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	<title>Babettes Praxis-Blog &#187; Anatomie und Körper</title>
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	<description>Hier berichtet Babette Teschen von ihrer täglichen Arbeit als Reitlehrerin und Ausbilderin und bringt Tipps und Anregungen direkt aus der Praxis mit. HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt - klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link "Den ganzen Beitrag lesen".</description>
	<lastBuildDate>Tue, 31 Jan 2012 02:10:03 +0000</lastBuildDate>
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			<item>
		<title>Eine Schablone für die Trapez- und Rückenmuskulatur</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Apr 2011 02:13:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anatomie und Körper]]></category>

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		<description><![CDATA[Letzte Woche habe ich Ihnen gezeigt, wie Sie mit Hilfe einer Schablone die Entwicklung der Oberlinie Ihres Pferdes kontrollieren können &#8211; heute nun basteln wir Schablonen für den Check der Trapez- und Rückenmuskulatur  
Mit solchen Schablonen können Sie sehr gut die Entwicklung der  Trapezmuskulatur rechts und links neben dem Widerrist und der weiteren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2011/04/12/so-fertigen-schablonen-der-oberlinie-ihres-pferdes-an/">Letzte Woche</a> habe ich Ihnen gezeigt, wie Sie mit Hilfe einer Schablone die Entwicklung der Oberlinie Ihres Pferdes kontrollieren können &#8211; heute nun basteln wir Schablonen für den Check der Trapez- und Rückenmuskulatur <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Mit solchen Schablonen können Sie sehr gut die Entwicklung der  Trapezmuskulatur rechts und links neben dem Widerrist und der weiteren Rückenmuskulatur verfolgen, insbesondere im Bereich der Sattellage, um auch hier eine gute Kontrollmöglichkeit zu haben. So werden Sie frühzeitig bemerken können,</p>
<ul>
<li>wenn sich die  Muskulatur  in diesem sensiblen Bereich, z.B. auf Grund eines unpassenden  Sattels, zurückbildet</li>
<li> oder sich erfreulicherweise die  Muskulatur positiv entwickelt, wenn also Ihre Arbeit mit Ihrem Pferd gut ist  und wenn der Sattel das Muskelwachstum an diesen Stellen erlaubt.</li>
</ul>
<p><strong>Sie brauchen dafür:</strong></p>
<ul>
<li>Ein Pferd <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </li>
<li>ein großes Stück Pappe</li>
<li>eine Schere oder ein scharfes Messer</li>
<li>einen Stift</li>
<li>biegsamen Draht</li>
</ul>
<p><strong>Und so geht es</strong></p>
<p>Nehmen Sie einen biegsamen Draht und bilden Sie mit diesen Draht die Form Ihres Pferdes rechts und links des Widerristes nach:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/ZZ41B4800D.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1621" title="ZZ41B4800D" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/ZZ41B4800D.jpg" alt="" width="350" height="206" /></a></p>
<p><span id="more-1619"></span></p>
<p>Legen Sie dann den Draht auf ein Stück Pappe, ziehen Sie die Form mit einem Stift nach und schneiden Sie die Pappe unterhalb der aufgemalten Linie ab:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/ZZ1BB9D3E1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1622" title="ZZ1BB9D3E1" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/ZZ1BB9D3E1.jpg" alt="" width="350" height="288" /></a></p>
<p>Probieren Sie, ob die Schablone passt:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/ZZ5715652E.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1623" title="ZZ5715652E" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/ZZ5715652E.jpg" alt="" width="350" height="195" /></a></p>
<p>Wiederholen Sie dieses Vorgehen ca. alle 10-15 cm. Nummerieren Sie  die Schablonen von vorne nach hinten durch.</p>
<p>Beschriften Sie nun noch die Schablonen mit dem Namen des Pferdes und   dem Datum der Herstellung der Schablone. In Zukunft können Sie diese   Schablonen immer mal wieder in größeren Abständen Ihrem Pferd anlegen   und sehen auf diese Weise leichter, ob und wie sich die Muskulatur Ihres  Pferdes in diesem Bereich   verändert hat.</p>
<p><strong>Extra-Tipp: Sattelcheck</strong></p>
<p>Die Gegenstücke der  Schablone können Sie nun gleich noch zur Sattelkontrolle nutzen: Halten Sie diese von unten in Ihren Sattel, natürlich möglichst genau an der Stelle, an der der Sattel auch wirklich liegt. Das ersetzt  natürlich nicht eine korrekte Sattelanpassung durch einen  kompetenten Sattler, aber wenn die Rückenlinie Ihres Pferdes so gar nicht  in den Verlauf des Sattels passt, sollten alle Alarmglocken laut schrillen !</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>So fertigen Schablonen der Oberlinie Ihres Pferdes an</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2011/04/12/so-fertigen-schablonen-der-oberlinie-ihres-pferdes-an/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Apr 2011 02:03:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anatomie und Körper]]></category>

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		<description><![CDATA[In meinem Blogbeitrag von letzter Woche gab ich Ihnen mehrere Tipps, wie Sie die Entwicklung Ihres Pferdes langfristig gut beurteilen können. Und ich habe Ihnen versprochen (oder sollte ich lieber sagen angedroht  ): Diese Woche basteln wir eine Schablone  
Mit Hilfe dieser Schablone können Sie gut verfolgen, wie sich die Oberlinie Ihres Pferdes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In meinem Blogbeitrag von <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2011/04/05/bodycheck/">letzter Woche</a> gab ich Ihnen mehrere Tipps, wie Sie die Entwicklung Ihres Pferdes langfristig gut beurteilen können. Und ich habe Ihnen versprochen (oder sollte ich lieber sagen <em>angedroht</em> <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> ): Diese Woche basteln wir eine Schablone <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Mit Hilfe dieser Schablone können Sie gut verfolgen, wie sich die Oberlinie Ihres Pferdes im Laufe der Zeit entwickelt.</p>
<p><strong>Sie brauchen dafür:</strong></p>
<ul>
<li>Ein Pferd <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </li>
<li>ein großes Stück Pappe</li>
<li>eine Schere oder ein scharfes Messer</li>
<li>einen Hammer und zwei Nägel</li>
<li>einen Stift</li>
</ul>
<p><strong>Und so geht es</strong></p>
<p>Befestigen Sie ein großes Stück Pappe (z.B. Karton) mit zwei Nägeln an einer Wand und stellen Sie Ihr Pferd vor diese Pappe:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/schablone1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1585" title="schablone1" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/schablone1.jpg" alt="" width="350" height="237" /></a>Markieren Sie zuerst auf der Pappe, wo der Schweif Ihres Pferdes beginnt und wo der Widerrist Ihres Pferdes am höchsten ist:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/schablone2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1586" title="schablone2" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/schablone2.jpg" alt="" width="350" height="241" /></a></p>
<p><span id="more-1582"></span>Zeichnen Sie dann mit dem Stift die Oberlinie Ihres Pferdes nach:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/schablone3.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1588" title="schablone3" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/schablone3.jpg" alt="" width="350" height="235" /></a></p>
<p>Nehmen Sie die Pappe wieder von der Wand ab und schneiden Sie die Pappe unterhalb der aufgemalten Linie ab:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/schablone4.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1589" title="schablone4" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/schablone4.jpg" alt="" width="350" height="305" /></a>Wenn alles geklappt hat, sollte die Schablone nun passen:</p>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/schablone5.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1591" title="schablone5" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/schablone5.jpg" alt="" width="350" height="245" /></a><strong>Achtung! </strong></p>
<p>Wie die Oberlinie des Pferdes verläuft, hängt ganz wesentlich von der Kopf-Halsposition Ihres Pferdes ab. Merken Sie sich also gut in welcher Höhe Ihr Pferd seinen Kopf getragen hat, als Sie die Schablone angefertigt haben und achten Sie dann später immer darauf, dass Ihr Pferd dieselbe Position wieder einnimmt, um wirklich vergleichen zu können.</p>
<p>Beschriften Sie nun noch die Schablone mit dem Namen des Pferdes und dem Datum der Herstellung der Schablone. In Zukunft können Sie diese Schablone immer mal wieder in größeren Abständen Ihrem Pferd anlegen und prüfen, ob und wie sich die Oberlinie Ihres  Pferdes verändert hat. Bei großen Veränderungen ist es unter Umständen ratsam, eine neue Schablone zu erstellen.</p>
<p>Viel Spaß beim Nachbasteln! <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Body-Check: So können Sie Veränderungen an Ihrem Pferd kontrollieren</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2011/04/05/bodycheck/</link>
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		<pubDate>Tue, 05 Apr 2011 02:45:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anatomie und Körper]]></category>

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		<description><![CDATA[
In meinen letzten beiden Beiträgen habe ich über meine Einstellung und Gedanken zu der Arbeit mit alten und kranken Pferden geschrieben und ich habe Ihnen unter anderem dazu geraten, alle Veränderungen Ihres Pferdes aufmerksam zu beobachten.
Die Entwicklungen und Veränderungen des Pferdes bewusst wahrzunehmen ist sehr wichtig, damit Sie beurteilen können ob das, was Sie an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p>In meinen letzten beiden Beiträgen habe ich über meine Einstellung und Gedanken zu der Arbeit mit <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2011/03/22/die-arbeit-nach-unserem-longenkurs-bei-alten-und-kranken-pferden/" target="_blank">alten</a> und <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2011/03/29/die-arbeit-nach-unserem-longenkurs-mit-kranken-pferden/" target="_blank">kranken</a> Pferden geschrieben und ich habe Ihnen unter anderem dazu geraten, alle Veränderungen Ihres Pferdes aufmerksam zu beobachten.</p>
<p>Die Entwicklungen und Veränderungen des Pferdes bewusst wahrzunehmen ist sehr wichtig, damit Sie beurteilen können ob das, was Sie an Arbeit mit Ihrem Pferd machen, Ihrem Pferd gut tut oder vielleicht eher schadet. Das ist gerade für alte und kranke Pferde sehr wichtig, aber natürlich ebenso auch für jedes junge, mittelalte und gesunde Pferd, <strong>denn wie wir unser Pferd arbeiten, womit wir es füttern, in welcher Haltungsform wir es halten usw. beeinflusst stark, wie unser Pferd in einem, in zwei und in 10 Jahren aussieht und wie es ihm dann gehen wird.</strong></p>
</div>
<div>
<p>Nicht nur die Art und Weise wie gut Sie Ihr Pferd arbeiten, sondern alles was Sie für Ihr Pferd bestimmen und wie Sie Einfluss auf das Leben Ihres Pferdes nehmen, ob es darum geht, welchen Sattel Sie auswählen oder welchen Hufschmied, Zahnarzt, Physiotherapeuten, Bereiter usw. Sie an Ihr Pferd lassen, wird sich langfristig körperlich und oftmals auch seelisch auf die Verfassung Ihres Pferdes auswirken.</p>
<p>Sie sehen: Unsere Verantwortung, die wir für das uns anvertraute Lebewesen tragen ist enorm groß! Deswegen möchte ich Ihnen heute ein paar Tipps geben, wie Sie die Entwicklung Ihres Pferdes langfristig gut verfolgen und beurteilen können.</p>
</div>
<div>
<p><strong>Tägliche Nähe macht betriebsblind für Veränderungen</strong></p>
</div>
<div>
<p><strong> </strong></p>
</div>
<div>
<p><strong> </strong>Wenn wir unser Pferd tagtäglich sehen, werden wir sehr leicht &#8220;betriebsblind&#8221; für Veränderungen unseres Pferdes. Haben Sie vielleicht auch schon erlebt, dass Menschen, die Ihr Pferd nach einer längeren Zeit, in der sie es nicht gesehen haben, beim Wiedersehen so etwas sagen wie: <em>&#8220;Meine Güte, dein Pferd hat aber stark abgenommen/zugenommen&#8221;</em>, oder <em>&#8220;Wahnsinn, was für eine gute Oberlinie dein Pferd bekommen hat&#8221;</em>?  Wenn wir dann alte Fotos raussuchen und diese betrachten, stellen wir vielleicht erstaunt fest, dass diese Menschen etwas sehen, was uns überhaupt nicht aufgefallen ist. Und genau hier können Sie mit meinen Tipps ansetzen.</p>
</div>
<div>
<p><strong>Halten Sie Entwicklungen in regelmäßigen Abständen in Wort und Bild fest</strong></p>
</div>
<div>
<p><strong> </strong>Um schleichende Veränderungen nicht zu übersehen ist es sinnvoll, regelmässig Entwicklungsverläufe zu protokollieren und das können Sie am besten machen, indem Sie:</p>
</div>
<div>
<ul>
<li>regelmäßig den Körper Ihres Pferdes untersuchen und abfühlen,</li>
<li>ein Tagebuch führen,</li>
<li>in regelmäßigen Abständen Vergleichfotos und -filme machen,</li>
<li>und Schablonen der Oberlinie Ihres Pferdes anfertigen.</li>
</ul>
</div>
<div>
<p><strong><span id="more-1495"></span></strong></p>
<p><strong>Fühlen Sie regelmäßig den Körper Ihres Pferdes ab</strong></p>
<div>
<p><strong> </strong>Eigentlich fast eine Selbstverständlichkeit, die auch sehr  einfach und ohne Zeitverlust beim Putzen erledigt werden kann: Tasten  Sie die Beine Ihres Pferdes ab und gucken Sie, ob sich alle Sehnen und  Gelenke klar anfühlen und sich nirgends heiße oder geschwollene Stellen  finden. Befühlen Sie die Muskulatur Ihres Pferdes.</p>
<p>Sehr gut ist es auch, regelmäßig zu überprüfen, ob Ihr Pferd auf das Abdrücken der <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/artikel/stresspunkte.php" target="_blank">Stresspunkte</a> reagiert.</p>
</div>
<p><strong>Führen eines Tagebuches</strong></p>
</div>
<div>
<p><strong> </strong>In diesem Tagebuch sollten Sie alles, was Ihr Pferd betrifft, notieren:</p>
</div>
<div>
<ul>
<li>Notieren Sie täglich kurz, was Sie mit Ihrem Pferd gemacht haben.</li>
<li>Gab es Auffälligkeiten?</li>
<li>Haben Sie Veränderungen, z.B. in der Menge der Kraftfuttergabe o.ä. vorgenommen?</li>
<li>Haben Sie ungewöhnliche Zusammenhänge festgestellt ( z.B., dass Ihr Pferd bei nass-kalten Wetter sehr steif gelaufen ist)?</li>
<li>Haben Sie Medikamente gegeben und wenn ja, welches und in welcher Dosierung?</li>
<li>Gab es besondere Ereignisse (ist vielleicht ein Herdenfreund Ihres Pferdes gestorben oder hat den Stall verlassen)?</li>
<li>Haben Sie einen neuen Sattel?</li>
<li>&#8230;</li>
</ul>
<p>Das Führen eines solchen Tagebuches kann Ihnen helfen, Zusammenhänge zu erkennen, die Ihnen sonst vielleicht nicht aufgefallen wären. Vielleicht werden Sie feststellen, dass es Ihrem an Arthrose leidendem Pferd immer bei nass-kaltem Wetter schwer fällt an der Longe zu galoppieren und Sie können Ihre Arbeit in Zukunft besser auf die Wetterfühligkeit Ihres Pferdes einstellen. Oder Sie merken, dass die immer stärkender werdende Antriebslosigkeit Ihres Pferdes kurz nach der Kürzung der täglichen Haferration aufgetreten ist&#8230;</p>
<p><strong>Extra-Tipp:</strong> Notieren Sie ruhig auch Ihre eigenen Befindlichkeiten und schauen Sie, welche Zusammenhänge Sie zwischen Ihren Stimmungen und dem Verhalten Ihres Pferdes wahrnehmen können.</p>
</div>
<div>
<p><strong>Fotografieren und filmen Sie Ihr Pferd in regelmäßigen Abständen</strong></p>
</div>
<div>
<p>Regelmäßige Fotos und Filme helfen Ihnen zum einen dabei, Ihr Pferd ein Stück weit &#8220;von außen&#8221; anschauen zu können und Sie dokumentieren damit relativ objektiv alle möglichen Entwicklungen (wie z.B. Futterstand, Muskelauf- oder abbau usw.).</p>
<p>Damit Sie die Fotos und Filme auch tatsächlich dazu benutzen können, Entwicklungen festzuhalten, ist es wichtig, das Pferd immer in derselben Aufstellung, aus derselben Perspektive und aus gleichem Abstand zu fotografieren. Auch dazu einige Tipps:</p>
<ul>
<li>Stellen Sie Ihr Pferd am besten im Profil an einen Zaun auf. Die Zaunriegel geben Ihnen eine nicht veränderbare Leitlinie, anhand derer es leichter fällt Entwicklungen der Oberlinie des Pferdes zu sehen.</li>
</ul>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/S1040039.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1579" title="S1040039" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/S1040039.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a></p>
<ul>
<li>Zählen Sie die Schritte ab, mit denen Sie auf Abstand zum Pferd gehen.</li>
<li>Achten Sie darauf, das Ihr Pferd während des Fotografierens gerade  nach vorne schaut und den Kopf immer auf derselben Höhe trägt.</li>
<li>Fotografieren Sie dann Ihr Pferd von der Seite, von vorne und von hinten. Wiederholen Sie alle drei Monate diese Fotosession.</li>
</ul>
</div>
<div>
<p><strong>Extra Tipp:</strong> Fotografieren Sie auch die Hufstellung und jeden Huf einzeln von vorne, von der Seite und von der Sohlenansicht.</p>
</div>
<div>
<p>Nach den gleichen Grundsätzen gehen Sie auch beim Filmen vor: Stellen Sie die Kamera immer an derselben Stelle des Reitplatzes auf und nehmen Sie ein paar Minuten Longieren in den Grundgangarten auf beiden Händen auf. Nun können Sie sich zu Hause in Ruhe, sogar in Zeitlupe die Bewegungen Ihres Pferdes betrachten:</p>
</div>
<div>
<ul>
<li>Wie bewegt sich Ihr Pferd?</li>
<li>Geht es taktklar?</li>
<li>Wie schwingt der Rücken?</li>
<li>Wie weit tritt das Hinterbein vor?</li>
<li>Wie schräg legt sich Ihr Pferd in die Kurve?</li>
</ul>
</div>
<div>
<p><a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/index-21.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1538" title="index-2" src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/index-21.jpg" alt="" width="403" height="287" /></a></p>
<p>Filmen Sie auch, wie Ihr Pferd gerade auf Sie zugeht und wieder von Ihnen weg. Und natürlich: Filmen Sie sich beim Reiten! <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Legen Sie sich die Fotos und das Film-Material in einen extra dafür angelegten Ordner mit Datum versehen auf Ihrem Computer ab.</p>
</div>
<div>
<p><strong>Fertigen Sie Schablonen an</strong></p>
</div>
<div>
<p><strong> </strong>Man kann sich mit relativ geringem Aufwand Schablonen der Oberlinie des Pferdes anfertigen. Wenn Sie dann alle paar Wochen oder Monate die Schablone auf den Pferderücken legen sehen Sie sehr gut, was sich verändert hat und ob sich der Rücken Ihres Pferdes mehr angehoben hat, oder ob Ihr Pferd beginnt, den Rücken mehr durchhängen zu lassen.</p>
<p>Und wie Sie so eine Schablone basteln können, beschreibe ich Ihnen nächste Woche. <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
</div>
]]></content:encoded>
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		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Was das Wachstum mit sich bringt</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2010/10/26/was-das-wachstum-mit-sich-bringt/</link>
		<comments>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2010/10/26/was-das-wachstum-mit-sich-bringt/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 26 Oct 2010 03:06:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anatomie und Körper]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Pferd wächst bis zu seinem 7. Lebensjahr. In dieser Zeit passieren viele Veränderungen im Pferdekörper: die Knochen werden länger, Zähne werden gewechselt, Wirbelkörper verwachsen miteinander, Muskeln entwickeln sich, Bänder und Sehnen bekommen Stabilität.
Als hätte ein Pferd damit nicht genug zu tun, fällt in diese Zeit in der Regel noch die Grundausbildung des Pferdes. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Pferd wächst bis zu seinem 7. Lebensjahr. In dieser Zeit passieren viele Veränderungen im Pferdekörper: die Knochen werden länger, Zähne werden gewechselt, Wirbelkörper verwachsen miteinander, Muskeln entwickeln sich, Bänder und Sehnen bekommen Stabilität.</p>
<p>Als hätte ein Pferd damit nicht genug zu tun, fällt in diese Zeit in der Regel noch die Grundausbildung des Pferdes. Die Mehrheit der Pferde werden in ihrem vierten Lebensjahr eingeritten.</p>
<p>Wenn es nun im Umgang oder in der Ausbildung eines jungen Pferdes zu Problemen, Schwierigkeiten und Widersetzlichkeiten kommt, heißt es oftmals: <em>„Der/die kommt in die Pubertät“</em>, oder <em>„Der/die fängt jetzt das Testen an“</em>. Und damit ist bei vielen Pferdebesitzern klar, wie sie mit dieser „Widersetzlichkeit“ ihres Pferdes umzugehen haben. Die Antwort sieht dann in den meisten Fällen so aus, dass der Mensch „sich durchsetzen muss“, dem „Nein“ des Pferdes nicht nachgeben darf und dass man dem Pferd in dieser Zeit besonders deutlich zeigen muss, „wer das Sagen hat“&#8230;</p>
<p>Ich bin Mutter einer 14-jährigen Tochter. Schon viele Hunde und Pferde sind bei mir den Kinderschuhen entwachsen, haben also ihre Zeit der „Pubertät“ bei mir verbracht. Ich kenne also die Symptome des Erwachsenwerdens bei Mensch und Tier <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  und habe einige Erfahrungen was diese Entwicklungsphase angeht.</p>
<p>Ja, es kommt in dieser Zeit häufiger zu Schwierigkeiten und ja, auch zu Widersetzlichkeiten. Und ich bin davon überzeugt, dass die meisten dieser Schwierigkeiten „echte“ Gründe haben. Wenn ich die Grundüberzeugung vertrete, dass mein Pferd nicht einfach nur „kein Bock“ hat, sondern tatsächlich die Probleme durch das Wachstum und seine Begleiterscheinungen ausgelöst werden, kann ich auf mein Pferd und sein Verhalten Rücksicht nehmen.</p>
<p>Ich muss meinem Pferd dann nicht unterstellen, dass es nicht will. Ich darf dann denken: <strong>Es kann vielleicht gerade nicht</strong>.</p>
<p>Wenn Ihr Pferd also Probleme zeigt, dann denken Sie bitte daran, dass diese Probleme eine gut zu erklärende Ursache haben können.</p>
<p><span id="more-965"></span></p>
<p><strong>Häufige Probleme in der Zeit des Wachsens sind:</strong></p>
<ul>
<li>Verlust der Körperbalance, sowohl an der Longe als auch unter dem Reiter</li>
<li>Verlust der Fähigkeit zu galoppieren</li>
<li>Entwicklung von Anlehnungsproblemen</li>
<li>Wachstumsschmerzen</li>
</ul>
<p><strong>Der Verlust der Körperbalance</strong></p>
<p>Nehmen wir an, ein Pferd läuft eigentlich schon prima ausbalanciert an der Longe/unter dem Sattel. Und plötzlich, „wie aus dem Himmel heraus“ zeigt es wieder große Probleme in seiner Balance. Egal ob an der Longe oder unter dem Sattel, will sich das Pferd nicht mehr so stellen und biegen, bricht über die innere oder äußere Schulter aus, will nicht mehr vom Hufschlag abwenden oder ähnliches mehr.</p>
<p>Hier ist oftmals das Wachstum Schuld! Pferde wachsen nicht gleichmäßig. Erst macht nur die Hinterhand einen Schuss nach oben, was dazu führt, dass die Pferde dann eine Zeit lang überbaut sind. Erst später folgt irgendwann das Wachstum der Vorhand nach. Ein überbautes Pferd neigt viel mehr dazu, auf die Vorhand zu fallen (mit allen negativen Begleiterscheinungen), wie ein Pferd welches nicht überbaut ist.</p>
<p>Bedenken Sie: Das Pferd muss sich mit einer ganz anderen Statik seines Körpers auseinandersetzen! Ziehen Sie sich mal Schuhe mit unterschiedlichen Absätzen an und tanzen dann leichtfüßig, galant einen Walzer. Und Sie müssen dabei nicht mal einen Rucksack auf dem Rücken tragen <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  .</p>
<p><strong>Verlust der Fähigkeit korrekt galoppieren zu können</strong></p>
<p>Oftmals können Pferde eine zeitlang nicht mehr richtig galoppieren. Diese Symptomatik findet sich häufig in der Zeit, in der das Pferd überbaut ist oder in der Zeit, in der die Wirbelkörper des Sakralgelenkes miteinander verknöchern. Jeder Rückenwirbel besitzt Wachstumszonen, die erst mit ca. 6-7 Jahren verknöchern. Während dieses Prozesses kommt es bei vielen Pferden zeitweise vermehrt zu Schwierigkeiten im Galopp. Die Pferde gehen z.B. nur noch Kreuzgalopp, können die Hinterhand nicht richtig untersetzen oder springen falsch an (Außengalopp).</p>
<p>Wenn Sie diese Probleme bei Ihrem Pferd feststellen, lassen Sie den Galopp eine Zeit lang weg und testen Sie ihn immer mal wieder an. Arbeiten Sie in der Zeit an der Gymnastizierung im Schritt und Trab. Sollte das Problem nach 6-8 Wochen immer noch bestehen, lassen Sie Ihr Pferd bitte von einem Fachmann untersuchen und, wenn nötig, behandeln.</p>
<p><strong>Entwicklung von Anlehnungsproblemen</strong></p>
<p>Oftmals nehmen Pferde plötzlich das Gebiss nicht mehr gut an. Sie wehren sich gegen die Reiterhand, sind maulig, sperren, neigen zum Verwerfen.</p>
<p>Hier sollten Sie immer auch an die Zähne denken. Das Jungpferd wechselt bis zu seinem 5 Lebensjahr seine Zähne. Vielfach entwickeln sich scharfe Kanten, die die Mundschleimhaut verletzen oder es verbleiben sog. Reiter (nicht abgestoßene Zahnkappen), die dem Pferd schmerzhaft die Arbeit verleiden. Deswegen sollte bei einem Jungpferd alle 6 Monate das Gebiss gecheckt werden.</p>
<p>Aus der Sicht des Zahnwechsels gesehen, ist für das Anreiten des Pferdes mit Gebiss das Alter von 3,5 Jahren denkbar ungünstig! Genau das ist ein Grund, warum ich das Anreiten eines Pferdes immer ohne Gebiss durchführe.</p>
<p>Eine weitere Ursache für Anlehnungsprobleme kann sein, dass der Sattel nicht mehr passt und dem Pferd Schmerzen bereitet. Die Sattellage des Pferdes verändert sich mit dem Muskelaufbau. Trainieren Sie Ihr Pferd gut, hebt sich der Widerrist an. Lassen Sie also auch hier regelmäßig von einem Fachmann überprüfen, ob Sie Veränderungen am Sattel vornehmen müssen.</p>
<p><strong>Bedenken Sie bitte auch: Wachstum kann sehr weh tun</strong></p>
<p>Meine Tochter ruft mir das oft in Erinnerung. Sie leidet zur Zeit häufig unter Wachstumsschmerzen. Es betrifft ihre Füße, die Knie, den Rücken. Und nicht nur wachsende Knochen können weh tun. Auch das Wachstum der Muskeln. Erinnern Sie sich an Ihren letzten Besuch im Fitness-Center? Können Sie sich an so richtig fiesen Muskelkater erinnern? Wenn Sie Ihr Pferd ins Training nehmen, dann nehmen Sie auch auf diese Schmerzen Rücksicht. Wenn Sie an einem Tag ein &#8220;strammes&#8221; Training (bei einem frisch angerittenem Pferd können das 20 Minuten reiten gewesen sein, die für einen kräftigen Muskelkater ausreichen) mit Ihrem Pferd durchgeführt haben, dann gehen Sie am nächsten Tag z.B. nur spazieren.</p>
<p>Es gibt einen wichtigen Leitsatz im Sport: Der Muskel wächst am Ruhetag!</p>
<p>Reiten Sie ein junges Pferd nicht täglich. Wechseln Sie die Arbeiten ab und geben Sie Ihrem Pferd auch ausreichend Ruhetage (Wochen/Monate), wo es sein Leben auf der Koppel geniessen darf.</p>
<p><strong>Im Zweifel für das Pferd</strong></p>
<p>Wenn Sie all diese möglichen Ursachen für die Widersetzlichkeit eines Pferdes (und das bitte nicht nur beim Jungpferd!) im Hinterkopf haben, können Sie vielleicht vermeiden, etwas von Ihrem Pferd zu verlangen, was es gerade nicht leisten kann. Sie dürfen dann auch das Training einer Lektion, oder auch das Reiten an sich, einfach mal eine Zeit lang bleiben lassen.</p>
<p>Mir ist es viel lieber ich gebe 10x nach, als dass ich einmal etwas unerbittlich zu erzwingen versuche (darunter verstehe ich z.B. das Einwirken einer harten Hand, Strafe mit Gerte/Sporen, den Einsatz von Hilfszügeln), was mein Pferd unfähig ist auszuführen. Auch mit dieser Nachgiebigkeit bin ich bisher mit meinen Pferden in der Ausbildung immer auf positive Weise weiter gekommen. Meine Pferde haben das nie „ausgenutzt“.</p>
<p>Und so zerstöre ich durch mein „Im Zweifel für das Pferd“- Verhalten nicht die Freude an der Zusammenarbeit mit mir und vor allem zerstöre ich nicht das Vertrauen des Pferdes!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Dehnübungen fürs Pferd</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2009/07/28/dehnubungen-furs-pferd/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Jul 2009 02:36:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anatomie und Körper]]></category>

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		<description><![CDATA[Haben Sie auch schon mal Pferdebesitzer gesehen, die an den Beinen ihrer Pferde hängen oder an deren Schweife ziehen? Oder die mit Leckerlies Pferdehälse in verschiedenste Positionen locken? Dann war wahrscheinlich vor nicht zu langer Zeit ein Physiotherapeut auf dem Hof und hat Dehnungsübungen empfohlen.  
Bei Sportlern gehören Dehnübungen in jedes Aufwärmprogramm. Und was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Haben Sie auch schon mal Pferdebesitzer gesehen, die an den Beinen ihrer Pferde hängen oder an deren Schweife ziehen? Oder die mit Leckerlies Pferdehälse in verschiedenste Positionen locken? Dann war wahrscheinlich vor nicht zu langer Zeit ein Physiotherapeut auf dem Hof und hat Dehnungsübungen empfohlen. <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Bei Sportlern gehören Dehnübungen in jedes Aufwärmprogramm. Und was für Menschen gut ist, macht auch für unsere Pferde Sinn.</p>
<p>Dehnübungen haben eine sehr positive Wirkung:</p>
<ul>
<li>Die Durchblutung im Muskel wird gesteigert.</li>
<li>Die Beweglichkeit der Gelenke verbessert.</li>
<li>Sehnen und Bänder werden elastischer.</li>
<li>Die Übungen fördern Entspannung und Wohlbefinden.</li>
<li>Das Verletzungsrisiko wird vermindert.</li>
</ul>
<p>Und wenn Sie sich genauer mit diesem Thema befassen, lernen und erfahren Sie viel von Ihrem und über Ihr Pferd:</p>
<ul>
<li>Sie erkennen die Bewegungsgrenzen Ihres Pferdes.</li>
<li>Sie merken viel schneller, wenn Ihr Pferd ein körperliches Problem entwickelt/hat.</li>
<li>Sie haben ein wunderbares Werkzeug in der Hand, Ihrem Pferd Wohlbefinden zu schenken.</li>
</ul>
<p><strong>Aber: </strong>Falsch ausgeführt, sind Dehnungsübungen nicht nur uneffektiv, sie können Ihrem Pferd sogar sehr schaden.</p>
<p>Deswegen möchte ich Ihnen in diesem und den folgenden Blockbeiträgen aufzeigen, worauf es bei den Dehnungsübungen ankommt und ich werde Ihnen einige schöne Übungen vorstellen. Beginnen wir mit etwas Theorie.<br />
<span id="more-329"></span></p>
<p><strong>Grundsätzliches zur Muskelphysiologie</strong></p>
<p>Ein Muskel kann immer nur arbeiten, indem er sich zusammen zieht. Jeder Muskel hat einen Gegenspieler (Antagonist). Wenn ein Muskel sich zusammenzieht (Agonist), geht sein Antagonist in die Dehnung. In der Phase, in der der Muskel gedehnt ist, wird er mit Blut und Sauerstoff versorgt.</p>
<p>Kann sich ein Muskel auf Grund einer Verletzung oder einer Verspannung nicht, bzw. nur eingeschränkt dehnen, verschlechtert sich der Muskelstoffwechsel. Oftmals kann sich ein Muskel aus einer Verspannung nicht eigenständig lösen. Hier können Massagen und Dehnübungen großen therapeutischen Effekt haben (siehe dazu auch Artikel <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/artikel/stresspunkte.php">Stresspunktmassage</a>).</p>
<p>Eine verspannte Muskulatur kann schwerwiegende Auswirkungen auf die Pferdegesundheit haben. Deshalb macht es Sinn, hier nicht nur etwas zu tun, wenn die Verspannung schon da ist, sondern viel mehr vorbeugend dafür zu sorgen, dass erst gar keine Verspannungen einsetzen. Und genau dafür sind sanfte Dehnübungen sehr gut geeignet.</p>
<p><strong>Passive oder aktive Dehnung</strong></p>
<p>Man unterscheidet bei den Dehnübungen die passive und die aktive Dehnung.</p>
<ul>
<li>Bei der passiven Dehnung übernimmt der Mensch das Dehnen des Muskels, gibt also die Bewegungen vor.</li>
<li>Bei der aktiven Dehnung arbeitet das Pferd aktiv. Der Mensch unterstützt hier nur durch Anreize, bewegen tut sich das Pferd von allein.</li>
</ul>
<p><strong>Kontraindikationen</strong></p>
<p>In folgenden Fällen dürfen Sie keine Dehnübungen durchführen:</p>
<ul>
<li>bei akuten Verletzungen,</li>
<li>bei Nervenschäden oder Entzündungen,</li>
<li>bei Fieber.</li>
</ul>
<p>Falls Ihr Pferd unter einer Erkrankung leidet (z.B. Kissing Spines, Ataxie, Spat…), sprechen Sie vor dem Durchführen von Dehnübungen immer mit Ihrem Tierarzt, ob er die Anwendung empfiehlt.</p>
<p><strong>Zu beachten</strong></p>
<p>Beim Dehnen müssen Sie immer folgende Regeln beachten:</p>
<ul>
<li>Das Pferd sollte schon leicht vorgewärmt sein (durch Bewegung oder Massage).</li>
<li>Die Bewegungen in den Übungen sollen immer langsam durchgeführt werden.</li>
<li>Es darf niemals mit großer Kraft gedehnt werden.</li>
<li>Es darf niemals federnd oder ruckend gedehnt werden.</li>
<li>Es darf niemals schmerzhaft gedehnt werden.</li>
<li>Jede Dehnung sollte mindestens 20 Sekunden gehalten werden.</li>
</ul>
<p>Eine Reihe von Dehnübung sollten nur von Fachleuten ausgeführt werden, aber es gibt auch einige, die von Laien durchgeführt werden können. Und davon stelle ich Ihnen in den nächsten Blogbeiträgen welche vor.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Zwei kleine Knöchelchen mit großer Bedeutung: die Jochfortsätze des Hinterhauptbeines</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2009/04/28/zwei-kleine-knochelchen-mit-groser-bedeutung-die-jochfortsatze-des-hinterhauptbeines/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Apr 2009 03:01:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anatomie und Körper]]></category>

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		<description><![CDATA[Sehr wahrscheinlich haben Sie bisher noch nichts von den so genannten &#8220;Jochfortsätze des Hinterhauptbeines&#8221; beim Pferd gehört, oder? Diese kleinen Knochen haben eine wichtige Bedeutung und wer reitet, sollte diese kennen.
Auf lateinisch heißen sie &#8220;Processus Paracondylaris&#8221; und sitzen am Hinterkopf des Pferdes:
 
Warum man sie kennen sollte? Weil sie verhindern, dass ein Pferd, welches die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr wahrscheinlich haben Sie bisher noch nichts von den so genannten &#8220;Jochfortsätze des Hinterhauptbeines&#8221; beim Pferd gehört, oder? Diese kleinen Knochen haben eine wichtige Bedeutung und wer reitet, sollte diese kennen.</p>
<p>Auf lateinisch heißen sie &#8220;Processus Paracondylaris&#8221; und sitzen am Hinterkopf des Pferdes:</p>
<p align="center"> <img src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/processus.jpg" alt="processus.jpg" /></p>
<p>Warum man sie kennen sollte? Weil sie verhindern, dass ein Pferd, welches die Nase hinter der Senkrechte hat, sich korrekt stellen kann!</p>
<p>Zwischen diesen Jochfortsätzen befindet sich der erste Halswirbel des Pferdes, der Atlas. Wenn das Pferd den Kopf rückständig nimmt (beziehungsweise nach hinten gezogen bekommt), richten sich die beiden Knochen so auf, dass der Altas blockiert wird. <strong>Die Folge: Das Pferd kann sich im Genick nicht mehr seitlich stellen.</strong></p>
<p>Da wir ja wissen, dass es <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2009/03/03/das-stellen/" target="_blank">keine Biegung ohne Stellung</a> gibt, ergibt sich folgende Frage an alle Reiter/innen, die ihr Pferd in zu tiefer Einstellung reiten oder die es nicht schlimm finden, das ihr Pferd mit Hilfszügel an der Longe hinter die Senkrechte kommt: Wie lässt sich die Haltung Ihres Pferdes mit korrektem Reiten/Longieren vereinbaren?</p>
<p>Vielleicht bringt diese Tatsache ja den einen oder anderen Rollkurbefürworter zum Nach- und Umdenken?!</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Die Längsbiegung</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2009/03/24/die-langsbiegung/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Mar 2009 02:49:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anatomie und Körper]]></category>

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		<description><![CDATA[In den letzten Blogbeiträgen habe ich über die Themen Stellung und Halsbiegung geschrieben. Heute möchte ich mich der Längsbiegung widmen.
Biegung definiert sich laut FN folgendermaßen: „Die Krümmung der gesamten Wirbelsäule nach rechts oder links um den rechten oder linken Schenkel. Die Biegung muss gleichmäßig sein, das Pferd darf also z.B. in den beweglichen Halswirbeln nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Blogbeiträgen habe ich über die Themen <a target="_blank" href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2009/03/03/das-stellen/">Stellung</a> und <a target="_blank" href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2009/03/10/die-seitliche-halsbiegung/">Halsbiegung</a> geschrieben. Heute möchte ich mich der Längsbiegung widmen.</p>
<p>Biegung definiert sich laut FN folgendermaßen: <em>„Die Krümmung der gesamten Wirbelsäule nach rechts oder links um den rechten oder linken Schenkel. Die Biegung muss gleichmäßig sein, das Pferd darf also z.B. in den beweglichen Halswirbeln nicht stärker gebogen werden als in den weniger beweglichen Rückenwirbeln, wo die eigentliche Biegung um den inneren Schenkel stattfindet. Besonders neuralgische Punkte sind hier der Halsansatz vor dem Widerrist und das Genick. Es gibt keine Biegung ohne Stellung, während, wie schon ausgeführt, Stellung ohne Biegung durchaus möglich ist…“.</em></p>
<p>Ich mache die korrekte Biegung so fest: Ein Pferd, das sich auf einer gebogenen Linie korrekt biegt, bewegt sich spurig, d.h., die Hinterfüße folgen der Spur der Vorderfüße.</p>
<p>In den Reitlehren findet sich häufig der Begriff „Rippenbiegung“. Nun ist es aber so, dass eine Biegung im Bereich der acht „wahren Rippen&#8221; (diese sind mit dem Brustbein verbunden) so gut wie nicht möglich ist. Auch in den Bereichen Lendenwirbelsäule und Kreuzbein ist kaum Längsbiegung möglich. Das bedeutet, <strong>dass die Wirbelsäule des Pferdes sich nicht gleichmäßig stark biegen lässt</strong>.<br />
<span id="more-279"></span></p>
<p>Sehr biegsam ist die Halswirbelsäule und gut beweglich ist der Übergang des letzten Lendenwirbels und des Kreuzbeines. Eine Längsbiegung entsteht durch die lange Rückenmuskulatur, die seitlich an den Wirbeln des Halsansatzes ansetzt und bis zum Kreuzbein geht. Wenn ein Pferd die gesamte Muskulatur einer Seite kontrahiert, kommt dadurch die innere Hüfte des Pferdes vor, wodurch das Pferd eine Biegung erreicht, obwohl sich einzelne Abschnitte der Wirbelsäule nicht biegen!</p>
<p>Um den komplexen Vorgang der Längsbiegung wirklich zu verstehen, muss man wissen, dass sich die Wirbelkörper nicht nur zur Seite bewegen, sondern auch rotieren. Dadurch drehen sich die Dornfortsätze der Wirbelkörper. Bei einer Biegung des Pferdes nach rechts, rotieren die Dornfortsätze bei einem aufgewölbten Rücken nach links. Dadurch hebt sich der innere Rippenbogen. Der Reiter spürt, dass er innen angehoben wird. Ist der Rücken hingegen nach unten weggedrückt, rotieren die Dornfortsätze nach innen, der Rippenbogen innen senkt sich. Der Reiter wird in der Biegung innen runtergesetzt.</p>
<p>Das, was dem Betrachter eines gebogenen Pferdes wie eine seitliche Biegung erscheint, ist in Wahrheit also eine Rotationsbewegung zusammen mit einer Aufwölbung der inneren Körperseite. Dadurch erscheint die innere Körperseite verkürzt und das Pferd gebogen. Die tatsächliche Verkürzung ist aber verschwindend gering.</p>
<p>Lernt das Pferd durch gut gymnastizierende Arbeit diese Beweglichkeit auf beiden Händen gleich gut durchzuführen und wird beidseitig immer geschmeidiger und kräftiger, gehen wir mit dem Pferd den Weg des „Geraderichtens“.</p>
<p>Durch die seitliche Biegefähigkeit entwickelt sich die Fähigkeit des Pferdes zur <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2008/07/08/die-versammlung/">Versammlung</a>.</p>
<p>Hier sehen Sie einige Beispiele für eine gute Längsbiegung:</p>
<p align="center"><img src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/lb1.jpg" alt="lb1.jpg" /></p>
<p align="center"><img src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/lb2.jpg" alt="lb2.jpg" /></p>
<p align="center"><img src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/lb3.jpg" alt="lb3.jpg" /></p>
<p>Und hier dasselbe Pferd ohne Biegung:</p>
<p align="center"><img src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/lb4.jpg" alt="lb4.jpg" /></p>
<p align="center"><img src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/lb5.jpg" alt="lb5.jpg" /></p>
<p align="center"><img src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/lb6.jpg" alt="lb6.jpg" /></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Halsbiegung &#8211; wie viel ist korrekt?</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2009/03/17/halsbiegung-wie-viel-ist-korrekt/</link>
		<comments>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2009/03/17/halsbiegung-wie-viel-ist-korrekt/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Mar 2009 02:17:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anatomie und Körper]]></category>

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		<description><![CDATA[Laut FN Richtlinien soll die Halsbiegung nie stärker sein als die Gesamtbiegung des Pferdes. Es soll sich also von oben betrachtet, eine gleichmäßige Biegung durch den Pferdekörper ergeben. Wird ein Pferd korrekt gestellt und im Hals gebogen, kommt die gleichseitige Hüfte vor.
Nun muss man dazu wissen, dass sich Abschnitte in der Wirbelsäule des Pferdes befinden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Laut FN Richtlinien soll die Halsbiegung nie stärker sein als die Gesamtbiegung des Pferdes. Es soll sich also von oben betrachtet, eine gleichmäßige Biegung durch den Pferdekörper ergeben. Wird ein Pferd korrekt gestellt und im Hals gebogen, kommt die gleichseitige Hüfte vor.</p>
<p>Nun muss man dazu wissen, dass sich Abschnitte in der Wirbelsäule des Pferdes befinden, in denen so gut wie gar keine Biegung möglich ist, nämlich an der Brustwirbelsäule im Bereich der echten Rippen (TH 9 – TH 14) und im Kreuzbein-Bereich.</p>
<p><strong>Sinn und Einsatz der Halsbiegung</strong></p>
<p>Wenn mich Zuschauer mit meinen Pferden arbeiten sehen, egal ob bei der Handarbeit oder beim Reiten, fällt öfter die Frage, ob ich meine Pferde nicht zu stark im Hals biege.</p>
<p>Und ja, ich biege meine Pferde tatsächlich manchmal deutlich im Hals, also stärker als das, was eine gleichmäßige Biegung durch den Körper vorgeben würde. Und das aus guten Gründen, die ich hier erläutern möchte.</p>
<p><span id="more-271"></span> Das kurzfristige stärkere Biegen des Halses nutze ich</p>
<ul>
<li>wenn das Pferd einen festen, starren Hals hat,</li>
<li>wenn ich das Pferd von der inneren Schulter weg bekommen möchte,</li>
<li>um den Kopf-Armmuskel zum Loslassen zu bringen</li>
<li>und um die äußere Halsmuskulatur zu dehnen.</li>
</ul>
<p><strong>Durch eine kurzfristig stärkere Halsbiegung lässt sich ein fester Hals lockern</strong></p>
<p>Wie stark ich ein Pferd im Hals biege, hängt von der Beweglichkeit und Beschaffenheit des Halses, und von dem Verhalten des Pferdes ab. Wir können bei den Pferden grob zwei Halstypen unterscheiden:</p>
<ul>
<li>den festen, starren Hals</li>
<li>und den weichen, biegsamen Hals (auch „loser“ Hals genannt).</li>
</ul>
<p>Habe ich es mit einem Pferd zu tun, das einen festen Hals hat, so versuche ich den Hals über stärkeres Biegen behutsam „weich“ zu kneten. Habe ich es mit einem weichen „Gummihals“ zu tun, arbeite ich mit weniger Halsbiegung. In diesem Fall geht es darum, den Hals mehr Stabilität zu geben.<br />
<strong>Durch die Halsbiegung lässt sich ein Pferd von der inneren Schulter wegbekommen</strong></p>
<p>Ein Pferd, welches noch nicht gut gymnastiziert ist, wird versuchen in einer Wendung innen den Weg abzukürzen. Es wird in die Biegung, also auf die innere Schulter fallen. Das sieht in der Praxis so aus, dass wenn ich mein Pferd nach rechts stelle und nach rechts eine Volte reiten möchte, mein Pferd gegen den rechten Schenkel geht und nach rechts reinkippt. In diesem Fall hebe ich meine rechte Hand nach oben an und gebe Impulse in die Maulwinkel meines Pferdes. Mit der Gerte kann ich unterstützend die innere Schulter meines Pferdes antouchieren. Mein Gewicht verlagere ich nach hinten links. Mein innerer Schenkel treibt.</p>
<p>Wenn das Pferd auf die Hilfen wunschgemäß reagiert, wird es sich im Genick nach rechts stellen lassen, seine Balance von der inneren Schulter Richtung äußerer Schulter verschieben und die Halswirbelsäule nach rechts biegen. Nach der Korrektur kann ich die Halsbiegung wieder weniger werden lassen, bis die gewünschte Haltung vom Pferd verstanden wurde und das Pferd korrekt am äußeren Zügel geht.</p>
<p><strong>Durch die Halsbiegung lässt sich der Kopf-Armmuskel lockern</strong></p>
<p>Wenn ich ein Pferd reite, welches mit verkrampften Kopf-Armmuskel den Unterhals herausdrückt und sich dadurch im Hohlkreuz bewegt, biege ich den Hals des Pferdes vermehrt. Die Anatomie des Pferdes macht es unmöglich, dass eine deutliche Halsbiegung weder mit einem Herausdrücken des Halses noch mit dem Einrollen (Verkriechen hinter dem Zügel) vereinbar ist. (siehe dazu das Buch „Irrtümer der modernen Dressur“ von Phillipe Karl) Ich kann durch eine gezielte Halsbiegung erreichen, dass ein solches Pferd den Kopf-Armmuskel nach und nach entspannt und eine Anlehnung überhaupt möglich wird.</p>
<p><strong>Mit der Halsbiegung lässt sich die äußere Halsmuskulatur dehnen</strong></p>
<p>Um einen Muskel locker zu bekommen muss er bereit sein, sich dehnen zu lassen. Die Halsmuskulatur dehnt sich, wenn das Pferd in eine korrekte Dehnungshaltung geht. Aber nicht alle Pferde nehmen diese Haltung selbstständig ein. So ist ein Weg den ich hin zu diesem Ziel gehen kann, erst einseitig im Wechsel die Halsmuskulatur zu dehnen, was ich über das Biegen des Halses erreiche. Wenn beide Halsseiten auf diese Weise vorsichtig gedehnt wurden, sind viele Pferde viel eher bereit und in der Lage, Dehnungshaltung einzunehmen.</p>
<p><strong>Die starke und die korrekte Halsbiegung</strong></p>
<p>Auf diesem Bild sehen Sie ein starkes Abbiegen des Halses. So soll es nur kurzfristig aussehen und nur um eines der oben genannten Ziele erreichen zu wollen:</p>
<p align="center"> <img src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/stellung7.jpg" alt="stellung7.jpg" /></p>
<p>So sieht unser Endziel aus! Dies ist in meinen Augen das Idealbild eines harmonisch gestellten und gebogenen Pferdes:</p>
<p align="center"> <img src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/ar_laeuft2.jpg" alt="ar_laeuft2.jpg" /></p>
<p>Und über die Körperbiegung erfahren Sie dann in meinem nächsten Blogbeitrag mehr. <img src='http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die seitliche Halsbiegung</title>
		<link>http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2009/03/10/die-seitliche-halsbiegung/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Mar 2009 02:45:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anatomie und Körper]]></category>

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		<description><![CDATA[Im ersten Teil meiner Serie habe ich Ihnen die Stellung erklärt und gezeigt, wie ich bei meinem Pferd Pepe überprüfe, ob er sein Genick nach beiden Seiten stellen kann. Erst wenn das möglich ist, kann ich daran denken, mein Pferd zu biegen und schaue mir dafür zunächst die Beweglichkeit der Halswirbelsäule an.
Auch das mache ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im ersten Teil meiner Serie habe ich Ihnen die Stellung erklärt und gezeigt, wie ich bei meinem Pferd Pepe überprüfe, ob er sein Genick nach beiden Seiten stellen kann. Erst wenn das möglich ist, kann ich daran denken, mein Pferd zu biegen und schaue mir dafür zunächst die Beweglichkeit der Halswirbelsäule an.</p>
<p>Auch das mache ich erst vom Boden aus und zwar erst im Stand, und dann in der Bewegung.</p>
<p>Im folgenden Bild sehen Sie, wie Pepe das Genick gut nach rechts genommen hat und seinen Hals schön nach rechts biegt:</p>
<p align="center"><img src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/stellung3.jpg" alt="stellung3.jpg" /></p>
<p><span id="more-262"></span><br />
Und auch hier, ein Bild in der Bewegung nach links, macht er es sehr schön. Auf diesem Bild können Sie auch gut sehen, dass Pepes inneres Vorderbein sehr lotrecht unter ihm steht und er sich durch das korrekte Stellen und dem Biegen der Halswirbelsäule schön in die Ecke geht:</p>
<p align="center"> <img src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/stellung4.jpg" alt="stellung4.jpg" /></p>
<p>Und hier wird geschummelt:</p>
<p align="center"> <img src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/stellung5.jpg" alt="stellung5.jpg" /></p>
<p>Pepe nimmt zwar seinen Halsansatz nach rechts, aber gucken Sie mal welches Auge ich von oben sehen kann und wohin die Ohren sich drehen. Das ist <strong>keine korrekte Rechtsstellung</strong>. Und achten Sie auch auf Pepes Mähnenkamm. Er kippt nach links.</p>
<p>Und auch auf diesen Foto ist das Pferd nicht korrekt gebogen &#8211; es ist viel zu tief eingestellt, die Nase kommt deutlich hinter die Senkrechte und das Genick ist nicht mehr der höchste Punkt:</p>
<p align="center"><img src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/biegung_rollkur1.jpg" alt="biegung_rollkur1.jpg" /></p>
<p>So ist es wieder richtig:</p>
<p align="center"> <img src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/stellung6.jpg" alt="stellung6.jpg" /></p>
<p>Der Mähnenkamm ist wieder nach rechts gekippt. Das Genick ist wieder nach rechts gedreht. Hier sehen Sie eine korrekte Stellung nach rechts mit einer deutlichen Halsbiegung nach rechts.</p>
<p>Und damit kommen wir zur nächsten Frage und zwar der, wie viel Halsbiegung korrekt ist. Dazu mehr im <a href="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2009/03/17/halsbiegung-wie-viel-ist-korrekt/" target="_blank">nächsten Blog</a>.</p>
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		<title>Das Stellen</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Mar 2009 02:36:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Babette Teschen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anatomie und Körper]]></category>

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		<description><![CDATA[Sicherlich haben Sie schon des öfteren den Spruch gehört: „Ohne Stellung, keine Biegung“. Es handelt sich bei diesem Satz um ein fundamentales anatomisches Gesetz, welches wir sowohl bei der Handarbeit als auch beim Longieren als auch beim Reiten beachten müssen.
Gesagt wird damit Folgendes: Wenn ich mein Pferd biegen will, wenn ich es also korrekt auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sicherlich haben Sie schon des öfteren den Spruch gehört: <em>„Ohne Stellung, keine Biegung“</em>. Es handelt sich bei diesem Satz um ein fundamentales anatomisches Gesetz, welches wir sowohl bei der Handarbeit als auch beim Longieren als auch beim Reiten beachten müssen.</p>
<p>Gesagt wird damit Folgendes: <strong>Wenn ich mein Pferd biegen will, wenn ich es also korrekt auf einer gebogenen Linie laufen lassen will, ist die zwingende Voraussetzung, dass sich mein Pferd stellen lässt. </strong>Oder anders gesagt: Ein Pferd, dass sich nicht stellen lässt, kann ich nicht korrekt auf einem Zirkel oder einer Volte laufen lassen oder reiten.</p>
<p>Schauen wir einmal genauer an, was mit &#8220;Stellung&#8221; eigentlich gemeint ist.</p>
<p><span id="more-259"></span><br />
Der Begriff &#8220;Stellung&#8221; definiert sich laut FN Richtlinien so:</p>
<p><em>„Stellung heißt, dass das Pferd seinen Kopf im Gelenk zwischen Kopf und Hals, dem Genick, seitlich wendet und das Genick in der Ganasche seitlich biegt.“</em></p>
<p><strong>Die korrekte Stellung</strong></p>
<p>An den folgenden Punkten erkennen Sie, ob Ihr Pferd korrekt gestellt ist:</p>
<ul>
<li>Sie sollten, wenn Sie auf dem Pferd sitzen, den inneren Augenwinkel und den inneren Nüsternrand des Pferdes sehen können.</li>
<li>Der Mähnenkamm soll zu der Richtung gekippt sein, zu der das Pferd gestellt ist.</li>
<li>Der Winkel zwischen inneren Ohr und Mähnenkamm ist spitz, der Winkel zwischen äußerem Ohr und Mähnenkamm ist stumpf.</li>
<li>Die Ohren befinden sich auf einer Höhe.</li>
</ul>
<p align="center"> <img src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/stellung1.jpg" alt="stellung1.jpg" /></p>
<p><strong>Wichtig: </strong>Ein extrem tiefes Einstellen des Pferdes, wie es auf dem folgenden Foto zu sehen ist (auch Rollkur genannt), bei dem der Kopf dann rechts und links zur Seite gezogen wird, ist KEIN korrektes Stellen. Das Genick soll immer der höchste Punkt sein, die Nase darf nicht hinter die Senkrechte gezogen werden.</p>
<p align="center"> <img src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/stellen_rollkur.jpg" alt="stellen_rollkur.jpg" /></p>
<p><strong>Ein Basisschritt: Das Erlernen der Stellung ohne Biegung</strong></p>
<p>Die Stellung ist ohne Körperbiegung möglich. D.h. Sie können Ihr Pferd spurig geradeaus reiten und es dabei nur im Genick stellen. Dieser Schritt sollte in der Ausbildung vor dem Versuch kommen, Ihr Pferd biegen zu wollen.</p>
<p>Auf dem folgendem Bild sehen Sie, das Pepe die Halswirbelsäule gerade hält und sich im Genick nach links stellt. Dazu sagt man auch, „in der Ganasche links hohl machen“:</p>
<p align="center"> <img src="http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/wp-content/uploads/stellung2.jpg" alt="stellung2.jpg" /></p>
<p><strong>Überprüfen, ob sich das Pferd stellen lässt</strong></p>
<p>Wenn ich die Durchlässigkeit und die Annahme der Hilfen eines Pferdes überprüfe, gucke ich mir zunächst an, ob das Pferd in der Lage ist, auf einer geraden Linie in leichter Stellung zu gehen. In der Regel beginne ich damit an der Hand und überprüfe es dann erst unter dem Sattel. Und es ist erschreckend, wie häufig ich hier schon Probleme finde!</p>
<p>Als nächstes schaue ich, ob mein Pferd in der Lage ist, in Stellung anzutreten und anzuhalten und ob es gelingt, Übergänge zwischen den Gangarten in Stellung durchzuführen. Idealerweise gelingt das, ohne dass mein Pferd versucht, sich aus der Stellung zu nehmen, ohne sich herauszuhebeln, sich zu verwerfen oder anderes Fehlverhalten zu zeigen.</p>
<p>Ich erlebe in meiner Praxis nur wenige Pferde, die diesen wichtigen Lernschritt wirklich beherrschen. Wie ist es bei Ihrem Pferd? Ich würde mich über Ihr Feedback sehr freuen!</p>
<p>Im folgenden Blogbeitrag schauen wir uns dann die seitliche Halsbiegung an.</p>
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