Ronaldo als Reitpferd
Sie haben nun schon viel von meiner Arbeit mit Ronaldo zu sehen bekommen. Bis jetzt war ich dabei immer von Boden aus aktiv. Aber ab und an sitze ich auch mal auf Pferden und so auch auf meinem Ronaldo
.
Als ich Ronaldo das erste Mal ritt (er war, bevor er zu mir kam, bereits geritten), fühlte ich mich wie auf einem Kreuzfahrtschiff. Zum einen bin ich Pferde dieser Größe so gar nicht gewöhnt, zum anderen reagierte er so schwergängig und zeitverzögert auf meine Hilfen, eben genau wie so ein Ozeanriese. Er ließ sich nicht stellen, geschweige denn biegen. Die Richtung konnte ich nur ungefähr bestimmen. Er legte sich schwer auf meine Hand und durchparieren war nur mit großem Kraftaufwand möglich. Er knirschte mit den Zähnen und wirkte sehr angespannt und unglücklich.
Diesen ersten Reitversuch brach ich schnell ab und ich ging etliche Ausbildungsschritte zurück, um ihn für unsere nächste Reiteinheit besser vorzubereiten.
Hiermit bereitete ich Ronaldo auf unsere nächste Reiteinheit vor:
- Ich machte mit ihm Abkauübungen und erklärte ihm noch mal neu das Gebiss.
- Ich arbeitete mit der klassischen Handarbeit mit ihm, um ihm die Zügelhilfen neu zu vermitteln.
- Ich arbeitete am langen Zügel mit ihm.
- Ich arbeitete ihn an der Doppellonge.
- Und ich ritt ihn einige Einheiten im Longierzirkel, wobei ich mich zunächst von einem Helfer an die Longe nehmen ließ.
7. Juli 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Aus der Bereiterpraxis • 4 Kommentare »

