Babettes Praxis-Blog : Monatsarchiv für Januar 2010

Hier berichtet Babette Teschen von ihrer täglichen Arbeit als Reitlehrerin und Ausbilderin und bringt Tipps und Anregungen direkt aus der Praxis mit. HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt – klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link “Den ganzen Beitrag lesen”.

Die Verbeugung

In meinem Blogbeitrag Dehnung in die Tiefe habe ich Ihnen gezeigt, wie Sie den Kopf Ihres Pferdes zwischen die Vorderbeine locken, um eine Dehnung der Oberlinie zu erreichen. Wenn Sie diese Übung fleißig geübt haben, ist der Weg zu einer grazilen Verbeugung nicht mehr weit.

verbeugung4.jpg

Eine schöne Verbeugung ist nicht nur nett anzusehen und eine schöne Begrüßung/Verabschiedung bei einer Show, sie fördert auch die Beweglichkeit Ihres Pferdes und ist eine gute Vorbereitung wenn man die Absicht hat, seinem Pferd das Kompliment beizubringen.
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26. Januar 2010 von Babette Teschen • Kategorie: Spiele & Co 10 Kommentare »

Die Auswirkungen der Anwendung des Clickertrainings auf den Menschen

Ich habe hier in meinem Blog schon einiges über die positive Wirkungsweise des Clickertrainings auf Pferde geschrieben. So z.B., dass Pferde durch diese Methode

  • das Lernen lernen,
  • mehr Begeisterung zeigen,
  • motivierter sind
  • und mehr Spaß haben.

Heute möchte ich über die Veränderungen schreiben, die mit dem Clicker-Menschen vonstatten gehen. Denn das Clickertraining trainiert nicht nur die Pferde, sondern verändert auch in wundersamer Weise den Blickwinkel und die Ausstrahlung des anwendenden Menschen!

Wenn Sie Pferdemenschen beim Umgang mit ihrem Tier beobachten, werden Sie häufig Folgendes wahrnehmen (zumindestens beobachte ich dieses oft ;-) ): Solange das Pferd brav ist und alles nach Vorstellung des Menschen funktioniert, wird das Pferd mehr oder weniger nicht beachtet. Macht das Pferd aber einen Fehler, kommt eine Korrektur, ein Tadel, evtl. sogar eine Strafe. Das Pferd bekommt also in der Regel immer dann Aufmerksamkeit, wenn es Fehler macht. Das bedeutet, dass der Mensch seinen Fokus auf das Fehlverhalten des Pferdes ausrichtet.
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19. Januar 2010 von Babette Teschen • Kategorie: Clickertraining 15 Kommentare »

Das liebe Thema Hilfszügel…

Da ich ja in meiner Longenarbeit ausdrücklich auf Hilfszügel verzichte, werde ich häufig Folgendes gefragt: „Finden Sie eigentlich alle Hilfszügel gleich schlecht? Und meinen Sie nicht, dass es Situationen gibt, in denen der Einsatz von Hilfszügeln doch gut ist?“

Ich bin anhand meiner Erfahrung zu dem Schluss gekommen, dass jedes Pferd ohne Hilfszügel lernen kann in guter Haltung zu laufen und ich mache aus meiner negativen Einstellung gegenüber Hilfszügeln keinen Hehl. Meine Argumente, warum ich gegen den Einsatz von Hilfszügeln bin, habe ich ausführlich im Longenkurs aufgeführt. Tania und ich haben genau in diesem Longenkurs und im Aufbaukurs einen Weg beschrieben, wie jede/r sein Pferd in guter Haltung und Manier zunächst am Boden, später dann auch unter dem Sattel so arbeiten kann, dass er sein Pferd gänzlich ohne den Einsatz von Hilfszügeln optimal fördern kann.

Um aber auf die Frage oben zurück zu kommen: Nein, ich finde nicht alle Hilfszügel gleich schlecht! Es gibt welche, die finde ich weniger schlecht als andere. Aber: etwas weniger schlecht zu finden, heißt nicht, den Einsatz gut zu heißen oder gar zu empfehlen!

Mein Ideal ist ganz klar die Arbeit ohne Hilfszügel!

Das Leben besteht aber leider nicht nur darin, dass wir unsere Ideale sofort und kompromisslos leben können. Es gibt nicht nur Schwarz oder Weiß. Oftmals kommen wir auf unserem Idealwege nicht so voran, wie wir es uns vorstellen und es fehlt uns an Können und an Wissen. Dann müssen wir manchmal etwas abweichen, Umwege gehen und uns der Grautöne bedienen. Und natürlich gibt es zum Glück genügend Pferde, die sich so an Hilfszügel gewöhnt haben, dass ich nicht grundsätzlich gegen jegliche Verwendung bin, wenn diese mit entsprechendem Sachverstand und vor allem mit Fairness dem Pferd gegenüber geschieht.
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12. Januar 2010 von Babette Teschen • Kategorie: Ausrüstung 15 Kommentare »

Und wieder in die Leistungsfalle getappt

Mit diesem ersten Blogbeitrag im neuen Jahr möchte ich Ihnen erzählen, wie ich mal wieder in die Leistungsfalle getappt bin.

Vier Wochen „Wege zum Pferd- Pause“ liegen hinter mir. Die ersten Tage dieses Urlaubs probierte ich mit meinen Pferden einiges Neues aus. Mit Ronaldo begann ich mit Freiarbeit, mit Pepe das Halsringreiten. Ich ging ohne große Ziele und Erwartungen in die Einheiten mit meinen Pferden. Was mir in diesen ersten Einheiten geschenkt wurde, war einfach gigantisch wundervoll.

Meine Pferde waren hoch motiviert und mit Begeisterung dabei. Ich freute mich sehr über jede Kleinigkeit die klappte, hatte ich doch keine großen Erwartungen. Ronni zeigte sofort frei das Übertretenlassen und wir konnten „nackig“ rückwärts durch das Stangen L gehen. Pepe ging sofort alle Seitengänge nur mit Halsring und lief in traumhafter Selbsthaltung. Diese Einheiten machten einfach nur wahnsinnig Spaß! Ich kam aus dem Grinsen und dem Loben nicht mehr heraus. Meine Pferde leuchteten und strahlten mit mir um die Wette. Nach diesen Einheiten mit meinen Pferden war ich so glücklich und zufrieden wie schon lange nicht mehr.

Doch dann begann es: Während ich also völlig entspannt und ohne Erwartungen mit meinen Pferden arbeitete, begann der Anteil in mir, der für “Wege zum Pferd” schreibt, aktiv zu werden: Da alles so gut klappte und Tania und ich ja gerade mehr Zeit hatten als sonst, kam mir die Idee, das, was schon so gut klappte, noch schnell perfektionieren zu wollen, damit ich dann Tania bitten könnte, ein paar Dinge zu filmen, um dann schon mal einige Blogbeiträge fertig machen zu können. Der Hintergrund: Wenn ich jetzt schon Blogbeiträge vorarbeite, bin ich dann, wenn mein Urlaub wieder vorbei ist, nicht so im Stress…
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4. Januar 2010 von Babette Teschen • Kategorie: Sonstiges 17 Kommentare »