arbeiten?

Da ich weder Sie noch Ihr Pferd kenne und Ferndiagnosen weder möglich noch seriös sind, ist diese Frage sehr heikel zu beantworten. Trotzdem möchte ich meine generelle Meinung dazu mit Ihnen teilen und Ihnen eine Entscheidungshilfe an die Hand geben, ob Sie sich für das Longieren nach dem Longenkurs mit Ihrem alten und bzw. oder kranken Pferd entscheiden oder nicht. In diesem Blog werde ich meine Einstellung zu der Arbeit mit alten Pferden ausführen. Zum Thema “Longenkursarbeit mit kranken Pferden” schreibe ich in einem nächsten Blog.

Wer rastet, der rostet

Kennen Sie das Sprichwort: “Wer rastet, der rostet”? So geht es unseren Pferden auch. Nun scheint aber gerade das Longieren vielen nicht unbedingt für die Arbeit mit alten Pferden geeignet zu sein, da die Belastung für die alten Knochen an der Longe oft sehr hoch ist. Genau das aber ist bei der Arbeit nach dem Longenkurs nicht der Fall!

Das Longieren nach dem Longenkurs unterscheidet sich stark  von dem herkömmlichen Longieren. Hier geht es nicht um Tempo, sondern um eine sinnvolle Gymnastizierung nach den Grundsätzen der Biomechanik. Alle Übungen zielen darauf ab, dass das Pferd lernt, sich korrekt ausbalanciert zu bewegen, um gebogene Linien locker und ruhig gehen zu können. Viele Übungen in dem Kurs können Sie sehr gewinnbringend im Schritt erarbeiten und auch die ersten Trabübungen werden bewusst untertourig ausgeführt, was gelenkschonend ist und deshalb auch gut von alten und steifen Pferden ausgeführt werden kann. Manch einer hat schon gestaunt, wie fit der Pferderentner durch die Übungen des Longenkurses geworden ist und plötzlich wieder Bewegungen zeigte, die man ihm nicht mehr zugetraut hat.

Hier sehen Sie z.B. zwei Sequenzen mit meiner leider inzwischen verstorbenen Stute Inka:

Inka war auf diesen Bildern 24 Jahre alt.

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22. März 2011 von Babette Teschen • Kategorie: Gesundheit 8 Kommentare »

Vorsicht bei klirrender Kälte – Trinkt Ihr Pferd genug?

„Oje, ist das kalt!“ – das ist wohl der zurzeit am häufigsten zu hörende Satz landweit. Bei Temperaturen bis -20 ° kommt so manch’ ein Mensch an seine Grenze. Dieser Winter hat es wahrlich in sich.

Wir Pferdehalter und Stallbesitzer haben mit den Auswirkungen dieser extremen Witterung auf besondere Weise zu kämpfen: eingefrorene Tränken, nicht anspringende Traktoren, vereiste Pferdeausläufe lassen manches graue Haar wachsen und einige Sorgenfalten entstehen…

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Eine Gefahr war mit allerdings bis vor kurzem nicht so bewusst: die Gefahr, dass die Pferde bei dieser Kälte nicht genügend trinken.

Es scheint, als haben viele Pferde einfach keinen Durst, oder mögen das kalte Wasser nicht. Und Pferde, die nicht genug Wasser aufnehmen, können leicht eine Verstopfungskolik und Kreislaufprobleme bekommen. In unserem Forum haben einige Pferdebesitzer über das Problem berichtet.
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2. Februar 2010 von Babette Teschen • Kategorie: Gesundheit 21 Kommentare »

Wanderritt – einmal ganz wörtlich genommen

Der Sommer steht vor der Tür und viele Reiter/innen freuen sich darauf, lange Ausritte, Tagesritte oder gar mehrtägige Wanderritte zu unternehmen.

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Auch hier bei mir im Stall trudeln bestimmt wieder die einen oder anderen Wanderreiter ein. Meistens sind die Pferde der Wanderreiter in einem Top- Trainingszustand und in diesem Fall gibt es in meinen Augen kaum etwas Schöneres, was man mit seinem Pferd zusammen unternehmen kann.

Doch leider sehe ich teilweise auch Pferde, die von ihrem Trainingszustand nicht an solchen Touren teilnehmen dürften. Pferde, die viel zu schwach bemuskelt sind, teilweise sogar mit athrophierten Rückenmuskeln. Was bedeutet es für diese Tiere, bis zu sechs Stunden am Tag einen Reiter zu tragen? Haben sie Spaß an den Touren oder bereitet der Reiter ihnen Schmerzen, von denen er nichts ahnt? Was bedeutet solche Touren langfristig für die Gesundheit des Tieres?
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12. Mai 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Gesundheit 13 Kommentare »

Die große Gefahr beim Anweiden: Die Hufrehe

Bald ist es wieder soweit. Das Gras sprießt und für viele glückliche Pferde beginnt die schönste Zeit des Jahres: Die Pferde kommen auf die Weiden. Endlich ausreichend Platz zum Toben und leckeres Gras, das bis zum Bauch hochsteht. Wie herrlich kann ein Pferdeleben sein!

Doch genau hier und jetzt beginnt für viele Pferde wieder eine Zeit von großem Leid und Schmerzen und nicht wenige treten auf Grund einer Krankheit, die jedes Jahr um diese Zeit Hochsaison hat, die Reise auf die immergrüne Weide an. Ich rede von der Hufrehe.

Ich bin eine längere Zeit bei einem Tierarzt mitgefahren, habe Praktika in verschiedenen Pferdekliniken gemacht und habe als Tierheilpraktikerin praktiziert. Es ist unglaublich, wie viele Pferde nun wieder in die Kliniken eingeliefert werden und wie viel Arbeit jetzt wieder für Tierärzte ansteht. Und was besonders erschreckend ist: Wie viele Pferde mit Hufrehe unerkannt und unbehandelt bleiben! Rechtzeitig erkannt, könnte so manche drohende Reheerkrankung abgewendet werden.

Vielleicht kann dieser Beitrag für ein bisschen mehr Hintergrundwissen sorgen.
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31. März 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Gesundheit 11 Kommentare »