Babettes Praxis-Blog : Monatsarchiv für April 2010

Hier berichtet Babette Teschen von ihrer täglichen Arbeit als Reitlehrerin und Ausbilderin und bringt Tipps und Anregungen direkt aus der Praxis mit. HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt – klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link “Den ganzen Beitrag lesen”.

Das geschlängelte Pferd

Heute stelle ich in eine meiner absoluten Lieblingsübungen vor. Ich nenne sie „Das geschlängelte Pferd“. Diese Übung ist eine hervorragende Pferdeweichmachgymnastik, denn hier muss Ihr Pferd sich alle 6-8 Schritte:

1. umstellen und umbiegen,
2. seine Schulterbalance verändern und
3. Standbein und Spielbein der Hinterhand wechseln.

Und so geht es

Am besten können Sie diese Übung durchführen, wenn Ihr Pferd mit einem Kappzaum ausgestattet ist. Befestigen Sie einen Führstrick in den mittleren Kappzaumring.

Gehen Sie auf einer geraden Linie (Bahnpunkte A-C) langsam rückwärts und lassen Sie Ihr Pferd folgen. Nun lassen Sie Ihr Pferd immer im Wechsel mit der Schulter nach links und rechts weichen.

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27. April 2010 von Babette Teschen • Kategorie: Übungen 17 Kommentare »

Ein Tabuthema- das erregte Pferd bei der Arbeit

Wer sich einige meiner Videos angeschaut hat, wird es vielleicht schon gesehen haben: Wenn ich mit meinem Pepe arbeite, besonders wenn ich ruhige, konzentrierte Bodenarbeit mache, schachtet er regelmäßig seinen Penis aus, der sich dann auch noch versteift. Er arbeitet also – ach du Schreck! – mit einer Erektion.

Sie glauben nicht, wie viele Anfragen ich deswegen bekomme, denn Pepe ist keine Ausnahme mit diesem Verhalten.

Viele Wallache zeigen dieses Verhalten. Alleine auf meinem Hof gibt es einige, die das regelmäßig bei der Arbeit mit ihren Besitzern machen. Und viele Pferdebesitzer, die mir schreiben, machen sich deswegen Sorgen. Sie wissen einerseits nicht, wie sie dieses Verhalten deuten sollen und zum anderen ist ihnen dieses Verhalten ihres Pferdes einfach unerträglich peinlich. Deswegen möchte ich mich heute diesem pikanten Tabuthema widmen. :-)
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20. April 2010 von Babette Teschen • Kategorie: Umgang 30 Kommentare »

Geschicktes Füttern als Lernunterstützung

Dass ich gerne mit Futter arbeite, ist wohl ein offenes Geheimnis :-) . Und wie die meisten von Ihnen auch wissen, übe ich mit meinen Pferden gerne zirzensische Lektionen ein, wie z.B. das Kompliment oder das Ablegen auf Kommando.

Bei vielen dieser Lektionen soll das Pferd lernen, so lange in einer bestimmten Körperposition zu verharren, bis wir das Kommando geben, die Lektion/Haltung aufzulösen. Vielleicht kennen Sie dabei das folgende Problem: Sie locken Ihr Pferd mit einem Leckerchen oder einer Möhre in eine Haltung, z.B. in ein Kompliment. Das Pferd erwischt das Leckerchen und beendet von sich aus die Übung, um in entspannter Haltung den Leckerbissen in Ruhe aufzukauen.

Wenn es Ihnen aber gelingt, dass sich in Ihrer Hand immer ein paar Futterkrümel befinden und Sie Ihre Hand nie vom Maul des Pferdes entfernen müssen, wird Ihr Pferd gerne mit seiner Nase da bleiben wo Ihre Hand ist. Und diese befindet sich natürlich in der Position, wo Sie den Kopf des Pferdes haben möchten. Wie das funktioniert, erkläre und zeige ich Ihnen in diesem Beitrag.
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13. April 2010 von Babette Teschen • Kategorie: Spiele & Co 6 Kommentare »

Aus der Sicht unserer Pferde

Bei uns im Forum schreiben die Benutzer/innen fleißig Tagebücher. Manche dieser Tagebücher sind aus der Sicht des Pferdes geschrieben (an dieser Stelle ein kurzer, aber herzlicher Gruß inklusive Keks an Röschen & Guanito ;-) ). Abgesehen davon, dass diese Tagebücher sehr amüsant zu lesen sind, haben sie bei mir mittlerweile zu einer Verschiebung meines Blickwinkels bei der Betrachtung meines Umgangs und meiner Arbeit mit den Pferden geführt.

Mittlerweile ist es so, dass ich nicht mehr so viel darüber nachdenke wie meine Pferde „drauf“ sind, wo sie gut reagieren und funktionieren oder wie sie gerade „laufen“, sondern dass ich viel mehr den Fokus darauf lege mich zu beobachten und mich zu reflektieren.

Und so stelle ich mir, während ich mit meinen Lieben zugange bin – egal ob ich reite Bodenarbeit mache oder einfach nur putze – nun viel öfter die Frage:

Wenn ich mein Pferd gleich wieder zu seinen Kumpels bringe, was wird er wohl von unserer gemeinsamen Zeit/Arbeitseinheit berichten? Wie wird er von meinem heutigen Gemütszustand und von meinem Handeln erzählen?

Vielleicht „Boah, das Frauchen war aber heute wieder nervig drauf… ständig am Gnatzen, hat nur rumgemeckert, egal was ich gemacht habe…“ oder wird es sich eher so anhören: „Frauchen war heute super lieb mit mir. Wenn ich nicht gleich verstanden habe, was sie von mir möchte, hat sie sich ganz viel Zeit genommen um es mir noch mal zu erklären. Das hat heute richtig Spaß gemacht, was mit ihr zu machen.“

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6. April 2010 von Babette Teschen • Kategorie: Umgang 8 Kommentare »