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	<title>Babettes Praxis-Blog &#187; Ausrüstung</title>
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	<description>Hier berichtet Babette Teschen von ihrer täglichen Arbeit als Reitlehrerin und Ausbilderin und bringt Tipps und Anregungen direkt aus der Praxis mit. HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt - klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link "Den ganzen Beitrag lesen".</description>
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		<title>Gedanken zum Thema: Einsatz von &#8220;scharfen&#8221; Ausbildungsgegenständen</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 02:27:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausrüstung]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon vor einer Weile habe ich mich in meinem Artikel  Kappzäume der filigranen Art kritisch zur Serreta (ein spanischer, scharfer Kappzaum) geäußert. Dort erschien nun vor kurzem dieser Kommentar (wörtlich übernommen):
&#8220;Nunja, Frau Teschen,
es mag schon sein, dass Sie keine Serreta benoetigen, denn wie Sie schreiben, bereiten Sie Ihre Pferde ja genauestens vor.
Die Serreta (immer ummantelt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon vor einer Weile habe ich mich in meinem Artikel <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2010/05/25/der-kappzaum-teil-2-kappzaume-der-filigranen-art/"> Kappzäume der filigranen Art</a> kritisch zur Serreta (ein spanischer, scharfer Kappzaum) geäußert. Dort erschien nun vor kurzem dieser Kommentar (wörtlich übernommen):</p>
<p><em>&#8220;Nunja, Frau Teschen,<br />
es mag schon sein, dass Sie keine Serreta benoetigen, denn wie Sie schreiben, bereiten Sie Ihre Pferde ja genauestens vor.<br />
Die Serreta (immer ummantelt, “blank” ist verboten) kommt in Spanien u.a. bei der Praesentation der Hengste zum Einsatz.<br />
Wenn Sie in der Alterklasse 2 oder 3 stehen, und einen komplett rohen  Hengst etwa 1 Stunde lang in Reihe neben Anderen ruhig stehen lassen  muessen, waehrend die Kandidaten vor seiner Nase im Trab und Galopp  vorbeisausen, tja, dann haetten Sie vermutlich auch gerne etwas  durchschlagendere Argumente in der Hand, nehme ich an!<br />
Leben und leben lassen, ist die Devise!&#8221;</em></p>
<p>Dieser Kommentar hat mich sehr nachdenklich gemacht und da meine Antwort auf diesen Kommentar etwas ausschweifender ist, habe ich mich dazu entschieden, nicht direkt dort zu antworten, sondern mit diesem Beitrag meine Gedanken dazu niederzuschreiben.</p>
<p><strong>Ja, in dieser Situation würde ich die Serreta sehr wahrscheinlich benutzen &#8230;</strong></p>
<p>Ich bin wahrlich nicht so naiv mir einzubilden, dass ich einen 2-jährigen, rohen Hengst mit Plüschhalfter, ausreichend Leckerchens in der Tasche und beruhigenden Worten dazu bringen würde, bei einer Hengstpräsentation wohlerzogen eine Stunde ruhig neben mir zu stehen, während um ihm herum die Post abgeht. Ich bin mir sogar sicher: Ich würde sehr, sehr alt aussehen! <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und ja, würde ich dort tatsächlich mit einem tobenden Wildpferd an der Hand stehen müssen, wäre ich heilfroh, wenn ich ein Werkzeug in der Hand und auf dem Kopf des Pferdes hätte, welches  mir hilft, mitsamt Pferd wieder unversehrt und lebend vom Platz zu gehen. Und ja, ich würde dieses Werkzeug, wenn es sein muss, auch benutzen. In diesem Sinne kann ich der Verfasserin des Kommentares nur zustimmen.<strong> </strong></p>
<p>Das ändert aber meine Grundeinstellung zur Serreta nicht.</p>
<p><strong>Das Mittel der Wahl?<br />
</strong></p>
<p>In meiner dreiteiligen Serie über Kappzäume ging es mir darum, Empfehlungen auszusprechen. Ich erklärte in den Beiträgen, welche Art Kappzäume ich für die Pferdeausbildung, insbesondere für die <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/3/shop/longenkurs.php">Longenausbildung</a> eines Pferdes, als <strong>pferdefreundlich und geeignet</strong> ansehe.</p>
<p>Es ging mir <strong>nicht</strong> darum aufzuklären, mit welchem Kopfstück man am ehesten Kontrolle über ein austickendes Pferd erlangen kann. Das ist in meinen Augen ein großer Unterschied.<strong><br />
</strong></p>
<p>Die Serreta ist eine scharfe Kappzaumvariante. Sicherlich ist ihre Schärfe abhängig von der Beschaffenheit (mit oder ohne Zacken, ummantelt oder blank), aber ich persönlich lehne die Serreta (wenn sie nicht gut abgepolstert ist) grundsätzlich als Ausbildungsutensil ab. Nur weil die Serreta dem Zweck dienen kann, dem Menschen die Kontrolle über ein überfordertes Pferd zu ermöglichen, welches mit anderen Kopfstücken nicht händelbar ist, ist sie damit eben noch lange kein <strong>Ausbildungswerkzeug</strong>, sondern nur ein <strong>Hilfsmittel, mit dessen Hilfe es möglich ist, über Zwang Kontrolle zu erhalten</strong>.</p>
<p>Damit befindet sich zumindest die blanke Serreta für mich auf einer Linie mit den von mir ebenso abgelehnten Schlaufzügeln, Fußfesseln, Steigergebissen, Zwangsständen und anderen Hilfsmitteln, deren Einsatz in meinen Augen für das Pferd nichts Positives haben, aber dem Menschen die Macht verleihen Wiederstände zu brechen und Pferde zum Funktionieren bringen können. <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Was ist angemessen?<br />
</strong></p>
<p>Keine Frage, Hilfsmittel können ihre Berechtigung haben. So sind z.B. Zwangsstände in Notsituationen äußerst sinnvoll und haben schon vielen Pferden und Menschen das Leben gerettet. Hätte mein Pferd eine Kolik und müsste ohne Gefahr für das Leben des Tierarztes untersucht werden, so hätte ich keinerlei Bedenken mein Pferd in einen Zwangsstand zu führen. Aber deswegen werde ich unseren Lesern <strong>nicht</strong> einen Zwangsstand empfehlen, um z.B. dem Pferd die Hufpflege nahezubringen oder zur Gewöhnung an einen Sattel.</p>
<p>Und so ist es auch mit einem Hilfsmittel wie der Serreta.</p>
<p><span id="more-2334"></span></p>
<p><strong>Wir bringen das Pferd in eine Situation, die es überfordert und strafen es dann auch noch dafür</strong></p>
<p>Schauen wir mal ehrlich hin: Warum &#8220;muss&#8221; denn eine Serreta bei der Präsentation überhaupt zum Einsatz kommen? Doch nur, weil der Mensch komplett über das Wesen des Pferdes geht und dabei keinerlei Rücksicht auf die Pferdepsyche nimmt. Er hat es versäumt, das Pferd gut vorzubereiten und bringt es dadurch in eine Situation, die den Einsatz von Utensilien solcher Art zum Erhalt der Kontrolle erfordert.</p>
<p>Dass ein rohes Jungpferd mit einer solchen Veranstaltung, von der die Kommentarschreiberin spricht, völlig überfordert sein wird, dürfte jedem klar sein. Wie beschrieben sind die Pferde dort in der Regel <strong>jung</strong> und <strong>roh</strong>. Die Pferde werden, wie auch immer, zu dem Veranstaltungsort gebracht. Mit Sicherheit wird allein der Transport schon für viele von ihnen der blanke Horror gewesen sein. Die Pferde sind nicht ausgebildet, haben also nicht gelernt, sich vom Menschen führen zu lassen, sich verladen zu lassen, sie haben nicht gelernt, ruhig neben dem Menschen zu stehen und in den wenigsten Fällen wird es auch nur den Ansatz eines Vertrauensverhältnisses zwischen Mensch und Pferd geben. Die Pferde kennen keine Veranstaltung dieser Art, alles ist fremd und ungewohnt, sie verstehen nicht im Geringsten was von ihnen erwartet wird, sollen aber &#8220;funktionieren&#8221;. Die meisten von ihnen werden schlicht und einfach Angst haben, sehr, sehr große Angst.</p>
<p>Und fragen wir uns nun:</p>
<ul>
<li>Wie groß ist also die Wahrscheinlichkeit, dass ein Pferd welches hier &#8220;präsentiert&#8221; werden soll, keine Fehler macht?</li>
<li>Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Pferd über den Einsatz der Serreta &#8220;diszipliniert&#8221; werden muss?</li>
<li>Wie sieht dieser Einsatz dann sehr wahrscheinlich aus?</li>
<li> Und: Welche Weichen werden hier für den zukünftigen Weg von Mensch und Pferd gelegt?</li>
</ul>
<p><strong>Die Fehler liegen &#8211; wie immer! &#8211; beim Menschen</strong></p>
<p>In meinen Augen läuft hier, wie so oft, grundsätzlich etwas falsch: Es geht wieder einmal vor allem um die Bedürfnisse des Menschen, ums Geld und ums Geschäft. Das, was ein Pferd bräuchte, um einen positiven Start in die Ausbildung und für den gemeinsamen Weg mit Menschen zu bekommen, fällt aus dieser Rechnung &#8211; und so muss zu Gewalt gegriffen werden, um das Pferd gefügig zu machen. Der Mensch rechtfertigt das dann mit der eigenen Sicherheit, die aber nur auf dem Spiel steht, weil er selbst vorher versäumt hat, für Sicherheit auf eine pferdegerechte Art zu sorgen.</p>
<p>Ja, klar, ich kann mir den Luxus leisten meine Pferde behutsam auf Events wie Präsentationen vorzubereiten. Ich kann es mir leisten, meine Pferde so lange Zeit zu geben, bis sie soweit sind und unser Vertrauensverhältnis zueinander so gut ausgebildet ist, dass ich eine solche Veranstaltung besuchen könnte, ohne dass ich zu scharfen Ausrüstungsgegenständen greifen muss. Und ich kann auch verstehen, dass es Züchtern oftmals nicht möglich ist. Aber soll ich aus diesem Grund den Einsatz von in meinen Augen pferdeunfreundlichen Ausrüstungsgegenständen gut heißen? Heiligt denn der Zweck hier die Mittel?</p>
<p>Ich liebe Pferde. Ich weiß um deren Sensibilität. Ich weiß wie schnell und unwiederbringlich Vertrauen zerstört werden kann. Ich wünsche mir, dass alle Pferde der Welt eine schonende und liebevolle Ausbildung erhalten und sie niemals schlechte Erfahrungen und Schmerzen durch den Menschen erleiden müssen. Deswegen spreche ich auf dieser Seite aus welche Ausrüstungsgegenstände ich für pferdefreundlich halte und welche nicht. Und die Serreta gehört für mich nach wie vor definitiv nicht zu den Ausbildungswerkzeugen, die ich unseren Lesern empfehlen möchte.</p>
<p><strong>Leben und leben lassen &#8230; Au ja! </strong></p>
<p>Und zwar die Pferde. Ein Leben ohne Zwang, Schmerz, Überforderung und Gewalt durch uns Menschen! Das ist mein naiver Traum &#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Dualgassen selbst gemacht</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2010/09/14/dualgassen-selbst-gebaut/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Sep 2010 03:01:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausrüstung]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus meinem Unterricht, egal ob es sich dabei um Reitunterricht, Bodenarbeit oder um die Arbeit nach dem Longenkurs handelt, ist ein Arbeitsutensil nicht mehr weg zu denken: Die Dualgassen (n. Michael Geitner). Sie sind so vielseitig einsetzbar und eine so großartige Hilfestellung für Mensch und Pferd, dass ich einfach jeden Pferdebesitzer nur raten kann, sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus meinem Unterricht, egal ob es sich dabei um Reitunterricht, Bodenarbeit oder um die Arbeit nach dem <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/3/shop/longenkurs.php">Longenkurs</a> handelt, ist ein Arbeitsutensil nicht mehr weg zu denken:<strong> Die Dualgassen</strong> (n. Michael Geitner). Sie sind so vielseitig einsetzbar und eine so großartige Hilfestellung für Mensch und Pferd, dass ich einfach jeden Pferdebesitzer nur raten kann, sich mindestens acht der blauen und gelben Schläuche zuzulegen.</p>
<p>Nun sind die Gassen leider nicht gerade billig, auch wenn ich finde, dass sie ihr Geld auf jeden Fall wert sind. Aber bei vielen Pferdebesitzern gibt das Budget die Anschaffung nun mal nicht her. Auf einem Kurs haben wir mit einer selbstgebastelten Variante von Dualgassen gearbeitet, die sich auch von basteltechnisch unbegabten Menschen, wie ich es z.B. bin <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> , mit geringem Aufwand herstellen lässt.</p>
<p><strong>Und so geht´s</strong></p>
<p>Besorgen Sie sich Schaumstoffmatratzen und farbigen, wasserfesten  Sprühlack. Schneiden Sie die Matratzen in ca 20 cm breite Streifen und sprühen Sie diese mit dem Lack an. Fertig <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  !</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/dualgassen1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-741" title="dualgassen1" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/dualgassen1.jpg" alt="" width="400" height="142" /></a><span id="more-740"></span></p>
<p>Für ca. 70.- hatte die Kursteilnehmerin, die diese tolle Idee hatte, 10 Gassen hergestellt.</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/dualgassen2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-742" title="dualgassen2" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/dualgassen2.jpg" alt="" width="400" height="337" /></a>Wie haltbar diese Gassen sein werden, kann ich Ihnen leider nicht sagen. Ein Nachteil ist, dass diese Gassen sehr leicht sind und schnell verrutschen wenn die Pferde gegen sie stoßen. Aber trotzdem haben diese Gassen an unseren Kurstagen einen tollen Job gemacht.</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/dualgassen3.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-743" title="dualgassen3" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/dualgassen3.jpg" alt="" width="400" height="302" /></a>Wenn Sie auch einen guten Selbstbau-Tipp für uns haben, freuen wir uns wenn Sie ihn mit uns teilen <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  .</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der erste Sattel für das junge Pferd</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2010/09/07/der-erste-sattel-fur-das-junge-pferd/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 02:54:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausrüstung]]></category>

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		<description><![CDATA[Irgendwann im Leben der meisten Pferde kommt der Zeitpunkt, wo es ein Reitpferd werden soll. Und damit steht der Jungpferdebesitzer vor der Wahl, welchen Sattel das Pferd zum Anreiten auf den Rücken bekommen soll. Da die Pferde sich in dieser Zeit besonders stark im Körper verändern, wird dieser Sattel dem Pferd fast immer nur für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwann im Leben der meisten Pferde kommt der Zeitpunkt, wo es ein Reitpferd werden soll. Und damit steht der Jungpferdebesitzer vor der Wahl, welchen Sattel das Pferd zum Anreiten auf den Rücken bekommen soll. Da die Pferde sich in dieser Zeit besonders stark im Körper verändern, wird dieser Sattel dem Pferd fast immer nur für eine kurze Zeit passen. Aus diesem Grunde sind viele Pferdebesitzer nicht bereit, viel Geld für den ersten Sattel auszugeben und gehen Kompromisse ein. Da werden dann häufig Sättel verwendet, die für das Pferd nicht optimal sind.</p>
<p>Ja, ein vernünftiger, neuer Sattel kostet gerne ab € 1500.- aufwärts&#8230; Und ich kann es durchaus verstehen, dass man diese Anschaffung erst tätigen will, wenn man sich sicher ist, dass dieser Sattel dann auch der &#8220;Sattel auf Langzeit&#8221; ist.</p>
<p><strong>Aber!</strong></p>
<p>Wenn Sie am Anfang bei der Wahl des Sattels Kompromisse eingehen, kann Sie das auf Dauer sehr teuer zu stehen kommen und vor allem <strong>richtig viel kaputt machen</strong>! Ein unpassender Sattel tut dem Pferd in vielen Fällen weh. Diese Schmerzen fördern die Widersetzlichkeit beim Anreiten und führen zu einer schlechten Bewegungsmanier, von Muskelfehlbildungen mal ganz zu schweigen.</p>
<p><span id="more-710"></span></p>
<p><strong>Ein bewegender Anruf</strong></p>
<p>Ich führte letztens ein Telefonat mit einer Pferdebesitzerin, deren Pferd seit ein paar Monaten unter dem Sattel geht. Sie erzählte mir, dass ihr Pferd immer nach ca. 20 Minuten das Bocken unter dem Sattel anfängt. Ich klärte sie daraufhin auf, dass wahrscheinlich das Pferd muskulär noch nicht in der Lage ist, das Reitergewicht länger als 20 Minuten schmerzfrei zu tragen und dass sie bitte in Zukunft absteigen solle, wenn sie merkt, dass ihr Pferd anfängt spannig zu werden. In diesem Gespräch fragte ich sie auch, ob der Sattel passen würde. Ich bekam darauf zur Antwort dass ihre Trainerin sich den Sattel auf dem Pferd angeschaut hätte und diese meinte: <em>„Na ja, wirklich gut passen tut der Sattel nicht, aber das würde für die Länge der Reitzeit schon gehen&#8230;“</em>.</p>
<p>Diese Antwort hat mich wirklich wütend gemacht. Wenn schon sichtbar ist, dass der Sattel nicht passt, wie kann sich dann ein Mensch hinstellen und behaupten, dass &#8220;das schon geht&#8221;? Steckt diese Trainerin in der Haut des Pferdes? Das Pferd hat doch die Schmerzen und nicht sie!</p>
<p><strong>Sie kennen es selbst!</strong></p>
<p>Sie hatten bestimmt schon mal nicht optimal passende Schuhe an. Sie werden gemerkt haben das es erst etwas drückt, dann anfängt weh zu tun und irgendwann hält man den Schmerz kaum noch aus. Ich denke, so in etwa wird es den Pferden mit einem unpassenden Sattel gehen. Und wenn ein Pferd erst lieb mitmacht und nach einer gewissen Zeit immer solche Reaktionen wie z.B. Bocken, Durchgehen, Steigen, Kopf schlagen u.ä. zeigt, ist das für mich ein eindeutiges Signal vom Pferd, dass es <strong>eben nicht geht</strong>. Solche Zeichen dürfen wir nicht übergehen!</p>
<p>Das entscheidende Wort, ob der Sattel &#8220;geht&#8221; oder eben nicht, hat das Pferd!</p>
<p><strong>Denken Sie bitte auch an die Langzeitfolgen</strong></p>
<p>Ein Pferd, das Schmerzen beim Reiten hat, kann nicht losgelassen Laufen. Es wird falsche Muskulatur aufbauen. Es wird in schlechter Manier viel stärker auf der Vorhand laufen als ein Pferd, das sich unter dem Sattel entspannen kann und sich mit ungebundenen Gängen bewegt. Die Gefahr, das Pferd nie wirklich rittig zu bekommen und die Gesundheit des Pferdes zu ruinieren, ist sehr groß!</p>
<p>Ein Pferd, welches unter dem Reiter „unartig“ wird, wird in den meisten Fällen für dieses Verhalten bestraft. Dass Ihr Pferd dadurch die Freude am Gerittenwerden und das Vertrauen zum Reiter/in bzw. zu Ihnen verlieren kann, liegt auf der Hand.</p>
<p>Ist das das Sparen wirklich wert?</p>
<p><strong>Was Sie tun </strong><strong>können</strong></p>
<p>Auch ich kaufe mir nicht für jedes Jungpferd zum Anreiten einen teuren Masssattel. Ich empfehle Ihnen folgendes Vorgehen:</p>
<ul>
<li><strong>Arbeiten Sie mit einem guten Sattler zusammen. </strong>Lassen Sie Ihr Pferd ausmessen, damit Sie wissen, welche Kammergröße und Länge der erste Sattel für Ihr Pferd haben muss.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Kaufen Sie einen guten, gebrauchten </strong><strong>Markensattel.</strong> Dieser darf gerne schon über 5 Jahre alt sein. Solche Sättel bekommt man in der Regel für um die € 500.-. Nun lassen Sie diesen Sattel für Ihr Pferd optimal anpassen und neu polstern. Das kostet im Schnitt noch mal ca. € 150.-. So haben Sie für die erste Zeit einen guten und passenden Sattel. Lassen Sie diesen Sattel bitte <strong>alle 3-6 Monate von Ihrem Sattler anschauen</strong> und entsprechend der Veränderung Ihres Pferdes anpassen (wie Sie sich selber schon einen Eindruck vom Sattel machen können, lesen Sie <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/artikel/sattel.php">hier</a>). Irgendwann sind dann die Wandlungen Ihres Pferdes so im Rahmen, dass es sich lohnt, sich den „Endsattel“ anzuschaffen (vielleicht können Sie diesen bei dem Sattler kaufen, von dem Sie bisher betreut wurden <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  ) .</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Verkaufen Sie den Sattel wieder, wenn es Zeit ist für den vorläufigen Langzeitsattel.</strong> Nun können Sie den „Erstsattel“ wieder verkaufen und werden dabei in der Regel nicht viel Wertverlust erleiden. Denn das ist das Tolle! Gute Markensättel verlieren in dem Alter kaum noch an Wert.</li>
</ul>
<p>So haben Sie verantwortungsvoll für die körperliche und seelische Gesundheit Ihres Pferdes gehandelt, ohne dabei viel Geld zu verlieren <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  .</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das liebe Thema Hilfszügel&#8230;</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2010/01/12/das-liebe-thema-hilfszugel/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 02:13:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausrüstung]]></category>

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		<description><![CDATA[Da ich ja in meiner Longenarbeit ausdrücklich auf Hilfszügel verzichte, werde ich häufig Folgendes gefragt: „Finden Sie eigentlich alle Hilfszügel gleich schlecht? Und meinen Sie nicht, dass es Situationen gibt, in denen der Einsatz von Hilfszügeln doch gut ist?“
Ich bin anhand meiner Erfahrung zu dem Schluss gekommen, dass jedes Pferd ohne Hilfszügel lernen kann in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da ich ja in meiner Longenarbeit ausdrücklich auf Hilfszügel verzichte, werde ich häufig Folgendes gefragt: <em>„Finden Sie eigentlich alle Hilfszügel gleich schlecht? Und meinen Sie nicht, dass es Situationen gibt, in denen der Einsatz von Hilfszügeln doch gut ist?“</em></p>
<p>Ich bin anhand meiner Erfahrung zu dem Schluss gekommen, dass jedes Pferd ohne Hilfszügel lernen kann in guter Haltung zu laufen und ich mache aus meiner negativen Einstellung gegenüber Hilfszügeln keinen Hehl. Meine Argumente, warum ich gegen den Einsatz von Hilfszügeln bin, habe ich ausführlich im <a href="http://www.longenkurs.de" target="_blank">Longenkurs</a> aufgeführt. Tania und ich haben genau in diesem Longenkurs und im Aufbaukurs einen Weg beschrieben, wie jede/r sein Pferd in guter Haltung und Manier zunächst am Boden, später dann auch unter dem Sattel so arbeiten kann, dass er sein Pferd gänzlich ohne den Einsatz von Hilfszügeln optimal fördern kann.</p>
<p>Um aber auf die Frage oben zurück zu kommen: Nein, ich finde nicht alle Hilfszügel gleich schlecht! Es gibt welche, die finde ich weniger schlecht als andere. Aber: etwas weniger schlecht zu finden, heißt  nicht, den Einsatz gut zu heißen  oder gar zu empfehlen!</p>
<p>Mein Ideal ist ganz klar die Arbeit ohne Hilfszügel!</p>
<p>Das Leben besteht aber leider nicht nur darin, dass wir unsere Ideale sofort und kompromisslos leben können. Es gibt nicht nur Schwarz oder Weiß. Oftmals kommen wir auf unserem Idealwege nicht so voran, wie wir es uns vorstellen und es fehlt uns an Können und an Wissen. Dann müssen wir manchmal etwas abweichen, Umwege gehen und uns der Grautöne bedienen. Und natürlich gibt es zum Glück genügend Pferde, die sich so an Hilfszügel gewöhnt haben, dass ich nicht grundsätzlich gegen jegliche Verwendung bin, wenn diese mit entsprechendem Sachverstand und vor allem mit Fairness dem Pferd gegenüber geschieht.<br />
<span id="more-406"></span></p>
<p>Wichtig dabei ist aber meiner Ansicht nach, sich dieses Abweichen vom Idealweg einzugestehen und das eigentliche Zielbild dabei nicht aus den Augen zu verlieren. Und wichtig ist, dass wir bei diesem Abweichen kein Leid des Pferdes provozieren oder in Kauf nehmen.</p>
<p>Konkret bedeutet das für den Einsatz von Hilfszügeln für mich: Kenne ich den Weg nicht, mein Pferd über Stellung und Biegung, Förderung durch Handarbeit, Massagetechniken usw. an der Longe in eine gute Selbsthaltung zu bringen, muss ich mich eventuell, wenn es nicht anders geht, der Krücke Hilfszügel bedienen &#8211; wohlgemerkt der &#8220;Krücke&#8221;, denn Hilfszügel sind aus meiner Sicht tatsächlich nichts anderes.</p>
<p>Ich streite nicht ab, dass korrekt verschnallte Hilfszügel dem einen oder anderen Pferd geholfen haben, den Weg in die Tiefe zu finden. Und natürlich hat der Einsatz des Hilfszügels in diesem Fall dann Sinn gemacht, denn das ist immer noch „besser“, als wenn mein Pferd Runde um Runde mit weggedrücktem Rücken im Kreis rennt. Und ja, ich kenne Videos, auf denen ein Pferd trotz Hilfszügel gut läuft.</p>
<p>Aber mein Ideal wird es trotzdem nie sein und ich weiß, dass es auch anders geht. Deswegen finde ich Hilfszügel in solch einem Fall vielleicht nicht &#8220;total schlecht&#8221;, aber eben auch nie &#8220;gut&#8221;, weil ich einen in meinen Augen besseren Weg lernen durfte.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Gedanken zur Kandare</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2009/01/29/gedanken-zur-kandare/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Jan 2009 02:29:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausrüstung]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie konnten hier bei uns schon viel über unsere Einstellungen und Gedanken zum Thema Gebisse gelesen. So haben Sie sicherlich schon gemerkt, dass sowohl Tania als auch ich uns viele Gedanken machen, wie wir die Arbeit für das Pferd so angenehm wie möglich machen können. Wir reiten unsere Pferde viel gebisslos, reiten gerne mal nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie konnten hier bei uns schon viel über unsere Einstellungen und Gedanken zum Thema Gebisse gelesen. So haben Sie sicherlich schon gemerkt, dass sowohl Tania als auch ich uns viele Gedanken machen, wie wir die Arbeit für das Pferd so angenehm wie möglich machen können. Wir reiten unsere Pferde viel gebisslos, reiten gerne mal nur mit einem Halsring und mögen es, unsere Pferde möglichst „mit wenig“ auszustatten. Und doch sieht man mich ab und an meine Pferde mit Kandare arbeiten.</p>
<p>Wie passt das zusammen? Und warum mache ich das? Ist das ein Widerspruch?</p>
<p>Um auf diese Fragen zu antworten, möchte ich mich heute ein bisschen ausführlicher mit der Kandare beschäftigen.<br />
<span id="more-236"></span></p>
<p><strong>Zuerst einmal: Was ist eine Kandare?</strong></p>
<p>Jede Reitweise hat ihre „eigene“ Kandare und es gibt sie in den unterschiedlichsten Ausführungen. Gemeinsam haben alle Kandaren, dass die Wirkung durch Hebelkräfte z.T. extrem verstärkt ist und zwar je nach Länge und Winkelung der Bäume auf bis zu das 32-fache! (Was da für Kräfte wirken, machen sich leider die wenigsten Reiter/innen wirklich klar.)</p>
<p>Meine Ausführungen heute beziehen sich auf die klassische Dressurkandare. Diese besteht aus:</p>
<ul>
<li>einer Stange</li>
<li>einen Ober- und einen Unterbaum</li>
<li>einer Unterlegtrense</li>
<li>und einer Kinnkette.</li>
</ul>
<p>Diese Kandare wirkt, wenn der Reiter die Zügel annimmt, folgendermaßen:</p>
<ul>
<li>durch das Anspannen der Kinnkette wird Druck auf den Unterkiefer ausgelöst,</li>
<li>die Stange drückt im Maul auf Zunge und Lade,</li>
<li>durch das nach vorne neigen der Oberbäume entsteht Zug auf das Genickstück der Zäumung</li>
<li>und somit kommt Druck auf das Genick.</li>
</ul>
<p>Nie vergessen werden darf dabei, dass durch die Hebelwirkung die Kandare ein<strong> scharfes Gebiss</strong> ist, mit dem einem Pferd große Schmerzen zugefügt werden kann.</p>
<p>Da sich zwei Gebisse im Pferdemaul befinden, hält der Reiter vier Zügel in den Händen, etwas, das man erlernen und üben muss, um fein einwirken zu können.</p>
<p><strong>Der Einsatz der Kandare</strong></p>
<p>Wenn das Pferd gelernt hat die Hilfengebung der Kandare korrekt zu beantworten, wird sich das Pferd auf ein Anspielen des Kandarenzügels beizäumen und tiefer einstellen und auf eine Hilfe des Trensenzügels aufrichten lassen. Ist das der Fall, hat der Reiter die Möglichkeit, sein Pferd in seiner Aufrichtung und der Stärke der Beizäumung sehr fein zu variieren.</p>
<p>Im Positiven kann die Kandare die Hilfengebung des Reiters verfeinern und das Pferd in eine verbesserte Haltung und Balance bringen. Damit die Kandare allerdings wirklich im positiven Sinn zum Einsatz kommen kann, bedarf es einiger unerlässlicher Vorraussetzungen:</p>
<ul>
<li>Der Reiter muss zügelunabhängig in jeder Gangart reiten können und das auch mit vier Zügeln.</li>
<li>Der Reiter muss über das korrekte Anpassen und die Wirkungsweise der Kandare Bescheid wissen.</li>
<li>Das Pferd muss die Signale der Kandare verstanden haben (Erklärung erst vom Boden aus siehe Beitrag: Hat Ihr Pferd das Gebiss erklärt bekommen?).</li>
<li>Das Pferd muss „kandarenreif“ sein, d.h. durchlässig sein und „an den Hilfen“ stehen.</li>
</ul>
<p>Mein erstes Mal mit einer Kandare, fand auf Anraten und unter Anleitung meines früheren Lehrers Horst Becker statt. Ich war mit meinem Paso Peruano Mariscal auf einem Lehrgang bei ihm. Mariscal war immer sehr überempfindlich dem Gebiss gegenüber und hatte auf Grund seiner starken Töltveranlagung Probleme, im Trab stabil zu sein und über den Rücken zu gehen.</p>
<p>Ich weiß noch wie skeptisch und ängstlich ich war, als Horst mir vorschlug, eine Kandare zu benutzen. Und ich war sehr überrascht, wie positiv das Ergebnis war. Mein Mariscal ging sehr zufrieden mit der Kandare, er lief ausbalancierter und taktklarer als mit seinem herkömmlichen Gebiss.</p>
<p>Was war passiert? Ritt ich plötzlich so viel besser? War meine Hand ruhiger, soll heißen, habe ich aus Angst vor dem scharfen Gebiss weniger „gefummelt“? Ich bin mir nicht sicher, aber Tatsache war: er lief besser.</p>
<p>Und so bin ich heute kein grundsätzlicher Gegner dieses Werkzeuges, bin mir aber sehr bewusst, worin die Gefahren des Einsatzes einer Kandare bestehen und handhabe sie dementsprechend <strong>sehr vorsichtig</strong> und nur wenn ich sicher weiß,</p>
<ul>
<li>dass ich keine starke Einwirkung mit dem Gebiss benötige,</li>
<li>dass mein Pferd die Wirkungsweise der Kandare verstanden hat</li>
<li>und dass mein Pferd in der Lage ist, das von mir Geforderte zu leisten.</li>
</ul>
<p><strong>Jemanden an die Kandare nehmen…</strong></p>
<p>Diese Redewendung werden wir wohl alle kennen und die Assoziationen damit sind in der Regel nicht positiv. Dieser Ausspruch besagt, dass jemand „hart ran genommen wird“, „diszipliniert wird“, „beherrscht wird“.</p>
<p>Und leider wird die Kandare tatsächlich oft genau dafür missbraucht.</p>
<p>Oftmals erfolgt der Griff zu der Kandare, wenn das Pferd anders nicht zu kontrollieren ist. Wenn ein Pferd auf normale Zügeleinwirkungen nicht mehr reagiert, wird häufig der Rat gegeben, mit einer Kandare zu arbeiten, allerdings dann nicht um feiner einwirken zu können, sondern ganz im Gegenteil: um mehr Schmerz ausüben zu können. Und in diesem Fall wirkt dann rohe Gewalt.</p>
<p><em>„Ein Werkzeug ist immer so gut wie die Hand, die es einsetzt.“</em> &#8211; Dieses Zitat trifft einmal mehr auf den Einsatz der Kandare zu. Wegen der Verstärkung der Kräfte über Hebelwirkung ist die Kandare beim Einsatz mit Kraft oder bei harten Paraden ein echtes Folterinstrument für Pferde. Für mich ist ein anstehender Kandarenzügel mit rückwirkender Reiterhand, das Ziehen an der Kandare, ein Rucken an der Kandare, Tierquälerei! Darüber hinaus lassen sich Probleme wie &#8220;Mein Pferd ist stumpf im Maul.&#8221; oder &#8220;Ich kann mein Pferd nicht halten.&#8221; nicht durch den Einsatz eines scharfen Gebisses lösen, sondern nur durch geduldige und solide Basisarbeit.</p>
<p>Die Kandare darf <strong>niemals</strong> dazu dienen, das Pferd unter Kontrolle zu halten, also als „Bremse“ benutzt werden. Jede/r Reiter/in sollte sich Gedanken darüber machen, womit er/sie ein Pferd zäumt, was er/sie mit der Zäumung erreichten will und ob das Pferd die nötigen Vorraussetzungen für die gewählte Zäumung mitbringt.</p>
<p>Und nun würden mich Ihre Erfahrungen mit der Kandare interessieren.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Eine Frage des Gewissens: Einfach &#8211; oder doppelt gebrochenes Gebiss?</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2009/01/22/eine-frage-des-gewissens-einfach-oder-doppelt-gebrochenes-gebiss/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Jan 2009 02:36:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausrüstung]]></category>

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		<description><![CDATA[Kürzlich wurde hier die Frage an uns gerichtet, welches Gebiss wir für das „weichere“ halte, das einfach- oder das doppelt gebrochene.
Schauen wir uns diese Gebisse ein Mal im Vergleich an:
Das einfach gebrochene Gebiss

Es besteht aus zwei Schenkeln und einem Gelenk.
Es liegt auf der Zunge und der Lade des Pferdes auf.
Bei beidseitigem Annehmen der Zügel und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kürzlich wurde hier die Frage an uns gerichtet, welches Gebiss wir für das „weichere“ halte, das einfach- oder das doppelt gebrochene.</p>
<p>Schauen wir uns diese Gebisse ein Mal im Vergleich an:</p>
<p><strong>Das einfach gebrochene Gebiss</strong></p>
<ul>
<li>Es besteht aus zwei Schenkeln und einem Gelenk.</li>
<li>Es liegt auf der Zunge und der Lade des Pferdes auf.</li>
<li>Bei beidseitigem Annehmen der Zügel und einer rückwirkenden Reiterhand entsteht ein quetschender Druck seitlich auf die Zunge und auf die Laden. Bei einem tiefen Gaumen des Pferdes kann das Mittelstück gegen den Gaumen drücken (der sogenannte „Nussknacker-Effekt“).</li>
<li>Einseitiges leichtes Anspielen gibt dem Pferd auch nur einseitig ein gut verständliches Signal, der nicht angespielte Schenkel bleibt ruhig auf der Zunge liegen.</li>
<li>Das Gelenk liegt mittig auf der Zunge und stört nicht auf den Laden.</li>
</ul>
<p><strong>Das doppelt gebrochene Gebiss</strong></p>
<ul>
<li>Es besteht aus drei Gebissteilen und zwei gelenkigen Verbindungen.</li>
<li>Das Mittelstück liegt auf der Zunge auf.</li>
<li>Durch dem Anpassen an die Zunge soll es nicht zum Nussknacker-Effekt kommen können.</li>
<li>Dem doppelt gebrochenen Gebiss wird eine schwammige, unverständlichere Signalwirkung zugesprochen.</li>
<li>Bei engstehenden Kieferästen und bei einseitigem Annehmen eines Zügels, kommen oftmals die Gelenke an die Laden, worauf einige Pferde empfindlich reagieren.</li>
</ul>
<p><span id="more-237"></span> Als die doppelt gebrochenen Gebisse in Mode kamen, hieß es, sie wären „weicher“ als die einfach gebrochenen Gebisse, da es keinen Nussknacker-Effekt geben würde. Und so stattete ich sogleich meinen gesamten Pferdebestand mit diesen Gebissen aus.</p>
<p>Dann lernte ich, dass die doppelt gebrochenen Gebisse, die als Mittelstück ein Plättchen besitzen, sich bei Zügelanzug aufstellen und schmerzhaft in die Zunge drücken. So flogen diese also wieder aus meinem Equipment raus. Als nächste Info bekam ich, dass die beiden Gelenke des doppelt gebrochenen Gebisses sehr leicht auf den Laden reiben und dort unangenehm für die Pferde sind.</p>
<p>Diese vielen verschiedenen Informationen haben mich doch reichlich verunsichert.</p>
<p>So fragte ich meinen früheren Lehrer Horst Becker nach seiner Meinung und seine Antwort war: &#8220;Es ist egal was du deinem Pferd für ein Gebiss ins Maul tust, entscheidend ist, was du damit machst.&#8221; Ganz so sehe ich das nicht, aber ich wähle für mich den Weg, das Pferd zu fragen mit welchem Gebiss er am ehesten einverstanden ist.</p>
<p><strong>So finden Sie heraus, welches Gebiss Ihr Pferd mag</strong></p>
<p>Im Beitrag <a target="_blank" href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2009/01/13/so-erklaren-sie-ihrem-pferd-das-gebiss/">So erklären Sie Ihrem Pferd das Gebiss</a>, zeigte ich Ihnen, wie Sie Ihr Pferd vom Boden aus mit dem Gebiss vertraut machen, stellen und abkauen lassen. Wenn Ihr Pferd das Gebiss nicht mag, können Sie es auf dieser Art und Weise am ehesten erkennen.</p>
<p>Wenn Sie die Möglichkeit haben, tauschen Sie während so einer „am-Boden-mit-dem-Gebiss-Arbeitsstunde“ ein paar mal zwischen den Gebissen hin und her. Gucken Sie, ob Ihr Pferd sein Maul gut schließen kann. Fühlen Sie mit Ihren Finger (Achtung vor den Zähnen!) mal am Gebiss entlang und versuchen Sie zu erfühlen, ob das Gebiss beispielsweise an einen Zahn anliegt, ob die Zunge gequetscht wird oder ob das Gebiss oben an den Gaumen stößt.</p>
<p>Anzeichen dafür, dass Ihr Pferd das Gebiss nicht mag, sind:</p>
<ul>
<li>Sperren,</li>
<li>Zungenfehler,</li>
<li>Ängstlicher Augenausdruck,</li>
<li>Verwerfen,</li>
<li>gegen-das-Gebiss-gehen</li>
<li>und alle Zeichen von „Mangel an Losgelassenheit“.</li>
</ul>
<p>Ich glaube, dass Eisen immer „hart“ im Maul ist und ich bin überzeugt, dass es immer wehtut wenn ich am Gebiss ziehe, reiße oder rucke. Und ein beidseitiges Annehmen der Zügel wird immer Druck auf Zunge und Lade ausüben, ob mit oder ohne Nussknacker-Effekt. Also darf ich so nicht mit dem Gebiss umgehen.</p>
<p>Meiner Erfahrung nach, sind die Mäuler und Geschmäcker von Pferden so unterschiedlich, dass ich keine allgemeingültige Aussage darüber machen kann, welches Gebiss für das Pferd weicher ist. „Weich sein“ kann nur Ihre Hand und vertrauen Sie bei der Wahl nach dem Gebiss Ihrer Beobachtungsgabe, Ihrem Gefühl und Ihrem Pferd.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>So erklären Sie Ihrem Pferd das Gebiss</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Jan 2009 03:04:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausrüstung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie in meinem letzten Blogbeitrag ausgeführt, bin ich der Meinung, dass wir unseren Pferden das Gebiss erklären müssen, wenn wir wollen, dass es dieses Kommunikationsmittel akzeptiert und dass es das Gebiss vertrauensvoll annehmen kann. Hier zeige ich Ihnen, wie ich dabei vorgehe.
Wenn ich ein bereits mit Gebiss gearbeitetes Pferd in die Ausbildung bekomme, prüfe ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie in meinem <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2009/01/07/hat-ihr-pferd-eigentlich-je-das-gebiss-erklart-bekommen/" target="_blank">letzten Blogbeitrag</a> ausgeführt, bin ich der Meinung, dass wir unseren Pferden das Gebiss erklären müssen, wenn wir wollen, dass es dieses Kommunikationsmittel akzeptiert und dass es das Gebiss vertrauensvoll annehmen kann. Hier zeige ich Ihnen, wie ich dabei vorgehe.</p>
<p>Wenn ich ein bereits mit Gebiss gearbeitetes Pferd in die Ausbildung bekomme, prüfe ich am Boden, wie das Pferd psychisch dem Gebiss gegenüber eingestellt ist und ob das Pferd an der Hand auf Signale am Zügel wunschgemäß reagiert. Die traurige Realität ist, dass der weitaus größere Teil der Pferde, die zu mir kommen,  große Sorgen mit dem Gebiss haben und falsche Reaktionsmuster in sich tragen.<br />
<span id="more-230"></span><strong>Und so gehe ich vor</strong></p>
<p>Ich zäume das Pferd auf und beobachte es dabei genau:</p>
<ul>
<li>Nimmt das Pferd das  Gebiss freiwillig und entspannt ins Maul?</li>
<li>Verändert sich das Auge des Pferdes wenn es ein Gebiss im Maul hat?</li>
<li>Kaut das Pferd auf dem Gebiss und wenn ja, ist es ein entspanntes kauen oder eher ein Stresskauen?</li>
</ul>
<p>Dann beginne ich, mit dem Gebiss behutsam Signale zu geben und schaue, wie das Pferd auf diese Signale reagiert:</p>
<p>Ich hebe das Gebiss im Maul des Pferdes an und gucke, ob das Pferd daraufhin mit Mobilisierung seines Kiefergelenkes reagiert, ob es also beginnt, entspannt zu kauen.</p>
<p align="center"> <img src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/gebiss1.jpg" alt="gebiss1.jpg" /></p>
<p>Ich spiele einseitig am Gebiss an um zu prüfen, ob mein Pferd daraufhin korrekte Stellung annimmt.</p>
<p align="center"> <img src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/gebiss2.jpg" alt="gebiss2.jpg" /></p>
<p>Ich verlängere den Zügel und gucke, ob das Pferd daraufhin vorwärts- abwärts den Hals fallen lässt.</p>
<p align="center"> <img src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/gebiss3.jpg" alt="gebiss3.jpg" /></p>
<p>Wenn mein Pferd im Stehen richtig reagiert, überprüfe ich, ob ich auch in der Bewegung richtige Reaktionen auf meine Hilfen erhalte.</p>
<p align="center"> <img src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/gebiss4.jpg" alt="gebiss4.jpg" /></p>
<p>Wenn ein Pferd schon am Boden Probleme mit dem Gebiss zeigt, wird es mit Sicherheit diese Probleme auch haben, wenn ich es reiten will. Und so besteht meine Aufgabe zunächst darin, dem Pferd erst auf eine angenehme Art und Weise zu vermitteln, was ich ihm mit meinen Hilfen sagen möchte.</p>
<p>Hier arbeite ich wieder mit dem <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2008/05/06/clickertraining-in-der-pferdeausbildung/" target="_blank">Clickertraining</a>. Ich stelle mich also vor bzw. neben mein Pferd und gebe ganz sanft die Hilfe. Nun heißt es mal wieder, Geduld zu haben. Erlauben Sie Ihrem Pferd falsche Lösungsansätze auszuprobieren, ohne dass Sie mit Ihrer Hilfe so stark werden, dass es für Ihr Pferd schmerzhaft wird. Sobald aber der richtige Ansatz zu erkennen ist, erfolgt das Lobwort bzw. der Druck auf den Knackfrosch und das Futterlob.</p>
<p>Lassen Sie Ihr Pferd verstehen!</p>
<p>Für diesen Lernabschnitt arbeite ich gerne mit einem dünnen Kappzaum unter der Trense und mit vier Zügeln. Oder ich greife zur Unterstützung in den Nasenriemen der Trense. So kann ich meinem Pferd immer wieder eine „Erklärungsbrücke“ bauen.</p>
<p align="center"> <img src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/gebiss5.jpg" alt="gebiss5.jpg" /></p>
<p><strong>Wichtig: </strong>Wenn für Sie und Ihr Pferd dann später der Umstieg auf die Kandare ansteht, denken Sie bitte daran, auch dieses Gebiss Ihrem Pferd zu erklären.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Hat Ihr Pferd eigentlich je das Gebiss erklärt bekommen?</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2009/01/07/hat-ihr-pferd-eigentlich-je-das-gebiss-erklart-bekommen/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Jan 2009 03:01:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausrüstung]]></category>

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		<description><![CDATA[Fast allen Pferde dieser Welt wird ein Stück Metall in das Maul geschnallt und es wird von ihnen erwartet, dass sie vertrauensvoll an dieses herantreten.
Auch wenn ich noch nie ein Gebiss in meinem Mund hatte, so habe ich doch  Phantasie genug, mir vorzustellen, dass das erstmal nicht sehr angenehm ist. Es gibt genügend Untersuchungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fast allen Pferde dieser Welt wird ein Stück Metall in das Maul geschnallt und es wird von ihnen erwartet, dass sie vertrauensvoll an dieses herantreten.</p>
<p>Auch wenn ich noch nie ein Gebiss in meinem Mund hatte, so habe ich doch  Phantasie genug, mir vorzustellen, dass das erstmal nicht sehr angenehm ist. Es gibt genügend Untersuchungen die beweisen, dass eigentlich im Pferdemaul kein Platz für ein Gebiss ist und dem Pferd die Atmung und das Schlucken erschwert werden. Wenn ich mir dann noch vorstelle, dass jemand an dem Gebiss zieht oder daran ruckt, stelle ich mir das mehr als unangenehm, ja sogar als eine sehr schmerzvolle Angelegenheit vor, Sie nicht?</p>
<p><span id="more-229"></span>Schauen wir uns mal an, wie den meisten Pferden das Gebiss nahe gebracht wird: Das Pferd bekommt das Gebiss ins Maul, der Reiter sitzt auf und nun wird Druck bzw. Zug ausgelöst, bis das Pferd in gewünschter Weise reagiert. Auch wenn der Reiter das vorsichtig macht, lernt das Pferd Schmerz/Druck auszuweichen.</p>
<p>Das ist sicherlich eine Art des Lernens, aber damit Sie verstehen, worauf ich hinaus will, vergleiche ich es mal so: Ein Kind soll im Unterricht eine Matherechnung lösen. Der Lehrer steht neben dem Kind und zieht dem Kind am Ohr, solange es auf einem falschen Lösungsweg ist. Der Zug am Ohr wird stärker und stärker, bis das Kind endlich auf die richtige Lösung kommt und hört dann auf. Auch dieses Kind wird lernen, aber mit Sicherheit wird es dies als unangenehm empfinden.</p>
<p>Unser Pferd lernt also, dem Druck des Gebisses zu weichen. Unser Ziel ist doch aber eigentlich ein Pferd, das an die Hand ran treten soll, nicht wahr? Sie sehen: das sind zwei gänzlich unterschiedliche Sachen.</p>
<p>Wie können wir von einem Pferd erwarten, dass es etwas, das ihm in vielen Fällen Unbehagen oder sogar Schmerzen zufügt, akzeptiert, ja ihm sogar vertrauen soll? Für mich ist das ein Widerspruch, in dem auch die Begründung für sehr viele Probleme liegen, die beim Reiten entstehen.</p>
<p>Die Lösung? Wir müssen dem Pferd das Gebiss erklären. Wir müssen ihm behutsam vermitteln, was wir durch das Gebiss erreichen möchten und zwar so, dass das Pferd verstehen kann, worum es uns geht. Es ist unsere Aufgabe, ihm das so zu vermitteln, dass es möglichst wenige Fehler macht (die unangenehme Folgen haben), denn nur so kann Vertrauen entstehen. Und wie ich dabei vorgehe, verrate ich Ihnen im nächsten Blogbeitrag.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Gebissloses Reiten &#8211; eine Alternative?</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2008/08/07/gebissloses-reiten-eine-alternative/</link>
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		<pubDate>Thu, 07 Aug 2008 03:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausrüstung]]></category>

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		<description><![CDATA[In meinem letzten Beitrag schrieb ich über das Thema Vertrauen des Pferdes zum Gebiss. Nun ist allerdings bei manchen Pferden eben dieses Vertrauen so zerstört, dass auch nach einem langen Zeitraum der Arbeit mit weicher Hand, das Ergebnis nicht zufriedenstellend ist.
Oft sitzt das Verhaltensmuster einfach so tief, dass eine echte Losgelassenheit des Pferdes, die stark [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In meinem <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2008/08/05/das-pferdemaul-ist-heilig-oder-wie-ein-pferd-vertrauen-zum-gebiss-bekommt/" target="_blank">letzten Beitrag</a> schrieb ich über das Thema Vertrauen des Pferdes zum Gebiss. Nun ist allerdings bei manchen Pferden eben dieses Vertrauen so zerstört, dass auch nach einem langen Zeitraum der Arbeit mit weicher Hand, das Ergebnis nicht zufriedenstellend ist.</p>
<p>Oft sitzt das Verhaltensmuster einfach so tief, dass eine echte Losgelassenheit des Pferdes, die stark von der psychischen Stimmung des Pferdes abhängt, mit Gebiss nicht möglich ist. In diesen Fällen lohnt sich der Versuch, dass Pferd gebisslos zu reiten.</p>
<p>Hierfür eignen sich verschiedene Zäumungen. Wichtig bei der Wahl ist auch hier, dass es gilt, Schmerzen zu vermeiden.</p>
<p>Sidepulls mit einem harten Nasenband, Hackemores mit langen Anzügen oder Serretas sind in meinen Augen keine wirkliche Verbesserung für das Pferd. Besser gefallen mir der LG Zaum, ein Sidepull mit weichem Ledernasenband, ein Kappzaum oder das Bridles Bridle.<span id="more-107"></span> Auch bei der Gewöhnung an die gebisslose Zäumung sollten Sie Ihrem Pferd die Signale und Hilfengebung der neuen Zäumung erst an der Hand erklären. Nur ein Pferd das Ihren Wunsch versteht, wird auf feine Signale reagieren!</p>
<p>Die Idee, alle Pferde gebisslos zu reiten, spricht mich sehr an. Nur stoße ich da leider bei manchen Pferden auf folgende Probleme:</p>
<ul>
<li>Ich habe keine Möglichkeit das Pferd durch anspielen am Gebiss zum Nachgeben (Kauen und Lecken) des Unterkiefers zu bewegen.</li>
<li>Das Stellen, bei dem das Pferd das Genick korrekt mitnimmt, ist oftmals nicht gut möglich.</li>
<li>Viele Pferde lümmeln sich auf die gebisslose Zäumung, machen sich vorne schwer und laufen dadurch stark auf der Vorhand.</li>
</ul>
<p>Hier gilt es abzuwägen: Was ist das kleinere Übel? Welcher Weg ist für das Pferd der angenehmere und bessere? Nehme ich eventuelle Nachteile des gebisslosen Reitens in Kauf zu Gunsten eines zufriedenen und losgelassenen Pferdes? Ist es vielleicht ein guter Weg, das Pferd für einen längeren Zeitraum gebisslos zu reiten und es zu einem späteren Zeitpunkt wieder versuchsweise an ein Gebiss heranzuführen? Wie reagiert mein Pferd auf eine Kombinationszäumung, bei der Sie mit 4 Zügeln reiten?</p>
<p align="center"> <img src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/4zueglig2.jpg" alt="4zueglig2.jpg" /></p>
<p>Dass manche Pferde hervorragend mit einer gebisslosen Zäumung zu reiten sind, beweist mir Tania mit Aramis immer wieder aufs Neue.</p>
<p>Oder was sagen Sie zu diesen Fotos?</p>
<p align="center"><img src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/gebisslos1.jpg" alt="gebisslos1.jpg" /></p>
<p align="center"><img src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/gebisslos2.jpg" alt="gebisslos2.jpg" /></p>
<p>Mich würde interessieren, welche Erfahrungen Sie mit gebisslosen Zäumungen gemacht haben? Sind sie für Sie eine echte Alternative zum Gebiss?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Pferdemaul ist heilig oder: Wie ein Pferd Vertrauen zum Gebiss bekommt</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2008/08/05/das-pferdemaul-ist-heilig-oder-wie-ein-pferd-vertrauen-zum-gebiss-bekommt/</link>
		<comments>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2008/08/05/das-pferdemaul-ist-heilig-oder-wie-ein-pferd-vertrauen-zum-gebiss-bekommt/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 05 Aug 2008 02:55:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausrüstung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer träumt nicht von einem Pferd mit sensiblem Maul, welches vertrauensvoll an die Hand tritt, welches das Gebiss sucht, das leicht damit spielt und auf jede Hilfe prompt reagiert?
Nur, wie viele Pferde kennen Sie, die so auf ein Gebiss im Maul reagieren? Ist es nicht eher eine Ausnahme auf ein Pferd zu treffen, das nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer träumt nicht von einem Pferd mit sensiblem Maul, welches vertrauensvoll an die Hand tritt, welches das Gebiss sucht, das leicht damit spielt und auf jede Hilfe prompt reagiert?</p>
<p>Nur, wie viele Pferde kennen Sie, die so auf ein Gebiss im Maul reagieren? Ist es nicht eher eine Ausnahme auf ein Pferd zu treffen, das nicht mehr oder weniger verdorben im Maul ist?</p>
<p>Damit ein Pferd echtes Vertrauen zur Reiterhand und zum Gebiss entwickelt, darf das Gebiss niemals Schmerzen verursachen. Ein Pferd, das mit Schmerzen durch das Gebiss rechnet, wird sein Maul nicht weich machen. Es wird versuchen, durch Anspannen der Zunge (indem es die Zunge z.B. hochzieht, über das Gebiss legt oder rausstreckt), durch Verkrampfen des Kiefergelenkes oder auch durch Festbeißen des Gebisses, der Gefahr eines eventuellen Schmerzes vorzubeugen.</p>
<p>Bedenken Sie: <strong>Losgelassenheit ist nicht zu erzwingen!</strong><span id="more-105"></span></p>
<p>Stellen Sie sich folgende Situation vor:</p>
<p>Sie kommen mich täglich auf meinem Hof besuchen. Wir kennen uns gut und mögen uns. Ich begrüße Sie jeden Tag mit einem Lächeln und einer freundschaftlichen Umarmung. Eines Tages aber haue ich Ihnen zur Begrüßung kräftig auf die Nase. Am nächsten Tag gehe ich dann wieder auf Sie zu, um sie zu begrüßen&#8230;</p>
<p>Was werden Sie erwarten? Werden Sie es schaffen, irgendwann nicht mehr mit einen Hieb von mir zu rechnen, auch wenn ich Sie die nächsten 30 Tage lang wieder liebevoll umarme? Dieses Beispiel illustriert ganz gut, wie es einem Pferd geht, dem Sie Ihre Wünsche über das Gebiss vermitteln wollen. Wenn Sie ihm einmal damit Schmerzen zufügen, wird es sich nicht mehr sicher sein können, dass nicht die nächste Einwirkung bereits wieder wehtut.</p>
<p><strong>Was können Sie also tun, um sich das Vertrauen Ihres Pferdes zum Gebiss zu erarbeiten?</strong></p>
<p>Tipp 1: Erklären Sie Ihrem Pferd ruhig und geduldig, was welche Signale am Gebiss bedeuten und zwar nicht vom Sattel aus, sondern durch klassische Bodenarbeit, indem Sie Abkau- und Stellübungen an der Hand einsetzen.</p>
<p>Tipp 2: Solange Ihr Pferd beim Führen noch nicht sehr folgsam an der Hand ist, so dass Sie auch mal stärker einwirken müssen, führen Sie am Kappzaum oder Halfter und nicht am Trensenzügel.</p>
<p>Tipp 3: Seien Sie immer weich und nachgiebig mit Ihrer Hand, egal welche Arbeit Sie machen. Führen Sie alle notwendige Korrekturen mit 4 Zügeln durch, wobei 2 Zügel an einem Kappzaum bzw. einer anderen gebisslosen Zäumung befestigt werden und zwei am Gebiss. So können Sie alles, was mehr Krafteinsatz erfordert, über die gebisslose Zäumung laufen lassen.</p>
<p align="center"> <img src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/4zuegel.jpg" alt="4zuegel.jpg" /></p>
<p>Tipp 4: Longieren Sie nicht am Gebiss weder mit Longierbrille noch direkt, sondern nutzen Sie möglichst einen gut sitzenden Kappzaum.</p>
<p>Tipp 5: Und ganz wichtig: <strong>Strafen Sie niemals durch harte Paraden am Zügel</strong>!</p>
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