Babettes Praxis-Blog : Monatsarchiv für September 2009

Hier berichtet Babette Teschen von ihrer täglichen Arbeit als Reitlehrerin und Ausbilderin und bringt Tipps und Anregungen direkt aus der Praxis mit. HINWEIS: Bei längeren Beiträgen wird hier in der Übersicht immer nur der erste Teil angezeigt – klicken Sie dann bitte jeweils auf den Link “Den ganzen Beitrag lesen”.

Dehnübungen für die Hinterbeine

Die Dehnübungen für die Hinterbeine sehen ähnlich aus wie die Dehnübungen für die Vorderbeine. Bei diesen Übungen dehnen Sie die Muskeln, die die Hinterbeine vor- und zurückführen, die Oberschenkel- und die Kruppenmuskulatur.

Ich zeige Ihnen heute drei Übungen:

  • die Dehnung des Hinterbeines nach vorne,
  • die Dehnung des Hinterbeines seitlich quer unter den Bauch nach innen
  • und die Dehnung des Hinterbeines nach hinten.

Die Dehnung des Hinterbeines nach vorne

Bei dieser Dehnübung wird die Kruppen – und Oberschenkelmuskulatur gedehnt.

Drehen Sie sich so, dass Sie Richtung Hinterhand gucken und nehmen Sie den Huf auf. Fassen Sie mit Ihren Händen dafür um das Fesselgelenk.

Nun strecken Sie das Bein möglichst gerade und dicht am Boden nach vorne Richtung Vorderbein – allerdings, wie schon bei den anderen Übungen erwähnt, behutsam und nicht gegen einen Widerstand.

hinterbeine1.jpg

Achten Sie darauf, das Bein nicht seitlich nach außen zu ziehen. Halten Sie die Dehnung wieder mindestens eine Minute und lösen Sie die Dehnung dann vorsichtig auf. Lassen Sie bitte keinesfalls das Bein einfach los!
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29. September 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Übungen 3 Kommentare »

Dehnübungen für die Vorderbeine

Auch an den Vorderbeinen können wir verschieden Muskeldehnungen erreichen. Durch gezielte Dehnübungen können wir den Bewegungsradius der Vorderbeine sowohl nach vorne als auch nach hinten und auch die seitliche Beweglichkeit steigern.

Ich zeige Ihnen heute:

  • Die Dehnung des Vorderbeines nach vorne.
  • Die Dehnung des Vorderbeines überkreuz.
  • Die Dehnung des Vorderbeines nach hinten.

Die Streckung des Vorderbeines nach vorne

Bei dieser Übung werden die breiten Rückenmuskeln, die Muskulatur der Schulter und der Brust und die Muskeln, die für die Zurückführung des Beines zuständig sind, gedehnt.

Nehmen Sie das Bein auf, als wenn Sie die Hufe auskratzen wollen. Dann gehen Sie langsam rückwärts und nehmen das Bein mit. Fassen Sie mit beiden Händen um die Fessel Ihres Pferdes. Achten Sie gut auf Ihre eigene Körperhaltung: Gehen Sie in die Knie und achten Sie darauf, Ihren Rücken gerade zu lassen.

Auf diesem Bild können Sie gut meine Handhaltung um das Fesselgelenk und meine Körperhaltung sehen:

vorderbein1.jpg

Anfangs wird Ihr Pferd wahrscheinlich versuchen, sein Bein zurückzuziehen. Bleiben Sie geduldig und loben Sie jedes Mehr an Loslassen und Entspannen bei dieser Übung.
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22. September 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Übungen 6 Kommentare »

So bringen Sie Ihrem Pferd das Warten bei

Heute unterbreche ich meine Serie zum Thema Dehnungsübungen, um Ihnen einen Tipp zu geben, mit dem Sie es erreichen können, die Verweildauer in einer Übung zu verlängern.

Bei den Dehnübungen ist es ja so, dass sie erst wirklich wirksam werden, wenn das Pferd in der Dehnung mindestens 30 Sekunden verbleibt. Sie haben wahrscheinlich schon festgestellt, dass es ziemlich schwer sein kann, so lange in einer Position zu verharren. Auch bei anderen Übungen, wie dem Kopf tief oder dem einfachen Stillstehen, möchten wir auch erreichen, dass die Pferde eine gewisse Zeit in derselben Haltung bzw. auf derselben Position bleiben und möglichst erst dann den Kopf wieder anheben bzw. den Platz verlassen, wenn wir dem Pferd anzeigen, dass die Übung beendet ist.

Wenn wir schon gleich beim Erlernen einer Übung verlangen, dass unser Pferd die Übung bzw. die Haltung über eine längere Zeit beibehält, sind Misserfolge vorprogrammiert. Deswegen ist es schlau, Ihrem Pferd zunächst das „Warten“ beizubringen.
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15. September 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Übungen 3 Kommentare »

Die Mobilisierung der Kiefergelenke

Das Pferdemaul muss einiges mit uns mitmachen! Die meisten von uns reiten ja mit einem Gebiss und das ist grundsätzlich erst einmal ein Fremdkörper im Pferdemaul. Ist die Reiterhand dann auch noch zu hart, lernt das Pferd, die Zähne zusammenzubeißen um Schmerzen entgegenzuwirken – starke Verspannungen sind sehr oft die Folge. Auch notwendige Eingriffe, wie das Verabreichen von Wurmkuren oder Medikamenten, sind unangenehm und eine Zahnbehandlung kann zu Schmerzen in den Kiefergelenken führen.

Ein Pferd mit verspannten Kiefergelenken wird immer große Schwierigkeiten haben, sich unter dem Reiter bei der Arbeit loszulassen. Probieren Sie einmal selbst aus, wie es sich anfühlt, wenn Sie Ihre Zähne zusammenbeißen: Spüren Sie, wie die Spannung bis in den Nacken zieht? Beim Pferd ist es ebenso. Schon früh wussten große Reitmeister wie z.B. der Franzose Francois Baucher, dass Verspannungen der Kiefergelenke die Beweglichkeit der Vorhand, das Aufwölben des Rückens und das Untertreten der Hinterhand verhindern.

Also ist es an der Zeit, dem Pferd etwas Angenehmes in diesem Bereich angedeihen zu lassen, finden Sie nicht? Deswegen stelle ich Ihnen heute vor, wie Sie Ihr Pferd erstmal mit einer weichen Massage des Maulbereiches verwöhnen können und durch sie mögliche Verspannungen der Kiefergelenke lösen können.

Und so geht’s

Bereiten Sie Ihr Pferd zunächst mit weichen, massierenden Bewegungen rund um das Pferdemaul auf Ihr Vorhaben vor. Halten Sie Ihr Pferd mit der einen Hand am Halfter, die andere streichelt und massiert Ihr Pferd um die Nüstern und die Lippen. Wer die TTouches beherrscht, kann diese hier wunderbar anwenden.

Bitte gehen Sie hierbei einfühlsam und langsam vor. Für viele Pferde sind solche Berührungen ungewohnt und sie beginnen, nach der Hand zu schnabbeln. Reden Sie beruhigend mit Ihrem Pferd und bleiben Sie sanft und liebevoll dran. Finden Sie heraus, welche Berührungen Ihr Pferd genießen kann.
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8. September 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Übungen 1 Kommentar »

Die Dehnung des Kopf-Armmuskels und der kleinen Nackenmuskeln

Heute stelle ich Ihnen eine Dehnübung für den Kopf-Arm-Muskel und für die Nackenmuskeln vor.

Der Kopf-Arm-Muskel ist der Unterhalsmuskel Ihres Pferdes. Um die Wichtigkeit dieses Muskels zu verstehen, lesen Sie sich bitte meinen früheren Blogbeitrag dazu nochmals durch. Die kleinen Nackenmuskeln setzen am Hinterkopf des Pferdes an und ziehen zum ersten Halswirbel. Verspannungen dieser Muskeln verhindern ein lockeres Genick des Pferdes.

Verspannungen des Kopf-Armmuskels und der kleinen Nackenmuskeln können Sie sehr gut durch Massagen der Muskeln und durch die folgende Übung behandeln.

Und so geht’s

Legen Sie sich den Kopf Ihres Pferdes auf die Schulter. Fassen Sie mit beiden Händen hinter die Ohren Ihres Pferdes am Genick.

kopfarm1.jpg

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1. September 2009 von Babette Teschen • Kategorie: Übungen 4 Kommentare »

Babette Teschen

  • Veröffentlichung Der Longenkurs
  • Ausgebildete Tierheilpraktikerin
  • Seminare nach Linda Tellington-Jones
  • Von 1998 bis 2000 Reitlehrerin in der Schule Marienau
  • Seit 1996 selbständig mit dem Pferdehof Teschen -
    Zentrum für ganzheitliche Betreuung

  • Seit 1998 Spezialisierung auf Alternative Reitweise nach Sally Swift und M. Feldenkrais
  • Schülerin von Horst Becker, Lehrer der klassischen Dressur
  • Seit Anfang 2003 Angebot eigener Seminare